Verwirrung in
Garmisch bei der
Abfahrt der
Herren:
verschoben –
verschoben –
verschoben … -
abgesagt –
verschoben …und
dann doch
abgesagt
Der Nebel, der sich im mittleren Bereich der Strecke
festsetzte schien sich zwar schon zu lichten, aber leider doch zu
wenig. Die letzte Möglichkeit zu starten wäre um 14.00 Uhr gewesen,
aber weil der Nebel um 13.45 Uhr noch zu stark war sagte man das
Rennen ab. Der Super-G der Damen war zu diesem Zeitpunkt bereits
abgesagt.
Aber schon wenige Minuten später hieß es: Startzeit
14.15 … letzte Hoffnung … oder doch nicht? Nein, noch nicht die letzte
Hoffnung, es wird auf 14.30 verschoben … Um 14.30 Uhr kam dann doch
die endgültige Absage durch den FIS-Verantwortlichen Günter Hujara.
Letztendlich gab es in Garmisch-Partenkirchen heute dann nur einen
Sieger - den NEBEL!
Die eigentlichen „Helden“ mussten unverrichteter
Dinge wieder abziehen. Abziehen – das wär wohl das bessere Stichwort
für den Nebel gewesen! Schade!
Pressemitteilung:
Die ersten Weltcup-Rennen auf den neuen Kandahar-Strecken
sind dem Wetter zum Opfer gefallen. Wegen Nebels mussten sowohl die
Herren-Abfahrt als auch der Super-G der Damen am Samstag abgesagt
werden. Der Damen-Super-G wurde auf den Sonntag verlegt, Start ist um
10:30 Uhr. Die Abfahrt der Herren fällt aus. Für den Slalom der Herren
gibt es neue Startzeiten: Der erste Durchgang beginnt um 10:00 Uhr,
das Finale der besten 30 wird um 13:15 Uhr gestartet.
Neue Renntermine - Sonntag, 01. Februar 2009, 10:00 Uhr: Slalom
der Herren, 1. Durchgang - Sonntag, 01. Februar 2009, 13:15 Uhr: Slalom
der Herren, Finale -
Sonntag, 01. Februar 2009, 10:30 Uhr: Super-G der Damen
Stellungnahmen
- Hermann Maier
"Es ist sehr, sehr schade, dass die Abfahrt abgesagt
werden musste. Ich bin im Training hervorragend zurechtgekommen, für
mich gab es in diesem Rennen ein riesiges Potenzial. Die Strecke war
heute im unteren Teil noch besser als in den Tagen zuvor. Ich werde
über diese Situation aber so wenige Tage vor der Weltmeisterschaft
nicht lange nachdenken."
- Erik Guay
"Es war richtig, das Rennen abzusagen: Es hätte
nicht für alle Starter gleiche und damit faire Bedingungen gegeben.
Das ist nicht nur für uns Rennläufer, sondern auch für die
Organisatoren schade, die eine wirklich herausragende Rennstrecke
geboten haben."
- Marco Büchel
"Ich bin enttäuscht über das
Wetter. Die neue Kandahar liegt mir sehr, zu gern hätte ich vor der WM
noch einmal Selbstvertrauen getankt. Ärgerlich ist das auch für die
Organisatoren, die Top-Arbeit abgeliefert haben."
Das letzte
Rennen - Abfahrt der Herren in Kitzbühel Didier Defago
gewinnt
Hahnenkamm
Abfahrt von
Kitzbühel
Der Sieger der Hahnenkamm Abfahrt von
Kitzbühel heißt Didier Defago. Eine Woche nach seinem Triumph beim
Klassiker in Wengen gewinnt der Schweizer vor 50.000 Zuschauer auf der
berühmt berüchtigten Streif vor den beiden Österreichern Michael
Walchhofer (+ 0,17 Sekunden) und dem Super G Sieger des Vortages Klaus
Kröll (+ 0,29).
Defago freute sich im ORF-Interview
über den zweiten Erfolg hintereinander: "Ich habe eine gute Fahrt
erwischt. Heute hat glaube ich jeder ein paar Fehler gemacht. Die Piste
war in einem super Zustand, es schlägt vielleicht ein bisschen mehr als
im Training. Aber es war einfach sensationell."
"Wie die ganze Woche abgelaufen ist,
war etwas Besonderes. In Kitzbühel zu gewinnen war immer ein Traum.
