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Der Start des heutigen Weltcup-Riesentorlaufs der Herren in Hinterstoder ist wegen dichten Nebels von 10.30 auf 11.00 Uhr verschoben worden.

Miller gewinnt Hinterstoder-Super G

Der US Amerikaner Bode Miller war beim Super G in Hinterstoder eine Klasse für sich. Miller gewann mit einem Vorsprung von 0,79 Sekunden vor dem Südtiroler Peter Fill und feierte seinen zweite Super-G-Erfolg in dieser Saison. „Bode ist schon ein wilder Hund und fast unmöglich zu schlagen. Aber irgendwann macht er wieder einen Fehler“, kommentierte Fill den Sieg des Amerikaners, der seinen Sieg so sah: „Ich bin hier 100 Prozent gefahren. Nicht alle sind das volle Risiko gegangen“. Bester Österreicher wurd Hermann Maier (+0,94), der trotz eines Fehler im oberen Teil noch auf das Stockerl fahren konnt. Für Maier war es der erste Podestplatz in dieser Saison trotzdem war er im Zielraum sehr verärgert: "Ich habe mir selber den Vogel gezeigt, denn ich bin ganz schlecht gefahren und habe nie einen richtigen Zug auf den Ski bekommen. Miller hat in diesen Passagen sicher voll beschleunigt. Außerdem rutscht mir immer der Ski weg, was für mich eigentlich ziemlich ungewöhnlich ist. Aber wenn das Gefühl wieder passt, dann wird auch wieder etwas weitergehen. Davon bin ich überzeugt", gab sich Maier optimistisch. Die ÖSV Fahrer Fritz Strobl landet auf dem fünften Platz, Georg Streitberger belegt Rang sieben. Benjamin Raich kam über Platz 34 nicht hinaus: "Es geht oben zwar flach weg, aber dann ordentlich zur Sache, es war sehr eisig. Eine durchwachsene Fahrt." Das österreichische Herrenteam wartet nun schon seit zwölf Rennen auf einen Sieg. Beim Team Swiss sorgte Silvan Zurbriggen mit einer tollen Fahrt für Aufsehen. Der Walliser legte mit Startnummer 1 eine Zeit vor, die lange nicht unterboten werden konnte und durfte sich bis zuletzt Hoffungen auf einen Podestplatz machen. Von Rang drei verdrängte ihn erst Hermann Maier mit der Startnummer 30 - um zwei Hundertstel-Sekunden. Didier Cuche startete nach seinem Trainingssturz noch etwas gehandicapt und erreichte immerhin Rang neun. Ausgeschieden sind Bruno Kernen und Ambrosi Hoffmann. DSV Starter Stephan Keppler aus Ebingen (1:12,29) konnte sich mit einem Rückstand von 2,53 Sekunden nur auf Rang 38 plazieren. Miller übernahm mit seinem dritten Saisonsieg auch die Führung im Gesamtweltcup (440 Pkt.) vor Aksel Lund Svindal (Norwegen; 421), Didier Cuche (Schweiz; 392) und Peter Fill (338). In der Disziplinen-Wertung des Super-G liegt Miller ebenfalls vorn.


