KOMBINATION DER HERREN IN VAL'D ISERE
SONNTAG, 11.12.2005 - Start - ABFAHRT: 10.15 Uhr
SONNTAG, 11.12.2005 - Start - SLALOM: 13.15 Uhr

Defago disqualifiziert -
Walchhofer nun Sieger der Super-Kombination

Der Schweizer Didier Defago wurde nach seinem Sieg in der Super-Kombination in Val d'Isere nachträglich disqualifiziert. Der neue Sieger heißt somit Michael Walchhofer. Paukenschlag nach der Super-Kombi in Val/Isere! Sieger Didier Defago wurde nach dem Rennen disqualifiziert, da die Bindungsplatte zu hoch war. Die maximal erlaubte Höhe liegt bei 55 Millimeter, der Wert des Schweizers lag zwischen 0,4 und 0,2 mm darüber. Eine Disqualifikation gab's schon einmal in Val d'Isere - 1997 verlor Maier einen Sieg im Riesenslalom weil er den Ski zu früh abgeschnallt hat. Diesmal profitiert der ÖSV. Defago war nach der Bekanntgabe sehr enttäuscht. Damit feiern die Österreicher am "Grünen Tisch" einen Doppelsieg. Michael Walchhofer gewinnt den Bewerb vor Rainer Schönfelder. Bode Miller (USA) rutscht als Dritter auf das Podest.

Defago gewinnt Super-Kombination

Ein Weltcupsieg für die Schweiz ist das Ergebnis der Superkombination von Val d`Isere. Didier Defago siegt mit einer Gesamtzeit von 2:42,96. "Ich habs gefühlsmäßig vor allem im Mittelteil super gehabt. Es war nicht einfach - nach der Abfahrt war ich sehr zufrieden. Ich hab mir gedacht, ein Platz unter den ersten sechs wäre super." Als 4. nach der Abfahrt, kann der Schweizer mit einer guten Leistung im Slalom endlich wieder einen Sieg für die Herren ins Land der leidgeprüften Skination Schweiz holen. Der Rest des Treppchens gehört den Österreichern. 2. wird der Sieger der gestrigen Abfahrt Michael Walchhofer (+0,19), der nach der Abfahrt noch auf Rang 5 lag. Auf den 3. Platz kann sich Rainer Schönfelder mit Slalombestzeit (52,30) vorschieben (gesamt +0,36), der nach der Abfahrt gar nur Platz 22 belegte. Platz 4 bis 6 belegen schließlich die Superkombinations Topfavoriten. Bode Miller (USA +0,60) als 4., Kjetil Andre Aamodt (NOR +0,67) als 5. und Benjamin Raich (AUT +0,80) als 6., die alle drei mit größeren oder kleineren Fehlern im Slalom eine Podestplatz vergeben. 7. wird Silvan Zurbriggen (SUI +0,81), 8. Aksel Lund Svindal (NOR +0,91), 9. Peter Fill (ITA 1,46) und 10 Ivica Kostelic (CRO +1,64). Der DSV-Läufer Johannes Stehle beendet das Rennen auf Platz 36 (+9,64), Stephan Keppler scheidet im Slalom aus. Auch die heutige Superkombination hat wieder gezeigt, dass ein Sieg in der Superkombination nur über den Slalom führt. Im Gegensatz zur klassischen Kombination mit zwei Slalomläufen sind die Chancen für die Abfahrer jedoch deutlich gestiegen. Weiter geht es schon morgen Abend mit einem Nachtslalom im italienischen Madonna di Campiglio.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Pos. Startnr. Nation Läufer/in 1. DG 2. DG Gesamt
1 22 SUI Didier Defago 1:49.25 0:53.71 2:42.96
2 30 AUT Michael Walchhofer +0.15 +0.04 +0.19
3 31 AUT Rainer Schönfelder +1.77 -1.41 +0.36
4 29 USA Bode Miller +0.55 +0.05 +0.60
5 25 NOR Kjetil Andre Aamodt -0.47 +1.14 +0.67
6 16 AUT Benjamin Raich +0.83 -0.03 +0.80
7 18 SUI Silvan Zurbriggen +1.07 -0.26 +0.81
8 19 NOR Aksel Lund Svindal +2.06 -1.15 +0.91
9 20 ITA Peter Fill +1.51 -0.05 +1.46
10 59 CRO Ivica Kostelic +2.51 -0.87 +1.64
11 53 USA Ted Ligety +3.51 -1.27 +2.24
12 23 AUT Christoph Gruber +0.72 +1.85 +2.57
13 46 SLO Andrej Sporn +2.49 +0.10 +2.59
14 38 SWE Hans Olsson +1.84 +0.85 +2.69
15 48 AUT Mario Matt +2.46 +0.25 +2.71
16 8 CAN John Kucera +1.50 +1.46 +2.96
17 32 SUI Daniel Albrecht +3.31 -0.09 +3.22
18 10 ITA Patrick Staudacher +1.08 +2.16 +3.24
19 54 FRA Jean-Baptiste Grange +5.09 -1.58 +3.51
20 40 FRA Adrien Theaux +3.59 +0.60 +4.19
21 49 CZE Ondrej Bank +3.97 +0.30 +4.27
22 7 USA Scott MacCartney +0.52 +3.93 +4.45
23 6 ITA Werner Heel +1.46 +3.08 +4.54
24 47 AND Alex Antor +4.44 +0.30 +4.74
25 51 CRO Natko Zrncic-Dim +2.51 +2.31 +4.82
26 5 ITA Stefan Johann Thanei +1.81 +3.14 +4.95
27 55 FRA Jean-Pierre Vidal +5.52 -0.43 +5.09
28 1 AUT Matthias Lanzinger +2.15 +3.02 +5.17
29 52 ITA Luca Senoner +4.43 +0.87 +5.30
30 37 FRA Guillermo Fayed +2.27 +3.26 +5.53
31 21 SUI Ambrosi Hoffmann +0.95 +4.70 +5.65
32 3 SLO Rok Perko +1.78 +4.12 +5.90
33 50 ARG Cristian Simari Birkner +5.92 +0.94 +6.86
34 60 RUS Alexandr Horoshilov +4.79 +2.33 +7.12
35 57 POL Michal Kalwa +5.60 +3.59 +9.19
36 41 GER Johannes Stehle +3.47 +6.17 +9.64
37 4 AUS AJ Bear +1.81 +10.49 +12.30
38 61 UKR Nikolay Skriabin +6.16 +7.79 +13.95
39 24 CAN Erik Guay -0.53 +25.94 +25.41


