Klaus Kröll ist
der Sieger der
zweiten,
verkürzten
Abfahrt in
Kvitfjell
Auf Grund der
schlechten Sicht durch leichten Schneefall und etwas Nebel wurde der
Start der zweiten Abfahrt in Kvitfjell auf den Reservestart hinunter
verlegt.
Der Österreicher
Klaus Kröll konnte sich bei diesen Bedingungen am besten überwinden
voll anzugreifen. Er war mit 1:32,12 der Schnellste und holte sich
seinen zweiten Weltcupsieg insgesamt, den ersten in der Abfahrt.
„Gestern hab ich es ein
bisschen verschlafen, leider, aber heut hab ich, mit ein bisschen Wut im
Bauch, richtig Gas gegeben.
Mein Ziel war schon,
eine Abfahrt zu gewinnen - auch noch in dieser Saison. Auf dieser
Strecke muss man das Gefühl auspacken und in den Kurven Gas geben.“
Um 27 Hundertstel
Sekunden geschlagen an der 2. Stelle lag Krölls Teamkollege Michael
Walchhofer. Die beiden werden sich auch den Sieg des Abfahrts -
Weltcups ausmachen für den Walchhofer die bessere Ausgangsposition hat,
weil er 75 Punkte in Führung liegt.
„Es überwiegt auf jeden
Fall die Freude über Platz zwei. Es waren jetzt zwei richtig super
Rennen von mir. Der Klaus ist nun mit dem Sieg wieder ein harter Gegner
im Abfahrts-Weltcup. Im Ski-Sport kann immer alles passieren. Aber
natürlich liegt es nun an mir. Ski-Österreich kann sich aber auf jeden
Fall freuen, der Abfahrts-Weltcup ist wieder in österreichischer Hand.“
Den dritten Platz auf
dem Siegerpodest nimmt der gestrige Sieger aus Kanada Manuel
Osborne-Paradis ein. Sein Rückstand auf Kröll betrug 46 Hundertstel
Sekunden.
Die Kanadier waren auch
mannschaftlich sehr stark, denn sie belegten durch Robbie Dixon
(+0,69), John Kucera (+0,70), und Erik Guay (+0,85) auch
die Ränge sieben bis neun.
Eine sehr gute Fahrt
gelang heute Hans Olsson aus Schweden (+0,55) mit dem vierten
Platz.
Dahinter landeten die
beiden Italiener Werner Heel (+0,57) und Peter Fill
(+0,63) an der 5. und 6. Stelle.
Die Top Ten beschließt
der Slowene Andrej Jerman mit einem Rückstand von 0,91
Hundertstel Sekunden.
Der Kampf um den
Gesamtweltcup bleibt spannend, denn da hat sich heute nicht viel
geändert. Die Positionen sind gleich geblieben, nur die Punktestände
haben sich etwas verändert. Die exaequo führenden Benjamin Raich
(AUT) und Ivica Kostelic (CRO) machten heute keine Punkte. Raich
schied aus und Kostelic kam nicht unter die besten dreißig. Didier
Cuche (SUI)als zwölfterund Aksel Lund Svindal (NOR)
als dreizehnter der zweiten Kvitfjellabfahrt konnten einige Punkte
aufholen.
Morgen geht es bei den
Herren mit einem Super G im hohen Norden weiter.
Das letzte
Rennen - WM Abfahrt der Herren in Val d'Isere
John Kucera gewinnt Gold in der
Königsdisziplin
John Kucera aus Kanada ist der neue
Abfahrtsweltmeister. Nach der Silbermedaille seines Teamkollegen Jan
Hudec bei der WM 2007 in Aare setzte der 24-jährige noch einen darauf
und gewann als erster Kanadier WM-Gold.
