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Styger gewinnt Abfahrt im Whistler

Die Schweizerin Nadia Styger hat in Whistler Mountain am Olympiaberg von 2010 die Weltcup-Abfahrt mit einem hauchdünnem Vorsprung von 1. Hundertstel Sekunden vor der US Amerikanerin Lindsey Vonn gewonnen. Mit dem zweiten Platz sicherte sich Vonn die kleine Abfahrtsweltcup für die Saison 2007/08. "Es ist Wahnsinn. Es ist schade, dass ich heute um eine Hundertstel verloren habe. Aber ich bin sehr froh, dass ich endlich diese Abfahrts-Kugel gewonnen habe. Ich habe in dieser Saison einige Male einen Podestplatz um wenige Hundertstel verloren - da tut es schon weh, den Sieg verpasst zu haben. Die Sicht war schlecht, aber ich muss immer Vollgas geben." Der dritte Rang auf dem Podest ging an ihre Teamkollegin Julia Mancuso (+0,19).

Für die 29-Jährige-Styger war es der erste Sieg in einer Abfahrt, drei vierte Plätze waren bisher ihre beste Klassierungen. Ihre drei Weltcup Siege errang sie im Super-G, den lezten davon vor zwei Jahren in Kvitfjell. "Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt. Es hat mir jeden Tag ein bisschen mehr Spaß gemacht. Heute war es ein gutes Rennen - schön, dass es so weit nach vorne gereicht hat. Der Gedanke, dass hier 2010 Olympia stattfindet, hat mich angespornt." Die Innerschweizerin beendet mit ihrem Erfolg eine lange Schweizer Durststrecke in der Abfahrt. Die letzte Schweizer Siegerin in einer Weltcup-Abfahrt war Corinne Rey-Bellet 2002 in Lenzerheide. Insgesamt ist es der 77. Abfahrtssieg für die Schweizer Damen. Ausser Styger zeigten die Schweizerinnen eine schwache Leistungen. Fränzi Aufdenblatten belegte lediglich Rang 19, Dominque Gisin den 21.

Auch im achten Anlauf wurde es nichts mit einem Abfahrts-Sieg für Österreichs Damen. Bisher gab es erst vier Podestplätze für Österreichs Damen - damit ist die Abfahrt die schwächste Disziplin der ÖSV-Damen. Beste Österreicherin auf der Olympia-Strecke der Winterspiele in Vancouver 2010 wurde heute Renate Götschl als Fünfte. Ebenfalls den Sprung in die Top 10 schaffte Elisabeth Görgl als Siebte.

Im Kampf um die große Weltcupkugel konnte Lindsey Vonn heute 80 Punkte auf ihr Konto gutschreiben, Niki Hosp sammelte als 15. lediglich 16 Punkte. Damit setzt sich die US-Amerikanerin um 64 Punkte ab.

Aus dem Rennen um den Gesamt Weltcupsieg mußte sich heute endgültig Maria Riesch verabschieden und das nach einer hervorragenden Fahrt, bei der sie aber kurz vor dem Ziel zu Sturz kam. Bei der letzten Zwischenzeit hatte Sie noch einen Rückstand von 4 Hundertstel Sekunden auf die Siegerin, war jedoch um 4,7 km/h schneller als Styger (107,8 km/h zu 103,1 km/h). Ohne den „Verschneider“ der sie zu Sturz brachte, hätte sie heute wohl das Rennen gewinnen können. "Es ist mir nichts passiert. Aber es ist schon enttäuschend, ich war wieder gut am Weg. Es ist mir in dieser Saison schon einige Male in der Abfahrt passiert, dass ich gute Ergebnisse durch Fehler hergegeben habe. Im Gesamtweltcup habe ich wieder viele Punkte liegen gelassen. Es ist, so wie es ist. Den Gesamtweltcup werden sich die zwei da vorne ausmachen."

