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Raich gewinnt Slalom in Bad Kleinkirchheim

Der Tiroler Benjamin Raich hat am Sonntag den Weltcup-Slalom in Bad Kleinkirchheim gewonnen und damit seinen 30. Sieg im Weltcup gefeiert. Hinter dem 29-Jährigen belegten Jens Byggmark aus Schweden und der Italiener Manfred Mölgg die weiteren Podestplätze. Raich lag auch schon nach dem 1. Durchgang in Führung und war am Ende mit 0,66 Sekunden Vorsprung der Tagessieger: "Es ist immer wieder ein super Gefühl, als Führender ins Rennen zu gehen. Natürlich hat man da ein Kribbeln, man spürt eine gewisse Spannung. Heute hatte ich alles sehr gut im Griff. Der 30. Weltcupsieg zeigt, dass ich schon viel erreicht habe. Es ist eine große Ehre, Eberharter überflügelt zu haben." Mit diesem Erfolg wird der Pitztaler im nächsten Rennen das rote Trikot des Slalomweltcup Führenden übernehmen. Zusätzlich zieht er im Gesamt-Weltcup an Daniel Albrecht aus der Schweiz vorbei. Mit Reinfried Herbst und Manfred Pranger als Sechstem bzw. Neuntem landeten zwei weitere Österreicher in den Top Ten. Als Bester Schweizer verbesserte sich Silvan Zurbriggen mit der zweitbesten Laufzeit noch um 13 Plätze auf Rang acht. Ausser dem Achtungserfolg von Silvan Zurbriggen mussten die Schweizer zurückstecken. Marc Gini, Sieger von der Reiteralm, konnte nach dem 16. Rang im ersten Lauf nicht mehr reagieren und verlor sogar noch zwei Plätze. Aber auch Daniel Albrecht verlief es nicht nach Wunsch. Nach der ersten Zwischenzeit unterlief ihm ein Patzer, der ihn aus dem Rhythmus brachte und einiges an Zeit kostete. Am Ende mußte er sich mit Rang 16 begnügen. Etwas Enttäuschung machte sich auch bei Felix Neureuther breit. Der Partenkirchner fiel im zweiten Durchgang von einem aussichtsreichen dritten auf den elften Rang zurück und verfehlte einen Platz auf dem Siegertreppchen um 0,58 Sekunden. Der Zwiesler Alois Vogl war schon im ersten Durchgang ausgeschieden. Nach dem Zweifach-Triumph im Riesenslalom von gestern überzeugten die Italiener mit Manfred Mölgg, Patrick Thaler und Cristian Deville erneut auf den Plätzen drei bis fünf.


1. Benjamin Raich AUT 1:34,46


2. Jens Byggmark SWE 1:35,12


3. Manfred Mölgg ITA 1:35,18


4. Patrick Thaler ITA 1:35,35


5. Cristian Deville ITA 1:35,44


6. Reinfried Herbst AUT 1:35,46


7. Ivica Kostelic CRO 1:35,54


8. Silvan Zurbriggen SUI 1:35,63


9. Manfred Pranger AUT 1:35,64


10. Jean-Baptiste Grange FRA 1:35,74

Benjamin Raich führt beim Slalom von Bad Kleinkirchheim

Nach dem ersten Durchgang des Weltcup-Slaloms in Bad Kleinkirchheim führt der Österreicher Benjamin Raich vor dem Schweden Jens Byggmark (+0.24) und dem Deutschen Felix Neureuther (+0,31). Auf dem 4. Rang folgt der Schwede Markus Larsson (+0,33) vor den zeitgleichen Österreicher Reinfried Herbst (+0,35) und Manfred Mölgg aus Südtirol. Auf Schlagdistanz, mit allen Chancen für den Finaldurchgang, plazierte sich der US Amerikaner Jimmy Cochran (+0,56) auf Platz 7 vor Manfred Pranger (+0,63) aus Österreich, dem Franzosen Jean Baptiste Grange (+0,70) und Mario Matt (+0,73) aus Österreich. Für den zweiten Lauf, der um 13.00 Uhr gestartet wird, ist Spannung angesagt: Insgesamt 15 Fahrer sind innerhalb einer Sekunde klassiert.

