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Jan Hudec gewinnt Abfahrt in Lake
Louise

Der Kanadier Jan Hudec gewinnt die ersten
Saisonabfahrt in Lake Louise Mountain Resort, die wie vor zwei Jahren
auf verkürzter Strecke gefahren wurde, in einer Zeit von 1:42,79 Minuten
vor dem US Amerikaner Marco Sullivan und dem Österreicher Andreas Buder
der damit den ersten Podestplatz der Saison für das ÖSV Herren Team
einfuhr und somit den schlechtesten Saisonstart seit 16 Jahren
verhindern konnte. Bei der Windlotterie hatten die Fahrer mit niedrigen
Startnummern, trotz der neuen Startregel, klare Vorteile. "Heute war es
wirklich schwierig. Normalerweise ist Lake Louise ein eher einfaches
Rennen - in diesem Jahr ist wenig Schnee. Und dazu noch schlechte Sicht
und starker Wind, aber ich habe meine Chance genutzt und bin glücklich",
analysierte der Sieger freudestrahlend im Zielraum. Auf dem 4. Rang
folgt der Italiener Kurt Sulzenbacher vor dem besten Schweizer Tobias
Grünenfelder und dem Italiener Werner Heel. Auf einem respektablen 7.
Rang plazierte sich mit Startnummer 41 der Kanadier John Kucera vor dem
Franzose Adrien Theaux. Auf den Rängen 9, 10 und 11 folgen die
Österreicher Georg Streitberger, Christoph Gruber und Romed Baumann die
für einen versöhnlichen Abschluß der ersten Saisonabfahrt aus Sicht der
Österreicher sorgten. Dagegen mussten sich die Favoriten Marco Büchel,
Michael Walchhofer, Didier Cuche und Boder Miller mit den Rängen 12, 14,
17 und 20 begnügen. Mit einem solchen Klassement hatte niemand
gerechnet. Die Aussagen von Cuche könnten deshalb stellvertretend für
alle gelten: «Mit dem Wetter wars eine Glückssache. Schade, denn zuvor
hatten die ganze Woche Super-Verhältnisse geherrscht.» Da er am Wetter
aber nichts ändern könne, ärgere er sich gar nicht gross. Unzufrieden
zeigte sich Cuche hingegen aber sehr wohl: «Bei diesen schwierigen
Verhältnissen sind mir ein paar Fehler unterlaufen, gerade auch im
technischen Teil. Ohne diese hätte ich schon einen besseren Platz
belegen können.» Als fairer Verlierer zeigte sich auch Marco Büchel:
«Jan hat mit seiner Bestzeit am Freitag gezeigt, dass er es drauf hat.
Ich gratuliere ihm». Der Vorjahressieger konnte es sich aber trotzdem
nicht verkneifen, noch einen zweiten Satz anzufügen: «Ich denke
allerdings nicht, dass Jan den Abfahrtsweltcup gewinnen wird.» Für
Hermann Maier schaute Platz 16 heraus, bei der Zwischenzeit nach dem
Mittelteil war er noch eine Zehntelsekunde vor Hudec gelegen. "Ich hatte
dann unmittelbar nach dieser Zwischenzeit einen Steher und habe kaum
noch das nächste Tor erwischt", erläuterte der "Herminator", dass seine
Fahrt "zu fehlerhaft" für einen Spitzenplatz war. "Ich bin mit zu viel
Einsatz gefahren. Doch im schwierigen Mittelteil bin ich toll gefahren,
das gibt mir Zuversicht für die nächsten Abfahrten." Die größte deutsche
Abfahrtshoffnung Stephan Keppler aus Ebingen kam auf Rang 61 nicht
einmal in die Nähe der Weltcup-Punkte. Bester Deutscher war der
Partenkirchener Peter Strodl als 47., sein Bruder Andreas wurde 62.
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum

1. Jan Hudec CAN 1:42,79

2. Marco Sullivan USA 1:43,03

3. Andreas Buder AUT 1:43,13

4. Kurt Sulzenbacher ITA 1:43,29

5. Tobias Grünenfelder SUI 1:43,30

6. Werner Heel ITA 1:43,31

7. John Kucera CAN 1:43,33

8. Adrien Theaux FRA 1:43,39

9. Georg Streitberger AUT 1:43,40

10. Christoph Gruber AUT 1:43,43




Übertragungszeiten:
LIVE: Samstag, 24.11.2007 - 19.15 Uhr -
ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Lake Louise (CAN)
1. Abfahrtslauf der Herren
LIVE: Samstag, 24.11.2007 - 19.25 Uhr -
SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Lake Louise (CAN)
1. Abfahrtslauf der Herren
LIVE: Samstag, 24.11.2007 - 19.30 Uhr -
Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Lake Louise (CAN)
1. Abfahrtslauf der Herren





