Anja Pärson is SUPER G Weltmeisterin 2005 

Anja Pärson hat sich am Sonntag den Weltmeister-Titel im Super-G der Damen geholt. Die Schwedin hat sich mit dem ersten Sieg im Super-G ihr drittes WM-Gold gesichert. Bis zum zweiten Platz beim Super-G von Cortina Ende Januar war sie in dieser Disziplin nie über den 6. Rang hinausgekommen. Die Silbermedaille geht an die Bruneckerin Lucia Recchia und lässt die Veranstalter und das italienische Heimpublikum jubeln. Reccia stand im ersten Frauenrennen an der Spitze einer überragenden italienischen Mannschaft, welche die Plätze zwei, vier und fünf belegte. Bronze sicherte sich die junge US Amerikanerin Julia Mancuso. Für das ÖSV & DSV Team gab es eine handfeste Ohrfeige: Hatten sie in der Weltcup-Saison die Rennen dominiert, so klappte es ausgerechnet bei der WM überhaupt nicht. Beste ÖSV Läuferin wurde die 19-jährige Debütantin Andrea Fischbacher auf Rang sieben, Silvia Berger belegte Platz elf. Titelverteidigerin Michaela Dorfmeister aus Österreich fuhr an einem Tor vorbei und schied ebenso wie Alexandra Meissnitzer aus. Die Führenden im Super-G-Weltcup, Renate Götschl, verlor im oberen Streckenabschnitt einen Stock und fuhr nur als 22. ins Ziel. Götschl: "Ich kann leben damit. Ich hab's probiert, es ist halt nicht gegangen. Ohne Stecken kann man nichts gewinnen. Ich wollte ein gutes Rennen fahren. Aber wenn so was passiert. Das heute war wieder einmal so ein Rennen, wo die Favoriten gestorben sind. Das ist bei der WM schon oft passiert." In einem Rennen, in dem alle Favoriten versagten, war die Lenggrieserin Hilde Gerg als 13. in 1:19,07 Minuten beste Deutsche. Martina Ertl (Lenggries) stürzte nach dem vierten Tor, blieb aber unverletzt. Petra Haltmayr (Rettenberg) kam in 1:20,17 nicht unter die ersten 20. "Ich habe oben ein Riesenfehler gemacht. Da habe ich schon gedacht, soll ich abschwingen oder den Lauf noch als Abfahrtstraining mitnehmen", erklärte Hilde Gerg enttäuscht. Als beste Schweizerin klassierte sich Nadia Styger auf dem ansprechenden 8. Platz. Bei einem groben Fehler im Startabschnitt hatte die Schweizerin bereits alle Chancen vergeben. "Schade", meinte Styger, "dieser Fehler war einer zuviel. Ich wollte es gut machen, stand aber zu wenig konsequent auf dem Ski. " Sylviane Berthod und Fränzi Aufdenblatten belegten die Ränge 16 und 18. Die Top 10 Rennläuferinnen beim WM-SUPER G der Damen in Santa Catarina: 1. Anja Pärson (SWE) 1:17,64. 2. Lucia Recchia (ITA) 0,45 zurück. 3. Julia Mancuso (USA) 0,76. 4. Nadia Fanchini (ITA) 0,79. 5. Isolde Kostner (ITA) 0,90. 6. Tina Maze (SLO) 1,03. 7. Andrea Fischbacher (AUT) 1,09. 8. Nadia Styger (SUI) 1,15. 9. Lindsey Kildow (USA) 1,18. 10. Kirsten Clark (USA) 1,30.

SUPER G Weltmeisterin Anja Pärson:

"Am Start war ich so nervös. Ich habe alles gegeben und wirklich alles riskiert. Dieses Jahr habe ich so hart gekämpft und viel trainiert, das hat sich bezahlt gemacht. Alle haben attackiert, der Steilhang (wo Dorfmeister und Meissnitzer ausgeschieden sind, Anm.) war schwer, die Linkskurve kommt so schnell, ich habe dort auch Probleme gehabt. Das ich jetzt wirklich Weltmeisterin bin, ist unglaublich! Damit habe ich nicht gerechnet. Vor dem Rennen habe ich maximal mit einem dritten Platz spekuliert."

Silbermedaillen Gewinnerin Lucia Recchia

"Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Trotz der vielen Verletzungen und gerade hier in meinem Heimatland. Ich bin überglücklich !

