Bode Miller gewinnt auf der Raubvogel Piste

Nach den Doppelsiegen in den Jahren 2004 und 2005 macht Bode Miller heute den Hattrick für das US-Ski-Team bei den Heim-Rennen in Beaver Creek auf der berühmt, berüchtigten Birds of Prey perfekt. Der US Amerikaner Bode Miller gewinnt die 2. Saisonabfahrt der Saison und feiert seinen 20. Weltcuperfolg vor dem Schweizer Didier Cuche (Rückstand +0,15) und seinem Landsmann Steven Nyman (+0,33). "Der Berg passt zu meinem Stil. Es gibt nicht viele Läufer, die hier so aggressiv fahren. Es ist ein ganz besonderer Kurse der viel Überwindung fordert.“ Miller lieferte diese Bestzeit ab, obwohl im Steilhang bei vollem Tempo ein Streckenposten direkt vor ihm ausrutschte und den US Boy sichtlich irritierte. „Ich hab den Streckenposten natürlich gesehen - aber ich habe meinen Fokus behalten und bin weiter gefahren." Rang vier sicherte sich der Südtiroler Peter Fill (0,37) vor dem Abfahrtsweltcupsieger der letzen Saison, Michael Walchhofer aus Österreich der etwas ratlos im Zielraum analysierte: "Für mich persönlich war es nicht schlecht. Gratulieren muss man dem Bode Miller, er ist mit hoher Nummer noch ganz vorne reingefahren. Bei mir liegt es nicht an der Form - es muss einfach mal der Knopf aufgehen." Mario Scheiber wurde Neunter, Hermann Maier musste sich in seinem früheren "Wohnzimmer" mit Rang 23 begnügen. Punkte holten auch Klaus Kröll als 17., Fritz Strobl als 19. und Hans Grugger als 28. Trotzdem war dies bereits die dritte Abfahrt in Folge ohne ÖSV-Fahrer am Podest und mittlerweile auch seit bereits sieben Speed-Bewerben inklusive Olympia sieglos. Das hat es seit über zehn Jahren nicht mehr gegeben. "Ich bin wirklich enttäuscht, weil heute ausgerechnet wir mehr Fehler gemacht haben als die anderen", betonte ÖSV-Herrenchef Toni Giger. Glück hatte Christoph Gruber, der im Schneetreiben bei 120 km/h einen wilden Sturz fast unversehrt überstand. Im Gesamtweltcup führt weiter der Italiener Peter Fill, der mit nunmehr 184 Punkten 30 Zähler vor Cuche und 38 vor Marco Büchel liegt. Der Liechtensteiner, der in der Vorwoche in Lake Louise triumphiert hatte, belegte in Beaver Creek Rang sieben und führt die Abfahrtswertung weiter an. Die Top 10 Rennfahrer bei der 2. Saisonabfahrt in Beever Creek: 1. Bode Miller (USA) 1:46,15, 2. Didier Cuche (SUI) 0,15 zurück, 3. Steven Nyman (USA) 0,33, 4. Peter Fill (ITA) 0,38, 5. Michael Walchhofer (AUT) 0,97, 6. Kurt Sulzenbacher (ITA) 1,03, 7. Marco Büchel (LIE) 1,31, 8. Scott Macartney (USA) 1,32, 9. Mario Scheiber (AUT) 1,38, 10. Marco Sullivan (USA) 1,45.


