|

Miller gewinnt Abfahrt in Bormio

Der US Amerikaner Bode Miller holte sich, so wie bei
der WM 2005 den Sieg bei der Abfahrt von Bormio auf der berühmt
berüchtigten Stelvio Piste. "Es war sehr schwer heute. Fitness war
wichtig, damit man auch attackieren kann. In Bormio sind technisch
starke Läufer bevorzugt, denn es ist hier sehr einfach, schwere Fehler
zu machen. Jetzt hoffe ich, dass ich auch im Slalom wieder zu meiner
Form finde", meinte Miller im ORF-Interview. In einer Zeit von 2.00,57
Minuten gewann Miller vor dem Niederösterreicher Andreas Buder (+0,45)
und dem Kanadier Jan Hudec (+0,66). Knapp am Podest vorbei schrammte
Didier Cuche. Der Schweizer fuhr zu verkampft und verpasste das Podest
um 12 Hundertstel. Sein Teamkollege Didier Defago klassierte sich auf
dem guten 6. Rang. Ambrosi Hoffmann hingegen musste mit Rang 22 einen
Rückschlag einstecken. Aus Schweizersicht konnte man sich auch über
Konrad Hari als 19. und Cornel Züger, der sich Platz 20 sicherte freuen.
Eine Schrecksekunde erlebte Tobias Grünenfelder. Der Glarner stürzte
kurz vor dem Ziel, zog sich aber keine gravierenden Verletzungen zu. Mit
Klaus Kröll auf Platz 7 reihte sich ein weiterer ÖSV-Läufer unter den
Top-10 ein. Hermann Maier wurde 13., Christoph Gruber fuhr auf Rang 17.
Topfavorit Michael Walchhofer mußte sich nach einem schwerem Fehler mit
Platz 19 begnügen. "Eigentlich habe ich mich selbst geschlagen. Mir hat
es den Innenski verschlagen und dann bin ich gelegen. Nach meinem Fehler
musste ich das Rennen eigentlich neu beginnen, dafür ist die Zeit eh
sehr gut. Ich habe mich dann bis ins Ziel gekämpft, aber ich weiß, dass
ich schnell bin", so der Salzburger. Stephan Keppler kam als bester
Deutscher auf Rang 28 (+2,48 Sek.), Johannes Stehle wurde 38.
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum

1. Bode Miller USA 2:00,57

2. Andreas Buder AUT 2:01,02

3. Jan Hudec CAN 2:01,11

4. Didier Cuche SUI 2:01,23

5. Andrej Jerman SLO 2:01,28

6. Didier Defago SUI 2:01,42

7. Klaus Kröll AUT 2:01,47

8. Erik Guay CAN 2:01,59

9. Christof Innerhofer ITA 2:01,91

10. John Kucera CAN 2:01,92


Übertragungszeiten:
LIVE: Samstag, 29.12.2007 - 11.20 Uhr -
ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Bormio (ITA)
4. Abfahrtslauf der Herren
LIVE: Samstag, 29.12.2007 - 11.35 Uhr -
SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Bormio (ITA)
4. Abfahrtslauf der Herren
LIVE: Samstag, 29.12.2007 - 11.45 Uhr -
ARD
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Bormio (ITA)
4. Abfahrtslauf der Herren
LIVE: Samstag, 29.12.2007 - 11.45 Uhr -
Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Bormio (ITA)
4. Abfahrtslauf der Herren



Das letzte
Rennen - Abfahrt der Herren in Gröden
Walchofer gewinnt Abfahrt in Gröden

