Dorfmeister gewinnt auch Abfahrt in St. Moritz

Michaela Dorfmeister macht das Doubele in St. Moritz perfekt. Nach dem Erfolg im Super G am Freitag, holte sie die Niederösterreicherin auch den Abfahrtsieg am Samstag. "Ich genieße im Moment alles. Alles geht von allein, so leicht. Dazu kommt noch eine grenzenlose Sicherheit, das ganze Paket stimmt", betonte die 32-jährige nach dem insgesamt 24. Weltcup-Sieg ihrer Karriere, dem siebenten in der Abfahrt, den sie mit einer perfekten Fahrt im unteren Teil sicherstellte. In der Abfahrt war es der erste Saisonerfolg für das erfolgsgewohnte Austria-Team. Dorfmeister gewann in 1:43,76 Minuten mit sieben Hundertstel Vorsprung auf ihre Teamkollegin Renate Götschl. Mit Platz zwei in der Königsdisziplin ist nun wohl endgültig der Knoten bei der „Speed Queen“ geplatzt. "Ich kann das gar nicht fassen. Ich bin überglücklich und total zufrieden, dass ich es geschafft habe, aus diesem Loch herauszukommen. Jetzt brauche ich nicht mehr grübeln, überlegen oder an der Abstimmung feilen", lautete der erleichterte Kommentar der 30-Jährigen. Die dreifache Olympiasiegerin Janica Kostelic (1:43,95) fuhr auf Platz drei. Die Salzburgerin Alexandra Meissnitzer landete als Vierte (+0,25) ebenfalls im Spitzenfeld, mit der Tirolerin Nicole Hosp als Neunter - in ihrer ersten Spezial-Abfahrt im Weltcup! - kam noch eine vierte ÖSV-Dame in die Top Ten. Da mit Fortlauf des Rennens die Bedingungen besser wurden, kamen zahlreiche Fahrerinnen aus dem hinteren Teil des Feldes zu Weltcup-Punkten. In Abwesenheit von Leaderin Sylviane Berthod klassierten sich sechs Schweizerinnen in den Top 12. Mit hohen Nummern fuhren die Schweizerinnen gleich serienweise ins erste Dutzend. Am besten tat dies die Bernerin Martina Schild, die mit Nummer 45 auf den 5. Platz kam und damit die direkte Olympia-Qualifikation ebenso erfüllte wie Monika Dumermuth, die mit Nummer 39 Sechste wurde. Martina Schild büsste lediglich 35 Hundertstel auf die Siegerin ein, zu einem Podestplatz fehlten gar nur 16 Hundertstel. Beste Deutsche war Martina Ertl-Renz auf Rang 21 in 1:45,94 Minuten. Petra Haltmayr wurde enttäuschend nur 24. Die Top 10 Fahrerinnen bei der Abfahrt der Damen in St Moritz: 1. Michaela Dorfmeister (AUT) 1:43,76. 2. Renate Götschl (AUT) 0,07 zurück. 3. Janica Kostelic (CRO) 0,19. 4. Alexandra Meissnitzer (AUT) 0,25. 5. Martina Schild (SUI) 0,35. 6. Monika Dumermuth (SUI) 0,42. 7. Anja Pärson (SWE) 0,45. 8. Wendy Siorpaes (ITA) 0,55. 9. Nicole Hosp (AUT) 0,57. 10. Carmen Casanova (SUI) 0,86.


