Mancuso gewinnt Abfahrt von Val d’Isere

Julia Mancuso hat in Val d’Isere ihr erstes Rennen im alpinen Weltcup gewonnen. Die Riesenslalom-Olympiasiegerin aus den USA verwies am Dienstag bei der ersten von zwei Weltcup-Abfahrten im französischen Val d'Isère die Österreicherin Renate Götschl und die Amerikanerin Lindsey Kildow auf die Plätze zwei und drei. "Ich war ziemlich nervös, aber der Lauf war ausgezeichnet", versicherte die 22-Jährige, die sich in der Saisonpause nach ihrem Olympiasieg im Februar in Turin einer Hüftoperation hatte unterziehen müssen. "Ich erhole mich erst langsam davon, aber heute habe ich mich wirklich gut gefühlt", betonte die Kalifornierin, die auch ihrem Ex-Freund Steven Nyman dankte. Dieser hatte am Wochenende in der klassischen Abfahrt von Gröden ebenfalls seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert. "Das hat mich inspiriert", verriet Mancuso. Die beiden, die trotz ihrer Trennung noch immer sehr enge Freunde sind, hatten sich auf Hawaii auch einige Zeit gemeinsam auf die Saison vorbereitet. Als zweitbeste Österreicherin belegte Alexandra Meissnitzer Platz sechs, Andrea Fischbacher wurde Zehnte. Die Abfahrt bleibt damit die einzige Disziplin, in der die ÖSV-Damen in dieser Saison noch nicht gewonnen haben. Aus Schweizer Sicht überraschte die junge Dominique Gisin bei einer kompakten Teamleistung. Gisin fuhr mit Startnummer 41 auf Rang 9 und wurde damit beste Schweizerin. Dahinter taucht das Schweizer Kreuz regelmässig in der Rangliste auf. 11. Casanova, 12. Schild 13. Dumermuth und Berthod, 15. Borghi, 18. Alpiger, 19. Styger. Maria Riesch (Partenkirchen) verfehlte nach einem schweren Fahrfehler mit 2,84 Sekunden Rückstand eine Platzierung unter den ersten 20. Das Rennen war nach einem schweren Sturz von Nadia Fanchini vor den Topläuferinnen für mehr als eine Viertelstunde unterbrochen worden. Die Italienerin, die kurz das Bewusstsein verloren hatte, wurde mit dem Akja abtransportiert. Im Krankenhaus von Moutiers wurde ein zweifacher Bruch des Handgelenks und eine Gehirnerschütterung diagnostiziert. Weitere schwere Verletzungen blieben der 20-Jährigen nach Angaben des italienischen Verbandes aber erspart.


1. Julia Mancuso USA 1:38,93


2. Renate Götschl AUT 1:39,36


3. Lindsey C. Kildow USA 1:39,47


4. Anja Pärson SWE 1:39,58


5. Ingrid Jacquemod FRA 1:40,45


6. Alexandra Meissnitzer AUT 1:40,60


7. Kelly Vanderbeek CAN 1:40,61

  Pos.   Startnr.   Nation   Läufer/in Zeit  
  1   21   USA   Julia Mancuso 1:38.93  
  2   29   AUT   Renate Götschl +0.43  
  3   30   USA   Lindsey C. Kildow +0.54  
  4   28   SWE   Anja Pärson +0.65  
  5   5   FRA   Ingrid Jacquemod +1.52  
  6   27   AUT   Alexandra Meissnitzer +1.67  
  7   9   CAN   Kelly Vanderbeek +1.68  
  8   18   ITA   Lucia Recchia +1.83  
  9   41   SUI   Dominique Gisin +1.97  
  10   16   AUT   Andrea Fischbacher +2.02  
  11   3   SUI   Carmen Casanova +2.09  
  12   12   SUI   Martina Schild +2.17  
  13   1   SUI   Monika Dumermuth +2.19  
      25   SUI   Sylviane Berthod +2.19  
  15   47   MON   Alexandra Coletti +2.22  
      20   AUT   Elisabeth Görgl +2.22  
      8   SUI   Catherine Borghi +2.22  
  18   37   SUI   Ella Alpiger +2.25  
  19   24   SUI   Nadia Styger +2.28  
  20   48   FRA   Marie Marchand-Arvier +2.34  
  21   42   ITA   Wendy Siorpaes +2.38  
  22   33   AUT   Katja Wirth +2.42  
      7   USA   Kirsten L Clark +2.42  
  24   35   CAN   Emily Brydon +2.50  
  25   26   SUI   Fränzi Aufdenblatten +2.58  
  26   17   SWE   Nike Bent +2.71  
  27   11   AUT   Ingrid Rumpfhuber +2.74  
  28   22   GER   Maria Riesch +2.84  
      39   GER   Gina Stechert +2.84  
  30   19   ITA   Elena Fanchini +2.85  
      32   SUI   Rabea Grand +2.85  
  32   2   GBR   Chimene Alcott +2.86  
      13   USA   Stacey J. Cook +2.86  
  34   43   CAN   Sherry Lawrence +2.93  
      55   ESP   Carolina Ruiz Castillo +2.93  
  36   14   AUT   Marlies Schild +3.15  
      15   AUT   Nicole Hosp +3.15  
  38   6   ITA   Daniela Merighetti +3.19  
  39   44   AUT   Kathrin Wilhelm +3.24  
  40   34   FRA   Marion Rolland +3.26  
  41   10   GER   Petra Haltmayr +3.35  
  42   38   SWE   Jeanette Hargin +3.39  
  43   50   ITA   Lucia Mazzotti +3.41  
  44   53   CAN   Britt Janyk +3.46  
  45   51   USA   Resi Stiegler +3.72  
  46   52   SLO   Urska Rabic +3.92  
      4   SWE   Jessica Lindell-Vikarby +3.92  
      56   ITA   Hilary Longhini +3.92  
  49   46   ITA   Johanna Schnarf +3.94  
  50   36   FRA   Clothilde Weyrich +4.00  
  51   45   FRA   Aurelie Revillet +4.09  
  52   49   GER   Stefanie Stemmer +4.17  
  53   57   USA   Kaylin Richardson +4.60  

