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Schild gewinnt Slalom von Spindlermühle

Die österreichische Slalomkönigin Marlies Schild meldet sich im tschechischen Spindlermühle eindrucksvoll auf ihrem Thron zurück. Nach 3 Ausfällen in den letzten 3 Slalomrennen gewinnt die Slalomweltcup-Siegerin der letzen Saison mit Laufbestzeit im 2. Durchgang mit einem Vorsprung von 32 Hundertstel Sekunden vor der Slowakin Veronika Zuzulova und der sensationell starken Maria Riesch aus Deutschland, die nach dem 1. Durchgang noch in Führung lag. "Es war sehr schön, wieder zur Siegerehrung gehen zu dürfen, in den letzten Wochen ist es ja nicht so gut gelaufen, das war echt super heute", atmete die Salzburgerin durch und gestand: "Das war ein wichtiger Sieg, ich habe gesehen, dass ich es noch kann, das gibt mir Auftrieb." Schild feierte damit den 16. Weltcup-Sieg in dieser Disziplin und rettete damit auch die ÖSV-Damen vor einer Slalomschlappe, denn insgesamt kamen nur drei Österreicherinnen ins Endklassement. Mit Kathrin Zettel (10.) und Simone Streng (24.) eroberten zwei weitere ÖSV-Läuferinnen Weltcup-Punkte. Nicole Hosp schied im zweiten Durchgang ebenso aus wie die US-Amerikanerin Lindsey Vonn. Für Maria Riesch war es die vierte Podiumsplatzierung des Winters. "Im Slalom ist es so: 'Wenn's laft, dann laft's.' Es macht viel im Kopf aus. Ich hatte anfangs solide Ergebnisse, durch die habe ich Sicherheit bekommen", erklärte die Drittplatzierte. Zweitbeste Deutsche wurde die 18 Jahre alte Katharina Dürr aus Germering auf Rang elf. Insgesamt holten sieben Fahrerinnen des Deutschen Skiverbands (DSV) Weltcup-Punkte. Monika Bergmann wurde 14, Fanny Chmelar 18. Kathrin Hölzl 21., Nina Perner 22. und Susanne Riesch 25. Nicht so zufrieden war man im Lager der Schweizer Damen. Nachdem in Lienz noch 6 Läuferinnen der Swiss-Damen das Finale erreichten, mußte man sich in Spindlermühle mit einem 15. Rang von Sandra Gini und den 20. Platz von Aline Bonjour begnügen. Ihre Teamkollegin Aita Camastral, in drei der vier vorangegangenen Slaloms dieses Winters beste Schweizerin, schied mit einem Einfädler erstmals in dieser Saison aus. Im Gesamtweltcup bleibt Hosp mit 559 Punkten weiter in Führung, gefolgt von Maria Riesch (525), Julia Mancuso (USA/505), Lindesy Vonn (504) und Marlies Schild (490), die wieder Anschluss fand. Im Slalom-Weltcup kam Schild ihrer führenden Teamkollegin bis auf fünf Punkte nahe.

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1. Marlies Schild AUT 1:46,35


