Pärson und Gisin teilen sich
Abfahrtssieg in Zauchensee
Highspeed war bei der heutigen Kombiabfahrt der Damen in
Zauchensee-Altenmarkt angesagt. Schon beim Start von der beeindruckenden
Steilpassage beschleunigten die Damen von 0 auf 100 in 4-5 Sekunden.
Zwischen dem Start am Gipfel des Gamskogel in 2.176 Metern Höhe und dem
spannenden Zielschuss lagen viele nervenaufreibende Passagen mit hohem
Tempo und weiten Sprüngen. Von der Schikane über den Jägersprung hinein
in das Kälberloch, vom Wasserschloß über die Panoramakurve und
Schmalzleitn zum langen Zielschuss.
Am
schnellsten wurde die 3005 Meter lange „Mutstrecke“ von Dominique Gisin
aus der Schweiz und der Schwedin Anja Pärson gemeistert, die sich
zeitgleich den Sieg auf der technisch anspruchsvollen Kälberloch-Strecke
in Zauchensee teilten. Mit einem Rückstand von 17 Hundertstel Sekunden
sicherte sich die US Amerikanerin Lindsey Vonn den Dritten Rang.
Vonn
war zufrieden und freute sich über ihren Podestplatz: „Es ist sehr
wichtig, immer Punkte zu bekommen. Heute war es nicht einfach, es war
sehr windig und die Sicht war auch schlecht. Ich bin froh, dass ich im
Ziel bin und gepunktet habe.“
Hinter der Französin Marie Marchand-Avier, Emily Brydon aus Kanada und
Andrea Fischbacher, die sich als beste Österreicherin auf dem 6. Rang
plazierte, mußte sich Maria Riesch aus Garmisch Partenkirchen mit dem 7
Platz begnügen, das gleichzeitig den Verlust des roten Trikots für die
Gesamtweltcupführung bedeutete.
Trotz
des Verlustes der Gesamtführung sieht Maria Riesch positiv in die
Zukunft: „Es hat mir heute nicht so gepaßt. Das ist so ein Tag wo ich
froh bin das ich gesund ins Ziel gekommen bin. Die Sichtverhältnisse
waren nicht die Besten, wobei andere noch schlechtere Verhältnisse
vorgefunden haben. Über den Gesamtweltcup will ich mir zur Zeit einfach
nicht zuviel Gedanken machen, auch wenn gestern der Ausfall sehr
ärgerlich war. Jetzt geht’s erst einmal nach Cortina und über den
Gesamtweltcup kann man dann beim Finale in Lenzerheide nachdenken.“
Nach
den Trainingsergebnissen waren die Hoffnungen der ÖSV-Damen auf
Podestplätze und vielleicht sogar den Sieg groß. Neben Fischbacher
plazierte sich noch Lizz Görgl als 8. in den Top 10.
Renate Götschl muss sich mit Rang 14 abfinden: „Ich bin schon
enttäuscht. Skifahren ist eine Kunst für sich. Wenn es läuft, dann läuft
es. Wenn es nicht passt, dann fährt man hinterher und weiß nicht, warum.
Die Sicht soll keine Ausrede sein. Lindsey ist vor mir gefahren und die
ist Dritte. Ich muss auf meine Leistung schauen und nicht irgendwas von
außen rauspicken,“ bewertete die Steirerin kritisch ihr Abschneiden.
Das letzte
Rennen - Abfahrt der Damen in Lake Louise
Vonn gewinnt 1. Abfahrt in Lake
Louise
Bei leichtem Schneefall und starkem
Wind auf der Strecke Olympic Downhill gewann Lindsey Vonn (USA) die
erste Damen-Abfahrt des Winters in Lake Louise in 1:26.10 Minuten. Die
Amerikanerin zeigte von oben bis unten eine beinahe perfekte Fahrt und
distanzierte die zweitschnellste Elena Fanchini aus Italien um 0,61
Sekunden auf Rang zwei.
Siegerin Vonn verriet nach dem Rennen
ihr Erfolgsrezept: "Es war sehr schwierig, das Wetter sehr schlecht,
sehr windig. Daher dachte ich, ich muss tief in der Hocke fahren. Meine
Fahrt war nicht perfekt, aber ich war immer auf Vollgas, habe die
richtige Geschwindigkeit und schnelle Ski gehabt." Zu den schlechten
Wetterbedingungen und dem starken Wind meinte Vonn: "Die FIS muss sagen,
ob sie ein Rennen haben will oder nicht. Ich habe jedenfalls voll
attackiert."
