Gruber gewinnt Super G in Garmisch Partenkirchen

Christoph Gruber gewinnt mit einem Vorsprung von 82 Hundertstel Sekunden den Super-G von Garmisch-Partenkirchen. Wie schon 2002 bei Olympia in Salt Lake City, 2003 bei der WM in St. Moritz und 2005 bei der WM in Bormio springt Christoph Gruber in Garmisch noch auf den Olympia-Zug auf. Zweiter wurde überraschend der US Amerikaner Scott Macartney der mit der Nummer 1 ins Rennen ging: "Die niedrige Startnummer hat mir sicher sehr geholfen. Ich kann es fast noch nicht fassen, dass ich wirklich Zweiter bin. Ich fühle mich sensationell und habe für Olympia viel Selbstvertrauen." Als Dritter schaffte Kjetil-Andre Aamodt aus Norwegen den Sprung auf das Podest. Der Norweger ist reif für eine Eintragung ins "Guiness-Buch der Weltrekorde": Als erster Fahrer der Weltcup-Geschichte bringt er es auf 438. Starts. Für Garmisch-Abfahrtssieger Hermann Maier reicht es bei seinem 200. Weltcup-Einsatz für den vierten Platz (0,88). Michael Walchhofer (5.), Hannes Reichelt (9.) und Andreas Schifferer (10.) machen die gute ÖSV-Teamleistung komplett. Im Schweizer Team fehlten Bruno Kernen (7.) und Didier Défago (8.) 15 beziehungsweise 16 Hundertstel zu Rang 3. Neben den beiden vermochten die weiteren Schweizer Trümpfe nicht zu überzeugen. Didier Cuche, der auf der Kandahar-Piste im Super-G schon zweimal Zweiter und einmal Dritter war, musste sich mit Platz 19 zufrieden geben. Ambrosi Hoffmann, in Val Gardena Dritter und in drei der vier voran gegangenen Super-G jeweils der beste Schweizer, ist sogar nur an 22. Stelle zu finden, unmittelbar vor Tobias Grünenfelder. Für den DSV konnte sich Andreas Ertl (SC Lenggries) mit Startnummer 53 in dieser Saison erstmals Weltcuppunkte sichern. Im Endklassement landete der 30-Jährige auf dem 25. Rang. Die Top 10 Rennläufer beim Super G der Herren in Garmisch Partenkirchen: 1. Christoph Gruber (AUT) 1:26,52. 2. Scott Macartney (USA) 0,82 zurück. 3. Kjetil André Aamodt (NOR) 0,85. 4. Hermann Maier (AUT) 0,88. 5. Lasse Kjus (NOR) 0,89. 6. Michael Walchhofer (AUT) 0,98. 7. Bruno Kernen (SUI) 1,00. 8. Didier Défago (SUI) 1,01. 9. Hannes Reichelt (AUT) 1,03. 10. Andreas Schifferer (AUT) 1,04.

