Die Salzburgerin Andrea Fischbacher
kann sich, nach ihrem 2. Platz beim gestrigen Rennen, in Bansko über den
ersten Abfahrtssieg ihrer Karriere freuen und sorgte damit für den
ersten ÖSV-Abfahrtserfolg seit 2007 in Lenzerheide. Die Österreicherin
gewann in einer Zeit von 1:45,81 vor der Slowenin Tina Maze und der
Vortagessiegerin Fabienne Sutter aus der Schweiz.
"Ich bin mit einem irrsinig guten
Gefühl am Start gestanden und habe versucht, einfach das umzusetzen, was
ich im Training gezeigt habe" erklärte Fischbacher im ORF-Interview.
"Einfach Gas geben und die Ski laufen
lassen, dann kann es sein, dass ich ganz vorne dabei bin. Und dass es
gelungen ist, das ist natürlich ein Traum. Man muss immer daran glauben,
dass man gewinnen kann und einfach warten, bis der Sieg kommt. Ich habe
gewusst, dass ich schnell sein kann und heute ist einfach alles
aufgegangen."
Auf dem 4. Rang folgte mit Lara Gut
die zweitbeste Schweizerin, gefolgt von der Italienerin Nadia Fanchini
und der Französin Marion Rolland.
Mit einer ansprechenden Leistung
plazierte sich die Österreicherin Elisabeth Görgl, vor der Deutschen
Maria Riesch auf dem 7. Rang.
Das starke Schweizer
Mannschaftsergebnis wurde mit dem 9 Platz von Dominique Gisin
abgerundet, die sich damit jedoch von der letzten Hoffnungen auf den
Gewinn des Abfahrtsweltcup verabschieden mußte.
Doppelweltmeisterin Lindsey Vonn
landete nur auf Rang zwölf, ihr schlechtestes Abfahrts-Ergebnis in
dieser Saison, dennoch sicherte sich die 24-Jährige bereits vor dem
letzten Rennen am 11. März in Aare erneut den Sieg in Abfahrtsweltcup.
Vonn hat zudem auch im Gesamt-Weltcup
weiter 336 Punkte Vorsprung auf die Deutsche Maria Riesch als erste
Verfolgerin.
Das letzte
Rennen - Abfahrt der Damen vom Freitag in Bansko
Sutter gewinnt
Ersatzabfahrt
von St. Moritz
in Bansko
Die Schweizerin Fabienne Suter feierte
im bulgarischen Bansko ihren 1. Weltcupsieg in überlgener Manier. Die
Super-G-Spezialistin deklassierte, im Rennen am Freitag, das als Ersatz
für die abgesagte Abfahrt in St. Moritz fungierte, auf der verwinkelten
Piste die Konkurrenz um mehr als eine Sekunde.
Was die 24-jährige auf der als «Zick-zack-Kurs»-verspotteten
Strecke in Bulgarien zeigte, war beeindruckend. So locker wie die
Schwyzerin stand keine Konkurrentin auf dem Ski.
Auf Platz 2 landete erfreulicherweise
Andrea Fischbacher, die ihre tollen Trainingsleistungen damit auch im
Rennen umsetzen konnte und für den ersten Abfahrts-Podestplatz für
Österreich in dieser Saison sorgte. Den dritten Platz teilten sich die
Amerikanerin Lindsey Vonn und die Italienerin Nadia Fanchini.
Lara Gut, die in den Trainings
ebenfalls zu den Schnellsten gehörte, verpasste einen möglichen Sprung
auf das Podest mit einem Fehler im oberen Teil. Schliesslich fehlten der
17-jährigen Tessinerin auf den dritten Rang 0,18 Sekunden. Dennoch
sorgte die WM-Heldin mit ihrem fünften Schlussrang zusammen mit Fränzi
Aufdenblatten (8.) für ein hervorragendes Schweizer Teamresultat.
Eine Enttäuschung setzte es für
Dominique Gisin, die zweifache Abfahrtssiegerin dieses Winters schied
aus und mußte damit ihre Hoffnungen auf die kleine Abfahrtskristallkugel
abschreiben.
Die weiteren ÖSV-Läuferinnen standen
klar im Schatten von Fischbacher. Renate Götschl (2,71 Sekunden
Rückstand), Elisabeth Görgl (+2,90), Nicole Schmidhofer (+4,53),
Stefanie Köhle (+4,88), Ingrid Rumpfhuber (+5,34) und Regina Mader
(+5,39) hatten mit der Entscheidung allesamt nichts zu tun und landeten
im geschlagenen Feld.