Mit Startnummer 2 ging der Kanadier
ins Rennen und konnte diese Chance auch perfekt nützen. Sein bestes
Ergebnis in einer Abfahrt war bis jetzt ein 7. Rang in Lake Louise. „Es
ist etwas total Unerwartetes, es gibt keinen besseren Platz für meinen
ersten Abfahrts-Podestplatz.“ Das Warten im Ziel war für ihn ziemlich
nervenaufreibend: „Ja, ich war sehr nervös. Als Michael Walchhofer zum
zweiten Mal gefahren ist, das war wirklich sehr heftig für mich.“
Kuceras Siegerzeit von 2:07,01 war
nicht zu brechen, aber es wurde recht knapp. Der Schweizer Super-G
Weltmeister Didier Cuche kam bis auf 4 Hundertstel an den Abfahrtskönig
heran. Er träumte natürlich von einem zweiten Weltmeistertitel, gab sich
aber mit seiner Silbermedaille zufrieden und war froh, dass der Nebel
erst nach ihm ein wenig in die Strecke gezogen war. „Ich bin
überglücklich. Ich bin gefahren und habe Silber geholt und nicht Gold
verloren, weil es war extrem schwierig. Ich habe es schon vor dem
Super-G gewusst, dass es in der Abfahrt sehr schwierig sein wird.“
„Für mich ist Michi der Gewinner heute, der fährt zweimal da herunter,
fährt unter die ersten zehn – für mich hat er eine Diamantmedaille
gewonnen.“
Nur weitere 13 Hundertstel hinter
Cuche fuhr der nächste Schweizer Carlo Janka zu Bronze. Er hat sich mit
dieser Bronzemedaille selbst ein wenig überrascht. „Es ist schwierig
alles zu verarbeiten. Erst der Unfall von Daniel Albrecht, jetzt hier
eine Medaille... Es ist gerade ein wenig viel“, sagte der sonst so coole
Obersaxer. Ein weiterer Schweizer Topanwärter auf eine Medaille Didier
Defago stürzte und begrub seine Hoffnungen im Schnee der Face de
Bellevard Strecke.
Marco Büchel (LIE + 0,52) erreichte
den vierten Rang und war mit seiner Fahrt recht zufrieden, dass es nicht
für das Siegerpodest reichte enttäuschte ihn natürlich schon ein wenig.
„Auf der einen Seite ist es ein gutes Resultat, ich bin gut gefahren, im
Ziel bin ich stolz auf mich, aber keine Medaille ist keine Medaille.“
Adrien Theaux (+0,94) erreichte bei
seiner Heim-WM als bester Franzose den fünften Rang.
Die großen Geschlagenen sind vor allem
die Österreicher und auch Aksel Lund Svindal.
Nicht nur das Wetter machte den
Österreichern einen Strich durch die Rechnung. Günter Hujara, der FIS
Verantwortliche gab vor Walchhofers Start wegen Nebels die Anweisung
„Start Stopp“. Trotzdem ließen die Startrichter die letzte
Medaillenhoffnung der Österreicher starten. Kaum im Ziel erfuhr Michael
Walchhofer, dass er noch einmal starten darf, aber macht das bei dieser
schwierigen Strecke überhaupt Sinn?
Der Salzburger Hotelier durfte selbst
bestimmen ob und wann er noch mal an den Start geht. Er nützte die
Chance, bereitete sich in Ruhe auf das zweite Rennen vor und erreichte
mit seinem „Re Run“ den neunten Platz mit 1,43 Sekunden Rückstand. (Nach
seinem ersten Rennen lag er nur auf Rang zwölf.)
„So Startszenen wie heute habe ich schon ein paar Mal erlebt. Start
Stopp und dann wieder nicht und dann haben sie es verpasst u.s.w., da
hat es schon öfter gegeben, aber dann noch mal fahren, dass ist mir noch
nie passiert.“
Bei all der Aufregung ging die
Platzierung des besten Österreichers Hermann Maier ein wenig unter. Mit
Startnummer 1 hatte er noch strahlenden Sonnenschein und beste
Bedingungen auf der ganzen Strecke, konnte diesen Vorteil aber nicht für
eine Fahrt auf das Podest nützen und wurde sechster.
Christoph Gruber, der sich in der internen Qualifikation durchsetzte
stürzte und Klaus Kröll wurde Zehnter.
Auch Aksel Lund Svindal (NOR +1,70),
der zum großen Favoritenkreis zählte, musste sich der schwierigen
Bellevarde Piste geschlagen geben und war wohl mit seinem 12. Rang nicht
ganz zufrieden.
Unter den Top Ten befand sich auch
noch der Italiener Werner Heel (+1,20) als siebter, dessen Teamkollegen
Peter Fill und Christof Innerhofer mit den Rängen 11 und 14 eher
enttäuschten.