 

 

Nach der Abfahrt führt Erik Guay in der Superkombination von Val d´Isere

Der Kanadier Erik Guay fährt Bestzeit in der Abfahrt zur Superkombination. An seine Zeit von 1:48,72 kommen auch die arrivierten Abfahrer nicht heran. Kjetil Andre Aamodt (NOR +0,04) ist sein erster Verfolger auf Platz 2., Bruno Kernen (SUI +0,38) liegt in der Zwischenwertung auf dem 3. Rang vor seinem Teamkollegen Didier Defago (SUI +,53) an 4. Stelle. Etwas enttäuschend für die Österreicher kommt dann erst Michael Walchhofer (AUT +0,68), der sich sicher einen besseren Platz als den 5. und einen größeren Zeitvorsprung auf die Slalomspezialisten erhofft hatte. Scott McCartney (USA +1,05) und Bode Miller (USA +1,08) belegen die Plätze 6 und 7. Danach folgen auf den Rängen 8 und 9 die Österreicher Christoph Gruber (+1,25) und einer der Favoriten der Superkombination Benjamin Raich (+1,36). Die besten 10 werden durch den Amerikaner Steven Nyman (+1,45) vervollständigt. Aus dem deutschen Team waren Johannes Stehle (+4,00) als 47. und Stephan Keppler als 50. (+4,19) im Ziel. Die Ausgangsposition für den Slalom sieht daher so aus: Favorit scheint Bode Miller zu sein, aber Benni Raich ist in der Abfahrt nur 25/100 hinter dem Amerikaner. Natürlich darf man den „norwegischen Elch“ Kjetil Andre Aamodt nicht vergessen, der sich mit seinem 2. Platz bei der Abfahrt eine tolle Ausgangsposition geschaffen hat. Michael Walchhofer wird es schwer haben, weil er sich nicht genug Vorsprung herausfahren konnte und bei Rainer Schönfelder ist fraglich wie viel Rückstand er im Slalom wirklich aufholen kann. Er liegt 1,22 Sekunden hinter Bode Miller.

