Steven Nyman gewinnt Gröden-Abfahrt

Der US Amerikaner Steven Nyman sorgte beim Abfahrtsklassiger in Gröden für die große Überraschung und feierte seinen ersten Weltcupsieg. "Es ist großartig! Das schönste, was man sich unter dem Weihnachts-Baum erwarten kann. Ich wusste nach meiner Fahrt, es war ein guter Lauf." Nyman gewann in einer Zeit von 1:56,52 die Abfahrt auf der Saslong mit einem hauchdünnen Vorsprung von 2 Hundertstel Sekunden vor dem Schweizer Didier Cuche. Ex-Olympiasieger Fritz Strobl schaffte als Dritter den ersten Abfahrts-Podest-Platz für die Österreicher in dieser Saison (+0,43 Sek.), jedoch geht die Serie ohne ÖSV-Sieg weiter. Während die österreichischen Ski- Damen die Konkurrenz in diesem Winter nach Belieben dominieren blieben die Herren in Gröden zum neunten Mal nacheinander ohne Sieg. Hermann Maier als Achter und Andreas Buder auf Rang 9 fuhren ebenfalls in die Top-10. Im Schweizer Team wechselten Licht und Schatten. Neben dem Zweitplazierten Cuche überzeugten heute auch Silvan Zurbriggen der mit einer hohen Nummer auf Rang 18 vorfuhr. Bruno Kernen wurde Elfter, Didier Défago stürzte und Tobias Grünenfelder schied aus. Die deutschen Rennläufer konnten sich nicht in den Weltcuppunkten plazieren. Johannes Stehle und Stephan Keppler mußten sich mit den Rängen 35 und 36 begnügen. Bester Südtiroler wurde Kurt Sulzenbacher auf Rang 12. Peter Fill erreichte den 15. Platz.


1. Steven Nyman USA 1:56,52


2. Didier Cuche SUI 1:56,54


3. Fritz Strobl AUT 1:56,95


4. Marco Sullivan USA 1:56,96


5. Manuel Osborne-Paradis CAN 1:56,98


6. Aksel Lund Svindal NOR 1:57,04


7. Marco Büchel LIE 1:57,07

  Pos.   Startnr.   Nation   Läufer/in Zeit  
  1   12   USA   Steven Nyman 1:56.52  
  2   23   SUI   Didier Cuche +0.02  
  3   28   AUT   Fritz Strobl +0.43  
  4   3   USA   Marco Sullivan +0.44  
  5   11   CAN   Manuel Osborne +0.46  
  6   16   NOR   Aksel Lund Svindal +0.52  
  7   29   LIE   Marco Büchel +0.55  
  8   26   AUT   Hermann Maier +0.64  
  9   1   SLO   Andrej Jerman +0.70  
  10   9   AUT   Andreas Buder +0.76  
  11   25   SUI   Bruno Kernen +0.78  
  12   6   ITA   Kurt Sulzenbacher +0.79  
  13   4   GBR   Finlay Mickel +0.81  
  14   27   USA   Bode Miller +0.84  
  15   24   ITA   Peter Fill +0.92  
  16   30   AUT   Michael Walchhofer +0.93  
  17   18   AUT   Mario Scheiber +1.04  
  18   49   SUI   Silvan Zurbriggen +1.14  
  19   33   AUT   Georg Streitberger +1.17  
  20   5   FRA   Pierre-Emmanuel Dalcin +1.18  
  21   20   CAN   Erik Guay +1.28  
  22   22   AUT   Klaus Kröll +1.32  
  23   7   USA   Scott Macartney +1.52  
  24   32   ITA   Walter Girardi +1.53  
  25   15   AUT   Christoph Gruber +1.62  
  26   10   FRA   Yannick Bertrand +1.65  
  27   14   CAN   Francois Bourque +1.67  
  28   2   ITA   Patrick Staudacher +1.98  
  29   45   ITA   Roland Fischnaller +2.02  
  30   39   AUT   Norbert Holzknecht +2.03  
  31   44   FRA   Johan Clarey +2.13  
  32   19   AUT   Hans Grugger +2.18  
  33   51   CAN   Jan Hudec +2.39  
  34   54   FRA   David Poisson +2.45  
  35   43   GER   Johannes Stehle +2.48  
  36   35   GER   Stephan Keppler +2.59  
  37   42   SWE   Hans Olsson +2.67  
  38   52   FRA   Guillermo Fayed +2.85  
  39   41   CAN   John Kucera +2.97  
  40   40   FRA   Marc Bottollier-Lasquin +2.99  
  41   31   FRA   Adrien Theaux +3.01  
  42   37   ITA   Christof Innerhofer +3.50  
      50   CAN   Jeffrey Frisch +3.50  
  44   48   SUI   Cornel Züger +3.52  
  45   46   SUI   Michael Bonetti +3.54  
  46   55   SUI   Olivier Brand +3.56  
  47   47   ITA   Silvano Varettoni +3.82  
  48   56   CZE   Petr Zahrobsky +4.51  
  49   38   ITA   Alessandro Fattori +4.80  
  50   53   ITA   Alex Happacher +5.12  
  51   58   RUS   Alexandr Horoshilov +5.99  
  52   36   USA   Justin Johnson +6.40  
  53   21   SUI   Didier Defago +10.66  