Für Vonn war es nach dem Sieg im
Levi-Slalom bereits der zweite Saisonerfolg und der bereits fünfte in
einer Lake-Louise-Abfahrt. In Summe war es für die Vizeweltmeisterin von
Aare 2007 der 15. Weltcup-Triumph, der 11. in der Königsdisziplin
Die Partenkirchenerin Maria Riesch
(+0,69) konnte sich mit dem 3. Platz bereits zum zweiten Mal in dieser
Saison über den Sprung auf das Siegertreppchen freuen. Besonders
erfreulich aus Sicht des DSV ist auch der 4. Rang von Gina Stechert zu
vermelden, die sich damit über die beste Weltcupplazierung ihrer
Karriere freuen durfte.
Die Österreicherinnen Maria Holaus und
Andrea Fischbaer (beide + 0,93) belegten zeitgleich den fünten Rang.
Anna Feninger (+1,12) wurde Achte. Renate Götschl (+1,30) mußte sich mit
Rang zwölf zufrieden geben.
Vom Schweizer Frauen-Team machten sich
nach den guten Trainingsleistungen einige Fahrerinnen Hoffnungen. Doch
nur Dominique Gisin und Andrea Dettling vermochten als Zehnte und Elfte
die Erwartungen zu erfüllen. Fränzi Aufdenblatten (20.), Monika
Dummermuth (21.) und Fabienne Suter (23.) fuhren am unteren Limit ihrer
Fähigkeiten.
Enttäuschend waren aber insbesondere
die Leistungen von Nadia Styger (25.) und Martina Schild (35.). Auch
Riesentalent Lara Gut (24.) konnte sich nicht in Szene setzen.
Eines ist sicher. Heute werden auf
jeden Fall alle Rennläuferinnen die Linie der Dominatorin genau
studieren, um daraus Lehren für die zweite Abfahrt in Alberta am
(morgigen) Samstag zu ziehen.
1. Lindsey Vonn USA 1:26,10
2. Nadia Fanchini ITA 1:26,71
3. Maria Riesch GER 1:26,79
4. Gina Stechert GER 1:27,00
5. Maria Holaus AUT 1:27,03
. Andrea Fischbacher AUT 1:27,03
7. Emily Brydon CAN 1:27,10
8. Anna Fenninger AUT 1:27,22
9. Tina Maze SLO 1:27,23
10. Dominique Gisin SUI 1:27,36
"Speed-Queen" nimmt Fahrt auf
Trotz aller Wettersorgen soll am
Sonntag (11.15 Uhr, live in ORF1) in Altenmarkt-Zauchensee endlich die
zweite Saisonabfahrt im Damen-Weltcup in Szene gehen.
Nach zwei wetterbedingten Absagen in
Lake Louise und St. Moritz beginnt der Kampf um die Kugel in der
schnellsten Disziplin erst jetzt so richtig, noch sieben von acht Rennen
stehen aus.
Das ist auch die große Hoffnung von Renate Götschl. Österreichs seit
März 2007 sieglose "Speed-Queen" hat im Dezember einen ganz schlechten
Saisonstart erwischt, in der langen Pause aber keinen Rost angesetzt,
sondern vielmehr eifrig trainiert und vor allem auf ein weicheres
Schuhmodell gewechselt.
Dennoch bäckt die Siegerin von 24 Weltcup-Abfahrten derzeit kleine
Brötchen. "Mit einem Platz in den Top Fünf wäre ich zufrieden", sagte
Götschl nach dem von vielen Bluffs durchzogenen Abschlusstraining auf
der Kälberloch-Piste, in dem sie Platz vier belegte.
Götschl dürfte alleine wegen ihrer Routine mittlerweile wieder
Österreichs Nummer eins in der Abfahrt sein, auch wenn die 33-Jährige
meinte, dass Routine hier nichts bringe. Dreimal hat die Steirerin in
Zauchensee schon gewonnen, am Sonntag geht sie nach ihrem Triumph von
2007 als "Titelverteidigerin" an den Start.
Diesmal soll es aber erstmals von ganz oben gehen, also inklusive des
steilen Starhangs. Diese Variante auf 3.005 Meter Höhe war vor zwei
Jahren wegen Schlechtwetters ausgefallen.
