Walchhofers Revanche: Triumph im Garmisch

Die Österreicher, allen voran Michael Walchhofer nahmen in Garmisch erfolgreich Revanche für die WM-Niederlage gegen die USA in Bormio. Walchhofer gewann überlegen in einer Zeit von 1:57.79 vor seinem Landsmann Hermann Maier (Rückstand +0.99) und dem US Amerikaner Bode Miller (+1.13). Damit baut der US-Boy seine Weltcup-Führung gegenüber Benjamin Raich, der Elfter wurde, weiter aus. Für Walchhofer, der bei der WM in Bormio drei Medaillen geholt hatte, war es der fünfte Weltcup-Erfolg seiner Karriere und die Beendigung eines Traumas. Denn die letzte Kurve auf der Kandahar behagte dem Zauchenseer in der Vergangenheit ganz und gar nicht. "Diesmal habe ich mich richtig konzentriert, war die Stelle kein Problem, ich freue mich riesig über diesen Sieg", erklärte der Triumphator, der dem Herminator den 49. Weltcupsieg noch wegschnappen konnte. Dennoch war der Herminator zufrieden mit seinem zweiten Platz: "Ich habe gewusst, dass der Michi noch schneller sein wird. Auch deshalb, weil ich in der Abfahrt einfach noch nicht das draufhabe, was ich eigentlich kann. Als der Michi in der Walchhofer-Kurve war, habe ich mir schon gedacht, dass ein kleiner Wackler jetzt ganz gut wäre. Für mich ist das aber ein Traumergebnis. Außerdem habe ich schon einiges im Hinblick auf nächste Saison ausprobiert." Auf dem 4. Rang folgt mit Johann Grugger ein weiterer Östereicher vor dem nächsten US Amerikaner Daron Rahlves, der sich vor Fritz Strobl, ebenfalls Österreich, den 5 Platz sichern konnte. Als bester Schweizer platzierte sich Didier Defago auf Rang sieben. Défago bot bis zur Hälfte der Strecke eine hervorragende Leistung, die möglicherweise für einen Platz auf dem Podest gereicht hätte. Durch einen Fehler wurde er aber weit zurückgeworfen und büsste noch 1,65 Sekunden auf den entfesselten Michael Walchhofer ein. Aus dem starken ÖSV Team konnten noch Andreas Schifferer auf Rang 8 und Werner Franz auf Rang 10 in die Top 10 der Ersatzabfahrt für Kitzbühel fahren. Die DSV Rennläufer Max Rauffer (Rang 24) und Florian Eckert (Rang 25) enttäuschten. Bereits am morgigen Samstag steht die Neuauflage des Abfahrtsrennen auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen auf dem Programm. Um 11 Uhr geht's los.


Platz 1: Michael Walchhofer

Platz 2: Hermann Maier

Platz 3: Bode Miller

Platz 4: Johann Grugger

Platz 5: Daron Rahlves

Platz 6: Fritz Strobl

Platz 7: Didier Defago

Platz 8: Andreas Schifferer

STIMMEN ZUM ABFAHRTSLAUF (Freitag)Michael WALCHHOFER:

"Die FIS Schneise ist eigentlich gar nicht so schwer, außerdem habe ich gewusst, dass ich in Bombenform bin. Die Strecke ist mir eigentlich immer gelegen, ich war immer schnell, nur habe ich die Zieleinfahrt nie erwischt. 
Ich bin gut gefahren, aber ich habe nicht alles erwischt, deshalb hat mich der Vorsprung von fast 1 sec nicht gerechnet.
Es war eines meiner Saisonziele in Garmisch-Partenkirchen zu gewinnen - und jetzt habe ich Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen gleichzeitig gewonnen. Bin nach wie vor stolz auf meinen Bronzemedaille von Bormio, weil ich sie mit einem kaputten Ski erreicht habe, obwohl ich die Abfahrt vor der WM in Wengen und jetzt nach der WM gewonnen habe."

