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Fabinne Suter gewinnt Super G in Bormio
Maria Riesch sichert sich Super G Weltcupkugel

Die 23-jährige Schweizerin Fabienne Suter gewinnt beim Saisonfinale in Bormio ihren zweiten Super-G in Serie und verwies die US Amerikanerin Lindsey Vonn und Alexandra Meissnitzer aus Österreich auf die Plätze. Maria Riesch sichert sich die Disziplinenwertung.

Suter vermochte sich mit der Startnummer 21 trotz der weicher werdenden Piste um 26 Hundertstel-Sekunden vor Gesamtweltcup-Leaderin Lindsey Vonn zu setzen. Mit diesem 2. Rang ist Vonn der der Sieg im Gesamtweltcup kaum mehr zu nehmen. Vor den noch ausstehenden Slalom und Riesenslalom liegt sie 197 Punkte vor der nächsten Verfolgerin Maria Riesch.

Riesch sicherte sich heute mit einem sechsten Platz und dem gleichzeitigen fünften Platz von Elisabeth Görgl die kleine Kristallkugel im Super-G. Die Partenkirchnerin feiert damit die bislang erfolgreichste Saison ihrer Karriere. "Die Kombi-Kugel war auf jeden Fall ein Erfolg. Super-G hat aber einen höheren Stellenwert, es freut mich riesig, dass es geklappt hat", so Riesch. Hilde Gerg war im Jahr 2002 die letzte Deutsche, der der Gesamtsieg in der zweitschnellsten alpinen Disziplin gelang. Zwei Kristallkugeln in einer Saison - das schaffte von den deutschen Athletinnen zuletzt Katja Seizinger im Jahr 1998.

Elisabeth Görgl hätte das Rennen gewinnen müssen, um am Ende die Super-G-Kristallkugel in Händen halten zu dürfen und war danach nicht allzu enttäuscht: "Ich habe alles probiert, es hat halt nicht funktioniert. Für nächstes Jahr haben wir noch etwas zu tun. Es war ein großer Traum und es wäre super gewesen, wenn es aufgegangen wäre."

Ein großer Traum erfüllte sich für Alexandra Meissnitzer. Sie beendete mit ihrem 44. Stockerlplatz eine große Karriere. "Ich freu mich total", war Meissnitzer von ihrer starken Vorstellung im Ziel selbst überrascht, "Wie ich über die Ziellinie gefahren bin, habe ich mir nur gedacht 'geschafft!'" Dort wurde die Abtenauerin bereits von ihrem Teamkolleginnen mit einer Sektdusche empfangen. Trotz des tollen dritten Platzes möchte Alexandra Meissnitzer ihren Rücktritt nicht revidieren: "Selbst wenn ich mit zwei Sekunden Vorsprung gewonnen hätte würde ich nicht weiterfahren."

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum


1. Fabienne Suter SUI 1:19,48


2. Lindsey Vonn USA 1:19,74


3. Alexandra Meissnitzer AUT 1:19,85


4. Nadia Styger SUI 1:20,15


5. Elisabeth Görgl AUT 1:20,23


6. Maria Riesch GER 1:20,27


7. Julia Mancuso USA 1:20,36


8. Kathrin Zettel AUT 1:20,39


9. Kelly Vanderbeek CAN 1:20,40


. Jessica Lindell-Vikarby SWE 1:20,40

Übertragungszeiten:

LIVE: Donnerstag, 13.03.2008 - 12.10 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup-Finale 2007/08 in Bormio (ITA)
7. und letzter Super-G der Damen

LIVE: Donnerstag, 13.03.2008 - 12.25 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup-Finale 2007/08 in Bormio (ITA)
7. und letzter Super-G der Damen

LIVE: Donnerstag, 13.03.2008 - 12.30 Uhr - ZDF
Ski Alpin: FIS Weltcup-Finale 2007/08 in Bormio (ITA)
7. und letzter Super-G der Damen

LIVE: Donnerstag, 13.03.2008 - 12.45 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup-Finale 2007/08 in Bormio (ITA)
7. und letzter Super-G der Damen



Das letzte Rennen - Super G der Damen in Sestriere
Fischbacher und Sutter ex aequo Sieger beim Super G in Sestriere

Der Skiweltcup der Damen kann sich über zwei neue Gesichter in der Siegerliste freuen. Beim Super G der Damen in Sestriere feierten die Österreicherin Andrea Fischbacher und Fabienne Sutter aus der Schweiz in einer Zeit von 1:21,06 gemeinsam ihren ersten Sprung auf den obersten Podestplatz. Auch die Dritte auf dem Stockerl, Maria Riesch aus Deutschland, hatte allen Grund zur Freude. Sie baute ihren Vorsprung im Super G Weltcup aus und verkürzte den Rückstand im Gesamtweltcup auf Lindesey Vonn und Nicole Hosp deutlich. Überschattet wurde das Rennen vom schweren Sturz der Österreicherin Maria Holaus.