Obwohl das erste Training am Mittwoch abgesagt worden war, verzichtete
Götschl am Samstag auf eine Teilnahme an der Kombi-Abfahrt. "Es kommen
noch lange Wochen mit vielen Rennen", setzte sie schon ganz aufs
Kraftsparen.
Bereits kommende Woche geht es in ihrem "Wohnzimmer" Cortina, wo sie mit
zehn Siegen Rekordhalterin ist, weiter. "Ich kenne die Kälberloch seit
meiner Kindheit. Sollen die anderen doch bluffen. Ich weiß, was noch zu
tun ist", so Götschl.
Über sechs Wochen sind seit dem Sieg von Lindsey Vonn Anfang Dezember in
Lake Louise vergangen, wo die in der Zwischenzeit zur Slalomspezialistin
gewordene Maria Riesch hinter ihrer Busenfreundin Vonn und der
Italienerin Nadia Fanchini Platz drei belegte.
Dementsprechend "wackelig" kehrte Weltcup-Titelverteidigerin Vonn auf
die langen Ski zurück und zeigte sowohl im Training als auch in der
Kombi-Abfahrt Schwächen. Am Samstag wäre Vonn beim Hot-Air-Sprung fast
zu Sturz gekommen, vermied nur mit Glück eine Knie- bzw. Handverletzung.
"Ich war viel zu weit, das war fast ein Riesensturz, und ich hatte
wirklich viel Glück", atmete die 24-jährige US-Amerikanerin durch. "Die
Hand wird blau sein, aber das ist kein Problem", so Vonn.
"Sonntag muss ich beim Sprung jedenfalls sauberer landen und auch unten
die Kurven besser fahren", gestand sie. "Meine Ski sind einfach zu
schnell, ich finde manchmal die Linie nicht."
Österreich hat neben Götschl mit Maria Holaus und Lokalmatadorin Andrea
Fischbacher zwei weitere heiße Eisen am Start. Fischbacher war in den
bisher lediglich drei Speed-Rennen fast durchwegs Österreichs Beste.
Am Sonntag wird die 23-jährige Großcousine von Hermann Maier zudem von
vielen heimischen Fans angetrieben. Auch Elisabeth Görgl scheint in der
Abfahrt endlich auf dem Weg nach vorne, was Platz sechs in der
Kombi-Abfahrt bewies.
Götschl hat zwei Jungkolleginnen, mit denen sie sich besonders intensiv
auseinandersetzt. Einerseits die 19-jährige Teamkollegin und steirische
Landsfrau Nicole Schmidhofer, die in Zauchensee vor zwei Jahren ebenso
Medaillen bei der Junioren-WM geholt hatte wie Götschls
Atomic-Markenkollegin Lara Gut.
Der 17-jährige Schweizer Jungstar kränkelte sich allerdings mit einer
Magenverstimmung durch die Zauchensee-Woche und verzichtete auf einen
Kombi-Start. In der Abfahrt will es Gut aber probieren. Zauchensee ist
die Lieblingspiste des Riesentalents aus dem Tessin.
Zu den Überraschungen könnte am Sonntag Larisa Yurkiw zählen. Die erst
20-jährige Kanadierin mit dem osteuropäischen Namen zeigte in dieser
Saison schon mehrmals stark auf, überraschte aber alle, als sie mit
Nummer 47 Bestzeit in der Kombi-Abfahrt erzielte.
Yurkiw kommt aus Owen Sound in der Nähe der großen Seen in Ontario und
ist damit quasi "Flachländerin". Sie ist kanadische Meisterin in Abfahrt
und Super-G.
Prachtwetter,
tausende
Zuschauer,
Liveübertragung
im TV - unter
perfekten
Bedingungen ging
am Freitag das
Abschlusstraining
für die
Super-Kombi am
Samstag
(10.45/14.00
Uhr) und die
Abfahrt (11.15
Uhr/beides live
ORF 1) am
Sonntag über die
Bühne.
Die Schwedin
Anja Pärson war
dabei auf der
technisch
anspruchsvollen
Kälberloch-Strecke
in
Altenmarkt-Zauchensee
die
Tagesschnellste
und gehört
morgen bei der
Kombination und
am Sonntag mit
Maria Riesch und
Lindsey Vonn zu
den
Topfavoritinnen.
