Michael Walchhofer siegt auf der
Saslong in Gröden
Der Österreicher Michael Walchhofer
gewann die Abfahrt von Gröden und lässt ganz Österreich aufatmen. Auf
derselben Strecke gewann er letztes Jahr die Abfahrt und seit dem
warteten die Österreicher ungeduldig auf einen Abfahrtssieg eines
ÖSV-Läufers.
Mit Startnummer 18 ging der Salzburger
ins Rennen und übernahm schon im oberen Gleitstück die Führung, die er
bis ins Ziel nicht mehr abgab und mit einer Zeit von 1:50,56 abschwang.
„ Es hat vielleicht auch das Wetter heut mit mir mitgespielt, ich hoffe
es bleibt auch so, dass die andern jetzt nicht die besseren Bedingungen
haben“, kommentierte Walchhofer kurz nach seinem Lauf, und fügte nach
dem Rennen überglücklich dazu, „Ich war wirklich extrem gespannt als ich
über die Ziellinie gefahren bin, weil ich gewusst hab, dass der Lauf
wieder perfekt gepasst hat. Wo werde ich jetzt wohl platziert sein? Und
dann die halbe Sekunde vorn …“
Den 2. Platz erreichte der
US-Amerikaner Bode Miller, der im oberen Streckenabschnitt kleine
Schwierigkeiten hatte, aber dann auf Walchhofer aufholte. Mit einer
ausgezeichneten Fahrt auf der Ciaslatwiese kam er bis auf 6 Hunderstel
Sekunden bei den Zwischenzeiten an den Österreicher heran, lag dann aber
schlussendlich 38 Hundertstel hinter dem Sieger. „Ja, ich bin gut
gefahren, ich bin hart gefahren, hatte ein paar kleine Fehler an
verschiedenen Stellen und du weißt, du musst hier an allen Stellen
perfekt fahren auf diesem Berg.“
Manuel Osborne-Paradis aus Kanada
schaffte als 3. den Sprung auf das Podest. Ihm fehlten 54 Hundertstel
zum Sieg.
Auf Platz 4 bereits der zweitbeste
Amerikaner Marco Sullivan mit 0,68 Sekunden Rückstand. Erik Fisher als
7. (+1,33 Sek.), Steven Nyman als 9. (+1,41 Sek.) und T.J. Lanning als
10. (+1,52 Sek.) vervollständigten das gute Mannschaftsergebnis der
Amerikaner.
Erik Guay (CAN) war nach den beiden
Trainingsbestzeiten einer der Favoriten auf der Saslong. Er reihte sich
mit 76 Hundertstel Sekunden Rückstand auf dem 5. Platz ein.
Klaus Kröll lag als zweitbester
Österreicher auf Rang 6 (+0,82 Sek.) und der beste Schweizer Ambrosi
Hoffmann reihte sich mit 1,40 Sekunden Rückstand auf dem 8. Platz ein.
Wahrscheinlich durch ein wenig Pech
mit dem Wind wurden einige Weltklasseläufer teilweise deutlich unter
ihrem Wert geschlagen. Didier Cuche, der Abfahrtsweltcupsieger der
letzten Saison erreichte Platz 11 (+1,67). Der Führende im Gesamtweltcup
Aksel Lund Svindal (NOR) wurde 34., hatte 3,11 Sekunden Rückstand und
bekam heute keinen Weltcuppunkt auf sein Konto gutgeschrieben. Marco
Büchel aus Liechtenstein, der „Senior“ der Rennläufer, in Beaver Creek
noch 2. hinter Svindal wurde gar nur 42. mit 3,83 Sekunden Rückstand.
Das letzte
Rennen - Abfahrt der Herren in Lake Louise
Fill gewinnt verrückte Lake Louise
Abfahrt!
Sie haben unseren Bericht schon
gelesen? Vergessen Sie ihn! Hier folgt der neue:
Wie schon im Vorjahr sorgen die
wechselnden Verhältnisse bei der Abfahrt von Lake Louise für ein
kurioses Ergebnis. Sieger mit einer Zeit von 1:47,40 wird Peter Fill aus
Südtirol/Italien. Peter Fill: „Ich glaub's noch nicht richtig,
gratulieren darf man erst, wenn das Rennen komplett zu Ende ist. Aber es
könnte der erste Weltcupsieg werden, das wäre perfekt. Natürlich hab ich
heute auch Glück gehabt, aber das braucht man.“ Vorsichtiger Optimismus
also beim Südtiroler – zu gut erinnert man sich noch an das Rennen im
letzten Jahr, als Sonne die hinteren Nummern noch anheizte und das Feld
auf den Kopf gestellt wurde. Und es sollte wieder so kommen:
Hatten wir im ersten Bericht noch den
Schweden Hans Olsson als Sensationsmann angekündigt, so präsentieren wir
Ihnen nun an dieser Stelle als Zweiten den Schweizer Carlo Janka! Er
lässt mit Startnummer 65 die vermeintlichen Sieger erzittern und landet
mit nur 8 Hundertstel Rückstand auf Platz 2.