1. Bode Miller USA 1:09,76


2. Peter Fill ITA 1:10,55


3. Hermann Maier AUT 1:10,70


4. Silvan Zurbriggen SUI 1:10,72


5. Fritz Strobl AUT 1:10,73


6. Marco Büchel LIE 1:10,85


7. Georg Streitberger AUT 1:10,86

  Pos.   Startnr.   Nation   Läufer/in Zeit  
  1   26   USA   Bode Miller 1:09.76  
  2   24   ITA   Peter Fill +0.79  
  3   30   AUT   Hermann Maier +0.94  
  4   1   SUI   Silvan Zurbriggen +0.96  
  5   11   AUT   Fritz Strobl +0.97  
  6   19   LIE   Marco Büchel +1.09  
  7   6   AUT   Georg Streitberger +1.10  
  8   5   ITA   Patrick Staudacher +1.11  
  9   16   SUI   Didier Cuche +1.15  
  10   9   FRA   Antoine Deneriaz +1.18  
  11   29   NOR   Aksel Lund Svindal +1.19  
  12   43   SUI   Daniel Albrecht +1.22  
  13   35   ITA   Walter Girardi +1.30  
  14   28   CAN   Erik Guay +1.32  
  15   44   FRA   Gauthier De Tessieres +1.38  
  16   64   SUI   Marc Berthod +1.40  
  17   37   FRA   Pierre-Emmanuel Dalcin +1.45  
  18   38   ITA   Michael Gufler +1.49  
  19   15   SUI   Didier Defago +1.52  
      25   AUT   Christoph Gruber +1.52  
      50   USA   Thomas Lanning +1.52  
  22   34   ITA   Christof Innerhofer +1.56  
  23   52   SWE   Niklas Rainer +1.61  
  24   36   ITA   Florian Eisath +1.83  
  25   39   FRA   Adrien Theaux +1.85  
  26   45   SUI   Olivier Brand +1.91  
  27   47   ITA   Alex Happacher +1.97  
  28   55   FIN   Jouni Pellinen +1.98  
  29   21   CAN   John Kucera +1.99  
      49   CAN   Jeffrey Frisch +1.99  
  31   56   SLO   Ales Gorza +2.01  
  32   27   AUT   Hannes Reichelt +2.03  
  33   12   AUT   Michael Walchhofer +2.06  
  34   17   AUT   Matthias Lanzinger +2.08  
      13   AUT   Benjamin Raich +2.08  
  36   32   USA   Ted Ligety +2.14  
  37   2   SLO   Andrej Sporn +2.18  
  38   10   USA   Scott Macartney +2.30  
      51   GER   Johannes Stehle +2.30  
  40   33   AUT   Christoph Alster +2.32  
  41   53   SLO   Andrej Jerman +2.36  
  42   3   SUI   Tobias Grünenfelder +2.39  
  43   48   CAN   Jan Hudec +2.43  
  44   41   ITA   Silvano Varettoni +2.50  
      7   USA   Steven Nyman +2.50  
  46   57   USA   Marco Sullivan +2.51  
  47   4   GER   Stephan Keppler +2.53  
  48   54   CAN   Robbie Dixon +2.56  
  49   14   CAN   Francois Bourque +2.74  
  50   58   NOR   Lars Myhre +2.76  
  51   40   CZE   Petr Zahrobsky +3.39  
  52   63   JPN   Akira Sasaki +3.77  
  53   62   RUS   Alexandr Horoshilov +4.02  
  54   61   SVK   Ivan Heimschild +5.18  

 
 Ausfälle Super G der Herren in Hinterstoder
 
  Startnr.   Nation   Läufer/in Grund  
  31   ITA   Massimiliano Blardone Sturz  
  8   AUT   Hans Grugger Sturz  
  23   AUT   Mario Scheiber Sturz  
  22   SUI   Ambrosi Hoffmann Torfehler  
  18   SWE   Patrick Järbyn DNS  
  60   FRA   David Poisson Torfehler  
  46   CAN   Manuel Osborne Torfehler  
  59   CAN   Vincent Lavoie Torfehler  
  42   GBR   Finlay Mickel Torfehler  
  20   SUI   Bruno Kernen Torfehler  

Übertragungszeiten:

LIVE: Mittwoch, 20.12.2006 - 11.40 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup in Hinterstoder (AUT)
3. Super G der Herren

LIVE: Mittwoch, 20.12.2006 - 11.55 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup in Hinterstoder (AUT)
3. Super G der Herren




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DAS LETZTE SAISONRENNEN
Miller gewinnt Gröden-Super-G

