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Gruber siegt beim Super-G in
Whistler

Der Tiroler Christoph Gruber siegt bei diesem
Rennen „ohne Ideallinie“ mit 1.26,60 hauchdünn vor seinem Landsmann und
Zimmerkollegen Hannes Reichelt (AUT + 0,03 Sek) und vor dem Slowenen
Alex Gorza (+ 0,11 Sek). Es ist dies Gruber´s fünfter Weltcupsieg – der
erste seit dem Super-G in Garmisch 2006. „Ich war bislang nicht
zufrieden mit meinem Saisonverlauf. Dass es jetzt so gut funktioniert,
ist ein tolles Gefühl. Ich war auch vorher schon schnell, habe aber
immer Fehler gemacht. In Nordamerika läuft das Material von Fischer sehr
gut …“ meint Gruber und das reine Fischer-Podest bestätigt seine
Aussage. Der einzige Kanadier, der den Heimvorteil einigermaßen nutzen
kann ist Erik Guay auf Platz 4 (+0,29 Sek) ex aequo mit dem Super-G
Weltmeister von Aare Patrick Staudacher (ITA). Platz 6 belegt der
Schweizer Didier Defago (SUI + 0,40 Sek) – nur eine Hundertstel vor
seinem Landsmann im roten Trikot Didier Cuche (+ 0,41 Sek). Eine weitere
Hundertstelsekunde dahinter auf Rang 8 hervorragend Ivica Kostelic (CRO
+0,42 Sek) – wenn er seine derzeitige Form konservieren kann, empfiehlt
er sich auf lange Sicht für den Gesamtweltcup! Nur Platz 9 für Mario
Scheiber (AUT +0,57 Sek) und Platz 10 für Marco Büchel (LIE +0,69 Sek) –
von denen man eigentlich erwartet hatte, dass sie um den Sieg mitkämpfen
könnten.
0,01 Sekunden an den Top Ten vorbei schrammt
Benjamin Raich – guter Start, guter Schlussteil, aber im Mittelstück
haben sich doch wieder einige Fehler eingeschlichen. Trotzdem dürfte er
mit seiner Platzierung zufrieden sein, angesichtes der Tatsache, dass
Weltcuprivale Miller den Lauf nicht beendet hat und somit keine Punkte
macht. Auf der sehr selektiven Piste mit herrlichen Geländeübergängen,
Licht-Schattenwechsel und einem anspruchsvollen, aber fairen Kurs, nimmt
Miller zu viel Risiko und wird bei einer Welle regelrecht
zusammengestaucht. Er kann das Rennen zwar fortsetzen, schwingt einige
Sekunden später jedoch ab und hält sich die Beine – wir werden Sie auf
dem Laufenden halten, wenn wir erfahren, ob sich der
Gesamtweltcupführende eine schwerwiegendere Verletzung zugezogen hat.
Es war dies eine gelungene Generalprobe für den
olympischen Super-G 2010 – faire Bedingen, interessanter und schwieriger
Lauf mit einer schier nicht vorhandenen Ideallinie, denn fehlerfrei kam
niemand ins Ziel! Wir wollen hoffen, dass die Wetterfrösche in Kanada
weiter irren, denn während Schneesturm vorhergesagt war, genossen
Athleten wie Zuschauer heute herrlichstes Winterwetter und strahlenden
Sonnenschein!
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum

1. Christoph Gruber AUT 1:26,60

2. Hannes Reichelt AUT 1:26,63

3. Ales Gorza SLO 1:26,71

4. Erik Guay CAN 1:26,89

. Patrick Staudacher ITA 1:26,89

6. Didier Defago SUI 1:27,00

7. Didier Cuche SUI 1:27,01

8. Ivica Kostelic CRO 1:27,02

9. Mario Scheiber AUT 1:27,17

10. Marco Büchel LIE 1:27,29


Übertragungszeiten im TV:
LIVE: Donnerstag, 21.02.2008
- 19.30 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Whistler (CAN)
5. Super-G der Herren
LIVE: Donnerstag, 21.02.2008
- 19.40 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Whistler (CAN)
5. Super-G der Herren
LIVE: Donnerstag, 21.02.2008
- 19.45 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Whistler (CAN)
5. Super-G der Herren





Das letzte
Rennen - SUPER G der Herren in Kitzbühel
Büchel gewinnt Super-G in Kitzbühel

