DIE LETZTE KOMBINATION 
DER SAISON IN WENGEN

BENJAMIN RAICH heißt der erste Sieger der neuen Kombination

Der Österreicher Benjamin Raich darf sich verdienter Weise als erster in die Siegerlisten der neuen Kombination eintragen. Er schafft es mit einer ansprechenden Abfahrtsleistung, 0,32 Sekunden Vorsprung (von 1,49 aus dem Slalom) auf den favorisierten Norweger Lasse Kjus zu behalten. Dahinter auf Platz 3 Didier Defago (SUI +1,40 Sek.), für den der heutige Stockerlplatz wohl eine kleine Entschädigung für den vergebenen RTL-Sieg von Adelboden sein dürfte. Über den hervorragenden vierten Platz darf sich der junge Schweizer Daniel Albrecht (+1,80 Sek.) freuen, noch vor dem zweiten Elch Kjetil A. Aamodt (+1,82 Sek.). Auf den weiteren Plätzen: 6. Pierrick Bourgeat (FRA, dritter nach dem Slalom, + 1,88 Sek.), Christoph Gruber (AUT +2,14 Sek.), 8. Peter Fill (ITA 2,40 Sek.) , 9. Hermann Maier (AUT) und Markus Larsson (SWE) - beide 3,28 Sek. zurück. Was ist nun das Resümee nach dem ersten Rennen dieser neuen Kombi? Österreich freut sich vor allem mit Benjamin Raich, aber auch mit Hermann Maier, die beide wertvolle Punkte auf Bode Miller im Gesamtweltcup gemacht haben. Bode Miller weiß nun, dass "langsam Fahren" bei ihm nicht funktioniert, weil er trotzdem eingefädelt hat und wird wohl wieder zu seinem Motto "Alles oder Nichts" zurückkehren. Lasse Kjus und Kjetil Andre Aamodt wissen seit Jahren, dass sie in der Kombination - egal in welcher Art und Weise sie durchgeführt wird - zu den heißesten Eisen zählen. Und sonst? Außenseiter, die sich über leicht verdiente Punkte gefreut haben, wurden darüber informiert, dass auch in dieser Kombination die 8% Regel gilt (keine Punkte bei mehr als 8% Rückstand auf die Bestzeit). Die Verantwortlichen werden darüber nachdenken, eine weitere Prozentregel für die Teilnahme an der Abfahrt aufzustellen, um das Zurücksteigen nach Ausfall im Slalom ein wenig zu unterbinden. Insgesamt ist es schwer zu sagen, ob die Reglementänderung bei der Kombination den gewünschten Effekt gebracht hat. An der Spitze gibt es nicht viel Neues, das Feld der wirklich Kombinierer, der wirklichen "absoluten" Schifahrer, ist nach wie vor sehr klein und solche lassen sich leider nicht so einfach "züchten", nachdem der Weltcup in den letzten Jahren doch immer mehr zu einer Sache der Spezialisten - der Speedfahrer auf der einen und der Techniker auf der anderen Seite - geworden ist. Mal sehen, was die Zukunft bringt. Abschließend wollen wir noch ein kräftiges Happy Birthday für den unverwüstlichen Lasse Kjus zu seinem 34. Geburtstag anstimmen!


1. Benjamin Raich

2. Lasse Kjus

3. Didier Defago

4. Daniel Albrecht

5. Kjetil Andre Aamodt


6. Pierrick Bourgeat

7. Christoph Gruber

8. Peter Fill

DIE LETZTE WM KOMBINATION
2003 in St. Moritz

Bode Miller Kombinations-Weltmeister 2003 !


Kombinations-Weltmeister 2003

BODE MILLER

Der US-Amerikaner Bode Miller sicherte sich den Weltmeistertitel in der Kombination vor den Norwegern Lasse Kjus (Rückstand 7/100) und Kjetil Andre Aamodt (Rückstand 13/100). Pechvögel des Tages waren der Österreicher Benjamin Raich, der schon nach einigen Toren im entscheidenden Slalomdurchgang seine Medaillenträume, nach einem Torfehler begraben musste und der Franzose Pierrick Bourgeat der die Bronzemedaille um 5/100 Sekunden verfehlte. Auf den Rängen 5 bis 10 folgten: Silvan Zurbriggen (SUI), M. Larsson (SWE), Didier Defago (SUI), Giorgio Rocca (ITA), G. Llorach (FRA) und Rainer Schönfelder (AUT).


Lasse Kjus

Kjetil Andre Aamodt

Pierrick Bourgeat

Silvan Zurbriggen

 


 



 

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