Anja Pärson gewinnt Abfahrtsfinale in Aare

Die Slalom-Olympiasiegerin Anja Pärson hat beim Weltcup-Finale der alpinen Skirennläufer im schwedischen Aare die Abfahrt gewonnen. Die Schwedin lag in 1:24,60 Minuten vor der Amerikanerin Lindsey Kildow und Elisabeth Görgl aus Österreich und feierte ihren 34. Weltcup-Erfolg (den dritten in der Abfahrt). Pärson verkürzte damit den Rückstand im Gesamtweltcup auf die pausierende Kroatin Janica Kostelic auf 154 Punkte. Nach Siegen hat Anja Pärson ihre Gegenspielerin aus Kroatien vorerst wieder übertrumpft. Die Schwedin errang ihren bereits achten Saisonsieg, derweil Kostelic bei sieben Erfolgen steht. Morgen im Super-G treffen die beiden Konkurrentinnen im direkten Duell aufeinander. Ein heißer Showdown der beiden Alpin-Schwergewichte ist damit garantiert! Nur zwei der sechs gestarteten Schweizerinnen konnten sich Weltcuppunkte sichern. Die Walliserin Fränzi Aufdenblatten zeigte als Sechste eine gute Leistung. Das Podest verfehlte sie nur um 28 Hundertstel. Damit verpasste sie aber auch die 400 Punkte, die es ihr erlaubt hätten, in Are den Super-G und den Riesenslalom zu bestreiten. Mit ihrer Abfahrts-Leistung durfte sie aber dennoch zufrieden sein. Neben ihr errang vom Schweizer Team nurmehr Nadia Styger als 10. Weltcuppunkte, die es beim Finale nur für die ersten 15 gibt. Die Olympia-Zweite Martina Schild wurde 17., und auch Sylviane Berthod (21.), Catherine Borgi (25.) und Junioren-Weltmeisterin Marianne Abderhalden (27.) blieben ohne Zähler. Die einzige DSV Starterin Petra Haltmayr landete auf Platz 16. Als Gewinnerin des Abfahrts-Weltcups stand bereits die Österreicherin Michaela Dorfmeister fest, die in ihrer 115. und letzten Abfahrt den 7. Rang belegte und sich mit der kleinen Kristall-Kugel von der Downhill-Bühne verabschiedete. Die Top 10 Rennläuferinnen beim Abfahrts Weltcupfinale 2006 in Are: 1. Anja Pärson (SWE) 1:24,60. 2. Lindsey Kildow (USA) 0,30 zurück. 3. Elisabeth Görgl (AUT) 0,36. 4. Nicole Hosp (AUT) 0,38. 5. Nadia Fanchini (ITA) 0,53. 6. Fränzi Aufdenblatten (SUI) 0,64. 7. Michaela Dorfmeister (AUT) 0,74. 8. Lucia Recchia (ITA) 0,77. 9. Elena Fanchini (ITA) 0,80. 10. Nike Bent (SWE) und Nadia Styger (SUI) 0,84.

Pos. Startnr. Nation Läufer/in Zeit
1 27 SWE Anja Pärson 1:24.60
2 24 USA Lindsey C. Kildow +0.30
3 17 AUT Elisabeth Görgl +0.36
4 16 AUT Nicole Hosp +0.38
5 25 ITA Nadia Fanchini +0.53
6 15 SUI Fränzi Aufdenblatten +0.64
7 21 AUT Michaela Dorfmeister +0.74
8 9 ITA Lucia Recchia +0.77
9 1 ITA Elena Fanchini +0.80
10 11 SUI Nadia Styger +0.84
  10 SWE Nike Bent +0.84
12 26 SWE Jessica Lindell-Vikarby +0.92
13 19 SLO Tina Maze +1.12
14 14 USA Kirsten L Clark +1.16
15 23 AUT Kathrin Zettel +1.29
16 13 GER Petra Haltmayr +1.37
17 8 SUI Martina Schild +1.40
18 22 AUT Marlies Schild +1.45
  6 FRA Carole Montillet +1.45
20 3 USA Julia Mancuso +1.59
21 5 SUI Sylviane Berthod +1.65
22 20 AUT Andrea Fischbacher +1.67
23 4 AUT Ingrid Rumpfhuber +1.70
24 12 AUT Alexandra Meissnitzer +1.91
25 7 SUI Catherine Borghi +1.92
26 18 USA Stacey J. Cook +1.95
27 2 SUI Marianne Abderhalden +3.53

Anja Pärson im Training voraus

Anja Pärson hat als Schnellste im Dienstag-Training für die Abfahrt am Mittwoch beim Weltcup-Finale in Aare nicht nur Siegesambitionen angemeldet, die Schwedin will damit auch die Entscheidung um die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup noch hinauszögern. Die mit 254 Punkten Vorsprung führende Kroatin Janica Kostelic verzichtet auf einen Abfahrtsstart. Schnellste Österreicherin war Kathrin Zettel als Fünfte mit 0,85 Sekunden Rückstand auf Pärson. Bei Temperaturen um minus zwölf Grad und praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit kam am zweiten Trainingstag im WM-Ort von 2007 keine Stimmung auf, bei Fahrtzeiten von 1:24,19 Minuten (Pärson) ist die neue "WM-Strecke" etwas kurz geraten. "Ein bissi kurz für eine WM-Abfahrt, ich komme ja beim letzten Sprung erst ins Fahren", sagte Doppel-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister, die als Disziplinensiegerin bereits feststeht. Ihre Verkühlung hat die Niederösterreicherin fast überstanden, in der letzten Weltcup-Abfahrt ihrer Karriere muss sie "niemandem etwas beweisen. Das musste ich die ganze Saison nicht. Aber ich will schon meine Stockerlplatzserie fortsetzen", sagte die 32-Jährige, die am Samstag als letztes Weltcup-Rennen ihrer Karriere den Riesentorlauf bestreitet.

 


 



 

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