"Wenn ich hier abreise, heißt es KitzBÜCHEL“ lies
Marco Büchel augenzwinkernd zu Beginn der Woche verlauten und im ersten
Interview nach dem heutigen Rennen versprach er freudestrahlend wie man
ihn kennt: "Ein Bier für den, der die Ortstafel auf Kitzbüchel
umschreibt. Der Sieg ist ein Traum, das allergrößte für mich. Ich war
unglaublich nervös - vor allem. wie der Hermann gefahren ist. Ein
unglaubliches Kompliment an den Hermann. Mit einem Sieg im Super G habe
ich aber wirklich nicht gerechnet. In den letzten Jahren hatte ich im
Super G einige Probleme. Heute war das Geheimnis sinnlose Attacke. Nein,
im Ernst. Es war schön gesetzt - man musste attackieren." Der
sympathische Liechtensteiner gewinnt den heutigen Super-G in Kitzbühel
knapp vor einem überraschend starken Hermann Maier (AUT + 0,16 Sek) "Es
ist natürlich super. Es war eine sehr gute Fahrt, ich bin sehr
zufrieden. Es hat Spaß gemacht, ich hab diesen Super G einfach gern. Es
ist schön hier zu fahren, speziell der Mittelteil. Es war vom Nebel her
nicht so schlimm - aber vielleicht nimmt man in meinem Alter ein
bisschen raus. Am Hausberg bin ich's aber nicht optimal gefahren, da
nimmt man den Schwung nicht so gut mit. Aber es war eine super Fahrt.
Ich hab es da runter einfach sehr gern. Ich kann hier meine Technik sehr
gut ausspielen." Auf Platz 3 ex aequo der Favorit aus den
Abfahrtstrainings Didier Cuche (SUI + 0,33 Sek.) und der Österreicher
Mario Scheiber, dessen Leistung nach seiner Verletzung und angesichts
seiner starken Verkühlung um so höher einzuschätzen ist. Das Podest war
mit Ausnahme von Scheiber (24) eines der ältesten der Geschichte,
bringen es Büchel (36), Maier (35) und Cuche (33) doch zusammen auf 104
Jahre. Auf Platz 5 reihte sich der Kanadier John Kucera (+0,43 Sek) vor
seinem Teamkollegen Robbie Dixon ein, der mit Startnummer 43 die Top 10
noch einmal gründlich durcheinander wirbelte. „Nur“ auf Rang 7
Weltcupleader Benjamin Raich (+0,59 Sek) aus Österreich – er hätte sich
hier in Kitz vielleicht etwas mehr erwartet. "Es war okay, ich hab einen
sauberen Lauf gemacht. Die letzte Konsequenz hat vielleicht ein bisserl
gefehlt - daher Rang sieben. Speziell im Lärchenschuss würde ich jetzt
die Linie etwas direkter wählen." Mit Startnummer 29 fuhr der Italiener
Christof Innerhofer noch auf Platz 8 (+0,65 Sek), gefolgt von seinem
Landsmann Peter Fill (+0,72). Die Top 10 komplettierte Marco Sullivan
aus den USA der als 49. Starter mit dieser Plazierung die sehr gute
Arbeit der Pistenarbeiter unter Beweis stellte. Mitfavorit Bode Miller
(USA +0,79 Sek), der im oberen Teil bei einem Schwungansatz einen seiner
vielkritisierten Schläge erwischte, wurde weit abgetragen und hatte
damit eine Chance auf einen Spitzenplatz verspielt. Er mußte sich mit
Rang 12 begnügen und konnte im Kampf um den Gesamtweltcup keine Punkte
gutmachen. Entgegen Miller´s Aussagen, die Piste wäre so schlecht, dass
sich die weltbesten Läufer hier nicht messen könnten, gibt es heute ein
Podium der Weltklasse-Speedläufer. Wir gratulieren den Podestfahrern
recht herzlich zur Kitzgams, die sie heute Abend bei der Siegerehrung im
Zielgelände – umrahmt von der üblichen gigantischen Kitzbüheler
Fankulisse – entgegen nehmen werden! Ein Wort noch zur Piste: trotz
schwierigster Wetterbedingungen ist es den Pistenarbeitern gelungen,
eine rennfähige Strecke zu bieten – großes Kompliment dafür!
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum

1. Marco Büchel LIE 1:15,44

2. Hermann Maier AUT 1:15,60

3. Mario Scheiber AUT 1:15,77

. Didier Cuche SUI 1:15,77

5. John Kucera CAN 1:15,87

6. Robbie Dixon CAN 1:15,93

7. Benjamin Raich AUT 1:16,03

8. Christof Innerhofer ITA 1:16,09

9. Peter Fill ITA 1:16,16

10. Marco Sullivan USA 1:16,17

Herren-Super-G am Donnerstag macht den
Auftakt in Kanada -
Hermann Maier hält nach Kitz-Auferstehung "alles" für möglich