 
 Ausfälle bei der Abfahrt der Damen in Val d'Isere
 
  Startnr.   Nation   Läufer/in Grund  
  31   CAN   Genevieve Simard DNS  
  40   CAN   Shona Rubens Torfehler  
  23   ITA   Nadia Fanchini Sturz  
  58   ISL   Dagny Kristjansdottir Sturz  
  54   FRA   Anne-Sophie Barthet Sturz  

Übertragungszeiten:

LIVE: Dienstag, 19.12.2006 - 10.15 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup in Val d'Isère (FRA) / Ersatz für St. Moritz (SUI)
Nachgeholter 3. Abfahrtslauf der Damen

LIVE: Dienstag, 19.12.2006 - 10.25 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup in Val d'Isère (FRA) / Ersatz für St. Moritz (SUI)
Nachgeholter 3. Abfahrtslauf der Damen

LIVE: Dienstag, 19.12.2006 - 10.30 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup in Val d'Isère (FRA) / Ersatz für St. Moritz (SUI)
Nachgeholter 3. Abfahrtslauf der Damen




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Das letzte Rennen - Rennen vom Samstag in Lake Louis
Kildow gewinnt 2. Abfahrt von Lake Louise

Die US Amerikanerin Lindsey Kildow raste bei der 2. Abfahrt von Lake Louise zum Sieg und freute sich im Zielraum: „Es ist ein wahnsinniges Gefühl. Ich wollte unbedingt noch schneller fahren als gestern und hatte für heute große Ziele. Ich war sehr nervös - habe mir dann aber vorgenommen, nicht viel nachzudenken und so zu fahren, wie ich es kann." Dies setzte sie in beeindruckender Manier um. Kildow deklassiert den Rest der Weltklasse und gewann die 2. Damen-Abfahrt in Lake Louise souverän. Das US-Girl setzte sich in 1:48,84 Minuten klar vor der Steirerin Renate Götschl (+1,33) und der Schwedin Anja Pärson (1,72) durch. Beide hatten im oberen Teil einen schweren Fehler, die Bestzeit von Kildow hätten sie aber wohl auch ohne Patzer nicht geknackt. Über den zweiten Platz war die 31-Jährige österreichische Speedkönign hocherfreut: "Ich bin sehr glücklich, auf gestern hinauf war das ein schwerer Akt. Gestern bin ich brutal schlecht gefahren, aber heute ist der Ski mit mir gefahren. Der war perfekt. Ich musste schauen, dass ich hinten nachkomme." Mit Kampf, wie sie selbst sagte, rettete die im März am Knie operierte Pärson noch den Stockerlpatz: "Vielleicht hatte ich den großen Fehler oben, weil ich so schnell war. Doch unten habe ich gekämpft und bin so noch Dritte geworden." Die Schweizerin Nadia Styger klassierte sich auf dem vierten Rang und verpaßte somit knapp einen „Stockerlplatz“. Am Schluss fehlten der Schweizerin 1,86 Sekunden auf die Siegerin und 14 Hundertstel zum Podestplatz. Styger, die schon dreimal ein Super-G-Rennen gewinnen konnte, egalisierte mit dem 4. Platz ihr bestes Resultat in dieser Disziplin. Mit Sylviane Berthod (6.) und Fränzi Aufdenblatten (13.) klassierte sich zwei weitere Fahrerinnen aus dem Schweizer Team in den Top 15. Eine Talentprobe lieferte erneut die Österreicherin Andrea Fischbacher ab, die wie am Freitag auf Platz fünf fuhr. Alexandra Meissnitzer rundet als 8. die ausgezeichnete ÖSV-Performance ab. Die DSV Fahrerin Maria Riesch hat einen Tag nach ihrem Überraschungssieg den neunten Platz belegt. Die Partenkirchenerin hatte bei der zweiten Abfahrt nach langer Verletzungspause im Ziel einen Rückstand von 2,39 Sekunden auf die überlegene Siegerin.