Hans Olsson (+0,16) ist aber sicher
auch mit seinem dritten Platz hoch zufrieden. „Ich bin wirklich stolz
heute. Es ist das erste Mal, dass ein Schwede in einer Weltcup-Abfahrt
am Podest steht. Ich bin wirklich stolz. Natürlich muss man manchmal ein
bisschen Glück haben, aber so ist es in der Abfahrt!“
Leider dürfen die Österreicher nach
dem Lauf von Janka nicht mehr auf ein tröstendes Stockerlplätzchen
blicken. Georg Streitberger (+0,21) fällt als bester ÖSV-Läufer auf
Platz 4 zurück. Mannschaftlich könnte man mit Klaus Kröll (+ 0,29) auf
Platz 5 und Michael Walchhofer auf Platz 13 (+0,61) zwar zufrieden sein.
Aber die verwöhnte Schination muss weiterhin auf den ersten Abfahrtssieg
dieses Kalenderjahres warten. Zwar zeigt Michael Walchhofer eine
beachtlich gute Fahrt für die Verhältnisse, die er mit seiner Nummer
vorfindet – Platz 13 ist dennoch eine wenig zufriedenstellende
Platzierung!
Platz 6 erfährt sich Christof
Innerhofer (ITA) mit nur 3 Zehntel Rückstand auf Landsmann Fill.
Südtirol in Feierstimmung!
Aksel Lund Svindal darf sich bei
seinem Comeback in der Abfahrt über den beachtlichen 7. Rang (+0,39)
freuen. Eine Ideale Spritze für das Selbstbewusstsein, bevor es nächste
Woche zu seinem „Schicksalsberg“ nach Beaver Creek geht. Und wer weiß,
vielleicht kann er morgen im Super-G noch eins drauf setzen.
Zweitbester Schweizer wird auf Platz 7
Didier Defago (0,43), während Mitfavorit Cuche bei ganz schlechten
Bedingungen mit 1,66 Sekunden Rückstand ohne Weltcuppunkte ins Hotel
gehen muss. Landsmann Daniel Albrecht zeigt mit einer beherzten und
kompromisslosen Fahrt mit Startnummer 33, dass noch einiges möglich ist
und rast auf Platz 11. Ob er mit Carlo Janka gefunkt hat im Ziel?
9. wird der beste Amerikaner. Nein,
nicht Bode Miller – es ist ein gewisser T.J. Lanning (+ 0,55), der mit
Startnummer 39 kurz nach Daniel Albrecht offensichtlich dessen Spur
verfolgt.
Erik Guay (CAN +0,55) auf Platz 10
sind wir Ihnen noch schuldig, dann sind die Top Ten komplett.
Was ist mit Bode Miller – dem
Dominator der ersten beiden Trainings?
Nein, er ist nicht ausgeschieden. Auch er hatte wie die restlichen
Top-Läufer mit Wind und diffuser Sicht zu kämpfen und landet nur auf
Platz 16. Sichtlich unzufrieden. Nur 3 Hundertstel hinter Miller ein
überraschend zufriedener Hermann Maier. Wenn er so knapp hinter einem
bislang dominierenden Bode Miller landet, zaubert das trotz schmerzenden
Rückens ein Lächeln auf das Gesicht des Herminators – verständlich!
Großes Pech für Routinier Marco Büchel (LIE), der mit Startnummer 8
bereits eine Wolke erwischt, während vor und nach ihm die Sonne scheint.
Er landet auf Platz 21.
Bestens nützen können die DSV-Läufer
die besseren Sichtverhältnisse gegen Ende des Rennens: Startnummer 68,
Peter Strodl (GER +1,03) auf Platz 22; Startnummer 67 Andreas Strodl
(GER +1,45) auf Platz 26; Startnummer 62, Stephan Keppler auf Platz 27;
Wann hatte das deutsche Team zuletzt 3 Läufer bei einer Abfahrt in den
Weltcuppunkten? Gratulation an die junge Mannschaft!
