Der Abfahrts-Olympiasieger heißt Antoine Deneriaz

Gold für Antoine Deneriaz ! Der Franzose sorgt für die Top-Sensation! Mit einer Traum-Fahrt deklassiert er den Rest des Feldes und wurde mit einem Vorsprung von 74 Hundertstel Sekunden Abfahrts-Olympiasieger 2006. Der Franzose hatte bisher drei Weltcup-Abfahrten gewonnen Zweimal in Gröden, einmal in Kvitfjell und war im Zielraum überglücklich: „Ich kann das noch gar nicht fassen. Ich hatte in dieser Woche immer ein gutes Gefühl. Ich wusste, dass ich heute sehr gut fahren kann. Ich habe gefightet und alles gegeben. Das ist der schönste Moment meiner Karriere. Es war mein großes Ziel seit ich mich letztes Jahr in Chamonix verletzt habe. Ich wusste, ich muss hart arbeiten, dass ich wieder in diese Form kommen. Man weiß nie, ob man gewinnen kann. Es gab so viele Favoriten heute, Unglaublich.“. Bitter für Michael Walchhofer der bis Startnummer 30 schon wie der Olympiasieger aussah und sich mit der Silbermedaille begnügen musste: „Ich habe sicherlich zunächst ein langes Gesicht gemacht. Aber jetzt freu ich mich schon wieder. Der Druck war riesengroß. Ich hab ihm zum großen Teil standgehalten. Deneriaz hat sicherlich einfach drauf los fahren können. Gratulation, er ist ein verdienter Sieger. Bronze geht in die Schweiz. Bruno Kernen, der auf der gleichen Strecke 1997 den WM-Titel gewonnen hatte, lag 1,02 Sekunden hinter dem Sieger. Für das Schweizer Team endete eine 16 Jahr dauernde Olympia Durststrecke. Die letzten Olympia-Medaillen in der Abfahrt hatten Pirmin Zurbriggen und Peter Müller mit dem Doppelerfolg 1988 in Calgary geholt. Der Norweger Kjetil Andre Aamodt landete auf dem undankbaren 4. Platz. Zu großen Verlierern des Tages wurden die US-Favoriten: Bode Miller und Daron Rahlves mussten ihren Traum vom Gold begraben und landeten auf den Rängen fünf und zehn. Der nach einer Grippe sichtlich noch geschwächte ÖSV-Superstar Hermann Maier (+1,20) landete auf Rang sechs, "Titelverteidiger" Fritz Strobl aus Kärnten (+1,32), Olympiasieger 2002 in Salt Lake City, wurde Achter. Deutsche Rennfahrer waren nicht am Start !

Pos. Startnr. Nation Läufer/in Zeit
1 30 FRA Antoine Deneriaz 1:48.80
2 10 AUT Michael Walchhofer +0.72
3 14 SUI Bruno Kernen +1.02
4 17 NOR Kjetil Andre Aamodt +1.08
5 18 USA Bode Miller +1.13
6 15 AUT Hermann Maier +1.20
7 28 LIE Marco Büchel +1.24
8 4 AUT Fritz Strobl +1.32
9 25 ITA Patrick Staudacher +1.49
10 20 USA Daron Rahlves +1.53
11 22 FRA Pierre-Emmanuel Dalcin +1.55
12 3 SUI Tobias Grünenfelder +1.64
13 29 CAN Manuel Osborne +1.65
14 8 NOR Lasse Kjus +1.84
15 23 USA Scott MacCartney +1.88
16 11 CAN Francois Bourque +1.90
17 13 SUI Ambrosi Hoffmann +1.92
18 6 ITA Kurt Sulzenbacher +2.04
19 27 USA Steven Nyman +2.08
  19 ITA Peter Fill +2.08
21 26 NOR Aksel Lund Svindal +2.10
22 21 AUT Klaus Kröll +2.11
23 12 ITA Kristian Ghedina +2.18
24 16 FRA Yannick Bertrand +2.57
25 2 GBR Finlay Mickel +2.68
26 24 SUI Didier Defago +2.71
27 7 CAN John Kucera +2.75
28 32 SLO Andrej Jerman +2.90
29 9 NOR Bjarne Solbakken +2.92
30 38 RUS Pavel Chestakov +3.13
31 34 SLO Andrej Sporn +3.37
32 1 AUS Craig Branch +3.75
33 31 SWE Patrick Järbyn +4.07
34 39 CZE Petr Zahrobsky +4.10
35 35 LIE Claudio Sprecher +4.54
36 36 CZE Borek Zakouril +5.27
37 33 GBR Roger Cruickshank +5.85
38 37 AND Alex Antor +6.21
39 41 RUS Konstantin Sats +6.23
40 40 CHI Maui Gayme +7.30
41 45 BRA Nikolai Hentsch +7.78

Olympia 2006: Deneriaz gewinnt Olympia unwürdiges Abschlusstraining!