Slalom-Weltmeisterin Maria Riesch
verpaßte mit dem 17.Rang ihr zweites Speed-Podium des Winters klar -
Gina Stechert kam eine Woche nach ihrem ersten Weltcup-Sieg nicht in die
Gänge und mußte sich mit Platz 25 begnügen.
1. Fabienne Suter SUI 1:45,68
2. Andrea Fischbacher AUT 1:46,83
3. Lindsey Vonn USA 1:46,92
. Nadia Fanchini ITA 1:46,92
5. Lara Gut SUI 1:47,10
6. Tina Maze SLO 1:47,15
7. Marion Rolland FRA 1:47,97
8. Fränzi Aufdenblatten SUI 1:48,02
9. Marie Marchand-Arvier FRA 1:48,16
10. Daniela Merighetti ITA 1:48,21
Fischbacher auch im zweiten Training
voran
Die 23-jährige Salzburgerin Andrea
Fischbacher erzielte am Donnerstag auch im zweiten und letzten Training
für die Doppelabfahrt in Bansko (Bulgarien) Bestzeit vor der Schweizerin
Fabienne Suter und geht somit erstmals als Favoritin in ein
Weltcuprennen.
Fischbacher hat ihren bisher einzigen
Weltcupsieg im Super-G von Sestriere gefeiert und kam in beiden
Trainings mit der Piste hervorragend zurecht.
Als Favoritin wollte sich die
23-Jährige aus Eben aber nicht bezeichnen. "Was stimmt, ist, dass ich
seit längerem wirklich in guter Form bin. Hoffentlich kann ich es auch
ins Rennen umsetzen", sagte die Pongauerin, die zuletzt bei der WM in
Val d‘sere Bronze im Super-G gewonnen hatte.
Suter, schon am Vortag Zweite, rückte
bis auf 14 Hundertstel an Andrea Fischbacher (Ö) heran, Gut wurde
Vierte. Die «Banderiza»-Piste im bulgarischen Pirin-Gebirge wurde von
zahlreichen Trainern und Athletinnen als Zick-Zack-Abfahrt kritisiert.
Hinter Suter und Gut wurden Fränzi
Aufdenblatten und Dominique Gisin Sechste und Siebente. Dazwischen auf
den 5. Rang schob sich Maria Riesch aus Garmisch Partenkirchen.
Nach zwei fünften Plätzen in den zwei
Trainingsfahrten auf der im Weltcup neuen Strecke ist Riesch für die
Rennen am Wochenende gerüstet. Schlechter kam Gina Stechert (Oberstdorf)
nach ihrem Sieg in Tarvisio mit dem Hang im südlich von der bulgarischen
Hauptstadt Sofia liegenden Bansko zurecht und wurde im Abschlusstraining
disqualifiziert. «Ich bin optimistisch, dass die Qualitäten von Maria
und Gina auf dem überaus schwierigen Hang in Bansko zum Tragen kommen»,
sagte Trainer Mathias Berthold.
Bei Gisin geht es noch um den Kampf um
die kleine Kristallkugel. Sie liegt in der Disziplinenwertung nur 58
Punkte hinter der führenden Titelverteidigerin Lindsey Vonn, die heute
stürzte. Dabei zog sie sich Prellungen am Rücken und am Gesäss zu.
Offiziell gab es vom US-Skiteam aber Entwarnung. «Sie hat einen Ski
verloren und ist daher vom Kurs abgekommen. Aber sie ist okay und wird
starten. Sie ist eine Kämpferin», erklärte US-Pressesprecher Doug Haney.
Ebenfalls zu Boden ging Elisabeth
Görgl. Anja Pärson brach die Trainingsfahrt ab, nachdem angeblich ein
Stein den Belag ihres Ski aufgerissen hatte.
Görgl fädelte nach der zweiten
Zwischenzeit bei einem Tor ein, die Steirerin blieb aber unversehrt.
Zweitbeste Österreicherin im Abschlusstraining war Renate Götschl, die
mit 2,27 Sekunden Platz zehn belegte. Nicht am Start in Bulgarien ist
Anna Fenninger. Die Salzburgerin hatte bei der WM in Frankreich Platz
vier im Super-G belegt, konzentriert sich aber auf die Junioren-WM in
Garmisch.
Monika Dumermuth, die sich im ersten
Training am Mittwoch am rechten Knie verletzt hatte, trat nicht zum
Abschlusstraining an und reist vorzeitig in die Schweiz zurück, um ihre
Verletzung genauer untersuchen zu lassen.