Der Topläufer und Mitfavorit des
amerikanischen Teams, Bode Miller, hatte zwar keinen groben Fehler auf
der Strecke, verlor aber kontinuierlich Zeit und wurde so mit 1,38
Sekunden Rückstand nur Achter.
Rang 9, ging wie schon erwähnt an den
österreichischen Doppelstarter Michael Walchhofer und der zehnte Platz
an den Steirer Klaus Kröll (+1,6)
Der einzige Starter aus dem Team des
DSV war Stephan Keppler, der mit 2,30 Sekunden Rückstand an die 15.
Stelle fuhr.
Ausgeschieden sind – zum Glück alle
unverletzt – u.a. Christoph Gruber (AUT), die Kanadier Jan Hudec, Manuel
Osborne-Paradis, Erik Guay und Didier Defago,
Die erfreulichste Nachricht des
heutigen Tages kommt von Daniel Albrecht aus Innsbruck . „Es ist so,
dass sich der Patient weiterhin stabilisiert hat, das heißt, dass die
Lungenentzündung nun deutlich zurückgegangen ist – auch die damit
verbundenen Entzündungszeichen. Es ist so, dass wir jetzt dazu
übergegangen sind den Patienten munter werden zu lassen.“
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: M.
Riedler
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
Walchhofers
„Doppelabfahrts-Anstrengungen“ waren vergebens
Michael Walchhofer, der wie schon
berichtet die WM-Abfahrt zweimal fuhr, weil er bei der Anweisung „Start
Stopp“ trotzdem ins Rennen geschickt wurde, hätte sich diese
Anstrengungen sparen können.
Wie soeben bekannt wurde zählte Walchhofers „Re Run“ nicht und er steht
mit dem Ergebnis seiner ersten Abfahrt des heutigen Tages in der
offiziellen Ergebnisliste - Rang zwölf.
Die Jury entschied, dass der Re-Run
des Salzburgers nicht gerechtfertigt war.
Walchhofer wurde laut FIS aus dem
Starthaus gelassen bevor das Rennen unterbrochen wurde.
Für den Österreicher macht es sicher keinen großen Unterschied, ob er
bei der WM, wo nur die Medaillen zählen, am Ende Neunter oder Zwölfter
ist. Diese scheinbar willkürliche Entscheidung der Jury wird aber
vermutlich dennoch zu Diskussionen führen.
Neunter in der offiziellen
Ergebnisliste ist daher Klaus Kröll (AUT), Zehnter Christof Innerhofer (ITA),
Elfter Aksel Lund Svindal (NOR) und Zwölfter der Mann, der laut Didier
Cuche heute die Diamantmedaille für seine beiden Fahrten verdient hätte
und vor dessen Leistung sich einige Kollegen verbeugt haben – Michael
Walchhofer.
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: M.
Riedler
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
1. John Kucera
CAN 2:07,01
2. Didier Cuche
SUI 2:07,05
3. Carlo Janka
SUI 2:07,18
4. Marco Büchel
LIE 2:07,53
5. Adrien Theaux
FRA 2:07,95
6. Hermann Maier
AUT 2:08,19
7. Werner Heel
ITA 2:08,21
8. Bode Miller
USA 2:08,38
9. Klaus Kröll
AUT 2:08,61
10. Christof
Innerhofer ITA
2:08,62
Cuche
Schnellster beim
Abfahrtstraining
in Kvitfjell
Beim einzigen
Training für die
Abfahrten der
Herren in
Kvitfjell am
Freitag
(Ersatzrennen
für Garmisch
Partenkirchen)
und am Samstag,
untermauerte der
Schweizer Didier
Cuche in einer
Bestzeit von
1:49,22 Minuten
seine
Favoritenstellung
und seine
Ansprüche beim
Kampf um die
große
Weltcupkugel.
Hinter Cuche
plazierte sich,
mit einem
Zeitrückstand
von 11
Hundertstel
Sekunden, der
Norweger Aksel
Lund Svindal der
seinerseits
ebenfalls noch
auf den Gewinn
des
Gesamtweltcup
spekuliert.
