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Michaela Dorfmeister holt Olympiagold
in der Abfahrt

Michaela Dorfmeister hat bei den Olympischen
Winterspielen die Goldmedaille in der alpinen Abfahrt gewonnen. Die
32-Jährige Niederösterreicherin setzte sich auf der Piste "Fraiteve
Olympique" in San Sicario in 1:56,49 Minuten mit 37 Hundertstelsekunden
vor der „Überraschungszweiten“ Martina Schild (Schweiz) und 64
Hundertstelsekunden vor der Schwedin Anja Pärson durch. Die neue
Olympia-Siegerin war nach dem Rennen überglücklich. „Ich kann das noch gar
nicht glauben. Das war immer mein Ziel, das zu erreichen. Das ist ein
Wahnsinn. Ich bin überwältig, wie sich jeder mitfreut. Auf die Anja (Pärson)
und die Lindsey (Kildow) war immer zu warten. Ich habe den Vorsprung
gesehen und habe mir gedacht, das kann nur eine Wahnsinns-Fahrt gewesen
sein. Oben haben die anderen ein wenig eine schnellere Fahrt gehabt, aber
das ist komplett wurscht. Danke an meine Familie, meinen Schatz und alle,
die immer hinter mir gestanden sind. Es ist ein super Tag, auch wenn die
Sonne heute nicht scheint“, sagte Dorfmeister. Pech hatte dagegen ihre
Teamkollegin Renate Götschl, die Edelmetall als Vierte nur um 0,07
Sekunden verpasst. Alex Meissnitzer (1,29) musste sich mit dem 8. Platz
begnügen, Elisabeth Görgl schied nach einem Sturz, zum Glück unverletzt
aus. Die Schweiz hat mit Martina Schild erstmals seit 1988, als Brigitte
Oertli in Calgary ebenfalls Silber gewonnen hatte, wieder eine
Medaillengewinnerin in der Olympia-Abfahrt. Die Grindelwalderin wandelt
damit auf den Spuren ihrer Grossmutter. Hedy Schlunegger war 1948 in St.
Moritz Olympiasiegerin in der Abfahrt geworden. Selbstbewusst hatte
Martina Schild in den Tagen vor dem Rennen verkündet, dass für sie eine
Medaille im Bereich des Möglichen liege. "Geträumt habe ich schon immer
davon, einmal in einem grossen Rennen etwas Grosses erreichen zu können.
Trotzdem kann ich es noch nicht so richtig glauben, dass dieser Traum nun
Wirklichkeit geworden ist." Der 5. Rang von Nadia Styger war das Ergebnis
einer fortlaufenden Steigerung im Vergleich zu den Trainingsvortagen.
Fränzi Aufdenblatten, der im Schweizer Lager neben Martina Schild die
grössten Chancen auf eine Medaille eingeräumt worden waren, vermochte
dagegen die (eigenen) Hoffnungen nicht ganz zu erfüllen. Die Frohnatur aus
Zermatt musste sich mit Rang 12 bescheiden. Die einzige deutsche
Starterin, Petra Haltmayr aus Rettenberg, kam in 1:57,69 Minuten auf den
sechsten Rang. Die Top 10 Rennläuferinnen bei der Olympiaabfahrt der Damen
2006: 1. Michaela Dorfmeister (AUT) 1:56,49. 2. Martina Schild (SUI) 0,37
zurück. 3. Anja Pärson (SWE) 0,64. 4. Renate Götschl (AUT) 0,71. 5. Nadia
Styger (SUI) 1,13. 6. Petra Haltmayr (GER) 1,20. 7. Julia Mancuso (USA)
1,22. 8. Lindsey Kildow (USA) 1,29. 9. Alexandra Meissnitzer (AUT) 1,29.
10. Nadia Fanchini (ITA) 1,35.

Martina Schild - Michaela Dorfmeister - Anja Pärson

Michaela Dorfmeister bei der Bundeshymne zu Tränen gerührt

Martina Schild: Mit der Silbermedaille wurde ein Traum wahr.

Anja Pärson: Es ist gut, im ersten Bewerb bereits eine Medaille zu haben."

