Bode Miller gewinnt auf der Raubvogel Piste

Nach den Doppelsiegen in den Jahren 2004 und 2005 macht Bode Miller heute den Hattrick für das US-Ski-Team bei den Heim-Rennen in Beaver Creek auf der berühmt, berüchtigten Birds of Prey perfekt. Der US Amerikaner Bode Miller gewinnt die 2. Saisonabfahrt der Saison und feiert seinen 20. Weltcuperfolg vor dem Schweizer Didier Cuche (Rückstand +0,15) und seinem Landsmann Steven Nyman (+0,33). "Der Berg passt zu meinem Stil. Es gibt nicht viele Läufer, die hier so aggressiv fahren. Es ist ein ganz besonderer Kurse der viel Überwindung fordert.“ Miller lieferte diese Bestzeit ab, obwohl im Steilhang bei vollem Tempo ein Streckenposten direkt vor ihm ausrutschte und den US Boy sichtlich irritierte. „Ich hab den Streckenposten natürlich gesehen - aber ich habe meinen Fokus behalten und bin weiter gefahren." Rang vier sicherte sich der Südtiroler Peter Fill (0,37) vor dem Abfahrtsweltcupsieger der letzen Saison, Michael Walchhofer aus Österreich der etwas ratlos im Zielraum analysierte: "Für mich persönlich war es nicht schlecht. Gratulieren muss man dem Bode Miller, er ist mit hoher Nummer noch ganz vorne reingefahren. Bei mir liegt es nicht an der Form - es muss einfach mal der Knopf aufgehen." Mario Scheiber wurde Neunter, Hermann Maier musste sich in seinem früheren "Wohnzimmer" mit Rang 23 begnügen. Punkte holten auch Klaus Kröll als 17., Fritz Strobl als 19. und Hans Grugger als 28. Trotzdem war dies bereits die dritte Abfahrt in Folge ohne ÖSV-Fahrer am Podest und mittlerweile auch seit bereits sieben Speed-Bewerben inklusive Olympia sieglos. Das hat es seit über zehn Jahren nicht mehr gegeben. "Ich bin wirklich enttäuscht, weil heute ausgerechnet wir mehr Fehler gemacht haben als die anderen", betonte ÖSV-Herrenchef Toni Giger. Glück hatte Christoph Gruber, der im Schneetreiben bei 120 km/h einen wilden Sturz fast unversehrt überstand. Im Gesamtweltcup führt weiter der Italiener Peter Fill, der mit nunmehr 184 Punkten 30 Zähler vor Cuche und 38 vor Marco Büchel liegt. Der Liechtensteiner, der in der Vorwoche in Lake Louise triumphiert hatte, belegte in Beaver Creek Rang sieben und führt die Abfahrtswertung weiter an. Die Top 10 Rennfahrer bei der 2. Saisonabfahrt in Beever Creek: 1. Bode Miller (USA) 1:46,15, 2. Didier Cuche (SUI) 0,15 zurück, 3. Steven Nyman (USA) 0,33, 4. Peter Fill (ITA) 0,38, 5. Michael Walchhofer (AUT) 0,97, 6. Kurt Sulzenbacher (ITA) 1,03, 7. Marco Büchel (LIE) 1,31, 8. Scott Macartney (USA) 1,32, 9. Mario Scheiber (AUT) 1,38, 10. Marco Sullivan (USA) 1,45.