Pos. Startnr. Nation Läufer/in Zeit
1 24 CAN Erik Guay 1:48.72
2 25 NOR Kjetil Andre Aamodt +0.04
3 26 SUI Bruno Kernen +0.38
4 22 SUI Didier Defago +0.53
5 30 AUT Michael Walchhofer +0.68
6 7 USA Scott MacCartney +1.05
7 29 USA Bode Miller +1.08
8 23 AUT Christoph Gruber +1.25
9 16 AUT Benjamin Raich +1.36
10 11 USA Steven Nyman +1.45
11 13 CAN Francois Bourque +1.46
12 28 USA Daron Rahlves +1.47
13 21 SUI Ambrosi Hoffmann +1.48
14 17 AUT Andreas Schifferer +1.54
15 18 SUI Silvan Zurbriggen +1.60
16 10 ITA Patrick Staudacher +1.61
17 27 AUT Hermann Maier +1.78
18 6 ITA Werner Heel +1.99
19 8 CAN John Kucera +2.03
20 20 ITA Peter Fill +2.04
21 15 SWE Patrick Järbyn +2.12
22 45 FRA Pierre Paquin +2.28
23 31 AUT Rainer Schönfelder +2.30
24 3 SLO Rok Perko +2.31
25 4 AUS AJ Bear +2.34
  5 ITA Stefan Johann Thanei +2.34
27 38 SWE Hans Olsson +2.37
28 43 SLO Alek Glebov +2.54
29 19 NOR Aksel Lund Svindal +2.59
30 1 AUT Matthias Lanzinger +2.68
31 9 AUT Thomas Graggaber +2.78
32 37 FRA Guillermo Fayed +2.80
33 2 SLO Andrej Jerman +2.87
34 48 AUT Mario Matt +2.99
35 46 SLO Andrej Sporn +3.02
36 51 CRO Natko Zrncic-Dim +3.04
  59 CRO Ivica Kostelic +3.04
38 12 CAN Jeff Hume +3.14
39 36 FRA Pierrick Bourgeat +3.25
40 44 NOR Ole Magnus Kulbeck +3.37
41 39 NOR Lars Myhre +3.43
42 58 AUT Kurt Engl +3.52
43 33 AUT Christoph Alster +3.55
44 56 SUI Marc Berthod +3.62
45 34 AUS Craig Branch +3.72
46 32 SUI Daniel Albrecht +3.84
47 41 GER Johannes Stehle +4.00
48 53 USA Ted Ligety +4.04
49 40 FRA Adrien Theaux +4.12
50 35 GER Stephan Keppler +4.19
51 49 CZE Ondrej Bank +4.50
52 42 SLO Josef Strobl +4.64
53 52 ITA Luca Senoner +4.96
54 47 AND Alex Antor +4.97
55 60 RUS Alexandr Horoshilov +5.32
56 54 FRA Jean-Baptiste Grange +5.62
57 55 FRA Jean-Pierre Vidal +6.05
58 57 POL Michal Kalwa +6.13
59 50 ARG Cristian Simari Birkner +6.45
60 61 UKR Nikolay Skriabin +6.69

 

Maier fährt Super-Kombination

Hermann Maier startet etwas überraschend auch in der Super-Kombination von Val d Isere. Hermann Maier wird bei der Super-Kombination am Sonntag in Val d Isere an den Start gehen. Der Salzburger begründet seine Entscheidung, nicht bereits am Samstag aus Hochsavoyen abzureisen, mit "dem relativ leichten Gelände", auf dem der abschließende Torlauf in einem Durchgang ausgetragen wird. Die restlichen ÖSV-Starter: Benni Raich, Michael Walchhofer, Mario Matt, Rainer Schönfelder, Kurt Engl, Matthias Lanzinger, Thomas Graggaber, Christoph Alster, Christoph Gruber, Andreas Schifferer.

Walchhofer im 2. Abfahrtstraining Schnellster

Nach der Absage am Donnerstag konnte am Freitag doch noch für die Weltcup-Abfahrt in Val d'Isere trainiert werden. Österreichs Ski-Herren haben am Freitag das einzige Training für die Weltcup-Abfahrt in Val d'Isere dominiert. Michael Walchhofer erreichte vor Hermann Maier Bestzeit. Auf dem dritten Platz landete der Italiener Kristian Ghedina vor Klaus Kröll. Nach der Absage des ersten Trainings fanden die Läufer am Freitag gute Verhältnisse vor, Maier hofft daher, dass "endlich einmal ein reguläres Rennen stattfindet.“ Mit Zuversicht geht auch Michael Walchhofer in die Abfahrt am Samstag: "Eine Bestzeit ist immer gut und gibt Selbstvertrauen - vor allem nach dem bisherigen Saisonverlauf. Dass die Zeitrückstände für diese Strecke relativ groß sind, gibt mir Hoffnung. Ich werde auf alle Fälle um den Sieg mitfahren", versprach der Salzburger, der laut eigenen Angaben in Übersee nicht ganz ans Limit gegangen ist. "Ich habe mich davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen, die Form passt."