Ein Rennen, bei dem ein paar
Startnummern am Beginn, einige in der Mitte und einige am Ende des
Feldes Big Points gemacht haben. Spannend, ja – und dennoch nicht ganz
das, was sich der Schifan vor der Mattscheibe erwartet.
Wir dürfen gespannt sein auf den
morgigen Super-G – die Favoriten brennen sicher auf Revanche!
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: C.
Egger
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
1. Peter Fill
ITA 1:47,40
2. Carlo Janka
SUI 1:47,48
3. Hans Olsson
SWE 1:47,56
4. Georg
Streitberger AUT
1:47,61
5. Klaus Kröll
AUT 1:47,69
6. Christof
Innerhofer ITA
1:47,70
7. Aksel Lund
Svindal NOR
1:47,79
8. Didier Defago
SUI 1:47,83
9. T.J. Lanning
USA 1:47,84
10. Erik Guay
CAN 1:47,95
Guay auch beim
Abschlußtraining
in Gröden erneut
Schnellster
Beim zweite und
letzte Training
für die
Weltcup-Abfahrt
auf der
Saslong-Piste im
Grödnertal
meisterte erneut
der Kanadier
Erik Guay in
1:59,00 die
Strecke als
Schnellster. Am
Ende des Tages
lag der Kanadier
diesmal 0,45
Sekunden vor
Didier Cuche aus
der Schweiz und
0,55 Sekunden
vor Marco
Sullivan aus den
USA.
Die Saslong ist
in diesem Jahr
besonders schwer
befahrbar. Die
Piste sei «von
oben bis unten
eine einzige
Schlüsselstelle»,
sagte Cuche, der
im Vorjahr in
Val Gardena den
Super-G gewann
und hinter
Michael
Walchhofer in
der Abfahrt
Zweiter wurde.
«Vor allem die
Kurve nach etwa
20 Sekunden
Fahrzeit muss
man optimal
erwischen, sonst
verliert man im
flachen Teil bis
zur Mauer enorm
Zeit», so der
Schweizer
weiter.
Aus ÖSV-Sicht
war neuerlich
Vorjahressieger
Michael
Walchhofer als
Vierter bester
Athlet. "Ich
hatte bei der
Ausfahrt Ciaslat
einen schweren
Fehler, bin
Richtung
Sicherheitsnetz
gesprungen und
musste quer
stellen",
berichtete der
Salzburger, der
nun zumindest
weiß, welche
Linie am Samstag
nicht zum Erfolg
führen wird. "In
dieser Form
funktioniert es
nicht, ich werde
im Rennen eine
vernünftigere
Linie wählen,
aber das sollte
ich hinbringen",
so Walchhofer,
der sich in
bestechender
Form fühlt.
Hermann Maier,
am Mittwoch
Vierter, verlor
am Donnerstag
als Zehnter 1,70
Sekunden und war
damit hinter
Walchhofer und
Klaus Kröll
(Neunter)
drittbester
Österreicher.
Zweitbester
Schweizer war
Didier Defago
auf Rang 7,
einen Platz
dahinter belegte
Bode Miller mit
fast eineinhalb
Sekunden
Rückstand auf
die Bestzeit
Rang 8.
Die deutschen
Männer fuhren
auch beim
zweiten
Abfahrtstraining
im italienischen
Val Gardena
hinterher.
Stephan Keppler
aus Ebingen kam
in 2:01,45 auf
den 28. Rang,
Hannes Wagner
aus Hindelang
belegte mit 3;62
Sekunden
Rückstand auf
den
Trainingsbesten
den 42. Rang.
Andreas und
Peter Strodl
(beide
Partenkirchen)
wurden
disqualifiziert.
Die Abfahrt
steht am Samstag
auf dem
Programm,
bereits am
Freitag fahren
die Männer im
Super-G um
Weltcuppunkte.
In St. Moritz
bestreiten die
Damen am Freitag
eine
Super-Kombination
mit Super-G und
Slalom, am
Sonntag folgt
der Super-G.
Erik Guay aus
Kanada fuhr beim
ersten Training
zur Weltcup
Abfahrt in
Gröden/Val
Gardena die
schnellste Zeit
und distanzierte
den Österreicher
Michael Walhofer
als Zweiten um
0,45 Sekunden.