Hermann Maier
(+0,57) fuhr als
bester
Österreicher,
hinter Werner
Hell (+0,53) aus
Südtirol,
zeitgleich mit
Didier Defago
aus der Schweiz
auf den 4. Rang.
Mit Klaus Kröll
(+0,64), der als
Siebenter die
Ziellinie
überquerte,
landete ein
weiterer ÖSV
Fahrer in den
Top 10. Michael
Walchhofer, der
Führende im
Abfahrtsweltcup
verlor nach
einem schweren
Fehler mehr als
6 Sekunden. Der
Österreichische
Gesamtweltcup-Anwärter
Benjamin Raich
(+3,47) mußte
sich mit Rang 43
begnügen.
Nicht viel
besser erging es
dem Führenden im
Gesamtweltcup,
Ivica Kotstelic
aus Kroatien der
sich mit einem
Zeitrückstand
von 3,33
Sekunden
unmittelbar vor
Raich auf Platz
42 einreihte.
Der Deutsche
Stephan Kepler
(+2,34) beendete
die
Trainingsfahrt
als 29, Peter
Strodl der für
den SC
Partenkirchen an
den Start ging
(+3,02) wurde
38.
Die Skiweltcup
Damen machen an
diesem
Wochenende
Station in
Ofterschwang im
Allgäu. Hier
steht am Freitag
ein Riesenslalom
und am Samstag
ein Slalom auf
dem Programm.
BLICK
ZURÜCK Saison 2008/09 - 1.Rennen am Freitag:
Osborne Paradies
gewinnt Abfahrt
in Kvitfjell
Mit einer Überraschung endete die
Freitagsabfahrt im finnischen Kvitfjell (Ersatzrennen für Garmisch
Partenkirchen). Es gewann der 25-jährige Kanadier Manuel
Osborne-Paradies in einer Zeit von 1:47,09 vor dem österreichischen
Abfahrtsweltcupführenden Michael Walchhofer (+0,31) und dem Norweger
Aksel Lund Svindal (+0,37).
Für Osborne-Paradis war es bei der
nachgeholten Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen auf der Olympiastrecke
von 1994 der erste Weltcupsieg seiner Karriere überhaupt. Sein bestes
Ergebnis in diesem Winter war zuvor der dritte Platz bei der Abfahrt in
Gröden.
"Ich wollte heuer unbedingt auf das
Podest. Jetzt feiere ich hier mit der Familie von Aksel und noch ein
paar Leuten aus der Region meinen ersten Sieg", sagte der 25-Jährige und
schmunzelte. Gemeint hatte er die paar Dutzend Zuschauer, die sich
eingefunden hatten, den nächsten Erfolg wünscht er sich dann aber schon
in "Kitzbühel oder Wengen" vor größerer Kulisse.
Der Slowene Andrej Jerman verpaßte das
Podest um 9 Hundertstel Sekunden und plazierte sich vor dem Kanadier
Robbie Dixon auf Rang 4.
Als bester Italiener konnte sich
Werner Hell über einen 6. Platz freuen. Sein Südtiroler Teamkollege
Peter Fill mußte sich hinter Abfahrtsweltmeister John Kucera aus Kanada
mit Rang 8 begnügen.
Bei diesiger Sicht und Nebel fanden
sich viele Abfahrtsaße am Ende im geschlagenen Feld. Weder die Schweizer
Didier Cuche und Didier Defago, sowohl auch der Österreicher Klaus Kröll
schafften den Sprung in die Top 10.
Stephan Keppler (Ebingen) landete mit
einem Rückstand von 2,10 Sekunden auf Platz 32 und konnte damit ebenso
keine Weltcuppunkte sammeln wie Peter Strodl auf Rang 42.
Walchhofer hält im Kampf um die
Abfahrtsweltcupkugel zwei Abfahrten vor dem Saisonende nun bei 390
Punkten, dahinter folgen Defago mit 313 und Kröll mit 295 Zählern. Bode
Miller hatte auf ein Antreten verzichtet und nahm sich damit selbst aus
dem Rennen um die kleine Kristallkugel.
Mit Platz 29 übernahm Benjamin Raich
immerhin gleichauf mit Ivica Kostelic (beide halten bei 837 Punkten) die
Führung im Gesamtweltcup. Mann des Tages im Kampf um die große Kugel war
jedoch Aksel Lund Svindal: Der Norweger hat nach Platz drei in der
Abfahrt von Kvitfjell nun nur noch 26 Punkte Rückstand auf das
Führungsduo.
