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ABFAHRTSWELTMEISTER 2005
IST BODE MILLER!
Die Amerikaner entscheiden das Rennen des Jahres für sich!

Ein amerikanischer
Doppelsieg durch Bode Miller und Daron Rahlves entscheidet die
Weltmeisterschaftsabfahrt in Bormio 2005. Bode Miller krönt sich zum
Doppelweltmeister. Der 27-jährige coole Amerikaner holt sich nach dem
Weltmeistertitel im SuperG nun auch den Titel in der Abfahrt. An seiner
Bestzeit 1:56,22, die er bereits mit Startnummer 3 aufstellte, bissen sich
sprichwörtlich alle die Zähne aus. "Das ist eine ganz große Sache,
denn die Abfahrt ist der wichtigste Bewerb. Um hier zu gewinnen, muss
alles passen. Die Nummer war ganz wichtig. Die Sicht ist zwar mit einer
niedrigen Nummer nicht so gut, aber dafür sind da die Schneeverhältnisse
besser.Mit meiner Fahrt war ich nicht vollkommen zufrieden. Teilweise habe
ich eine gute Linie gefunden. Aber ich hatte zeitweise nicht wirklich das
perfekte Gefühl für die Balance, vor allem beim San-Pietro-Sprung und im
untersten Teil hatte ich so meine Probleme." Mit 0,44 Sekunden
Rückstand landete sein Landsmann Daron Rahlves (Startnummer 21) auf Platz
zwei. "Diese Medaille bedeutet mir viel, denn eine WM ist immer eine
große Herausforderung. Es war hart, doch ich war körperlich und mental
topfit. Ich bin meine Linie gefahren und habe gefightet vom Anfang bis zum
Ende. Unten bin ich so gut gefahren wie nie zuvor." Die
Bronzemedaille geht trotz Beschädigung der Kante seines rechten Ski´s
durch einen Stein an den österreichischen Titelverteidiger Michael
Walchhofer (+0,87), der mit Startnummer 27 ins Rennen ging. "Ich muss
sagen, für mich ist es ein Wahnsinn. Oben in der Traverse hab ich kurz
Zeit gehabt zum Denken. Ich hab mir gedacht: Das gibt's doch nicht, der
Ski ist nicht mehr zu dafahren. Ich hab keinen Linksschwung mehr erfahren.
Und dann geht sich noch Platz drei aus. Es war eine sensationelle
Leistung. Ich hab oben beim Super G-Start einen Stein erwischt, der hat
sich fast über den ganzen rechten Ski gezogen." Walchhofer rettete
mit seinem 3. Platz gerade noch die Ehre der Österreicher, wobei man sich
natürlich fragen muss, ob nicht die Teamführung der Österreicher durch
ihren Aufstellungs- und Qualifikationspoker ihre eigene Mannschaft mental
geschwächt hat. Der von der ÖSV-Spitze bevorzugte Hermann Maier, der
obwohl er sich beim gestrigen Trainingssturz eine Rissquetschwunde zuzog
(die genäht werden musste), unbedingt starten wollte erreichte nur den
17. Platz. Werner Franz, der noch gestern im Training alles geben musste,
um überhaupt in die Abfahrtsaufstellung zu kommen, wurde gar nur 28.
(+2,74). Kein Wunder meinen da viele, Franz spürte die vielen
rennmäßigen Trainingsläufe und ihm fehlte die Substanz. Ziemlich
unglücklich landete der Kärntner Fritz Strobl auf dem undankbaren 4.
Platz (+0,95). Der zweifache Saisonsweltcupsieger Johann Grugger erreichte
mit einer recht unsicheren Fahrt Rang 9. Auf den Plätzen 5 bis 9 sind: 5.
Bruno Kernen (SUI +1,03), 6. Didier Defago (SUI +1,15), 7. Aksel Lund
Svindal (NOR +1,16), 8. Ambrosi hoffmann (SUI +1,18), 9. David Poisson
(FRA +1,30) ex aequo mit Johann Grugger (AUT +1,30). Aus dem DSV waren
Florian Eckert (+1,43) und Max Rauffer (+1,77) am Start, die mit den
Plätzen 12 und 17 nicht ganz die erhoffte Überraschung brachten. Wir
gratulieren den Medaillengewinnern, die heute Abend bei der Siegerehrung
die Medaillen und Trophäen überreicht bekommen. Auch die Siegerehrung
der Kombinationen werden heute Abend durchgeführt.
Aus dem Skiweltcup
Infopoint Austria: M.Riedler
Miller rast zu
Abfahrts-Gold