Jetzt habe ich zwei Klassiker Schlag auf Schlag gewonnen, das ist fast
unglaublich. Ich habe so lange auf ein Podium in der Abfahrt gewartet,
und jetzt bin ich zweimal ganz oben. Bis zur WM sind es aber noch zwei
Wochen, ich muss einfach die Form behalten. Wir wissen, bei der WM ist
dann alles möglich", so der Sieger.
Nicht viele Abfahrer haben in der
Vergangenheit beide grossen Klassiker im selben Jahr gewonnen. Letztmals
gelang dies dem Österreicher Stephan Eberharter 2002. Als bislang
letzter Schweizer hatte Franz Heinzer 1992 dasselbe Kunststück
fertiggebracht.
Der Zweitplazierte Michael Walchhofer
konnte sich, nach einem Fehler im Zielhang, nicht so recht über seinen
zweiten Rang freuen: "Wie im Ziel der Zweier aufgeleuchtet hat, war ich
nicht so zufrieden. Andererseits muss man sagen, über den Hausberg hat
mir vielleicht die letzte Konsequenz gefehlt. Da hätte ich den Ski noch
ein bisschen mehr durchdrücken können."
Auch Walchhofers Teamkollege, der
Vortagessieger im Super G, Klaus Kröll haderte mit einigen
Streckenabschnitten: "Oben war ich nicht fehlerfrei, im Mittelteil ist
es dann ganz gut gegangen, aber unten habe ich dann nicht ganz das
nötige Risiko genommen. Meine Linie war da nicht ideal. Dennoch bin ich
mit dem Kitzbühel-Wochenende voll zufrieden."
Vorjahressieger Didier Cuche (+ 0,50)
aus der Schweiz teilte sich zeitgleich mit dem US Amerikaner Bode Miller
(+ 0,50) den vierten Platz. Den beiden Topfavoriten fehlten 21
Hundertstel Sekunden für den Sprung auf das Siegespodest.
Als bester Südtiroler plazierte sich
Christof Innerhofer (+ 0,52) als Sechster, vor dem Slowen Andrej Jerman
(+ 0,72) und seinem Landsmann Stefan Thanei, der sich mit Startnummer 39
auf den 8. Platz vorschob.
Hinter dem Franzosen David Poisson
mußte sich Hermann Maier mit dem 10. Rang begnügen: „Ich hätte heute
dieses Finish vom letzten Jahr gebraucht, dann hätte es gepasst. Die
Strecke ist perfekt, meine Fahrt war es aber nicht. Top Ten wäre schön,
mehr ist heute für mich nicht drin.“
Einen kleinen Schatten auf ein perfekt
insziniertes Hahnenkammrennen warf die Verletzung von T.J Lanning. Der
US-Amerikaner zog sich bei einem Sturz nach erster Diagnose einen Riss
des vorderen Kreuzbandes im Knie zu.
Bester der Kombi-Favoriten ist nach
der Abfahrt der US Amerikaner Bode Miller. Er hat allerdings nur 62
Hundertstel Vorsprung auf Benjamin Raich für den Slalom. Der Schweizer
Silvan Zurbriggen folgt mit knapp einer Sekunde Rückstand auf Miller.
Drei ÖSV-Läufer in den Top Sechs. Die Abfahrer
bestreiten am Samstag (11.00 Uhr, live in ORF1) in
Garmisch-Partenkirchen ihre WM-Generalprobe.
Für Hermann Maier ist der
Klassiker kein Rennen wie jedes andere, schließlich hat der 36-Jährige
hier am 23. Februar 1997 seinen ersten Weltcup-Erfolg und am 28.
Jänner 2006 seinen bis dato letzten Sieg in der Königsdisziplin
Abfahrt gefeiert. Dass mit dem Salzburger auch 2009 auf der für die WM
2011 umgebauten Kandahar-Strecke zu rechnen sein wird, hat er am
Freitag mit seiner Trainingsbestzeit eindrucksvoll unterstrichen.
"Ein paar Passagen habe ich
schon sehr gut erwischt, ich war entschlossener als sonst unterwegs",
berichtete Maier nach seiner Bestzeit von 1:43,79 Minuten.