Das letzte
Rennen - Abfahrt der Herren in Lenzerheide
Svindal gewinnt Abfahrt in
Lenzerheide

Weltmeister Aksel Lund Svindal hat am Mittwoch die
letzte Herren-Abfahrt der Weltcup-Saison 2006/07 gewonnen. Der Norweger
siegte auf der Lenzerheide knapp vor dem Schweizer Daniel Albrecht
(0,05) sowie Christoph Gruber (0,07). "Es ist nie angenehm, wenn du auf
den Start wartest und zwei Kollegen verletzt sind. Ich war erstaunt,
dass ich so schnell war", sagte Svindal und freute sich vor allem,
seinen WM-Erfolg von den Titelkämpfen in Are bestätigt zu haben. "Das
ist wichtig für mich." Mit seinem Sieg machte Svindal viel Boden in der
Gesamtwertung auf Benjamin Raich, der 13. wurde, wett und hat nur noch
23 Punkte Rückstand auf den Titelverteidiger. Der Schweizer Didier Cuche,
der ex aequo mit Hermann Maier (je 0,10) Fünfter wurde, war bereits
zuvor als Abfahrts-Weltcupsieger festgestanden. Cuche glaubt, dass er
bei der heutigen Abfahrt möglicherweise schon die entscheidenden Punkte
beim Kampf um den Gesamtweltcup verloren hat. "Ich bin ein bisschen
enttäuscht, denn ich weiß, dass mir dieses Ergebnis am Sonntag sicher
wehtun wird", sagte er. "Ich habe über 100 Punkte beim Warten in
Garmisch und hier verloren sowie bei ein paar Hundertstel-Entscheidungen
gegen mich. Damit sind meine Chancen auf die große Kugel sicher kleiner
geworden, aber man weiß ja nie." Deutsche hatten sich für die Abfahrt,
die wegen schwerer Stürze des Schweizers Bruno Kernen und des Franzosen
Pierre-Emmanuel Dalcin zwei Mal unterbrochen werden musste, nicht
qualifiziert. Kernen und Dalcin wurden mit dem Rettungshubschrauber von
der Strecke geflogen. Kernen erlitt bei seinem Sturz einen Innenbandriss
im rechten Knie. Wie der Schweizer Skiverband mitteilte, zog sich der
34-Jährige zudem eine Gehirnerschütterung, einen Nasenbeinbruch sowie
Schürfwunden und Prellungen am ganzen Körper zu. Nach einer Untersuchung
im Kantons-Krankenhaus in Chur muss Kernen vier bis sechs Wochen
pausieren, ob der dreifache Abfahrtssieger seine Karriere fortsetzt, ist
noch offen. Dalcin kam mit einer Luxation der rechten Schulter
glimpflich davon.
 Lake
Louise: Jan Hudec mit Bestzeit im
Abschlußtraining