1. Bode Miller USA 1:46,15


2. Didier Cuche SUI 1:46,30


3. Steven Nyman USA 1:46,48


4. Peter Fill ITA 1:46,53


5. Michael Walchhofer AUT 1:47,12


6. Kurt Sulzenbacher ITA 1:47,18


7. Marco Büchel LIE 1:47,46

  Pos.   Startnr.   Nation   Läufer/in Zeit  
  1   26   USA   Bode Miller 1:46.15  
  2   16   SUI   Didier Cuche +0.15  
  3   8   USA   Steven Nyman +0.33  
  4   22   ITA   Peter Fill +0.38  
  5   30   AUT   Michael Walchhofer +0.97  
  6   4   ITA   Kurt Sulzenbacher +1.03  
  7   29   LIE   Marco Büchel +1.31  
  8   5   USA   Scott Macartney +1.32  
  9   18   AUT   Mario Scheiber +1.38  
  10   3   USA   Marco Sullivan +1.45  
  11   42   ITA   Patrick Staudacher +1.47  
  12   13   SUI   Ambrosi Hoffmann +1.52  
      44   SLO   Andrej Jerman +1.52  
  14   17   NOR   Aksel Lund Svindal +1.54  
  15   45   FRA   Johan Clarey +1.60  
  16   9   SUI   Tobias Grünenfelder +1.62  
  17   24   AUT   Klaus Kröll +1.66  
      10   FRA   Yannick Bertrand +1.66  
  19   28   AUT   Fritz Strobl +1.67  
  20   6   FRA   Pierre-Emmanuel Dalcin +1.73  
  21   23   SUI   Didier Defago +1.85  
  22   32   ITA   Walter Girardi +1.97  
  23   27   AUT   Hermann Maier +1.98  
      47   CAN   John Kucera +1.98  
  25   15   CAN   Francois Bourque +2.12  
  26   34   FRA   Marc Bottollier-Lasquin +2.19  
  27   14   CAN   Manuel Osborne +2.20  
  28   19   AUT   Hans Grugger +2.23  
  29   38   FRA   David Poisson +2.24  
  30   46   ITA   Roland Fischnaller +2.26  
  31   41   SWE   Hans Olsson +2.37  
  32   31   FRA   Adrien Theaux +2.39  
  33   33   AUT   Georg Streitberger +2.41  
  34   7   GBR   Finlay Mickel +2.55  
  35   11   AUT   Andreas Buder +2.57  
  36   39   SLO   Andrej Sporn +2.67  
  37   48   SUI   Silvan Zurbriggen +2.72  
  38   52   AUT   Thomas Graggaber +2.81  
  39   2   SWE   Patrick Järbyn +2.82  
  40   35   SUI   Jürg Grünenfelder +2.86  
  41   56   CAN   Jan Hudec +2.88  
  42   1   GER   Stephan Keppler +3.08  
  43   36   USA   Justin Johnson +3.20  
  44   55   CRO   Natko Zrncic-Dim +3.53  
  45   54   USA   Kevin Francis +3.56  
  46   50   USA   Christopher Beckmann +3.58  
  47   43   GER   Johannes Stehle +3.70  
  48   51   SUI   Bernhard Matti +3.94  
  49   53   SUI   Olivier Brand +4.00  
  50   37   USA   Erik Fisher +4.15  
  51   20   FRA   Antoine Deneriaz +4.19  
  52   49   CAN   Jeffrey Frisch +5.31  

AUSFÄLLE BEI DER ABFAHRT IN BEAVER CREEK

  Startnr.   Nation   Läufer/in Grund  
  12   AUT   Christoph Gruber Sturz  
  40   ITA   Werner Heel DNS  
  21   CAN   Erik Guay Torfehler  
  25   SUI   Bruno Kernen Torfehler  

Übertragungszeiten:

LIVE: Freitag, 01.12.2006 - 18.45 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup in Beaver Creek, CO (USA)
2. Abfahrtslauf der Herren

LIVE: Freitag, 01.12.2006 - 18.55 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup in Beaver Creek, CO (USA)
2. Abfahrtslauf der Herren

LIVE: Freitag, 01.12.2006 - 19.00 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup in Beaver Creek, CO (USA)
2. Abfahrtslauf der Herren




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Das letzte Rennen in Lake Louise
Büchel gewinnt Abfahrt in Lake Louise

