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Fischbacher und Sutter ex aequo
Sieger beim Super G in Sestriere

Der Skiweltcup der Damen kann sich über zwei neue
Gesichter in der Siegerliste freuen. Beim Super G der Damen in Sestriere
feierten die Österreicherin Andrea Fischbacher und Fabienne Sutter aus
der Schweiz in einer Zeit von 1:21,06 gemeinsam ihren ersten Sprung auf
den obersten Podestplatz. Auch die Dritte auf dem Stockerl, Maria Riesch
aus Deutschland, hatte allen Grund zur Freude. Sie baute ihren Vorsprung
im Super G Weltcup aus und verkürzte den Rückstand im Gesamtweltcup auf
Lindesey Vonn und Nicole Hosp deutlich. Überschattet wurde das Rennen
vom schweren Sturz der Österreicherin Maria Holaus.
In einem Wellenbad der Gefühle, zwischen der Freude
über den Sieg und das Bangen um die Verletzung von Maria Holaus zeigte
sich Andrea Fischbacher nach ihrem Sieg: "Ich bin so ein bisserl
durcheinander. Man hofft natürlich, dass der Maria nichts passiert ist.
Andererseits hofft man, dass keiner mehr reinfährt. Keine Ahnung, warum
es heute funktioniert hat. Ich hab eigentlich nichts anders gemacht, als
sonst. Im Super G war es gar nicht so wild, meistens bin ich im
Riesenslalom ausgeschieden. Im Super G hab ich aber immer einen Fehler
drin gehabt - heute ist der ausgeblieben." Die Salzburgerin hatte
bereits einige Male am Sieg "angeklopft", stand im Weltcup bereits vier
Mal am Siegerpodest. Zwei Mal war Fischbacher bisher Zweite, zwei Mal
Dritte. Alle Stockerlplätze fuhr die Groß-Cousine von Hermann Maier im
Super G ein.
Angeführt von Andrea Fischbacher dürfen sich
Österreichs Damen über ein starkes Mannschafts-Ergebnis freuen! Nach der
gestriegen Pleite plazierten sich heute 5 Läuferinnen in den Top 10.
Meissnitzer, Götschl und Görgl landen auf den Rängen 4, 5 und 6. Dazu
klassiert sich Christine Sponring auf Rang 10.
Für die Schweizerin Fabienne Suter war es der erste
Podiumsplatz in ihrer Weltcup-Karriere. Ihre bisherige Bestmarke hatte
sie am 2. Februar mit einem siebten Rang in der Abfahrt von St. Moritz
auftestellt. Ihr bestes Super-G-Resultat war bisher der achte Rang in
Cortina am 21. Januar. Von den übrigen Schweizerinnen belegte nur Nadia
Styger noch eine Top-Ten-Klassierung. Mit dem siebten Rang egalisierte
die Schwyzerin ihr bestes Super-G-Resultat in diesem Winter. Martina
Schild belegte Rang 13. Für ein weitere Überraschung aus Schweizer Sicht
sorgte Andrea Dettling. Die 21-Jährige holte in ihrem zweiten
Weltcup-Rennen gleich ihre ersten Punkte. Sie belegte mit 1,61 Sekunden
Rückstand Rang 19. Die Senkrechtstarterin Lara Gut schied aus. Auch
Fränzi Aufdenblatten sah das Ziel nicht; sie stürzte.
Zur heimlichen Siegerin des Tages kann man Maria
Riesch aus Garmisch Partenkirchen küren. Die 23-Jährige baut ihren
Vorsprung im Super-G-Weltcup weiter aus. Emily Brydon geht leer aus -
Lizz Görgl verliert weitere 20 Punkte. Entschieden ist noch nichts - die
Ausgangsposition für Riesch ist aber sehr gut. "Mir ist es sehr gut
gegangen. Mit den hinteren Nummern war nicht mehr so viel drin. Was ich
gehört habe, haben alle vor allem unten viel verloren. Es sind nur 2
Zehntel zum Sieg - aber ein Podest ist immer super. Der Gesamtweltcup
läuft neben her, ich halt mich in sicherer Distanz - wer weiß, was
kommt."
Der Kampf um den Gesamtweltcup spitzt sich weiter
zu! Niki Hosp macht heute drei Punkte mehr als Lindsey Vonn - und zieht
damit mit der US-Amerikanerin gleich! Auf der dritten Position lauert
Maria Riesch mit einem Rückstand von 102 Punkten. 11 Rennen sind noch zu
fahren - ein spannendes Finale steht bevor!
Überschattet wurde der Erfolg und das gute
ÖSV-Mannschaftsergebnis allerdings von einem schweren Sturz von Maria
Holaus. Die 24-jährige Holaus kam bei Höchstgeschwindigkeit nach
ungefähr 20 Sekunden so schwer zu Sturz, dass sie mit dem Akja
abtransportiert und dann mit dem Hubschrauber weitergeflogen werden
musste. Schon vor der Österreicherin waren zwei weitere Läuferinnen
gestürzt. Nach ersten Informationen aus dem Spital verletzte sich Holaus
am Knie und erlitt ein Schleudertrauma. Die Tirolerin hatte schon in
jungen Jahren mehrere schwere Knieverletzungen erlitten und gerade ein
Jahr ohne größere Probleme hinter sich. Vor drei Wochen hatte Holaus
beim Super-G in Cortina ihren bisher einzigen Weltcup-Sieg gefeiert.
Geschockt vom Sturz von Maria Holaus zeigte sich
Niki Hosp im ORF Interview: "Ich bin froh, dass ich gesund im Ziel bin.
Man hat heute leider bei der Maria wieder gesehen, welche Gradwanderung
es immer ist - mit wie viel Risiko wir am Weg sind. Im oberen Teil ist
es brutal schlagig. Dazu ist es noch sehr schnell gesetzt. Manchmal
fragt man sich schon, was sie sich dabei denken."
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum

1. Andrea Fischbacher AUT 1:21,06

. Fabienne Suter SUI 1:21,06

3. Maria Riesch GER 1:21,30

4. Alexandra Meissnitzer AUT 1:21,44

5. Renate Götschl AUT 1:21,53

6. Elisabeth Görgl AUT 1:21,58

7. Nadia Styger SUI 1:21,65

8. Julia Mancuso USA 1:21,90

9. Anja Pärson SWE 1:21,96

10. Christine Sponring AUT 1:21,97
Holaus hatte Glück im Unglück

Nach einer Untersuchung der 24-jährige Maria Holaus
im Turiner Spital kann halbwegs Entwarnung gegeben werden. Holaus erlitt
keine Brüche, lediglich das innere Seitenband im rechten Kniegelenk ist
eingerissen. Sie musste die Nacht aber zur Beobachtung im Krankenhaus
verbringen.
Klar ist aber auch, dass Holaus bei ihrem Sturz
Riesenglück hatte. "Die Folgen hätten auch schwerwiegender sein können",
sagte ÖSV-Teamarzt Michael Saxinger, der die Rennläuferin, die mehrere
Minuten ohne Bewusstsein gewesen war, auf der Strecke untersucht hatte.
Gelobt wurde vom ÖSV ausdrücklich die ärztliche Organisation an Ort und
Stelle sowie die weitere Versorgung im Turiner Spital.
Wie lange Holaus nun ausfällt, steht noch nicht
fest. "Sie wird aufgrund ihrer Gehirnerschütterung einige Tage pausieren
müssen, soferne der Teileinriss im Knieseitenband nicht eine längere
Pause verlangt", sagte Saxinger.
Am kommenden Slalom am Freitag in Zagreb hätte die
Speed-Spezialistin ohnehin nicht teilgenommen. Danach geht es bereits
nach Kanada, wo von 21. bis 24. Februar für Damen und Herren in Whistler
Mountain die Olympia-Generalprobe für die Spiele 2010 in Vancouver
steigt. Für die Damen stehen in Kanada eine Abfahrt und eine
Super-Kombination auf dem Programm.



Übertragungszeiten:
LIVE: Sonntag, 10.02.2008 - 10.45 Uhr -
ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Sestriere (ITA)
6. Super-G der Damen
LIVE: Sonntag, 10.02.2008 - 10.55 Uhr -
SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Sestriere (ITA)
6. Super-G der Damen
LIVE: Sonntag, 10.02.2008 - 11.00 Uhr -
Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Sestriere (ITA)
6. Super-G der Damen
LIVE: Sonntag, 10.02.2008 - 11.15 Uhr -
ARD
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Sestriere (ITA)
6. Super-G der Damen





Das letzte
Rennen - Super G der Damen in St. Moritz - 2.Rennen 2008
Brydon gewinnt Super G in St.
Moritz

Emily Brydon gewinnt den Super G von St. Moritz in
einer Zeit von 1:17,39 Minuten vor den beiden Österreicherinnen
Elisabeth Görgl (+0,25) und Renate Götschl (+0,29) die bei ihrem 100.
Super G auf das „Stockerl“ fahren konnte.
Für Brydon war es der erste Weltcup-Sieg ihrer
Karriere, bislang stand sie sechsmal auf dem Podest. Die 27-jährige
Kanadierin fuhr vor allem im unteren Gleitteil absolute Bestzeit und
legte hier den Grundstein zum Sieg. "Ich bin wirklich glücklich. Das
Warten ist schwierig. Man kann zwar super fahren, dennoch muss man unten
zittern, weil die anderen noch oben stehen."
Diese zittern dauerte auch am heutigen Super G
Sonntag bis Startnummer 33 – als die 16 jährige Lara Gut nach bester
Zwischenzeit sich hinter Lindesy Vonn auf einem ausgezeichneten 5. Rang
plazierte.
Mit Niki Hosp auf Rang sechs, Andrea Fischbacher
als Achte und Alexandra Meissnitzer auf Platz elf gab es insgesamt ein
tolles Abschneiden der ÖSV-Damen.
Im Kampf um den
Gesamtweltcup hat Maria Riesch als Siebte
beim heutigen Rennen weiter Boden auf die
Führende Nicole Hosp eingebüßt, die Führung
im Super G Weltcup konnte sie jedoch
erfolgreich verteidigen. Ärgste
Verfolgerinnen sind hier nun die
Kanadierin Emily Brydon und die Österreicherinnen Elisabeth Görgl und Renate
Götschl.
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum

1. Emily Brydon CAN 1:17,39

2. Elisabeth Görgl AUT 1:17,64

3. Renate Götschl AUT 1:17,68

4. Lindsey Vonn USA 1:17,69

5. Lara Gut SUI 1:17,77

6. Nicole Hosp AUT 1:17,80

7. Maria Riesch GER 1:17,93

8. Andrea Fischbacher AUT 1:18,09

9. Kelly Vanderbeek CAN 1:18,15

10. Anja Pärson SWE 1:18,19

Götschl jagt weiter ersten Sieg

Nach Platz 4 in der Abfahrt versucht Renate Götschl
im Super G den ersten Saisonsieg einzufahren.
Schön langsam wird die Zeit für Renate Götschl
knapp - nur noch wenige Wochen bis zum Ende der Weltcupsaison und unsere
Speed-Queen wartet nach wie vor auf ihren ersten Triumph in dieser
Saison. Unglaublich eigentlich, zuletzt blieb die Speed-Queen in der
Saison 1995/96 eine ganze Saison lang ohne Sieg.
Überhaupt steht für die komplette
ÖSV-Damenmannschaft Wiedergutmachung am Programm. Nach der desaströsen
Teamleistung - Liz Görgl als zweitbeste Österreicherin nur 20. - wollen,
ja müssen unsere Girls im Super G zurückschlagen.
Allen voran Nicole Hosp, die mit ihrem 23. Platz
auch die Führung im Gesamtweltcup an Abfahrtssiegerin Lindsey Vonn
abgeben musste. Neben der Tirolerin sollten sich aber auch Maria Holaus,
Elisabeth Görgl und auch Marlies Schild wieder ins Vorderfeld schieben
können.
Große Favoritin ist nach ihrer Gala-Vorstellung am
Samstag aber eine andere: die Amerikanerin Lindsey Vonn schwebt derzeit
auf Wolke 7 und könnte am Sonntag auch endlich im Super G ganz groß
zuschlagen.

BLICK
ZURÜCK SAISON 2003/04:
Nadia Styger feiert
ihren ersten Ski-Weltcupsieg
Renate Götschl sichert sich zweite Weltcupkugel ! 
Beim SUPER G Finale der
Damen im italienischen Sestriere holte sich die Schweizerin Nadia Styger
vor dem deutschen Skikometen der Saison 2003/04 Maria Riesch den ersten
Sieg in einem Weltcuprennen. Beste ÖSV-Läuferinnen wurden Michaela
Dorfmeister und Silvia Berger als Dritte und Vierte. Rang 5 geht an Hilde
Gerg, die am Ende der Saison ohne Weltcupkugel die Heimreise nach
Deutschland antreten muss. Die Situation im Gesamt-Weltcup lässt sich
für Renate Götschl in etwa so beschreiben: Den Spatz in der Hand - aber
die Taube sitzt auf dem Slalomhang. Zwar sicherte sie sich die Steirerin
mit einem siebenten Platz die kleine Kristall-Kugel im Super-G, da Anja
Pärson aber auf Platz 6 fuhr, darf sich Renate Götschl nur mehr minimale
Hoffnungen auf den Gesamt-Weltcup machen.
Die Platzierungen in den
Top 10:
1. Nadia Styger SUI 1:25,53
2. Maria Riesch GER 1:25,85
3. Michaela Dorfmeister AUT 1:25,89
4. Silvia Berger AUT 1:26,00
5. Hilde Gerg GER 1:26,15
6. Anja Pärson SWE 1:26,17
7. Renate Götschl AUT 1:26,25
8. Brigitte Obermoser AUT 1:26,31
9. Alexandra Meissnitzer AUT 1:26,46
10. Katja Wirth AUT 1:26,48
Anja Pärson baute mit
Rang sechs ihren Vorsprung im Gesamtweltcup auf Götschl auf 77 Punkte aus
und ist in den verbleibenden zwei Rennen wohl kaum noch einzuholen.

1. Nadia Styger |

2. Maria Riesch |

3. Michaela Dorfmeister |

4. Silvia Berger |

5. Hilde Gerg |

6. Anja Pärson |

7. Renate Götschl |

8. Brigitte Obermoser |

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