Der Kanadier Jan Hudec
erzielte im letzten Training für die Abfahrt
in Lake Louise am Samstag, mit 1:42:72
Minuten Bestzeit. Als Bester Fahrer
des ÖSV Teams plazierte sich Klaus Kroell
mit einem Rückstand von 8 Hundertstel
Sekunden auf Rang zwei, gefolgt vom US
Amerikaner Bode Miller (Rückstand 10
Hundertstel). Vierter, mit einer Zeit von
1:42:84 (0.12 Sekunden Rückstand auf den
Trainingsschnellsten) wurde der
Abfahrtsweltcupsieger der letzten Saison
Didier Cuche. Damit war er wieder deutlich
der Schnellste der Schweizer Delegation. In
Lake Louise nahmen elf Fahrer von Swiss-Ski
an den beiden Trainings teil. Mit Cuche,
Ambrosi Hoffmann (15.), Didier Défago (21.),
Tobias Grünenfelder (37.) und Silvan
Zurbriggen (50.) sind die fünf Top-30-Fahrer
der Weltrangliste gesetzt. Welche vier aus
dem Sextett Michael Bonetti, Olivier Brand,
Konrad Hari, Beni Hofer, Bernhard Matti, und
Cornel Züger am Samstag an den Start gehen
werden, entscheiden die Trainer. Züger war
in beiden Trainings nahe an den ersten 20
und muss sich bestimmt keine Sorgen machen.
Aussetzen müssen wohl eher Bonetti und
Matti, die wie am Donnerstag wieder deutlich
über zwei Sekunden auf die Spitze verloren.
Bestens vorbereitet auf die morgige Abfahrt
zeigten sich auch die Österreicher Michael
Walchhofer (0,15) und Hermann Maier der als
drittbester ÖSV Fahrer auf die neuntbeste
Zeit (0,41) kam. Walchhofer behauptet von
sich, "fahrerisch und materialmäßig" noch
zulegen zu können, merkte aber an: "Das
können andere vielleicht auch noch. Der
Rückstand von 15/100 Sekunden ist in
Ordnung. "Aber wenn du mit 15/100 Rückstand
nur Fünfter wirst, ist das auch mühsam." Der
Abfahrts-Weltmeister von 2003 rechnet
aufgrund der verkürzten Strecke mit einem
engen Rennen. Zufrieden, weil der Abstand
zur Spitze geringer geworden ist, war Maier.
"Ich habe etwas probiert, taste mich langsam
heran. Aber ein paar der Favoriten werden
sicher auch noch was zulegen können."
Auch die Fahrer des DSV kamen etwas besser
in Schwung. Mit Stephan Keppler (39.),
Andreas Strodl (40.) und Peter Strodl (43.)
plazierten sich drei Deutsche Skirennläufer
unter den ersten 50, nur Johannes Stehle als
58. mußte sich weiter hinten einreihen. Am
Freitag hat der internationale Skiverband
FIS auch die Rennen von nächster Woche in
Beaver Creek (USA) bestätigt. Somit wird im
Bundesstaat Colorado vom 29. November bis 2.
Dezember je eine Abfahrt und
Super-Kombination sowie ein Super-G und
Riesenslalom stattfinden. Lake Louise (CAN).
Abschlusstraining zur Weltcup-Abfahrt von
heute, Samstag: 1. Jan Hudec (CAN) 1:42,72.
2. Klaus Kröll (AUT) 0,08 zurück. 3. Bode
Miller (USA) 0,10. 4. Didier Cuche (SUI)
0,12. 5. Michael Walchhofer (AUT) 0,15. 6.
Kurt Sulzenbacher (ITA) 0,21. 7. Steven
Nyman (USA) 0,36. 8. Andrej Jerman (SLO)
0,40. 9. Hermann Maier (AUT) 0,41. 10. John
Kucera (CAN) 0,43.
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Lake Louise: Cuche im ersten Training
mit Bestzeit