Überraschungen in Lake Louise. Marco Büchel aus Lichtenstein gewann in einer Zeit von 1:50.72 Minuten die erste Abfahrt der Skiweltcupsaison 2006/07 und feierte, nach Garmisch (Super G) und Gröden (Abfahrt), den 3. Weltcupsieg seiner Karriere. Auch für Büchel, der mit einer angebrochenen Rippe ins Rennen ging, kam der Sieg etwas überraschend: „Am Start habe ich mir gedacht - häng dich einfach rein. Ein Top-10-Ergebnisse wäre super. Ich bin ins Ziel gekommen, da war es dann ganz still. Da hab ich mir gedacht: Ah, sch... gefahren. Und dann war da der Einser - unglaublich!“ Ganz nebenbei avancierte das Kraftpaket aus Balzers mit 35 Jahren und 21 Tagen zum ältesten Sieger der Weltcup-Geschichte und löschte damit den "Oldie-Rekord" des Tirolers Stephan Eberharter, der am 6. März 2004 18 Tage vor seinem 35. Geburtstag die Kvitfjell-Abfahrt gewonnen hatte, aus. Mit einem Rückstand von 5 Hundertstel Sekunden folgte auf Rang 2 der Kanadier Manuel Osborne vor dem Italiener Peter Fill (+0.14). Angesichts der Dominanz des ÖSV in den letzten Jahren ist dieses Ergebnisse eine Watsch'n. Kein Österreicher am Podest in Lake Louise - das gab es lange nicht mehr. Als Bester ÖSV Fahrer plazierte sich Hans Grugger auf Rang 4 vor dem Schweizer Didier Cuche. Auf den Rängen 6 und 7 folgten die beiden Österreicher Hermann Maier, der nach einer Nebenhöhlenentzündung nicht ganz fit ins Rennen ging und Klaus Kröll vor der nächsten Riesenüberraschung. Der Deutsche Stephan Keppler fuhr mit der hohen Startnummer 42 noch auf Rang 8 vor und verdrängte den Schweizer Bruno Kernen auf den 9. Platz. «Wir haben Büchel in den Trainings auch schon geschlagen. Das macht Mut für den weiteren Verlauf der Saison», meinte jedenfalls Bruno Kernen zur geschlossenen Leistung der Schweizer Equipe. Für den Abfahrtsweltcupsieger der letzen Saison, Michael Walchhofer reichte es zum Saisonstart nur für Platz 10. Weitere Weltcup-Punkte für den ÖSV holten auch Christoph Gruber (12.), Fritz Strobl (19.), Georg Streitberger (22.), Mario Scheiber (23.) und Romed Baumann (30.). Knapp Zähler verpassten hingegen Gesamtweltcup-Titelverteidiger Benjamin Raich (31.) und "Comebacker" Werner Franz (33.).

Bode Miller nach Kombi-Abfahrt in Führung

Der Sieg in der Superkombination von Beaver Creek führt nach der Abfahrt nur über Bode Miller. Der US-Amerikaner legt in 1:13,06 Minuten die klare Bestzeit hin. Christoph Gruber (0,41/AUT) und Didier Cuche (0,50/SUI) konnten als einzige den Abstand unter einer Sekunde halten. Auf Rang vier landete Mario Scheiber (1,01) als zweitbester ÖSV Fahrer. Fahrer wie Christoph Gruber, Mario Scheiber, Didier Cuche oder der Fünftplazierte Lichtensteiner Marco Büchel werden um den Kombi-Sieg nicht mitreden. Ganz anders der Schweizer Marc Berthod der eine ausgezeichnete Abfahrt gefahren ist. Der Schweizer verliert auf Miller nur 1,19 Sekunden. Marc Berthod verpasste als Olympiasiebenter eine Kombi-Medaille nur um eine halbe Sekunde. Gut liegt auch der US Amerikaner Ted Ligety, der etwa zwei Sekunden auf Landsmann Miller aufholen muss. Didier Defago (+1,11) der als Sechster die Abfahrt abschloß, wird wieder mal versuchen, im Slalom zu überraschen. Défago war im letzten Winter Bester in der Superkombination von Val d'Isère gewesen, hinterher aber wegen einer zu hohen Bindungsplatte disqualifiziert worden. Österreichs Chancen auf einen Sieg sind damit erheblich gesunken. Die beiden größten Hoffnungen Rainer Schönfelder (+2,85) und vor allem Benni Raich (+2,60) verloren viel Zeit auf den Führenden und müssten im Slalom schon einiges aufholen. Raich gewann im letzten Winter drei von vier Kombinationen, Schönfelder war Olympiadritter. Der Olympiazweite Ivica Kostelic aus Kroatien war nicht am Strat. Bode Miller ist nun klarer Favorit auf den Gewinn der ersten Super-Kombi der Saison 2006/07, muss jedoch erst einmal seine Slalomfahrt ins Ziel bringen. Der abschließende Slalomdurchgang geht ab 22.30 Uhr in Beaver Creek über die Bühne.