Bode Miller hat als
erster Amerikaner die Goldmedaille in der Abfahrt bei alpinen
Ski-Weltmeisterschaften gewonnen. Eine Woche nach seinem Sieg im Super-G
setzte er sich im italienischen Bormio in 1:56,22 Minuten vor seinem
Landsmann Daron Rahlves (1:56,66) durch. Dritter wurde Titelverteidiger
Michael Walchhofer (1:57,70) aus Österreich. Strobl bleibt Blech, Grugger
schummelt sich in die Top Ten, Maier und Franz agieren debakulös und
werden von Nobodies gebügelt ! Florian Eckert (Lenggries) wurde in
1:57,65 Minuten Zwölfter. Max Rauffer (Leitzachtal/1:57,99) kam auf Platz
18.

| Pos. |
Startnr. |
Nation |
Läufer/in |
Zeit |
| 1 |
3 |
USA |
Bode
Miller |
1:56.22 |
| 2 |
21 |
USA |
Daron
Rahlves |
+0.44 |
| 3 |
27 |
AUT |
Michael
Walchhofer |
+0.87 |
| 4 |
30 |
AUT |
Fritz
Strobl |
+0.95 |
| 5 |
12 |
SUI |
Bruno
Kernen |
+1.03 |
| 6 |
17 |
SUI |
Didier
Defago |
+1.15 |
| 7 |
14 |
NOR |
Aksel
Lund Svindal |
+1.16 |
| 8 |
11 |
SUI |
Ambrosi
Hoffmann |
+1.18 |
| 9 |
6 |
FRA |
David
Poisson |
+1.30 |
|
23 |
AUT |
Johann
Grugger |
+1.30 |
| 11 |
24 |
GBR |
Finlay
Mickel |
+1.31 |
| 12 |
20 |
GER |
Florian
Eckert |
+1.43 |
| 13 |
7 |
SUI |
Jürg
Grünenfelder |
+1.45 |
| 14 |
28 |
ITA |
Kurt
Sulzenbacher |
+1.57 |
| 15 |
22 |
ITA |
Kristian
Ghedina |
+1.64 |
| 16 |
13 |
CAN |
John
Kucera |
+1.68 |
| 17 |
31 |
AUT |
Hermann
Maier |
+1.73 |
| 18 |
10 |
GER |
Max
Rauffer |
+1.77 |
| 19 |
26 |
CAN |
Manuel
Osborne |
+1.78 |
| 20 |
5 |
SLO |
Andrej
Jerman |
+1.80 |
| 21 |
8 |
USA |
Justin
Johnson |
+1.88 |
| 22 |
18 |
CAN |
Erik
Guay |
+2.06 |
| 23 |
32 |
NOR |
Kjetil
Andre Aamodt |
+2.09 |
| 24 |
35 |
ITA |
Peter
Fill |
+2.17 |
| 25 |
25 |
LIE |
Marco
Büchel |
+2.37 |
| 26 |
16 |
NOR |
Bjarne
Solbakken |
+2.41 |
| 27 |
19 |
ITA |
Alessandro
Fattori |
+2.70 |
| 28 |
29 |
AUT |
Werner
Franz |
+2.74 |
| 29 |
15 |
FRA |
Yannick
Bertrand |
+3.29 |
| 30 |