Starkes Zeichen von Didier Cuche im ersten Training
zur Weltcup-Abfahrt in Lake Louise: Der Schweizer Didier Cuche,
Abfahrtsweltcup-Sieger der Vorsaison fuhr auf der verkürzten Strecke in
Kanada Bestzeit vor dem Lichtensteiner Marco Büchel. «Eine Bestzeit,
wenn auch nur im ersten Training, ist immer beruhigend und ausserdem
zusätzliche Motivation», sagte Cuche. Der 33-jährige freute sich zudem,
dass er Vorjahressieger Büchel distanzieren konnte. «Mit ihm führte ich
schon die letzte Saison wie auch in den Sommertrainings einen harten
Kampf. Es tut immer gut, vor ihm zu sein.» Büchel seinerseits musste
zugeben, dass ihn der 2. Platz wurmte: «Ich gab Gas und wollte unbedingt
die Bestzeit.» Der Liechtensteiner verriet auch seine Ambitionen für das
Rennen: „Ich lege die Messlatte hoch und will aufs Podest. Ich hoffe,
wir erleben am Samstag wieder einen strahlenden Liechtensteiner", ulkte
der Routinier und lobte die Veranstalter: "Es ist geradezu grandios,
hier zu fahren." Bei den Schweizern, die in den letzten Jahren in Lake
Louise meist enttäuschten, konnten neben Cuche auch Ambrosi Hoffmann
(7.), Didier Défago (13.) und Cornel Züger (21.) mit ihren Leistungen
zufrieden sein. Glück hatte Silvan Zurbriggen, der eingangs Steilhang
fast gestürzt wäre. Andreas Buder ist dem Vorschuss-Lorbeeren gerecht
geworden und hat als bester Österreicher Platz drei belegt. "Ich bin
froh, meine Trainingsleistungen bestätigt zu haben. Ich habe aber
natürlich auch gleich ziemlich Gas gegeben", sagte der
Niederösterreicher, der schon im Vorjahr hier einmal Bestzeit erzielt
hatte. Von den ÖSV-Läufern gaben auch noch Georg Streitberger als
Sechster (+0,59) sowie Hermann Maier als Neunter (+0,74) schon im ersten
Training Gas. Favoriten wie Weltcup-Gesamtsieger Aksel Svindal (18.) und
Bode Miller (20.) hielten sich hingegen noch etwas zurück. Wegen des
wenigen Schnees gibt es viele Geländewellen und eine relativ direkte
Kurssetzung, was die laut Michael Walchhofer leichteste Weltcup-Abfahrt
im Circuit doch zu einer besonderen Herausforderung macht. "Es ist hier
sehr schwer, wirklich schnell zu sein. Das ist dem Walchhofer sein
Gelände, ihm können höchstens ein, zwei Leute hier das Wasser reichen",
sagte etwa Hans Grugger (+1,95). Walchhofer selbst wurde nach oberer
Bestzeit trotz einiger Fehler Elfter (+0,82) und relativierte. "Ich bin
mehrere Passagen nicht gut gefahren. Ich bleibe dabei, mit einem
Top-5-Platz wäre ich am Samstag zufrieden." Maier freute sich mit Cuche
und Büchel. "Ermutigend, dass meine Material-Kollegen so weit vorne
sind", freute sich der Salzburger, der seit heuer ebenfalls Head fährt.
Er selbst müsse nun schleunigst trachten, schnell aufzuholen, sagte
Maier. Die deutschen Abfahrer enttäuschten. Als "bester Deutscher"
plazierte sich Johannes Stehle mit einem Rückstand von 2,37 Sekunden auf
einem enttäuschendem 49. Platz.
Die Formel 1 im Schnee startet in die
neue Saison

In Lake Louise in der
kanadischen Provinz Alberta finden am Samstag eine (wegen Schneemangels
verkürzte) Abfahrt und am Sonntag ein Super-G statt. Der Weltverband FIS
gab erst am vergangenen Samstag grünes Licht für die Rennen – nur vier
Tage vor dem geplanten ersten Training. Dank den zuletzt stark
gesunkenen Temperaturen – derzeit bis zu minus 25 Grad in den Nächten –
konnte die Strecke endlich mit Hochdruck künstlich beschneit werden.
Obwohl am Mittwoch das erste Training gestrichen wurde, reichte es den
Organisatoren nicht mehr, die Olympic-Downhill-Piste in ihrer ganzen
Länge herzurichten. Wie vor zwei Jahren wird deshalb eine um rund
zwanzig Fahrsekunden verkürzte Abfahrt ausgetragen. Die grösstenteils
seit Montag anwesenden Fahrer kümmert dies nicht gross: Hauptsache, es
geht los, lautet der Tenor.

Für ORF Experten Hans Knauß ist der Favoritenkreis
bei den Herrenrennen in Lake Louise groß: "Das ist die leichteste
Abfahrt der Saison, somit ist der Favoritenkreis größer als etwa in
Kitzbühel oder in Bormio. Es ist gut, dass es eher weniger Schnee gibt,
weil da die Schläge und Übergänge besser herauskommen und damit das
Rennen technisch attraktiver wird." Aus österreichischer Sicht räumt
Knauß Michael Walchhofer gute Chancen ein. "Dem kommen solche
Verhältnisse gut entgegen. Insgesamt sind es die gleichen Verdächtigen
wie am Ende der vorigen Saison."