Walchhofer gewinnt 2. Trainingslauf

Österreichs Herren Speedteam dominierte das 2. Abfahrtstraining in Beaver Creek. Michael Walchhofer fuhr auf Raubvogelpiste „Birds of Prey“ Bestzeit vor seinem österreichischen Landsmann Christoph Gruber (+0,18). "Einige Kurven waren extrem schlagig, die Sicht war schlecht", erklärte Walchhofer und ergänzte: "Aber schön zu sehen, dass ich nach wie vor schnell sein kann." Hermann Maier belegte als drittbester Österreicher Rang acht. Andreas Buder setzte sich in der internen ÖSV Qualifikation gegen Werner Franz durch. "Mir hat's heute gewaltig die Schneid abgekauft", kam Franz dem Trainerentscheid zuvor. "Bei so viel Rückstand brauchen wir nicht viel reden, Buder hat seinen Platz mehr als verdient", so der fairer Kärntner. Nach der Absage am Dienstag wegen Neuschnee und Lawinengefahr ist nun gesichert, dass Superkombi und Abfahrt am Donnerstag in Beaver Creek stattfinden können. Benjamin Raich der als 29. das Training absolvierte zog im Zielraum Bilanz: "Blind, kalt und ein bissl hintennach. Da ist mehr etwas mit mir passiert als dass ich etwas aktiv getan hätte." Für die Kombi ist Raich der ganz klare Favorit. "Ich weiß das, habe damit aber kein Problem", sagte der Tiroler. "Es gibt erstmals eine Kristallkugel für die Kombi, also ist auch der Kreis der Konkurrenten größer. Baumann, Schönfelder, Miller, es gibt viele. Nur einige zu nennen ist eh schon ein Fehler", so Raich. Auch der Schweizer Didier Cuche ist für die Herausforderung «Birds of Prey» bereit, er belegte im einzigen Training als bester Schweizer Platz 3. Cuche konnte zufrieden konstatieren, selbst mit einem Zeit raubenden Fehler bei den Schnellsten gewesen zu sein, schwächte aber gleich ab. «Ohne Fehler wird wohl kaum einer durchgekommen sein». Cuche wird am Donnerstag auch in der Super-Kombination an den Start gehen. «Ich komme so zu einer zweiten Trainingsfahrt. Zudem will ich so schnell als möglich die 400-Punkte-Marke erreichen.» Zur Zeit steht er mit 316 Punkten zu Buch. Zweitbester Schweizer war Ambrosi Hoffmann als Zehnter. Einen starken Eindruck hinterliess abermals Marco Büchel. Der Auftaktsieger in Lake Louise wurde Fünfter. Die Strecke präsentierte sich nach den Schneefällen in den vorangegangenen 48 Stunden trotz einiger weicherer Stellen im oberen Bereich bereits in einem guten Zustand. Gestern wurde sie einem ausgiebigen Test unterzogen. Die Startliste umfasste nicht weniger als 95 Namen. Neben den Speed-Spezialisten nahmen auch jene Fahrer am Training teil, die am Donnerstag die Super-Kombination bestreiten werden.