Hermann MAIER: "Für mich ist der zweite Platz ein traumhaftes Ergebnis - habe schon einige Dinge für das nächste Jahr probiert. Es war ein wunderschöner Lauf und ich merke es geht aufwärts - es war mir klar, dass Michael (Walchhofer) noch schneller sein wird - habe ein bißchen noch auf die Walchhofer Kurve gehofft. Dort hat aber Bode Miller einen schweren Fehler gemacht, sonst wäre er wohl vor mir gewesen. Es war ein sauberer Lauf mit kleinen Fehler, war heute sehr locker und werde für morgen noch Kleinigkeiten probieren. Ich weiß aber, dass es fürs Gewinnen noch etwas zuwenig ist. Sehr wichtig für mich ist aber der Super G am Sonntag."

Pos. Startnr. Nation Läufer/in Zeit
1 30 AUT Michael Walchhofer 1:57.79
2 25 AUT Hermann Maier +0.99
3 28 USA Bode Miller +1.13
4 27 AUT Johann Grugger +1.23
5 29 USA Daron Rahlves +1.32
6 26 AUT Fritz Strobl +1.45
7 15 SUI Didier Defago +1.65
8 7 AUT Andreas Schifferer +1.72
9 6 CAN Erik Guay +1.78
10 21 AUT Werner Franz +1.92
11 31 AUT Benjamin Raich +2.06
12 22 ITA Kristian Ghedina +2.09
13 5 ITA Peter Fill +2.15
14 24 SUI Bruno Kernen +2.24
15 18 SUI Ambrosi Hoffmann +2.29
16 10 SUI Jürg Grünenfelder +2.40
17 23 AUT Christoph Gruber +2.56
18 12 SUI Silvan Zurbriggen +2.62
3 AUT Mario Scheiber +2.62
20 34 CAN Manuel Osborne +2.67
21 35 ITA Patrick Staudacher +2.68
22 8 SWE Patrick Järbyn +2.73
49 SUI Tobias Grünenfelder +2.73
24 11 GER Max Rauffer +2.90
25 39 GER Florian Eckert +2.96
26 16 ITA Alessandro Fattori +2.97
27 38 ITA Stefan Johann Thanei +3.00
28 40 CAN John Kucera +3.02
29 4 GBR Finlay Mickel +3.11
30 1 SUI Paul Accola +3.15
31 19 AUT Klaus Kröll +3.16
32 53 USA Scott MacCartney +3.33
33 2 FRA Yannick Bertrand +3.36
34 43 FRA David Poisson +3.44
35 33 ITA Roland Fischnaller +3.53
36 44 USA Justin Johnson +3.56
37 50 SLO Andrej Jerman +3.57
38 9 NOR Bjarne Solbakken +3.58
39 36 CAN Jeff Hume +3.59
40 41 FRA Pierre-Emmanuel Dalcin +3.74
41 14 LIE Marco Büchel +4.01
42 42 CAN David Anderson +4.08
43 32 SUI Konrad Hari +4.29
44 46 SUI Daniel Züger +4.42
45 52 FRA Thibault Garnier +4.54
46 48 SLO Gregor Sparovec +4.59
47 51 GER Johannes Stehle +4.76
48 47 FRA Gauthier De Tessieres +5.19
Startnr. Nation Läufer/in Grund
13 NOR Aksel Lund Svindal Torfehler
17 NOR Kjetil Andre Aamodt DNS
20 ITA Kurt Sulzenbacher Torfehler
37 FRA Nicolas Burtin Torfehler
45 GER Stephan Keppler Torfehler

Startnr. Rennfahrer Nation
1 Paul Accola SUI
2 Yannick Bertrand FRA
3 Mario Scheiber AUT
4 Finlay Mickel ITA
5 Peter Fill ITA
6 Erik Guay CAN
7 Andreas Schifferer AUT
8 Patrik Järbyn SWE
9 Bjarne Solbakken NOR
10 Jürg Grünenfelder SUI
11 Max Rauffer GER
12 Silvan Zurbriggen SUI
13 Axsel Lund Svindal NOR
14 Marco Büchel LIE
15 Didier Defago SUI
16 Alessandro Fattori ITA
17 Kjetil Andre Aamodt NOR
18 Ambrosi Hoffmann SUI
19 Klaus Kröll AUT
20 Kurt Sulzenbacher ITA
21 Werner Franz AUT
22 Kristian Ghedina ITA
23 Christoph Gruber AUT
24 Bruno Kernen SUI
25 Hermann Maier AUT
26 Fritz Strobl AUT
27 Johann Grugger AUT
28 Bode Miller USA
29 Daron Rahlves USA
30 Michael Walchhofer AUT
31 Benjamin Raich AUT
32 Konrad Hari SUI
33 Roland Fischnaller ITA
34 Manuel Osborne CAN
35 Patrick Staudacher ITA
36 Jeff Hume CAN
37 Nicolas Burtin FRA
38 Stefan Johann Thanei ITA
39 Florian Eckert GER
40 John Kucera CAN
41 Pierre Dalcin FRA
42 David Anderson CAN
43 David Poisson FRA
44 Justin J Johnson USA
45 Stephan Keppler GER
46 Cornel Züger SUI
47 Gauthier De Tessieres FRA
48 Gregor Sparovec SLO
49 Tobias Grünenfelder SUI
50 Andrej Jerman SLO
51 Johannes Stehle GER
52 Thibaud Garnier FRA
53 Scott Macatney USA