Michael Walchhofer hat am Samstag seine
"Klassikersammlung" endlich vervollständigt. Nach Kitzbühel, Wengen,
Garmisch, Val d'Isere und Bormio holte sich der Salzburger mit dem
Erfolg in Gröden die letzte traditionelle Abfahrt, die ihm noch in
seiner Siegesliste gefehlt hatte. Der Salzburger setzte sich 0,18
Sekunden vor dem Schweizer Didier Cuche und 0,56 vor dem US-Amerikaner
Scott Macartney durch und feierte damit seinen zweiten Saisonsieg. "Das
ist ein Hammer! Nach Beaver Creek hier gleich wieder zu gewinnen. Ich
hab schon gemerkt, dass sich Druck aufbaut. Es gab viele Frage nach dem
Sieg im letzten fehlenden Klassiker. Jetzt wo ich das geschafft hab,
kann ich mich umso mehr freuen. Ich hab einen brutal schnellen Ski
gehabt. Es ist so dahin gegangen - die Kurve der Ciaslat-Einfahrt hab
ich bremsen müssen, sonst wäre sich das nicht mehr ausgegangen. Ich hab
so fighten müssen, dass war wahrscheinlich das Geheimnis des Erfolges."
Im Schatten von Cuche hat auch Ambrosi Hoffmann ein hervorragendes
Ergebnis für die Schweizer eingefahren. Der Bündner klassierte sich auf
dem fünften Rang und verpasste das Podest lediglich um 36 Hundertstel.
Auf dieses Podest fuhr aus Kanada der sich mit Rang 4 begnügen mußte.
Didier Défago, welcher mit Nummer 1 ins Rennen gestartet war, verpasste
die Top 10 nur knapp und beendete das Rennen als Zwölfter. Als
zweitbester Österreicher landete Klaus Kröll (+1,26) auf dem neunten
Rang, unmittelbar vor Andreas Buder (+1,28). Christoph Gruber (+1,54)
klassierte sich am 13. Platz, Hermann Maier riss 2,12 Sekunden Rückstand
auf und wurde 20. Silvan Zurbriggen ist bei den «Kamelbuckeln» schwer
gestürzt. Er geriet beim Sprung in Rücklage und verdrehte sich bei der
Landung wohl das Knie. Er wurde mit dem Akja geborgen, über die Art der
Verletzungen wurde noch nichts bekannt. Johannes Stehle sorgte aus Sicht
des DSV für eine erfreuliche Überraschung und landete auf Rang 17. Den
Grundstein legt er mit starker Zeit im Gleitstück oben. Durch die
Ciaslat schlägt er sich gut - und reiht sich mit knapp 2 Sekunden
Rückstand auf Rang 17 ein. In der Weltcup-Gesamtwertung übernahm Cuche
die Führung von dem Österreicher Benjamin Raich.
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum

1. Michael Walchhofer AUT 1:56,70

2. Didier Cuche SUI 1:56,88

3. Scott Macartney USA 1:57,26

4. Erik Guay CAN 1:57,54

5. Ambrosi Hoffmann SUI 1:57,62

6. Manuel Osborne-Paradis CAN 1:57,67

7. Andrej Jerman SLO 1:57,83

8. Bode Miller USA 1:57,85

9. Klaus Kröll AUT 1:57,96

10. Andreas Buder AUT 1:57,98
 Jerman
Schnellster beim Abschlußtraining in Bormio

Beim Abschlusstraining
für das Abfahrtsrennen der
Weltcup-Veranstaltung im italienischen
Bormio hat sich Andrej Jerman aus Slowenien
die Bestzeit gesichert. In 2:01,26 Minuten
lag er vor Klaus Kröll aus Österreich und
dem Kanadier Erik Guay, der tags zuvor
Schnellster des ersten Trainings war. Der
Topfavorit für die Abfahrt am Samstag
(Start: 11.45 Uhr) Michael Walchhofer hat am
Freitag noch nicht alle Karten aufgedeckt
und wurde Fünfter. Mit einem Sieg kann er am
Samstag einen doppelten Hattrick fixieren:
Der Ex-Weltmeister hatte im Vorjahr beide
Rennen auf der extrem eisigen Stelvio
gewonnen und ist zudem Sieger der jüngsten
beiden Abfahrten in Beaver Creek und Gröden.
"Ich müsste fast lügen, wenn ich nicht an
Statistik denke", meinte deshalb Walchhofer.
"Ich bin in einer sehr, sehr guten Form, wie
die letzten beiden Siege gezeigt haben, und
will natürlich auch hier gewinnen. Aber man
ist natürlich hier auch froh, wenn man heil
ins Ziel kommt, denn diese Piste ist auch
heuer wieder extrem schwierig. Ein paar
Kurven sind extrem eisig und unruhig, andere
dagegen wieder extrem griffig. Es ist also
nicht einfach, die Abstimmung zu finden.
Dazu kommt noch die teilweise schlechte
Sicht". Hermann Maier landete nach Platz
vier im ersten Training am Freitag auf Rang
zwölf (+1,34). Bester Schweizer war Tobias
Grünenfelder als Sechster. Im Gegensatz zum
Mittwoch lief es den Schweizern ausser
Grünenfelder nicht mehr so gut. Als
Nächstbester musste sich Didier Défago mit
dem 14. Platz begnügen, Cuche büsste als 19.
fast zwei Sekunden ein. «Ich habe im
Mittelteil zwei Fehler begangen. So lässt
sich ein Teil meines Rückstandes erklären.
Sonst wäre ich vorne dabei gewesen, auch
wenn mir zur Bestzeit noch einiges gefehlt
hätte.» Didier Défago zählte bis zum
Schlussteil (5. Zwischenzeit) zu den
Allerbesten, worauf er das Tempo drosselte:
«Ich spare mir die Kraft für das Rennen.»
Bester Deutscher wurde der Ebinger Stephan
Keppler mit einem Rückstand von 2,15
Sekunden auf Rang 27. Johannes Stehle aus
Obermaiselstein lag 3,40 Sekunden zurück und
belegte Platz 40.
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
Guay
Schnellster beim 1. Abfahrtstraining in
Bormio