Pos. Startnr. Nation Läufer/in Zeit
1 13 AUT Christoph Gruber 1:26.52
2 1 USA Scott MacCartney +0.82
3 21 NOR Kjetil Andre Aamodt +0.85
4 30 AUT Hermann Maier +0.88
5 7 NOR Lasse Kjus +0.89
6 25 AUT Michael Walchhofer +0.98
7 15 SUI Bruno Kernen +1.00
8 22 SUI Didier Defago +1.01
9 24 AUT Hannes Reichelt +1.03
10 14 AUT Andreas Schifferer +1.04
11 16 CAN Francois Bourque +1.05
12 3 AUT Klaus Kröll +1.09
13 12 AUT Matthias Lanzinger +1.13
  29 USA Daron Rahlves +1.13
15 20 AUT Stephan Görgl +1.17
16 2 FRA Antoine Deneriaz +1.18
17 18 AUT Fritz Strobl +1.20
18 26 AUT Benjamin Raich +1.69
19 9 SUI Didier Cuche +1.76
20 28 NOR Aksel Lund Svindal +1.78
21 17 ITA Peter Fill +1.94
22 23 SUI Ambrosi Hoffmann +2.05
23 11 SUI Tobias Grünenfelder +2.13
24 41 ITA Michael Gufler +2.18
25 53 GER Andreas Ertl +2.20
26 32 ITA Walter Girardi +2.33
27 10 SWE Patrick Järbyn +2.37
28 4 ITA Alessandro Fattori +2.46
29 6 SUI Konrad Hari +2.47
30 40 FRA Pierre-Emmanuel Dalcin +2.50
31 5 NOR Bjarne Solbakken +2.56
32 36 ITA Werner Heel +2.77
33 39 FRA Yannick Bertrand +2.82
34 64 FRA Gauthier De Tessieres +2.93
35 43 ITA Roland Fischnaller +2.98
36 47 ITA Stefan Johann Thanei +3.22
37 31 ITA Massimiliano Blardone +3.35
38 49 FRA Sebastien Fournier-Bidoz +3.36
39 55 USA Steven Nyman +3.56
40 33 USA Justin Johnson +3.74
41 38 CAN Jan Hudec +3.75
42 54 CAN Manuel Osborne +3.89
43 42 GER Stephan Keppler +3.98
44 63 SLO Alek Glebov +4.15
45 59 FRA Adrien Theaux +4.20
46 50 ITA Kurt Sulzenbacher +4.73
47 57 GER Johannes Stehle +4.79
48 45 GER Felix Neureuther +4.81
49 65 RUS Alexandr Horoshilov +4.96
50 44 LIE Claudio Sprecher +5.05
51 46 SUI Silvan Zurbriggen +5.08
52 60 SWE Hans Olsson +5.90
53 66 ??? Andrei Drygin +9.64

AUSFÄLLE BEIM SUPER G DER HERREN IN GARMISCH

Startnr. Nation Läufer/in Grund
61 USA Marco Sullivan Sturz
8 ITA Patrick Staudacher Sturz
19 LIE Marco Büchel Torfehler
58 AUS AJ Bear Torfehler
51 SUI Daniel Albrecht Torfehler
37 CZE Petr Zahrobsky Sturz
27 CAN Erik Guay DNS
48 GBR Finlay Mickel Torfehler
34 SUI Jürg Grünenfelder Torfehler
62 DEN Johnny Albertsen Torfehler
56 AUS Craig Branch Sturz
35 CAN John Kucera Torfehler
52 SLO Rok Perko Torfehler

Hermann Maier feiert „200er“

Knapp zehn Jahre nach seinem Weltcup-Debüt am 10. Februar 1996 (Riesentorlauf in Hinterstoder) absolviert Hermann Maier am Sonntag im Super-G von Garmisch-Partenkirchen seinen 200. Weltcup-Einsatz. Die Zwischenbilanz des "Herminators" vor diesem Jubiläum ist eindrucksvoll: In bisher 198 Weltcup-Rennen gewann Maier 52 Mal (26,3 Prozent), fuhr 91 Mal aufs Stockerl (46 Prozent) und landete 143 Mal zumindest in den Top Ten (72,2 Prozent). "Dass das 200. Rennen ausgerechnet ein Super-G in Garmisch ist, macht das Ganze sehr speziell und passend. Noch schöner wäre es aber, wenn es mein 200. Sieg wäre", meinte der 33-Jährige, der in puncto Weltcup-Siege in der Allzeitwertung Nummer zwei hinter Ingemar Stenmark ist (86 Siege) ist. Die Kombination Garmisch und Super-G ist für Maier deswegen so speziell, weil er am 23. Februar 1997 seinen ersten Weltcup-Erfolg gefeiert hatte. "Die Erinnerungen sind noch relativ frisch, so lang ist das gar noch nicht her. Dieser Tag war ein ganz besonderer", so Maier. Und in seiner Paradedisziplin Super-G hält der Salzburger bei mittlerweile 23 Weltcup-Erfolgen.

