ABFAHRTSWELTMEISTER 2005 IST BODE MILLER!
Die Amerikaner entscheiden das Rennen des Jahres für sich!

Ein amerikanischer Doppelsieg durch Bode Miller und Daron Rahlves entscheidet die Weltmeisterschaftsabfahrt in Bormio 2005. Bode Miller krönt sich zum Doppelweltmeister. Der 27-jährige coole Amerikaner holt sich nach dem Weltmeistertitel im SuperG nun auch den Titel in der Abfahrt. An seiner Bestzeit 1:56,22, die er bereits mit Startnummer 3 aufstellte, bissen sich sprichwörtlich alle die Zähne aus. "Das ist eine ganz große Sache, denn die Abfahrt ist der wichtigste Bewerb. Um hier zu gewinnen, muss alles passen. Die Nummer war ganz wichtig. Die Sicht ist zwar mit einer niedrigen Nummer nicht so gut, aber dafür sind da die Schneeverhältnisse besser.Mit meiner Fahrt war ich nicht vollkommen zufrieden. Teilweise habe ich eine gute Linie gefunden. Aber ich hatte zeitweise nicht wirklich das perfekte Gefühl für die Balance, vor allem beim San-Pietro-Sprung und im untersten Teil hatte ich so meine Probleme." Mit 0,44 Sekunden Rückstand landete sein Landsmann Daron Rahlves (Startnummer 21) auf Platz zwei. "Diese Medaille bedeutet mir viel, denn eine WM ist immer eine große Herausforderung. Es war hart, doch ich war körperlich und mental topfit. Ich bin meine Linie gefahren und habe gefightet vom Anfang bis zum Ende. Unten bin ich so gut gefahren wie nie zuvor." Die Bronzemedaille geht trotz Beschädigung der Kante seines rechten Ski´s durch einen Stein an den österreichischen Titelverteidiger Michael Walchhofer (+0,87), der mit Startnummer 27 ins Rennen ging. "Ich muss sagen, für mich ist es ein Wahnsinn. Oben in der Traverse hab ich kurz Zeit gehabt zum Denken. Ich hab mir gedacht: Das gibt's doch nicht, der Ski ist nicht mehr zu dafahren. Ich hab keinen Linksschwung mehr erfahren. Und dann geht sich noch Platz drei aus. Es war eine sensationelle Leistung. Ich hab oben beim Super G-Start einen Stein erwischt, der hat sich fast über den ganzen rechten Ski gezogen." Walchhofer rettete mit seinem 3. Platz gerade noch die Ehre der Österreicher, wobei man sich natürlich fragen muss, ob nicht die Teamführung der Österreicher durch ihren Aufstellungs- und Qualifikationspoker ihre eigene Mannschaft mental geschwächt hat. Der von der ÖSV-Spitze bevorzugte Hermann Maier, der obwohl er sich beim gestrigen Trainingssturz eine Rissquetschwunde zuzog (die genäht werden musste), unbedingt starten wollte erreichte nur den 17. Platz. Werner Franz, der noch gestern im Training alles geben musste, um überhaupt in die Abfahrtsaufstellung zu kommen, wurde gar nur 28. (+2,74). Kein Wunder meinen da viele, Franz spürte die vielen rennmäßigen Trainingsläufe und ihm fehlte die Substanz. Ziemlich unglücklich landete der Kärntner Fritz Strobl auf dem undankbaren 4. Platz (+0,95). Der zweifache Saisonsweltcupsieger Johann Grugger erreichte mit einer recht unsicheren Fahrt Rang 9. Auf den Plätzen 5 bis 9 sind: 5. Bruno Kernen (SUI +1,03), 6. Didier Defago (SUI +1,15), 7. Aksel Lund Svindal (NOR +1,16), 8. Ambrosi hoffmann (SUI +1,18), 9. David Poisson (FRA +1,30) ex aequo mit Johann Grugger (AUT +1,30). Aus dem DSV waren Florian Eckert (+1,43) und Max Rauffer (+1,77) am Start, die mit den Plätzen 12 und 17 nicht ganz die erhoffte Überraschung brachten. Wir gratulieren den Medaillengewinnern, die heute Abend bei der Siegerehrung die Medaillen und Trophäen überreicht bekommen. Auch die Siegerehrung der Kombinationen werden heute Abend durchgeführt.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M.Riedler