Erik Guay war der
Schnellste im ersten Trainingslauf für die
Weltcup-Abfahrt am Samstag im italienischen
Bormio. In 2:03,44 Minuten lag der Kanadier
0,05 Sekunden vor Marco Büchel aus
Liechtenstein und 0,22 Sekunden vor dem
Schweizer Tobias Grünenfelder. Überraschend
stark präsentierte sich der Österreicher
Hermann Maier. Der zuletzt wenig
erfolgreiche Flachauer lag nur 0,27 Sekunden
hinter dem Trainings-Schnellsten und war
damit bester Österreicher. Richtig zufrieden
gab sich der "Herminator" allerdings nicht:
"Das war kein so guter Trainingslauf, die
Strecke war einfach zu schwierig. Eigentlich
gehört sie zu meinen Lieblingsstrecken, aber
heuer ist es abwechselnd eisig und griffig.
Mir wäre es lieber, wenn es von oben bis
unten eisig wäre." Nur mit einer Hundertstel
Sekunde Rückstand plazierte sich sein
Teamkollege und Topfavorit für die
Samstagsabfahrt Michael Walchhofer auf dem
fünften Platz. Doch auch er sprach mit
großem Respekt vom 3.230 m langen Kurs.
"Äußerst anspruchsvoll", urteilte der
Salzburger, dem es mit den wechselnden
Streckenverhältnissen ähnlich erging wie
Maier. "Es ist schwer, die richtige
Abstimmung zu finden. Ich will gewinnen,
wäre aber schon mit einem Podestplatz
zufrieden." Ähnlich sah es auch Walchhofers
ärgster Konkurrent, der Schweizer Dider
Cuche. Die «Stelvio»-Piste war so
anspruchsvoll und unruhig, dass im Zielhang
jedem die Oberschenkel brannten. «Eine so
schwierige Abahrt bin ich noch nie
gefahren», meinte Cuche der sich als 6.
klassierte. «Phasenweise sind die Kurven
pure Eisfelder, dann ist es wieder griffig.
Die Materialabstimmung wird enorm wichtig
sein. Wenn einer mit Vorsprung in den
Zielhang kommt, hat er noch lange nicht
gewonnen. Es braucht enorme Kondition, das
Rennen bis ins Ziel durchzustehen.»
Christoph Gruber als Siebenter (0,46), Georg
Streitberger als Elfter (0,69) und Peter
Struger als 15. (0,86) unterstrichen das
mannschaftliche gute ÖSV-Ergebnis.
Gesamtweltcup-Favorit Benjamin Raich hatte -
so wie sein Teamkollege Andreas Buder - als
21. 1,57 Sekunden Rückstand. "Die Zeit ist
nicht so schlecht, ich bin überrascht, dass
die Abstände so gering sind", erklärte der
Tiroler. "Da dürften auch andere Fehler
gemacht haben." Die deutschen Fahrer kamen
mit der Piste "Stelvio" nicht gut zurecht:
Johannes Stehle belegte den 37., Stephan
Keppler gar nur den 52. Rang. Morgen um
11.45 Uhr steht das Abschlußtraining auf der
Stelvio in Bormio auf dem Programm.
Natürlich können Sie in unserem Ticker live
dabeisein.
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
BLICK
ZURÜCK SAISON 2006/07 - Rennen 2:
Michael Walchhofer gewinnt auch 2
Abfahrt in Bormio