In die Favoritenrolle wollte
sich Maier, der im Abschnitt "Freier Fall" mit einem Gefälle von mehr
als 90 Prozent den mit Abstand weitesten Satz des Freitag-Trainings
hinlegte, aber nicht drängen lassen. "Die Favoriten sind andere:
Miller, Walchhofer, Kröll und Cuche, das sind schon ganz große
Beißer."
Dennoch scheinen die Schneeverhältnisse in
Garmisch endlich annähernd so zu sein, wie sie Maier entgegenkommen
könnten. Aber auch in diesem Punkt stapelte der Doppelolympiasieger
1998 eher tief. "Es würde schon noch bessere Verhältnisse für mich
geben." Keinen Hehl macht Maier hingegen aus seiner Zuneigung für
Garmisch. "Hier fühle ich mich immer sehr, sehr heimelig."
Die Konkurrenz hat Maier auf
jeden Fall für Samstag voll auf der Rechnung. "Bei mir steht Maier
ganz oben auf der Liste, das hier sind die idealen Bedingungen für
ihn", sagte etwa der Liechtensteiner Marco Büchel.
Und auch Maiers Teamkollege
Klaus Kröll ist sich sicher: "Man kann Maier getrost zu den Favoriten
zählen, er ist immer zum Gewinnen bereit. Abschreiben tut ihn aber
sowieso keiner von uns."
Wie Maier wollten auch die restlichen Abfahrer
noch nicht wirklich viele Worte über die WM in Val d'Isere verlieren.
So auch Michael Walchhofer, der mit dem Roten Trikot des
Abfahrtsweltcup-Leaders in Garmisch an den Start geht.
Im Rennen um die Abfahrtskugel
geht es extrem knapp zu, derzeit sind die Top Vier mit Walchhofer (310
Punkte), Didier Defago (298), Kröll und Bode Miller (jeweils 275) nur
durch 35 Zähler getrennt.
"Im Moment ist die WM überhaupt kein Thema.
Garmisch ist ein wichtiges Rennen, das möglicherweise vorentscheidend
im Kampf um den Abfahrtsweltcup ist", sagte der Salzburger Walchhofer,
der seine Erwartungen für Samstag so ausdrückte: "Ich habe ein gutes
Gefühl, dass ich um den Sieg mitfahren werde."
Guter Heilungsverlauf bei
Kröll Das trifft auch
auf Kröll zu, bei dem der Heilungsverlauf der rechten Hand
voranschreitet. "Es geht beim Antauchen schon um ein schönes Eck
besser."
Der Steirer erwartet, dass es auf der immer
unruhiger werdenden Kandahar am Samstag ordentlich zur Sache gehen
wird. "Das wird eine ziemlich interessante Geschichte."
Drei der vier
ÖSV-Abfahrtstickets für die WM dürften bereits fix an Walchhofer,
Kröll und Maier vergeben sein. Die beiden Hauptkandidaten für den
vierten Startplatz sind Christoph Gruber und Georg Streitberger.
"Ich will in die Top Ten
fahren und dann schauen, wie die anderen gefahren sind", sagte Gruber,
der vor Garmisch einen Markenwechsel vollzogen hat. Unter Druck sieht
sich der Tiroler aber nicht. "Der Druck ist eigentlich fast weg, weil
ich ohnehin am Nullpunkt angekommen bin. Es kann nur besser werden."
Streitberger glaubt, dass auch
für ihn die Top Ten auf jeden Fall möglich sind. Der Salzburger stellt
sich aber bereits auf eine teaminterne Ausscheidung in Val d'Isere
ein. "Wenn keiner einen wirklichen Ausreißer, also ein Stockerl,
schafft, dann wird es wohl eine Quali geben", glaubt Streitberger.
Der Schweizer
Didier Cuche hat
beim 1.
Abfahrtstraining
der Herren in
Garmisch
Partenkirchen,
auf der
umgebauten
Kandahar Strecke
die schnellste
Zeit erzielt.
Didier Cuche zur
WM Strecke 2011:
"Ich fahre immer
gerne in
Garmisch, die
alte Kandahar
war immer eine
Herausforderung.
Aber auch die
neue macht Spaß,
vor allem die
Kurven. Im
Training war das
Tempo im Freien
Fall noch nicht
zu hoch, aber
das ist ganz
normal. Auf
einer neuen
Strecke muss man
immer zuerst
versuchen, alles
in Griff zu
bekommen."
