Österreichischer Abfahrtstriumph in Val d´Isere.
Walchhofer, Strobl und Grugger besiegeln den Dreifachsieg.

Bei Kaiserwetter dominieren die Österreicher die Abfahrt in Val d´Isere. Michael Walchhofer gewinnt das Rennen mit 2:00,15 und bestätigt somit seine gestrige Trainingsbestzeit. „Es war unglaublich!“ waren die ersten Worte des Siegers „Es war gar nicht so einfach von Amerika zurück. Drüben haben sich die Leute viel erwartet von mir, und ich mir selber auch. Der siebente Platz war dann nicht zufriedenstellend. Mir ist schon ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Ich hab es schon beim Fahren gespürt, der Unterberger Edi muss super gewachselt haben. Es ist schön, wenn man spürt, dass das Material geht.“ Auf den Plätzen 2 und 3 folgen seine Teamkollegen Fritz Strobl (+0,52) und Hans Grugger (+0,95). Strobl: „Ich hab bei meiner Fahrt nicht gedacht, dass es zum Sieg reicht. Nachdem es im Training nicht richtig gelaufen ist, hat mir die Zeit und die Fahrt schon sehr getaugt. Ich war mir nicht sicher, ob der Servicemann den richtigen Griff macht. Und er hat richtig hingegriffen, da muss ich ihm gratulieren. Ich weiß, dass ich dabei bin und dass ich im Training nicht ganz schnell sein muss.“ Grugger: „Ich habe wieder meine Startschwierigkeiten gehabt, wie schon öfters. Unten war es dann eine super Fahrt, ich bin sehr zufrieden. Mir ist der Rückstand unerklärlich, ich bin mir gut vergekommen. Die Sekunde, die auf den Michi fehlt, ist unglaublich. Ich muss ihm gratulieren.“ Als bester Nichtösterreicher platziert sich der Schweizer Bruno Kernen (+1,08) an 4. Stelle, nur ganz knapp vor dem 5. Klaus Kröll (+1,10). Wie immer in Val d´Isere haben auch die hinteren Startnummern noch eine hervorragende Piste vorgefunden, die traumhaften Bedingungen ermöglichten ein faires Rennen für alle Rennläufer, was bei den Rennen in Übersee der letzten Wochenende ja leider nicht gegeben war. Die weiteren Platzierungen der besten 15: 6. Kjetil Andre Aamodt (NOR +1,37), 7. Erik Guay (CAN +1,38) ex aequo mit Bode Miller (USA +1,38), 9. Hermann Maier (AUT +1,40), 10. Kristian Ghedina (ITA +1,43), 11. Marco Büchel (LIE +1,48), 12. Jürg Grünenfelder (SUI +1,50) zeitgleich mit Manuel Osborne (CAN +1,50), 14. Daron Rahlves (USA +1,55) und 15. Yannick Bertrand (FRA +1,64). Als 54. und 55. kamen die Deutschen Johannes Stehle und Stephan Keppler ins Ziel. Morgen folgt in Val d´Isere die Superkombination (bestehend aus der Abfahrt, die um ca. 10.10 Uhr beginnt und dem Slalom, der um ca 13.15 Uhr folgt) und wir sind gespannt, ob sich Stephan Eberharter „Nachilfe“ bei Felix Neureuther schon auswirkt.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

"Walchi" führt Österreichischen Dreifacherfolg in Val d’Iser an

Weltmeister Walchhofer hat das Siegen nicht verlernt. Nachdem es in Beaver Creek doch eine kleine Enttäuschung setzte, schlägt das ÖSV-Power-Team heute zurück. Das Podest ist fest in rot-weiß-roter Hand. Es gewinnt Michael Walchhofer mit einem Vorsprung von 52/100 Sekunden vor seinen Teamkollegen Fritz Strobl und Hans Grugger (Rückstand 95/100) dazu noch Klaus Kröll auf Rang fünf und Hermann Maier auf dem 9. Rang! Als bester Schweizer beendete Bruno Kernen das Rennen als Vierter (1,08 Sek.).