Bronzemedaillen Gewinnerin Julia Mancuso:

"Ich freue mich riesig, bin aber auch total überrascht. Das Rennen war für mich nicht anders als im Weltcup, nur beim Warten im Ziel war ich dann viel aufgeregter als sonst. Es war ein sehr schneller Kurs, den wohl einige unterschätzt haben und deshalb haben sie im oberen Teil die Linie verpasst."


4. Nadia Fanchini

5. Isolde Kostner

6. Tina Maze

7. Andrea Fischbacher

8. Nadia Styger

9. Lindsey Kildow

Weitere Infos folgen in Kürze

Pos. Startnr. Nation Läufer/in Zeit
1 22 SWE Anja Pärson 1:17.64
2 21 ITA Lucia Recchia +0.45
3 16 USA Julia Mancuso +0.76
4 4 ITA Nadia Fanchini +0.79
5 10 ITA Isolde Kostner +0.90
6 17 SLO Tina Maze +1.03
7 2 AUT Andrea Fischbacher +1.09
8 20 SUI Nadia Styger +1.15
9 27 USA Lindsey C. Kildow +1.18
10 14 USA Kirsten L Clark +1.30
11 24 AUT Silvia Berger +1.36
12 19 USA Caroline Lalive +1.39
13 28 GER Hilde Gerg +1.43
14 15 ITA Karen Putzer +1.47
15 5 SUI Sylviane Berthod +1.56
16 18 FRA Ingrid Jacquemod +1.65
17 9 SUI Fränzi Aufdenblatten +1.69
18 3 SWE Jeanette Hargin +1.87
19 7 FRA Magda Mattel +1.89
20 11 CAN Emily Brydon +1.98
21 6 GBR Chimene Alcott +2.24
22 30 AUT Renate Götschl +2.29
23 12 GER Petra Haltmayr +2.53
24 8 CAN Kelly Vanderbeek +2.71
25 13 CAN Genevieve Simard +2.97
26 35 CZE Lucie Hrstkova +3.30
27 34 SWE Jessica Lindell-Vikarby +3.37
28 1 SLO Mojca Suhadolc +3.56
29 36 LIE Sarah Schädler +4.35
30 38 LIE Tina Weirather +4.44
31 33 SLO Urska Rabic +4.51
32 37 JUG Jelena Lolovic +4.72
33 39 RUS Tatiana Blagouliak +5.47
34 42 RUS Alena Kasakova +5.89
35 43 CHI Anita Irarrazabal +7.53
36 41 SVK Jana Staffenova +9.08
37 44 EST Tiiu Nurmberg +14.71
Startnr. Nation Läufer/in Grund
23 GER Martina Ertl Sturz
25 FRA Carole Montillet Torfehler
26 AUT Alexandra Meissnitzer Torfehler
29 AUT Michaela Dorfmeister Torfehler
31 CAN Allison Forsyth Sturz
40 NOR Catherine Meisingset Torfehler
45 ROM Bianca-Andreea Narea DNS

StartNr.
Bib
Name
Nation
1
( 1)
SUHADOLC Mojca
SLO
2
( 2)
FISCHBACHER A.
AUT
3
( 3)
HARGIN Janette
SWE
4
( 4)
FANCHINI Nadia
ITA
5
( 5)
BERTHOD S.
SUI
6
( 6)
ALCOTT Chemmy
GBR
7
( 7)
MATTEL Magda
FRA
8
( 8)
VANDERBEEK K.
CAN
9
( 9)
AUFDENBLATTEN
SUI
10
( 10)
KOSTNER Isolde
ITA
11
( 11)
BRYDON Emily
CAN
12
( 12)
HALTMAYR Petra
GER
13
( 13)
SIMARD G.
CAN
14
( 14)
CLARK K.
USA
15
( 15)
PUTZER Karen
ITA
16
( 16)
MANCUSO Julia
USA
17
( 17)
MAZE Tina
SLO
18
( 18)
JACQUEMOD I.
FRA
19
( 19)
LALIVE C.
USA
20
( 20)
STYGER Nadia
SUI
21
( 21)
RECCHIA Lucia
ITA
22
( 22)
PAERSON Anja
SWE
23
( 23)
ERTL Martina
GER
24
( 24)
BERGER Silvia
AUT
25
( 25)
MONTILLET-CAR.
FRA
26
( 26)
MEISSNITZER A.
AUT
27
( 27)
KILDOW L.
USA
28
( 28)
GERG Hilde
GER
29
( 29)
DORFMEISTER M.
AUT
30
( 30)
GOETSCHL R.
AUT
31
( 31)
FORSYTH A.
CAN
32
( 32)
RUIZ CASTILLO
SPA
33
( 33)
RABIC Urska
SLO
34
( 34)
LINDELL-VIKAR.
SWE
35
( 35)
HRSTKOVA Lucie
CZE
36
( 36)
SCHAEDLER S.
LIE
37
( 37)
LOLOVIC Jelena
SCG
38
( 38)
WEIRATHER Tina
LIE
39
( 39)
BLAGOULIAK T.
RUS
40
( 40)
MEISINGSET C.
NOR
41
( 41)
STAFFENOVA J.
SVK
42
( 42)
KASAKOVA Alena
RUS
43
( 43)
IRARRAZABAL A.
CHI
44
( 44)
NURMBERG Tiiu
EST
45
( 45)
NAREA B.
RUM