Götschl, Dorfmeister und Kostelic - das Siegespodest bei der Abfahrt


Michaela Dorfmeister - Die schnellste Frau von St. Moritz


Renate Götschl - Platz 2 und nächste Woche geht's ins geliebte Cortina 


Janica Kostelic - Wichtige Punkte im Kampf um den Gesamt Weltcup


Alexandra Meissnitzer - wieder einmal fehlten nur ein paar Hundertstel

Pos. Startnr. Nation Läufer/in Zeit
1 30 AUT Michaela Dorfmeister 1:43.76
2 27 AUT Renate Götschl +0.07
3 28 CRO Janica Kostelic +0.19
4 26 AUT Alexandra Meissnitzer +0.25
5 45 SUI Martina Schild +0.35
6 39 SUI Monika Dumermuth +0.42
7 25 SWE Anja Pärson +0.45
8 48 ITA Wendy Siorpaes +0.55
9 33 AUT Nicole Hosp +0.57
10 38 SUI Carmen Casanova +0.86
11 24 SUI Fränzi Aufdenblatten +0.92
12 9 SUI Catherine Borghi +0.98
13 43 SUI Ella Alpiger +1.05
14 4 ITA Nadia Fanchini +1.15
15 7 ITA Lucia Recchia +1.17
16 37 AUT Silvia Berger +1.18
17 29 USA Lindsey C. Kildow +1.20
18 46 CAN Shona Rubens +1.29
19 35 USA Jonna Mendes +1.37
20 10 CAN Emily Brydon +1.42
21 42 CAN Sherry Lawrence +1.44
22 8 SWE Jeanette Hargin +1.57
23 19 AUT Brigitte Obermoser +1.58
24 6 AUT Ingrid Rumpfhuber +1.61
25 53 CAN Allison Forsyth +1.69
26 2 AUT Andrea Fischbacher +1.78
27 56 GER Stefanie Stemmer +1.79
28 15 AUT Elisabeth Görgl +1.80
29 51 FRA Clothilde Weyrich +1.84
30 18 SUI Nadia Styger +1.87
31 44 SLO Urska Rabic +1.92
32 21 USA Julia Mancuso +2.03
33 41 MON Alexandra Coletti +2.05
  22 FRA Carole Montillet +2.05
35 59 ITA Angelika Grüner +2.09
36 66 SUI Jessica Pünchera +2.18
  32 GER Martina Ertl +2.18
38 54 FRA Marie Marchand-Arvier +2.19
39 1 GER Isabelle Huber +2.27
40 23 FRA Ingrid Jacquemod +2.30
41 11 SWE Jessica Lindell-Vikarby +2.39
42 16 GER Petra Haltmayr +2.48
43 50 USA Libby Ludlow +2.52
  63 GER Gina Stechert +2.52
45 40 GBR Chimene Alcott +2.53
46 49 FRA Julie Duvillard +2.61
47 65 CZE Sarka Zahrobska +2.62
48 61 CAN Brigitte Acton +2.82
49 12 ITA Daniela Ceccarelli +2.88
50 3 CAN Kelly Vanderbeek +2.95
51 62 RUS Olesja Alieva +2.98
52 36 USA Bryna McCarty +3.04
53 5 USA Stacey J. Cook +3.35
54 58 GER Monika Bergmann +3.48
55 14 AUT Marlies Schild +3.51
56 64 CRO Nika Fleiss +3.55
57 52 FRA Anne-Sophie Barthet +3.65
58 67 ISL Dagny Kristjansdottir +3.68
  13 USA Kirsten L Clark +3.68
60 17 USA Caroline Lalive +3.87
61 34 FRA Marion Rolland +4.19
62 57 ESP Carolina Ruiz Castillo +4.20
63 31 SLO Tina Maze +4.22
64 68 ARG Macarena Simari Birkner +4.86
65 69 JUG Jelena Lolovic +5.16
66 70 ARG Maria Simari Birkner +7.44

AUSFÄLLE BEI DER ABFAHRT IN ST MORITZ

Startnr. Nation Läufer/in Grund
20 SWE Nike Bent Torfehler
47 ITA Daniela Merighetti Sturz
55 CAN Genevieve Simard DNS
60 ITA Johanna Schnarf Sturz

 

Hosp gewinnt St. Moritz-Training

Nicole Hosp überraschte im einzigen Training für die Damen-Abfahrt in St. Moritz am Samstag mit einer klaren Bestzeit. 0,64 Sekunden zurück landete ihre Teamkollegin Michaela Dorfmeister auf dem zweiten Platz. Hosp hatte bereits letzten Mittwoch in St. Moritz eine Europacup-Abfahrt gewonnen und startet im Super-G. Ob sie auch für Samstag nominiert wird, muss noch entschieden werden. Auch die Schweizerinnen sind für die Abfahrt vom Samstag in St. Moritz bereit. Fränzi Aufdenblatten als Dritte, Nadia Styger als Vierte und Ella Alpiger mit Rang 10 sorgten im einzigen Training für eine überzeugende Teambilanz. Auch ohne die wegen Rückenbeschwerden zu einer Pause gezwungene Sylviane Berthod darf im Schweizer Lager auf eine Fortsetzung der bislang überzeugenden Auftritte der "schnellen Damen" gehofft werden. Fränzi Aufdenblatten wollte das Ergebnis nicht überbewerten. "Ich weiss ja nicht, wie die anderen gefahren sind. Ob die eine oder andere vor dem Ziel gebremst hat. Es kann aber kein schlechtes Zeichen sein, zumal auch wieder Fahrerinnen vorne lagen, die in der letzten Woche auf dieser Piste schon Europacup-Rennen bestritten haben." Die 30-Jährige DSV Fahrerin Petra Haltmayr aus Rettenberg kam nach zuletzt schwächeren Resultaten auf der Corviglia-Piste wieder besser zurecht und wurde Sechste. Martina Ertl-Renz testete für die Super-Kombination am Sonntag und wurde mit 1:46,14 Minuten Zwölfte. Die Top 10 Rennfahrerinnen beim Abfahrtstraining in St. Moritz: 1. Nicole Hosp (AUT) 1:45,12. 2. Michaela Dorfmeister (AUT) 0,64 zurück. 3. Fränzi Aufdenblatten (SUI) 0,66. 4. Nadia Styger (SUI) 0,85. 5. Allison Forsyth (CAN) 0,87. 6. Jonna Mendes (USA) und Petra Haltmayr (GER) 0,89. 8. Brigitte Obermoser (AUT) 0,92. 9. Renate Götschl (AUT) 0,94. 10. Ella Alpiger (SUI) 1,00.