Hermann Maier
als Vierter,
Klaus Kröll als
Siebenter und
Georg
Streitberger als
Neunter aus dem
ÖSV Team waren
ebenfalls weit
vorne zu finden.
Walchhofer, dem
Zweiten des
ersten
Zeitlaufes,
trauen alle
Konkurrenten
(vor allem
Maier) zu, dass
er das Warten
auf den ersten
österreichischen
Abfahrtssieg im
Kalenderjahr
2008 beendet, in
dem er seinen
Grödener Triumph
vom 15. Dezember
2007 wiederholt.
Auch der erste
Sieg von Kröll,
der trotz eines
Patzers auf der
vereisten
Ciaslat-Wiese
unter die Top 10
brauste, ist
fällig.
"Wir blasen zum
Angriff. Die
Strecke ist
recht lässig zu
fahren,
lediglich die
Einfahrt zur
Ciaslat-Wiese
ist ein bisschen
bockig. Das
Rennen dürfte
auch heuer
wieder
interessant
werden", freute
sich Walchhofer
auf den ersten
Europa-Abfahrtsklassiker
des Winters.
Didier Cuche
wurde als Achter
(1,13 zurück)
bester
Schweizer,
Ambrosi Hoffmann
Zehnter. «Ich
bin», so Cuche,
«zu rund
gefahren. Die
Piste ist wegen
des vielen
Schnees
einfacher als
sonst. Sie hätte
eine
aggressivere
Fahrweise
vertragen.»
Dagegen büsste
Hoffmann, bei
der Zwischenzeit
Sechster, auf
dem unteren
Abschnitt noch
sieben Zehntel
ein. Insgesamt
nehmen nur fünf
Schweizer an der
Abfahrt teil, so
wenige wie seit
Jahren nicht
mehr. Daniel
Albrecht, Marc
Berthod und
Carlo Janka
verzichten alle
auf einen Start
in der Abfahrt
und nehmen nur
am Super-G vom
Freitag teil.
1. Training zur
Weltcup-Abfahrt
in Val Gardena
vom Samstag: 1.
Erik Guay (CAN)
1:57,90. 2.
Michael
Walchhofer (AUT)
0,45 zurück. 3.
Thomas Lanning
(USA) 0,80. 4.
Hermann Maier (AUT)
0,85. 5.
Pierre-Emmanuel
Dalcin (FRA)
0,87. 6. Bode
Miller (USA)
0,91. 7. Klaus
Kröll (AUT)
1,01. 8. Didier
Cuche (SUI)
1,13. 9. Georg
Streitberger (AUT)
1,15. 10.
Ambrosi Hoffmann
(SUI) 1,29.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2007/08:
Walchofer gewinnt Abfahrt in Gröden
Michael Walchhofer hat am Samstag seine
"Klassikersammlung" endlich vervollständigt. Nach Kitzbühel, Wengen,
Garmisch, Val d'Isere und Bormio holte sich der Salzburger mit dem
Erfolg in Gröden die letzte traditionelle Abfahrt, die ihm noch in
seiner Siegesliste gefehlt hatte. Der Salzburger setzte sich 0,18
Sekunden vor dem Schweizer Didier Cuche und 0,56 vor dem US-Amerikaner
Scott Macartney durch und feierte damit seinen zweiten Saisonsieg. "Das
ist ein Hammer! Nach Beaver Creek hier gleich wieder zu gewinnen. Ich
hab schon gemerkt, dass sich Druck aufbaut. Es gab viele Frage nach dem
Sieg im letzten fehlenden Klassiker. Jetzt wo ich das geschafft hab,
kann ich mich umso mehr freuen. Ich hab einen brutal schnellen Ski
gehabt. Es ist so dahin gegangen - die Kurve der Ciaslat-Einfahrt hab
ich bremsen müssen, sonst wäre sich das nicht mehr ausgegangen. Ich hab
so fighten müssen, dass war wahrscheinlich das Geheimnis des Erfolges."
Im Schatten von Cuche hat auch Ambrosi Hoffmann ein hervorragendes
Ergebnis für die Schweizer eingefahren. Der Bündner klassierte sich auf
dem fünften Rang und verpasste das Podest lediglich um 36 Hundertstel.
Auf dieses Podest fuhr aus Kanada der sich mit Rang 4 begnügen mußte.