Herren-Abfahrtstraining abgesagt - Jetzt zuviel Schnee


„Wenn in Europa nicht die Temperaturen sinken, bekommen wir Problem“

Das für Dienstag geplante erste alpine Abfahrtstraining für die Weltcup-Rennen der Herren ab Donnerstag in Beaver Creek ist in den Dienstag-Morgenstunden (Ortszeit) abgesagt worden. Anders als in Europa – wo bereits Rennen wegen Schneemangels abgesagt werden mussten – gab es in Beaver Creek zuviel Neuschnee. 30 Zentimeter Zuwachs machten eine ordentliche Präparierung für die 95 gemeldeten Läufer unmöglich. In Beaver Creek finden von Donnerstag bis Sonntag im Weltcup zwei Abfahrten, ein Riesenslalom und ein Slalom statt. Vor der ersten Abfahrt müssen die Rennfahrer mindestens ein Training absolvieren, dieses ist für Mittwoch angesetzt. Beaver Creek gilt auch als möglicher Ersatzort, sollten die für den 9./10. Dezember geplanten Weltcuprennen in Val d’Isère wegen des dortigen Schneemangels nicht stattfinden können. Die Entscheidung über das vom warmen Wetter durcheinander gewirbelte Dezember-Programm im alpinen Ski-Weltcup fällt erst am Mittwoch. Dann steht fest, ob das französische Val d’Isère die für den 9. und 10. Dezember geplanten Herren-Rennen wegen Schneemangels zurückgeben muss. Die für den gleichen Zeitraum vorgesehenen Damen-Rennen in St. Moritz (Schweiz) waren bereits am Samstag wegen der zu warmen Witterung abgesagt worden. Nach bisherigen Planungen soll die Nordamerika-Tournee verlängert werden. So könnten zwei Super-Kombinationen der Damen und Herren in den USA stattfinden. Bereits jetzt sind die weiteren Europa-Rennen bis Weihnachten gefährdet. „Wenn in Europa nicht bald die Temperaturen sinken, bekommen wir ein ganz großes Problem“, sagte der Damen-Renndirektor des Internationalen Skiverbandes FIS, Atle Skaardal.

Extremprogramm in Beaver Creek


Giger: Ich hoffe bis zum Schluss, dass in Val d'Isere etwas geht

Hermann Maier ist am Montag in sein "Wohnzimmer" mit Namen Beaver Creek zurückgekehrt und hat aus Kanada den tiefen Winter mitgebracht. Denn auch Colorado erlebt nach wochenlangem Warmwetter einen Temperatursturz und intensive Neuschneefälle. In Beaver Creek, wo diese Woche gleich vier Herren-Bewerbe anstehen, stellen sich die Läufer deshalb wieder einmal auf ein Extremprogramm ein. Extrem ist im WM-Ort von 1999 ja nicht nur die Höhe (Abfahrtsstart auf 3.483 m), groß wie noch nie war auch das Starterfeld für das Abfahrtstraining. Wegen der Super-Kombination, mit der am Donnerstag die "Mini-WM" auf der berühmten Raubvogelpiste Bird of Prey" gestartet wird, stehen gleich 95 Läufer auf der Startliste. Darunter nicht weniger als 20 Österreicher. "Fast wie bei einem ÖSV-Punkterennen", witzelte Abfahrtscoach Burkhard Schaffer und während in Europa wegen des anhaltenden Warmwetters derzeit keine Weltcup-Rennen vorstellbar sind, fürchtet man in Beaver Creek ein Schnee-Chaos wie im Vorjahr. "Das war damals an der Grenze und darüber", erinnerte sich Giger. Auch heuer stehen vier Bewerbe auf dem Programm, nur dass statt des Super G nun eine Super-Kombi gefahren wird. Wegen der großen Starterzahl dürfte das Training rund zwei Stunden dauern. Bemerkenswert ist auch, dass die Super-Kombi am Donnerstag in Europa etwas für TV-Nachtvögel wird. Die Entscheidung wird nicht vor 23:00 Uhr fallen. Schon früher wird entschieden, was mit den stark gefährdeten Rennen in Val d'Isere passiert. Offiziell am Mittwoch, inoffiziell soll aber schon am Dienstag klar sein, ob die Rennen in Frankreich stattfinden oder ob es in Colorado erstmals eine "Verlängerung" gibt. "Wir freuen uns jetzt aber zunächst einmal auf die Rennen hier in Beaver Creek. Ich hoffe bis zum Schluss, dass in Val d'Isere etwas geht", sagte Giger.