2. Veronika Zuzulova SVK 1:46,67


3. Maria Riesch GER 1:47,53


4. Therese Borssen SWE 1:47,84


5. Sarka Zahrobska CZE 1:48,17


6. Tanja Poutiainen FIN 1:48,37


7. Frida Hansdotter SWE 1:48,45


8. Anja Pärson SWE 1:48,72


9. Julia Mancuso USA 1:48,76


10. Kathrin Zettel AUT 1:49,12

Maria Riesch führt nach dem 1.Slalomdurchgang in Spindlermühle

Marlies Schild geht mit Startnummer 1 und nach mehreren Ausfällen mit dem erklärten Ziel „Durchkommen“ an den Start. Nach einem soliden Lauf bleibt die Konkurenz erst mal hinter ihr und man spricht schon von einem Startnummernrennen. Doch dann legt die Deutsche Maria Riesch mit Startnummer 11 eine tolle Zwischenbestzeit hin: Sie führt nach dem ersten Durchgang mit einer Zeit von 53,30 Sekunden. Eine eindrucksvolle Bestätigung ihres 4. Platzes von Lienz. Auf Platz 2 nur 3 Hundertstel zurück die Österreicherin Marlies Schild, dritte Veronika Zuzulova (SLO +0,28 Sek) und vierte Therese Borssen (SWE +0,45 Sek). Auf Platz 5 widerlegt die mit Startnummer 18 gestartete Amerikanerin Lindsay Vonn nocheinmal eindrucksvoll das Gerücht des Startnummernrennens und vielleicht ist dies ein wichtiger Grundstein für den Gesamtweltcup. Die dort führende Niki Hosp (AUT +1,36 Sek) kann heute ihre Slalomform bislang noch nicht voll ausspielen und ist hinter der 6. Sarka Zahrobska (+1,02 Sek) nur 7. Auf Platz 8 die Siegerin von Lienz Chiara Costazza (ITA 1,52 Sek), 9. Tanja Poutianinen (FIN 1,66) und 10. Katrin Zettel (AUT + 1,69 Sek.). Es war ein schwieriges Rennen, eisiger Steilhang, mit fortschreitender Nummer auch tiefe Spurrinnen und die großen Zeitrückstände ab Platz 6 zeigen, dass wirklich nur wenige Läuferinnen sich auf diese schwierigen Bedingungen einstellen konnten. Allerdings werden genau diese Läuferinnen im zweiten Durchgang wahrscheinlich schon eine etwas mitgenommene Piste vorfinden. Lassen wir uns überraschen, was sie uns darauf noch zeigen können oder ob vielleicht eine Läuferin von ganz hinten die Gunst der Stunde zu einem großen Sprung nach vorne nützen kann

Aus dem Austria Skiweltcup Infopoint: Claudia Egger
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Übertragungszeiten:

LIVE: Sonntag, 06.01.2008 - 09.15 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Spindlermühle
5. Slalom der Damen: 1. Durchgang

LIVE: Sonntag, 06.01.2008 - 09.15 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Spindlermühle
5. Slalom der Damen: 1. Durchgang

LIVE: Sonntag, 06.01.2008 - 12.15 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Spindlermühle
5. Slalom der Damen: 2. Durchgang

LIVE: Sonntag, 06.01.2008 - 12.15 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Spindlermühle
5. Slalom der Damen: 2. Durchgang


 

Das letzte Rennen - Slalom der Damen in Lienz
Costazza gewinnt Slalom in Lienz

Chiara Costazza hat am Samstag mit Laufbestzeit in beiden Durchgängen den Weltcup-Slalom in Lienz gewonnen. Die 23-Jährige setzte sich beim ersten Weltcup-Erfolg ihrer Karriere vor der Tirolerin Nicole Hosp (0,68) sowie der Finnin Tanja Poutiainen (0,86) durch. "Ich bin sehr, sehr glücklich. Das ist ein großartiger Tag zum Jahresabschluss. Ich war ein wenig nervös vor dem zweiten Lauf. Ich habe wieder versucht, mein Bestes zu geben, und es ist gutgegangen", strahlte Costazza nach dem ersten italienischen Slalomsieg seit zehn Jahren. Costazza beendete mit ihrem Debüt-Triumph aber auch die fast einjährige Siegesserie der ÖSV-Damen im Slalom. Die Schwedin Therese Borssen war am 29. Dezember 2006 auf die Semmering, also exakt vor einem Jahr, die bis zum Samstag letzte nicht-österreichische Torlauf-Gewinnerin gewesen. Costazzas bisher bestes Weltcup-Resultat war Platz drei auf der Reiteralm im November 2007. Die Partenkirchenerin Maria Riesch fuhr auf Platz vier und feierte damit ihr bestes Ergebnis in dieser Disziplin seit fast vier Jahren. Riesch verhinderte zugleich ein Debakel der Frauen-Mannschaft des DSV, die mit acht Läuferinnen angetreten war. Nur Maria Riesch und die erst 18 Jahre alte Katharina Dürr, die bei ihrem Debüt im Weltcup 26. wurde, kamen in die Punkte-Ränge. Aus ÖSV Sicht landete Michaela Kirchgasser als zweitbeste ÖSV-Läuferin mit einem Rückstand von 1,87 Sekunden auf dem sehr guten siebenten Platz. Katrin Triendl erreichte mit Rang neun das beste Resultat ihrer Karriere. Angeführt von Aita Camastral als 13. lieferten die Schweizer Fahrerinnen ein hervorragendes Mannschaftsresultat ab. Neben Camastral glänzten Aline Bonjour als 17., Celina Hangl (18.), Sandra Gini (20.), Rabea Grand (11.) und Pascale Berthod als 28. Die heutige Zweitplazierte Nicole Hosp, die nach einer Prellung im Fuß fitgespritzt worden war, löste die US-Amerikanerin Lindsey Vonn als Führende in der Gesamtwertung ab.