Didier Défago, welcher mit Nummer 1 ins Rennen gestartet war, verpasste
die Top 10 nur knapp und beendete das Rennen als Zwölfter. Als
zweitbester Österreicher landete Klaus Kröll (+1,26) auf dem neunten
Rang, unmittelbar vor Andreas Buder (+1,28). Christoph Gruber (+1,54)
klassierte sich am 13. Platz, Hermann Maier riss 2,12 Sekunden Rückstand
auf und wurde 20. Silvan Zurbriggen ist bei den «Kamelbuckeln» schwer
gestürzt. Er geriet beim Sprung in Rücklage und verdrehte sich bei der
Landung wohl das Knie. Er wurde mit dem Akja geborgen, über die Art der
Verletzungen wurde noch nichts bekannt. Johannes Stehle sorgte aus Sicht
des DSV für eine erfreuliche Überraschung und landete auf Rang 17. Den
Grundstein legt er mit starker Zeit im Gleitstück oben. Durch die
Ciaslat schlägt er sich gut - und reiht sich mit knapp 2 Sekunden
Rückstand auf Rang 17 ein. In der Weltcup-Gesamtwertung übernahm Cuche
die Führung von dem Österreicher Benjamin Raich.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2006/07: Steven Nyman gewinnt Gröden-Abfahrt
Der US Amerikaner Steven Nyman sorgte beim
Abfahrtsklassiger in Gröden für die große Überraschung und feierte
seinen ersten Weltcupsieg. "Es ist großartig! Das schönste, was man sich
unter dem Weihnachts-Baum erwarten kann. Ich wusste nach meiner Fahrt,
es war ein guter Lauf." Nyman gewann in einer Zeit von 1:56,52 die
Abfahrt auf der Saslong mit einem hauchdünnen Vorsprung von 2
Hundertstel Sekunden vor dem Schweizer Didier Cuche. Ex-Olympiasieger
Fritz Strobl schaffte als Dritter den ersten Abfahrts-Podest-Platz für
die Österreicher in dieser Saison (+0,43 Sek.), jedoch geht die Serie
ohne ÖSV-Sieg weiter. Während die österreichischen Ski- Damen die
Konkurrenz in diesem Winter nach Belieben dominieren blieben die Herren
in Gröden zum neunten Mal nacheinander ohne Sieg. Hermann Maier als
Achter und Andreas Buder auf Rang 9 fuhren ebenfalls in die Top-10. Im
Schweizer Team wechselten Licht und Schatten. Neben dem Zweitplazierten
Cuche überzeugten heute auch Silvan Zurbriggen der mit einer hohen
Nummer auf Rang 18 vorfuhr. Bruno Kernen wurde Elfter, Didier Défago
stürzte und Tobias Grünenfelder schied aus. Die deutschen Rennläufer
konnten sich nicht in den Weltcuppunkten plazieren. Johannes Stehle und
Stephan Keppler mußten sich mit den Rängen 35 und 36 begnügen. Bester
Südtiroler wurde Kurt Sulzenbacher auf Rang 12. Peter Fill erreichte den
15. Platz.
1. Steven Nyman USA 1:56,52
2. Didier Cuche SUI 1:56,54
3. Fritz Strobl AUT 1:56,95
4. Marco Sullivan USA 1:56,96
5. Manuel Osborne-Paradis CAN 1:56,98
6. Aksel Lund Svindal NOR 1:57,04
7. Marco Büchel LIE 1:57,07
Blick zurück: Saison 2005/06: Marco Büchel Überraschungssieger in
Gröden
Alle Jahre wieder. Letztes Jahr schaffte der Deutsche
Max Rauffer die Sensation, in diesem Jahr übernahm Marco Büchel die Rolle
des Überraschungssiegers in Gröden/Val Gardena. Mit einem hauchdünnen
Vorsprung von 2 Hundertstel Sekunden gewann der 34jährige Büchel vor dem
Österreicher Michael Walchhofer und dem Kanadier Erik Guay (Rückstand 0,20
Sek.). Mit einem starken 4. Rang auf der Saslong verfehlte Kristian
Ghedina bei seinem (letzten) Heimrennen einen 5. Erfolg (nach 1996, 1998,
1999 und 2001). Auf den Rängen 5 bis 10 folgten der Österreicher Fritz
Strobl (5. Platz – 0,47 Sek), der Norweger Kjetil Andre Aamodt (6. –
0,59), der Franzose Antoine Deneriaz (7. – 0,62), der US Amerikaner Bode
Miller (8. – 0,74), der Schweizer Didier Defago (9. - 0,86) und der
Österreicher Norbert Holzknecht (10. – 0,89). Ein überglücklicher Marco
Büchel lies im Ziel seinen Gefühlen freien Lauf: „Wenn ich ganz ehrlich
bin: Als ich im Zelt Zeit hatte musste ich weinen. 34 Jahre und dann
passiert mir so etwas noch. Wie es möglich war? Keine Ahnung. Gestern hat
mein Markenkollege gewonnen. Ich hab mir gedacht: Ich muss mehr riskieren.