Whistler/British Columbia - Mit dem Super-G der
Herren wird am Donnerstag (19.45 MEZ/live ORF 1) in Whistler Mountain
die alpine Olympia-Generalprobe für die Spiele 2010 in Vancouver
eröffnet. Das erste von vier Weltcup-Rennen, deretwegen der fast
komplette Tross von Europa für eine Woche ans andere Ende der Welt
fliegen musste, ist allerdings wegen Schlechtwetters gefährdet.
Über zwei Jahre ist es her, dass Maier im Jänner
2006 mit der Abfahrt in Garmisch sein bisher letztes Weltcuprennen
gewonnen hat. Nach einem sieglosen Vorjahres-Winter hat der Salzburger
die Skimarke gewechselt, die neuen Head-Ski mit einem Aufwand
entwickelt, "wie ich ihn noch nie betrieben habe!" In Kitzbühel ist er
erstmals dafür belohnt worden. Um nur 0,16 Sekunden verpasste er dort im
Super-G seinen 54. Weltcupsieg und bezeichnete danach Rang zwei "wie
einen Sieg".
Schon Gröden sei sehr gut gewesen, so Maier. "In
Kitz habe ich aber erstmals meine Trainingsleistung wirklich abrufen
können", erinnerte er sich. Whistler ist der erste Super-G seit Kitz und
Maier ist überzeugt, in der Zwischenzeit einen weiteren Schritt getan
hat. "Der Super-G ist sicher die Disziplin, in der bei mir alles möglich
ist", fühlt sich der Sieger von 23 Weltcup-Super-G im Aufwind. Maier
wird deshalb am Samstag auch den Riesentorlauf und damit eine Disziplin,
die er zuletzt eher gemieden hatte, bestreiten.
Kurssetzer des kommenden Super-G ist Andi Evers.
Viel wird Maiers langjähriger Vertrauenstrainer aber nicht tun können.
Denn der mit der Abfahrt identische Kurs ist trotz einiger Erweiterungen
eher auf der engen Seite. "Viel wird man da nicht auskommen", erwartet
Evers einen eher schnellen Super-G. Dass dies die Olympia-Generalprobe
auch für die Abfahrt darstellt, überrascht den ÖSV-Coach nicht. "Kann
sein, dass sich die Kanadier einen Heimvorteil für Olympia erhoffen,
wenn die anderen vorher nicht mehr auf die Abfahrt dürfen."
Whistler ist der fünfte von sieben Super-Gs. Weil
es in den bisherigen vier Rennen vier verschiedene Sieger gegeben hat,
ist im Kampf um die kleine Kugel alles offen. Der Schweizer Didier Cuche
(244) führt 47 Punkte vor Benni Raich. Aber während Raich auch in den
gnadenlosen Kampf gegen Bode Miller um die große Kristallkugel
verwickelt ist, hofft Mario Scheiber endlich auf den großen Coup.
Nach zwei zweiten Plätzen (Beaver Creek und Kitz)
ist Scheiber in der Disziplinen-Wertung mit 176 Zählern Dritter. Und der
24-jährige Tiroler aus St. Jakob ist "brennheiß" darauf, endlich den
ersten Weltcupsieg überhaupt einzufahren. "Meine Schienbeine sind wieder
in Ordnung und machen keine Probleme mehr", vermeldete er in Whistler
zufrieden.
Trainer Evers ist aber überzeugt, dass es mehrere
seiner Schützlinge drauf haben, am Donnerstag zu gewinnen. Whistler
liegt auf nur 650 m Seehöhe, "der Schnee ist also ähnlich wie bei uns
daheim." Und mit Hannes Reichelt stellt der ÖSV bereits einen
Saisonsieger (Beaver Creek) in dieser Disziplin.
Am Ende beherrschte aber doch wieder die Frage nach
Maier den Ausblick auf das Rennen. "Natürlich muss bei ihm heute mehr
zusammenpassen als früher. Aber ich hoffe, er kann an Kitzbühel
anschließen", baute auch Evers auf die positive Folgewirkung des vier
Wochen zurückliegenden Heimrennens. Evers: "Der Kurs in Whistler ist wie
Kitzbühel bis zum Hausberg. Und dort hat der Hermann gezeigt, dass er es
drauf hat." (APA)
Voraussichtliches ÖSV-Team für den Super-G in
Whistler: Hermann Maier, Michael Walchhofer, Mario Scheiber, Benjamin
Raich, Hannes Reichelt, Stephan Görgl, Christoph Gruber, Matthias
Lanzinger, Peter Struger, Georg Streitberger.
BLICK
ZURÜCK SAISON
Wegen der Nähe zum Pazifik befinden sich die
Rennstrecken in British Columbia in einer sehr unsicheren
Wetterregion. Ohne die anstehenden Olympischen Spiele hätte die rund
130 km nordöstlich von Vancouver liegende Skistation wohl nie wieder
ein Weltcup-Rennen erlebt. Als die Herren-Rennen dort seinerzeit auf
Dezember verlegt worden waren, fand von 1996 bis 1998 wegen
Schlechtwetters in drei Jahren gerade ein Trainingslauf, aber kein
einziges Rennen statt. Daraufhin wurde Whistler aus dem Kalender
gestrichen. Einer der wenigen Läufer, die schon damals dabei waren,
ist Hermann Maier. Der Salzburger, der sich noch nicht festgelegt
hat, ob er in zwei Jahren noch um Olympia-Medaillen fahren will,
hofft im vierten Anlauf endlich auf einen Start. Die Chancen darauf
stehen laut Wetterprognosen zumindest im Super-G nicht besonders
gut.

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