Im südlich von der bulgarischen
Hauptstadt Sofia auf einem Hochplateau liegenden Bansko finden diese
Woche erstmals seit dem Beginn der 1980er-Jahre (Borowez) alpine
Ski-Weltcuprennen in Bulgarien statt.
Am Freitag die Ersatzabfahrt für St.
Moritz, am Samstag die Originalabfahrt und am Sonntag ein Super-G. Vonn
könnte bei 299 Punkten Vorsprung auf ihre deutsche Freundin Maria Riesch
mit ähnlichen Erfolgen wie zuletzt in Tarvis den neuerlichen Gewinn der
großen Kristallkugel fast schon sicherstellen.
Danach stehen nur noch zwei
Technik-Rennen in Ofterschwang sowie das Finale in Aare auf dem
Programm.
Fischbacher
Schnellste im 1.
Abfahrtstraining
von Bansko
Die
Österreicherin
Andrea
Fischbacher hat
im ersten
Training für die
zwei
Weltcup-Abfahrten
in Bansko
überlegene
Bestzeit
markiert.
Die WM-Siebente
aus Salzburg,
fuhr der
Konkurrenz am
Mittwoch um mehr
als eineinhalb
Sekunden davon.
Die
Schweizerinnen
Fabienne Suter
(+1,54) und
Vizeweltmeisterin
Lara Gut (+1,71)
kamen der
WM-Dritten im
Super-G am
nächsten.
Die
US-Amerikanische
Doppelweltmeisterin
Lindsey Vonn
erreichte hinter
der in der
Weltcup-Gesamtwertung
auf Rang 2
liegenden Maria
Riesch aus
Garmisch
Partenkirchen
die sechstbeste
Zeit. Gina
Stechert, die
überraschend die
Abfahrt in
Tarvis gewonnen
hatte, mußte
sich mit Rang 28
begnügen
Zweitschnellste
ÖSV-Läuferin war
Regina Mader,
die sich vor
Elisabeth Görgl
mit 2,87
Sekunden
Rückstand auf
Position elf
einreihte.
Renate Götschl
hatte als 20.
über dreieinhalb
Sekunden
Rückstand.
Am Freitag und
Samstag steigen
zwei Abfahrten,
am Sonntag folgt
ein Super-G.
Bulgarischer Verband vor
Meilenstein
Bansko erstmals im "Konzert der Großen"
Für Bulgariens Wintersport geht am
Wochenende mit den Weltcup-Rennen der Damen in Bansko ein langes Warten
zu Ende. Zwei Abfahrten (Freitag, Samstag) und ein Super-G (Sonntag)
stellen die ersten Weltcup-Rennen auf bulgarischem Boden seit 25 Jahren
dar.
"Das ist ein wichtiges Signal und eine
große Anerkennung für den bulgarischen Skisport. Wer im Weltcup dabei
ist, der hat es ins Konzert der Großen geschafft", weiß der Vorarlberger
Kilian Albrecht, der seit Dezember 2006 für Bulgarien startet.
Für Albrecht steht fest, dass die
Piste in Bansko 160 km südlich der Hauptstadt Sofia den allgemeinen
Weltcup-Ansprüchen und -Erwartungen entsprechen wird. "Bansko bietet ein
Skigebiet mit Österreich-ähnlichem Standard."
Der 35-Jährige verbringt selbst
mindestens zehn Skitage pro Jahr in Bansko, im April wird er dort auch
heuer wieder die nationalen bulgarischen Meisterschaften absolvieren.
Das nächste Gebiet mit ähnlichen Bedingungen wie in Bansko soll in den
kommenden Jahren in Witoscha entstehen.
"Super Berge hatte Bulgarien ja immer
schon, aber das Geld hat gefehlt. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus
hatten die Menschen hier andere Probleme, sie mussten schauen, dass sie
etwas zu essen bekamen und überleben konnten", erklärte Albrecht die
Gründe, warum Bulgariens Weg zurück in den Weltcup-Kalender ein langer
war.
Albrecht, der bis Olympia 2010 in
Vancouver Rennen bestreiten wird, kann das Bulgarien-Comeback nicht live
mitverfolgen, weil er mit dem Herren-Weltcup in Slowenien (Kranjska Gora)
gastiert.
Dank seines Erfahrungsschatzes hat
Albrecht in Bulgarien eine Art Vorbildrolle übernommen, der Österreicher
hilft bei der Entwicklungsarbeit. Der wohl wichtigste Mann im
bulgarischen Skisport ist aber Verbandsboss Zeko Minew.
"Er ist ein sehr offener und toller Typ, der fürs Skifahren lebt. Er
engagiert sich, schafft Strukturen und ist ein Glücksfall für den
bulgarischen Skisport", schwärmt Albrecht über den Verbandsboss.