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1. Nadia Styger SUI 1:45,30


2. Lindsey Vonn USA 1:45,31


3. Julia Mancuso USA 1:45,49


4. Britt Janyk CAN 1:45,65


5. Renate Götschl AUT 1:45,69


6. Anja Pärson SWE 1:45,73


7. Elisabeth Görgl AUT 1:45,77


8. Nadia Fanchini ITA 1:45,86


9. Kelly Vanderbeek CAN 1:45,89


10. Carolina Ruiz Castillo ESP 1:45,97

Übertragungszeiten:

LIVE: Freitag, 22.02.2008 - 19.00 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Whistler (CAN)
8. Abfahrtslauf der Damen

LIVE: Freitag, 22.02.2008 - 19.10 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Whistler (CAN)
8. Abfahrtslauf der Damen

LIVE: Freitag, 22.02.2008 - 19.15 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Whistler (CAN)
8. Abfahrtslauf der Damen



Das letzte Rennen - Abfahrt der Damen in Sestriere
Vonn gewinnt Abfahrt in Sestriere

Die US Amerikanerin Lindsey Vonn fuhr bei der Abfahrt auf der Piste "Kandahar Banchetta" in Sestriere in einer eigenen Klasse. Mit einem Vorsprung von 62 Hundertstel Sekunden verwies sie Kelly Vanderbeek aus Kanada auf den zweiten Rang. Den dritten Rang sicherte sich völlig überraschend die Italienerin Nadia Fanchini (+0,77), die nach langer Verletzungspause und mit Startnummer 28 noch die zeitgleichen Renate Götschl aus Österreich (+0,85) und die Schweizerin Nadia Styger vom Podest stieß.

"Ich weiß auch nicht genau, warum", rätselte Vonn über sich selbst, fand dann aber doch eine Erklärung für ihren bereits vierten Saisonsieg in der Königsdisziplin. "Ich bin sehr sauber unterwegs und habe zudem schnelle Ski. Das macht mich insgesamt zur Besten." Verwundert sei sie nur über ihre Vorsprünge. "Ich habe ja noch nie so viel gewonnen wie heuer. Das ist alles ein Wahnsinn", erzählte die einzige Ehefrau im Feld.

Die beste deutschen Abfahrerin Maria Riesch (+0,96) konnte sich über einen ausgezeichneten 6. Platz freuen. Der 23-Jährigen aus Garmisch Partenkirchen fehlten am Ende nur 19 Hundertstel Sekunden zum Sprung auf das „Stockerl“.

Eine gute Leistung im Schweizer Team zeigte auch Dominique Gisin auf der neunten Position. Für die Engelbergerin war es das beste Resultat in diesem Winter. Martina Schild (19.) und Fränzi Aufdenblatten (24.) konnten einmal mehr ihre starken Trainingsresultate nicht bestätigen und fuhren auf die Ränge 15 bzw. 20.

Zweitbeste Österreicherin wurde Elisabeth Görgl (+1,98) erst auf Rang 20 unmittelbar vor Alexandra Meissnitzer (+2,00) und Nicole Hosp (+2,03). Maria Holaus kam nur auf Platz 25. Damit bestätigte sich die Abfahrt als bisheriger Schwachpunkt der in dieser Disziplin noch immer ohne Saisonsieg dastehenden Österreicherinnen.

Mit Ihrem Sieg bei der heutigen Abfahrt übernimmt Lindsey Vonn auch die Führung im Gesamtweltcup von der Österreicherin Nicole Hosp und hat die kleine Disziplinen Weltcupkugel für die Abfahrt, bei 252 Punkten Vorsprung auf Götschl und drei noch ausständigen Rennen in Whistler, Crans Montana und Bormio so gut wie sicher. Götschl will diese drei Möglichkeiten aber nutzen, eine Saison ohne (Abfahrts-)Sieg zu vermeiden. Das war ihr überhaupt erst einmal vor zwölf Jahren (Saison 1995/96) passiert.