 
 Ausfälle bei der Abfahrt in Gröden/Val Gardena
 
  Startnr.   Nation   Läufer/in Grund  
  8   SUI   Tobias Grünenfelder Torfehler  
  17   FRA   Antoine Deneriaz Torfehler  
  34   SLO   Rok Perko Sturz  
  13   SUI   Ambrosi Hoffmann DNS  
  57   CAN   Vincent Lavoie Torfehler  

Übertragungszeiten:

LIVE: Samstag, 16.12.2006 - 11.50 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup in Val Gardena / Gröden (ITA)
3. Abfahrtslauf der Herren

LIVE: Samstag, 16.12.2006 - 12.10 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup in Val Gardena / Gröden (ITA)
3. Abfahrtslauf der Herren

LIVE: Samstag, 16.12.2006 - 12.15 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup in Val Gardena / Gröden (ITA)
3. Abfahrtslauf der Herren

LIVE: Samstag, 16.12.2006 - 12.20 Uhr - ZDF
Ski Alpin: FIS Weltcup in Val Gardena / Gröden (ITA)
3. Abfahrtslauf der Herren




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Das letzte Rennen in Beaver Creek
Bode Miller gewinnt auf der Raubvogel Piste

Nach den Doppelsiegen in den Jahren 2004 und 2005 macht Bode Miller heute den Hattrick für das US-Ski-Team bei den Heim-Rennen in Beaver Creek auf der berühmt, berüchtigten Birds of Prey perfekt. Der US Amerikaner Bode Miller gewinnt die 2. Saisonabfahrt der Saison und feiert seinen 20. Weltcuperfolg vor dem Schweizer Didier Cuche (Rückstand +0,15) und seinem Landsmann Steven Nyman (+0,33). "Der Berg passt zu meinem Stil. Es gibt nicht viele Läufer, die hier so aggressiv fahren. Es ist ein ganz besonderer Kurse der viel Überwindung fordert.“ Miller lieferte diese Bestzeit ab, obwohl im Steilhang bei vollem Tempo ein Streckenposten direkt vor ihm ausrutschte und den US Boy sichtlich irritierte. „Ich hab den Streckenposten natürlich gesehen - aber ich habe meinen Fokus behalten und bin weiter gefahren." Rang vier sicherte sich der Südtiroler Peter Fill (0,37) vor dem Abfahrtsweltcupsieger der letzen Saison, Michael Walchhofer aus Österreich der etwas ratlos im Zielraum analysierte: "Für mich persönlich war es nicht schlecht. Gratulieren muss man dem Bode Miller, er ist mit hoher Nummer noch ganz vorne reingefahren. Bei mir liegt es nicht an der Form - es muss einfach mal der Knopf aufgehen." Mario Scheiber wurde Neunter, Hermann Maier musste sich in seinem früheren "Wohnzimmer" mit Rang 23 begnügen. Punkte holten auch Klaus Kröll als 17., Fritz Strobl als 19. und Hans Grugger als 28. Trotzdem war dies bereits die dritte Abfahrt in Folge ohne ÖSV-Fahrer am Podest und mittlerweile auch seit bereits sieben Speed-Bewerben inklusive Olympia sieglos. Das hat es seit über zehn Jahren nicht mehr gegeben. "Ich bin wirklich enttäuscht, weil heute ausgerechnet wir mehr Fehler gemacht haben als die anderen", betonte ÖSV-Herrenchef Toni Giger. Glück hatte Christoph Gruber, der im Schneetreiben bei 120 km/h einen wilden Sturz fast unversehrt überstand. Im Gesamtweltcup führt weiter der Italiener Peter Fill, der mit nunmehr 184 Punkten 30 Zähler vor Cuche und 38 vor Marco Büchel liegt. Der Liechtensteiner, der in der Vorwoche in Lake Louise triumphiert hatte, belegte in Beaver Creek Rang sieben und führt die Abfahrtswertung weiter an. Die Top 10 Rennfahrer bei der 2. Saisonabfahrt in Beever Creek: 1. Bode Miller (USA) 1:46,15, 2. Didier Cuche (SUI) 0,15 zurück, 3. Steven Nyman (USA) 0,33, 4. Peter Fill (ITA) 0,38, 5. Michael Walchhofer (AUT) 0,97, 6. Kurt Sulzenbacher (ITA) 1,03, 7. Marco Büchel (LIE) 1,31, 8. Scott Macartney (USA) 1,32, 9. Mario Scheiber (AUT) 1,38, 10. Marco Sullivan (USA) 1,45.