Michael Goldmeister hat den Durchblick - Goldige Aussichten

Götschl: "Einer muss ja Vierter werden. Heute bin ich der Josef des
Tages",

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Pos. |
Startnr. |
Nation |
Läufer/in |
Zeit |
|
1 |
23 |
AUT |
Michaela
Dorfmeister |
1:56.49 |
|
2 |
26 |
SUI |
Martina Schild |
+0.37 |
|
3 |
29 |
SWE |
Anja Pärson |
+0.64 |
|
4 |
24 |
AUT |
Renate Götschl |
+0.71 |
|
5 |
20 |
SUI |
Nadia Styger |
+1.13 |
|
6 |
19 |
GER |
Petra Haltmayr |
+1.20 |
|
7 |
28 |
USA |
Julia Mancuso |
+1.22 |
|
8 |
31 |
USA |
Lindsey C. Kildow |
+1.29 |
|
|
11 |
AUT |
Alexandra
Meissnitzer |
+1.29 |
|
10 |
22 |
ITA |
Nadia Fanchini |
+1.35 |
|
11 |
14 |
GBR |
Chimene Alcott |
+1.36 |
|
12 |
25 |
SUI |
Fränzi
Aufdenblatten |
+1.47 |
|
13 |
27 |
ITA |
Lucia Recchia |
+1.81 |
|
14 |
3 |
SUI |
Sylviane Berthod |
+1.87 |
|
15 |
1 |
FRA |
Marie
Marchand-Arvier |
+1.90 |
|
16 |
5 |
FRA |
Ingrid Jacquemod |
+1.97 |
|
17 |
18 |
SWE |
Jeanette Hargin |
+2.04 |
|
18 |
15 |
SWE |
Jessica
Lindell-Vikarby |
+2.07 |
|
19 |
16 |
USA |
Stacey J. Cook |
+2.21 |
|
20 |
21 |
CAN |
Emily Brydon |
+2.48 |
|
21 |
13 |
USA |
Kirsten L Clark |
+2.58 |
|
22 |
33 |
SWE |
Nike Bent |
+2.68 |
|
23 |
38 |
ISL |
Dagny
Kristjansdottir |
+2.94 |
|
24 |
30 |
CAN |
Kelly Vanderbeek |
+3.14 |
|
25 |
8 |
SLO |
Petra Robnik |
+3.17 |
|
26 |
4 |
CAN |
Shona Rubens |
+3.81 |
|
27 |
6 |
CAN |
Sherry Lawrence |
+3.98 |
|
28 |
34 |
FRA |
Carole Montillet |
+4.54 |
|
29 |
17 |
ITA |
Elena Fanchini |
+4.57 |
|
30 |
2 |
ESP |
Carolina Ruiz
Castillo |
+4.60 |
|
31 |
35 |
MON |
Alexandra Coletti |
+4.85 |
|
32 |
9 |
ITA |
Daniela Merighetti |
+5.27 |
|
33 |
36 |
RUS |
Olesja Alieva |
+5.57 |
|
34 |
37 |
LIB |
Chrine Njeim |
+6.37 |
|
35 |
39 |
SVK |
Sona Maculova |
+7.14 |
|
36 |
42 |
SVK |
Jana Gantnerova |
+8.11 |
|
37 |
41 |
SVK |
Eva Huckova |
+8.83 |
|
38 |
43 |
ESP |
Andrea Casasnovas |
+10.24 |
|
39 |
44 |
ARG |
Miriam Vazquez |
+10.93 |
|
40 |
45 |
ALG |
Christelle Laura
Nouibi |
+13.19 |
AUSFÄLLE BEI DER OLYMPIA ABFAHRT 2006
|
Startnr. |
Nation |
Läufer/in |
Grund |
|
12 |
AUT |
Elisabeth Görgl |
Sturz |
|
32 |
CRO |
Janica Kostelic |
DNS |
|
10 |
SLO |
Urska Rabic |
Torfehler |
|
7 |
LIE |
Tina Weirather |
Sturz |
|
40 |
ESP |
Leyre Morlans |
Sturz |
|