Der Blick zurück - Saison 2004/05
Déjà-vu für Christoph Gruber - Sieg im Super-G von Garmisch

Wie schon 2001 gewinnt der Tiroler Christoph Gruber (AUT 1.18,18 Sek.) mit dem Hauch von 0,01 Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer Didier Defago und 0,03 Sekunden vor dem überraschend starken Kanadier Francois Bourque. Gruber nutzt einerseits seine gute Startnummer 17 und war der einzige Österreicher, dem der vom österr. Trainer Andi Evers gesetzte Lauf voll entgegen zu kommen schien. Die am Schluss startenden Favoriten Walchhofer, Miller und Maier konnten zum Teil bis zur ersten Zwischenzeit mithalten, verloren aber bis ins Ziel doch noch einige Zehntel. Dies dürfte jedoch nicht nur an den hohen Startnummern und der unruhiger werdenden Piste gelegen haben, sondern auch auf einige Eigenfehler zurückzuführen sein. Miller belegt im Endresultat Platz 4 (+ 0,21 Sek.), Walchhofer Platz 5 (+0,22 Sek.) und Hermann Maier gar "nur" Platz 8 mit 0,36 Sek. Rückstand. Damit führt Maier vor den letzten Rennen im Super-G Weltcup nur noch 9 Punkte vor dem Amerikaner Miller und es wird noch zu einem Herzschlagfinale um die kleine Kristallkugel kommen.

Nach seinen tollen Leistungen von Bormio blieb der deutsche Florian Eckert heute leider etwas hinter den Erwartungen und belegte nur Platz 18.

Die Top Ten des Hundertstel-Krimi von Garmisch nur 0,41 Sekunden getrennt:
1. Christoph Gruber AUT 1.18,18
2. Didier Defago SUI + 0,01
3. Francois Bourque CAN + 0,03
4. Bode Miller USA + 0,21
5. Michael Walchhofer AUT + 0,22
6. Daron Rahlves USA + 0,26
7. Johann Grugger AUT + 0,31
8. Hermann Maier AUT + 0,36
9. Bruno Kernen SUI + 0,38
10. Benjamin Raich AUT +0,41

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger


1. Christoph Gruber

2. Didier Defago

3. Francois Bourque

4. Bode Miller

5. Michael Walchhofer

6. Daron Rahlves

7. Johann Grugger

8. Hermann Maier

Der Blick zurück - SAISON 2003/04
DER SUPER G in Garmisch-Partenkirchen

Mr. Super-G regiert auch in Garmisch -
Maier gewinnt vor Dalcin und Grünenfelder

Eigentlich war es ein Startnummernrennen - zumindest bevor die Startnummern 29 und 30 an den Start gingen. Die Zeit des mit Startnummer 7 gestarteten Franzosen Dalcin, 1:18,16, scheint schon fast als Siegerzeit festzustehen. Doch mit Nummer 29 startet der gestrige Sieger Stephan Eberharter: Zwischenbestzeit in allen Teilabschnitten - aber dann erwischt er viele Schläge, macht einen schwerer Fehler in der letzten Kurve und "verhungert" auf den letzten Metern bis ins Ziel und muß sich am Ende mit Platz 9 zufrieden geben. Dalcin atmet auf. Danach Startnummer 30: Hermann Maier. Bei den Zwischenzeiten eindeutig vor Dalcin, jedoch knapp hinter Eberharter, erwischt er die letzte Kurve im Gegensatz zum Zillertaler ideal und kann 7/100 Vorsprung ins Ziel retten. Der Mister Super-G dominiert "seine" Disziplin also wieder wie vor seinem Unfall und, auch wenn er immer wieder versucht die Erwartungen herunter zu schrauben und nicht müde wird zu betonen, dass es "nur" seine Comebacksaison ist: He IS back! Über einen weiteren Stockerlplatz dürfen sich die Schweizer mit Tobias Grünenfelder (+ 0,37) als Dritten freuen. Dahingter auf den Plätzen: 4. Andreas Schifferer (AUT +0,45), 5. Patrik Järbyn (SWE +0,55), 6. Didier Cuche (SUI +0,58), 7. Stephan Görgl (AUT +0,62), 8. Bruno Kernen (SUI +0,64), 9. Stephan Eberharter (AUT +0,69), 10. Christoph Gruber (AUT +0,74). Für eine Schrecksekunde sorgt Weltcupleader Benjamin Raich: in einer Kurve überdreht er leicht, wird auf einer Welle ausgehoben und schlägt hart mit Kopf und Rücken auf. Erste Diagnose: leichte Gehirnerschütterung. Damit übernimmt nach dem heutigen Rennen Hermann Maier knapp die Weltcupführung vor Benjamin Raich und Stephan Eberharter und nach dem verletzungsbedingten Ausfall des Norwegers Kjus sieht alles nach einem österreichischen Dreikampf aus. Aber dahinter auf Rang 4 lauert noch Bode Miller, den man natürlich nicht vergessen und vor allem niemals unterschätzen darf.