Mit dem Sieg hab ich nicht spekuliert. Aber als die Leute gejubelt haben,
habe ich mir gedacht: So schlecht kann es nicht sein. Die Freude in
Liechtenstein ist sicherlich riesengroß. Ich hoffe auch, dass die
Schweizer diesen Sieg als ihren nehmen. Ich bin in diesem Team voll
integriert.“ Alles andere als zufrieden äußerte sich der auf Rang 14
platzierte Hermann Maier: „Für den Rückstand fällt mir im Moment keine
Erklärung ein. Ich hab unten, vor allem über die Ciaslat eine sehr gute
Fahrt gehabt. Es ist sicher kein Zufall, dass Head wieder voran ist. Wir
haben schon gutes Material, sind aber nicht mehr so dominant. Wir haben
aber eh so viele Chefs in der Firma, die sollen ein bisserl nachdenken.
Denen fällt dann sicher etwas ein.“ Nach Strobl, Rahlves und Grugger gab
es mit Büchel heute den vierten Saisonsieger in der Abfahrt. Der
Liechtensteiner ist überhaupt der zehnte unterschiedliche Saisonsieger.
Nur Walchhofer und Rocca konnten zwei Rennen für sich entscheiden.
Der Blick zurück - Saison 2004/05
Sensation:
Max Rauffer gewinnt Abfahrt von Gröden
Mit einer Überraschung
hat am Samstag die Herren-Abfahrt von Gröden geendet. Der Deutsche Max
Rauffer feierte auf der Saslong seinen ersten Weltcup-Sieg vor dem
Schweizer Tobias Grünenfelder und dem Österreicher Johann Grugger. Der
Abfahrtsspezialist vom SC Leitzachtal der in den vergangenen Wintern immer
wieder Verletzungspech zu beklagen hatte, stand zuvor erst einmal, am 4.
März 2000 in Kvitfjell (NOR) auf dem Podest, und war insgesamt nur
fünfmal unter den ersten zehn klassiert. "Mir ist ein sehr guter
Lauf gelungen. Ich habe ein solch gutes Gefühl schon lange nicht mehr
gehabt. Ich hab versucht mich auf meine Fahrt zu konzentrieren und mich
nicht durch den Wind beeinflussen zulassen. Ich kann es selbst noch kaum
realisieren. Da könnte schon eine Party anstehen ", sagte Rauffer,
der für den ersten deutschen Weltcup-Sieg bei den Männern seit zwölf
Jahren sorgte. Letztmals hatte für Deutschland Markus Wasmeier im Januar
1992 die Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Auch der Schweizer
Jürg Grünenfelder nützte die Gunst der Stunde und belegte fünf
Hundertstel hinter Rauffer den zweiten Rang. "Für diesen Moment habe
ich die letzten Jahre hart gearbeitet. Ich freue mich ganz einfach. Ich
weiss nicht, was ich sagen soll", sagte ein überwältigter
Grünenfelder, der die letzten Jahre oft mit Verletzungen zu kämpfen
hatte. "Ich bin mehr als zufrieden. Doch es ist klar, dass nicht alle
die gleichen Wind-Verhältnisse hatten", erkannte auch der
Olympia-Vierte von Nagano an. Gestern im Super G feierte das ÖSV-Team
einen Dreifachsieg, heute, in diesem verrückten Rennen durch Johann
Grugger immerhin einen Podestplatz. "Für mich war es ein Ziel unter
die 15 zu fahren. Ich hab über den Berg schon solche Probleme gehabt.
