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Sutter gewinnt Ersatzabfahrt von St. Moritz in Bansko

Die Schweizerin Fabienne Suter feierte im bulgarischen Bansko ihren 1. Weltcupsieg in überlgener Manier. Die Super-G-Spezialistin deklassierte, im Rennen am Freitag, das als Ersatz für die abgesagte Abfahrt in St. Moritz fungierte, auf der verwinkelten Piste die Konkurrenz um mehr als eine Sekunde.

Was die 24-jährige auf der als «Zick-zack-Kurs»-verspotteten Strecke in Bulgarien zeigte, war beeindruckend. So locker wie die Schwyzerin stand keine Konkurrentin auf dem Ski.

Auf Platz 2 landete erfreulicherweise Andrea Fischbacher, die ihre tollen Trainingsleistungen damit auch im Rennen umsetzen konnte und für den ersten Abfahrts-Podestplatz für Österreich in dieser Saison sorgte. Den dritten Platz teilten sich die Amerikanerin Lindsey Vonn und die Italienerin Nadia Fanchini.

Lara Gut, die in den Trainings ebenfalls zu den Schnellsten gehörte, verpasste einen möglichen Sprung auf das Podest mit einem Fehler im oberen Teil. Schliesslich fehlten der 17-jährigen Tessinerin auf den dritten Rang 0,18 Sekunden. Dennoch sorgte die WM-Heldin mit ihrem fünften Schlussrang zusammen mit Fränzi Aufdenblatten (8.) für ein hervorragendes Schweizer Teamresultat.

Eine Enttäuschung setzte es für Dominique Gisin, die zweifache Abfahrtssiegerin dieses Winters schied aus und mußte damit ihre Hoffnungen auf die kleine Abfahrtskristallkugel abschreiben.

Die weiteren ÖSV-Läuferinnen standen klar im Schatten von Fischbacher. Renate Götschl (2,71 Sekunden Rückstand), Elisabeth Görgl (+2,90), Nicole Schmidhofer (+4,53), Stefanie Köhle (+4,88), Ingrid Rumpfhuber (+5,34) und Regina Mader (+5,39) hatten mit der Entscheidung allesamt nichts zu tun und landeten im geschlagenen Feld.

Slalom-Weltmeisterin Maria Riesch verpaßte mit dem 17.Rang ihr zweites Speed-Podium des Winters klar - Gina Stechert kam eine Woche nach ihrem ersten Weltcup-Sieg nicht in die Gänge und mußte sich mit Platz 25 begnügen.


1. Fabienne Suter SUI 1:45,68


2. Andrea Fischbacher AUT 1:46,83


3. Lindsey Vonn USA 1:46,92


. Nadia Fanchini ITA 1:46,92


5. Lara Gut SUI 1:47,10


6. Tina Maze SLO 1:47,15


7. Marion Rolland FRA 1:47,97


8. Fränzi Aufdenblatten SUI 1:48,02


9. Marie Marchand-Arvier FRA 1:48,16


10. Daniela Merighetti ITA 1:48,21


Endstand zur Abfahrt der Damen in Bansko - bitte hier klicken

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Übertragungszeiten:

LIVE: Freitag, 27.02.2009 - 10.50 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Bansko (BUL) / Ersatz für St. Moritz (SUI)
Nachgeholter 3. Abfahrtslauf der Damen

LIVE: Freitag, 27.02.2009 - 11.15 Uhr - ZDF
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Bansko (BUL) / Ersatz für St. Moritz (SUI)
Nachgeholter 3. Abfahrtslauf der Damen

LIVE: Freitag, 27.02.2009 - 11.25 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Bansko (BUL) / Ersatz für St. Moritz (SUI)
Nachgeholter 3. Abfahrtslauf der Damen

LIVE: Freitag, 27.02.2009 - 11.30 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Bansko (BUL) / Ersatz für St. Moritz (SUI)
Nachgeholter 3. Abfahrtslauf der Damen


Startliste zur Abfahrt der Damen in Bansko - bitte hier klicken

Das letzte Rennen - Abfahrt der Damen in Tarvis
Gina Stechert gewinnt Tarvis-Abfahrt

Überraschungssieg bei der Damen-Abfahrt von Tarvis. Auf der selektiven Strecke „Pista di Prampero“ feiert die Deutsche Gina Stechert ihren ersten Sieg, wenn auch mit einem hauchdünnen Vorsprung von einer Hundertstel Sekunde vor der US Amerikanerin Lindsey Vonn und der Schwedin Anja Pärson (+ 0,39).