Michael Walchhofer feiert in Bormio auf der Piste
Stelvio einen historischen Sieg. Wie am Vortag triumphierte der ÖSV-Star
bei der Doppelabfahrt in Bormio und ist damit der erste Skifahrer
überhaupt der 2 Doppel-Abfahrten (erstmals Garmisch 2005) gewinnen
konnte. "Vorgestern, wenn man mich gefragt hätte, hätte ich gesagt: Ich
wäre mit einem vierten Platz zufrieden. Und jetzt der Doppelsieg -
unglaublich. Ich habe gefühlt, dass ich oben sehr schnell war. Ich war
unten etwas müde, hab aber nicht mehr alles riskieren müssen. Ich habe
am Start schon mit einem Stockerl spekuliert. Das Gefühl war ein anderes
wie gestern - es war einfach mehr Selbstvertrauen da", freute sich der
Salzburger im Zielraum. Mit einem Rückstand von 22 Hundertstel Sekunden
fuhr der Südtiroler Peter Fill auf den 2. Rang. Den 3. Platz auf dem
Stockerl sicherte sich, wie bei der gestrigen Abfahrt, der Österreich
Mario Scheiber. Das restliche ÖSV-Team enttäuscht: Kröll und Grugger
wurden zeitgleich 16., Strobl und Buder folgten auf Rang 18 und für
Hermann Maier reichte es gar nur für Platz 28. Didier Cuche klassierte
sich, hinter dem US Amerikaner Bode Miller, als bester Schweizer auf
einem guten 5. Rang. Der Neuenburger vergab ein noch besseres Ergebnis
erneut auf dem letzten Streckenabschnitt. Bruno Kernen (10.) und Ambrosi
Hoffmann (14.) konnten sich ebenfalls in den Top 15 klassieren. Die DSV
Läufer konnten nicht an das gute Ergebnis des gestrigen Tages anknüpfen:
Der Ebinger Stephan Keppler könnte sich als 27. noch einige
Weltcuppunkte gutschreiben, für Johannes Stehle aus Obermaiselstein
reichte es nur für Platz 40. Im Abfahrts-Weltcup ist Michael Walchhofer
auf der Jagd nach Didier Cuche. Mit seinem 2. Sieg innerhalb von 24
Stunden verringert Walchhofer seinen Rückstand auf 44 Punkte! Der
Norweger Aksel Lund Svindal, heute auf Rang 6, geht als Führender im
Gesamtweltcup ins neue Jahr. Er hat 39 Punkte Vorsprung auf den US
Amerikaner Bode Miller. Bester Österreicher ist nun Michael Walchhofer -
auf Rang fünf. Benjami Raich, der sich heute mit Rang 26 begnügen mußte,
liegt als Neunter bereits 300 Punkte zurück !

1. Michael Walchhofer AUT 1:51,82

2. Peter Fill ITA 1:52,04

3. Mario Scheiber AUT 1:52,09

4. Bode Miller USA 1:52,21

5. Didier Cuche SUI 1:52,32

6. Aksel Lund Svindal NOR 1:52,36

7. Marco Büchel LIE 1:52,43
BLICK ZURÜCK
SAISON 2006/07 - 1. Rennen im Bormio
Walchhofer
gewinnt 1.Abfahrt in Bormio

Der Österreicher Michael Walchhofer gewann die erste
von zwei Abfahrten im italienischen Bormio und beendete damit die 13
Rennen lange sieglose Serie der Österreichischen Abfahrer. Als letzter
der Top-Fahrer gestartet, entriss der Olympia-Zweite dem führenden
Schweizer Didier Cuche noch um eine Hundertstelsekunde den Sieg auf der
eisigen Piste Stelvio. Für die ÖSV-Herren ist es der zweite Erfolg in
dieser Saison und für Walchhofer der 10. Weltcupsieg in seiner Karriere.
„Es wir nicht nur mir ein Riesen-Stein vom Herzen gefallen sein - auch
der ganzen Crew. Diese Hundertstel ist ganz wichtig. Ich habe eigentlich
nicht geglaubt, dass es zum Sieg reicht, denn oben ist mir zwei Mal der
Ski weggegangen. Deshalb hatte ich nicht so ein gutes Gefühl", erklärte
Walchhofer. Während die Österreicher feierten, konnte Cuche nur noch
fassungslos den Kopf schütteln über sein Pech: In Gröden wurde er um
zwei Hunderstel vom Amerikaner Steve Nyman geschlagen, jetzt um eine
Hundertstel von Walchhofer. "Diese blöde Hundertstel", fluchte er, gab
aber auch zu: "Ich habe unten zwei Fehler gemacht. Ich hoffe, dass mir
am Freitag die Revanche gelingt." Für ein kleine Überraschung auf dem 3.
„Stockerlplatzt“ sorgte der Österreicher Mario Scheiber. Die Leistung
von Scheiber war umso bemerkenswerter, als der 23-Jährige erst zum
zweiten Mal ein Rennen auf der berüchtigten Stelvio bestritt. Große
Freude herrschte im ÖSV Lager den man konnte sich neben den beiden
Podestplätzen auch über die guten Plazierungen von Andreas Buder (7.)
und Fritz Strobl (9.) in den Top Ten freuen, auch wenn Hermann Maier im
geschlagenen Feld landete. Noch schlechter erging es Hans Grugger, der
sich im Vorjahr bei einem fürchterlichen Sturz im WM-Ort 2005 eine
Hüftluxation zugezogen hatte: Die Stelvio warf den Salzburger erneut ab,
diesmal blieb er aber wenigstens unverletzt. "Es ist alles okay. Ich bin
g'sund herunten, das ist das Wichtigste. Es läuft halt im Moment net",
meinte der 25-Jährige, der sich in prominenter Gesellschaft befand, denn
auch Weltmeister Bode Miller aus den USA schied aus. Für die größte
Überraschung des Tages sorgte der Slowene Andre Jerman der als Vierter
nur knapp am Podest vorbei schrammte. Gute Leistungen zeigten im
Schweizer Lager auch Bruno Kernen und Ambrosi Hoffmann mit den Rängen 8
und 12. Durchaus respektabel schlugen sich auf die beiden deutschen
Starter. Während Johannes Stehle aus Obermaiselstein auf Rang 27 (2,00
Sekunden zurück) die ersten vier Weltcup-Punkte seiner Karriere holte,
erreichte Stephan Keppler Rang 24 (1,65 zurück). Der Ebinger sagte
danach: "Ich habe zwei Fehler gemacht, sonst wäre ich unter den ersten
15 gelandet". Bei der zweiten Abfahrt in Bormio am Donnerstag "mach' ich
die aber nicht mehr", beteuerte er.