1. Bode Miller USA 1:46,15


2. Didier Cuche SUI 1:46,30


3. Steven Nyman USA 1:46,48


4. Peter Fill ITA 1:46,53


5. Michael Walchhofer AUT 1:47,12


6. Kurt Sulzenbacher ITA 1:47,18


7. Marco Büchel LIE 1:47,46

  Pos.   Startnr.   Nation   Läufer/in Zeit  
  1   26   USA   Bode Miller 1:46.15  
  2   16   SUI   Didier Cuche +0.15  
  3   8   USA   Steven Nyman +0.33  
  4   22   ITA   Peter Fill +0.38  
  5   30   AUT   Michael Walchhofer +0.97  
  6   4   ITA   Kurt Sulzenbacher +1.03  
  7   29   LIE   Marco Büchel +1.31  
  8   5   USA   Scott Macartney +1.32  
  9   18   AUT   Mario Scheiber +1.38  
  10   3   USA   Marco Sullivan +1.45  
  11   42   ITA   Patrick Staudacher +1.47  
  12   13   SUI   Ambrosi Hoffmann +1.52  
      44   SLO   Andrej Jerman +1.52  
  14   17   NOR   Aksel Lund Svindal +1.54  
  15   45   FRA   Johan Clarey +1.60  
  16   9   SUI   Tobias Grünenfelder +1.62  
  17   24   AUT   Klaus Kröll +1.66  
      10   FRA   Yannick Bertrand +1.66  
  19   28   AUT   Fritz Strobl +1.67  
  20   6   FRA   Pierre-Emmanuel Dalcin +1.73  
  21   23   SUI   Didier Defago +1.85  
  22   32   ITA   Walter Girardi +1.97  
  23   27   AUT   Hermann Maier +1.98  
      47   CAN   John Kucera +1.98  
  25   15   CAN   Francois Bourque +2.12  
  26   34   FRA   Marc Bottollier-Lasquin +2.19  
  27   14   CAN   Manuel Osborne +2.20  
  28   19   AUT   Hans Grugger +2.23  
  29   38   FRA   David Poisson +2.24  
  30   46   ITA   Roland Fischnaller +2.26  
  31   41   SWE   Hans Olsson +2.37  
  32   31   FRA   Adrien Theaux +2.39  
  33   33   AUT   Georg Streitberger +2.41  
  34   7   GBR   Finlay Mickel +2.55  
  35   11   AUT   Andreas Buder +2.57  
  36   39   SLO   Andrej Sporn +2.67  
  37   48   SUI   Silvan Zurbriggen +2.72  
  38   52   AUT   Thomas Graggaber +2.81  
  39   2   SWE   Patrick Järbyn +2.82  
  40   35   SUI   Jürg Grünenfelder +2.86  
  41   56   CAN   Jan Hudec +2.88  
  42   1   GER   Stephan Keppler +3.08  
  43   36   USA   Justin Johnson +3.20  
  44   55   CRO   Natko Zrncic-Dim +3.53  
  45   54   USA   Kevin Francis +3.56  
  46   50   USA   Christopher Beckmann +3.58  
  47   43   GER   Johannes Stehle +3.70  
  48   51   SUI   Bernhard Matti +3.94  
  49   53   SUI   Olivier Brand +4.00  
  50   37   USA   Erik Fisher +4.15  
  51   20   FRA   Antoine Deneriaz +4.19  
  52   49   CAN   Jeffrey Frisch +5.31  

AUSFÄLLE BEI DER ABFAHRT IN BEAVER CREEK

  Startnr.   Nation   Läufer/in Grund  
  12   AUT   Christoph Gruber Sturz  
  40   ITA   Werner Heel DNS  
  21   CAN   Erik Guay Torfehler  
  25   SUI   Bruno Kernen Torfehler  

Übertragungszeiten:

LIVE: Freitag, 01.12.2006 - 18.45 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup in Beaver Creek, CO (USA)
2. Abfahrtslauf der Herren

LIVE: Freitag, 01.12.2006 - 18.55 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup in Beaver Creek, CO (USA)
2. Abfahrtslauf der Herren

LIVE: Freitag, 01.12.2006 - 19.00 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup in Beaver Creek, CO (USA)
2. Abfahrtslauf der Herren




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Das letzte Rennen in Lake Louise
Büchel gewinnt Abfahrt in Lake Louise