4 |
CAN |
Jeff
Hume |
+3.35 |
| 31 |
9 |
FRA |
Pierre-Emmanuel
Dalcin |
+3.42 |
| 32 |
34 |
SWE |
Patrick
Järbyn |
+3.69 |
| 33 |
33 |
NOR |
Lasse
Kjus |
+3.87 |
| 34 |
37 |
AND |
Alex
Antor |
+6.12 |
| 35 |
40 |
RUS |
Pavel
Chestakov |
+6.18 |
| 36 |
38 |
CZE |
Borek
Zakouril |
+6.44 |
| 37 |
1 |
ROM |
Florentin-Daniel
Nicolae |
+9.62 |
| 38 |
42 |
MEX |
Hubertus
von Hohenlohe |
+14.03 |
|
| Startnr. |
Rennfahrer |
Nation |
| 1. |
Florentin-Daniel
Nicolae |
ROM |
| 2. |
Alexander
Horoschilow |
RUS |
| 3. |
Bode
Miller |
USA |
| 4. |
Jeff
Hume |
CAN |
| 5. |
Andrej
Jerman |
SLO |
| 6. |
David
Poisson |
FRA |
| 7. |
Jürg
Grünenfelder |
SUI |
| 8. |
Justin
J. Johnson |
USA |
| 9. |
Pierre-Emmanuel
Dalcin |
FRA |
| 10. |
Max
Rauffer |
GER |
| 11. |
Ambrosi
Hoffmann |
SUI |
| 12. |
Bruno
Kernen |
SUI |
| 13. |
John
Kucera |
CAN |
| 14. |
Aksel
Lund Svindal |
NOR |
| 15. |
Yannick
Bertrand |
FRA |
| 16. |
Bjarne
Solbakken |
NOR |
| 17. |
Didier
Defago |
SUI |
| 18. |
Erik
Guay |
CAN |
| 19. |
Alessandro
Fattori |
ITA |
| 20. |
Florian
Eckert |
GER |
| 21. |
Daron
Rahlves |
USA |
| 22. |
Kristian
Ghedina |
ITA |
| 23. |
Johann
Grugger |
AUT |
| 24. |
Finlay
Mickel |
GBR |
| 25. |
Marco
Büchel |
LIE |
| 26. |
Manuel
Osborne-Paradis |
CAN |
| 27. |
Michael
Walchhofer |
AUT |
| 28. |
Kurt
Sulzenbacher |
ITA |
| 29. |
Werner
Franz |
AUT |
| 30. |
Fritz
Strobl |
AUT |
| 31. |
Hermann
Maier |
AUT |
| 32. |
Kjetil-Andre
Aamodt |
NOR |
| 33. |
Lasse
Kjus |
NOR |
| 34. |
Patrik
Järbyn |
SWE |
| 35. |
Peter
Fill |
ITA |
| 36. |
Roger
Cruickshank |
GBR |
| 37. |
Alex
Antor |
AND |
| 38. |
Borek
Zakouril |
CZE |
| 39. |
Ondrej
Bank |
CZE |
| 40. |
Pawel
Tschestakow |
RUS |
| 41. |
Nikolaj
Skriabin |
UKR |
| 42. |
Hubertus
von Hohenlohe |
MEX |
|
Nach Sturz beim
Training: Hermann Maier Start am Samstag fraglich
Werner Franz gewinnt interne ÖSV Quali