In einem Wellenbad der Gefühle, zwischen der Freude über den Sieg und das Bangen um die Verletzung von Maria Holaus zeigte sich Andrea Fischbacher nach ihrem Sieg: "Ich bin so ein bisserl durcheinander. Man hofft natürlich, dass der Maria nichts passiert ist. Andererseits hofft man, dass keiner mehr reinfährt. Keine Ahnung, warum es heute funktioniert hat. Ich hab eigentlich nichts anders gemacht, als sonst. Im Super G war es gar nicht so wild, meistens bin ich im Riesenslalom ausgeschieden. Im Super G hab ich aber immer einen Fehler drin gehabt - heute ist der ausgeblieben." Die Salzburgerin hatte bereits einige Male am Sieg "angeklopft", stand im Weltcup bereits vier Mal am Siegerpodest. Zwei Mal war Fischbacher bisher Zweite, zwei Mal Dritte. Alle Stockerlplätze fuhr die Groß-Cousine von Hermann Maier im Super G ein.

Angeführt von Andrea Fischbacher dürfen sich Österreichs Damen über ein starkes Mannschafts-Ergebnis freuen! Nach der gestriegen Pleite plazierten sich heute 5 Läuferinnen in den Top 10. Meissnitzer, Götschl und Görgl landen auf den Rängen 4, 5 und 6. Dazu klassiert sich Christine Sponring auf Rang 10.

Für die Schweizerin Fabienne Suter war es der erste Podiumsplatz in ihrer Weltcup-Karriere. Ihre bisherige Bestmarke hatte sie am 2. Februar mit einem siebten Rang in der Abfahrt von St. Moritz auftestellt. Ihr bestes Super-G-Resultat war bisher der achte Rang in Cortina am 21. Januar. Von den übrigen Schweizerinnen belegte nur Nadia Styger noch eine Top-Ten-Klassierung. Mit dem siebten Rang egalisierte die Schwyzerin ihr bestes Super-G-Resultat in diesem Winter. Martina Schild belegte Rang 13. Für ein weitere Überraschung aus Schweizer Sicht sorgte Andrea Dettling. Die 21-Jährige holte in ihrem zweiten Weltcup-Rennen gleich ihre ersten Punkte. Sie belegte mit 1,61 Sekunden Rückstand Rang 19. Die Senkrechtstarterin Lara Gut schied aus. Auch Fränzi Aufdenblatten sah das Ziel nicht; sie stürzte.

Zur heimlichen Siegerin des Tages kann man Maria Riesch aus Garmisch Partenkirchen küren. Die 23-Jährige baut ihren Vorsprung im Super-G-Weltcup weiter aus. Emily Brydon geht leer aus - Lizz Görgl verliert weitere 20 Punkte. Entschieden ist noch nichts - die Ausgangsposition für Riesch ist aber sehr gut. "Mir ist es sehr gut gegangen. Mit den hinteren Nummern war nicht mehr so viel drin. Was ich gehört habe, haben alle vor allem unten viel verloren. Es sind nur 2 Zehntel zum Sieg - aber ein Podest ist immer super. Der Gesamtweltcup läuft neben her, ich halt mich in sicherer Distanz - wer weiß, was kommt."

Der Kampf um den Gesamtweltcup spitzt sich weiter zu! Niki Hosp macht heute drei Punkte mehr als Lindsey Vonn - und zieht damit mit der US-Amerikanerin gleich! Auf der dritten Position lauert Maria Riesch mit einem Rückstand von 102 Punkten. 11 Rennen sind noch zu fahren - ein spannendes Finale steht bevor!

Überschattet wurde der Erfolg und das gute ÖSV-Mannschaftsergebnis allerdings von einem schweren Sturz von Maria Holaus. Die 24-jährige Holaus kam bei Höchstgeschwindigkeit nach ungefähr 20 Sekunden so schwer zu Sturz, dass sie mit dem Akja abtransportiert und dann mit dem Hubschrauber weitergeflogen werden musste. Schon vor der Österreicherin waren zwei weitere Läuferinnen gestürzt. Nach ersten Informationen aus dem Spital verletzte sich Holaus am Knie und erlitt ein Schleudertrauma. Die Tirolerin hatte schon in jungen Jahren mehrere schwere Knieverletzungen erlitten und gerade ein Jahr ohne größere Probleme hinter sich. Vor drei Wochen hatte Holaus beim Super-G in Cortina ihren bisher einzigen Weltcup-Sieg gefeiert.

