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Walchhofer gewinnt 1.Abfahrt in Bormio

Der Österreicher Michael Walchhofer gewann die erste von zwei Abfahrten im italienischen Bormio und beendete damit die 13 Rennen lange sieglose Serie der Österreichischen Abfahrer. Als letzter der Top-Fahrer gestartet, entriss der Olympia-Zweite dem führenden Schweizer Didier Cuche noch um eine Hundertstelsekunde den Sieg auf der eisigen Piste Stelvio. Für die ÖSV-Herren ist es der zweite Erfolg in dieser Saison und für Walchhofer der 10. Weltcupsieg in seiner Karriere. „Es wir nicht nur mir ein Riesen-Stein vom Herzen gefallen sein - auch der ganzen Crew. Diese Hundertstel ist ganz wichtig. Ich habe eigentlich nicht geglaubt, dass es zum Sieg reicht, denn oben ist mir zwei Mal der Ski weggegangen. Deshalb hatte ich nicht so ein gutes Gefühl", erklärte Walchhofer. Während die Österreicher feierten, konnte Cuche nur noch fassungslos den Kopf schütteln über sein Pech: In Gröden wurde er um zwei Hunderstel vom Amerikaner Steve Nyman geschlagen, jetzt um eine Hundertstel von Walchhofer. "Diese blöde Hundertstel", fluchte er, gab aber auch zu: "Ich habe unten zwei Fehler gemacht. Ich hoffe, dass mir am Freitag die Revanche gelingt." Für ein kleine Überraschung auf dem 3. „Stockerlplatzt“ sorgte der Österreicher Mario Scheiber. Die Leistung von Scheiber war umso bemerkenswerter, als der 23-Jährige erst zum zweiten Mal ein Rennen auf der berüchtigten Stelvio bestritt. Große Freude herrschte im ÖSV Lager den man konnte sich neben den beiden Podestplätzen auch über die guten Plazierungen von Andreas Buder (7.) und Fritz Strobl (9.) in den Top Ten freuen, auch wenn Hermann Maier im geschlagenen Feld landete. Noch schlechter erging es Hans Grugger, der sich im Vorjahr bei einem fürchterlichen Sturz im WM-Ort 2005 eine Hüftluxation zugezogen hatte: Die Stelvio warf den Salzburger erneut ab, diesmal blieb er aber wenigstens unverletzt. "Es ist alles okay. Ich bin g'sund herunten, das ist das Wichtigste. Es läuft halt im Moment net", meinte der 25-Jährige, der sich in prominenter Gesellschaft befand, denn auch Weltmeister Bode Miller aus den USA schied aus. Für die größte Überraschung des Tages sorgte der Slowene Andre Jerman der als Vierter nur knapp am Podest vorbei schrammte. Gute Leistungen zeigten im Schweizer Lager auch Bruno Kernen und Ambrosi Hoffmann mit den Rängen 8 und 12. Durchaus respektabel schlugen sich auf die beiden deutschen Starter. Während Johannes Stehle aus Obermaiselstein auf Rang 27 (2,00 Sekunden zurück) die ersten vier Weltcup-Punkte seiner Karriere holte, erreichte Stephan Keppler Rang 24 (1,65 zurück). Der Ebinger sagte danach: "Ich habe zwei Fehler gemacht, sonst wäre ich unter den ersten 15 gelandet". Bei der zweiten Abfahrt in Bormio am Donnerstag "mach' ich die aber nicht mehr", beteuerte er.