Aber auch
Österreichs
Damen sind für
die Abfahrt in
Zauchensee
bestens
gerüstet. Andrea
Fischbacher auf
Platz 2,
Elisabeth Görgl
als Dritte und
Renate Götschl
auf dem 4. Rang
lassen den ÖSV
auf eine
erfolgreiche
Abfahrt am
Sonntag hoffen..
Götschl, die
ebenfalls um die
Rückkehr auf das
Podest kämpft,
ließ sich durch
Pärson und Co.
nicht
einschüchtern.
"Es geht immer
noch besser. Ich
weiß, was ich zu
tun habe, muss
aber derzeit
realistisch
bleiben."
Maria Riesch hat
hat beim
Abschluss-Training
den elften Platz
belegt und geht
nach vier
Slalom-Siegen in
Folge mit viel
Zuversicht die
Weltcup-Prüfungen
am Wochenende
an. "Ich bin
ganz happy mit
dem Training und
freue mich aufs
Rennen. Ich habe
noch ein paar
Reserven", so
Riesch. Gina
Stechert
(Oberstdorf) kam
mit mehr als 3,5
Sekunden
Rückstand nur
auf Rang 45.
Lindsey Vonn
ging nur mit dem
Reserve-Ski und
ohne Rennwachs
ins Training.
"Ich brauche
das, um mich für
das Rennen zu
pushen", meinte
die
US-Amerikanerin
lächelnd.
Als beste
Schweizerin
plazierte sich
Dominique Gisin
auf dem 8.Rang.
In der Abfahrt
vom Sonntag geht
es für Gisin
unter anderem
darum, mit einem
Top-15-Resultat
die
Selektionkriterien
für die WM zu
erfüllen.
Zweitbeste
Schweizerin war
Nadia Styger im
15. Rang direkt
vor Martina
Schild. Lara Gut
brach ihre Fahrt
ab, nachdem sie
beim heiklen
Sprung "Hot Air"
weit geflogen
und um ein Haar
gestürzt war.
Gut war in der
Nacht auf
Donnerstag
erkrankt, fühlte
sich am Freitag
aber besser.
Wegen Müdigkeit
entschied sie
sich aber, nicht
durchzufahren.
Am Samstag wird
in Zauchensee
zunächst eine
Super-Kombination
(Abfahrt/Slalom)
ausgetragen, am
Sonntag die
zweite Abfahrt
des Winters.
Riesch, die im
Training wie
üblich nicht mit
letztem Einsatz
fuhr, geht als
Führende des
Gesamtweltcups
in das
Wochenende.
Zweites Training
zur
Weltcup-Abfahrt
der Frauen vom
Sonntag: 1. Anja
Pärson (SWE)
1:48,14. 2.
Andrea
Fischbacher (AUT)
0,38. 3.
Elisabeth Görgl
(AUT) 0,45. 4.
Renate Götschl (AUT)
0,52. 5. Nadia
Fanchini (ITA)
0,74. 6. Marie
Marchand-Arvier
(FRA) 0,81. 7.
Julia Mancuso
(USA) 1,10. 8.
Dominique Gisin
(SUI) 1,21. 9.
Silvia Berger (AUT)
1,28. 10. Marion
Rolland (FRA)
1,29. 11. Maria
Riesch (GER)
1,31. 13.
Lindsey Vonn
(USA) 1,49.
Vanderbeek mit
Bestzeit beim 1.
Training in
Altenmarkt-Zauchensee
Musste gestern
noch aufgrund
von Schneefall
und Nebel das
erste offizielle
Training für die
Damen
Weltcup-Abfahrten
in
Altenmarkt-Zauchensee
abgesagt werden,
überraschte
heute der
Wettergott die
Damen in aller
Früh mit
azurblauem
Himmel.
Während die
Pistenarbeiter
noch alle Hände
voll zu tun
hatten, um den
Neuschnee aus
der Strecke zu
bringen,
absolvierten die
Damen um 8.30
Uhr die
Besichtigung.
Pünktlich um
11.15 Uhr wurde
dann das erste
offizielle
Training
gestartet.
Bestzeit fuhr in
1:51,21 Minuten
die 26 –Jährige
Kanadierin Kelly
Vanderbeek,
gefolgt von der
Französin Marie
Marchand-Arvier
(+ 0,06) und der
Italienerin
Lucia Recchia (+
0,29)
Kathrin Zettel
war am
Donnerstag als
Vierte
überraschend die
schnellste
Österreicherin.