Der Schweizer
lag am Ende 0,11
Sekunden vor dem
Franzosen
Pierre-Emmanuel
Dalcin und 0,17
Sekunden vor dem
Salzburger Georg
Streitberger.
Mit Klaus Kröll
(5.), Michael
Walchhofer (6.)
und Hermann
Maier (8.) kamen
drei weitere
ÖSV-Läufer in
die Top-Ten
und blieben
unter sieben
Zehntel
Rückstand.
Garmisch-Spezialist
Christoph Gruber
landete beim 1.
Lauf auf seinen
neuen
Head-Skiern auf
Rang zwölf.
Der Schweizer
Didier
Defago, Sieger
der Klassiker in
Wengen und
Kitzbühel, wies
einen Rückstand
von 1,81
Sekunden auf und
platzierte sich
auf dem 16.
Rang.
Besonders
gemütlich nahms
Bode Miller. Der
Amerikaner
absolvierte sein
Pensum fast
vollständig in
aufrechter
Haltung und ist
der Rangliste an
44. und letzter
Stelle zu
finden.
Die neue von
Pisten-Architekten
WM-tauglich
gemachte
Kandahar-Abfahrt
bekam von allen
Athleten und
Verantwortlichen
anerkennende
Zustimmung.
Eine der
spektakulärsten
Passagen der
umgebauten WM
Herren-Strecke
ist der
Zielhang "Freier
Fall", die ihren
Namen aufgrund
eines Gefälles
von mehr als 90
Prozent nicht
zufällig trägt.
"Da ist eine
absolute
Traumpiste
entstanden",
meinte
Lokalmatador
Christian
Neureuther.
Hermann Maier:
"Ich kann nicht
sagen, dass mir
die alte Abfahrt
nicht gefallen
hat. Aber auch
die neue ist
schön, sehr
modern. Oben ist
es immer noch
eine klassische,
anspruchsvolle
Abfahrt. Da kann
ich als guter
Techniker viel
holen. In der
Mitte muss man
gut gleiten,
unten ist es
eher
Super-G-ähnlich.
Wenn von ganz
oben gestartet
wird, spielt der
Faktor Kondition
sicher auch eine
große Rolle."
Klaus Kröll:
"Fesch, die neue
Strecke hat sich
im Training
tadellos
präsentiert,
ohne größere
Schwierigkeiten.
Aber der Freie
Fall ist doch
eine pikante
Stelle, das wird
im Rennen sicher
sehr
interessant.
Leider fehlt der
obere, der
klassische Teil
mit dem Start am
Kreuzjoch. Beim
Sprung kann es
noch 20 Meter
weiter gehen,
und das wird es
am Samstag auch.
Aber es ist
nicht
gefährlich, denn
man hat nicht so
einen hohen
Luftstand."
Michael
Walchhofer: Es
hat mich viel
Geld gekostet,
dass sie die
Kandahar
umgebaut haben.
Spaß beseite: Um
Hölle und
FIS-Schneise ist
sehr schade,
aber der Freie
Fall hebt das
doch etwas auf.
Das ist sicher
ein Kriterium,
denn man
beschleunigt
irrsinnig, muss
vorher viel
Schwung
mitnehmen. Mir
gefällt auch der
neue Mittelteil
sehr gut, der
die ganze
Strecke im
Vergleich zu
früher doch
aufwertet.
Aksel Lund
Svindal: Mir
gefällt die neue
Strecke
eigentlich ganz
gut. Eine schöne
Abfahrt, die
sicher ein
Höhepunkt der
Weltmeisterschaft
werden kann.