Schweizer Dominanz beim 2. Training: Cuche vor Hoffmann

Die Schweizer Abfahrer werden immer stärker. Auf der Saslong im Val Gardena, wo es zuletzt fast nur Schlappen für die Schweizer Abfahrer setzte, fuhren sie im Abschlusstraining einen «Doppelsieg» heraus. Didier Cuche war auch am Donnerstag im zweiten Training für den Abfahrtsklassiker der Herren am Samstag in Gröden der schnellste Mann. Der 32-Jährige, der auf der Saslong noch nie auf dem Podest stand, legte in 1:57,09 Minuten Bestzeit hin doch der Routinier Cuche beschwichtigte: "Man sollte diese Bestzeiten nicht überbewerten, ich war zwei Mal nur ganz knapp voran. Und die Ciaslat habe ich heute gar nicht perfekt erwischt. Ein Fehler und du bist nicht Erster, sondern 15. Ich bleib ganz ruhig, werde am Samstag voll riskieren und schauen, was rauskommt." Dahinter folgten mit seinem Landsmann Ambrosi Hofmann (+0,11 Sekunden), dem zweifachen Gröden-Triumphator Antoine Deneriaz (FRA/0,21) und dem Liechtensteiner Vorjahressieger Marco Büchel (0,33) drei weitere internationale Hochkaräter. Auf den Plätzen fünf bis sieben reihten sich im Abschlusstraining die drei besten ÖSV-Fahrer Michael Walchhofer, Hermann Maier und Norbert Holzknecht ein. Bode Miller (USA) wurde Achter, der Tiroler Mario Scheiber Neunter. Im Gegensatz zu früheren Jahren, als das Abschlusstraining wegen der Startnummer-Regel mit der (inzwischen abgeschafften) Umkehrung des Trainingsklassements zum peniblen Wettbremsen verkam, spielte keiner mehr mit gezinkten Karten. Auch beim 2. Abschlusstraining fuhr das deutsche Trio der Spitze hinterhergefahren. Stephan Keppler landete in 1:59,63 Minuten auf dem geteilten 44. Rang. Zwei Plätze dahinter reihte sich Johannes Stehle (1:59,82) ein. Für Weltcup-Neuling Mathias Wölfl endete das Training auf dem letzten Platz der 68 Fahrer. Der 22-Jährige hatte einen Rückstand von 5,8 Sekunden auf den Tagesschnellsten, Dider Cuche.

Werner Franz tritt zurück

"Stehaufmännchen" Werner Franz erklärt in Gröden seinen Rücktritt. Der Kärntner verkündet diesen Schritt, nachdem er einen Startplatz für die Gröden-Abfahrt verpasst hat. Franz stand nach einem Trainings-Sturz im Sommer 2005 vor einer Bein-Amputation, kämpfte sich aber nochmals in den Weltcup zurück. In Lake Louise belegte er in seinem letzten Weltcup-Rennen Rang 33. In seiner Karriere feierte Franz zwei Weltcupsiege: Den ersten im Super G von St. Anton, den 2. in der Abfahrt von Val d'Isere.