Goldige ÖSV-Damen sind Favoriten beim Super G

Dank Renate Götschl, Michaela Dorfmeister und Alexandra Meissnitzer, die vier der letzten fünf Weltcup-Super-Gs gewonnen haben, sind die ÖSV Damen Favoritinnen beim Kampf um den Weltmeistertitel im SUPER G. Am Start steht das wohl beste ÖSV Super-G-Team aller Zeiten, denn neben der WM-Debütantin Andrea Fischbacher und Silvia Berger bietet Österreich mit Renate Götschl, Titelverteidigerin Michaela Dorfmeister und Alexandra Meissnitzer gleich drei Saisonsiegerinnen in dieser Disziplin auf. Mandl begründete seine Entscheidung für die Junioren-Weltmeisterin im Super G Fischbacher, unter anderem damit, dass das Rennen auf einer harten Kunstschneepiste über die Bühne geht. "Das spricht für Fischbacher, ebenso wie die Tatsache, dass sie mit Nummer zwei oder drei starten kann", sagte der Damen-Chef. Herausgefordert werden die ÖSV-Damen vor allem von einer Amerikanerin: Lindsay Kildow. Die 20-Jährige fuhr bereits dreimal aufs Stockerl, der große Wurf glückte Kildow aber im Super G nicht. Noch nicht. "Ich habe viel Selbstvertrauen. Der Kurs ist sehr schnell und technisch, das kommt mir entgegen", so die Amerikanerin am Freitag. Abgesehen von Kildow sind auch Hilde Gerg, Anja Pärson und vielleicht Ingrid Jacquemond für eine Medaille gut. Die Französin gewann die Generalprobe in Santa Catarina, allerdings in der Abfahrt. "Ich bin in bestechender Form", versichert jedenfalls Jacquemond. Aus Schweizer Sicht geht man wenig verheissungsvoll ins Rennen. Die letzten beiden Weltcup-Rennen im Super G endeten in einem Fiasko. Keine Schweizerin klassierte sich unter den ersten 20. Dem widerspricht Marie-Theres Nadig: "Das ist eine negative Darstellung. Nadia Styger befand sich auf dem Weg zu einem Top-Ten-Platz, ehe...". Positiv denken und das Negative ausblenden - im Schweizer Frauen-Team herrscht das Prinzip Hoffnung.

Janica Kostelic verzichtet auf Super-G

Im Super-G der Frauen am Sonntag wird mit Janica Kostelic die Olympia-Zweite von Salt Lake City fehlen. Die Kroatin will ihre Kräfte einteilen und verzichtet auf ihre derzeit wohl schwächste Disziplin. Der Super-G ist die einzige Disziplin, in der Kostelic in diesem Winter keinen Podestplatz belegen konnte.

Das letzte SUPER G Rennen - in Cortina d'Ampezzo
Götschl, wer sonst ? Die Cortina-Königin schlägt wieder zu !