Die mit
Startnummer 32
fahrende
Technikspezialistin
profitierte auf
der technisch
anspruchsvollen
Kälberloch-Strecke
allerdings auch
ein wenig von
sich bessernden
Sichtverhältnissen
und war im Ziel
knapp schneller
als ihre zwei
Teamkolleginnen
Renate Götschl (
5.Platz + 0,44)
und Regina Mader
(+ 0,57).
Letztere fuhr
mit Startnummer
50 unerwartet
auf Platz sechs.
Die
Swiss-Ski-Abfahrerinnen
mischten bei
wechselhaften
Sicht- und
Lichtverhältnissen
noch nicht vorne
mit. Nadia
Styger war als
10. mit 0,84
Sekunden
Rückstand noch
die Beste -
unmittelbar vor
Monika Dumermuth.
Lara Gut, die in
Zauchensee vor
zwei Jahren
Juniorinnen-WM-Silber
gewonnen und
erstmals für
Furore gesorgt
hatte, fühlte
sich auf ihrer
Lieblingsstrecke
heute nicht
wohl. Das hatte
allerdings keine
skitechnischen,
sondern
gesundheitliche
Gründe. Gut
hatte sich in
der Nacht
übergeben müssen
und klagte auch
über
Gliederschmerzen.
Neben Gut
verbindet noch
eine andere
Schweizerin
besonders gute
Erinnerungen mit
Zauchensee.
Dominique Gisin
fuhr vor zwei
Jahren als
Zweite ihren bis
dato einzigen
Weltcup-Podestplatz
heraus. Die
Engelbergerin
kam bei der
Landung nach
einem Sprung im
oberen Teil zu
Fall, blieb aber
unverletzt und
konnte ihre
Trainingsfahrt
fortsetzen.
Maria Riesch hat
es im ersten
Training wie
gewohnt langsam
angehen lassen.
Die 24-jährige
Partenkirchenerin
verlor beim
Start des Laufes
einen Stock und
einen Handschuh.
Die
Slalom-Seriensiegerin
bremste danach
kurz ab,
entschied sich
dann aber zur
Weiterfahrt. Mit
nur einem Stock
und einem
Handschuh kam
sie unbeschadet
als 47. ins
Ziel. Ihre
Teamkollegin
Gina Stechert
wurde nach einem
Torfehler
disqualifiziert.
Auch Rieschs
schärfste
Rivalin im Kampf
um den
Gesamtweltcup,
die
US-Amerikanerin
Lindsey Vonn,
gab noch nicht
alles und
landete auf Rang
21.
Schneefall und
Nebel
verhinderten
erstes
Abfahrtstraining
auf der
Kälberloch-Abfahrt
Kein Wetterglück
hatten die
Organisatoren
der
Damen-Weltcuprennen
am ersten
Trainingstag in
Zauchensee. Nach
wochenlangem
Sonnenschein
brachte der
Wetterumschwung
in der Nacht von
Dienstag auf
Mittwoch
leichten
Schneefall bis
ins Tal.
Programmgemäß
begaben sich die
Rennläuferinnen
zur Besichtigung
auf die Piste,
absolvierten ab
7.15 Uhr ihr
Aufwärmtraining
und starteten um
8.45 Uhr die
Besichtigunsabfahrt.
Schon zu diesem
Zeitpunkt konnte
man erahnen,
dass am heutigen
Tag ein Training
vom Normalstart
aufgrund des
Schneefalls und
der sehr
schlechten
Sichtverhältnisse
kaum möglich
sein wird.
So kam es dann
auch. Zunächst
wurde der Start
von 11.15 Uhr um
eine Stunde
verschoben.
Letztmöglicher
Zeitpunkt wäre
13.15 gewesen.
Nachdem der
Nebel aber immer
dichter wurde,
entschloss sich
die Jury um
12.15 Uhr zur
endgültigen
Absage des
ersten
Trainings.
Kein Grund zur
Panik, sind in
Zauchensee
ohnehin drei
Trainingstage
geplant gewesen.