Antoine Deneriaz hat im sportlich wertlosen Abschlusstraining für die Olympia-Abfahrt in Sestriere die schnellste Zeit erzielt. Der Franzose lag auf der Kandahar Banchetta vor dem Kanadier Manuel Osborne-Paradis und dem Liechtensteiner Marco Büchel. Die ÖSV-Herren präsentierten sich stark, bremsten sich jedoch, wie alle Favoriten, vor dem Ziel massiv ein. Laut Platzierung bester war Klaus Kröll unter den Top 10. Hermann Maier hatte 0,91 Rückstand, Michael Walchhofer 1,47 und Fritz Strobl 1,92. Ebenfalls in Top-Form präsentierten sich die US-Boys Bode Miller und Daron Rahlves.

Olympia 2006: Kröll Schnellster beim 2. Abfahrtstraining

Das zweite Training zur Olympia-Abfahrt der Herren steht ganz im Zeichen der Österreicher. Klaus Kröll qualifiziert sich mit der Bestzeit von 1:49,75 Minuten als vierter und letzter ÖSV-Läufer für das Highlight am Sonntag. Damit setzt sich der Steirer klar gegen Mitkonkurrenten Andreas Buder, der über eine Sekunde hinter seinem Zimmerkollegen auf Rang neun ins Ziel kommt, durch. Für den Öblarner war die souverän geschaffte Qualifikation eine echte Genugtuung, denn in bisher zwei ÖSV-Ausscheidungen (Olympische Spiele 2002 und WM 2003) war Kröll ebenso oft auf der Strecke geblieben. "Das war keine knappe Entscheidung. Ich habe gezeigt, dass ich mir den Startplatz verdiene und dass ich die Strecke gut im Griff habe. Nach dem Pech bei den letzten Großereignissen ist die Erleichterung jetzt groß", freute sich der werdende Vater. Hermann Maier, Michael Walchhofer und Fritz Strobl stand zuvor schon als ÖSV Starter fest. Kröll lag beim 2. Abfahrtstraining 0,36 Sekunden vor seinem Teamkollegen Fritz Strobl, der 2002 in Salt Lake City Olympiasieger geworden war. Der Schweizer Bruno Kernen belegte 0,36 Sekunden zurück Platz drei. Tobias Grünenfelder hat sich in der internen Schweizer Ausscheidung um den vierten Startplatz in der Olympia-Abfahrt vom Sonntag überraschend um 45 Hundertstel gegen Didier Cuche durchgesetzt. Das Duell zwischen Grünenfelder und Cuche wickelte sich auf tiefem Niveau ab. Der Glarner belegte mit einem Rückstand von 1,84 Sekunden auf den Trainingsschnellsten Klaus Kröll lediglich den 20. Rang, Cuche wurde gar nur 25. Auch Didier Défago (14.) und Ambrosi Hoffmann (24.) kamen nicht auf Touren, so dass Bruno Kernen als einziger im Schweizer Team mit dem Freitag-Training zufrieden sein durfte: "Da und dort hätte ich noch etwas schneller sein können, aber ich befinde mich im Fahrplan." Daron Rahlves, der Trainingsschnellste des Donnerstags schonte seine Kräfte, und wird erst wieder am Samstag das Abschlusstraining bestreiten. Die Top 10 Rennfahrer beim 2. Olympia Abfahrtstraining in Sestriere: 1. Klaus Kröll (Ö) 1:49,75. 2. Fritz Strobl (Ö) 0,36 zurück. 3. Bruno Kernen (Sz) 0,38. 4. Kjetil Andre Aamodt (No) 0,77. 5. Antoine Dénériaz (Fr) 0,79. 6. Marco Büchel (Lie) 0,82. 7. Bode Miller (USA) 0,97. 8. Peter Fill (It) 1,07. 9. Andreas Buder (Ö) 1,08. 10. Kristian Ghedina (It) 1,09.