ERSTES TRAINING AUF DER KANDAHAR OHNE PROBLEME

Athleten und Verantwortliche waren nach dem ersten Training auf der Kandahar voll des Lobes über den Zustand der Strecke. Günter HUJARA(FIS Renndirektor): "Für den vielen Schneefall der letzten Tage präsentierte sich die Strecke in hervorragendem Zustand." Mike BRÄU (Streckenchef): "Die Strecke ist in gutem Zustand, aber noch nicht so hart wie im letzten Jahr." Die Österreicher zeigten gleich beim ersten Training, dass die Kandahar zu ihren Lieblingsstrecken zählt. Auf den ersten fünf Plätzen waren nur Läufer des ÖSV zu finden. Schnellster war Michael WALCHHOFER, der bisher bei fünf Starts nie das Ziel sah. Endstation war immer die Ausfahrt FIS Schneise, was Walchhofer schon überlegen ließ, sein Hotel in diesen Namen umzutaufen. Andi SCHIFFERER ist nach längerer Verletzungspause wieder zum Weltcup zurückgekehrt und fuhr gleich auf Rang zwei: "Es ist zwar noch relativ weich, nicht ganz so hart wie im letzten Jahr, aber doch überraschend griffig. Die Sicht war trotz des bedeckten Himmels ok." Fritz STROBL wurde Dritter, vor Hermann MAIER, der nicht nur seinen ersten Sieg in Garmisch-Partenkirchen gefeiert hat, sondern auch seinen 50. hier feiern möchte. Derzeit hält er bei 48 Siegen und würde mit 50 Siegen den Rekord von Alberto TOMBA einstellen. Unerreicht bleibt aber der Schwede Ingemar Stenmark, der über 80 Siege feierte. "Es wäre absolut der richtige Platz für den 50. Sieg", meinte Maier. Zur Strecke sagte er: "Es ist weicher als sonst, aber trotzdem aufregende. Mit der Fahrt war ich nicht ganz zufrieden, die war eher mittelmäßig" Maier hatte die beste Zwischenzeit (vor Walchhofer), verlor aber im unteren Teil. "Ich habe nach dem RS WM Titel in Bormio nicht mehr auf dem Ski gestanden." Dazu erwischte ihn auch der Grippevirus. Bester Deutscher wurde Max RAUFFER als 30. "Kompliment an die Arbeiter, die haben wirklich tolles geleistet. Die Piste ist in sehr gutem Zustand, wenn man auf der Idealspur bleibt ist diese auch schnell." Das bestätigte auch der Lichtensteiner Marco BÜCHEL (37.) " Wenn Du aus der Spur kommst, dann bremst es." Flori ECKERT wurde 32, Johannes STEHLE 44.

Österreicher dominieren Abfahrtstraining in Garmisch!

Sage und schreibe 5 Österreicher haben sich im einzigen Training für die beiden Weltcup-Abfahrten am Freitag und Samstag in Garmisch- Partenkirchen die Top 5 Plätze untereinander aufgeteilt. Michael Walchhofer erzielte am Donnerstag Bestzeit vor Andreas Schifferer, Fritz Strobl, Hermann Maier und Werner Franz. Bester Nicht-ÖSV-Läufer war der Italiener Kristian Ghedina, US-Weltmeister Bode Miller begnügte sich mit Rang 13. Als bester Schweizer platzierte sich Konrad Hari auf Rang 14. Die deutschen Max Rauffer und Florian Eckert mussten sich mit den Plätzen 31 bzw. 33 begnügen. Die Ersatzabfahrt für Kitzbühel soll morgen um 13.45 Uhr über die Bühne gehen. 