Laut
Wettervorhersage
ist ab morgen
bereits wieder
mit einer
Wetterbesserung
zu rechnen,
sodass am
Donnerstag und
Freitag mit
guten
Trainingsbedingungen
gerechnet werden
kann.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2006/07: Götschl gewinnt Abfahrt in Zauchensee
Die Österreicherin Renate Götschl feierte in
Altenmarkt/Zauchensee ihren dritten Saisonsieg 2006/07 - den ersten in
einer Abfahrt. „Ich hab gewusst, dass die Zeit von Gisin schwer zu
knacken sein wird. Ich hab versucht, das umzusetzen, was man hier machen
muss. Über einen Sieg in Österreich geht kaum was drüber - perfekt!" Auf
dem zweiten Rang plazierte sich die Schweizerin Dominique Gisin, die in
ihrem erst sechsten Weltcup-Rennen erstmals aufs Podest fuhr. Denn
Dritten Stockerlplatz sicherte sich die US Amerikanerin Julia Mancuso.
Spannend wurde es noch, als nach Götschl die US-Amerikanerin Lindsey
Kildow bei der oberen Zwischenzeit eine halbe Sekunde voranlag. Die
US-Amerikanerin rutschte dann aber auf dem Innenski aus und ins
Fangnetz. Mit einem 4. Rang überraschte die Österreicherin Maria Holaus:
„So ein Erfolg und das auch noch daheim - Wahnsinn. Wenn man die Strecke
gut kennt, dann ist das sicherlich ein Vorteil. Ich war zuletzt vier
Jahre verletzt - habe jetzt hier die Chance bekommen von den Trainern
und habe sie genutzt". Aus dem ÖSV Team schaffte es noch Marlies Schild
als 10.in die Top Ten. Die im Training als Zweite so starke Salzburgerin
Andrea Fischbacher (am Ende 33.), Alexandra Meissnitzer (18.), Nicole
Hosp (23.), Elisabeth Görgl (30.) und Ingrid Rumpfhuber (35.) blieben
zwar ohne groben Fehler, konnten aber mit den Plazierungen nicht
zufrieden sein. Im Sog der 21-jährigen Dominique Gisin wuchs eine zweite
Schweizerin über sich hinaus. Die gleichaltrige Tamara Wolf, die vor
knapp vier Jahren als Junioren-Abfahrtsweltmeisterin 2003 beim
Saisonfinale in Kvitfjell ihr bislang einziges Weltcup-Rennen bestritten
hatte, danach aber durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen worden
war, fuhr mit der Startnummer 45 in den 8. Rang vor. Die Schweizerinnen
zeigten sich auch als Team stark: Die zuletzt enttäuschende Nadia Styger
wurde Sechste, Sylviane Berthod Neunte und Fränzi Aufdenblatten Zehnte.
Die deutschen Damen befinden sich drei Wochen vor Beginn der
Ski-Weltmeisterschaften im schwedischen Are dagegen weiterhin auf der
Suche nach ihrer Form. Maria Riesch holte auf Platz 26 als einzige
Läuferin des DSV Weltcup-Punkte. Sehr schlecht präsentierten sich auch
die italienischen Skidamen. Mehr als ein 25. Platz für Daniela
Merighetti und ein 27. Platz für Elena Fanchini waren nicht drin.
1. Renate Götschl AUT 1:19,32
2. Dominique Gisin SUI 1:19,55
3. Julia Mancuso USA 1:19,62
4. Maria Holaus AUT 1:20,03
5. Ingrid Jacquemod FRA 1:20,19
6. Nadia Styger SUI 1:20,25
7. Anja Pärson SWE 1:20,34
Spektakuläre Bewerbe in Zauchensee!
Bereits seit 1980 finden in Zauchensee alpine
Weltcuprennen statt, heuer gibt es für die weltbesten Damen wieder eine
Premiere auf der Weltcupstrecke "Kälberloch"! Die Damen starten das
erste mal vom höchsten Punkt der Abfahrt, vom Gamskogel (2.176 m) und
befahren somit zum ersten mal den spektakulären und steilen Startschuss
der Weltcupabfahrt! Beim Weltcupfinale 2002 war das noch den Herren
vorbehalten. Die Strecke wurde 2002 speziell für die Herren nach oben
hin verlängert; damals gewann Stephan Eberharter das Rennen vom
Gamskogel. Spektakuläre Aufnahmen und Highspeed sind dadurch schon
einmal in jedem Fall garantiert!