Das vorletzte Rennen - Rennen vom Freitag in Lake Louis
Riesch ist zurück - Sieg in der Abfahrt


Platz 1: Riesch - Platz 2: Kildow - Platz 3: N. Fanchini

Maria Riesch hat ein sensationelles Abfahrts-Comeback geschafft und völlig überraschend die erst Weltcupabfahrt der Saison 2006/07 im kanadischen Lake Louise gewonnen. Ein Jahr nach ihrem zweiten Kreuzbandriss lag die 22-jährige Partenkirchenerin in 1:51,31 Minuten 0,43 Sekunden vor ihrer amerikanischen Freundin Lindsey Kildow. Dritte wurde die Italienerin Nadia Fanchini. Mit einem schweren Sturz der mit Startnummer elf ins Rennen gegangenen Schwedin Jessica Lindell-Vikarby fiel dann allerdings der Schatten über die Piste. Die 22-Jährige wurde mit dem Hubschrauber und dem Verdacht auf ein Schleudertrauma oder eine Rückenverletzung abtransportiert. Als es nach rund 20 Minuten weiterging, war die Sonne völlig von den Wolken zugedeckt und die Sicht wurde zunehmend schlechter. Im Ziel wartete zu diesem Zeitpunkt mit Bestzeit die Deutsche Maria Riesch und meinte: "Es ist meine erste richtige Abfahrt seit meiner Verletzung, ich habe alles gut erwischt, aber da kommen noch einige, die genau so schnell sein können". Prinzipiell ja, aber an diesem Tag konnte sie niemand mehr abfangen. Es war erst das vierte Weltcup-Rennen von Maria Riesch nach elfmonatiger Rennpause und der 4. Weltcupsieg ihrer Karriere, ihrem ersten seit Februar 2004 und dem ersten für die deutschen Damen seit Dezember 2004. Beste Österreicherin wurde Andrea Fischbacher als Fünfte, Nicole Hosp belegte Rang acht. Speed-Queen Renate Götschl, im Abschlusstraining die Schnellste, wurde nur 16. Damit ging die Siegesserie der ÖSV-Damen zu Ende, die bisher alle drei Saisonrennen gewonnen hatten (zweimal Marlies Schild/Slalom, einmal Kathrin Zettel/RTL). Als beste Schweizerin klassierte sich die Bündnerin Carmen Casanova, die als Zehnte 1,3 Sekunden auf die 22-jährige Deutsche verlor. Aus Schweizer Sicht völlig zufrieden sein durfte nur noch Monika Dumermuth (11. Rang mit 1,50 Sekunden Rückstand). Unter den Erwartungen schnitten die Teamleaderinnen Sylviane Berthod (13.), Fränzi Aufdenblatten (16.) und Nadia Styger (20.) ab.

Pärson Schnellste bei Abfahrtstraining in Val d’Isere

Die Schwedin Anja Pärson fuhr beim einzigen Training für die Abfahrt der Damen am Mittwoch in Val d’Isere die schnellste Zeit. Ihre Bestzeit wollte die Slalom-Olympiasiegerin nicht überbewerten. «Ich habe nichts riskiert und bin ganz einfach heruntergefahren wie wohl die meisten auch». Aber auch die Österreicherin Renate Götschl ist für die Abfahrten in Val d'Isere bestens gerüstet. Die Steirerin landet mit einem hauchdünnen Rückstand von 8 Hundertstel Sekunden auf Rang zwei. Hinter der zweifachen Saison-Super-G-Siegerin plazierte sich Andrea Fischbacher als zweitbeste Österreicherin auf Rang drei. Elisabeth Görgl als Sechste und Alexandra Meissnitzer auf Platz 10 landeten ebenfalls im Spitzenfeld. Die Vorjahres-Siegerin Lindsey Kildow (USA) hatte sich beim ersten Training noch sehr zurück gehalten und verlor über drei Sekunden auf Pärson. Petra Haltmayr hat sich dagegen in guter Form präsentiert. Die Rettenbergerin fuhr beim die fünftschnellste Zeit. Haltmayr, die in dieser Saison nicht richtig in Schwung kommt und beim Super-G nur Rang 23 belegte, war im Ziel 0,70 Sekunden langsamer als die Schwedin. Schnellste Schweizerinnen waren Nadia Styger als Siebente und Catherine Borghi als Neunte. Besonders Nadia Styger deutete mit ihrer Fahrt an, dass sie den enttäuschenden 18. Rang im Super-G auf der Reiteralm abgehakt hat. «Ich weiss, dass ich mehr kann. Das will ich hier zeigen», gibt sich die Schwyzerin selbstbewusst.