Abfahrtstraining in Garmisch auf 13.00 Uhr verschoben

Der Beginn des Herren-Abfahrtstrainings in Garmisch-Partenkirchen ist von 12.30 Uhr um eine halbe Stunde auf 13.00 Uhr verschoben worden. Die Startzeit für die Kitzbühel-Ersatzabfahrt am Freitag wurde bereits zuvor von 9.45 auf 13.45 Uhr verlegt.

Training am Donnerstag auf 12.30 Uhr festgesetzt, 
Rennstart am Freitag um 13.45Uhr

In der vergangenen Nacht und während des Vormittags fielen erneut 30cm Neuschnee auf die bereits präparierte Kandahar-Abfahrt in Garmisch- Partenkirchen. Ca. 100 Helfer verbrachten deshalb bereits den gesamten Morgen und Vormittag damit, den Neuschnee aus der Piste zu befördern.
Aufgrund dieser Umstände entschied sich die Jury, das morgige Training auf 12.30Uhr zu verschieben und den für 9.45Uhr geplanten Start am Freitag um 13.45Uhr durchzuführen.

STARKER SCHNEEFALL VERHINDERT ERSTES ABFAHRTSTRAINING

In der Nacht fielen erneut 20cm Neuschnee auf die schon präparierte Kandahar in Garmisch-Partenkirchen. Deshalb entschied die Jury, die schon gesperrte Abfahrt auf dem Kreuzeck wieder zu öffnen und für den allgemeinen Skibetrieb wieder freizugeben. Die Verantwortlichen erhoffen sich mit dieser Maßnahme eine Festigung der Schneedecke. Eine weitere Maßnahme betrifft die beiden für morgen und übermorgen geplanten Zeitläufe. Das Training für morgen Mittwoch wurde abgesagt, der Start für Donnerstag steht noch nicht fest. Geplant ist 9.45 Uhr, weil auch das Nachholrennen von der Streif am Freitag um die gleiche Zeit beginnt. Sollte es aber weiter schneien, könnte sich die Trainingszeit auch auf 11.00 Uhr verschieben. Das entspricht der Startzeit der Kandaharabfahrt vom Samstag.

(von Charly Leitner Pressechef OK Ski Weltcup GAP)

Der Kampf um die große Weltcupkugel

Kaum sind die WM-Medaillen vergeben und die ersten Feierlichkeiten vollbracht, geht es für die Stars der SKI-WM 2005 mit dem Alltagsgeschäft im Skiweltcup weiter. Die Herren messen ihre Kräfte im bayerischen Garmisch Partenkirchen wo von Freitag bis Sonntag zwei Abfahrten und ein Super-G auf dem Programm stehen. Im Mittelpunkt des Interesses steht in Deutschland das Duell um den Gesamtweltcup zwischen Leader Bode Miller (1.093 Punkte) und Benjamin Raich (998). Aber auch Abfahrtsweltcup-Leader Michael Walchhofer fiebert dem Speed-Wochenende (zwei Abfahrten und ein Super-G) ganz besonders entgegen. "Mit Garmisch habe ich noch eine Rechnung offen", so Raich, der am 1. Februar 2004 bei einem schweren Sturz im Super-G eine Gehirnerschütterung und ein Schleudertrauma erlitten hatte. Im Gesamtweltcup trennen Raich elf Rennen vor Schluss nur noch 95 Punkte von Miller. "Die Saison ist noch lange. Es wird sicher spannend, aber auch sehr schwierig", so Raich, der auch Hermann Maier und Walchhofer im Kampf um die große Kugel noch Chancen gibt. "Auch die beiden können noch ein Wörtchen mitreden."