Übertragungszeiten:

LIVE: Sonntag, 09.12.2007 - 09.30 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Bad Kleinkirchheim (AUT)
2. Slalom der Herren - 1. Durchgang

LIVE: Sonntag, 09.12.2007 - 09.55 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Bad Kleinkirchheim (AUT)
2. Slalom der Herren - 1. Durchgang

LIVE: Sonntag, 09.12.2007 - 12.55 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Bad Kleinkirchheim (AUT)
2. Slalom der Herren - Finaldurchgang

LIVE: Sonntag, 09.12.2007 - 13.00 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2007/08 in Bad Kleinkirchheim (AUT)
2. Slalom der Herren - Finaldurchgang

Das letzte Rennen - Slalom der Herren auf der Reiteralm
Sensations-Sieg für Marc Gini!

Marc Gini hat sensationell den Slalom auf der Reiteralm gewonnen. Der 23-Jährige siegte 0,28 Sekunden vor dem Finnen Kalle Palander und 0,50 vor dem Italiener Manfred Mölgg. Den 4. Rang sicherte sich der Franzose Jean-Baptiste Grange. Gini hatte bereits im ersten Lauf alle überrascht und die Bestzeit aufgestellt. Auch im zweiten Durchgang griff er voll an und baute seinen Vorsprung auf Palander gar noch aus. Der Erfolg ist, vom Überraschungseffekt her, vergleichbar mit jenem von Marc Berthod vor einem Jahr in Adelboden. Vorher hatte in diesem Jahrtausend noch kein Schweizer einen Slalom gewonnen. Die Bedingungen beim Slalom waren nicht viel besser als beim Damen-Slalom am Tag zuvor. Schneetreiben und Windböen erschwerten den Fahrern ihre Arbeit. Österreichs Herren blieben im Gegensatz zu den Damen sieglos und brachten vier Läufer in die Top Ten, bester war Weltmeister Mario Matt als Fünfter. Manfred Pranger, nach dem ersten Lauf Dritter, fiel auf Platz zehn zurück, Benjamin Raich von vier auf sieben. Dafür verbesserte sich Alexander Koll vom 26. auf den zwölften Platz und erreichte damit sein bestes Weltcup-Ergebnis. Weltcup-Punkte gab es auch für Andreas Omminger (17.), Romed Baumann (23.) und Reinfried Herbst (25.). Für Schweden holte Markus Larsson als Sechster die Kohlen aus dem Feuer, Mitfavorit Jens Byggmark fiel wie sechs weitere seiner Landsleute aus. Der Deutsche Felix Neureuther hat einen Platz in den Top Ten verpasst. Der Skirennfahrer aus Partenkirchen musste sich mit dem elften Rang begnügen. Alois Vogl aus Zwiesel war ebenso im ersten Durchgang ausgeschieden wie Dominik Stehle aus Obermaiselstein. Ein gutes Rennen aus Sicht der Schweizer zeigte auch der 21-jährige Sandro Viletta, der als 21. zum dritten Mal in seiner Karriere Weltcup-Punkte sammeln konnte. Die weitere Bilanz der Swiss-Ski-Fahrer waren eher mässig. Silvan Zurbriggen (16. Platz) und Daniel Albrecht (27.) konnten nicht mit den Schnellsten mithalten, Marc Berthod schied im ersten Lauf bereits nach wenigen Toren aus. Am 24. und 25. November geht die Weltcup-Saison in Kanada in ihre dritte Runde. Dann schlägt die Stunde der Speedspezialisten, die in Lake Louise zu einer Abfahrt und einem Super-G antreten.

Stimmen zum Rennen:

Marc Gini: "Ich war gar nicht nervös, bin einfach voll gefahren. Und es ist aufgegangen. Im Mittelteil hab ich mir gedacht: Es geht gut. Jetzt nur nich zu viel risikieren. Da hab ich ein bisserl zu studieren begonnen. Das ist nie gut. Ich hab blöde Sprüche gemacht mit den Kollegen: Ich gewinn das Rennen. Aber im Ernst war das natürlich nicht."

Mario Matt: "Es ist schwierig zu sagen, in wie weit der Wind das oben beeinflusst. Ich hab im zweiten Lauf mehr angegriffen - bin aber noch nicht dort, wo ich im letzten Jahr war. Aber ich hab jetzt ein gutes Ergebnis, darauf kann man aufbauen."