1. Michael Walchhofer AUT 1:51,90


2. Didier Cuche SUI 1:51,91


3. Mario Scheiber AUT 1:52,04


4. Andrej Jerman SLO 1:52,33


5. Patrick Staudacher ITA 1:52,39


6. Marco Büchel LIE 1:52,56


7. Andreas Buder AUT 1:52,75

  Pos.   Startnr.   Nation   Läufer/in Zeit  
  1   30   AUT   Michael Walchhofer 1:51.90  
  2   24   SUI   Didier Cuche +0.01  
  3   18   AUT   Mario Scheiber +0.14  
  4   2   SLO   Andrej Jerman +0.43  
  5   1   ITA   Patrick Staudacher +0.49  
  6   29   LIE   Marco Büchel +0.66  
  7   10   AUT   Andreas Buder +0.85  
  8   25   SUI   Bruno Kernen +0.91  
  9   28   AUT   Fritz Strobl +1.01  
  10   17   CAN   Erik Guay +1.10  
  11   40   FRA   Marc Bottollier-Lasquin +1.17  
  12   11   SUI   Ambrosi Hoffmann +1.19  
  13   9   USA   Marco Sullivan +1.21  
  14   19   NOR   Aksel Lund Svindal +1.22  
  15   23   ITA   Peter Fill +1.33  
  16   3   FRA   Pierre-Emmanuel Dalcin +1.39  
  17   49   SUI   Silvan Zurbriggen +1.41  
  18   21   AUT   Klaus Kröll +1.46  
  19   45   ITA   Roland Fischnaller +1.56  
  20   46   SUI   Michael Bonetti +1.58  
      15   AUT   Christoph Gruber +1.58  
  22   5   SUI   Tobias Grünenfelder +1.63  
  23   26   AUT   Hermann Maier +1.65  
  24   36   GER   Stephan Keppler +1.72  
  25   34   AUT   Georg Streitberger +1.89  
      38   ITA   Christof Innerhofer +1.89  
  27   42   GER   Johannes Stehle +2.00  
  28   8   FRA   Yannick Bertrand +2.04  
  29   14   AUT   Benjamin Raich +2.15  
  30   20   SUI   Didier Defago +2.23  
  31   51   CAN   Jan Hudec +2.36  
  32   33   SWE   Patrick Järbyn +2.56  
  33   6   USA   Scott Macartney +2.58  
  34   48   SUI   Cornel Züger +2.66  
  35   32   ITA   Walter Girardi +2.68  
  36   22   USA   Steven Nyman +2.73  
  37   41   SWE   Hans Olsson +2.74  
  38   35   SLO   Rok Perko +2.92  
  39   12   FRA   Antoine Deneriaz +2.97  
  40   31   FRA   Adrien Theaux +3.16  
  41   43   FRA   Johan Clarey +3.19  
  42   47   ITA   Silvano Varettoni +3.24  
  43   39   ITA   Alessandro Fattori +3.39  
  44   37   USA   Justin Johnson +3.40  
  45   4   GBR   Finlay Mickel +3.66  
  46   50   CAN   Jeffrey Frisch +3.67  
  47   53   SUI   Olivier Brand +4.01  

 
 Ausfälle bei der 1. Abfahrt in Bormio
 
  Startnr.   Nation   Läufer/in Grund  
  13   AUT   Hans Grugger Sturz  
  44   FRA   Thibault Garnier Sturz  
  16   CAN   Manuel Osborne Torfehler  
  7   ITA   Kurt Sulzenbacher Torfehler  
  27   USA   Bode Miller Sturz  
  52   FRA   Cyril Nocenti Torfehler  

Übertragungszeiten:

LIVE: Donnerstag, 28.12.2006 - 11.30 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup in Bormio (ITA) / Ersatz für Val d'Isère (FRA)
Nachgeholter 3. Abfahrtslauf der Herren

LIVE: Donnerstag, 28.12.2006 - 11.35 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup in Bormio (ITA) / Ersatz für Val d'Isère (FRA)
Nachgeholter 3. Abfahrtslauf der Herren

LIVE: Donnerstag, 28.12.2006 - 11.45 Uhr - ARD
Ski Alpin: FIS Weltcup in Bormio (ITA) / Ersatz für Val d'Isère (FRA)
Nachgeholter 3. Abfahrtslauf der Herren

LIVE: Donnerstag, 28.12.2006 - 11.45 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup in Bormio (ITA) / Ersatz für Val d'Isère (FRA)
Nachgeholter 3. Abfahrtslauf der Herren




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DAS LETZTE SAISONRENNEN
Steven Nyman gewinnt Gröden-Abfahrt