Hermann Maier ist am
Freitag im letzten Training für die Herren-Abfahrt am Samstag gestürzt
und hat sich dabei eine Rissquetschwunde zugezogen. Der Salzburger wurde
mit einer Bandage am linken Bein in einem Akja sitzend abtransportiert. Ob
er am Samstag starten kann, ist noch offen. Die Entscheidung liegt beim
Arzt und natürlich bei Maier selbst.
Hermann Maier nach dem Besuch im Spital: "Der Start ist glaub ich
nicht gefährdet, fahren könnt ich schon. Ich muss mir das noch
anschauen, wie ich heute gefahren bin. Beim Start hab ich einen Streß
gehabt, weil wahnsinnig viele ausgelassen haben. Es hat alles zusammen
gespielt. Ich hab den Sprung gedrückt, aber der Sprung hängt etwas weg.
Ich hab einen Gegendruck bekommen und bei der Geschwindigkeit kommen dann
die Skier nach oben." In der ÖSV-internen Qualifikation zwischen
Werner Franz und Christoph Gruber war Franz um vier Zehntelsekunden
schneller als Gruber und hat damit einen Startplatz am Samstag sicher.
Maier und Strobl für
WM-Abfahrt nominiert

Wie bereits heute
Nachmittag von uns vermutet wurde Österreichs Ski-Star Hermann Maier und
Fritz Strobl von den ÖSV Trainern für die Weltmeisterschafts-Abfahrt am
Samstag in Bormio nominiert. "Strobl und Maier haben schon große
Erfolge gefeiert. Deshalb sind sie gesetzt", sagte ÖSV-Cheftrainer
Toni Giger. Werner Franz und Christoph Gruber müssen sich am Freitag, im
vierten und letzten Training um den fünften Startplatz für die
WM-Abfahrt in Bormio am Samstag duellieren. Franz, der im Vorfeld mit
einigen Aussagen in Richtung der Trainer aufhorchen hatte lassen (u.a.:
"Eine Quali am Freitag wäre Schwachsinn"), zeigte sich am
Mittwochabend relativ einsichtig. "Donnerstag haben wir ohnehin einen
Ruhetag, und dann müssen wir das eben wie eine Doppelabfahrt betrachten.
Ich konzentriere mich weiterhin auf Samstag und gehe davon aus, dass ich
an den Start gehen werden." Maier und Strobl hatten mit der Tatsache,
dass sie nun am Samstag besonders unter Erwartungsdruck stehen dürften,
kein Problem. "Das ändert nichts an der Tatsache, dass ich am
Samstag eine Medaille holen muss. Wenn man für Österreich an den Start
geht, ist es immer schwierig. Da ist Silber oft schon zu wenig",
meinte Maier.
Wettbremsen auf der
Stelvio

Nach der Absage der
ÖSV-Qualifikation war das 3. Abfahrtstraining der Herren wieder einmal
ein "Wettbremsen" um gute Startnummern für die Kombination am
Donnerstag. Deshalb kann man die Ergebnisse des Mittwochs beruhigt im
Aktenordner "Besichtigungslauf" ohne besondere Vorkommnisse
ablegen. Bestzeit fuhr der Kanadier Erik Guay in 1:54,62 Minuten. Auf den
zweiten Rang kam der Amerikaner Daron Rahlves vor Kristian Ghedina aus
Italien. Max Rauffer hat im dritten Abfahrtstraining den 15. Platz belegt.
Der 32-jährige Leitzachtaler benötigte verkürzten Strecke 1:56,14
Minuten.
Trainerentscheid statt
ÖSV-Qualifikation

Jetzt sind die ÖSV
Trainer gefragt und eines ist sicher - nach der Entscheidung wird einer
der vier Rennfahrer alles andere als zufrieden sein. Da die ÖSV-interne
Qualifikation für die WM-Abfahrt der Herren in Bormio entfällt wird ein
Trainerentscheid über die Aufstellung der Athleten bestimmen. Nachdem
schon das Dienstag-Training nur auf verkürzter Strecke ausgetragen werden
konnte, wird auch das Mittwoch-Training (11.45 Uhr) vom Kombinationsstart
aus gefahren. Das ÖSV-Trainerteam entschied darauf hin, die Qualifikation
zu streichen. Welche drei Läufer aus dem Quartett Hermann Maier,
Christoph Gruber, Fritz Strobl und Werner Franz am Samstag eingesetzt
werden ist zur Stunde noch nicht bekannt. Fixstarter sind Weltmeister
Michael Walchhofer und Johann Grugger. Die ÖSV Trainer wollen am Abend
entscheiden, welche Fahrer für das Rennen am Samstag nominiert werden.
Folgende Nominierung scheint zur Zeit am wahrscheinlichsten: Fritz Strobl
und Hermann Maier werden gesetzt. Das letzte Ticket wird am Freitag beim
letzten Training zwischen Christoph Gruber und Werner Franz ausgefahren.
Gruber im Training vorn