Miller rast zu Abfahrts-Gold

Bode Miller hat als erster Amerikaner die Goldmedaille in der Abfahrt bei alpinen Ski-Weltmeisterschaften gewonnen. Eine Woche nach seinem Sieg im Super-G setzte er sich im italienischen Bormio in 1:56,22 Minuten vor seinem Landsmann Daron Rahlves (1:56,66) durch. Dritter wurde Titelverteidiger Michael Walchhofer (1:57,70) aus Österreich. Strobl bleibt Blech, Grugger schummelt sich in die Top Ten, Maier und Franz agieren debakulös und werden von Nobodies gebügelt ! Florian Eckert (Lenggries) wurde in 1:57,65 Minuten Zwölfter. Max Rauffer (Leitzachtal/1:57,99) kam auf Platz 18.

Pos. Startnr. Nation Läufer/in Zeit
1 3 USA Bode Miller 1:56.22
2 21 USA Daron Rahlves +0.44
3 27 AUT Michael Walchhofer +0.87
4 30 AUT Fritz Strobl +0.95
5 12 SUI Bruno Kernen +1.03
6 17 SUI Didier Defago +1.15
7 14 NOR Aksel Lund Svindal +1.16
8 11 SUI Ambrosi Hoffmann +1.18
9 6 FRA David Poisson +1.30
23 AUT Johann Grugger +1.30
11 24 GBR Finlay Mickel +1.31
12 20 GER Florian Eckert +1.43
13 7 SUI Jürg Grünenfelder +1.45
14 28 ITA Kurt Sulzenbacher +1.57
15 22 ITA Kristian Ghedina +1.64
16 13 CAN John Kucera +1.68
17 31 AUT Hermann Maier +1.73
18 10 GER Max Rauffer +1.77
19 26 CAN Manuel Osborne +1.78
20 5 SLO Andrej Jerman +1.80
21 8 USA Justin Johnson +1.88
22 18 CAN Erik Guay +2.06
23 32 NOR Kjetil Andre Aamodt +2.09
24 35 ITA Peter Fill +2.17
25 25 LIE Marco Büchel +2.37
26 16 NOR Bjarne Solbakken +2.41
27 19 ITA Alessandro Fattori +2.70
28 29 AUT Werner Franz +2.74
29 15 FRA Yannick Bertrand +3.29
30 4 CAN Jeff Hume +3.35
31 9 FRA Pierre-Emmanuel Dalcin +3.42
32 34 SWE Patrick Järbyn +3.69
33 33 NOR Lasse Kjus +3.87
34 37 AND Alex Antor +6.12
35 40 RUS Pavel Chestakov +6.18
36 38 CZE Borek Zakouril +6.44
37 1 ROM Florentin-Daniel Nicolae +9.62
38 42 MEX Hubertus von Hohenlohe +14.03

Startnr. Rennfahrer Nation
1. Florentin-Daniel Nicolae ROM
2. Alexander Horoschilow RUS
3. Bode Miller USA
4. Jeff Hume CAN
5. Andrej Jerman SLO
6. David Poisson FRA
7. Jürg Grünenfelder SUI
8. Justin J. Johnson USA
9. Pierre-Emmanuel Dalcin FRA
10. Max Rauffer GER
11. Ambrosi Hoffmann SUI
12. Bruno Kernen SUI
13. John Kucera CAN
14. Aksel Lund Svindal NOR
15. Yannick Bertrand FRA
16. Bjarne Solbakken NOR
17. Didier Defago SUI
18. Erik Guay CAN
19. Alessandro Fattori ITA
20. Florian Eckert GER
21. Daron Rahlves USA
22. Kristian Ghedina ITA
23. Johann Grugger AUT
24. Finlay Mickel GBR
25. Marco Büchel LIE
26. Manuel Osborne-Paradis CAN
27. Michael Walchhofer AUT
28. Kurt Sulzenbacher ITA
29. Werner Franz AUT
30. Fritz Strobl AUT
31. Hermann Maier AUT
32. Kjetil-Andre Aamodt NOR
33. Lasse Kjus NOR
34. Patrik Järbyn SWE
35. Peter Fill ITA
36. Roger Cruickshank GBR
37. Alex Antor AND
38. Borek Zakouril CZE
39. Ondrej Bank CZE
40. Pawel Tschestakow RUS
41. Nikolaj Skriabin UKR
42. Hubertus von Hohenlohe MEX