Saison 2005/06:
Rahlves gewinnt vor Miller in Beaver Creek

Die Amerikaner wiederholen ihr Double vom Vorjahr: Daron Rahlves gewinnt mit 1.13,37 vor Bode Miller (+0,27 Sek) und dem Österreicher Hans Grugger (+0,34 Sek). Nachdem die Wetterfrösche in Beaver Creek falsch gequakt hatten und die Schneefälle ausgeblieben waren, wurde das Rennen auf verkürzter Strecke und mit ein wenig Verspätung entgegen aller Befürchtungen gestartet. Die Läufer fanden die Piste in ausgezeichnetem Zustand vor und nur der Nebel drohte lange Zeit, der einzige Spielverderber zu werden. Geprägt von unzähligen Unterbrechungen verlor man als Schifan beinah die Geduld. Lange Zeit sah es nach einem Hundertstel Krimi aus – an den lange Führenden Peter Fill (letzten Endes Platz 7 mit +1,11 Sek Rückstand) kamen Kjetil Andre Aamodt (NOR, 8. +1,15 Sek) und Didier Cuche (SUI, 9. +1,19 Sek) bis auf wenige Hundertstel heran. Erst der junge Kanadier Erik Guay (6. + 1,09 Sek) konnte Fill den Platz des Führenden um knappe 2 Hundertstel abringen. Bruno Kernen, vielleicht getrieben vom Frust über den gestrigen Super-G, verdrängte Guay mit weiteren knappen 3 Hundertsteln auf Rang 2. Doch noch ehe der Schweizer sich über seine Führung so richtig freuen konnte, schien mit dem Österreicher Hans Grugger eine neue Zeitrechnung in dieser Abfahrt zu beginnen. Bei der Zwischenzeit noch fast 1 Sekunde vorn, schwingt er mit 1.13,71 und 0,72 Sekunden Vorsprung auf Kernen ab. Nach diesen beiden Läufern ist klar: die Piste hält und die Besten der weltbesten Abfahrer können sich ein faires und sogar nebelfreies Duell liefern. Überraschend schwach kann Hermann Maier die guten Verhältnisse nicht nützen und schwingt nur als 16. ex aequo mit Kollege Benjamin Raich (+1,86 Sek) ab, bevor Daron Rahlves so richtig durchstartet und Gruggers hervorragende Bestzeit pulverisiert. Der Sieger von Lake Louise, Fritz Strobl (AUT, +0,97 Sek), bringt nach einigen kleinen Fehlern noch Platz 4 ins Ziel. Nach Strobl macht es Bode Miller seinem Teamkollegen Rahlves nach und braust auf Platz 2 – endlich ein Speedresultat. Das letzte Ass im Ärmel der Österreicher, Abfahrtsweltmeister Michael Walchhofer, verhaut die Schlüsselstelle und wird nur 10. mit immerhin schon 1,22 Sekunden Rückstand und der gestrige Sieger Hannes Reichelt, als 31. gestartet, riskiert zuviel und scheidet aus. Insgesamt nach einem mühsamen Beginn ein überraschend spannendes und faires Rennen, bei dem sich die Amerikaner mit den Österreichern wieder ein packendes Duell geliefert haben. Und was für eine Freude: Schweizer, Kanadier, Italiener, Norweger, Franzosen und der Liechtensteiner Büchel sorgen für ein richtig buntes Resultat unter den besten 15. Hoffen wir, dass die Nachbarschaftshilfe von Stephan Eberharter bald Früchte trägt, damit wir auch DSV-Läufer bald wieder in den Ergebnislisten ganz vorne finden!