1. Marc Gini SUI 1:53,49


2. Kalle Palander FIN 1:53,77


3. Manfred Mölgg ITA 1:53,99


4. Jean-Baptiste Grange FRA 1:54,12


5. Mario Matt AUT 1:54,14


6. Markus Larsson SWE 1:54,33


7. Benjamin Raich AUT 1:54,35


8. Julien Lizeroux FRA 1:54,53


9. Rainer Schönfelder AUT 1:54,64


10. Manfred Pranger AUT 1:54,91

Viele Sieganwärter im Slalom

Die Liste der Sieganwärter für den Weltcup-Slalom der Herren am Sonntag in Bad Kleinkirchheim (10:00/13:00 Uhr/live ORF1) ist lang. Matt will sich nach seinem Ausfall im Riesentorlauf am Samstag revanchieren, Benjamin Raich hofft, Platz sieben auf der Reiteralm zu toppen. Matt ließ sich von seinem verpatzten RTL-Auftritt nicht verunsichern: "Ein Ausfall kann immer passieren, ich gehe in den Slalom wie in jedes Rennen", sagte der 28-Jährige. Geheimtipp auf den Sieg ist der Franzose Grange, der nach Platz vier im Spezialslalom auf der Reiteralm den Kombi-Slalom von Beaver Creek vor dem US-Amerikaner Ted Ligety gewann.

ÖSV-Slalomteam: Romed Baumann, Christoph Dreier, Kurt Engl, Reinfried Herbst, Alexander Koll, Mario Matt, Andreas Omminger, Manfred Pranger, Benjamin Raich 

Verletzungspause für Schönfelder

Der Kärntner Rainer Schönfelder fällt nach seinem Sturz in Bad Kleinkirchheim bis Anfang Jänner aus und kann so am Sonntag nicht beim Slalom starten. "Mir tun die Rippen weh, die Schulter und ich habe mir beide Knie angeschlagen. Ich glaube, ich habe eine Stange aufs Knie bekommen. Ich muss jetzt einmal zum Teamarzt, ich hoffe, dass ich morgen fahren kann, mal sehen, was mir alles wehtun wird", lautete Schönfelders erster Kommentar. Nach den Untersuchungen war klar, dass aus einem Rennen am Sonntag in den frisch verschneiten Kärntner Nockbergen nichts werden wird. "Ich wollte hier natürlich alles geben, weil so viel Familie, Freunde, Bekannte und Weggefährten hier sind", sagte Schönfelder am Nachmittag auf einer Pressekonferenz seines Sponsors Hypo Group Alpe Adria. Aus den Verletzungen der vergangenen Jahre hat der Slalom- und Kombinations-Bronzemedaillengewinner bei Olympia 2006 in Turin/Sestriere aber eines gelernt hat: "Nach Niederschlägen wieder aufzustehen." Im ersten Moment hatte der Bleiburger vom SC Petzen am Samstag geglaubt, dass er sich eine Knieverletzung zugezogen hat. "Erst mit der Zeit habe ich bemerkt, dass die Schulter das Problem ist."  

Premiere der Herren auf Franz Klammer"-Strecke

Bad Kleinkirchheim ist am Wochenende nach jahrelanger Pause wieder Schauplatz von Weltcup-Rennen der Herren. Die letzten Herren-Bewerbe im Weltcup fanden hier im Jahr 1992 statt. Nur rund 48 Stunden nach dem tragischen Unfall von Peter Wirnsberger II., der in Altenmarkt-Zauchensee beim freien Skifahren verstarb, feierten am 22. Dezember seine Kollegen Armin Assinger und Leonhard Stock im Super-G einen ÖSV-Doppelerfolg auf der alten Strohsackstrecke. Den ersten technischen Bewerb - einen RTL - in dem von Klagenfurt 65 km entfernten Ort gewann 1982 Steve Mahre. Auf der "Franz Klammer"-Strecke stehen ein Riesentorlauf (Samstag) und ein Slalom (Sonntag, jeweils 10.00 und 13.00 Uhr, live in ORF1) auf dem Programm.

 

 

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