Nach Sturz beim Training: Hermann Maier Start am Samstag fraglich
Werner Franz gewinnt interne ÖSV Quali

Hermann Maier ist am Freitag im letzten Training für die Herren-Abfahrt am Samstag gestürzt und hat sich dabei eine Rissquetschwunde zugezogen. Der Salzburger wurde mit einer Bandage am linken Bein in einem Akja sitzend abtransportiert. Ob er am Samstag starten kann, ist noch offen. Die Entscheidung liegt beim Arzt und natürlich bei Maier selbst.
Hermann Maier nach dem Besuch im Spital: "Der Start ist glaub ich nicht gefährdet, fahren könnt ich schon. Ich muss mir das noch anschauen, wie ich heute gefahren bin. Beim Start hab ich einen Streß gehabt, weil wahnsinnig viele ausgelassen haben. Es hat alles zusammen gespielt. Ich hab den Sprung gedrückt, aber der Sprung hängt etwas weg. Ich hab einen Gegendruck bekommen und bei der Geschwindigkeit kommen dann die Skier nach oben." In der ÖSV-internen Qualifikation zwischen Werner Franz und Christoph Gruber war Franz um vier Zehntelsekunden schneller als Gruber und hat damit einen Startplatz am Samstag sicher.

Maier und Strobl für WM-Abfahrt nominiert

Wie bereits heute Nachmittag von uns vermutet wurde Österreichs Ski-Star Hermann Maier und Fritz Strobl von den ÖSV Trainern für die Weltmeisterschafts-Abfahrt am Samstag in Bormio nominiert. "Strobl und Maier haben schon große Erfolge gefeiert. Deshalb sind sie gesetzt", sagte ÖSV-Cheftrainer Toni Giger. Werner Franz und Christoph Gruber müssen sich am Freitag, im vierten und letzten Training um den fünften Startplatz für die WM-Abfahrt in Bormio am Samstag duellieren. Franz, der im Vorfeld mit einigen Aussagen in Richtung der Trainer aufhorchen hatte lassen (u.a.: "Eine Quali am Freitag wäre Schwachsinn"), zeigte sich am Mittwochabend relativ einsichtig. "Donnerstag haben wir ohnehin einen Ruhetag, und dann müssen wir das eben wie eine Doppelabfahrt betrachten. Ich konzentriere mich weiterhin auf Samstag und gehe davon aus, dass ich an den Start gehen werden." Maier und Strobl hatten mit der Tatsache, dass sie nun am Samstag besonders unter Erwartungsdruck stehen dürften, kein Problem. "Das ändert nichts an der Tatsache, dass ich am Samstag eine Medaille holen muss. Wenn man für Österreich an den Start geht, ist es immer schwierig. Da ist Silber oft schon zu wenig", meinte Maier.

Wettbremsen auf der Stelvio

Nach der Absage der ÖSV-Qualifikation war das 3. Abfahrtstraining der Herren wieder einmal ein "Wettbremsen" um gute Startnummern für die Kombination am Donnerstag. Deshalb kann man die Ergebnisse des Mittwochs beruhigt im Aktenordner "Besichtigungslauf" ohne besondere Vorkommnisse ablegen. Bestzeit fuhr der Kanadier Erik Guay in 1:54,62 Minuten. Auf den zweiten Rang kam der Amerikaner Daron Rahlves vor Kristian Ghedina aus Italien. Max Rauffer hat im dritten Abfahrtstraining den 15. Platz belegt. Der 32-jährige Leitzachtaler benötigte verkürzten Strecke 1:56,14 Minuten.

Trainerentscheid statt ÖSV-Qualifikation

Jetzt sind die ÖSV Trainer gefragt und eines ist sicher - nach der Entscheidung wird einer der vier Rennfahrer alles andere als zufrieden sein. Da die ÖSV-interne Qualifikation für die WM-Abfahrt der Herren in Bormio entfällt wird ein Trainerentscheid über die Aufstellung der Athleten bestimmen. Nachdem schon das Dienstag-Training nur auf verkürzter Strecke ausgetragen werden konnte, wird auch das Mittwoch-Training (11.45 Uhr) vom Kombinationsstart aus gefahren. Das ÖSV-Trainerteam entschied darauf hin, die Qualifikation zu streichen. Welche drei Läufer aus dem Quartett Hermann Maier, Christoph Gruber, Fritz Strobl und Werner Franz am Samstag eingesetzt werden ist zur Stunde noch nicht bekannt. Fixstarter sind Weltmeister Michael Walchhofer und Johann Grugger. Die ÖSV Trainer wollen am Abend entscheiden, welche Fahrer für das Rennen am Samstag nominiert werden. Folgende Nominierung scheint zur Zeit am wahrscheinlichsten: Fritz Strobl und Hermann Maier werden gesetzt. Das letzte Ticket wird am Freitag beim letzten Training zwischen Christoph Gruber und Werner Franz ausgefahren.