1. Michael Walchhofer AUT 1:51,90

2. Didier Cuche SUI 1:51,91

3. Mario Scheiber AUT 1:52,04

4. Andrej Jerman SLO 1:52,33

5. Patrick Staudacher ITA 1:52,39

6. Marco Büchel LIE 1:52,56

7. Andreas Buder AUT 1:52,75
BLICK ZURÜCK
SAISON 2005/06
Daron
Rahlves gewinnt Abfahrt in Bormio

Wie schon bei der WM hat auch heute ein Amerikaner
die Nase vorn: Daron Rahlves gewinnt mit einer Zeit von 1.57,68 Sekunden
„... ich liebe diesen Hügel – den Speed, das Gelände ....“ Rahlves scheint
die Stelvio so sehr zu lieben, dass er sogar Weihnachten zu ihren Füßen in
seinem Wohnmobil verbracht hat. Zweiter wird der Österreicher Fritz Strobl
(+0,32). Doch heute steht nicht das Ländermatch Österreich-Amerika im
Vordergrund. Leider ist das Rennen geprägt von schweren Stürzen und langen
Unterbrechungen. Nach einem schlimmen Sturz eines Vorläufer beginnt das
Rennen schon um eine halbe Stunde später. Der drittplatzierte Tobias
Grünenfelder stürzt nach dem Zielsprung, „fällt“ ins Ziel und wird
kurioserweise noch Dritter – ein schwacher Trost, da er anschließend
humpelnd das Zielstadion mit Verdacht auf Kreuzbandriss Richtung Spital
verläßt. Michael Walchhofer (AUT, +0,36), vor dem Rennen als Favorit
gehandelt, schwingt als Vierter ab. Auf Platz 5 der Sieger von Gröden –
Marco Büchel (LIE +0,51). 6. Kristian Ghedina (ITA +0,57), 7.
Pierre-Emmanual Dalcin (FRA +0,66), 8. Didier Defago (SUI +0,67), 9. Bode
Miller (USA +0,90) - bei den oberen Zwischenzeiten noch in der Zeit von
Strobl, unten dürften seine Kraftreserven jedoch zu Ende gewesen sein. Die
Top Ten vervollständigt Klaus Kröll (AUT) mit 0,95 Sekunden Rückstand.
Bormio – wieder einmal ein Rennen der knappen Abstände, aber auch der
schweren Stürze. Neben Grünenfelder „erwischt“ es auch die große
österreichische Olympiahoffnung Hans Grugger. Nach einem Verschneider im
Gleitstück wird Grugger mit Verdacht auf Oberschenkelbruch mit dem
Hubschrauber abtransportiert. Wir gratulieren dem verdienten Sieger
Rahlves und dem Zweiten Strobl und wir drücken Grünenfelder und Grugger
alle Daumen und Zehen, dass sie vielleicht doch die Olympiasaison noch
fortsetzen können!
Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria:
C. Egger
Grugger
erleidet Hüftluxation

Hans Grugger erlitt bei seinem schweren Sturz bei der
Weltcup-Abfahrt in Bormio eine Hüftluxation (rechts). Unter Vollnarkose
wurde die Hüfte eingerichtet. ÖSV-Teamarzt Sepp Schneider stellte außerdem
eine kleine Schnittwunde an der Oberlippe fest. Die erste Diagnose,
Oberschenkelbruch, bestätigte sich zum Glück nicht. Am Donnerstag oder
Freitag wird der Salzburger mit dem Hubschrauber von Italien nach Salzburg
verlegt, wo im UKH Schwarzach eine Computertomographie durchgeführt wird.
Erst danach werde man laut Schneider über den tatsächlichen
Verletzungsstatus Bescheid wissen und sagen können, ob die Olympischen
Spiele in Turin noch ein Thema sind oder nicht.