Beim ORF Interview konnte Stechert ihr Glück noch gar nicht fassen: „Es ist super gegangen, ich hab vollen Spaß gehabt und mich super gefühlt. Ich hab mir bei Lindseys Fahrt nicht gedacht, dass es sich ausgeht - es ist Wahnsinn.“ Das beste Weltcup-Ergebnis der 21-jährigen Gina Stechert war bisher ein 4. Platz bei der Weltcupabfahrt in Lake Louise.

Für eine weitere Überraschung sorgte die Schweizerin Nadja Kamer, die mit Startnummer 33 noch auf den 4. Rang vorfuhr und somit die Französin Aurelie Revillet auf den 5. Platz verdrängte.

Für die zweifache Saisonsiegerin Dominique Gisin setzte es mit dem siebten Platz eine leise Enttäuschung. Die Innerschweizerin verlor im Kampf um den Disziplinen-Weltcup gegenüber Vonn an Boden, verteidigte gegenüber Pärson aber den dritten Rang.

Renate Götschl wurde als beste Österreicherin Fünfte und durfte sich über ihr bestes Saison-Ergebnis freuen. Elisabeth Görgl belegt Platz 11, Andrea Fischbacher fährt auf Rang 22.

Hinter den beiden Kanadierin Kelly Vanderbeek und Larisa Yurkiw mußte sich Maria Riesch mit dem 10. Rang begnügen und verlor damit wichtige Punkte im Kampf um den Gesamtweltcup.

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1. Gina Stechert GER 1:59,94


2. Lindsey Vonn USA 1:59,95


3. Anja Pärson SWE 2:00,33


4. Nadja Kamer SUI 2:00,70


5. Aurelie Revillet FRA 2:01,09


6. Renate Götschl AUT 2:01,15


7. Dominique Gisin SUI 2:01,22


8. Kelly Vanderbeek CAN 2:01,28


9. Larisa Yurkiw CAN 2:01,33


10. Maria Riesch GER 2:01,37

Fischbacher auch im zweiten Training voran

Die 23-jährige Salzburgerin Andrea Fischbacher erzielte am Donnerstag auch im zweiten und letzten Training für die Doppelabfahrt in Bansko (Bulgarien) Bestzeit vor der Schweizerin Fabienne Suter und geht somit erstmals als Favoritin in ein Weltcuprennen.

Fischbacher hat ihren bisher einzigen Weltcupsieg im Super-G von Sestriere gefeiert und kam in beiden Trainings mit der Piste hervorragend zurecht.

Als Favoritin wollte sich die 23-Jährige aus Eben aber nicht bezeichnen. "Was stimmt, ist, dass ich seit längerem wirklich in guter Form bin. Hoffentlich kann ich es auch ins Rennen umsetzen", sagte die Pongauerin, die zuletzt bei der WM in Val d‘sere Bronze im Super-G gewonnen hatte.

Suter, schon am Vortag Zweite, rückte bis auf 14 Hundertstel an Andrea Fischbacher (Ö) heran, Gut wurde Vierte. Die «Banderiza»-Piste im bulgarischen Pirin-Gebirge wurde von zahlreichen Trainern und Athletinnen als Zick-Zack-Abfahrt kritisiert.

Hinter Suter und Gut wurden Fränzi Aufdenblatten und Dominique Gisin Sechste und Siebente. Dazwischen auf den 5. Rang schob sich Maria Riesch aus Garmisch Partenkirchen.