Bode Miller ritt im Super G von Gröden am schnellsten über Kamelbuckel und Ciaslat und konnte seinen 2. Saisonsieg feiern. Der US-Amerikaner feierte den 23. Weltcup-Sieg, den vierten im Super G und ist damit der erste Zweifach-Sieger der laufenden Saison. "Das war meine bisher beste Fahrt in dieser Saison. Ich bin aggressiv und fehlerlos unterwegs gewesen", freute sich der 29-Jährige. Miller siegte in einer Zeit von 1:32,35 Min. vor dem Österreicher Christoph Gruber, der Miller mit 0,64 Sek. Rückstand am nächsten kam. Den 3 Platz auf dem Stockerl sicherte sich der Kanadier John Kucera, der damit seinen Sensationssieg von Lake Louise bestätigte und das Rote Trikot des Super-G-Leader erfolgreich verteidigte. Hermann Maier belegte zunächst als zweitbester ÖSV-Läufer Rang 5, wurde dann jedoch wegen eines Torfehlers aus der Wertung genommen. Der junge Georg Streitberger belegt sensationell Rang 6. Die Routiniers, wie Strobl (Platz 13) oder Walchhofer (26) blieben allerdings hinter den Erwartungen zurück. Benni Raich vermied mit Mühe einen Sturz und verpasst mit 3,10 Sek. Rückstand den Sprung in die Weltcup-Punkte. Acht Rennen ohne Sieg, das hatte es im ÖSV-Männer-Lager zuletzt zwischen dem 15. Dezember 2002 und dem 5. Januar 2003 gegeben. Die Schweizer vermochten ihr gutes Teamergebnis von Lake Louise, wo sie im ersten Super-G der Saison die Ränge 7 bis 9 belegte hatten, nicht zu wiederholen. Cuche konnte sich als einziger seiner Mannschaft unter die Top 10 schieben. Dies tat er aber als sehr guter Vierter, womit er sein bestes Super-G-Ergebnis seit vier Jahren realisierte. Den Podestplatz verpasste der Neuenburger um nur gerade fünf Hundertstel Sekunden. Eine gute Leistung zeigte auch Silvan Zurbriggen, der mit der hohen Nummer 51 auf den 10. Platz fuhr. Der deutsche Stephan Keppler freute sich als Achter über das beste deutsche Super-G-Ergebnis seit fast sechs Jahren und setzte den Aufschwung der deutschen Skiherren fort. Mit einer nicht fehlerfreien, aber couragierten Vorstellung lag der Ebinger 1,09 Sekunden hinter Miller.


1. Bode Miller USA 1:32,35


2. Christoph Gruber AUT 1:32,99


3. John Kucera CAN 1:33,08


4. Didier Cuche SUI 1:33,13


5. Aksel Lund Svindal NOR 1:33,23


6. Georg Streitberger AUT 1:33,28


7. Peter Fill ITA 1:33,41

Maier "weiß noch jedes Detail"

Am 10. Februar 1996 hat Hermann Maier als Unbekannter in Hinterstoder sein Debüt im Skiweltcup gegeben. Nach zehnstündiger Anreise in einem alten Jeep, ohne Servicemann und mit zu kleinem Rennanzug belegte der damals 23-Jährige den 26. Platz. Nach sechs Jahren Pause kehrt der alpine Weltcup mit einem Super-G am Mittwoch (12.00 Uhr, live in ORF1) und einem Riesentorlauf am Donnerstag nach Hinterstoder zurück. Vor allem ÖSV-Superstar Hermann Maier verbindet mit dem österreichischen Skiort eine ganz besondere Erinnerung. Vor über zehn Jahren debütierte der mittlerweile 34-Jährige im Weltcup. "Ich weiß noch jedes Detail von diesem Tag; bei welchem Tor ich einen Fehler gemacht habe und wo es mich ausgehoben hat", erinnert sich Maier an den Start seiner Laufbahn. Der 23-Jährige war damals noch ein Unbekannter. Am Vortag bestritt der gelernte Maurer noch einen Europacup-Riesentorlauf in Sella Nevea in Italien, den er auch für sich entscheiden konnte, und erhielt daraufhin per Telefon die Weltcup-Einberufung von Alpindirektor Hans Pum. "Ich dachte mir: Wenn das Rennen schon in Österreich ist, dann fahr ich halt mit", so Maier, der nach Pums Anruf seine sieben Sachen packte und die knapp zehnstündige Reise von Italien nach Hinterstoder mit einem alten Jeep in Angriff nahm. Erst nach Mitternacht kam er in Hinterstoder an und musste dann noch als damaliger "Self made"-Profi seine Ski selbst präparieren. Der für Maier bereitgestellte Rennanzug war zudem viel zu klein. Dennoch hatte Maier schon damals große Ziele: "Ich habe im Europacup alles gewonnen und dachte, dass ich da in die Top Fünf fahren kann. Aber dann bin ich leider mit den eisigen Verhältnissen nicht zurechtgekommen." In den zehn Jahren, die seit damals vergangen sind, haben sich die Zeiten jedoch merklich geändert. In der Gegenwart ist Maier ein Weltstar, der alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt. In dieser Saison hat es für Maier noch nicht zu seinem insgesamt 54. Weltcup-Sieg gereicht. Sorgen bereiten Maier derzeit vor allem seine Atemwegsprobleme: "Es ist auffällig, dass das von Jahr zu Jahr schlechter wird." Ganz klar, dass der Zahn der Zeit auch am "Herminator" nagt, was aber noch lange nicht heißt, dass ein Sieg in Hinterstoder für einen Maier zehn Jahre nach seinem Debüt nicht im Bereich des Möglichen liegt.


 

 









 

 

 

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