Daron Rahlves: Jubel im Zielraum von Beaver Creek - Platz 1


Doppelsieg für die USA: Bode Miller freut sich auch über Platz 2


Bester Österreicher auf Rang 3: Hans Grugger


Die Abfahrt von Beaver Creek - Spektakuläre Birds of Prey

Der Blick zurück - Saison 2004/05
US-Doppelsieg! Die Bode-Miller-Show geht weiter !  


1.Platz: Bode Miller

2.Platz: Daron Rahlves 

Mit einer fast perfekten Fahrt feierte der 27-jährige US-Superstar Bode Miller auf der anspruchsvollen Raubvogelpiste "Birds of Prey" seinen 4 Weltcupsieg in dieser Saison. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Daron Rahlves konnten sich die beide US Amerikaner erstmals im Skweltcup über einem US-Doppelsieg in einer Abfahrt freuen. Michael Walchhofer sichert den dritten Platz für Österreich und Bruno Kernen auf Rang vier sowie der Fünftplazierte Didier Cuche fuhren für das Schweizer Team Topplatzierungen ein. Hans Knauß wurde Sechster ("Im Steilen ein großer Fehler"), Olympiasieger Fritz Strobl war eine Woche nach seinem schweren Sturz in Lake Louise mit Platz neun hochzufrieden. Nach dem Rennen äußerte sich Michael Walchofer zur Leistung der US-Boys: "Miller und Rahlves waren offenbar heute auf diesem Berg nicht zu schlagen. Dabei war meine Fahrt eigentlich genial. Ich hätte echt gedacht, dass ich vorne bin." Mit Knieschmerzen und ziemlich angesäuert zog Hermann Maier, der als Zehnter das bisher schlechteste Ergebnis in seinem "Wohnzimmer" einfuhr, Bilanz: "Unten, also dort, wo ich früher hier die Rennen gewonnen habe, hab' ich es diesmal verloren." In der Zwischenzeit gab im Zielraum ein freudestrahlender Bode Miller seine Interviews: "Nach meinen Fehler im Super G wollte ich in der Abfahrt besonders aggressiv fahren. Schon im Steilen habe ich gemerkt, dass ich innerhalb jeder Linie bin, habe jedes Tor berührt und war deshalb schon während der Fahrt richtig aufgeregt", erzählte Miller. "Am letzte Sprung hatte ich sogar schon ein Lächeln auf dem Gesicht, weil ich wusste, das war eine sensationelle Fahrt. Und dann noch Daron mit auf dem Podium, dieser Tag ist wirklich einzigartig. Dieser Berg passt uns perfekt." Die Plätze 1 bis 10 verteilten sich wie folgt: 1. Bode Miller (USA) 1:39,76. 2. Daron Rahlves (USA) 0,16 zurück. 3. Michael Walchhofer (AUT) 0,39. 4. Bruno Kernen (SUI) 0,74. 5. Didier Cuche (SUI) 0,83. 6. Hans Knauss (AUT) 0,98. 7. Bryon Friedman (USA) 0,99. 8. Aksel Lund Svindal (NOR) 1,05. 9. Fritz Strobl (AUT) 1,08. 10. Hermann Maier (AUT) 1,09.


3. Platz: Michael Walchhofer

4. Platz: Bruno Kernen

5. Platz: Didier Cuche

6. Platz: Hans Knauss

Der Blick zurück - Saison 2003/04 - Rennen 1
US-Boy Rahlves triumphiert in Beaver Creek
Eberharter bester Österreicher