Abfahrtstraining der Damen in St. Moritz abgesagt

Das erste Training für die Weltcup-Abfahrt der Damen in St. Moritz ist am Mittwoch abgesagt worden. Grund war der starke Wind im oberen Bereich der Strecke.

SAISON 2003/04
ABFAHRT DER DAMEN IN ST. MORITZ

Götschl gewinnt Abfahrt der Damen in St. Moritz
Hilde Gerg und Maria Riesch auf dem "Stockerl"


Platz 1: Renate Götschl

Platz 2: Hilde Gerg

Österreichs "Speed-Queen aus der Steiermark" Renate Götschl gewinnt die Weltcupabfahrt der Damen in St. Moritz. Auf Rang 2 folgt mit einem Rückstand von 17 Hundertstel Sekunden Hilde Gerg vor ihrer Teamkollegin und Überraschungsdritten Maria Riesch. Die 20-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen hat am Ende einen Rückstand von nur 19 Hunderstel Sekunden auf die Siegerin. Auf den Rängen 4 bis 10 folgten: Nadia Styger (SUI - +0.22 - Platz 4), Jonna Mendes (USA - +0.46 - 5.), Martina Schild (SUI - +0.60 - 6.), Carole Montillet (FRA - +0.65 - 7.), Michaela Dorfmeister (AUT +0.71 - 8.), Sylviane Berthod (SUI - +0.79 - 9.) und Tanja Schneider (AUT - +0.82 - 10.). Nach einem Sturz der Österreicherin Christine Sponring musste das Rennen für ca. 20 Minuten unterbrochen werden. Die jungen 20 jährigen Tirolerin erlitt eine Schulterverletzung und musst mit dem Akja zu Tal gebracht werden. Ein Fehler kurz vor dem Ziel verdarb ein fast traumhaftes Abfahrtsdebüt der Schwedin Anja Pärson. In der Zwischenzeit noch in Führung fuhr die Weltcupführende durch (!) ein Tor durch und musste wegen Torfehler disqualifiziert werden. Ein Podest-Platz wäre ihr wohl sicher gewesen.


Platz 3: Maria Riesch

Platz 4: Nadia Styger

Platz 5: Jonna Mendes

Platz 6: Martina Schild

Platz 7: Carole Montillet

Platz 8: Michaela Dorfmeister

Platz 9: Sylviane Berthod

ausgeschieden: Anja Paerson

SKI WM 2003
ABFAHRT DER DAMEN IN ST. MORITZ

Turgeon Abfahrtsweltmeisterin 2003 !

Melanie Turgeon aus Kanada ist die neue Abfahrts-Weltmeisterin 2003. Silber geht an Corinne Rey Bellet aus der Schweiz und Alexandra Meissnitzer aus Österreich die zeitgleich das Rennen beendeten. Auf den Rängen 4 bis 10 folgten: Brigitte Obermoser (AUT), Renate Götschl (AUT), Jonna Mendes (USA), Carole Montillet (FRA), Christine Sponring (AUT), Isolde Kostner (ITA) undeMonika Dumermuth (SUI). Titelverteidigerin  Michaela Dorfmeister musste sich mit Rang 12 begnügen. Die Läuferinnen des DSV enttäuschten auch bei der zweiten Speeddisziplin und konnten sich nicht unter den TOP 10 qualifizieren. Beste deutsche Läuferin Hilde Gerg auf Rang 14, gefolgt von Regina Häusl (16.), Maria Riesch (17.) und Isabelle Huber (25.).

Stimmen der Siegerinnen !

Melanie Turgeon (CAN): „Ich habe gesehen, dass die WM-Medaillen hier grösser sind als bei den Junioren. Da hab ich gedacht: So eine Medaille will ich auch. Ich war früher ein paar Mal nahe dran, gewann aber nie Edelmetall. Ich habe einige Fehler gemacht. Unser Team motiviert mich, der Zusammenhalt ist gut.“
Alexandra Meissnitzer (AUT): "Ich bin glücklich über diese Silbermedaille. Ich habe jetzt Medaillenluft geschnuppert und will im Riesenslalom noch einmal voll attackieren.“

Corinne Rey-Bellet (SUI): „Nach den nicht optimalen Trainings diese Woche ist die Erleichterung umso grösser. Ich bin happy, eine WM-Medaille vor eigenem Publikum gewonnen zu haben. Hatte Mühe damit, dass ich so hart kritisiert wurde. Heute hab ich gemerkt, dass das Publikum hinter mir stand. Ich war sehr erleichtert, als die 1 aufleuchtete. Meine Linie war nicht immer optimal, vor allem im steilen. Mir war klar, dass ich einfach angreifen musste. Am Start war ich nervös – das braucht es. Ich konnte ohne Knieschmerzen einfahren und spürte auch im Rennen nichts.“


Abfahrtsweltmeisterin 2003

Melanie Turgeon

Silber: Corinne Rey Bellet

Silber: Alexandra Meissnitzer

Platz 4: Brigitte Obermoser

Platz 5: Renate Götschl


 



 

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