Der Österreicher
Christoph Gruber hat bei den alpinen Weltmeisterschaften im italienischen
Bormio das zweite Training für die Abfahrt als Schnellster beendet. Bei
unterschiedlichen Windbedingungen meisterte er die verkürzte Abfahrt in
einer Zeit von 1:54,13 Minuten vor seinem Landsmann Fritz Strobl (1:54,16)
und dem Britten Finlay Mickel (1:54,60). Wegen starken Windes wurde vom
Kombi-Start gefahren. Die Entscheidung über die österreichischen Starter
in der Abfahrt soll nun, eine Wetterbesserung vorausgesetzt, im dritten
Training am Mittwoch fallen. Dann wird auch Hermann Maier zulegen müssen.
Ginge es nach dem Dienstag-Resultat, wäre der Flachauer nur Zuschauer, er
landete auf Rang 18 und war damit schlechter platziert als die
Konkurrenten Gruber, Strobl und Mario Scheiber (11.). ÖSV Fixstarter
Michael Walchhofer verzichtet auf den Lauf und trainiert in Hinblick auf
die Kombination Slalom. Bei den Schweizern tat Didier Défago einen
Schritt nach vorn. Trotz der Annullierung der internen Ausscheidung
lieferte das Training einige "harte" Fakten. Zumindest vom
Eindruck her löste Défago mit einem 5. Rang eine Option auf einen
Startplatz. Die Deutschen Florian Eckert und Max Rauffer landeten auf den
Plätzen 20 und 21 mit knapp zwei Sekunden Rückstand auf den
Trainingsbesten. Falls bis Samstag nicht mehr trainiert werden kann,
würde das Rennen aufgrund der Umkehrung der Rangliste dieses Trainings
gestartet, Gruber und Strobl mit den Nummern 29 und 30 - Miller noch
weiter hinten. Die Top 10 Fahrer beim 2. WM Abfahrtstraining der Herren in
Bormio: 1. Christoph Gruber (AUT) 1:54,13. 2. Fritz Strobl (AUT) 0,03. 3.
Finlay Mickel (GBR) 0,47. 4. Kurt Sulzenbacher (ITA) 0,51. 5. Didier
Défago (SUI) 0,56. 6. Daron Rahlves (USA) 0,61. 7. Bruno Kernen (SUI)
0,67. 8. Jürg Grünenfelder (SUI) 0,75. 9. Silvan Zurbriggen (SUI) 0,84.
10. Kristian Ghedina (ITA) 0,85.
Fritz Strobl für
"WM-Kampf" am Dienstag fit !

Bereits am Dienstag geht
es für 4 Österreicher um WM Medaillen. 3 aus 4 heißt die Rechenformel
für die österreichischen Abfahrtsstars: Hermann Maier, Fritz Strobl,
Werner Franz und Christoph Gruber. Alle 4 wären im Favoritenkreis für
die WM Medaillen am Samstag, aber nur 3 werden die interne ÖSV-Quali am
Dienstag "überleben". Fritz Strobl drückte dem ersten
Abfahrts-Training am Montag in Bormio seinen Stempel auf und meldet so
Ansprüche auf das letzte ÖSV-Ticket für Samstag an. "Eine
Qualifikation ist immer auch ein Glücksspiel, aber ich hoffe, dass ich im
Rennen mit von der Partie bin! Mir fehlen zum Teil die Ergebnisse, aber
ich weiß, dass ich schnell bin", sagte Fritz Strobl seinen
Konkurrenten den Kampf an. Der Olympiasieger erzielte am Montag in Bormio
klare Bestzeit, sieben Zehntel vor dem Schweizer Bruno Kernen und fast
eine Sekunde vor Super-G-Weltmeister Bode Miller (USA). Hermann Maier
verliert zwar als Sechster mehr als eine Sekunde auf Fritz Strobl, lässt
aber Christoph Gruber (12) und Werner Franz (14) klar hinter sich. Der
"Herminator" geht die Quali ganz locker an: "Ich will
schnell und sauber fahren, aber das will ich eigentlich immer! Deshalb
mache ich mir keine Gedanken über die Quali! Ich bin immer für einen
Sieg gut. Und das wissen auch die Trainer". Etwas sauer reagierte
über den "Nich-Fix-Startplatz" Werner Franz: "Von
Euch", entfuhr es Werner Franz am Sonntag im ORF und meinte damit den
Trainerstab, "werde ich mich sicher nicht aus der Ruhe bringen
lassen...". Somit könne wir Skifreunde uns auf ein internes "ÖSV
WM Rennen" freuen, und wie bei allen großen Rennen wird es auch am
Dienstag einen undankbaren 4. Platz geben. Aus Schweizersicht haben sich
Bruno Kernen (2.) und Ambrosi Hoffmann (7.) bereits am Montag für die
WM-Abfahrt vom Samstag qualifiziert. Didier Défago (13.), Silvan
Zurbriggen (16.) und Jürg Grünenfelder (17.) werden am Dienstag den
dritte Schweizer Starter ausfahren. Der vierte wird am Mittwoch durch
Trainer-Entscheid benannt. Nicht mit Ruhm bekleckern konnten sich die
Starter des DSV: Max Rauffer landete mit einem Rückstand von 2,70
Sekunden als Bester DSV-Fahrer auf dem 19. Platz. Nach seinem
sensationellen sechsten Rang vom Samstag enttäuschte Florian Eckert, mit
einem Rückstand von 5,32 Sekunden wurde er am Ende 34. Die Top 10
Platzierten beim 1. WM Abfahrtstraining der Herren in Bormio: 1. Fritz
Strobl (AUT) 1:57,69. 2. Bruno Kernen (SUI) 0,70. 3. Bode Miller (USA)
0,96. 4. Patrick Järbyn (SWE) 0,98. 5. Kristian Ghedina (ITA) 1,00. 6.
Hermann Maier (AUT) 1,01. 7. Ambrosi Hoffmann (SUI) 1,23. 8. Daron Rahlves
(USA) 1,24. 9. Michael Walchhofer (AUT) 1,35. 10. Johann Grugger (AUT)
1,35.
Kampf um ÖSV
Abfahrtstickets beginnt