Renate Götschl rast in Cortina d Ampezzo von einem Sieg zum nächsten. Die Steierin gewinnt auch den zweiten Super G von Cortina d Ampezzo in einer Zeit von 1:13,98 und feiert damit den insgesamt siebten Weltcup-Triumph auf der Olympia della Tofane. 0,08 Sekunden dahinter platziert sich die US-Amerikanerin Lindsey Kildow. Die 24-jährige Österreicherin Silvia Berger belegt einen ausgezeichneten dritten Rang. Mit Alexandra Meissnitzer als Sechste schaffen insgesamt drei ÖSV-Damen den Sprung unter die Top Ten. Katja Wirth wird 12. und Michaela Dorfmeister muss sich mit Platz 14 begnügen. Martina Ertl kam als beste Deutsche mit 87 Hundertstelsekunden Rückstand als Siebte ins Ziel. Hilde Gerg wurde Neunte (+ 1,01) und Petra Haltmayer landete auf dem 22. Platz ( + 1,64). Der größten Schweizer Super-G-Schlappe überhaupt folgte zwei Tage später eine nur unwesentliche Steigerung. Fränzi Aufdenblatten war diesmal die beste ihres Teams, aber mit 1,54 Sekunden reichte es lediglich zum 21. Platz. Im Super G-Weltcup wechselt die Führung neuerlich! Renate Götschl zieht ihrer Teamkollegin Dorfmeister das Rote Trikot aus und führt nun 19 Punkte vor Lindsey Kildow. Hilde Gerg, als Führende nach Cortina gekommen, liegt nur noch auf Rang vier. Auch im Gesamtweltcup macht schiebt sich die steierische Speed-Queen auf Rang vier vor, nur noch 88 Punkte hinter Leaderin Poutiainen. Bereits morgen, bei der 1. Abfahrt in Cortina kann Renate Götschl diesen Abstand weiter verkürzen. Die Top 10 Rennläuferinnen beim 2. SUPER G der Damen in Cortina: 1. Renate Götschl (AUT) 1:13,98. 2. Lindsey Kildow (USA) 0,08 zurück. 3. Silvia Berger (AUT) 0,73. 4. Carole Montillet-Carles (FRA) 0,79. 5. Ingrid Jacquemod (FRA) 0,81. 6. Alexandra Meissnitzer (AUT) 0,86. 7. Martina Ertl (GER) 0,87. 8. Karen Putzer (ITA) 0,96. 9. Hilde Gerg (GER) 1,01. 10. Janica Kostelic (CRO) 1,02.


1. Renate Götschl

2. Lindsey Kildow

3. Silvia Berger

4. Carole Montillet-Carles

5. Ingrid Jacquemod
 
6. Alexandra Meissnitzer

7. Martina Ertl

8. Karen Putzer

Der Blick zurück - DIE WELTMEISTERSCHAFT 2003
DER SUPER G in ST.MORITZ

Dorfmeister SUPER G Weltmeisterin

Die SUPER G Weltmeisterin 2003 kommt aus Österreich und heißt Michaela Dorfmeister. Die Silbermedaille sicherte sich Kirsten Clark vor ihrer Teamkollegin Jonna Mendes die sich über die Bronzemedaille freuen darf. Auf den Rängen 4 bis 10 folgten: Genevieve Simard (CAN), Alexandra Meissnitzer (AUT), Melanie Turgeon (CAN), Corinne Rey Bellet (SUI), Renate Götschl (AUT), Carolina Ruiz Castillo (ESP) und Brigitte Obermoser (AUT). Für die Läuferinnen des DSV war der Start in die SKI WM 2003 alles andere als erfolgreich. Martina Ertl belegte als beste deutsche Läuferin Platz 11, Medaillenfavoritin Hilde Gerg musste sich mit Rang 20 begnügen und Regina Häusl fand sich auf einen enttäuschenden 28. Platz wieder. Unser Geheimtipp Maria Riesch schied nach einem Fahrfehler bereits nach 20 Sekunden aus. Nicht nur Hilde Gerg haderte nach dem Rennen mit dem Glück, dem Wind und dem Schlechterwerden der Piste. Auch andere Medaillenhoffnungen zerplatzten im Wind von St. Moritz: Carole Montillet (FRA - 14.), Isolde Kostner (ITA - 18.), Janica Kostelic (CRO - 19.) und Karen Putzer (ITA -25.)