Kostelic startet nicht in der Abfahrt

Die dreimalige Olympiasiegerin Janica Kostelic (CRO)
hat ihren Startverzicht auf das Abfahrtsrennen am Mittwoch erklärt. Grund
seien Herzrhythmusstörungen, teilte der kroatische Ski-Verband mit.
Probleme dieser Art hatte sie in ihrer Karriere schon einmal. Kostelic
wollte ursprünglich an allen fünf alpinen Ski-Wettbewerben teilzunehmen.
Dagegen ist der Start von Salt-Lake-City-Olympiasiegerin Carole Montillet
gesichert. Die 32-Jährige war am Montag im Training schwer gestürzt und zu
einer Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden.
Traningsbestzeit für Kanadierin
Vanderbeek

Kelly Vanderbeek (CAN) markiert im Abschlusstraining
für die Olympia-Abfahrt der Damen am Mittwoch (12:00 Uhr) in San Sicario
Bestzeit. Die Kanadierin, die es im Weltcup noch nie in die Top 10
geschafft hat, verwies Anja Pärson (SWE) um 0,07 Sekunden auf Rang zwei,
Julia Mancuso (USA) belegt den dritten Rang (0,09). Die Südtirolerin Lucia
Recchia hat den vierten Platz erreicht. Sie wies im Ziel 30 Hundertstel
Sekunden Rückstand auf die Trainingsschnellste auf. In die erste
Startgruppe haben sich auch Nadia und Elena Fanchini gekämpft, die beim
Training einen neunten und sechzehnten Platz erreicht haben. Den vierten
Startplatz im Abfahrtsteam der „Azzurre“ hat sich Daniela Merighetti (23.)
gesichert. Von den Favoritinnen hatten nur Renate Götschl und Michaela
Dorfmeister kurz vor dem Ziel auf die "Bremse" getreten. Bei der letzten
Zwischenzeit lag Götschl auf Platz 2, ihr Bremsschwung liess sie in den 7.
Rang abrutschen. Michaela Dorfmeister rutschte durch ihren Bremser von
Rang 6 auf 8. Ihre Teamkolleginnen Elisabeth Görgl (21.) und Alexandra
Meissnitzer (22.) verlieren mehr als zwei Sekunden. Ausser den
Österreicherinnen waren alle der Meinung, dass die Startnummern keine
wesentliche Rolle spielen werden. Die Schweizerinnen Martina Schild, die
Schnellste des Vortages, und Fränzi Aufdenblatten behaupteten sich mit den
Rängen 5 und 6. Nadia Styger belegte Platz 11, Sylviane Berthod kämpfte
sich mit Schmerzen auf Rang 31. Die DSV Fahrerin Petra Haltmayr belegte
wie am Vortag Rang 13. Schwere Stürze gab es zum Glück diesmal nicht. 24
Stunden nach ihrem schweren Sturz im Training ist die amerikanische
Skirennfahrerin Lindsey Kildow aus dem Krankenhaus entlassen worden. "Sie
ist in einem guten Zustand", sagte Hospital-Sprecherin Laura Capponi. Die
21-Jährige war zur Beobachtung im Krankenhaus in Turin geblieben. Die
Mitfavoritin für die Damen-Abfahrt erwägt einen Start in der
Königsdisziplin. Auch Carole Montillet (F) will trotz ihres
Trainingssturzes an den Start gehen.
2. Abfahrtstraining von
schweren Stürzen überschattet

Das zweite Training für die Olympia-Abfahrt der Damen
in San Sicario ist am Montag von mehreren teils schweren Stürzen
überschattet gewesen. Die französische Titelverteidigerin Carole
Montillet-Carles, die US-Mitfavoritin Lindsey C. Kildow und die Kanadierin
Allison Forsyth erwischte es schwer, die Österreicherin Elisabeth Görgl
kam glimpflicher davon. Görgl, die nach ihrem 5.
Platz im Sonntagstraining nach wie vor gute Karten für eine Teilnahme am
Rennen am Mittwoch hat, nahm`s gelassen: „Ich rechne mit gar nichts. Die
Trainer entscheiden, aber ich würde mich natürlich freuen, wenn ich dabei
wäre.“ Die Französin Carole Montillet, die Olympiasiegerin von 2002,
musste mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden. Die Amerikanerin
Lindsey Kildow, die in diesem Winter schon Abfahrten in Lake Louise und in
Val d'Isère gewonnen hat, wurde mit dem Helikopter ins Spital geflogen.
Die schnellste Zeit beim zweiten Abfahrtstraining erzielte die Schweizerin
Martina Schild, die damit auch das Ticket im Team Swiss für die Abfahrt am
Mittwoch löste. Die zweitplatzierte Österreicherin Renate Götschl, die
allerdings wie ihre unmittelbar hinter ihr klassierten Teamkolleginnen
Alexandra Meissnitzer und Michaela Dorfmeister ihre Karten wie andere
Favoritinnen nicht vollends aufdeckten, distanzierte die Berner
Oberländerin gleich um 76 Hundertstel. «Schade, war das heute nur ein
Training», sagte Martina Schild. Die 24-Jährige aus Grindelwald wird am
Mittwoch erstmals bei einem Grossanlass am Start sein.
Olympia 2006: Dorfmeister beim 1.
Abfahrtstraining Schnellste