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1. Lindsey Vonn USA 1:38,86


2. Kelly Vanderbeek CAN 1:39,48


3. Nadia Fanchini ITA 1:39,63


4. Renate Götschl AUT 1:39,71
. Nadia Styger SUI 1:39,71


6. Maria Riesch GER 1:39,82


7. Britt Janyk CAN 1:39,91
8. Chelsea Marshall USA 1:40,03


9. Dominique Gisin SUI 1:40,08


10. Anja Pärson SWE 1:40,11

"Heute kleine Kugel holen - und Punkte für die große sammeln"

Die klare Dominatorin der bisherigen Speed-Rennen kann sich heute vorzeitig den Abfahrtsweltcup sichern. Die Amerikanerin Lindsey Vonn geht mit einem Vorsprung von 252 auf Renate Götschl in die Abfahrt auf der Olympia-Piste 2010 im kanadischen Whistler. Doch das ist beinahe nur eine Randnotiz im dramatischen Kampf um den Gesamtweltcup, der wie schon im Vorjahr auf ein Herzschlagfinale hinausläuft. Jeweils 983 Punkte haben die beiden Gesamtführenden Vonn und Nicole Hosp derzeit auf ihrem Konto. Die österreichische Titelverteidigerin ließ in der Vorwoche mit ihrem Einfädler beim Zagreb-Slalom die Chance aus, in Abwesenheit der Amerikanerin vorzulegen.

„Ich kann mir vorstellen, dass diese Pause am Ende ausschlaggebend ist“, hofft Vonns österreichischer Cheftrainer Patrick Riml. „Es wird auf die letzte Woche ankommen. Und wer da mehr Reserven hat, tut sich sicher leichter“, ist der Tiroler überzeugt. Vonn bestätigt ihren Trainer: „Ich bin wieder mental frisch. Vielen wird am Ende aber das Gas ausgehen“, glaubt die 23-Jährige, „der Weltcup ist wie ein Marathon, man darf sich nicht zu früh verausgaben.“

Noch nicht aus dem Rennen ist auch Maria Riesch. Die Deutsche, die derzeit 102 Punkte hinter dem Führungsduo liegt, hält sich aber im Hintergrund. „Mit dem Gesamt-Weltcup habe ich wenig zu tun, dafür habe ich schon zu oft gepatzt“, übt sich die 23-Jährige im Understatement. „Ich will die Super-G-Kugel, mit Platz drei im Gesamtweltcup wäre ich zufrieden.“ Ihr Tipp für das Saisonfinale: „Wenn Lindsey alle drei Abfahrten gewinnt, wird es für Niki sehr schwer. Auf jeden Fall geht es ab jetzt um jeden Punkt.“

Fanchini Schnellste beim 2. Abfahrtstraining in Whistler

Die Italienerin Nadia Fanchini fuhr im zweiten Training für die Abfahrt im kanadischen Whistler Mountain in 1:46,65 Min. Bestzeit vor der Schweizerin Nadia Styger (+ 0,45 Sek.) und Andrea Fischbacher (+0,7 Sek.) aus Österreich. Nadia Fanchini, die wegen Herzrhythmus-Störungen erst später in die Saison eingestiegen ist und in Sestriere als Dritte aufs Podium gefahren war, realisierte zum dritten Mal in ihrer Karriere eine Trainingsbestzeit. 2005 und 2007 war sie jeweils in Lake Louise Trainingsschnellste gewesen.

Von den Favoritinnen deckten einige ihre Karten nicht mehr auf. Lindsey Vonn, die Schnellste des Vortages und Anwärterin Nummer 1 auf den Sieg, büsste über eine Sekunde ein und belegte zeitgleich mit der Österreicherin Renate Götschl Rang 9.