Cuche Schnellster beim 1. Training in Gröden

Die Veranstalter in Gröden haben ganze Arbeit geleistet. Die Saslong präsentierte sich am Mittwoch beim ersten Abfahrts-Training hoch selektiv, aber in hervorragendem Zustand. Schnellster beim ersten Abtasten über Ciaslat-Wiese, Kamelbuckel und Co. war der Schweizer Didier Cuche in 1:59,10 Minuten, dahinter folgten der Schwede Patrik Järbyn (+0,28 Sekunden) und der Salzburger Hans Grugger (0,37), der am Mittwoch seinen 25. Geburtstag feierte. Cuche ist der letzte Schweizer, der ein Weltcuprennen gewann. Am 30. Januar 2004 siegte er in der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen. Seither sind über 1000 Tage vergangen. In diesem Winter gab es bisher in 8 Rennen 8 Sieger aus 8 verschiedenen Ländern - nur ist noch kein Schweizer dabei. Ob der Bann ausgerechnet auf der Saslong gebrochen wird ? Der nächstbeste Schweizer, Didier Défago, folgt dagegen erst auf dem 21. Platz, zwei Positionen hinter Vorjahressieger Marco Büchel. Die weiteren Österreicher im Spitzenfeld: Norbert Holzknecht wurde Fünfter, Michael Walchhofer, der zwei Schrecksekunden erlebte, Sechster, Christoph Gruber Zwölfter, Hermann Maier 13. und Fritz Strobl 15. Nicht dabei war Benjamin Raich, der auf die Abfahrt am Samstag verzichtet und in Gröden nur den Super G am Freitag bestreiten wird. Weit zurück blieben die deutschen Rennläufer. Johannes Stehle (3,07 zurück), Stephan Keppler (3,25) und Mathias Wölfl (5,59) belegten die Ränge 59, 60 und 71. Geburtstagskind Grugger zog stellvertretend für die Läufer den Hut vor den Veranstaltern im Grödnertal: "Kompliment, es wurde sensationell gearbeitet." Die "Tageshöchstweite" bei den Kamelbuckeln holte sich Abfahrtsweltcup-Sieger Walchhofer. "Brutal, Wahnsinn." Der beste Abfahrer der vergangenen beiden Jahre stand da und starrte den Zielhang hinauf. 88 Meter waren im vergangenen Jahr bei dem Zauchenseer über die Kamelbuckel gemessen worden. "Heuer werden es auch sicher über 70 Meter gewesen sein, ich hab' die Verhältnisse einfach unterschätzt. Als ich gemerkt habe, wie weit es geht, ist mir schlagartig die Angst eingefahren." Im Zielschuss habe es ihm zudem "die Beine so auseinandergerissen wie im vergangenen Jahr dem Hansi Grugger in Bormio, aber ich hab' mich zum Glück noch erfangen“, schnaufte der Salzburger im Ziel durch. Der mittlerweile zurückgetretene Haudegen Kristian Ghedina, der die Gröden-Abfahrt vier Mal gewonnen hat, fungierte am Mittwoch als Kameramann und war ebenfalls begeistert: „Die Piste ist in tollem Zustand.“

Schifferer beendet Karriere

Der Österreicher Andreas Schifferer hängt seine Skier an den Nagel. Der Gewinner der olympischen Bronzemedaille 2002 im Super-G teilte dem Österreichischen Skiverband sein Karriere-Ende mit. Der achtmalige Weltcup-Sieger gewann in der Saison 1997/98 die Gesamtwertung im Abfahrts-Weltcup und belegte bei der WM 1997 in Sestriere im Riesenslalom Platz drei.