Erstes Training in Val d'Isere abgesagt

Das schlechte Wetter in den Alpen macht den Organisatoren des 50. "Kriteriums des ersten Schnees" in Val d'Isere zu schaffen. Das erste Training für die Weltcup-Abfahrt der Männer am Donnerstag ist aufgrund der Witterung abgesagt worden (Nebel und starker Schneefall). Im WM-Ort von 2009 soll neben der Abfahrt (Samstag) am Sonntag auch noch eine "Super-Kombination" stattfinden, die aus einer verkürzten Abfahrt und einem Slalomlauf besteht. Laut den Vorhersagen soll es erst am Freitagnachmittag zu einer Wetterbesserung kommen. Zumindest ein Training muss stattfinden, damit die Abfahrt über die Bühne gehen kann. Es könnte sein, dass der Zeitlauf erst am Samstag in Szene geht und die Abfahrt auf Sonntag verschoben wird. Für diesen Tag ist aber die Super-Kombi geplant.

Der Blick zurück -
WM KOMBI Saison 2004/05

Raich gewinnt Gold in der Kombination

Der 26-jährige Pitztaler Benjamin Raich beweist Nervenstärke und holt sich mit 3:19,10 verdient die Goldmedaille. 14 Jahre nach seinem Tiroler Landsmann Stephan Eberharter ist er Weltmeister in der Kombination. Im Ziel strahlte der frischgebackene Weltmeister mit den Flutlichtscheinwerfern um die Wette, die Goldmedaille erhält er erst am Samstag Abend. "Super! Es war ein Riesenziel von mir und beweist, dass wir gut gearbeitet haben! Ich habe jetzt schon sehr lange darauf- hingearbeitet, das ist mittlerweile schon meine 4. WM und ich war eigentlich immer sehr gut drauf, hab immer die Chance gehabt und jetzt hab ich's endlich geschafft!" Wie immer bei Weltmeisterschaften hat auch diesmal Norwegen wieder eine Medaille geholt. Diesmal ist es Aksel Lund Svindal, der 0,91 Sekunden hinter dem Tiroler die Silbermedaille erreicht. Bronze geht an den Italiener Giorgio Rocca (+0,98). Auch der 2. Lauf war geprägt von Windböen. Man hatte fast den Eindruck, dass er einige Läufer den Berg fast wieder hinaufgeschoben hätte. Auf den Plätzen 4 bis 10, die ja bei Weltmeisterschaften keine Bedeutung haben befinden sich: 4. Michael Walchhofer (AUT +1,45), 5. Silvan Zurbriggen (SUI +1,88), Lasse Kjus (NOR +2,24), 7. Daniel Albrecht (SUI +2,27), 8. Pierrick Bourgeat (FRA +2,43), 9. John Kucera (CAN +3,63) und 10. Francois Bourque (CAN +3,80). Auch der Medaillensammler Kjetil - Andre Aamodt (NOR) machte es noch sehr spannend und hätte beinahe seine 13. WM-Medaille erreicht, aber leider machte er einen Torfehler und wurde disqualifiziert. Im 2. Slalomdurchgang schieden Kjetil-Andre Aaamodt (NOR), Peter Fill (ITA), Andrej Sporn (SLO), Ales Gorza (SLO), Hubertus von Hohenlohe (MEX) aus. DSV-Läufer war in dieser Disziplin leider keiner am Start. Mit Benni Raich hat einer der Favoriten gewonnen nachdem sein schärfster Rivale Bode Miller (USA) bereits in der Kombinationsabfahrt einen Ski verlor und nach langer, perfekter Einskitechnik dann doch ausschied. Im Ziel sagte der Amerikaner vor dem zweiten Slalomlauf, dass er sehr enttäuscht sei und versuche diese Enttäuschung bis Samstag zur Spezialabfahrt loszuwerden.
Morgen geht es mit der Kombination der Damen weiter. Die Herren haben noch ein Abfahrtstraining bei dem es leider für die Österreicher Christoph Gruber und Werner Franz auch noch um die Qualifikation geht.

Aus dem Skiweltcup Infopoint: M. Riedler
 


 



 

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