Der US Amerikaner Steven Nyman sorgte beim Abfahrtsklassiger in Gröden für die große Überraschung und feierte seinen ersten Weltcupsieg. "Es ist großartig! Das schönste, was man sich unter dem Weihnachts-Baum erwarten kann. Ich wusste nach meiner Fahrt, es war ein guter Lauf." Nyman gewann in einer Zeit von 1:56,52 die Abfahrt auf der Saslong mit einem hauchdünnen Vorsprung von 2 Hundertstel Sekunden vor dem Schweizer Didier Cuche. Ex-Olympiasieger Fritz Strobl schaffte als Dritter den ersten Abfahrts-Podest-Platz für die Österreicher in dieser Saison (+0,43 Sek.), jedoch geht die Serie ohne ÖSV-Sieg weiter. Während die österreichischen Ski- Damen die Konkurrenz in diesem Winter nach Belieben dominieren blieben die Herren in Gröden zum neunten Mal nacheinander ohne Sieg. Hermann Maier als Achter und Andreas Buder auf Rang 9 fuhren ebenfalls in die Top-10. Im Schweizer Team wechselten Licht und Schatten. Neben dem Zweitplazierten Cuche überzeugten heute auch Silvan Zurbriggen der mit einer hohen Nummer auf Rang 18 vorfuhr. Bruno Kernen wurde Elfter, Didier Défago stürzte und Tobias Grünenfelder schied aus. Die deutschen Rennläufer konnten sich nicht in den Weltcuppunkten plazieren. Johannes Stehle und Stephan Keppler mußten sich mit den Rängen 35 und 36 begnügen. Bester Südtiroler wurde Kurt Sulzenbacher auf Rang 12. Peter Fill erreichte den 15. Platz.


1. Steven Nyman USA 1:56,52


2. Didier Cuche SUI 1:56,54


3. Fritz Strobl AUT 1:56,95


4. Marco Sullivan USA 1:56,96


5. Manuel Osborne-Paradis CAN 1:56,98


6. Aksel Lund Svindal NOR 1:57,04


7. Marco Büchel LIE 1:57,07

Fritz Strobl bei Abfahrtstraining in Bormio mit Bestzeit

Mit einer ganz klaren Kampfansage meldeten sich die krisengeschüttelten ÖSV-Männer im Training für die Abfahrt in Bormio zurück. Fritz Strobl fuhr Bestzeit und verwies seine Teamkollegen Michael Walchhofer und Hermann Maier auf der eisigen Stelvio auf die Plätze zwei und vier. Den Grund warum sich Strobl gerade in Bormio immer so wohl fühlt weiß er selbst nicht: "Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Zu viel denken ist fürs Skifahren ohnehin nicht gut." Gewonnen hat Strobl in Bormio bislang einmal, im Jahre 2001. Gesprengt wurde das Österreicher-Paket nur vom Schweizer Didier Cuche, der auch in Bormio seine derzeitige Topform unter Beweis stellen konnte. "Ich habe noch Reserven", resümierte Cuche seine Fahrt. "Ganz unten machte sich zudem die Müdigkeit bemerkbar. Da bin ich vorsichtig gefahren." Sein Teamkollege Bruno Kernen wurde Achter, Ambrosi Hoffmann Zehnter. Auch der amtierende Abfahrtsweltmeister Bode Miller kam auf der WM Strecke von 2005 gut zurecht und landete nach der einzigen Trainingsabfahrt auf Rang 5. Bester DSV-Fahrer war Stephan Keppler auf Platz 26. Das österreichische Quartett Grugger, Buder, Gruber und Streitberger belegt die Plätze 13 bis 16. ÖSV-Herrenchef Toni Giger berichtete nach dem Training von ungewohnt warmen Temperaturen und einer hoch selektiven "Stelvio"-Piste: "Die Piste in Bormio ist von oben bis unten selektiv wie Jahre nicht. Eine knackige, sehr unruhige Piste." Nur dank der 90 Helfer und der zahlreichen Schneekanonen konnte die Abfahrt rennfertig gemacht werden. Zwei Schlüsselstellen - die Traverse vor dem St.-Peters-Sprung sowie drei Kurven vor dem Ziel - mussten mit Wasser vereist werden. Gefahren wird vom Reservestart und damit auf leicht verkürzter Strecke, auf der aber jede Bodenwelle durchkommt.