Speziell für die ÖSV-Abfahrer wären
Topplatzierungen Balsam, denn in dieser einstigen Paradedisziplin sind
die ÖSV-Herren am längsten sieglos (Michael Walchhhofer/Bormio 2006).
Noch ohne Podestplatz. Damit gehen die Abfahrts-Asse etwas
schaumgebremst an ihre erste Saisonaufgabe heran. Denn los geht es in
Lake Louise nun auf einem langsamen Gleitstück, auf dem starke Arme und
schnelle Ski besonders gefordert sind. "Aber wir haben gute Erinnerungen
an vor zwei Jahren, immerhin hat damals Fritz Strobl gewonnen", sah
Herrenchef Toni Giger der neuen Situation gelassen entgegen. Dabei wäre
gerade für Österreichs Herren, die erstmals seit rund zehn Jahren nach
zwei Rennen noch ohne Podestplatz dastehen, ein erstes Erfolgserlebnis
besonders wichtig. "Natürlich wurmt uns das", gab Giger unumwunden zu.
Beim Vorbereitungs-Training in Sun Peaks lief jedenfalls alles perfekt.
"Die Burschen haben dort ein gutes Gefühl für die langen Latten
bekommen. Wir sind gut gerüstet für Lake Louise und wenn sich unsere
Leute gut einstellen, dann könnte es am Samstag endlich wieder klappen",
gab sich Giger zuversichtlich.
Hermann Maier zeigt sich vor dem Speed-Auftakt in
Lake Louise gelassen. Zweimal hat er dort schon den Super G gewonnen,
die Abfahrt konnte "Herminator" aber noch nicht für sich entscheiden.
"Was aber nicht heißt, dass ich jetzt besonders aufgeregt in die
kommenden Rennen gehe", gab sich Maier vor seinem ersten Speed-Auftritt
auf den neuen Head-Skiern locker. Superstar Maier. „In der Abfahrt ist
nach dem Materialwechsel wieder alles für mich drinnen“, ist der
34-jährige Salzburger zuversichtlich. Eine Ansage, die viele hoffen
lässt. Locker bleiben, lautet die Devise des Herminators, dem nicht
zuletzt auch die neue Startnummern-Regel zugute kommen könnte. Michael
Walchhofer, der im Gegensatz zu Maier ernsthaft mit einer
Karriere-Fortsetzung bis 2010 spekuliert, will nach einer Seuchensaison
wieder durchstarten. "Vielleicht habe ich nach der tollen Vor-Saison
einfach zu lange durchgeschnauft. Selbst den Doppelsieg in Bormio habe
ich nicht zur Wende genutzt", gestand der Salzburger. Jetzt, so
Walchhofer, "bin ich aber wieder geil aufs Skifahren". Und Walchhofer
hat hier schon Abfahrt und Super G gewonnen. Gespannt ist auch Mario
Scheiber, der sich vor zwei Jahren in der Vorbereitung auf Lake Louise
eine schwere Knieverletzung zugezogen hat. Das hat die Karriere des
damals wohl aussichtsreichsten ÖSV-Nachwuchsfahrers entscheidend
gebremst. Während Maier, Walchhofer und Co. schon am Montag die
kanadischen Rocky Mountains von West nach Ost unter die Räder nahmen,
legte Benjamin Raich eine weitere Riesentorlauf-Schicht in Sun Peaks
ein. Österreichs Nummer eins muss als Starter in allen Disziplinen jede
Gelegenheit zum Training nutzen. ÖSV-Mannschaft für die Herren-Abfahrt
in Lake Louise (10): Michael Walchhofer, Mario Scheiber, Benjamin Raich,
Hermann Maier, Klaus Kröll, Hans Grugger, Andreas Buder, Christoph
Gruber, Romed Baumann, Georg Streitberger (Fixplatz über Europacup)