Aber warten wir
einmal den
Samstag ab, im
Rennen, wenn es
noch schneller
zur Sache geht,
werden wir
einmal testen,
was die neue
Kandahar
wirklich kann.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2007/08: Jerman
Sensationssieger bei Garmisch-Abfahrt
Der Slowene Andrej Jerman gewann bei
frühlingshaften Temperaturen die Kandahar Abfahrt von Garmisch
Partenkirchen vor dem Österreicher Hans Grugger (+0,22 Sek.) und dem
Kanadier Erik Guay (+0,44). Jerman der mit Startnummer 11 ins Rennen
ging, profitierte von einer immer weicher werdenden Piste und feierte
den 1. Abfahrtssieg für sein Land. "Es ist Wahnsinn. Ich habe die ganze
Zeit hart gearbeitet. Nach meinen vielen Verletzungen ist dies der Lohn
für die harte Arbeit. Die Piste ist für die höheren Startnummern
natürlich nicht besser geworden. Ich hatte sehr gute Verhältnisse und es
war schön zu fahren." Slowenien ist damit bereits die 12. Sieger-Nation
der Saison. Bester Fahrer aus dem Team Swiss war Didier Défago. Der
Schweizer verpasste das Podest um nur gerade drei Hundertstel-Sekunden
und klassierte sich auf dem vierten Rang. Die anderen Schweizer
enttäuschten und kamen nicht unter die besten 15. Für das ÖSV Team
plazierte sich Christoph Gruber als zweitbester Österreicher auf Rang 6,
Klaus Kröll wurde Achter und Andreas Buder wurde, vor seinem
Teamkollegen Fritz Strobl Zehnter. Die "30er-Startregel" fordert heute
einmal mehr ihre "Opfer". Nur ein Läufer mit einer Startnummer über 20 -
also den Top Ten der Abfahrts-Welt - klassiert sich in den Top 10 dieser
Abfahrt. Didier Cuche, Marko Büchel, Bode Miller oder auch Hermann Maier
landeten im geschlagenen Feld. Im Kampf um den Abfahrts-Weltcup ist
deshalb noch keine Entscheidung gefallen. Der Gesamt-Zweite Marco Büchel
wurde 14., Leader Cuche kam auf Rang 20. Cuche hatte doppeltes Pech:
Direkt vor ihm stürzte der Österreicher Michael Walchhofer. Cuche wurde
auf der Strecke aufgehalten, musste ein zweites Mal starten und hatte
mit der (noch) höheren Startnummer keine Chance.
1. Andrej Jerman SLO 1:56,82
2. Hans Grugger AUT 1:57,04
3. Erik Guay CAN 1:57,26
4. Didier Defago SUI 1:57,29
5. Pierre Emmanuel Dalcin FRA 1:57,49
6. Christoph Gruber AUT 1:57,60
7. Marc Bottollier-Lasquin FRA 1:57,61
BLICK ZURÜCK: Saison 2005/06 Österreichisches Podest bei der Abfahrt in
Garmisch Maier siegt vor Kröll und Buder
Aus dem
ÖSV-Team kamen die ersten drei der Abfahrt in Garmisch.
Nach seinen angeblichen Materialproblemen im Herbst, kommt
Hermann Maier doch noch in Fahrt. „Ich habe heute nicht so die
Körperspannung gehabt, die Kraft in den Beinen hat etwas gefehlt. Das hab
ich in der Früh schon gefühlt. Ich habe mich aber noch runtergerettet -
Abschnittsweise bin ich ja sehr gut gefahren. Vielleicht war das ja das
Geheimnis, dass ich schlapp war. Da hab ich nicht so hin und her fahren
können. Ich habe jetzt ein paar Bilder von oben runter gesehen - das hat
mich an früher erinnert. Ein paar Kurven bin ich sehr, sehr gut gefahren.
Aber wie gesagt: Ein paar Kurven. Aber es war heute schon sehr, sehr
gut.“ Hermann „Schlappi“ Maier gewann mit 1:57,56 vor
dem Steirer Klaus Kröll (+0,27), der lange geführt hatte. Rang 3 ging an
den Niederösterreicher Andreas Buder (+0,28), der nach seinem 8. Rang in
Kitzbühel seine Leistung noch verbesserte und zum ersten Mal aufs
Siegespodest klettern durfte. „Mir
hat es hier von Anfang an getaugt. Ich habe gewusst, dass ich hier schnell
Ski fahren kann. Ich wusste, dass es extrem schlagig wird. Aber wir haben
das perfekte Material für diese Bedingungen. Oben bin ich nicht richtig
ins Fahren gekommen. Aber im Mittelteil hab ich risikiert - und es ist mir
aufgegangen.“ Damit haben Kröll und Buder neben Strobl (Titelverteidiger),
Walchhofer und Maier natürlich die besten Chancen auf einen
Olympiastartplatz in Turin. Senationell platzierte sich in Garmisch der
Amerikaner Steven Nyman (+0,44). Er fuhr auf den 4. Platz und schlug mit
Daron Rahlves (+1,28) einen der Topfavoriten aus seinem Team, der nur 13.