Saison 2005/06:
Marco Büchel Überraschungssieger in Gröden

Alle Jahre wieder. Letztes Jahr schaffte der Deutsche Max Rauffer die Sensation, in diesem Jahr übernahm Marco Büchel die Rolle des Überraschungssiegers in Gröden/Val Gardena. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 2 Hundertstel Sekunden gewann der 34jährige Büchel vor dem Österreicher Michael Walchhofer und dem Kanadier Erik Guay (Rückstand 0,20 Sek.). Mit einem starken 4. Rang auf der Saslong verfehlte Kristian Ghedina bei seinem (letzten) Heimrennen einen 5. Erfolg (nach 1996, 1998, 1999 und 2001). Auf den Rängen 5 bis 10 folgten der Österreicher Fritz Strobl (5. Platz – 0,47 Sek), der Norweger Kjetil Andre Aamodt (6. – 0,59), der Franzose Antoine Deneriaz (7. – 0,62), der US Amerikaner Bode Miller (8. – 0,74), der Schweizer Didier Defago (9. - 0,86) und der Österreicher Norbert Holzknecht (10. – 0,89). Ein überglücklicher Marco Büchel lies im Ziel seinen Gefühlen freien Lauf: „Wenn ich ganz ehrlich bin: Als ich im Zelt Zeit hatte musste ich weinen. 34 Jahre und dann passiert mir so etwas noch. Wie es möglich war? Keine Ahnung. Gestern hat mein Markenkollege gewonnen. Ich hab mir gedacht: Ich muss mehr riskieren. Mit dem Sieg hab ich nicht spekuliert. Aber als die Leute gejubelt haben, habe ich mir gedacht: So schlecht kann es nicht sein. Die Freude in Liechtenstein ist sicherlich riesengroß. Ich hoffe auch, dass die Schweizer diesen Sieg als ihren nehmen. Ich bin in diesem Team voll integriert.“ Alles andere als zufrieden äußerte sich der auf Rang 14 platzierte Hermann Maier: „Für den Rückstand fällt mir im Moment keine Erklärung ein. Ich hab unten, vor allem über die Ciaslat eine sehr gute Fahrt gehabt. Es ist sicher kein Zufall, dass Head wieder voran ist. Wir haben schon gutes Material, sind aber nicht mehr so dominant. Wir haben aber eh so viele Chefs in der Firma, die sollen ein bisserl nachdenken. Denen fällt dann sicher etwas ein.“ Nach Strobl, Rahlves und Grugger gab es mit Büchel heute den vierten Saisonsieger in der Abfahrt. Der Liechtensteiner ist überhaupt der zehnte unterschiedliche Saisonsieger. Nur Walchhofer und Rocca konnten zwei Rennen für sich entscheiden.

Der Blick zurück - Saison 2004/05
Sensation: Max Rauffer gewinnt Abfahrt von Gröden

Mit einer Überraschung hat am Samstag die Herren-Abfahrt von Gröden geendet. Der Deutsche Max Rauffer feierte auf der Saslong seinen ersten Weltcup-Sieg vor dem Schweizer Tobias Grünenfelder und dem Österreicher Johann Grugger. Der Abfahrtsspezialist vom SC Leitzachtal der in den vergangenen Wintern immer wieder Verletzungspech zu beklagen hatte, stand zuvor erst einmal, am 4. März 2000 in Kvitfjell (NOR) auf dem Podest, und war insgesamt nur fünfmal unter den ersten zehn klassiert. "Mir ist ein sehr guter Lauf gelungen. Ich habe ein solch gutes Gefühl schon lange nicht mehr gehabt. Ich hab versucht mich auf meine Fahrt zu konzentrieren und mich nicht durch den Wind beeinflussen zulassen. Ich kann es selbst noch kaum realisieren. Da könnte schon eine Party anstehen ", sagte Rauffer, der für den ersten deutschen Weltcup-Sieg bei den Männern seit zwölf Jahren sorgte. Letztmals hatte für Deutschland Markus Wasmeier im Januar 1992 die Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Auch der Schweizer Jürg Grünenfelder nützte die Gunst der Stunde und belegte fünf Hundertstel hinter Rauffer den zweiten Rang. "Für diesen Moment habe ich die letzten Jahre hart gearbeitet. Ich freue mich ganz einfach. Ich weiss nicht, was ich sagen soll", sagte ein überwältigter Grünenfelder, der die letzten Jahre oft mit Verletzungen zu kämpfen hatte. "Ich bin mehr als zufrieden. Doch es ist klar, dass nicht alle die gleichen Wind-Verhältnisse hatten", erkannte auch der Olympia-Vierte von Nagano an. Gestern im Super G feierte das ÖSV-Team einen Dreifachsieg, heute, in diesem verrückten Rennen durch Johann Grugger immerhin einen Podestplatz. "Für mich war es ein Ziel unter die 15 zu fahren. Ich hab über den Berg schon solche Probleme gehabt. heute bin ich überglücklich." Fritz Strobl wurde Vierter, Norbert Holzknecht Achter. Für die Favoriten Walchhofer und Maier endet das Rennen enttäuschend: Walchhofer wurde 20., Maier ging als 37. sogar völlig leer aus! Hermann Maier nach dem Rennen: "Ich glaub, die Flaggen haben wahnsinnig gewachelt. Dann hat's mir noch die Skispitzen aufgehoben, da hab ich gewusst: Es ist Gegenwind. Man möchte dann noch mehr machen, das ist dann das Resultat davon. Ich hab auch einmal Rückenwind gehabt, das ist fatal ausgegangen in Nagano. Ich hoff, dass es die Deutschen jetzt richtig nützen können und einen Boom entfachen." Auch Hotelbesitzer Michael Walchhofer, der als 20. immerhin Punkte machte, konnte dem Überraschungssieg Positives abgewinnen: "Ich bin ja im Tourismus, da ist es super, wenn ein Deutscher gewinnt." Enttäuschend schnitt der bisherige Saisondominator Bode Miller ab: Dem amerikanischen Sieger der Abfahrten in Lake Louise und Beaver Creek (USA) reichte es nur zum 14. Platz. "Es war hart, ich hatte eine gute Fahrt und probierte alles. Doch ich hatte wenig Chancen mit diesem heftigen Wind", meinte der Führende im Gesamt-Weltcup. Die Top 10 Fahrer in Gröden: 1. Max Rauffer (GER) 1:50,59. 2. Jürg Grünenfelder (SUI) 0,05 zurück. 3. Johann Grugger (AUT) 0,13. 4. Fritz Strobl (AUT) 0,44. 5. Kjetil Andre Aamodt (AUT) 0,67. 6. Patrik Järbyn (SWE) 0,71. 7. Bryon Friedman (USA) 0,81. 8. Norbert Holzknecht (AUT) 0,99. 9. Antoine Dénériaz (FRA) 1,00. 10. Kurt Sulzenbacher (ITA) 1,11.