Saison 2005/06- Rennen 2
Lindsey C. Kildow gewinnt Chaosabfahrt in Val d’Isere

Schnee, Wind und immer wieder wechselnde Verhältnisse. Blindfahrten, Stürze, Unterbrechungen – kein Rennen für Skifreunde. Nach der Nummer 48 wurde es dann sogar vorzeitig beendet. Der Wind war zu stark geworden. Am besten kam die US Amerikanerin Lindsey C. Kildow mit den schlechten Vorgaben zurecht. Die 21-Jährige aus Vail konnte in Val d’Isere bereits ihren zweiten Abfahrtssieg in dieser Saison feiern. Rang zwei ging an ihrer Teamkollegin Caroline Lalive. "Ich habe im Restaurant gewartet und versucht, positiv zu bleiben. Es war wirklich schwierig, sich gedanklich nicht mit einem möglichen Abbruch zu beschäftigen." Für Kildows Landsfrau Lalive war der zweite Rang der erste Podestplatz seit 2001. "Vier Jahre sind eine lange Zeit. Es hat Zeiten gegeben, da habe ich mich gefragt, warum ich überhaupt weitermache. Aber dann wartet man auf bessere Tage und heute war so einer", jubelte die Amerikanerin. Über einen hervorragenden 3. Platz konnte sich wieder einmal die Österreicherin Alexandra Meissnitzer freuen. "Es war noch viel Neuschnee in der Piste drin und deshalb sehr schwierig. Außerdem war der Wind bei allen bei weitem nicht gleich", betonte Meissnitzer nach ihrem dritten Podestplatz im Olympia-Winter. "Aber wenn man schaut, wer auf dem Stockerl steht, dann ist das kein Zufall. Der Wind hat aber entschieden, ob man Erste oder Vierte geworden ist." Endlich auch wieder einmal ein Lichtblick im Lager des DSV. Petra Haltmayr (Rettenberg) schaffte mit ihrem 4. Rang die beste deutsche Platzierung und zugleich die Olympiaqualifikation. In der Gesamtwertung führt weiter die Niederösterreicherin Michaela Dorfmeister, die in Frankreich Achte wurde und damit nach vier Podestplatzierungen (Ränge zwei und drei in den Abfahrten in Lake Louise sowie drei/Lake Louise und zwei/Aspen im Super G) en suite ihr schlechtestes Saisonresultat in einem Speed-Rennen zur Kenntnis nehmen musste. „Ich bin froh, dass ich gesund im Ziel bin. Das Rennen hätte man nicht starten dürfen, denn man will ja gleiche Verhältnisse für alle haben", übte Dorfmeister berechtigte Kritik an der Rennleitung. Als beste Schweizerin belegte Fränzi Aufdenblatten Platz 9. Als Zwölfte war auch Catherine Borghi so gut klassiert wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Ein weiteres Topergebnis hatte Nadia Styger vor Augen. Die Siegerin des Super-G in Aspen war bei der ersten Zwischenzeit 22 Hundertstel schneller unterwegs als Lindsey Kildow, fuhr dann aber an einem Tor vorbei. Stellte sich am Ende des Chaosrennen nur noch die Frage, was passiert mit der außergewöhnlichen Siegesprämie – einer Kuh ? "Ich werde sicher kein Barbecue veranstalten. Eigentlich wollte ich sie Maria Riesch anvertrauen, aber ein FIS-Mann will nun für die Kuh sorgen", erklärte die Siegerin.

Der Blick zurück - Saison 2004/05
 

Auch zweite Damenabfahrt in Val d'Isere abgesagt !

Unverrichteter Dinge mussten die Skiweltcup Damen Vald d'Isere Richtung St. Moitz verlassen. Neuschnee und Wind verhinderten auch die Ausführung der zweiten Abfahrt der Damen in Val d'Isere. Wann und wo das heutige Rennen nachgeholt wird steht noch nicht fest.

 

 

 









 

 

 

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