heute bin ich überglücklich." Fritz Strobl wurde Vierter, Norbert
Holzknecht Achter. Für die Favoriten Walchhofer und Maier endet das
Rennen enttäuschend: Walchhofer wurde 20., Maier ging als 37. sogar
völlig leer aus! Hermann Maier nach dem Rennen: "Ich glaub, die
Flaggen haben wahnsinnig gewachelt. Dann hat's mir noch die Skispitzen
aufgehoben, da hab ich gewusst: Es ist Gegenwind. Man möchte dann noch
mehr machen, das ist dann das Resultat davon. Ich hab auch einmal
Rückenwind gehabt, das ist fatal ausgegangen in Nagano. Ich hoff, dass es
die Deutschen jetzt richtig nützen können und einen Boom
entfachen." Auch Hotelbesitzer Michael Walchhofer, der als 20.
immerhin Punkte machte, konnte dem Überraschungssieg Positives
abgewinnen: "Ich bin ja im Tourismus, da ist es super, wenn ein
Deutscher gewinnt." Enttäuschend schnitt der bisherige
Saisondominator Bode Miller ab: Dem amerikanischen Sieger der Abfahrten in
Lake Louise und Beaver Creek (USA) reichte es nur zum 14. Platz. "Es
war hart, ich hatte eine gute Fahrt und probierte alles. Doch ich hatte
wenig Chancen mit diesem heftigen Wind", meinte der Führende im
Gesamt-Weltcup. Die Top 10 Fahrer in Gröden: 1. Max Rauffer (GER)
1:50,59. 2. Jürg Grünenfelder (SUI) 0,05 zurück. 3. Johann Grugger
(AUT) 0,13. 4. Fritz Strobl (AUT) 0,44. 5. Kjetil Andre Aamodt (AUT) 0,67.
6. Patrik Järbyn (SWE) 0,71. 7. Bryon Friedman (USA) 0,81. 8. Norbert
Holzknecht (AUT) 0,99. 9. Antoine Dénériaz (FRA) 1,00. 10. Kurt
Sulzenbacher (ITA) 1,11.
1.Platz: Max Rauffer
2.Platz: Jürg Grünenfelder
3. Platz: Johann Grugger
4. Platz: Fritz Strobl
5. Platz: Kjetil Andre Aamodt
6. Platz: Patrik Järbyn (SWE)
Der
Blick zurück - Saison 2003/04
Antoine Deneriaz siegt
auf der Saslong!
Der Franzose Antoine
Deneriaz 1:52,99 siegte heute bei der schwierigen Abfahrt in Gröden mit
+0,89 Vorsprung auf den Österreicher Michael Walchhofer +0,89 und Hans
Knauß +0,92 ebenfalls Österreich. Lange sah es nach einem Mehrfachsieg
der Österreicher aus. Erst Antoine Deneriaz mit Startnummer 30 konnte die
österreichische Spitzengruppe verdrängen. Hermann Maier (AUT), der auf
einen Sieg in Gröden nach wie vor wartet, erreichte Platz 5 mit 1,19
Sekunden Rückstand auf Deneriaz und nur 0,07 Sekunden Vorsprung auf den
sechstplatzierten Stephan Eberharter (AUT). Schreckliche Bilder lieferte
das Fernsehen am Anfang der Übertragung. Ein junger Vorläufer kam im
Ziel schwer zu Sturz und musste lange im Zielraum verarztet werden. Der
junge Rennläufer erlitt aber nach letzten Informationen "nur"
eine Gehirnerschütterung. Peter Fill musste auf der Strecke mit
Startnummer 1 abgewunken werden und durfte noch einmal starten. Auch er
kam aber nach einem Sprung zu Sturz und konnte das Rennen nicht beenden.
Ausgeschieden sind auch: Daniel Züger (SUI), Aksel Lund Svindak (NOR) und
Max Rauffer (GER). Der deutsche Florian Eckert hatte beim bei seinem
Comeback nach seiner schweren Knieverletzung 4,89 Sekunden Rückstand auf
den Sieger Deneriaz.
Aus dem Skiweltcup
Austria Infopoint: M. Riedler
Deneriaz
gewinnt Abfahrt auf der Saslong
Platz 1: Antoine Deneriaz
Platz 2: Michael Walchhofer
Der
Franzose Antonie Deneriaz triumphierte wie schon im letzten Jahr auf der
Saslong. Mit einem eindrucksvollen Vorsprung von 89 Hunderstel Sekunden
vor Michale Walchhofer sicherte er sich den Sieg in Gröden/Val Gardena.