Michaela Dorfmeister unterstrich ihre Ambitionen auf
die Goldmedaille bei der Olympia-Abfahrt der Frauen mit einer Bestzeit im
ersten Trainingslauf. Mit einer Zeit von 1:55,68 Minuten lag die
Österreicherin knapp vor der US-Amerikanerin Lindsey Kildow (1:55,72) und
Fränzi Aufdenblatten aus der Schweiz (1:55,73). "Ich habe versucht, gleich
eine saubere Linie zu finden. Die vielen Wellen musst du richtig anfahren,
weil du bei jeder ein bissl Luft bekommst und dir sonst die optimale
Richtung fehlt", sagte die 32 jährige Niederösterreicherin, die als
Abfahrtsweltcup-Siegerin bereits feststeht. Anja Pärson, die bei der
Generalprobe im Vorjahr sowohl Abfahrt als auch Super-G gewonnen hatte,
war am Sonntag starke Vierte. "Die Piste ist wirklich schwieriger
geworden, vor allem die Sprünge sind gewaltig", sagte die Schwedin. Die
ÖSV Läuferin Elisabeth Görgl erreicht die fünftbeste Zeit und dürfte neben
Dorfmeister, Alexandra Meissnitzer und Renate Götschl die Abfahrt
bestreiten. "Ich bin gleich mal g'scheit angeblattelt, damit die Fronten
geklärt sind", zeigte sich Görgl zufrieden. Die 3.058 Meter lange "Olympica
Fraiteve" in San Sicario/Fraiteve präsentierte sich nach dem von den Damen
im Vorjahr geforderten "Umbau" als wellige Marathonstrecke. "Die Abfahrt
ist schon etwas anspruchsvoller geworden, im Vorjahr war es doch eine
reine Autobahn. Es wird interessant", versuchte es auch die
Sechsplatzierte Meissnitzer positiv zu sehen. Auch das Schweizer
Abfahrtsteam der Damen wartete mit einem starken geschlossenen
Trainingsergebnis auf. Neben Fränzi Aufdenblatten, die auf Michaela
Dorfmeister lediglich fünf Hundertstel einbüsste, schafften auch Monika
Dumermuth als Siebte, die nach wie vor von Rückenproblemen geplagte
Sylviane Berthod als Neunte und Martina Schild als Zehnte den Sprung in
die Top Ten. Nadia Styger (19.) ging die erste Übungsfahrt etwas
gemächlicher an. Die Deutsche Petra Haltmayr belegte in 1:57,33 Minuten
Rang 14 und war im Anschluss durchaus optimistisch: "Die Strecke ist
langsamer als gedacht, aber schön zu fahren. Sie gefällt mir." Martina
Ertl-Renz wurde 36., Monika Bergmann-Schmuderer fuhr auf Platz 51. Beide
nutzten das Training als Vorbereitung auf die alpine Kombination am
kommenden Freitag. San Sicario - Erstes Training zur Abfahrt der Frauen
vom Mittwoch: 1. Michaela Dorfmeister (AUT) 1:55,68. 2. Lindsey Kildow
(USA) 0,04 zurück. 3. Fränzi Aufdenblatten (SUI) 0,05. 4. Anja Pärson
(SWE) 0,16. 5. Elisabeth Görgl (AUT) 0,45. 6. Alexandra Meissnitzer (AUT)
0,58. 7. Monika Dumermuth (SUI) 0,72. 8. Lucia Recchia (ITA) 0,99. 9.
Sylviane Berthod (SUI) 1,03.10. Martina Schild (SUI) 1,30.

Der
Blick zurück -
Die Olympiaabfahrt 2002

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