Gruber im Training vorn

Der Österreicher Christoph Gruber hat bei den alpinen Weltmeisterschaften im italienischen Bormio das zweite Training für die Abfahrt als Schnellster beendet. Bei unterschiedlichen Windbedingungen meisterte er die verkürzte Abfahrt in einer Zeit von 1:54,13 Minuten vor seinem Landsmann Fritz Strobl (1:54,16) und dem Britten Finlay Mickel (1:54,60). Wegen starken Windes wurde vom Kombi-Start gefahren. Die Entscheidung über die österreichischen Starter in der Abfahrt soll nun, eine Wetterbesserung vorausgesetzt, im dritten Training am Mittwoch fallen. Dann wird auch Hermann Maier zulegen müssen. Ginge es nach dem Dienstag-Resultat, wäre der Flachauer nur Zuschauer, er landete auf Rang 18 und war damit schlechter platziert als die Konkurrenten Gruber, Strobl und Mario Scheiber (11.). ÖSV Fixstarter Michael Walchhofer verzichtet auf den Lauf und trainiert in Hinblick auf die Kombination Slalom. Bei den Schweizern tat Didier Défago einen Schritt nach vorn. Trotz der Annullierung der internen Ausscheidung lieferte das Training einige "harte" Fakten. Zumindest vom Eindruck her löste Défago mit einem 5. Rang eine Option auf einen Startplatz. Die Deutschen Florian Eckert und Max Rauffer landeten auf den Plätzen 20 und 21 mit knapp zwei Sekunden Rückstand auf den Trainingsbesten. Falls bis Samstag nicht mehr trainiert werden kann, würde das Rennen aufgrund der Umkehrung der Rangliste dieses Trainings gestartet, Gruber und Strobl mit den Nummern 29 und 30 - Miller noch weiter hinten. Die Top 10 Fahrer beim 2. WM Abfahrtstraining der Herren in Bormio: 1. Christoph Gruber (AUT) 1:54,13. 2. Fritz Strobl (AUT) 0,03. 3. Finlay Mickel (GBR) 0,47. 4. Kurt Sulzenbacher (ITA) 0,51. 5. Didier Défago (SUI) 0,56. 6. Daron Rahlves (USA) 0,61. 7. Bruno Kernen (SUI) 0,67. 8. Jürg Grünenfelder (SUI) 0,75. 9. Silvan Zurbriggen (SUI) 0,84. 10. Kristian Ghedina (ITA) 0,85.

Fritz Strobl für "WM-Kampf" am Dienstag fit !