wurde. Kjetil Andre Aamodt (NOR +0,54), dem wir hier auch zu seiner
Tochter gratulieren wollen, kommt wieder in Olympiamedaillienform und
belegte Platz 5. Bruno Kernen (SUI +0,61) und Marco Büchel (LIE) teilten
sich den 6. Rang. Der zweite Schweizer in den Topten ist Ambrosi Hoffmann
(+0,77) als 8. Die besten 10 wurden dann wieder von zwei Österreichern
beschlossen. Michael Walchhofer (+0,98) und Fritz Strobl belegten nach
tollen Zwischenzeiten ex aequo den 10. Rang. Die
Showeinlage des Tages lieferte der Tiroler Christoph Gruber. Ihm schlug es
die Bindung des Außenskis auf und er konnte auf einem Bein einen Sturz ins
Netz vermeiden. Neben Christoph Gruber (AUT) schieden auch noch Johannes
Stehle (GER), Peter Fill (ITA) und Benjamin Raich (AUT) aus. Stephan
Keppler erreichte als einziger DSV-Läufer das Ziel und belegte Rang 21.
Morgen wird in Garmisch noch ein Super G ausgetragen.
Aus dem Skiweltcup
Infopoint Austria: M.Riedler
Der
Blick zurück -
Der Abfahrtslauf in Garmisch Saison 2004/05
Walchhofers Revanche:
Triumph im Garmisch
Die Österreicher, allen
voran Michael Walchhofer nahmen in Garmisch erfolgreich Revanche für die
WM-Niederlage gegen die USA in Bormio. Walchhofer gewann überlegen in
einer Zeit von 1:57.79 vor seinem Landsmann Hermann Maier (Rückstand
+0.99) und dem US Amerikaner Bode Miller (+1.13). Damit baut der US-Boy
seine Weltcup-Führung gegenüber Benjamin Raich, der Elfter wurde, weiter
aus. Für Walchhofer, der bei der WM in Bormio drei Medaillen geholt
hatte, war es der fünfte Weltcup-Erfolg seiner Karriere und die
Beendigung eines Traumas. Denn die letzte Kurve auf der Kandahar behagte
dem Zauchenseer in der Vergangenheit ganz und gar nicht. "Diesmal
habe ich mich richtig konzentriert, war die Stelle kein Problem, ich freue
mich riesig über diesen Sieg", erklärte der Triumphator, der dem
Herminator den 49. Weltcupsieg noch wegschnappen konnte. Dennoch war der
Herminator zufrieden mit seinem zweiten Platz: "Ich habe gewusst,
dass der Michi noch schneller sein wird. Auch deshalb, weil ich in der
Abfahrt einfach noch nicht das draufhabe, was ich eigentlich kann. Als der
Michi in der Walchhofer-Kurve war, habe ich mir schon gedacht, dass ein
kleiner Wackler jetzt ganz gut wäre. Für mich ist das aber ein
Traumergebnis. Außerdem habe ich schon einiges im Hinblick auf nächste
Saison ausprobiert." Auf dem 4. Rang folgt mit Johann Grugger ein
weiterer Östereicher vor dem nächsten US Amerikaner Daron Rahlves, der
sich vor Fritz Strobl, ebenfalls Österreich, den 5 Platz sichern konnte.
Als bester Schweizer platzierte sich Didier Defago auf Rang sieben.
Défago bot bis zur Hälfte der Strecke eine hervorragende Leistung, die
möglicherweise für einen Platz auf dem Podest gereicht hätte. Durch
einen Fehler wurde er aber weit zurückgeworfen und büsste noch 1,65
Sekunden auf den entfesselten Michael Walchhofer ein. Aus dem starken ÖSV
Team konnten noch Andreas Schifferer auf Rang 8 und Werner Franz auf Rang
10 in die Top 10 der Ersatzabfahrt für Kitzbühel fahren. Die DSV
Rennläufer Max Rauffer (Rang 24) und Florian Eckert (Rang 25)
enttäuschten. Bereits am morgigen Samstag steht die Neuauflage des
Abfahrtsrennen auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen auf dem
Programm. Um 11 Uhr geht's los.