Hinter dem Salzburger folgten mit Hans Knauß +0,92; Fritz Strobl +1,08;
Hermann Maier +1,19; Stephan Eberharter +1,26 und Klaus Kröll gleich
weitere 6 Österreicher. Ein tolles Mannschaftsergebnis für das ÖSV
Team. Die Saslong präsentierte sich heute als besonders schwer
bezwingbar. Begonnen hatte das Rennen mit einem Schock - dem Sturz eines
Voräufers. Aus dem Krankenhaus kam dann aber zum Glück Entwarnung -
"nur" eine Gehirnerschütterung ! Bruno Kernen wurde als 12.
bester Schweizer. Enttäuschend einmal mehr das Abschneiden der DSV
Läufer: Rauffer stürzte, Stankalla wurde Drittletzter (51. Platz -
Rückstand 4,58 Sekunden) und Florian Eckert musste sich bei seinem
Comeback erst langsam herantasten (53. und letzter Platz - Rückstand 4,89
Sekunden)
Aus dem Skiweltcup
Austria Infopoint: Monika Riedler
Platz 3: Hans Knauß
Platz 4: Fritz Strobl
Platz 5: Hermann Maier
Platz 6: Stephan Eberharter
Platz 7: Daron Rahlves
Platz 7: Klaus Kröll
Der
Blick zurück - Saison 2002/03
Franzose Deneriaz
gewinnt überraschend Abfahrt in Gröden !
Der Überraschungssieger
der Weltcupabfahrt auf der Saslong in Gröden heißt Antoine Deneriaz aus
Frankreich. Damit durchbrach der Franzose die große Siegesserie der ÖSV
Fahrer welche die letzten 12 Weltcupabfahrten gewannen. Auf den Rängen 2
bis 6 folgten ausschließlich Fahrer der Skiweltmacht Österreich: Michael
Walchhofer (2. - AUT) Josef Strobl (3. - AUT), Fritz Strobl (4. - AUT),
Werner Franz (5. -AUT) und Hannes Trinkl (6. - AUT). Auf Rang 7 platzierte
sich der Franzose Nicolas Burtin vor zwei weitern ÖSV Fahrern auf den
Rängen 8 und 9 Klaus Kröll (AUT) sowie Andreas Buder (AUT). Als bester
Schweizer kam Franco Cavegn auf Platz 10 ins Ziel. Die Rennläufer aus dem
DSV Lager konnten nicht an die hervorragenden Leistungen des Trainings
anknüpfen. Max Rauffer konnte mit Platz 25 wenigstens noch Weltcuppunkte
einfahren. Für
Stefan Stankalla reichte es nur zu einem mehr als enttäuschenden 56.
Platz - bei 59. Startern.
Platz 25 in Gröden und
Weltcuppunkte für Max Rauffer
WALCHHOFER
DENERIAZ
STROBL
Der
Blick zurück - Saison 2001/02
Val
Gardena, 14.12.2001
Kristian
Ghedina siegt in Gröden
Durchwachsenes Comeback von Max Raufer
Kristian Ghedina
Kristian Ghedina war der schnellste
Rennläufer auf der Saslong. Der Italiener gewann mit einem Vorsprung von 16 Hunderstel
Sekunden vor dem überraschend starken Norweger Lasse Kjus. Kurt Sulzenbacher unterstrich
mit Rang 3 seine derzeitige Topform. Die Österreicher Stephan Eberharter und Peter Rzehak
müssten sich mit den Plätzen 4 und 5 begnügen. Max Raufer kam bei seinem Comeback mit
einem Rückstand von 3,83 Sekunden ins Ziel. Nicht wesentlich besser das Ergebnis von
Stefan Stankalla, der mit einem Rückstand von 3,59 Sekunden sein Rennen beendete.
Val
Gardena, 15.12.2001
Österreichischer
Doppelsieg
Eberharter triumphiert bei 2. Saslong Abfahrt
Stephan Eberharter
Der Traum von Kristian Ghedina seinen
fünften Sieg auf der Saslong einzufahren erfüllte sich nicht. Stephan Eberharter zeigte
bei der zweiten Abfahrt in Gröden eine Topleistung. Mit einem Vorsprung von 22
Hundertstel Sekunden sicherte er sich, vor seinem Teamkollegen Michael Walchhofer, den
Sieg. Auf Rang drei platzierte sich der Norweger Kjetil-Andre Aamodt. Für Kristian
Ghedina blieb nur der undankbare vierte Platz. Max Raufer konnte mit Platz 30 seinen 1.
Weltcuppunkt der Saison einfahren. Stefan Stankalla musste sich mit Rang 40 begnügen.