1. Weltcupsieg für Markus Larsson in Aare
Kristallkugel geht an Giorgio Rocca

Der Schwede Markus Larsson sicherte sich mit 2. Laufzeit seinen ersten Weltcupsieg. Als 2. nach dem 1. Lauf griff er trotz sehr schlechter Piste im 2. Durchgang voll an und legte so dem Zwischenführenden Giorgio Rocca eine tolle Zeit vor. Der Slalomweltcupsieger Rocca brachte seinen zweiten Lauf nicht ins Ziel, und so triumphierte Larsson zum ersten Mal im Weltcup. Stephane Tissot (FRA +0,82) stand als 2. und Thomas Grandi (CAN +0,93) als 3. am Siegerpodest. Ivica Kostelic (CRO) fuhr als 4. nur 0,03 Sekunden am Stockerl vorbei. 5. wurde Pierrick Bourgeat (FRA +0,99), dem so schwierige Pistenverhältnisse zu liegen scheinen. Als bester Österreicher klassierte sich der Tiroler Mario Matt (+1,25) an die 6. Stelle. Mit Platz 7 und dem Ausscheiden von Bode Miller sicherte sich Aksel Lund Svindal (NOR +1,63) den 2. Platz in der Weltcupgesamtwertung. Rainer Schönfelder (AUT +1,70) fuhr auf Rang 8, Akira Sasaki (JPN +1,71) auf Rang 9 und Andre Myhrer (SWE +1,94) beschloss die Gruppe der besten 10. Felix Neureuther fuhr im letzten Rennen der Saison auf Rang 12. Ausgeschieden sind im 2. Lauf Bode Miller (USA), Alois Vogl (GER), Manfred Pranger (AUT), Martin Hansson (SWE), Patrick Thaler (ITA) und Michael Janyk (CAN). Mit dem heutigen Rennen wurde die Weltcupsaison der Herren geschlossen, es wird am Sonntag nur noch ein Teambewerb ausgetragen. Die Weltcupsaison 2005/2006 brachte Benjamin Raich (AUT) zum ersten Mal die große Kugel für den Gesamtweltcup und die kleine Kugel im Riesentorlaufweltcup. Die Abfahrtsweltcupwertung entschied Michael Walchhofer (AUT) für sich und den Sieg im Slalomweltcup holte sich wie schon erwähnt der Italiener Giorgio Rocca.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Pos. Startnr. Nation Läufer/in 1. DG 2. DG Gesamt
1 8 SWE Markus Larsson 0:49.34 0:52.01 1:41.35
2 4 FRA Stephane Tissot +0.13 +0.69 +0.82
3 3 CAN Thomas Grandi +0.47 +0.46 +0.93
4 9 CRO Ivica Kostelic +0.95 +0.01 +0.96
5 23 FRA Pierrick Bourgeat +0.78 +0.21 +0.99
6 22 AUT Mario Matt +0.72 +0.53 +1.25
7 10 NOR Aksel Lund Svindal +1.58 +0.05 +1.63
8 12 AUT Rainer Schönfelder +1.15 +0.55 +1.70
9 6 JPN Akira Sasaki +1.27 +0.44 +1.71
10 11 SWE Andre Myhrer +1.14 +0.80 +1.94
11 14 JPN Kentaro Minagawa +1.35 +0.60 +1.95
12 19 GER Felix Neureuther +1.32 +0.66 +1.98
13 24 SWE Johann Brolenius +1.67 +0.59 +2.26
14 17 ITA Peter Fill +1.93 +0.79 +2.72
15 26 SUI Didier Defago +3.22 +0.21 +3.43
16 7 USA Ted Ligety +6.10 -0.48 +5.62
17 5 AUT Reinfried Herbst +0.54 +8.92 +9.46

AUSFÄLLE BEIM WELTCUP SLALOM FINALE IN ARE

13 CAN Michael Janyk Torfehler 2
16 USA Bode Miller Torfehler 2
18 GER Alois Vogl Sturz 2
20 AUT Manfred Pranger Torfehler 2
21 SWE Martin Hansson Torfehler 2
15 ITA Patrick Thaler Sturz 2