Garmisch-Partenkirchen springt für Kitzbühel ein

Die in Kitzbühel abgesagte Abfahrt auf der Streif wird am FR, den 18. Februar in Garmisch-Partenkirchen auf der Kandahar nachgeholt. OK Präsident Peter Fischer kämpfte mit seinem Team bis zur letzten Sekunde um die Durchführung. "Es war ein echtes Teamwork", zeigte sich Fischer erleichtert. "Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie gut die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Skiverband und dem Bayerischen Fernsehen funktioniert." Lange wurde vor allem um die Fernsehzeiten gefeilscht, denn zur gleichen Zeit finden in Oberstdorf die Nordischen Skiweltmeisterschaften statt. Dabei konnte auch ARD Experte Christian Neureuther unterstützend eingreifen. Am späten Nachmittag kam dann endlich die Zusage. Allerdings heißt es für die Rennläufer und auch die Zuschauer früh aufzustehen, denn der Start des Abfahrtslaufes wurde auf 09.45 Uhr festgelegt. Deshalb wird der Weltcuptross bereits am Dienstag in Garmisch-Partenkirchen anreisen. Mittwoch und Donnerstag wird auf der Kandahar trainiert, Freitag erfolgt das Ersatzrennen von der Streif. Der Rest des Programmes bleibt wie geplant d.h. am Samstag startet der Kandahar-Abfahrtslauf um 11.00 Uhr, am Sonntag zur selben Zeit der Super-G. Trotz des zusätzlichen Arbeitsaufwandes war Peter Fischer über die Entscheidung erfreut und auch stolz. "Wir haben im letzten Jahr gezeigt, dass wir kurzfristig einspringen können", und kämpferisch fügte er hinzu, "wir werden der FIS auch in diesem Jahr zeigen, dass wir Veranstaltungen auf höchstem Niveau durchführen können und ein guter Kandidat für die Alpinen Skiweltmeisterschaften 2011 sind."

(von Charly Leitner Pressechef OK Ski Weltcup GAP)

Das letzte Abfahrtsrennenn der Saison
Das WM Abfahrtsrennen in Bormio

ABFAHRTSWELTMEISTER 2005 IST BODE MILLER!
Die Amerikaner entscheiden das Rennen des Jahres für sich!

Ein amerikanischer Doppelsieg durch Bode Miller und Daron Rahlves entscheidet die Weltmeisterschaftsabfahrt in Bormio 2005. Bode Miller krönt sich zum Doppelweltmeister. Der 27-jährige coole Amerikaner holt sich nach dem Weltmeistertitel im SuperG nun auch den Titel in der Abfahrt. An seiner Bestzeit 1:56,22, die er bereits mit Startnummer 3 aufstellte, bissen sich sprichwörtlich alle die Zähne aus. "Das ist eine ganz große Sache, denn die Abfahrt ist der wichtigste Bewerb. Um hier zu gewinnen, muss alles passen. Die Nummer war ganz wichtig. Die Sicht ist zwar mit einer niedrigen Nummer nicht so gut, aber dafür sind da die Schneeverhältnisse besser.Mit meiner Fahrt war ich nicht vollkommen zufrieden. Teilweise habe ich eine gute Linie gefunden. Aber ich hatte zeitweise nicht wirklich das perfekte Gefühl für die Balance, vor allem beim San-Pietro-Sprung und im untersten Teil hatte ich so meine Probleme." Mit 0,44 Sekunden Rückstand landete sein Landsmann Daron Rahlves (Startnummer 21) auf Platz zwei. "Diese Medaille bedeutet mir viel, denn eine WM ist immer eine große Herausforderung. Es war hart, doch ich war körperlich und mental topfit. Ich bin meine Linie gefahren und habe gefightet vom Anfang bis zum Ende. Unten bin ich so gut gefahren wie nie zuvor." Die Bronzemedaille geht trotz Beschädigung der Kante seines rechten Ski´s durch einen Stein an den österreichischen Titelverteidiger Michael Walchhofer (+0,87), der mit Startnummer 27 ins Rennen ging. "Ich muss sagen, für mich ist es ein Wahnsinn. Oben in der Traverse hab ich kurz Zeit gehabt zum Denken. Ich hab mir gedacht: Das gibt's doch nicht, der Ski ist nicht mehr zu dafahren. Ich hab keinen Linksschwung mehr erfahren. Und dann geht sich noch Platz drei aus. Es war eine sensationelle Leistung. Ich hab oben beim Super G-Start einen Stein erwischt, der hat sich fast über den ganzen rechten Ski gezogen." Walchhofer rettete mit seinem 3. Platz gerade noch die Ehre der Österreicher, wobei man sich natürlich fragen muss, ob nicht die Teamführung der Österreicher durch ihren Aufstellungs- und Qualifikationspoker ihre eigene Mannschaft mental geschwächt hat. Der von der ÖSV-Spitze bevorzugte Hermann Maier, der obwohl er sich beim gestrigen Trainingssturz eine Rissquetschwunde zuzog (die genäht werden musste), unbedingt starten wollte erreichte nur den 17. Platz. Werner Franz, der noch gestern im Training alles geben musste, um überhaupt in die Abfahrtsaufstellung zu kommen, wurde gar nur 28. (+2,74). Kein Wunder meinen da viele, Franz spürte die vielen rennmäßigen Trainingsläufe und ihm fehlte die Substanz. Ziemlich unglücklich landete der Kärntner Fritz Strobl auf dem undankbaren 4. Platz (+0,95). Der zweifache Saisonsweltcupsieger Johann Grugger erreichte mit einer recht unsicheren Fahrt Rang 9. Auf den Plätzen 5 bis 9 sind: 5. Bruno Kernen (SUI +1,03), 6. Didier Defago (SUI +1,15), 7. Aksel Lund Svindal (NOR +1,16), 8. Ambrosi hoffmann (SUI +1,18), 9. David Poisson (FRA +1,30) ex aequo mit Johann Grugger (AUT +1,30). Aus dem DSV waren Florian Eckert (+1,43) und Max Rauffer (+1,77) am Start, die mit den Plätzen 12 und 17 nicht ganz die erhoffte Überraschung brachten. Wir gratulieren den Medaillengewinnern, die heute Abend bei der Siegerehrung die Medaillen und Trophäen überreicht bekommen. Auch die Siegerehrung der Kombinationen werden heute Abend durchgeführt.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M.Riedler