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1. Chiara Costazza ITA 1:54,97


2. Nicole Hosp AUT 1:55,65


3. Tanja Poutiainen FIN 1:55,83


4. Maria Riesch GER 1:56,18


5. Ana Jelusic CRO 1:56,34


6. Sandrine Aubert FRA 1:56,37


7. Michaela Kirchgasser AUT 1:56,84


8. Claire Dautherives FRA 1:56,91


9. Katrin Triendl AUT 1:57,15


10. Veronika Zuzulova SVK 1:57,41

Befreiungsschlag im Slalom?

Marlies Schild hat derzeit nicht gerade das, was man einen "Lauf" nennt. Seit die Salzburgerin Mitte Dezember als Weltcup-Führende von der Nordamerika-Tournee zurückkehrte, schaffte sie in sieben Rennen gerade einmal einen Top-Ten-Platz und fiel im Gesamtweltcup auf Platz acht zurück. Der Slalom am Sonntag in Spindlermühle (9.30/12.30 Uhr, live in ORF1) ist daher für die vorjährige Seriensiegerin eine gute Gelegenheit, aus der Krise zu fahren. Allerdings kassierte Schild am Samstag beim Riesentorlauf in Tschechien die nächste Ohrfeige. Sie rutschte schon im ersten Durchgang mit einer guten Zwischenzeit auf einer Eisplatte aus, stieg zurück und wurde mit über elf Sekunden Rückstand 64. und Letzte. Eine Demütigung für eine Läuferin, die in dieser Disziplin auch schon gewonnen hat. "Es ist wie verhext derzeit. Dabei läuft es im Training so gewaltig", ärgerte sich Schild über die Riesenpleite im Riesengebirge. Auch im Slalom stehen die Vorzeichen aber nicht wirklich günstig. Die Österreicherin, die bis zu ihrem letzten Slalomsieg im November in Panorama neun der aktuellsten zwölf Slaloms gewonnen hatte, kommt seither auch in ihrer Spezialdisziplin nicht mehr vom Fleck.

Drei Ausfälle in Folge - neben den Spezialslaloms in Aspen und Lienz passierte ihr das auch noch im Kombislalom von St. Anton - ließen sie schon in Osttirol in Tränen ausbrechen. "Ich muss endlich wieder ins Ziel kommen", hatte sie kurz vor dem Jahreswechsel dort gemeint. Die 26-Jährige, die im Kampf um die große Kristallkugel vergangenen März der Tirolerin Nicole Hosp hauchdünn unterlegen war, war nach dem Riesentorlauf stinksauer auf sich selbst. "In den Rennen geht es derzeit einfach nicht auf. Ich ärgere mich total, muss aber weiterkämpfen", gab sich die Lebensgefährtin von Benjamin Raich aber tapfer. "Auch im Vorjahr bin ich im Riesentorlauf öfter ausgeschieden und habe im Slalom dennoch diese tolle Serie hingelegt", machte sie sich selbst für Sonntag Mut.

Mit dabei am Sonntag ist auch Weltmeisterin Sarka Zahrobska. Die 22-jährige Lokalmatadorin, die im Riesengebirge Skifahren gelernt hat, hatte sich am Wochenbeginn beim Öffnen einer Champagnerflasche am Auge verletzt und musste genäht werden. Zahrobska war aber schon am Samstag im Riesentorlauf wieder mit dabei.

BLICK ZURÜCK SAISON 2005/06:
Pärson gewinnt Damen-Slalom in Spindermühle

Wie bereits im Slalom von Aspen gewinnt Anja Pärson auch, diesmal klar vor Kostelic, den 2. Saisonslalom der Damen in Spindlermühle. Für die Schwedin ist dies bereits der 28. Weltcupsieg in ihrer Karriere. Mit Marlies Schild steht wieder eine Österreicherin am Podest. Besonders erfreulich aus sicht des DSV ist der 4 Rang von Annemarie Gerg zu vermelden. Stark fuhren auch die Österreicherinnen Kathrin Zettel und Nicole Hosp, sie belegten die Ränge fünf und sieben. Durch den Sieg von Pärson geht Michaela Dorfmeister als Weltcup-Gesamtführende in die Weihnachtspause.


Anja Pärson feiert in Spindlermühle im 2.Weltcupslalom den 2.Sieg


Janica Kostelic: Nach dem Sieg im Riesenslalom folgt ein 2. Platz


Marlies Schild: Beste Österreicherin auf dem 3. Rang


Annemarie Gerg: DSV Hoffnungsträgerin auf Platz 4

 

 






 

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