Pos. Startnr. Nation Läufer/in Zeit
1 29 AUT Michael Walchhofer 2:00.15
2 27 AUT Fritz Strobl +0.52
3 26 AUT Hans Grugger +0.95
4 24 SUI Bruno Kernen +1.08
5 9 AUT Klaus Kröll +1.10
6 18 NOR Kjetil Andre Aamodt +1.37
7 19 CAN Erik Guay +1.38
  30 USA Bode Miller +1.38
9 25 AUT Hermann Maier +1.40
10 20 ITA Kristian Ghedina +1.43
11 23 LIE Marco Büchel +1.48
12 8 SUI Jürg Grünenfelder +1.50
  36 CAN Manuel Osborne +1.50
14 28 USA Daron Rahlves +1.55
15 5 FRA Yannick Bertrand +1.64
16 10 FRA Antoine Deneriaz +1.70
17 4 GBR Finlay Mickel +1.82
18 17 SUI Ambrosi Hoffmann +1.87
19 14 NOR Aksel Lund Svindal +1.96
20 6 AUT Andreas Schifferer +1.97
21 11 ITA Peter Fill +2.03
22 16 ITA Kurt Sulzenbacher +2.05
23 21 SUI Didier Defago +2.06
  15 SUI Didier Cuche +2.06
25 1 CAN Francois Bourque +2.07
26 32 AUT Andreas Buder +2.10
27 12 AUT Benjamin Raich +2.16
28 7 ITA Alessandro Fattori +2.21
29 3 SWE Patrick Järbyn +2.29
30 13 SUI Silvan Zurbriggen +2.38
31 40 ITA Walter Girardi +2.41
32 22 AUT Christoph Gruber +2.56
33 50 USA Scott MacCartney +2.58
34 37 ITA Stefan Johann Thanei +2.71
35 34 USA Steven Nyman +2.80
36 43 ITA Patrick Staudacher +3.00
37 55 SWE Hans Olsson +3.03
38 2 CAN Jeff Hume +3.11
39 41 ITA Roland Fischnaller +3.17
40 38 CAN John Kucera +3.21
41 31 SUI Konrad Hari +3.25
42 35 USA Justin Johnson +3.33
43 49 AUS Craig Branch +3.39
44 51 FRA Marc Bottollier-Lasquin +3.46
45 45 FRA Pierre-Emmanuel Dalcin +3.47
46 44 AUT Matthias Lanzinger +3.48
47 48 SUI Daniel Albrecht +3.55
48 42 ITA Werner Heel +3.57
49 46 SUI Tobias Grünenfelder +3.64
50 33 USA Marco Sullivan +3.78
51 60 AUS AJ Bear +4.14
52 53 FRA Pierrick Bourgeat +4.21
53 54 FRA Guillermo Fayed +4.25
54 57 GER Johannes Stehle +4.29
55 52 GER Stephan Keppler +4.55
  65 SUI Marc Berthod +4.55
57 39 SLO Rok Perko +4.64
58 58 FRA Claude Cretier +4.69
59 64 USA Ted Ligety +4.80
60 47 FRA Nicolas Burtin +4.87
61 56 NOR Lars Myhre +4.89
62 59 NOR Ole Magnus Kulbeck +5.19
63 62 CZE Ondrej Bank +5.51
64 67 CRO Ivica Kostelic +5.54
65 68 POL Wojciech Zagorski +6.45
66 61 AND Alex Antor +6.98
67 69 RUS Alexandr Horoshilov +7.71
68 63 ARG Cristian Simari Birkner +7.73
69 66 BRA Nikolai Hentsch +10.40
70 70 UKR Nikolay Skriabin +10.80

Walchhofer im 2. Abfahrtstraining Schnellster

Nach der Absage am Donnerstag konnte am Freitag doch noch für die Weltcup-Abfahrt in Val d'Isere trainiert werden. Österreichs Ski-Herren haben am Freitag das einzige Training für die Weltcup-Abfahrt in Val d'Isere dominiert. Michael Walchhofer erreichte vor Hermann Maier Bestzeit. Auf dem dritten Platz landete der Italiener Kristian Ghedina vor Klaus Kröll. Nach der Absage des ersten Trainings fanden die Läufer am Freitag gute Verhältnisse vor, Maier hofft daher, dass "endlich einmal ein reguläres Rennen stattfindet.“ Mit Zuversicht geht auch Michael Walchhofer in die Abfahrt am Samstag: "Eine Bestzeit ist immer gut und gibt Selbstvertrauen - vor allem nach dem bisherigen Saisonverlauf. Dass die Zeitrückstände für diese Strecke relativ groß sind, gibt mir Hoffnung. Ich werde auf alle Fälle um den Sieg mitfahren", versprach der Salzburger, der laut eigenen Angaben in Übersee nicht ganz ans Limit gegangen ist. "Ich habe mich davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen, die Form passt."

Erstes Training in Val d'Isere abgesagt

Das schlechte Wetter in den Alpen macht den Organisatoren des 50. "Kriteriums des ersten Schnees" in Val d'Isere zu schaffen. Das erste Training für die Weltcup-Abfahrt der Männer am Donnerstag ist aufgrund der Witterung abgesagt worden (Nebel und starker Schneefall). Im WM-Ort von 2009 soll neben der Abfahrt (Samstag) am Sonntag auch noch eine "Super-Kombination" stattfinden, die aus einer verkürzten Abfahrt und einem Slalomlauf besteht. Laut den Vorhersagen soll es erst am Freitagnachmittag zu einer Wetterbesserung kommen. Zumindest ein Training muss stattfinden, damit die Abfahrt über die Bühne gehen kann. Es könnte sein, dass der Zeitlauf erst am Samstag in Szene geht und die Abfahrt auf Sonntag verschoben wird. Für diesen Tag ist aber die Super-Kombi geplant.