Freudentränen

Siegesfahrt

Silber: Kirsten Clark (USA)

Bronze: Jonna Mendes (USA)

Platz 4: Genevieve Simard (CAN)

Platz 8: Renate Götschl (AUT)

Platz 11: Martina Ertl

Platz 20: Hilde Gerg

Michaela Dorfmeister (AUT): „Ich kann es noch überhaupt nicht fassen. Dass die WM so beginnt, ist ein Traum. Ich weiss nicht was ich sagen soll. Auf dem aggressiven Schnee habe auch ich Fehler gemacht. Jetzt kann ich befreit zur Abfahrt antreten, wo ich einen Titel zu verteidigen habe.“

Kirsten Clark (USA): „Dieser zweite Platz bedeutet mir viel. Ich bin aus dem Häuschen. Ich wusste, dass ich in diesem Jahr stark bin. Ich hatte hohe Erwartungen und wurde von meinen Coaches gut unterstützt.“

Jonna Mendes (USA): "Das ist unglaublich. Ich bin erstaunt, denn schliesslich war ich im Super-G noch nie so weit vorne. Nur in Cortina kam ich als Achte in die Nähe der Besten.“

Der Blick zurück - DIE WELTMEISTERSCHAFT 2001
DER SUPER G in ST.ANTON


Im Gedenken an Regine Cavagnoud !

Neun der zehn Weltmeister der SKI WM 2001 in St. Anton, starteten in St. Moritz den Versuch ihren WM-Titel zu verteidigen. Die traurige Ausnahme macht Regine Cavagnoud, Titelträgerin im SUPER G, die am 31. Oktober 2001 an den folgen eines Trainingsunfalls verstarb.

Alle Informationen zur Skiweltmeisterschaft 2001: www.SkiWM2001.de
 

Regine Cavagnoud Super G Weltmeisterin
Hilde Gerg holt Bronze für Deutschland

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Die erste Weltmeisterin bei der SKI WM 2001 in St. Anton
heißt Regine Cavagnoud. Sie fuhr mit einem Vorsprung von
5 Hundertstel Sekunden vor der Italienerin Isolde Kostner
ins Ziel. Für die größte Überraschung sorgte die Lenggrieserin
Hilde Gerg. Mit einem Rückstand von nur 8 Hundertstel
Sekunden kam sie als Dritte in Ziel und holte Bronze.

Regine Cavagnoud: Ich hatte sehr viele Verletzungen, musste immer wieder von neuem anfangen, immer neuen Mut aufbringen und fühle mich jetzt für all die Plage entschädigt. Der Kurs war sehr direkt und nicht zu selektiv, man musste weich fahren können, im Waldstück ist mir eine sehr enge Linie gelungen. Jedenfalls war der Stress im Ziel grösser als beim Warten am Start. Dreimal war ich schon in St. Anton, ein vierter Platz war dabei die beste Platzierung. Das Vertrauen brachte ich aus Cortina mit – die Piste dort war ähnlich und ich hatte gewonnen. Ich war nicht auf den Weltmeistertitel fixiert und daher frei im Kopf. Den Sieg widme ich meinen Freunden und allen , die immer um mich sind!

Isolde Kostner: Ich bin einfach nur glücklich. Es macht mir nichts aus, dass ich nur um fünf Hundertstel den Weltmeistertitel verfehlt habe. Schliesslich bin ich auch nur drei Hundertstel vor Hilde Gerg. Ich bin sehr glücklich .Es war mein bester Super-G in dieser Saison – schliesslich war ich noch nie auf dem Stockerl. Irgendwo werde ich schon die fünf Hundertstel verloren haben – aber die muss ich auf der Videoaufzeichnung suchen. Mein Trainer Valerio Ghirardi hat den Kurs gesetzt und das ist mir entgegengekommen. Die Krise im italienischen Verband hat uns zurückgeworfen . Ich musste mir Trainingskurse selbst bezahlen. Aber mit den Neuwahlen scheint alles besser zu werden. In den letzten Rennen habe ich vielleicht etwas zuwenig attackiert.

Hilde Gerg: Es ist ein Glücksgefühl nach einer so schweren Verletzung zurückzukommen. Ich habe ein Jahr um dieses Comeback gekämpft. Im Rennen, auf Schnee habe ich keine Schmerzen. Schliesslich habe ich noch einen Nagel vom Knie bis in den Knöchel im Bein. Der dritte Platz bedeutet mir soviel wie der Olympiasieg vor drei Jahren. Es ist besonders schön , in Österreich Erfolg zu haben. Nirgendwo anders herrscht eine solche Begeisterung.

 


 



 

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