1.Platz: Max Rauffer

2.Platz: Jürg Grünenfelder

3. Platz: Johann Grugger

4. Platz: Fritz Strobl

5. Platz: Kjetil Andre Aamodt

6. Platz: Patrik Järbyn (SWE)

Der Blick zurück - Saison 2003/04
Antoine Deneriaz siegt auf der Saslong!

Der Franzose Antoine Deneriaz 1:52,99 siegte heute bei der schwierigen Abfahrt in Gröden mit +0,89 Vorsprung auf den Österreicher Michael Walchhofer +0,89 und Hans Knauß +0,92 ebenfalls Österreich. Lange sah es nach einem Mehrfachsieg der Österreicher aus. Erst Antoine Deneriaz mit Startnummer 30 konnte die österreichische Spitzengruppe verdrängen. Hermann Maier (AUT), der auf einen Sieg in Gröden nach wie vor wartet, erreichte Platz 5 mit 1,19 Sekunden Rückstand auf Deneriaz und nur 0,07 Sekunden Vorsprung auf den sechstplatzierten Stephan Eberharter (AUT). Schreckliche Bilder lieferte das Fernsehen am Anfang der Übertragung. Ein junger Vorläufer kam im Ziel schwer zu Sturz und musste lange im Zielraum verarztet werden. Der junge Rennläufer erlitt aber nach letzten Informationen "nur" eine Gehirnerschütterung. Peter Fill musste auf der Strecke mit Startnummer 1 abgewunken werden und durfte noch einmal starten. Auch er kam aber nach einem Sprung zu Sturz und konnte das Rennen nicht beenden. Ausgeschieden sind auch: Daniel Züger (SUI), Aksel Lund Svindak (NOR) und Max Rauffer (GER). Der deutsche Florian Eckert hatte beim bei seinem Comeback nach seiner schweren Knieverletzung 4,89 Sekunden Rückstand auf den Sieger Deneriaz.