Der Blick zurück - 
Der Abfahrtslauf in Garmisch 2004

Didier Cuche gewinnt Abfahrt von Garmisch


Platz 1: Didier Cuche

Platz 2: Daron Rahlves

Das schwer geprügelte Schweizer Skiteam ist wieder da! Beim Abfahrtsweltcuprennen von Garmisch warteten die Eidgenossen mit einer grossartigen Leistung auf. Didier Cuche siegte und mit Bruno Kernen (6.), Ambrosi Hoffmann (8.) und Paul Accola (9.) platzierten sich drei weitere Schweizer in den Top Ten. Der 29-Jährige setzte sich mit acht Hundertstel Sekunden Vorsprung vor dem US-Amerikaner Daron Rahlves und 21 Hundertstel auf den Tiroler Kitzbühel-Sieger Stephan Eberharter durch. Cuche zeigte sich nach seinem perfekter Lauf auf der Kandahar-Strecke sehr zufrieden: "Ich bin glücklich", gestand der Sieger, "jetzt geht es mit uns wieder aufwärts. Es war an der Zeit für die Schweiz. Es ist immer angenehmer, oben zu sein." Mit Fritz Strobl als Vierter und Hermann Maier als Fünfter konnten sich drei Österreicher in den Top 5 platzieren. Auf den Gesamtweltcup hat das Ergebnis keine Auswirkungen. Der Führende Benjamin Reich war ebenso wie Lasse Kjus ( siehe extra Bericht ) nicht am Start. Im Abfahrts-Weltcup führt weiterhin Stephan Eberharter.
Hier die Top 10: 1. Didier Cuche (SUI 1:59,49), Daron Rahlves (USA - 0,08 Sek - 2.), Stephan Eberharter (AUT - 0,21 - 3.), Fritz Strobl (AUT - 0,71 - 4), Hermann Maier (AUT -0,83 - 5.), Bruno Kernen (SUI - 0,91 - 6.), Alessandro Fattori (I - 1,02 - 7.), Ambrosi Hoffmann (CH - 1,05 - 8.), Paul Accola (SUI - 1,08 - 9.) und die zeitgleichen Antoine Dénériaz (F) und Hans Knauss (Ö - 1,11 - 10.). Am Samstag folgt eine weitere Abfahrt. 
Am Sonntag dann der Super G.