Platz 1: Michael
Walchhofer
Platz 2: Hermann
Maier
Platz 3: Bode
Miller
Platz 4: Johann
Grugger
Platz 5: Daron
Rahlves
Platz 6: Fritz
Strobl
Platz 7: Didier
Defago
Platz 8: Andreas
Schifferer
STIMMEN ZUM ABFAHRTSLAUF
(Freitag)Michael WALCHHOFER:
"Die FIS Schneise
ist eigentlich gar nicht so schwer, außerdem habe ich gewusst, dass ich
in Bombenform bin. Die
Strecke ist mir eigentlich immer gelegen, ich war immer schnell, nur habe
ich die Zieleinfahrt nie erwischt.
Ich bin gut gefahren, aber ich habe nicht alles erwischt, deshalb hat mich
der Vorsprung von fast 1 sec nicht gerechnet. Es
war eines meiner Saisonziele in Garmisch-Partenkirchen zu gewinnen - und
jetzt habe ich Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen gleichzeitig
gewonnen. Bin
nach wie vor stolz auf meinen Bronzemedaille von Bormio, weil ich sie mit
einem kaputten Ski erreicht habe, obwohl ich die Abfahrt vor der WM in
Wengen und jetzt nach der WM gewonnen habe."
Hermann MAIER:
"Für
mich ist der zweite Platz ein traumhaftes Ergebnis - habe schon einige
Dinge für das nächste Jahr probiert. Es
war ein wunderschöner Lauf und ich merke es geht aufwärts - es war mir
klar, dass Michael (Walchhofer) noch schneller sein wird - habe ein
bißchen noch auf die Walchhofer Kurve gehofft. Dort hat aber Bode Miller
einen schweren Fehler gemacht, sonst wäre er wohl vor mir gewesen. Es war
ein sauberer Lauf mit kleinen Fehler, war heute sehr locker und werde für
morgen noch Kleinigkeiten probieren. Ich weiß aber, dass es fürs
Gewinnen noch etwas zuwenig ist. Sehr wichtig für mich ist aber der Super
G am Sonntag."
Der
Blick zurück -
Der Abfahrtslauf in Garmisch 2003/04 Didier Cuche gewinnt
Abfahrt von Garmisch
Platz 1: Didier Cuche
Platz 2: Daron Rahlves
Das schwer geprügelte
Schweizer Skiteam ist wieder da! Beim Abfahrtsweltcuprennen von Garmisch
warteten die Eidgenossen mit einer grossartigen Leistung auf. Didier Cuche
siegte und mit Bruno Kernen (6.), Ambrosi Hoffmann (8.) und Paul Accola
(9.) platzierten sich drei weitere Schweizer in den Top Ten. Der
29-Jährige setzte sich mit acht Hundertstel Sekunden Vorsprung vor dem
US-Amerikaner Daron Rahlves und 21 Hundertstel auf den Tiroler
Kitzbühel-Sieger Stephan Eberharter durch. Cuche zeigte sich nach seinem
perfekter Lauf auf der Kandahar-Strecke sehr zufrieden: "Ich bin
glücklich", gestand der Sieger, "jetzt geht es mit uns wieder
aufwärts. Es war an der Zeit für die Schweiz. Es ist immer angenehmer,
oben zu sein." Mit Fritz Strobl als Vierter und Hermann Maier als
Fünfter konnten sich drei Österreicher in den Top 5 platzieren. Auf den
Gesamtweltcup hat das Ergebnis keine Auswirkungen. Der Führende Benjamin
Reich war ebenso wie Lasse Kjus ( siehe extra Bericht ) nicht am Start. Im
Abfahrts-Weltcup führt weiterhin Stephan Eberharter.
Hier die Top 10: 1. Didier Cuche (SUI 1:59,49), Daron Rahlves (USA - 0,08
Sek - 2.), Stephan Eberharter (AUT - 0,21 - 3.), Fritz Strobl (AUT - 0,71
- 4), Hermann Maier (AUT -0,83 - 5.), Bruno Kernen (SUI - 0,91 - 6.),
Alessandro Fattori (I - 1,02 - 7.), Ambrosi Hoffmann (CH - 1,05 - 8.),
Paul Accola (SUI - 1,08 - 9.) und die zeitgleichen Antoine Dénériaz (F)
und Hans Knauss (Ö - 1,11 - 10.). Am Samstag folgt eine weitere
Abfahrt.
Am Sonntag dann der Super G.