Daron Rahlves auf der Stelvio in einer Zeit von 1:57,68 zum Sieg

Fritz Strobl (3) lag lange in Führung - bis Rahlves kam (30)

Tobias Grünenfelder im Sturzflug auf Rang 3

Schock: Johann Grugger stürzte schwer auf der Stelvio
Der Blick zurück - Saison 2004/05 - DAS WM RENNEN
ABFAHRTSWELTMEISTER 2005
IST BODE MILLER!
Die Amerikaner entscheiden das Rennen des Jahres für sich!

Ein amerikanischer
Doppelsieg durch Bode Miller und Daron Rahlves entscheidet die
Weltmeisterschaftsabfahrt in Bormio 2005. Bode Miller krönt sich zum
Doppelweltmeister. Der 27-jährige coole Amerikaner holt sich nach dem
Weltmeistertitel im SuperG nun auch den Titel in der Abfahrt. An seiner
Bestzeit 1:56,22, die er bereits mit Startnummer 3 aufstellte, bissen sich
sprichwörtlich alle die Zähne aus. "Das ist eine ganz große Sache,
denn die Abfahrt ist der wichtigste Bewerb. Um hier zu gewinnen, muss
alles passen. Die Nummer war ganz wichtig. Die Sicht ist zwar mit einer
niedrigen Nummer nicht so gut, aber dafür sind da die Schneeverhältnisse
besser.Mit meiner Fahrt war ich nicht vollkommen zufrieden. Teilweise habe
ich eine gute Linie gefunden. Aber ich hatte zeitweise nicht wirklich das
perfekte Gefühl für die Balance, vor allem beim San-Pietro-Sprung und im
untersten Teil hatte ich so meine Probleme." Mit 0,44 Sekunden
Rückstand landete sein Landsmann Daron Rahlves (Startnummer 21) auf Platz
zwei. "Diese Medaille bedeutet mir viel, denn eine WM ist immer eine
große Herausforderung. Es war hart, doch ich war körperlich und mental
topfit. Ich bin meine Linie gefahren und habe gefightet vom Anfang bis zum
Ende. Unten bin ich so gut gefahren wie nie zuvor." Die
Bronzemedaille geht trotz Beschädigung der Kante seines rechten Ski´s
durch einen Stein an den österreichischen Titelverteidiger Michael
Walchhofer (+0,87), der mit Startnummer 27 ins Rennen ging. "Ich muss
sagen, für mich ist es ein Wahnsinn. Oben in der Traverse hab ich kurz
Zeit gehabt zum Denken. Ich hab mir gedacht: Das gibt's doch nicht, der
Ski ist nicht mehr zu dafahren. Ich hab keinen Linksschwung mehr erfahren.
Und dann geht sich noch Platz drei aus. Es war eine sensationelle
Leistung. Ich hab oben beim Super G-Start einen Stein erwischt, der hat
sich fast über den ganzen rechten Ski gezogen." Walchhofer rettete
mit seinem 3. Platz gerade noch die Ehre der Österreicher, wobei man sich
natürlich fragen muss, ob nicht die Teamführung der Österreicher durch
ihren Aufstellungs- und Qualifikationspoker ihre eigene Mannschaft mental
geschwächt hat. Der von der ÖSV-Spitze bevorzugte Hermann Maier, der
obwohl er sich beim gestrigen Trainingssturz eine Rissquetschwunde zuzog
(die genäht werden musste), unbedingt starten wollte erreichte nur den
17. Platz. Werner Franz, der noch gestern im Training alles geben musste,
um überhaupt in die Abfahrtsaufstellung zu kommen, wurde gar nur 28.
(+2,74). Kein Wunder meinen da viele, Franz spürte die vielen
rennmäßigen Trainingsläufe und ihm fehlte die Substanz. Ziemlich
unglücklich landete der Kärntner Fritz Strobl auf dem undankbaren 4.
Platz (+0,95). Der zweifache Saisonsweltcupsieger Johann Grugger erreichte
mit einer recht unsicheren Fahrt Rang 9. Auf den Plätzen 5 bis 9 sind: 5.
Bruno Kernen (SUI +1,03), 6. Didier Defago (SUI +1,15), 7. Aksel Lund
Svindal (NOR +1,16), 8. Ambrosi hoffmann (SUI +1,18), 9. David Poisson
(FRA +1,30) ex aequo mit Johann Grugger (AUT +1,30). Aus dem DSV waren
Florian Eckert (+1,43) und Max Rauffer (+1,77) am Start, die mit den
Plätzen 12 und 17 nicht ganz die erhoffte Überraschung brachten. Wir
gratulieren den Medaillengewinnern, die heute Abend bei der Siegerehrung
die Medaillen und Trophäen überreicht bekommen. Auch die Siegerehrung
der Kombinationen werden heute Abend durchgeführt.
Aus dem Skiweltcup
Infopoint Austria: M.Riedler
Miller rast zu
Abfahrts-Gold

