|

Lindsey C. Kildow gewinnt Chaosabfahrt in Val d’Isere

Schnee, Wind und immer wieder wechselnde
Verhältnisse. Blindfahrten, Stürze, Unterbrechungen – kein Rennen für
Skifreunde. Nach der Nummer 48 wurde es dann sogar vorzeitig beendet. Der
Wind war zu stark geworden. Am besten kam die US Amerikanerin Lindsey C.
Kildow mit den schlechten Vorgaben zurecht. Die 21-Jährige aus Vail konnte
in Val d’Isere bereits ihren zweiten Abfahrtssieg in dieser Saison feiern.
Rang zwei ging an ihrer Teamkollegin Caroline Lalive. "Ich habe im
Restaurant gewartet und versucht, positiv zu bleiben. Es war wirklich
schwierig, sich gedanklich nicht mit einem möglichen Abbruch zu
beschäftigen." Für Kildows Landsfrau Lalive war der zweite Rang der erste
Podestplatz seit 2001. "Vier Jahre sind eine lange Zeit. Es hat Zeiten
gegeben, da habe ich mich gefragt, warum ich überhaupt weitermache. Aber
dann wartet man auf bessere Tage und heute war so einer", jubelte die
Amerikanerin. Über einen hervorragenden 3. Platz konnte sich wieder einmal
die Österreicherin Alexandra Meissnitzer freuen. "Es war noch viel
Neuschnee in der Piste drin und deshalb sehr schwierig. Außerdem war der
Wind bei allen bei weitem nicht gleich", betonte Meissnitzer nach ihrem
dritten Podestplatz im Olympia-Winter. "Aber wenn man schaut, wer auf dem
Stockerl steht, dann ist das kein Zufall. Der Wind hat aber entschieden,
ob man Erste oder Vierte geworden ist." Endlich auch wieder einmal ein
Lichtblick im Lager des DSV. Petra Haltmayr (Rettenberg) schaffte mit
ihrem 4. Rang die beste deutsche Platzierung und zugleich die
Olympiaqualifikation. In der Gesamtwertung führt weiter die
Niederösterreicherin Michaela Dorfmeister, die in Frankreich Achte wurde
und damit nach vier Podestplatzierungen (Ränge zwei und drei in den
Abfahrten in Lake Louise sowie drei/Lake Louise und zwei/Aspen im Super G)
en suite ihr schlechtestes Saisonresultat in einem Speed-Rennen zur
Kenntnis nehmen musste. „Ich bin froh, dass ich gesund im Ziel bin. Das
Rennen hätte man nicht starten dürfen, denn man will ja gleiche
Verhältnisse für alle haben", übte Dorfmeister berechtigte Kritik an der
Rennleitung. Als beste Schweizerin belegte Fränzi Aufdenblatten Platz 9.
Als Zwölfte war auch Catherine Borghi so gut klassiert wie seit fast zwei
Jahren nicht mehr. Ein weiteres Topergebnis hatte Nadia Styger vor Augen.
Die Siegerin des Super-G in Aspen war bei der ersten Zwischenzeit 22
Hundertstel schneller unterwegs als Lindsey Kildow, fuhr dann aber an
einem Tor vorbei. Stellte sich am Ende des Chaosrennen nur noch die Frage,
was passiert mit der außergewöhnlichen Siegesprämie – einer Kuh ? "Ich
werde sicher kein Barbecue veranstalten. Eigentlich wollte ich sie Maria
Riesch anvertrauen, aber ein FIS-Mann will nun für die Kuh sorgen",
erklärte die Siegerin.

|
Pos. |
Startnr. |
Nation |
Läufer/in |
Zeit |
|
1 |
23 |
USA |
Lindsey C. Kildow |
1:21.91 |
|
2 |
24 |
USA |
Caroline Lalive |
+0.38 |
|
3 |
15 |
AUT |
Alexandra
Meissnitzer |
+0.39 |
|
4 |
27 |
GER |
Petra Haltmayr |
+0.55 |
|
5 |
30 |
CRO |
Janica Kostelic |
+0.57 |
|
6 |
34 |
FRA |
Carole Montillet |
+0.62 |
|
|
46 |
ITA |
Lucia Recchia |
+0.62 |
|
8 |
10 |
AUT |
Michaela
Dorfmeister |
+0.71 |
|
9 |
26 |
SUI |
Fränzi
Aufdenblatten |
+0.74 |
|
10 |
3 |
ITA |
Daniela Ceccarelli |
+0.81 |
|
11 |
5 |
CAN |
Sherry Lawrence |
+1.05 |
|
12 |
12 |
USA |
Julia Mancuso |
+1.09 |
|
13 |
11 |
AUT |
Renate Götschl |
+1.21 |
|
|
29 |
SUI |
Catherine Borghi |
+1.21 |
|
15 |
19 |
SUI |
Sylviane Berthod |
+1.23 |
|
16 |
20 |
FRA |
Ingrid Jacquemod |
+1.33 |
|
17 |
1 |
ITA |
Nadia Fanchini |
+1.35 |
|
18 |
7 |
SWE |
Anja Pärson |
+1.37 |
|
19 |
37 |
AUT |
Brigitte Obermoser |
+1.39 |
|
20 |
45 |
SWE |
Nike Bent |
+1.46 |
|
21 |
17 |
USA |
Kirsten L Clark |
+1.51 |
|
22 |
9 |
SWE |
Jeanette Hargin |
+1.57 |
|
23 |
25 |
CAN |
Kelly Vanderbeek |
+1.67 |
|
24 |
21 |
AUT |
Ingrid Rumpfhuber |
+1.71 |
|
25 |
14 |
SWE |
Jessica
Lindell-Vikarby |
+1.80 |
|
26 |
2 |
CAN |
Genevieve Simard |
+1.81 |
|
27 |
42 |
AUT |
Silvia Berger |
+1.96 |
|
|
22 |
CAN |
Emily Brydon |
+1.96 |
|
29 |
16 |
SUI |
Monika Dumermuth |
+2.01 |
|
30 |
28 |
USA |
Stacey J. Cook |
+2.02 |
|
31 |
44 |
AUT |
Kathrin Wilhelm |
+2.07 |
|
32 |
43 |
GBR |
Chimene Alcott |
+2.10 |
|
33 |
4 |
FRA |
Clothilde Weyrich |
+2.19 |
|
34 |
35 |
ITA |
Isolde Kostner |
+2.21 |
|
35 |
40 |
GER |
Isabelle Huber |
+2.73 |
|
36 |
39 |
FRA |
Marion Rolland |
+3.28 |
|
37 |
18 |
USA |
Bryna McCarty |
+3.39 |
|
Start der Damen-Abfahrt in Val
d'Isere verschoben