Minew gab das Lob postwendend in
Richtung des Slalomspezialisten Albrecht zurück. "Kilian hat uns sehr
viel geholfen. Er ist ein herausragender Mann, der uns mit seiner
enormen Erfahrung sehr viel helfen kann. Auch wenn sein Karriereende
naht."
Die mögliche Strategie, nach Albrecht weitere Ausländer einzubürgern,
wischte Minew jedoch vom Tisch. "Stattdessen wollen wir gute Bedingungen
für junge bulgarische Skifahrer schaffen." Besonders stolz macht ihn,
dass man in der Lage ist, am Wochenende gleich eine Doppelabfahrt zu
veranstalten.
"Jeder weiß, dass die Vorbereitungen
auf eine Abfahrt viel härter sind als etwa auf einen Slalom. Wir
veranstalten gleich zwei Abfahrten in Folge, eine größere
Herausforderung gibt es kaum. Aber wir haben so lange von der Rückkehr
des Weltcups nach Bulgarien geträumt, jetzt freuen wir uns auf diese
Gelegenheit", so Minew.
Borowez, Bulgariens ältestes
Skigebiet, hatte mit den Herren-Rennen 1984 die bis dato letzten
Weltcup-Bewerbe auf bulgarischem Schnee veranstaltet. Das
Bansko-Wochenende soll nun zu einem Wendepunkt für die Bulgaren werden.
Sollte man sich von seiner besten Seite zeigen, dann könnte schon in
wenigen Jahren (eventuell 2011) der nächste Traum von Herren-Rennen in
Bulgarien wahr werden.
"Für uns könnten die Rennen am
Wochenende zu einem echten Meilenstein werden. Vor kurzer Zeit waren wir
noch nirgends auf der Skilandkarte. Aber wir haben in den vergangenen
Jahren extrem hart gearbeitet und unseren Status verbessert", so Minew.
Abfahrt der
Damen vom Freitag in Bansko
Sutter gewinnt
Ersatzabfahrt
von St. Moritz
in Bansko
Die Schweizerin Fabienne Suter feierte
im bulgarischen Bansko ihren 1. Weltcupsieg in überlgener Manier. Die
Super-G-Spezialistin deklassierte, im Rennen am Freitag, das als Ersatz
für die abgesagte Abfahrt in St. Moritz fungierte, auf der verwinkelten
Piste die Konkurrenz um mehr als eine Sekunde.
Was die 24-jährige auf der als «Zick-zack-Kurs»-verspotteten
Strecke in Bulgarien zeigte, war beeindruckend. So locker wie die
Schwyzerin stand keine Konkurrentin auf dem Ski.
Auf Platz 2 landete erfreulicherweise
Andrea Fischbacher, die ihre tollen Trainingsleistungen damit auch im
Rennen umsetzen konnte und für den ersten Abfahrts-Podestplatz für
Österreich in dieser Saison sorgte. Den dritten Platz teilten sich die
Amerikanerin Lindsey Vonn und die Italienerin Nadia Fanchini.
Lara Gut, die in den Trainings
ebenfalls zu den Schnellsten gehörte, verpasste einen möglichen Sprung
auf das Podest mit einem Fehler im oberen Teil. Schliesslich fehlten der
17-jährigen Tessinerin auf den dritten Rang 0,18 Sekunden. Dennoch
sorgte die WM-Heldin mit ihrem fünften Schlussrang zusammen mit Fränzi
Aufdenblatten (8.) für ein hervorragendes Schweizer Teamresultat.
Eine Enttäuschung setzte es für
Dominique Gisin, die zweifache Abfahrtssiegerin dieses Winters schied
aus und mußte damit ihre Hoffnungen auf die kleine Abfahrtskristallkugel
abschreiben.
Die weiteren ÖSV-Läuferinnen standen
klar im Schatten von Fischbacher. Renate Götschl (2,71 Sekunden
Rückstand), Elisabeth Görgl (+2,90), Nicole Schmidhofer (+4,53),
Stefanie Köhle (+4,88), Ingrid Rumpfhuber (+5,34) und Regina Mader
(+5,39) hatten mit der Entscheidung allesamt nichts zu tun und landeten
im geschlagenen Feld.
Slalom-Weltmeisterin Maria Riesch
verpaßte mit dem 17.Rang ihr zweites Speed-Podium des Winters klar -
Gina Stechert kam eine Woche nach ihrem ersten Weltcup-Sieg nicht in die
Gänge und mußte sich mit Platz 25 begnügen.