Bereits am Dienstag geht es für 4 Österreicher um WM Medaillen. 3 aus 4 heißt die Rechenformel für die österreichischen Abfahrtsstars: Hermann Maier, Fritz Strobl, Werner Franz und Christoph Gruber. Alle 4 wären im Favoritenkreis für die WM Medaillen am Samstag, aber nur 3 werden die interne ÖSV-Quali am Dienstag "überleben". Fritz Strobl drückte dem ersten Abfahrts-Training am Montag in Bormio seinen Stempel auf und meldet so Ansprüche auf das letzte ÖSV-Ticket für Samstag an. "Eine Qualifikation ist immer auch ein Glücksspiel, aber ich hoffe, dass ich im Rennen mit von der Partie bin! Mir fehlen zum Teil die Ergebnisse, aber ich weiß, dass ich schnell bin", sagte Fritz Strobl seinen Konkurrenten den Kampf an. Der Olympiasieger erzielte am Montag in Bormio klare Bestzeit, sieben Zehntel vor dem Schweizer Bruno Kernen und fast eine Sekunde vor Super-G-Weltmeister Bode Miller (USA). Hermann Maier verliert zwar als Sechster mehr als eine Sekunde auf Fritz Strobl, lässt aber Christoph Gruber (12) und Werner Franz (14) klar hinter sich. Der "Herminator" geht die Quali ganz locker an: "Ich will schnell und sauber fahren, aber das will ich eigentlich immer! Deshalb mache ich mir keine Gedanken über die Quali! Ich bin immer für einen Sieg gut. Und das wissen auch die Trainer". Etwas sauer reagierte über den "Nich-Fix-Startplatz" Werner Franz: "Von Euch", entfuhr es Werner Franz am Sonntag im ORF und meinte damit den Trainerstab, "werde ich mich sicher nicht aus der Ruhe bringen lassen...". Somit könne wir Skifreunde uns auf ein internes "ÖSV WM Rennen" freuen, und wie bei allen großen Rennen wird es auch am Dienstag einen undankbaren 4. Platz geben. Aus Schweizersicht haben sich Bruno Kernen (2.) und Ambrosi Hoffmann (7.) bereits am Montag für die WM-Abfahrt vom Samstag qualifiziert. Didier Défago (13.), Silvan Zurbriggen (16.) und Jürg Grünenfelder (17.) werden am Dienstag den dritte Schweizer Starter ausfahren. Der vierte wird am Mittwoch durch Trainer-Entscheid benannt. Nicht mit Ruhm bekleckern konnten sich die Starter des DSV: Max Rauffer landete mit einem Rückstand von 2,70 Sekunden als Bester DSV-Fahrer auf dem 19. Platz. Nach seinem sensationellen sechsten Rang vom Samstag enttäuschte Florian Eckert, mit einem Rückstand von 5,32 Sekunden wurde er am Ende 34. Die Top 10 Platzierten beim 1. WM Abfahrtstraining der Herren in Bormio: 1. Fritz Strobl (AUT) 1:57,69. 2. Bruno Kernen (SUI) 0,70. 3. Bode Miller (USA) 0,96. 4. Patrick Järbyn (SWE) 0,98. 5. Kristian Ghedina (ITA) 1,00. 6. Hermann Maier (AUT) 1,01. 7. Ambrosi Hoffmann (SUI) 1,23. 8. Daron Rahlves (USA) 1,24. 9. Michael Walchhofer (AUT) 1,35. 10. Johann Grugger (AUT) 1,35.

Kampf um ÖSV Abfahrtstickets beginnt

Ab Montag stehen in Bormio die Trainingsläufe für die Abfahrt auf dem Programm. Beim ÖSV geht es dabei um die Vergabe der Starttickets für das WM Highlight am Samstag. Fix dabei sind am Samstag Titelverteidiger Michael Walchhofer und Johann Grugger. Um die drei freien ÖSV-Startplätze kämpfen in einer internen Qualifikation Hermann Maier, Fritz Strobl, Werner Franz und Christoph Gruber. Geplant ist die Qualifikation für Dienstag, also für das zweite Abfahrtstraining. Sollten die relativ schlechten Wetterprognosen Wirklichkeit werden, dann wird die Ausscheidung auf Mittwoch verschoben. Wenn auch da kein Training stattfinden kann bzw. keine fairen Bedingungen vorherrschen, dann wird es laut ÖSV-Herrenchef Toni Giger "eine neue Entscheidung" geben. "Es wird jeweils vor dem Training bekannt gegeben, ob das Training als Quali gilt. Das erste Training am Montag wird in die Entscheidung nicht mit- einbezogen."