Nach zwei fünften Plätzen in den zwei Trainingsfahrten auf der im Weltcup neuen Strecke ist Riesch für die Rennen am Wochenende gerüstet. Schlechter kam Gina Stechert (Oberstdorf) nach ihrem Sieg in Tarvisio mit dem Hang im südlich von der bulgarischen Hauptstadt Sofia liegenden Bansko zurecht und wurde im Abschlusstraining disqualifiziert. «Ich bin optimistisch, dass die Qualitäten von Maria und Gina auf dem überaus schwierigen Hang in Bansko zum Tragen kommen», sagte Trainer Mathias Berthold.

Bei Gisin geht es noch um den Kampf um die kleine Kristallkugel. Sie liegt in der Disziplinenwertung nur 58 Punkte hinter der führenden Titelverteidigerin Lindsey Vonn, die heute stürzte. Dabei zog sie sich Prellungen am Rücken und am Gesäss zu. Offiziell gab es vom US-Skiteam aber Entwarnung. «Sie hat einen Ski verloren und ist daher vom Kurs abgekommen. Aber sie ist okay und wird starten. Sie ist eine Kämpferin», erklärte US-Pressesprecher Doug Haney.

Ebenfalls zu Boden ging Elisabeth Görgl. Anja Pärson brach die Trainingsfahrt ab, nachdem angeblich ein Stein den Belag ihres Ski aufgerissen hatte.

Görgl fädelte nach der zweiten Zwischenzeit bei einem Tor ein, die Steirerin blieb aber unversehrt. Zweitbeste Österreicherin im Abschlusstraining war Renate Götschl, die mit 2,27 Sekunden Platz zehn belegte. Nicht am Start in Bulgarien ist Anna Fenninger. Die Salzburgerin hatte bei der WM in Frankreich Platz vier im Super-G belegt, konzentriert sich aber auf die Junioren-WM in Garmisch.

Monika Dumermuth, die sich im ersten Training am Mittwoch am rechten Knie verletzt hatte, trat nicht zum Abschlusstraining an und reist vorzeitig in die Schweiz zurück, um ihre Verletzung genauer untersuchen zu lassen.

Im südlich von der bulgarischen Hauptstadt Sofia auf einem Hochplateau liegenden Bansko finden diese Woche erstmals seit dem Beginn der 1980er-Jahre (Borowez) alpine Ski-Weltcuprennen in Bulgarien statt.

Am Freitag die Ersatzabfahrt für St. Moritz, am Samstag die Originalabfahrt und am Sonntag ein Super-G. Vonn könnte bei 299 Punkten Vorsprung auf ihre deutsche Freundin Maria Riesch mit ähnlichen Erfolgen wie zuletzt in Tarvis den neuerlichen Gewinn der großen Kristallkugel fast schon sicherstellen.

Danach stehen nur noch zwei Technik-Rennen in Ofterschwang sowie das Finale in Aare auf dem Programm.

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Fischbacher Schnellste im 1. Abfahrtstraining von Bansko

Die Österreicherin Andrea Fischbacher hat im ersten Training für die zwei Weltcup-Abfahrten in Bansko überlegene Bestzeit markiert.

Die WM-Siebente aus Salzburg, fuhr der Konkurrenz am Mittwoch um mehr als eineinhalb Sekunden davon. Die Schweizerinnen Fabienne Suter (+1,54) und Vizeweltmeisterin Lara Gut (+1,71) kamen der WM-Dritten im Super-G am nächsten.

Die US-Amerikanische Doppelweltmeisterin Lindsey Vonn erreichte hinter der in der Weltcup-Gesamtwertung auf Rang 2 liegenden Maria Riesch aus Garmisch Partenkirchen die sechstbeste Zeit. Gina Stechert, die überraschend die Abfahrt in Tarvis gewonnen hatte, mußte sich mit Rang 28 begnügen

Zweitschnellste ÖSV-Läuferin war Regina Mader, die sich vor Elisabeth Görgl mit 2,87 Sekunden Rückstand auf Position elf einreihte. Renate Götschl hatte als 20. über dreieinhalb Sekunden Rückstand.

Am Freitag und Samstag steigen zwei Abfahrten, am Sonntag folgt ein Super-G.