Geschockt vom Sturz von Maria Holaus zeigte sich Niki Hosp im ORF Interview: "Ich bin froh, dass ich gesund im Ziel bin. Man hat heute leider bei der Maria wieder gesehen, welche Gradwanderung es immer ist - mit wie viel Risiko wir am Weg sind. Im oberen Teil ist es brutal schlagig. Dazu ist es noch sehr schnell gesetzt. Manchmal fragt man sich schon, was sie sich dabei denken."

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1. Andrea Fischbacher AUT 1:21,06


. Fabienne Suter SUI 1:21,06


3. Maria Riesch GER 1:21,30


4. Alexandra Meissnitzer AUT 1:21,44


5. Renate Götschl AUT 1:21,53


6. Elisabeth Görgl AUT 1:21,58


7. Nadia Styger SUI 1:21,65


8. Julia Mancuso USA 1:21,90


9. Anja Pärson SWE 1:21,96


10. Christine Sponring AUT 1:21,97

Weltcupfinale: Super G der Damen

Bei den Damen geht Maria Riesch auf ein Double los, die Deutsche, die bereits Super-Kombinations-Weltcupsiegerin ist, liegt 53 Zähler vor Elisabeth Görgl, 73 vor Renate Götschl und 80 vor der Kanadierin Emily Brydon.

ÖSV-Alpinchef Hans Pum gibt diese Kugel für Rot-Weiß-Rot noch nicht verloren. "Die ist noch nicht ganz weg, da haben unsere Girls noch Chancen." Dass Vonn am Donnerstag bereits den Gesamtweltcup holt, damit ist eher nicht zu rechnen, sie hat zwar ein Guthaben von 157 Zählern auf Riesch und 178 auf die Bichlbacherin Nicole Hosp, ist im Super-G allerdings die Schwächste des Trios.

Fällt der Super-G aus, wird es noch einmal spannend, denn dann ist Riesentorlauf-Weltmeisterin Hosp plötzlich wieder voll mit dabei. "Die Chance lebt", sagte Pum.

Nicole Hosp hat die große Kristallkugel noch nicht aufgegeben

Die Durchführung der beiden Super-G am Donnerstag beim alpinen Ski-Weltcup-Finale in Bormio steht tatsächlich in den Sternen, denn nur bei einer klaren Nacht und wenn die aufgeweichte Piste durchfriert, ist an Rennen zu denken.

"Wenn es klar ist, dann ist es kein Problem, dann zieht es an", so Pum. Die Prognosen lauten auf leichte Bewölkung und Minusgrade für die Nacht auf Donnerstag. Die Prognosen lauten auf leichte Bewölkung und Minusgrade für die Nacht auf Donnerstag.

Eine Super-G-Absage könnte den nur noch leicht flackernden Dreikampf von Lindsey Vonn (USA), Maria Riesch (GER) und Nicole Hosp (AUT) um den Gesamtweltcup wieder neu entflammen. Dort führt Vonn mit 1.263 Punkten vor der Garmisch-Partenkirchnerin Maria Riesch (1.106 Punkte) und der Österreicherin Nicole Hosp (1.085 Punkte). Beide sind in den verbleibenden Disziplinen Super-G, Slalom und Riesenslalom stärker als die US-Amerikanerin - der Kampf um die große Kristallkugel ist wieder offen.

Letztes Rennen für "Meissi"

Ihren Abschied vom aktiven Rennsport wird Alexandra Meissnitzer feiern. Die Weltmeisterin und Weltcupsiegerin vergangener Jahre geht beim Super G zum letzten Mal an den Weltcup-Start.

BLICK ZURÜCK

In den letzten Jahren fand in Bormio kein SUPER G der Damen statt.

Ob der Super-G stattfinden kann, wird die Jury beschließen. Und verteidigt Hosp mit Topleistungen in Riesentorlauf und Slalom dann tatsächlich noch den Gesamtweltcup erfolgreich, kann man trotzdem nicht von einer Entscheidung auf dem Grünen Tisch sprechen. Denn die Tirolerin hat mit der sturmbedingten Absage der beiden Rennen in Zwiesel auch die Chance verloren, in zwei Technik-Bewerben zu punkten.
 

 






 

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