Das letzte Abfahrtsrennenn der Saison
Abfahrtsrennen in Wengen

Michael Walchhofer gewinnt 75. Lauberhornabfahrt

Vor der imponierenden Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau, bei wunderschönen Winterwetter, einer hervorragenden Piste und einem Grossaufmarsch an Zuschauern gewinnt der Österreicher Michael Walchhofer die Abfahrt von Wengen mit einem Vorsprung von 9/100 Sekunden, vor seinem Teamkollegen Christoph Gruber und dem US Amerikaner Bode Miller. Es war für den 29-jährigen Zauchenseer erst der zweite Weltcup-Abfahrtssieg seiner Karriere, nachdem er letzten Winter in Lake Louise gewonnen hatte. "Das war ein echt wilder Ritt. Ich war vor dem Start sehr angespannt, weil ich schon beim Rauffahren mit dem Lift daran gedacht habe, dass es heute Zeit für den ersten Sieg in der Abfahrt ist, und mir damit selbst Druck gemacht habe. Gott sei Dank bin ich trotzdem gut gefahren, das war im Hinblick auf Kitzbühel und die WM unheimlich wichtig", betonte Walchhofer, der seinen Vorsprung auf Miller im Abfahrtsweltcup auf 53 Zähler vergrößerte. Die Österreicher präsentieren sich am Lauberhorn in bestechender Team Form. Hinter dem Spitzentrio belegt Hermann Maier den vierten Platz: "Mit der Fahrt im unteren Abschnitt bin ich zwar hochzufrieden, vor allem das Ziel-S habe ich sehr gut erwischt, doch ich habe noch immer nicht ganz das Richtige unter den Füßen. Es müssen aber nur noch Kleinigkeiten perfektioniert werden." Werner Franz wird Fünfter. Klaus Kröll rast auf den zehnten Rang. Auch Südtirols Abfahrer zeigten eine beeindruckende Leistung, Kurt Sulzenbacher wurde mit einem Rückstand von 1,11 Sekunden Sechster, Peter Fill folgte auf Platz sieben. Bester Schweizer beim Triumph des österreichischen Weltmeisters Michael Walchhofer war Silvan Zurbriggen als 16., was für die Eidgenossen nicht nur die größte Abfahrtsschlappe dieses Winters, sondern seit Garmisch vor fünf Jahren bedeutete. Damals war Jürg Grünenfelder als 20. bester Schweizer gewesen. Max Rauffer belegte für den DSV mit 2,79 Sekunden Rückstand auf den Sieger den 27. Platz. Florian Eckert sammelte als 30. (+3,04) noch einen Weltcup-Punkt. Die Top 10 Rennläufer bei der 75. Lauberhornabfahrt: 1. Michael Walchhofer (AUT) 2:27,05. 2. Christoph Gruber (AUT) 0,09 zurück. 3. Bode Miller (USA) 0,18. 4. Hermann Maier (AUT) 0,62. 5. Werner Franz (AUT) 0,72. 6. Kurt Sulzenbacher (ITA) 1,11. 7. Peter Fill (ITA) 1,14. 8. Alessandro Fattori (ITA) und Lasse Kjus (NOR) 1,26. 10. Klaus Kröll (AUT) 1,38.


1. Michael Walchhofer

2. Christoph Gruber

3. Bode Miller (USA)

4. Hermann Maier

5. Werner Franz

6. Kurt Sulzenbacher 

7. Peter Fill

8. Alessandro Fattori

Der Blick zurück - 
Die Weltmeisterschaftsabfahrt 2003

Walchhofer Abfahrtsweltmeister 2003 !

Der Abfahrtsweltmeister 2003 heißt Michael Walchhofer und kommt aus Österreich. Silber gewinnt der Norweger Kjetil Andre Aamodt und die Bronzemedaille geht an Bruno Kernen aus der Schweiz. Auf den Rängen 4 bis 10 folgten: Didier Cuche (SUI), Stephan Eberharter (AUT), Erik Guay (CAN), Ambrosi Hoffmann (SUI), Antoine Deneriaz (FRA), Hermann Maier (AUT) und Fritz Strobl (AUT)
Walchhofer: "Es war wirklich eine gute Fahrt. Viele haben nicht mit mir gerechnet. Die Trainer haben aber an mich geglaubt. Das Material hat heute auch gepasst. Im Mittelteil bin ich dann weit hineingesprungen, da hab ich mir gedacht: Ich bin wahrscheinlich schnell. Und so war's dann auch.Wie ich dann über den Zielsprung drüber bin, hab ich mir gedacht: Es war eine gute Fahrt - vielleicht bin ich auf dem Weg zum WM-Titel. Und so war's dann. Der Rummel um Maier und Eberharter war sicher ein Vorteil für mich." Bruno Kernen: "Es ist die erste Medaille für die Schweiz, dass ist natürlich großartig. Walchhofer ist ein würdiger Weltmeister, und auch Aamodt steht verdient am Stockerl. Ich bin aber sehr zufrieden mit meiner Bronzenen. Im unteren Teil hatte ich keine optimale Fahrt - da wusste ich: Wenn einer oben schnell unterwegs ist, wackelt meine Zeit".


Silber: Kjetil Andre Aamodt 

Bronze: Bruno Kernen

Platz 4: Didier Cuche

Platz 5: Stephan Eberharter

Der Blick zurück - 
Die Weltmeisterschaftsabfahrt 2001

 


 



 

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