Der für 10.30 Uhr geplante Start der Damen-Abfahrt in
Val d'Isere ist wegen Schlechtwetters (Sturm und Schneefall) erneut auf
12.00 Uhr verschoben worden. Neuschnee und heftiger Wind machten eine
komplette Neupräparierung der "O.K.-Piste" notwendig, sagte
FIS-Renndirektor Atle Skaardal. Wegen der Schneeverwehungen im oberen Teil
soll auf verkürzter Strecke gefahren werden.




Katja Wirth mit Bestzeit im zweiten
Training

Katja Wirth aus Österreich erzielte beim zweiten
Abfahrtstraining der Damen in Val d’Isere Bestzeit, vor der Kroatin Janica
Kostelic (0,13 Sek. zurück) und der Schweizerin Catherine Borghi (0,97).
Einsetzender Schneefall und zunehmend schlechtere Sicht haben die reguläre
Abwicklung des Trainings jedoch schwer beeinträchtigt. Ab Startnummer
zwölf hatte es heftig zu schneien begonnen und die Läuferinnen sahen die
Wellen nicht mehr. Kein Wunder das der Unmut der Fahrerinnen im Zielraum
deutlich zuhören war. Die Weltcup-Gesamtführende Michaela Dorfmeister
landete unmittelbar hinter Renate Götschl ("Ich habe nichts gesehen") auf
Platz 22. "Oben war es extrem schwer zu fahren, da ist auch noch Wind dazu
gekommen. Und unten kannst auf der Strecke nicht mehr viel rausholen",
sagte Dorfi, die im Abfahrts-Weltcup hinter der US-Amerikanerin Lindsey C.
Kildow (Trainings-9.) mit nur fünf Zählern Rückstand auf Platz zwei
rangiert. Das Rennen am morgigen Samstag steht Aufgrund der schlechten
Wetterprognosen auf sehr „Wackeligen Beinen“. Bis Samstag werden 20 bis 50
Zentimeter Neuschnee erwartet.
Dorfmeister im ersten
Abfahrtstraining voran

Michaela Dorfmeister scheint ihre Top-Form gut aus
Amerika mitgenommen zu haben. Im ersten Training für die Abfahrt in Val/Isere
erzielte die Niederösterreicherin Bestzeit mit 1:45,20 Minuten und verwies
auf der 2.500 m langen OK-Piste Renate Götschl um vier Zehntelsekunden auf
Rang zwei. Mit Alexandra Meissnitzer (5./0,86 zurück), Elisabeth Görgl
(9./1,41) und Katja Wirth (10./1,56) landeten drei weitere ÖSV-Läuferinnen
unter den besten zehn. Die Schweizerin Sylviane Berthod, die zum
Saisonstart in Lake Louise mit einem 2. Platz überrascht hatte, fuhr auch
im ersten Training zur Weltcup-Abfahrt von Val d'Isère vielversprechend
auf den dritten Rang. Nadia Styger, die Gewinnerin des Super-G von Aspen,
erreichte im ersten Training lediglich Rang 25, mit fast zweieinhalb
Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Michaela Dorfmeister. Zweitbeste
Schweizerin war so Fränzi Aufdenblatten als 13. Und auch Ella Alpiger
(17.), Monika Dumermuth (21.) und Carmen Casanova (22.) konnten sich noch
vor Nadia Styger klassieren. Petra Haltmayr (Rettenberg) kam als beste
deutsche Läuferin auf Platz 12 (1:46,95). Isabelle Huber musste sich mit
Rang 32 begnügen, Steffi Stemmer wurde mit einem Rückstand von über 5
Sekunden nur 60.

Der
Blick zurück - Saison 2004/05
Auch zweite
Damenabfahrt in Val d'Isere abgesagt !
Unverrichteter Dinge
mussten die Skiweltcup Damen Vald d'Isere Richtung St. Moitz verlassen.
Neuschnee und Wind verhinderten auch die Ausführung der zweiten Abfahrt
der Damen in Val d'Isere. Wann und wo das heutige Rennen
nachgeholt wird steht noch nicht fest.

|