Ab Montag stehen in
Bormio die Trainingsläufe für die Abfahrt auf dem Programm. Beim ÖSV
geht es dabei um die Vergabe der Starttickets für das WM Highlight am
Samstag. Fix dabei sind am Samstag Titelverteidiger Michael Walchhofer und
Johann Grugger. Um die drei freien ÖSV-Startplätze kämpfen in einer
internen Qualifikation Hermann Maier, Fritz Strobl, Werner Franz und
Christoph Gruber. Geplant ist die Qualifikation für Dienstag, also für
das zweite Abfahrtstraining. Sollten die relativ schlechten
Wetterprognosen Wirklichkeit werden, dann wird die Ausscheidung auf
Mittwoch verschoben. Wenn auch da kein Training stattfinden kann bzw.
keine fairen Bedingungen vorherrschen, dann wird es laut ÖSV-Herrenchef
Toni Giger "eine neue Entscheidung" geben. "Es wird jeweils
vor dem Training bekannt gegeben, ob das Training als Quali gilt. Das
erste Training am Montag wird in die Entscheidung nicht mit-
einbezogen."
Das
letzte Abfahrtsrennenn der Saison
Abfahrtsrennen in Wengen
Michael
Walchhofer gewinnt 75. Lauberhornabfahrt

Vor der imponierenden
Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau, bei wunderschönen Winterwetter,
einer hervorragenden Piste und einem Grossaufmarsch an Zuschauern gewinnt
der Österreicher Michael Walchhofer die Abfahrt von Wengen mit einem
Vorsprung von 9/100 Sekunden, vor seinem Teamkollegen Christoph Gruber und
dem US Amerikaner Bode Miller. Es war für den 29-jährigen Zauchenseer
erst der zweite Weltcup-Abfahrtssieg seiner Karriere, nachdem er letzten
Winter in Lake Louise gewonnen hatte. "Das war ein echt wilder Ritt.
Ich war vor dem Start sehr angespannt, weil ich schon beim Rauffahren mit
dem Lift daran gedacht habe, dass es heute Zeit für den ersten Sieg in
der Abfahrt ist, und mir damit selbst Druck gemacht habe. Gott sei Dank
bin ich trotzdem gut gefahren, das war im Hinblick auf Kitzbühel und die
WM unheimlich wichtig", betonte Walchhofer, der seinen Vorsprung auf
Miller im Abfahrtsweltcup auf 53 Zähler vergrößerte. Die Österreicher präsentieren sich
am Lauberhorn in bestechender Team Form. Hinter dem Spitzentrio belegt
Hermann Maier den vierten Platz: "Mit der Fahrt im unteren Abschnitt
bin ich zwar hochzufrieden, vor allem das Ziel-S habe ich sehr gut
erwischt, doch ich habe noch immer nicht ganz das Richtige unter den
Füßen. Es müssen aber nur noch Kleinigkeiten perfektioniert
werden." Werner Franz wird Fünfter. Klaus Kröll
rast auf den zehnten Rang. Auch Südtirols Abfahrer zeigten eine
beeindruckende Leistung, Kurt Sulzenbacher wurde mit einem Rückstand von