Bode Miller hat als
erster Amerikaner die Goldmedaille in der Abfahrt bei alpinen
Ski-Weltmeisterschaften gewonnen. Eine Woche nach seinem Sieg im Super-G
setzte er sich im italienischen Bormio in 1:56,22 Minuten vor seinem
Landsmann Daron Rahlves (1:56,66) durch. Dritter wurde Titelverteidiger
Michael Walchhofer (1:57,70) aus Österreich. Strobl bleibt Blech, Grugger
schummelt sich in die Top Ten, Maier und Franz agieren debakulös und
werden von Nobodies gebügelt ! Florian Eckert (Lenggries) wurde in
1:57,65 Minuten Zwölfter. Max Rauffer (Leitzachtal/1:57,99) kam auf Platz
18.
Der Blick zurück - Saison 2004/05
Grugger
feiert bei der WM-Generalprobe in Bormio seinen 1. Weltcupsieg

Der Österreicher Johann
Grugger gewinnt mit 1:55,77 die Abfahrt auf der abgeänderten Stelvio, wo
Anfang des nächsten Jahres die Weltmeisterschaftsabfahrt stattfinden
wird. Der Gasteiner Grugger führt einen Vierfachtriumph der Österreicher
an. "Ich bin überglücklich. Ich hab sicher kein Pech gehabt mit dem
Wind. Ob das für die WM reicht? das entscheiden die Trainer." 2.
wird der Zauchenseer Michael Walchhofer (AUT +0,24). "Ein Super
Rennen. Ich hab auch ein bisserl Glück gehabt mit dem Wind und werd auch
einen Teil meines Preisgeldes an die Opfer der Flut-Katastrophe
spenden." Der 3.Platz geht an den Kärtner Fritz Strobl (AUT +0,66)
und an 4. Stelle fährt sich der Steirer Klaus Kröll (AUT +0,70). Ein
zufriedener ÖSV-Alpinchef Hans Pum freute sich über die Leistung seiner
Athleten: "Bormio ist eine extrem schwierige Abfahrt. Man muss vor
allen, die da runterfahren, den Hut ziehen. Es hat unten natürlich
gewindet - wir haben da auch das nötige Glück gehabt. Hans Grugger ist
schon im Vorjahr gut gefahren - seit Gröden ist er wieder da, wo er schon
war." Den 5. Platz, und damit den Titel "Bester
Nicht-Österreicher", erreicht überraschend der Slalomspezialist
Silvan Zurbriggen (SUI +1,13) der plötzlich zum heißen Thema für das
Schweizer Abfahrts-WM-Team wird. Auf den Plätzen 6 bis 10 reihten sich
als 6. Daron Rahlves (USA +1,18), 7. Didier Cuche (SUI +1,28), 8. Bruno
Kernen (SUI +1,37), 9.Christoph Gruber (AUT +1,39) und 10. Werner Franz
(AUT +1:57,32) ein. Einige der Läufer beklagten die unterschiedlichen
Windverhältnisse auf der Strecke. Der böige Wind war auch der Grund
warum die Streckenführung noch kurz vor dem Rennen bei der Anfahrt auf
den St. Peter-Sprung geändert wurde, damit die Läufer nicht zu weit
springen. Wegen Schneemangels war der Start weiter nach unten verlegt
worden und das Ziel wurde wegen der neuen Tribüne für die
Weltmeisterschaft etwas weiter hinaufverlegt. Der Führende im
Gesamtweltcup, der Amerikaner Bode Miller fuhr mit einem Rückstand von
+1,85 auf den 14. Platz. 15. wir der DSV-Läufer Max Rauffer +1,92
Sekunden hinter dem Sieger. Einen neuen Rekord stellte der Italiener
Kristian Ghedina auf. Er bestritt heute seine 151 Weltcupabfahrt und
überholte damit den bis heute Führenden Österreicher Peter Wirnsberger.