Slalomweltcupsieger Giorgio Rocca führt nach dem 1. Lauf in Aare

Giorgio Rocca (ITA), der die Slalomkristallkugel bereits in der Tasche hat, konnte mit einem lockeren Lauf die Zwischenführung im letzten Slalom der Saison übernehmen. Auf der durch den Regen und die warmen Temperaturen in Mitleidenschaft gezogenen Piste, kam keiner an seine Zeit von 48,93 mehr heran. Der Schwede Markus Larsson (+0,41), der mit Startnummer 8 ins Rennen ging, fuhr auf Rang 2. Dahinter klassierten sich Stephane Tissot (FRA +0,54) an der 3. Stelle und Thomas Grandi (CAN +0,88) auf Platz 4. Nach dem Ausfall der österreichischen Nummer 1, Benjamin Raich, der mit Startnummer 1 ins Rennen ging, lagen mit Reinfried Herbst (+0,95) und Mario Matt (+1,13) die zwei besten Österreicher auf Rang 5 bzw. 6. Wie Mario Matt fuhr auch Pierrick Bourgeat (FRA +1,19) mit hoher Startnummer einen tollen Lauf und erreichte Rang 7. Es folgten Ivica Kostelic (CRO +1,36) als 8. und Andre Myhrer (SWE +1,55) als 9. Die Gruppe der besten 10 beschloss Rainer Schönfelder (AUT +1,56). Die beiden DSV-Läufer Alois Vogl (+1,68) und Felix Neureuther (+1,73) liegen an 12. bzw. 14. Stelle. Ausgefallen sind im 1. Lauf Benjamin Raich (AUT), Daniel Albrecht (SUI) und Mikkel Bjoegre (NOR).

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M. Riedler

Pos. Startnr. Nation Läufer/in Zeit
1 2 ITA Giorgio Rocca 0:48.93
2 8 SWE Markus Larsson +0.41
3 4 FRA Stephane Tissot +0.54
4 3 CAN Thomas Grandi +0.88
5 5 AUT Reinfried Herbst +0.95
6 22 AUT Mario Matt +1.13
7 23 FRA Pierrick Bourgeat +1.19
8 9 CRO Ivica Kostelic +1.36
9 11 SWE Andre Myhrer +1.55
10 12 AUT Rainer Schönfelder +1.56
11 16 USA Bode Miller +1.58
12 6 JPN Akira Sasaki +1.68
  18 GER Alois Vogl +1.68
14 19 GER Felix Neureuther +1.73
15 14 JPN Kentaro Minagawa +1.76
16 15 ITA Patrick Thaler +1.94
17 10 NOR Aksel Lund Svindal +1.99
18 20 AUT Manfred Pranger +2.01
19 13 CAN Michael Janyk +2.04
20 24 SWE Johann Brolenius +2.08
21 17 ITA Peter Fill +2.34
22 21 SWE Martin Hansson +2.97
23 26 SUI Didier Defago +3.63
24 7 USA Ted Ligety +6.51

AUSFÄLLE BEIM SLALOM WELTCUPFINALE IN ARE

Startnr. Nation Läufer/in Grund Durchgang
25 SUI Daniel Albrecht Torfehler 1
1 AUT Benjamin Raich Beginn 1
27 NOR Mikkel Bjoerge Ende 1

Rocca holt vorzeitig Slalomweltcup

Über die Art, wie der Slalomweltcup bei den Herren entschieden wurde, will sich niemand so richtig freuen. Weil der Finne Kalle Palander am Samstag (9.00 und 11.30 Uhr, jeweils live in ORF1) beim Weltcup-Finale wegen einer Knieverletzung nicht mehr antritt, steht der Italiener Giorgio Rocca vorzeitig als Disziplinensieger fest. Dem fünffachen Saisonsieger kam kein Lächeln aus, der 30-jährige Carabiniere aus Livigno hätte gerne die Entscheidung auf der Piste gesucht. Palander zog sich die Verletzung am Freitag im Riesentorlauf von Aare zu, laut erster Diagnose dürfte er einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten haben. Rocca hat ein Rennen vor Schluss 52 Punkte Vorsprung auf den Finnen, für alle anderen Konkurrenten war der Führende bereits uneinholbar. Benjamin Raich liegt 85 Punkte hinter Palander an dritter Stelle, der Pitztaler kann mit einem Sieg am Samstag die Saison noch als Zweiter der Slalomwertung beenden. "Ich wollte das Spiel zu Ende spielen. So wollte ich die Kugel nicht gewinnen. Ich werde morgen trotzdem voll fahren und habe nicht vor, zu relaxen", sagt Rocca, der sich an diesem Freitag überhaupt nicht wohl fühlte. "Freitag, der 17., merkwürdig, dass das heute passierte?" In Italien ist für Abergläubische Freitag, der 17., ein kritischer Tag, in Österreich ist es bekanntlich Freitag, der 13. Rocca brachte der Tag Glück, Palander bekam das Pech ab. Aber Rocca weiß, dass er den Weltcup verdient gewonnen hat: "Ich habe fünf Rennsiege, also ist es schon in Ordnung. Ich hatte in den vergangenen zwei Monaten keine leichte Zeit, der Druck der Öffentlichkeit war sehr groß." "Aber ich bin doch nur Rocca und stehe nicht für ganz Italien", sagte der Gewinner von insgesamt elf Weltcup-Rennen, der zum Saisonauftakt mit fünf Erfolgen en suite dominiert hatte, dann aber aus dem Rhythmus kam und auch bei Olympia vor Heimpublikum ausschied.


 



 

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