1,11 Sekunden Sechster, Peter Fill folgte auf Platz sieben. Bester
Schweizer beim Triumph des österreichischen Weltmeisters Michael
Walchhofer war Silvan Zurbriggen als 16., was für die Eidgenossen nicht
nur die größte Abfahrtsschlappe dieses Winters, sondern seit Garmisch
vor fünf Jahren bedeutete. Damals war Jürg Grünenfelder als 20. bester
Schweizer gewesen. Max Rauffer belegte für den DSV mit 2,79 Sekunden
Rückstand auf den Sieger den 27. Platz. Florian Eckert sammelte als 30.
(+3,04) noch einen Weltcup-Punkt. Die Top 10 Rennläufer bei der 75.
Lauberhornabfahrt: 1. Michael Walchhofer (AUT) 2:27,05. 2. Christoph
Gruber (AUT) 0,09 zurück. 3. Bode Miller (USA) 0,18. 4. Hermann Maier
(AUT) 0,62. 5. Werner Franz (AUT) 0,72. 6. Kurt Sulzenbacher (ITA) 1,11.
7. Peter Fill (ITA) 1,14. 8. Alessandro Fattori (ITA) und Lasse Kjus (NOR)
1,26. 10. Klaus Kröll (AUT) 1,38.

1.
Michael Walchhofer |

2.
Christoph Gruber |

3.
Bode Miller (USA) |

4.
Hermann Maier |

5.
Werner Franz |

6.
Kurt Sulzenbacher |

7.
Peter Fill |

8.
Alessandro Fattori |
Der
Blick zurück -
Die Weltmeisterschaftsabfahrt 2003

Walchhofer
Abfahrtsweltmeister 2003 !

Der
Abfahrtsweltmeister 2003 heißt Michael Walchhofer und kommt aus
Österreich. Silber gewinnt der Norweger Kjetil Andre Aamodt und die
Bronzemedaille geht an Bruno Kernen aus der Schweiz. Auf den Rängen
4 bis 10 folgten: Didier Cuche (SUI), Stephan Eberharter (AUT), Erik
Guay (CAN), Ambrosi Hoffmann (SUI), Antoine Deneriaz (FRA), Hermann
Maier (AUT) und Fritz Strobl (AUT)
Walchhofer: "Es war wirklich eine gute Fahrt. Viele haben nicht
mit mir gerechnet. Die Trainer haben aber an mich geglaubt. Das
Material hat heute auch gepasst. Im Mittelteil bin ich dann weit
hineingesprungen, da hab ich mir gedacht: Ich bin wahrscheinlich
schnell. Und so war's dann auch.Wie ich dann über den Zielsprung
drüber bin, hab ich mir gedacht: Es war eine gute Fahrt -
vielleicht bin ich auf dem Weg zum WM-Titel. Und so war's dann. Der
Rummel um Maier und Eberharter war sicher ein Vorteil für
mich."
Bruno Kernen: "Es ist die erste Medaille für die Schweiz, dass
ist natürlich großartig. Walchhofer ist ein würdiger Weltmeister,
und auch Aamodt steht verdient am Stockerl. Ich bin aber sehr
zufrieden mit meiner Bronzenen. Im unteren Teil hatte ich keine
optimale Fahrt - da wusste ich: Wenn einer oben schnell unterwegs
ist, wackelt meine Zeit".

Silber: Kjetil
Andre Aamodt |

Bronze: Bruno
Kernen |

Platz 4: Didier Cuche |

Platz 5: Stephan Eberharter |
Der
Blick zurück -
Die Weltmeisterschaftsabfahrt 2001

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