Aus dem Skiweltcup Austria Infopoint: M. Riedler

Deneriaz gewinnt Abfahrt auf der Saslong


Platz 1: Antoine Deneriaz

Platz 2: Michael Walchhofer

Der Franzose Antonie Deneriaz triumphierte wie schon im letzten Jahr auf der Saslong. Mit einem eindrucksvollen Vorsprung von 89 Hunderstel Sekunden vor Michale Walchhofer sicherte er sich den Sieg in Gröden/Val Gardena. Hinter dem Salzburger folgten mit Hans Knauß +0,92; Fritz Strobl +1,08; Hermann Maier +1,19; Stephan Eberharter +1,26 und Klaus Kröll gleich weitere 6 Österreicher. Ein tolles Mannschaftsergebnis für das ÖSV Team. Die Saslong präsentierte sich heute als besonders schwer bezwingbar. Begonnen hatte das Rennen mit einem Schock - dem Sturz eines Voräufers. Aus dem Krankenhaus kam dann aber zum Glück Entwarnung - "nur" eine Gehirnerschütterung ! Bruno Kernen wurde als 12. bester Schweizer. Enttäuschend einmal mehr das Abschneiden der DSV Läufer: Rauffer stürzte, Stankalla wurde Drittletzter (51. Platz - Rückstand 4,58 Sekunden) und Florian Eckert musste sich bei seinem Comeback erst langsam herantasten (53. und letzter Platz - Rückstand 4,89 Sekunden)

Aus dem Skiweltcup Austria Infopoint: Monika Riedler


Platz 3: Hans Knauß

Platz 4: Fritz Strobl

Platz 5: Hermann Maier

Platz 6: Stephan Eberharter

Platz 7: Daron Rahlves

Platz 7: Klaus Kröll

Der Blick zurück - Saison 2002/03
Franzose Deneriaz gewinnt überraschend Abfahrt in Gröden !

Der Überraschungssieger der Weltcupabfahrt auf der Saslong in Gröden heißt Antoine Deneriaz aus Frankreich. Damit durchbrach der Franzose die große Siegesserie der ÖSV Fahrer welche die letzten 12 Weltcupabfahrten gewannen. Auf den Rängen 2 bis 6 folgten ausschließlich Fahrer der Skiweltmacht Österreich: Michael Walchhofer (2. - AUT) Josef Strobl (3. - AUT), Fritz Strobl (4. - AUT), Werner Franz (5. -AUT) und Hannes Trinkl (6. - AUT). Auf Rang 7 platzierte sich der Franzose Nicolas Burtin vor zwei weitern ÖSV Fahrern auf den Rängen 8 und 9 Klaus Kröll (AUT) sowie Andreas Buder (AUT). Als bester Schweizer kam Franco Cavegn auf Platz 10 ins Ziel. Die Rennläufer aus dem DSV Lager konnten nicht an die hervorragenden Leistungen des Trainings anknüpfen. Max Rauffer konnte mit Platz 25 wenigstens noch Weltcuppunkte einfahren. Für Stefan Stankalla reichte es nur zu einem mehr als enttäuschenden 56. Platz - bei 59. Startern.


Platz 25 in Gröden und

Weltcuppunkte für Max Rauffer

WALCHHOFER

DENERIAZ

STROBL

Der Blick zurück - Saison 2001/02

Val Gardena, 14.12.2001

Kristian Ghedina siegt in Gröden
Durchwachsenes Comeback von Max Raufer

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Kristian Ghedina

Kristian Ghedina war der schnellste Rennläufer auf der Saslong. Der Italiener gewann mit einem Vorsprung von 16 Hunderstel Sekunden vor dem überraschend starken Norweger Lasse Kjus. Kurt Sulzenbacher unterstrich mit Rang 3 seine derzeitige Topform. Die Österreicher Stephan Eberharter und Peter Rzehak müssten sich mit den Plätzen 4 und 5 begnügen. Max Raufer kam bei seinem Comeback mit einem Rückstand von 3,83 Sekunden ins Ziel. Nicht wesentlich besser das Ergebnis von Stefan Stankalla, der mit einem Rückstand von 3,59 Sekunden sein Rennen beendete.

Val Gardena, 15.12.2001

Österreichischer Doppelsieg
Eberharter triumphiert bei 2. Saslong Abfahrt

136.jpg (8059 Byte)
Stephan Eberharter

Der Traum von Kristian Ghedina seinen fünften Sieg auf der Saslong einzufahren erfüllte sich nicht. Stephan Eberharter zeigte bei der zweiten Abfahrt in Gröden eine Topleistung. Mit einem Vorsprung von 22 Hundertstel Sekunden sicherte er sich, vor seinem Teamkollegen Michael Walchhofer, den Sieg. Auf Rang drei platzierte sich der Norweger Kjetil-Andre Aamodt. Für Kristian Ghedina blieb nur der undankbare vierte Platz. Max Raufer konnte mit Platz 30 seinen 1. Weltcuppunkt der Saison einfahren. Stefan Stankalla musste sich mit Rang 40 begnügen.

 

 









 

 

 

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