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Bulgarischer Verband vor Meilenstein
Bansko erstmals im "Konzert der Großen"

Für Bulgariens Wintersport geht am Wochenende mit den Weltcup-Rennen der Damen in Bansko ein langes Warten zu Ende. Zwei Abfahrten (Freitag, Samstag) und ein Super-G (Sonntag) stellen die ersten Weltcup-Rennen auf bulgarischem Boden seit 25 Jahren dar.

"Das ist ein wichtiges Signal und eine große Anerkennung für den bulgarischen Skisport. Wer im Weltcup dabei ist, der hat es ins Konzert der Großen geschafft", weiß der Vorarlberger Kilian Albrecht, der seit Dezember 2006 für Bulgarien startet.

Für Albrecht steht fest, dass die Piste in Bansko 160 km südlich der Hauptstadt Sofia den allgemeinen Weltcup-Ansprüchen und -Erwartungen entsprechen wird. "Bansko bietet ein Skigebiet mit Österreich-ähnlichem Standard."

Der 35-Jährige verbringt selbst mindestens zehn Skitage pro Jahr in Bansko, im April wird er dort auch heuer wieder die nationalen bulgarischen Meisterschaften absolvieren. Das nächste Gebiet mit ähnlichen Bedingungen wie in Bansko soll in den kommenden Jahren in Witoscha entstehen.

"Super Berge hatte Bulgarien ja immer schon, aber das Geld hat gefehlt. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus hatten die Menschen hier andere Probleme, sie mussten schauen, dass sie etwas zu essen bekamen und überleben konnten", erklärte Albrecht die Gründe, warum Bulgariens Weg zurück in den Weltcup-Kalender ein langer war.

Albrecht, der bis Olympia 2010 in Vancouver Rennen bestreiten wird, kann das Bulgarien-Comeback nicht live mitverfolgen, weil er mit dem Herren-Weltcup in Slowenien (Kranjska Gora) gastiert.

Dank seines Erfahrungsschatzes hat Albrecht in Bulgarien eine Art Vorbildrolle übernommen, der Österreicher hilft bei der Entwicklungsarbeit. Der wohl wichtigste Mann im bulgarischen Skisport ist aber Verbandsboss Zeko Minew.

"Er ist ein sehr offener und toller Typ, der fürs Skifahren lebt. Er engagiert sich, schafft Strukturen und ist ein Glücksfall für den bulgarischen Skisport", schwärmt Albrecht über den Verbandsboss.

Minew gab das Lob postwendend in Richtung des Slalomspezialisten Albrecht zurück. "Kilian hat uns sehr viel geholfen. Er ist ein herausragender Mann, der uns mit seiner enormen Erfahrung sehr viel helfen kann. Auch wenn sein Karriereende naht."

Die mögliche Strategie, nach Albrecht weitere Ausländer einzubürgern, wischte Minew jedoch vom Tisch. "Stattdessen wollen wir gute Bedingungen für junge bulgarische Skifahrer schaffen." Besonders stolz macht ihn, dass man in der Lage ist, am Wochenende gleich eine Doppelabfahrt zu veranstalten.

"Jeder weiß, dass die Vorbereitungen auf eine Abfahrt viel härter sind als etwa auf einen Slalom. Wir veranstalten gleich zwei Abfahrten in Folge, eine größere Herausforderung gibt es kaum. Aber wir haben so lange von der Rückkehr des Weltcups nach Bulgarien geträumt, jetzt freuen wir uns auf diese Gelegenheit", so Minew.

Borowez, Bulgariens ältestes Skigebiet, hatte mit den Herren-Rennen 1984 die bis dato letzten Weltcup-Bewerbe auf bulgarischem Schnee veranstaltet. Das Bansko-Wochenende soll nun zu einem Wendepunkt für die Bulgaren werden. Sollte man sich von seiner besten Seite zeigen, dann könnte schon in wenigen Jahren (eventuell 2011) der nächste Traum von Herren-Rennen in Bulgarien wahr werden.

"Für uns könnten die Rennen am Wochenende zu einem echten Meilenstein werden. Vor kurzer Zeit waren wir noch nirgends auf der Skilandkarte. Aber wir haben in den vergangenen Jahren extrem hart gearbeitet und unseren Status verbessert", so Minew.


 

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