Der 42. Weltcup-Winter wird für Swiss-Ski zur
Saison der Wahrheit: Wie gut ist das Alpin-Team wirklich? Im letzten
Winter zeigten sich einige verheissungsvolle Ansätze, die verschiedene
Funktionäre fast übermütig werden liessen. Wer kanns ihnen verdenken,
wenn sie über 100 Rennen und 1000 Tage auf den ersten Sieg warten
mussten? Die Erwartungen an die Schweizer Männer sind nach den guten
Leistungen im letzten Winter generell hoch. In Kanada taten sich die
Swiss-Ski-Cracks in der Vergangenheit allerdings meistens schwer. In den
14 Rennen seit 1999 in Lake Louise wurden sie nur zweimal auf das Podest
gerufen: Silvano Beltrametti im Jahr 2000 als Zweiter in der Abfahrt und
Didier Cuche 2002 als Dritter im Super-G. Im vergangenen Jahr
resultierten in der Abfahrt, die von Marco Büchel gewonnen wurde,
immerhin zwei Top-10-Plätze durch Cuche (5.) und den mittlerweile
zurückgetretenen Bruno Kernen (9.). Im Super-G erreichten Didier Défago
(7.), Kernen (8.) und Cuche (9.) die besten Resultate. Martin Rufener,
der in seiner Funktion als Cheftrainer der Männer zum vierten Mal im
Skiort inmitten des Banff National Park weilt, will heuer zumindest eine
ähnliche Bilanz erreichen: «Lake Louise war noch nie unser bestes
Plätzchen. Einen Rang unter den ersten drei kann ich nicht einfach
erwarten. Wenn sich jeweils zwei Schweizer in den Top 10 und ein paar
weitere in den Punkten klassieren, geht der Start in Ordnung.» Elf
Fahrer von Swiss Ski sind seit Montag in Lake Louise. Für die Abfahrt am
Samstag stehen den Schweizern neun Startplätze zu. Mit Cuche, Défago,
Hoffmann, Zurbriggen und Tobias Grünenfelder sind fünf Fahrer gesetzt,
die in der Weltrangliste in den Top 30 figurieren. Vom Sextett Olivier
Brand, Konrad Hari, Beni Hofer, Bernhard Matti, Michael Bonetti und
Cornel Züger müssen zwei über die Klinge springen. Nach der Absage des
ersten Trainings entscheiden die Trainer, wer zum Einsatz gelangen wird.

Das DSV-Herren-Abfahrtsteam mit Stephan Keppler,
Johannes Stehle, Peter und Andreas Strodl trainierte die vergangenen
zwei Wochen ebenfalls in Nakiska/Kanada. Walter Helbayna, der
verantwortliche Trainer, zog ein positives Resumee. „Die Bedingungen
hier waren ideal. Wir hatten hervorragende Trainingsmöglichkeiten auf
technisch sehr anspruchsvollen Strecken.“ Einzig Stefan Keppler musste
die geplanten Umfänge aufgrund eines grippalen Infektes kurzzeitig
reduzieren. Inzwischen ist der 24-jährige Speed-Spezialist aber wieder
auf dem Weg zur Besserung und konnte insbesondere von den letzten
Super-G-Einheiten profitieren. Alle vier DSV-Athleten werden in den
Abfahrtstrainings starten. Fix nominiert für den Renneinsatz ist
allerdings nur Stefan Keppler vom WSV Ebingen. Johannes Stehle (SC
Obermaiselstein), Peter und Andreas Strodl vom SC Partenkirchen kämpfen
um die beiden weiteren Startplätze. „Dabei zählen nicht nur die
Ergebnisse aus den Trainingsabfahrten, sondern auch die Eindrücke aus
der Vorbereitung in Nakiska“, erläutert Walter Hlebayna. Auch im Super-G
ist Stephan Keppler gesetzt. Und auch hier werden die Trainer in den
nächsten Tagen entscheiden, wer den zweiten DSV-Startplatz einnimmt.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2006/07:
Büchel gewinnt Abfahrt in Lake
Louise