Überraschungen in Lake Louise. Marco Büchel aus Lichtenstein gewann in einer Zeit von 1:50.72 Minuten die erste Abfahrt der Skiweltcupsaison 2006/07 und feierte, nach Garmisch (Super G) und Gröden (Abfahrt), den 3. Weltcupsieg seiner Karriere. Auch für Büchel, der mit einer angebrochenen Rippe ins Rennen ging, kam der Sieg etwas überraschend: „Am Start habe ich mir gedacht - häng dich einfach rein. Ein Top-10-Ergebnisse wäre super. Ich bin ins Ziel gekommen, da war es dann ganz still. Da hab ich mir gedacht: Ah, sch... gefahren. Und dann war da der Einser - unglaublich!“ Ganz nebenbei avancierte das Kraftpaket aus Balzers mit 35 Jahren und 21 Tagen zum ältesten Sieger der Weltcup-Geschichte und löschte damit den "Oldie-Rekord" des Tirolers Stephan Eberharter, der am 6. März 2004 18 Tage vor seinem 35. Geburtstag die Kvitfjell-Abfahrt gewonnen hatte, aus. Mit einem Rückstand von 5 Hundertstel Sekunden folgte auf Rang 2 der Kanadier Manuel Osborne vor dem Italiener Peter Fill (+0.14). Angesichts der Dominanz des ÖSV in den letzten Jahren ist dieses Ergebnisse eine Watsch'n. Kein Österreicher am Podest in Lake Louise - das gab es lange nicht mehr. Als Bester ÖSV Fahrer plazierte sich Hans Grugger auf Rang 4 vor dem Schweizer Didier Cuche. Auf den Rängen 6 und 7 folgten die beiden Österreicher Hermann Maier, der nach einer Nebenhöhlenentzündung nicht ganz fit ins Rennen ging und Klaus Kröll vor der nächsten Riesenüberraschung. Der Deutsche Stephan Keppler fuhr mit der hohen Startnummer 42 noch auf Rang 8 vor und verdrängte den Schweizer Bruno Kernen auf den 9. Platz. «Wir haben Büchel in den Trainings auch schon geschlagen. Das macht Mut für den weiteren Verlauf der Saison», meinte jedenfalls Bruno Kernen zur geschlossenen Leistung der Schweizer Equipe. Für den Abfahrtsweltcupsieger der letzen Saison, Michael Walchhofer reichte es zum Saisonstart nur für Platz 10. Weitere Weltcup-Punkte für den ÖSV holten auch Christoph Gruber (12.), Fritz Strobl (19.), Georg Streitberger (22.), Mario Scheiber (23.) und Romed Baumann (30.). Knapp Zähler verpassten hingegen Gesamtweltcup-Titelverteidiger Benjamin Raich (31.) und "Comebacker" Werner Franz (33.).

Bode Miller nach Kombi-Abfahrt in Führung

Der Sieg in der Superkombination von Beaver Creek führt nach der Abfahrt nur über Bode Miller. Der US-Amerikaner legt in 1:13,06 Minuten die klare Bestzeit hin. Christoph Gruber (0,41/AUT) und Didier Cuche (0,50/SUI) konnten als einzige den Abstand unter einer Sekunde halten. Auf Rang vier landete Mario Scheiber (1,01) als zweitbester ÖSV Fahrer. Fahrer wie Christoph Gruber, Mario Scheiber, Didier Cuche oder der Fünftplazierte Lichtensteiner Marco Büchel werden um den Kombi-Sieg nicht mitreden. Ganz anders der Schweizer Marc Berthod der eine ausgezeichnete Abfahrt gefahren ist. Der Schweizer verliert auf Miller nur 1,19 Sekunden. Marc Berthod verpasste als Olympiasiebenter eine Kombi-Medaille nur um eine halbe Sekunde. Gut liegt auch der US Amerikaner Ted Ligety, der etwa zwei Sekunden auf Landsmann Miller aufholen muss. Didier Defago (+1,11) der als Sechster die Abfahrt abschloß, wird wieder mal versuchen, im Slalom zu überraschen. Défago war im letzten Winter Bester in der Superkombination von Val d'Isère gewesen, hinterher aber wegen einer zu hohen Bindungsplatte disqualifiziert worden. Österreichs Chancen auf einen Sieg sind damit erheblich gesunken. Die beiden größten Hoffnungen Rainer Schönfelder (+2,85) und vor allem Benni Raich (+2,60) verloren viel Zeit auf den Führenden und müssten im Slalom schon einiges aufholen. Raich gewann im letzten Winter drei von vier Kombinationen, Schönfelder war Olympiadritter. Der Olympiazweite Ivica Kostelic aus Kroatien war nicht am Strat. Bode Miller ist nun klarer Favorit auf den Gewinn der ersten Super-Kombi der Saison 2006/07, muss jedoch erst einmal seine Slalomfahrt ins Ziel bringen. Der abschließende Slalomdurchgang geht ab 22.30 Uhr in Beaver Creek über die Bühne.

Walchhofer gewinnt 2. Trainingslauf

Österreichs Herren Speedteam dominierte das 2. Abfahrtstraining in Beaver Creek. Michael Walchhofer fuhr auf Raubvogelpiste „Birds of Prey“ Bestzeit vor seinem österreichischen Landsmann Christoph Gruber (+0,18). "Einige Kurven waren extrem schlagig, die Sicht war schlecht", erklärte Walchhofer und ergänzte: "Aber schön zu sehen, dass ich nach wie vor schnell sein kann." Hermann Maier belegte als drittbester Österreicher Rang acht. Andreas Buder setzte