Aus dem Austria Infopoint: C. Egger


Platz 1: Hermann Maier

Platz 2: Pierre-Emmanuel Dalcin

Platz 3: Tobias Grünenfelder

Platz 4: Andreas Schifferer

Platz 5: Patrik Järbyn

Platz 6: Didier Cuche

Platz 7: Stephan Görgl

Platz 8: Bruno Kernen

Der Blick zurück - SAISON 2002/03
DER SUPER G in Garmisch-Partenkirchen
Büchel gewinnt Super G in Garmisch-Partenkirchen !


Platz 1:

Marco Büchel

Der Lichtensteiner Marco Büchel gewinnt den Super G Wettbewerb auf der Kandahar und sicherte sich damit seinen ersten Weltcupsieg in seiner Laufbahn sowie die Führung im SUPER-G-Weltcup. Der Sieger der gestrigen Abfahrt, Stephan Eberharter aus Österreich musste sich heute mit Rang 2 begnügen, könnte sich nach dem Ausfall von Bode Miller (USA) trotzdem als Sieger fühlen. Eberharter baute seinen Vorsprung im Gesamt-Weltcup aus und führt nun mit 185 Punkten vor dem US-Amerikaner ! Erstmals in seiner Laufbahn konnte Tobias Grünenfelder aus der Schweiz mit Platz 3 auf das Podium fahren. Auf den Rängen 4 bis 10 folgten: Fritz Strobl (AUT), Pierre-Emmanuel Dalcin (FRA), Christoph Gruber (AUT), Kjetil Andre Aamodt (NOR), Daron Rahlves (USA), Bruno Kernen (SUI) und Sebastien Fournier (FRA) / Erik Guay (CAN). Als Bester Deutscher Rennläufer konnte sich Stefan Stankalla auf dem 22 Rang platzieren.


Platz 2:

Stefan Eberharter

Platz 3:

Tobias Grünenfelder

Der Blick zurück - SAISON 2001/02
DER SUPER G in Garmisch-Partenkirchen
Garmisch Partenkirchen, 27.01.2002
Eberharter gewinnt abgebrochenen SUPER G in Garmisch
Max Rauffer mit Platz 15 für Olympia qualifiziert

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Nach 37 Rennläufer war Schluss. Ein Föhnsturm brachte Wolken und Regen, somit war eine weitere sichere Durchführung des Rennens nicht mehr gewährleistet. Die Jury entschied, dass die Ergebnisse für den Weltcup gewertet werden, und erklärte Stephan Eberharter zum Sieger des 2. SUPER G von Garmisch. Ebenso, wie bereits am Vortag, ging der 2. Rang an den Schweizer Didier Cuche. Den dritten Platz auf dem "Stockerl" sicherte sich Andreas Schiffer aus Österreich. Auf den Rängen 4 bis 6 folgen, der Vortagessieger Fritz Strobl (AUT), Kjetil-Andre Aamodt (NOR) und der Schwede Fredrik Nyberg. Besonders erfreulich ist der 15. Platz von Max Rauffer der sich somit direkt für die Olympischen Spiele in Salt Lake City qualifizierte.

Garmisch Partenkirchen, 26.01.2002
Fritz Strobl gewinnt SUPER G in Garmisch
Max Rauffer auf Platz 17

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Mit einem Traumlauf zum Sieg
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Fritz Strobl (AUT)

Der Österreicher Fritz Strobl gewinnt mit einem beherzten Lauf den ersten SUPER G von Garmisch-Partenkirchen. Auf dem 2. Platz konnte sich der Schweizer Didier Cuche, mit einem Zeitrückstand von einer ½ Sekunde, vor dem großen Favoriten Stephan Eberharter platzieren. Auf den Rängen 4 bis 6 folgen: Andreas Schifferer (AUT), Didier Defago (SUI) und Kjetil-Andre Aamodt (NOR). Der einzige DSV Starter, Max Rauffer landete auf Platz 17 und verfehlte so knapp (Platz 15) die direkte Olympiaqualifikation.


 
 



 

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