Überraschungen in Lake Louise. Marco Büchel aus
Lichtenstein gewann in einer Zeit von 1:50.72 Minuten die erste Abfahrt
der Skiweltcupsaison 2006/07 und feierte, nach Garmisch (Super G) und
Gröden (Abfahrt), den 3. Weltcupsieg seiner Karriere. Auch für Büchel,
der mit einer angebrochenen Rippe ins Rennen ging, kam der Sieg etwas
überraschend: „Am Start habe ich mir gedacht - häng dich einfach rein.
Ein Top-10-Ergebnisse wäre super. Ich bin ins Ziel gekommen, da war es
dann ganz still. Da hab ich mir gedacht: Ah, sch... gefahren. Und dann
war da der Einser - unglaublich!“ Ganz nebenbei avancierte das
Kraftpaket aus Balzers mit 35 Jahren und 21 Tagen zum ältesten Sieger
der Weltcup-Geschichte und löschte damit den "Oldie-Rekord" des Tirolers
Stephan Eberharter, der am 6. März 2004 18 Tage vor seinem 35.
Geburtstag die Kvitfjell-Abfahrt gewonnen hatte, aus. Mit einem
Rückstand von 5 Hundertstel Sekunden folgte auf Rang 2 der Kanadier
Manuel Osborne vor dem Italiener Peter Fill (+0.14). Angesichts der
Dominanz des ÖSV in den letzten Jahren ist dieses Ergebnisse eine
Watsch'n. Kein Österreicher am Podest in Lake Louise - das gab es lange
nicht mehr. Als Bester ÖSV Fahrer plazierte sich Hans Grugger auf Rang 4
vor dem Schweizer Didier Cuche. Auf den Rängen 6 und 7 folgten die
beiden Österreicher Hermann Maier, der nach einer Nebenhöhlenentzündung
nicht ganz fit ins Rennen ging und Klaus Kröll vor der nächsten
Riesenüberraschung. Der Deutsche Stephan Keppler fuhr mit der hohen
Startnummer 42 noch auf Rang 8 vor und verdrängte den Schweizer Bruno
Kernen auf den 9. Platz. «Wir haben Büchel in den Trainings auch schon
geschlagen. Das macht Mut für den weiteren Verlauf der Saison», meinte
jedenfalls Bruno Kernen zur geschlossenen Leistung der Schweizer Equipe.
Für den Abfahrtsweltcupsieger der letzen Saison, Michael Walchhofer
reichte es zum Saisonstart nur für Platz 10. Weitere Weltcup-Punkte für
den ÖSV holten auch Christoph Gruber (12.), Fritz Strobl (19.), Georg
Streitberger (22.), Mario Scheiber (23.) und Romed Baumann (30.). Knapp
Zähler verpassten hingegen Gesamtweltcup-Titelverteidiger Benjamin Raich
(31.) und "Comebacker" Werner Franz (33.).

1. Marco Büchel LIE 1:50,72

2. Manuel Osborne-Paradis CAN 1:50,77

3. Peter Fill ITA 1:50,86

4. Hans Grugger AUT 1:51,11

5. Didier Cuche SUI 1:51,17

6. Hermann Maier AUT 1:51,38

7. Klaus Kröll AUT 1:51,51
BLICK ZURÜCK - Saison 2005/06:
Olympiasieger Fritz Strobl
gewinnt erste Herrenabfahrt in Lake Louise

Favoritensterben in Lake Louise – Miller nach einem
Ausrutscher gleich am Start jenseits der 20, Maier „nur“ 4, Walchhofer 6.,
Deneriaz 11. Dafür gewinnt Fritz Strobl seine erste Abfahrt seit seinem
Olympiasieg vor 4 Jahren mit 1.40,96 Sek. Lange Zeit liegt der
Liechtensteiner Marco Büchel mit + 0,15 Sek Rückstand auf Platz 2 und
nachdem die Favoriten allesamt an den Zeiten von Büchel (Startnummer 19)
und Strobl (Startnummer 15) zerbröseln, redet alles schon von schlechter
werdenden Verhältnissen und keinen Chancen mehr für die hinteren Nummern.
Bis Kjetil Andre Aamodt mit Nummer 30 die Führenden erzittern läßt. Über
die Hälfte des Rennens führt er sogar knapp vor Strobl und schwingt im
Ziel mit nur 9 Hundertstel Rückstand als hervorragender Zweiter ab. Die
Leistung des Norwegischen Routiniers ist umso höher einzuschätzen, da
sowohl Sicht als auch Witterung die hinteren Nummern sicher nicht
bevorzugt haben. Erfreulich das starke Lebenszeichen der Schweizer: Bruno
Kernen wird guter 5 mit 0,55 Sek. Rückstand, Didier Defago 9., 0,81 Sek.
zurück und Ambrosi Hoffmann 1,05 zurück 13. ex aequo mit dem
amerikanischen Newcomer Steven Nyman.