1.
Johann Grugger |

2.
Michael Walchhofer |

3.
Fritz Strobl |

4.
Klaus Kröll |

5.
Silvan Zurbriggen |

6.
Daron Rahlves |

7.
Didier Cuche |

8.
Bruno Kernen |
Der
Blick zurück - Saison 2003/04
Herren-Abfahrt
in Bormio endgültig abgesagt
Die
vom Sonntag auf den heutigen Montag verschobene Herren-Abfahrt in Bormio
wurde heute morgen wegen heftiger Schneefälle endgültig abgesagt. Wann
und wo das Rennen eventuell nachgetragen wird, steht noch nicht fest. Ein
möglicher Ersatzort wäre Chamonix, wo am 10. und 11. Januar eine Abfahrt
und ein Slalom sowie eine Kombination auf dem Programm stehen.
Der
Blick zurück - Saison 2002/03
ABFAHRT - BORMIO RENNEN 1
Rahlves gewinnt Abfahrt
in Bormio
 |
 |
Der US Amerikaner Daron
Rahlves gewann überraschend, im italienischen Bormio seine erste
Weltcupabfahrt. Auf den Plätzen 2 bis 4 folgten die Österreicher Fritz
Strobl ( Rückstand 0,18 Sek.), Hannes Trinkl (0,24 Sek.) und Peter Rzehak
(0,43 Sek.). Die weiteren Platzierungen in den Top 10: Bode Miller (USA),
Franco Cavegn (SUI), Josef Strobl (AUT), Klaus Kröll (AUT), Michael
Walchhofer (AUT) und Andreas Schifferer (AUT). Damit konnten sich sieben
Österreicher unter den besten 10 platzieren, jedoch war diese die erste
Niederlage seit 1997 auf der Österreicher-Piste für die ÖSV-Abfahrer.
Erwähnenswert auch das Comeback von Stephan Eberharter, der nach einige
Probleme kurz vor dem Ziel ausschied. Besonders erfreulich, aus Sicht des
DSV das Abschneiden von Max Rauffer, der sich immer mehr an die Weltspitze
herantastet und mit Platz 18 wiederum Weltcuppunkte einfahren konnte.
Stefan Stankalla kam im unteren Steckenabschnitt von der Line ab und
schied aus.
Der
Blick zurück - Saison 2002/03
ABFAHRT
- BORMIO RENNEN 2
Stephan Eberharter
gewinnt Abfahrtslauf in Bormio !
Stephan Eberharter ist
wieder zurück. Mit einem überragendem Rennen gewann er mit einem
Vorsprung von 0,48 Sekunden, vor seinem Landsmann Michael Walchhofer und
dem US Amerikaner Daron Rahlves ( 0,77 Sekunden) den Abfahrtslauf am
"Österreicher Berg" in Bormio. Auf den Rängen 4 bis 10 folgten
Klaus Kröll (AUT), Didier Cuche (SUI), Ambrosi Hoffmann (SUI), Bruno
Kernen (SUI), Bode Miller (USA), Peter Rzehak (AUT) und Hannes Trinkl
(AUT). Der einzige gemeldete Läufer des DSV, Max Rauffer musste wegen
einer fiebrigen Erkältung seinen Start absagen.
Der
Blick zurück - Saison 2001/02
Bormio,
29.12.2001
Österreichs
Abfahrer "unschlagbar"
Fritz Strobl gewinnt Samstags Abfahrt in Bormio

Fritz Strobl |

Platz 1 am Samstag |
Österreichs Abfahrer scheinen zur
Zeit einfach unschlagbar. Platz 1 bis 4 geht an das ÖSV Team. Sieger der
"österreichischen Meisterschaften" wurde dabei Fritz Strobl. Auf den Rängen
zwei bis vier folgen: 2. Josef Strobl (Rückstand 19 Hundertstel Sekunden) - 3. Stephan
Eberharter (69 Hundertstel Sek.) und 4. Klaus Kröll (74 Hundertstel Sek.). Erster nicht
Österreicher ist auf Platz 5 Franco Cavegn aus der Schweiz vor seinem Landsmann Bruno
Kernen. Einen weiteren Rückschlag musste Max Rauffer hinnehmen. Er kam mit einem
Zeitrückstand von 3,33 Sekunden in Ziel und musste sich mit Rang 34 begnügen. Nicht
wesentlich besser schnitt Stefan Stankalla ab. Sein Zeitrückstand 2,87 Sekunden und Platz
28.
Bormio,
28.12.2001
Österreicher
dominieren Abfahrt
Christian Greber gewinnt in Bormio

Christian Greber |

Sieger in Bormio |
Österreichische Abfahrer
triumphieren in Bormio. Platz 1 bis 3 fest in österreichischer Hand. Nach einer beherzten
Fahrt gewinnt Christian Gerber vor seinen Landsmännern Fritz Strobl ( Rückstand 46
Hundertstel Sekunden) und Stephan Eberharter ( 68 Hundertstel Sekunden ).
Auf Rang 4 folgt der Schweizer Franco Cavegn vor Kristian Ghedina (ITA) und Daron Rahlves
(USA). Enttäuschend die Leistungen von Max Rauffer und Stefan Stankalla. Rauffer, der
zweitschnellste beim gestrigen Training kam mit einem Zeitrückstand von 2,82 Sekunden,
als 33. ins Ziel . Stefan Stankalla wurde mit einem Zeitrückstand von 3,21 Sekunden 35. .
|