Platz 3: Stephan Eberharter
Platz 4: Fritz Strobl
Platz 5: Hermann Maier
Platz 6: Bruno Kernen
Platz 7: Alessandro Fattori
Platz 8: Ambrosi Hoffmann
Platz 9: Paul Accola
Platz 24: Florian Eckert
Der
Blick zurück -
Der Abfahrtslauf in Garmisch 2003/04 - Ersatz Wengen ÖSV-Team
schlägt zurück
Eberharter gewinnt vor Fritz Strobl und Alessandro Fattori
Platz 1: Stephan Eberharter
Platz 2: Fritz Strobl
Der Österreicher Stephan
Eberharter hat am Samstag die zweite Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen
gewonnen. Der 34-jährige Tiroler und Abfahrtsweltcup Führende siegte auf
der Kandahar in 1:58,70 Minuten vor Olympiasieger Fritz Strobl aus
Kärnten, der nur 9 Hundertstel Sekunden Rückstand auf seinen
ÖSV-Teamkollegen aufwies. Nur Alessandro Fattori (ITA) und Didier Defago
(SUI) drängten sich auf der pickelharten Kandahar-Strecke mit den
Plätzen 3 und 4 zwischen die beiden Führenden und die nächsten
Österreicher Hermann Maier, Christoph Gruber und Hannes Trinkl, die alle
ex aequo mit 0,79 Sekunden Rückstand Rang fünf belegten und das starke
ÖSV Teamergebnis abrundeten. Ebenfalls in den Top 10 landete mit einem
Rückstand von 1,21 Sekunden Klaus Kröll. Vortagssieger Didier Cuche aus
der Schweiz musste sich diesmal mit Rang neun (+0,97) begnügen. Mit dem
Erfolg auf der Kandahar feierte Eberharter seinen insgesamt 28.
Weltcup-Sieg, den 17. in der Abfahrt und verbesserte seinen eigenen
"Weltrekord" als ältester Weltcup-Sieger der Geschichte nun auf
34 Jahre, zehn Monate und sieben Tage.
1. Stephan Eberharter (AUT - 1:58,70) 2. Fritz Strobl (AUT - 0,09) 3.
Alessandro Fattori (I - 0,45) 4. Didier Défago (SUI - 0,62) 5. Hermann
Maier (AUT ) Christoph Gruber (AUT) und Hannes Trinkl (AUT - 0,79) 8.
Bruno Kernen (SUI - 0,85). 9. Didier Cuche (SUI - 0,97). 10. Klaus Kröll
(AUT - 1,21).
Platz 3: Alessandro Fattori
Platz 4: Didier Défago
Platz 5: Hermann
Maier
Platz 5: Christoph Gruber
Platz 5: Hannes Trinkl
Platz 8: Bruno Kernen
Platz 9: Didier Cuche
Platz 10: Klaus Kröll
Der
Blick zurück -
Der Abfahrtslauf in Garmisch 2002/03 Eberharter gewinnt
Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen !
Platz 1 &
Abfahrtsweltcupsieger 2003
Stephan Eberharter
Der Österreicher
Stephan Eberharter gewann die traditionelle Kandahar Abfahrt und sicherte
sich durch seinen 6. Abfahrts-Saisonsieg die kleine Kristallkugel für
diesen Wettbewerb. Mit einem Rückstand von 1,07 Sekunden platzierte sich
der Schweizer Didier Cuche auf Rang 2 vor dem US-Amerikaner Daron Rahlves
der sich über Platz 3 freuen konnte. Auf den Rängen 4 bis 10 folgten:
Peter Rzehak (AUT), Christoph Gruber (AUT), Gregor Sparovec (SLO), Andreas
Schifferer (AUT), Fritz Strobl (AUT), Bruno Kernen (SUI) und Josef Strobl
(AUT). Auch in diesem Jahr forderte die Kandahar wieder ihre Opfer. Vor
allem in der FIS-Schneise kamen mehrere Läufer zum Sturz. Prominentestes
"Ausfall-Opfer" war der Abfahrtsweltmeister 2003 Michael
Walchhofer, der mit Zwischenbestzeit ebenso wie Kristian Ghedina (ITA),
Tobias Grünenfelder (SUI), Max Rauffer (GER), Pierre-Emmanuel Dalcin,
Marco Sullivan (USA), Klaus Kröll (AUT) und Stefan Stankalla (GER) zu
Sturz kam.