Platz 2: Kjetil Andre Aamodt |

Platz 3: Marco Büchel |

Platz 4: Hermann Maier |

Platz 5: Bruno Kernen |
BLICK ZURÜCK - Saison 2004/05:
Bode Miller
demoralisiert die Konkurrenz
ÖSV Abfahrtsteam kassiert "Watschn" vom US-Boy ! 
Schockzustand im Lager
des ÖSV ! Der US-Star Bode Miller feiert im zweiten Weltcup-Rennen den
zweiten Sieg - wie schon in Sölden mit Riesen-Vorsprung. Im Riesenslalom
von Sölden war er Favorit - der heutige Sieg, vor allem in dieser
Dimension, ist überraschend. Im Weltcup liegt er mit 200 Punkten klar
voran. Zwar sind die Plätze drei, vier und sechs keine Niederlage - aber
der Rückstand auf Bode Miller ist für die Verantwortlichen im ÖSV Lager
schon mehr als erschreckend. Der Franzose Antoine Deneriaz hatte als
Zweiter in 1:43,72 Minuten fast eine Sekunde Rückstand, der Dritte
Weltmeister Michael Walchhofer aus Österreich müsste sich sogar mit 1,17
Sekunden geschlagen geben. Hans Knauß wurde Vierter, Gesamt-Weltcup-
Sieger Hermann Maier belegte Rang sechs. Gleichzeitig war es die erste
ÖSV-"Niederlage" in Lake Louise seit 17. März 1991 (Super-G-Erfolg
von Markus Wasmeier/GER). Seitdem hatten die Österreicher in acht Rennen
acht Mal die Nase vorne gehabt. Nach dem Rennen äußerte sich Hermann
Maier: "Es war eine sehr gute Vorstellung vom Bode. Der Ski spielt
sicher eine Rolle, aber man muss ihn erst dafahren. Ich bin ein super
Rennen gefahren - es ist sich aber nicht ganz ausgegangen. Wir werden das
sicher analysieren." Der Favorit auf den Gesamtweltcup heißt seit
heute Bode Miller - und zwar uneingeschränkt. Mit dem Wechsel zu Atomic
ist dem US-Boy auch in den Speed-Disziplinen "der Knopf
aufgegangen". Miller nach dem Rennen: "Ich hab heute voll
attackieren können, Zeit gut gemacht in Abschnitten wo ich es mir nie
gedacht habe."

Platz 2: Antoine Deneriaz |

Platz 3: Michael Walchhofer |
BLICK ZURÜCK - Saison 2003/04
Michael Walchhofer
gewinnt Abfahrt in Lake Louise
Max Rauffer auf hervorragenden 9. Platz

Platz 1: Michael Walchhofer |

Platz 2: Erik Guay |
Österreichischer Sieg
bei der ersten Weltcupabfahrt der Saison 2003/04. Abfahrtsweltmeister
Michael Walchhofer sicherte sich den ersten Platz vor dem Kanadischen
Überraschungszweiten Erik Guay und dem Franzosen Antoine Deneriaz. Auf
den Rängen 4 und 5 folgen die beiden Österreicher Andreas Schifferer und
Hans Knauß. Ebenfalls in den Top 10 konnten sich Lasse Kjus (NOR -
6.Platz), Johann Grugger ( AUT - 7.Platz), Ambrosi Hoffmann (SUI - 8.
Platz) und Hermann Maier (AUT - 9.Platz) zeitgleich mit dem DSV Fahrer Max
Rauffer.

Platz 3: Antoine Deneriaz |

Platz 4: Andreas Schifferer |
BLICK ZURÜCK - Saison 2002/03
Stefan Eberharter
gewinnt Abfahrt in Lake Louise
Der König der letzten
Saison hält auch in diesem Jahr das Zepter wieder fest in der Hand. Mit
einem Vorsprung von 49 Hundertstel Sekunden gewann Stefan Eberharter die
1. Abfahrt der Saison in Lake Louis vor seinem Landsmann Hannes Trinkl.
Alles in Allem stellte sich ein starkes österreichisches Team in Kanada
vor und platzierte 11 !!!! Läufer unter den ersten 15. In die Armada der
Österreicher konnte nur Kjetil-Andre Aamodt (NOR) auf Platz 3 einbrechen.
Auf den Rängen 4 bis 10 folgen, Josef Strobl (AUT), Fitz Strobl (AUT),
Michael Walchhofer (AUT), Bode Miller (USA), Peter Rzehak (AUT), Didier
Defago (SUI), Werner Franz (AUT). Bester Läufer des DSV war Stefan
Stankalla (Rückstand 3,41 Sek.) auf Rang 39 vor Max Rauffer (3,44 Sek.)
auf Rang 40. Peter Strodl (4,19 Sek.) musste sich mit Platz 52 begnügen.

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