Chance bei zwei Abfahrten

Österreichs erfolgshungrige Ski-Herren haben am Donnerstag und Freitag bei zwei Abfahrten in Bormio, auf der anspruchsvolle Stelvio-Piste die Chance, ihre lange Durststrecke zu beenden. Seit insgesamt zehn Speed-Rennen warten die ÖSV-Asse wieder auf einen vollen Erfolg. Hermann Maier am 28. Januar 2006 in Garmisch war der letzte Abfahrtssieger in Rot-Weiß-Rot. Aber die Konkurrenz schläft nicht, Bode Miller und Co werden den Österreichern auch in Bormio einiges abverlangen. Gefahren wird vom Reservestart und damit auf leicht verkürzter Strecke, auf der aber jede Bodenwelle durchkommt. Wieder auf Weltcuppunktejagd geht auch Doppelolympiasieger Benjamin Raich. Der nach 14 Rennen nur auf Platz sieben liegende Weltcup-Titelverteidiger hatte zuletzt die Abfahrt in Gröden ausgelassen, um sein Techniktraining zu forcieren. Zwei Läufer kommen mit besonderen Erinnerungen nach Bormio. Weltcup-Leader Millers "Einskifahrt" bei der WM ist immer noch in bester Erinnerung. Hans Grugger kehrt hingegen auf die Strecke zurück, auf der er im Vorjahr bei seinem fürchterlichen Sturz und der Hüftluxation seine Olympia-Hoffnungen begraben musste.

BLICK ZURÜCK SAISON 2005/06
Daron Rahlves gewinnt Abfahrt in Bormio

Wie schon bei der WM hat auch heute ein Amerikaner die Nase vorn: Daron Rahlves gewinnt mit einer Zeit von 1.57,68 Sekunden „... ich liebe diesen Hügel – den Speed, das Gelände ....“ Rahlves scheint die Stelvio so sehr zu lieben, dass er sogar Weihnachten zu ihren Füßen in seinem Wohnmobil verbracht hat. Zweiter wird der Österreicher Fritz Strobl (+0,32). Doch heute steht nicht das Ländermatch Österreich-Amerika im Vordergrund. Leider ist das Rennen geprägt von schweren Stürzen und langen Unterbrechungen. Nach einem schlimmen Sturz eines Vorläufer beginnt das Rennen schon um eine halbe Stunde später. Der drittplatzierte Tobias Grünenfelder stürzt nach dem Zielsprung, „fällt“ ins Ziel und wird kurioserweise noch Dritter – ein schwacher Trost, da er anschließend humpelnd das Zielstadion mit Verdacht auf Kreuzbandriss Richtung Spital verläßt. Michael Walchhofer (AUT, +0,36), vor dem Rennen als Favorit gehandelt, schwingt als Vierter ab. Auf Platz 5 der Sieger von Gröden – Marco Büchel (LIE +0,51). 6. Kristian Ghedina (ITA +0,57), 7. Pierre-Emmanual Dalcin (FRA +0,66), 8. Didier Defago (SUI +0,67), 9. Bode Miller (USA +0,90) - bei den oberen Zwischenzeiten noch in der Zeit von Strobl, unten dürften seine Kraftreserven jedoch zu Ende gewesen sein. Die Top Ten vervollständigt Klaus Kröll (AUT) mit 0,95 Sekunden Rückstand. Bormio – wieder einmal ein Rennen der knappen Abstände, aber auch der schweren Stürze. Neben Grünenfelder „erwischt“ es auch die große österreichische Olympiahoffnung Hans Grugger. Nach einem Verschneider im Gleitstück wird Grugger mit Verdacht auf Oberschenkelbruch mit dem Hubschrauber abtransportiert. Wir gratulieren dem verdienten Sieger Rahlves und dem Zweiten Strobl und wir drücken Grünenfelder und Grugger alle Daumen und Zehen, dass sie vielleicht doch die Olympiasaison noch fortsetzen können!

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger

Grugger erleidet Hüftluxation

Hans Grugger erlitt bei seinem schweren Sturz bei der Weltcup-Abfahrt in Bormio eine Hüftluxation (rechts). Unter Vollnarkose wurde die Hüfte eingerichtet. ÖSV-Teamarzt Sepp Schneider stellte außerdem eine kleine Schnittwunde an der Oberlippe fest. Die erste Diagnose, Oberschenkelbruch, bestätigte sich zum Glück nicht. Am Donnerstag oder Freitag wird der Salzburger mit dem Hubschrauber von Italien nach Salzburg verlegt, wo im UKH Schwarzach eine Computertomographie durchgef