Sieger in Beaver Creek

Daron Rahlves

Überraschungssieger bei der Herren-Abfahrt im kanadischen Beaver Creek. Der US-Amerikaner Daron Rahlves, den eigentlich die wenigsten auf der Rechnung hatte, fuhr idie 1.39.59 Minute die schnellste Zeit. "Das war ein starker Auftritt, oder?", fragte ein überglücklicher Rahlves am Ende in die Menge. Der Amerikaner setzte sich mit der Startnummer 28 am Ende durch. Wetltcup-Titelverteidiger Stephan Eberharter erzielte zugleich mit Rang zwei sein bestes Ergebnis in diesem Winter. Der Österreicher war mit 29 Hunderstel Rückstand auf Sieger Rahlves besser als seine Landsmänner Michael Walchhofer (4.) und Hermann Maier (5.). Lange Zeit hatte Bjarne Solbakken in Führung gelegen. Bis Rahlves schließlich mit seinem Husarenritt den Norweger, der am Ende zeitgleich mit Eberharter Zweiter wurde, verdrängte. Auf den Plätzen sech bis zehn landeten: Lasse Kjus (Norwegen), Johann Gruger, Hannes Trinkl, Hans Kroell (alle Österreich), und Franco Cavegni (Schweiz). Der US-Amerikaner Bode Miller schied auf Bestzeitkurs genauso aus wie der Österreicher Hansi Knauss, der kurz vor dem Ziel an einem Tor vorbeifuhr.


Platz 2: Stephan Eberharter

Platz 3: Bjarne Solbakken

Platz 4: Michael Walchhofer

Platz 5: Hermann Maier

Der Blick zurück - Saison 2003/04 - Rennen 2
Hermann Maier gewinnt Abfahrt in Beaver Creek
7 Fahrer des ÖSV in den Top 10


Platz 1 in Beaver Creek

Hermann Maier

Der Österreicher Hermann Maier (1:39.76) feierte nach seinem Triumph im SUPER G von Lake Louis jetzt auch den ersten Sieg, nach seinem Unfall, in der Königsdisziplin, der Abfahrt. Mit einem Vorsprung von fast einer Sekunde sicherte sich Maier den obersten Platz auf dem Stockerl vor seinen Landsleuten Hans Knauß (AUT - +0.95 - 2) und Andreas Schifferer (AUT - +1.19 - 3). Auf den Rängen 4 bis 10 folgten Daron Rahlves (USA - +1.25 - 4), Klaus Kröll (AUT - +1.32 - 5), Michael Walchhofer (AUT - +1.36 - 6), Marco Büchel (LIE - +1.41 - 7), Johann Grugger (AUT - +1.50 - 8), Fritz Strobl (AUT - +1.61 - 9), Patrick Järbyn (SWE - +1.66 - 10). Als bester Schweizer platzierte sich Franco Cavegn mit einem Rückstand von 1,8 Sekunden auf dem 11. Rang. Die "Birds of Prey" präsentierte sich für "King Bode Miller" als kein gutes Pflaster. Sowie bereits gestern schied der US Amerikaner auch heute aus und konnte sich wiederum keine Weltcuppunkte gutschreiben.


Platz 2: Hans Knauss

Platz 3: Andreas Schifferer

Platz 4: Daron Rahlves

ohne Punkte: Bode Miller

Der Blick zurück - Saison 2002/03
Eberharter auch in Beaver Creek unschlagbar

Stephan Eberharter dominierte auch den Abfahrtslauf in Beaver Creek und gewann sein viertes Saison-Rennen - es war sein insgesamt 20. Weltcup-Sieg. Knapp dahinter platzierte sich der Österreicher Michael Walchhofer, der sich Rang zwei sicherte. Das Siegerbild komplett machte der US-Amerikaner Daron Rahlves ! Auf den Plätzen 4 bis 8 folgten Fritz Strobl (AUT), Didier Cuche (SUI), Marco Sullivan (USA), Kjetil-Andre Aamodt (NOR) und Bode Miller (USA). Einmal mehr enttäuschend die Leistung der deutschen Rennläufer. Stefan Stankalla musste sich mit Rang 43 und Max Rauffer mit dem 50. Platz zufrieden geben. Nach 6 Saisonrennen haben die Herren des DSV noch keinen einzigen Weltcuppunkt eingefahren.  


WALCHHOFER

EBERHARTER

RAHLVES

Der Blick zurück - Saison 2001/02
Weltcup-Rennen in Beaver Creek abgesagt

Wie die FIS heute bekannt gab werden die geplanten Rennen in Beaver Creek nicht stattfinden. Grund: Akuter Schneemangel. 

 









 

 

 

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