Der Blick zurück - Saison 2004/05
Werner Franz sorgt in Val d'Isere für Sensation

Der Österreicher Werner Franz gewinnt völlig überraschend die Abfahrt von Val d'Isere und holte damit seinen ersten Sieg bei einem Abfahrtsrennen, einen Erfolg im Super G hatte der Kärntner schon zu Buche stehen. Als Zweiter sicherte sich der mit der Schweizer Mannschaft trainierende Liechtensteiner Marco Büchel erstmals eine Klassierung unter den ersten drei in der Abfahrt. Zum dritten Mal Dritter in dieser Saison wurde der Österreicher Michael Walchhofer. Für den Sieger der beiden ersten Abfahrten, Bode Miller reichte es dieses Mal "nur" für einen 4.Rang ! Der Schweizer Bruno Kernen verpasste das Podest als Fünfter erneut knapp. Hermann Maier verpatzte seinen Lauf und macht gerade noch Weltcup-Punkte. Fritz Strobl wird Neunter, Holzknecht wird 14. Der bereits 32-jährige Werner Franz hatte sich den Ruf des "ewigen Zweiten" eingehandelt - kein Wunder, denn der Routinier musste sich in der Abfahrt schon siebenmal mit dem Ehrenplatz bescheiden. Umso glücklicher stellte er sich nach dem Rennen den Reportern: "Wunderbar! Das ist ein Gefühl wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen. Dass es für ganz vorne reicht hätt ich mir nicht gedacht. Es ist unglaublich, aber wahr! Ich hab schon in Amerika gespürt, dass das Material passt. Ich hab gewusst, wenn alles zusammen passt, ist einiges möglich."
Die Plätze 1 bis 10 verteilten sich wie folgt: 1. Werner Franz (AUT) 1:57,51. 2. Marco Büchel (LIE) 0,27 zurück. 3. Michael Walchhofer (AUT) 0,55. 4. Bode Miller (USA) 0,58. 5. Bruno Kernen (SUI) 0,68. 6. Alessandro Fattori (ITA) 0,74. 7. Antoine Dénériaz (FRA) und Daron Rahlves (USA) 0,76. 9. Didier Défago (SUI) 0,77. 10. Fritz Strobl (AUT) 0,81.


1. Platz: Werner Franz

2. Platz: Marco Büchel

3. Platz: Michael Walchhofer

4. Platz: Bode Miller

Der Blick zurück - Saison 2002/03

Stephan Eberharter auch in Val d'Isere unschlagbar !

Österreich feierte 3-fach Triumph. Stephan Eberharter ist zur Zeit in der Abfahrt eine Klasse für sich. Auch beim Klassiker in Val d'Isere stellte er seine Stärke unter Beweis und gewann mit einem Vorsprung von 69 Hundertstel Sekunden vor seinen Landsmännern Klaus Kröll und Andreas Schifferer ( Rückstand 0,94 Sek.). Auf den Rängen 4 bis 8 folgten Antoine Deneriaz (FRA), Kjetil-Andre Aamodt (NOR), Didier Defago (SUI), Werner Franz (AUT) und Bruno Kernen (SUI). DSV Starter Max Rauffer konnte seine gute Startnummer 10 nicht nutzen und landete am Ende mit einem Rückstand von 3,53 Sekunden nur auf Platz 32 und blieb wieder einmal ohne Weltcuppunkte. Stefan Stankalla wurde wegen des Sturzes von Sullivan ab gewunken. Er durfte später nochmals starten und landete mit einem Rückstand von 3,68 Sekunden auf dem 40. Rang.


  

 

  

Der Blick zurück - Saison 2001/02

Val d'Isere, 08.12.2001

Abfahrt in Val d'Isere von schwerem Unfall überschattet.
Stephan Eberharter siegt bei Abfahrts Weltcupauftakt

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schwer gestürtzt
Silvano Beltrametti

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Doppelsieger in Val d'Isere
Stephan Eberharter

Die 1. Weltcupabfahrt der Saison 2001/02 wurde von einem schweren Sturz des Schweizers Silvano Beltrametti überschattet. Beltrametti durchtrennte bei seinem Sturz die Fangzäune und blieb schwer verletzt liegen. Er musste mit einem Helikopter abtransportiert werden. Über seinen Gesundheitszustand liegen uns zur Zeit noch keine genaueren Informationen vor. Die Freude des Siegers, Stephan Eberharter hielt sich in Grenzen. Eberharter war im Gedanken bei seinem Abfahrtskollegen Beltrametti. Rang zwei konnte sich überraschend der Italiener Kurt Sulzenbacher vor Michael Walchhofer aus Österreich sichern.
Stefan Stankalla kam mit einem Rückstand von 3,86 Sekunden ins Ziel.

Val d'Isere, 08.12.2001

Silvano Beltrametti gelähmt

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Was alle befürchtet hatten jedoch niemand wahrhaben wollte ist eingetreten. Wie eine Computertomographie in einer Grenobler Klinik ergab zog sich der 22jährige Schweizer bei seinem schweren Sturz in Val d'Isere einen Wirbelbruch zu und ist ab dem siebten Rückenwirbel abwärts gelähmt.


 



 

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