Mit Marlies Schild (11.Platz - +1,27), Alexandra Meissnitzer (13. - +1,46), Ingrid Rumpfhuber (18. - 1,64) und Elisabeth Görgl (19. - +1,73) konnten sich noch 4 weitere ÖSV Läuferinnen in den Top 20 plazieren. Geburtstag gefeiert hat am Mittwoch Elisabeth Görgl. Die Steirerin, die wie Nicole Hosp oder Benni Raich den Olympia-Berg schon vor über zehn Jahren beim so genannten Whistler-Cup - einem Nachwuchsbewerb - befahren hat, wurde 27 Jahre alt.

Mit einer sehr ansprechenden Leistung beendete, die Deutsche Gina Stechert (+1,60) den 2. Trainingstag auf Rang 16 und lag damit sogar einen Platz vor ihrer Teamkollegin Maria Riesch (+1,62).

Bei bedecktem Himmel präsentierte sich die 2.879 m lange Strecke am Mittwoch deutlich weicher als beim ersten Training. Ob es am Donnerstag zu einem dritten Testlauf auf "Franz's Downhill" kommt, ist wegen der schlechten Wetterprognosen fraglich.

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Vonn im 1. Training in Whistler Mountain Schnellste

Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn hat bereits beim ersten Training für die Abfahrt im kanadischen Whistler Mountain ein Ausrufezeichen gesetzt. Vonn meisterte die Strecke in einer Zeit von 1:46,54 Minuten und verwies die Kanadierin Britt Janyk (+0,13) und die Französin Maria Marchand Arvier (+0,18) auf die Plätze 2 und 3. Vier der bisher sieben Abfahrten hat die US Amerikanerin in diesem Winter gewonnen, und auch in Whistler, wo sie bereits den Disziplinen-Weltcup gewinnen kann, wird der Sieg über sie führen.

Auch Maria Riesch überzeugte mit einer starken Fahrt und wurde überraschend 6. und das obwohl man weiß das die Partenkirchenerin das erste Training immer zum herantasten nutzt. Am Ende des 1. Trainingtages hatte sie 0,60 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit. Ihre Teamkollegin Gina Stechert (+2,29) wurde 32.

Schnellste Österreicherin war Renate Götschl auf Rang acht (+ 0,65), Marlies Schild fuhr die elftbeste Zeit und Andrea Fischbacher plazierte sich auf Rang 14. Weltcup-Leaderin Nicole Hosp wies als 19. einen Rückstand von 1,46 Sekunden auf.

Beste Schweizerin war Fränzi Aufdenblatten als Neunte. Nadia Styger fuhr auf Rang 12, Dominique Gisin auf den 14. Platz. Nicht überzeugen konnten Monika Dumermuth und Martina Schild als 26., respektive 27.

Die Wetterprognosen für die nächsten Tage sind leider schlecht. Für die ersten beiden Renntage Donnerstag und Freitag sind Niederschläge vorhergesagt. Betroffen wären davon der Herren-Super-G und die Damen-Abfahrt. Am Wochenende (Herren-Riesenslalom und Damen-Kombi) soll es dann wieder besser werden.

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BLICK ZURÜCK SAISON

Wegen der Nähe zum Pazifik befinden sich die Rennstrecken in British Columbia in einer sehr unsicheren Wetterregion. Ohne die anstehenden Olympischen Spiele hätte die rund 130 km nordöstlich von Vancouver liegende Skistation wohl nie wieder ein Weltcup-Rennen erlebt. Als die Herren-Rennen dort seinerzeit auf Dezember verlegt worden waren, fand von 1996 bis 1998 wegen Schlechtwetters in drei Jahren gerade ein Trainingslauf, aber kein einziges Rennen statt. Daraufhin wurde Whistler aus dem Kalender gestrichen. Einer der wenigen Läufer, die schon damals dabei waren, ist Hermann Maier. Der Salzburger, der sich noch nicht festgelegt hat, ob er in zwei Jahren noch um Olympia-Medaillen fahren will, hofft im vierten Anlauf endlich auf einen Start. Die Chancen darauf stehen laut Wetterprognosen zumindest im Super-G nicht besonders gut.  

 

 






 

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