Olympia 2006: Rahlves im Abfahrtstraining vorn

Der amerikanische Skirennläufer Daron Rahlves hat das erste Training zur olympischen Abfahrt dominiert. "Ich möchte hier den Konkurrenten in den Hintern treten", hatte Rahlves am Dienstag nach seiner Ankunft in Italien mit breitem Grinsen verkündet. Das gelang dem Amerikaner bereits zum Auftakt. "Wenn man mehr als eine Sekunde Vorsprung hat, dann kann man wohl behaupten, dass man diesen Berg mag. Es ist eine sehr aktive Abfahrt", berichtete Rahlves, der seit Garmisch mit einer hartnäckigen Verkühlung zu kämpfen hat. Der 32-jährige Kalifornier fuhr auf der "Kandahar Banchetta" in 1:49,46 Minuten die beste Zeit und lag damit deutlich vor zwei weiteren Gold-Anwärtern. Kitzbühel Sieger Michael Walchhofer aus Österreich hatte bei Sonnenschein und leichtem Wind bereits 1,21 Sekunden Rückstand. Auf Rang drei folgte sein Landsmann Hermann Maier (1:50,73). Maier hat sich von seiner Grippe scheinbar erholt. "Es ist leider noch nicht wirklich besser, aber es geht schon. Schnell runterfahren hilft", meinte der Flachauer, der die Strecke als "eh ganz lieb" und seine Fahrt als "eh ganz nett" bezeichnete. Dahinter machte Klaus Kroell als Trainingsvierter einen großen Schritt in Richtung Olympiastartplatz, da Andreas Buder und Hannes Reichelt nicht überzeugen konnten. Titelverteidiger Fritz Strobl, der als erster Läufer der Geschichte einen olympischen Abfahrtssieg erfolgreich verteidigen könnte, wurde mit 1,66 Sekunden Rückstand Siebenter. "Da hat einer gezeigt, was er will", bemerkte Marco Büchel, der als Bester der Trainingsgruppe Schweiz-Liechtenstein auf den 9. Rang kam - aber ebenfalls schon mit 1,81 Sekunden Rückstand. Didier Cuche belegte als bester Schweizer Rang 11. Die fix gesetzten Didier Défago, Ambrosi Hoffmann und Bruno Kernen belegten die Ränge 17 bis 20. "Ich absolvierte eine bessere Besichtigungsfahrt", relativierte Bruno Kernen, der auf dieser Strecke 1997 Weltmeister geworden war, der gewaltigen Rückstand (3,06 Sekunden). Er sei deswegen weder geschockt noch beunruhigt. "Das ist eine Parallele zu 1997. Damals lagen wir im ersten Training noch weiter zurück und hielten am Abend eine Krisensitzung ab." Aus dieser Optik kann dieser missglückte Auftakt durchaus als gutes Omen für das Schweizer Team betrachtet werden. Bode Miller wurde 16. Die Entscheidung in der alpinen Königsdisziplin fällt am Sonntag um 12.00 Uhr. Deutsche Abfahrer sind auf der Piste "Kandahar Banchetta" nicht am Start. Die Top 10 Rennfahrer beim 1. Olympia Abfahrtstraining in Sestriere: 1. Daron Rahlves (USA) 1:49,46. 2. Michael Walchhofer (AUT) 1,21. 3. Hermann Maier (AUT) 1,27. 4. Klaus Kröll (AUT) 1,39. 5. Antoine Dénériaz (FRA) 1,53. 6. Pierre-Emmanuel Dalcin (FRA) 1,54. 7. Fritz Strobl (AUT) 1,66. 8. Aksel Lund Svindal (NOR) 1,75. 9. Marco Büchel (LIE) 1,82. 10. Kurt Sulzenbacher (ITA) 2,21.

Der Blick zurück - 
Die Olympiaabfahrt 2002

Salt Lake City, 10.02.2002

Fritz Strobl holt Abfahrts Goldmedaille
Eberharter auch von Lasse Kjus geschlagen

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493.jpg (722 Byte) Fritz Strobl  - GOLDMEDAILLE

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bei der Abfahrt in Snowbasin

Der König der SkiWeltcupsaison 2001/02 Stephan Eberharter konnte sich seinen großen Traum von der Goldmedaille bei der Abfahrt in Snowbasin nicht erfüllen. Zerstört wurde sein Traum vom freudestrahlende Gewinner Fritz Strobl (AUT). Die Silbermedaille sicherte sich der Norweger Lasse Kjus der mit einem Rückstand von 22 Hundertstel Sekunden ins Ziel kam. Damit blieb für Stephan Eberharter nur Rang drei und die Bronzemedaille. Auf den Rängen 4 bis 8 folgen: Kjetil-Andre Aamodt (NOR), Claude Cretier (FRA), Christian Greber (AUT), Fredrik Nyberg (SWE) und Ambrosi Hoffmann (SUI). Max Rauffer kam mit einem Rückstand von 3,39 Sekunden ins Ziel und mußte sich mit Rang 34 begnügen.
 

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494.jpg (851 Byte)     Lasse Kjus - SILBER

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493.jpg (722 Byte) Stephan Eberharter - Bronze


 



 

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