Platz 3: Stephan Eberharter

Platz 4: Fritz Strobl

Platz 5: Hermann Maier

Platz 6: Bruno Kernen

Platz 7: Alessandro Fattori

Platz 8: Ambrosi Hoffmann

Platz 9: Paul Accola

Platz 24: Florian Eckert

Der Blick zurück - 
Der Abfahrtslauf in Garmisch 2004 - Ersatz Wengen

ÖSV-Team schlägt zurück
Eberharter gewinnt vor Fritz Strobl und Alessandro Fattori


Platz 1: Stephan Eberharter

Platz 2: Fritz Strobl

Der Österreicher Stephan Eberharter hat am Samstag die zweite Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Der 34-jährige Tiroler und Abfahrtsweltcup Führende siegte auf der Kandahar in 1:58,70 Minuten vor Olympiasieger Fritz Strobl aus Kärnten, der nur 9 Hundertstel Sekunden Rückstand auf seinen ÖSV-Teamkollegen aufwies. Nur Alessandro Fattori (ITA) und Didier Defago (SUI) drängten sich auf der pickelharten Kandahar-Strecke mit den Plätzen 3 und 4 zwischen die beiden Führenden und die nächsten Österreicher Hermann Maier, Christoph Gruber und Hannes Trinkl, die alle ex aequo mit 0,79 Sekunden Rückstand Rang fünf belegten und das starke ÖSV Teamergebnis abrundeten. Ebenfalls in den Top 10 landete mit einem Rückstand von 1,21 Sekunden Klaus Kröll. Vortagssieger Didier Cuche aus der Schweiz musste sich diesmal mit Rang neun (+0,97) begnügen. Mit dem Erfolg auf der Kandahar feierte Eberharter seinen insgesamt 28. Weltcup-Sieg, den 17. in der Abfahrt und verbesserte seinen eigenen "Weltrekord" als ältester Weltcup-Sieger der Geschichte nun auf 34 Jahre, zehn Monate und sieben Tage.
1. Stephan Eberharter (AUT - 1:58,70) 2. Fritz Strobl (AUT - 0,09) 3. Alessandro Fattori (I - 0,45) 4. Didier Défago (SUI - 0,62) 5. Hermann Maier (AUT ) Christoph Gruber (AUT) und Hannes Trinkl (AUT - 0,79) 8. Bruno Kernen (SUI - 0,85). 9. Didier Cuche (SUI - 0,97). 10. Klaus Kröll (AUT - 1,21).


Platz 3: Alessandro Fattori

Platz 4: Didier Défago

Platz 5: Hermann Maier

Platz 5: Christoph Gruber

Platz 5: Hannes Trinkl

Platz 8: Bruno Kernen

Platz 9: Didier Cuche

Platz 10: Klaus Kröll

Der Blick zurück - 
Der Abfahrtslauf in Garmisch 2003

Eberharter gewinnt Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen !


Platz 1 & Abfahrtsweltcupsieger 2003

Stephan Eberharter

Der Österreicher Stephan Eberharter gewann die traditionelle Kandahar Abfahrt und sicherte sich durch seinen 6. Abfahrts-Saisonsieg die kleine Kristallkugel für diesen Wettbewerb. Mit einem Rückstand von 1,07 Sekunden platzierte sich der Schweizer Didier Cuche auf Rang 2 vor dem US-Amerikaner Daron Rahlves der sich über Platz 3 freuen konnte. Auf den Rängen 4 bis 10 folgten: Peter Rzehak (AUT), Christoph Gruber (AUT), Gregor Sparovec (SLO), Andreas Schifferer (AUT), Fritz Strobl (AUT), Bruno Kernen (SUI) und Josef Strobl (AUT). Auch in diesem Jahr forderte die Kandahar wieder ihre Opfer. Vor allem in der FIS-Schneise kamen mehrere Läufer zum Sturz. Prominentestes "Ausfall-Opfer" war der Abfahrtsweltmeister 2003 Michael Walchhofer, der mit Zwischenbestzeit ebenso wie Kristian Ghedina (ITA), Tobias Grünenfelder (SUI), Max Rauffer (GER), Pierre-Emmanuel Dalcin, Marco Sullivan (USA), Klaus Kröll (AUT) und Stefan Stankalla (GER) zu Sturz kam.


Platz 2: 

Didier Cuche (SUI)

Platz 3:

Daron Rahlves (USA)

 


 



 

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