"Viele Punkte sind es nicht geworden,
aber oft sind ein paar Punkte entscheidend", so Raich, der Cuche und
Svindal genau im Auge behält. "Sie sind im Speed-Bereich normalerweise
bei den Stärksten, und wir haben noch zwei Abfahrten und zwei Super-Gs."
1. Manuel Osborne-Paradis CAN 1:47,09
2. Michael Walchhofer AUT 1:47,40
3. Aksel Lund Svindal NOR 1:47,46
4. Andrej Jerman SLO 1:47,57
5. Robbie Dixon CAN 1:47,60
6. Werner Heel ITA 1:47,70
7. John Kucera CAN 1:47,83
8. Peter Fill ITA 1:47,89
9. Adrien Theaux FRA 1:47,90
10. Erik Guay CAN 1:47,92
BLICK
ZURÜCK Saison 2007/08 - 2.Rennen:
Miller gewinnt zweite Kvitfjell-Abfahrt!
Gestern noch vom Überraschungsmann Heel geschlagen, kontert Bode Miller heute mit einem Sensationslauf und gewinnt mit einer Zeit von 1:46,16. Nach einem kleinen Schnitzer im oberen Teil legt der Schweizger Didier Cuche (+0,40) im weiteren Lauf extrem zu und schafft es noch auf Platz 2 - so führt er im Abfahrtsweltcup noch um den Hauch von 5 Punkten vor Rivale Miller und es steht nur noch das Finale in Bormio aus. Der Sieger von gestern, Werner Heel (ITA 0,75) bestätigt seine Leistung und fährt auch heute wieder auf das Postest - Platz 3
Klaus Kröll zeigt zwar wie gestern eine solide Fahrt, mit einem Hundertstel Rückstand auf Heel schrammt er jedoch denkbar knapp am Podest vorbei. Platz 5 für den Kanadier Manuel Osborne (+0,81) vor dem nächsten Österreicher Michael Walchhofer (+0,98) auf Platz 6.
Peter Fill (ITA) und Erik Guay (CAN) teilen sich mit 1,12 Sekunden Rückstand den 7. Platz. Georg Streitberger (AUT +1,26) kann im oberen Teil noch mit Miller mithalten - nur 0,23 Rückstand - auf dem langen Weg ins Ziel summieren sich aber die Fehler und mit +1,26 Sekunden reiht er sich auf Platz 9 ein. Die Top Ten beschließt Didier Defago (SUI +1,39).
Kein Österreicher am Podest, drei in den Top Ten, Baumann und Gruber mit den Plätzen 12 und 13 noch einigermaßen gut dabei, Benjamin Raich nach Torfehler out - eine durchwachsene Bilanz für das rot-weiß-rote Team. Dabei wäre Raich heute mit Piste und Material (da dürfte man sich gestern gehörig vergriffen haben) besser zurecht gekommen: bei den Zwischenzeiten lag er von oben weg konstant etwa 3 Zehntel hinter Christoph Gruber, das hätte heute ein Platz unter den ersten 15 werden können ...
Fest steht: im Abfahrtsweltcup gibt es ein Herzschlagfinale zwischen Cuche und Miller. Im Gesamtweltcup scheint eine Vorentscheidung gefallen zu sein: Miller hat bereits über 200 Punkte Vorsprung auf Raich, der nur noch auf Platz 3 hinter Cuche rangiert. Im morgigen Super-G kann Raich zwar punkten, man kann aber davon ausgehen, dass er Platz 3 nicht abschütteln wird können. In Kranjska Gora nächste Woche könnte Raich die großen Punkte holen (im letzten Jahr Platz 1 und 2 in Riesentorlauf und Slalom), jedoch ist Miller momentan im Stande, in den Technikdisziplinen mehr zu punkten als Raich im Speedbereich und mit diesem satten Polster aus den Kvitfjell-Abfahrten ist der Amerikaner nicht zum letzten Risiko gezwungen. Spiel, Satz und Sieg sind noch nicht entschieden, der Vorteil liegt jedoch eindeutig bei Miller!
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
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1. Bode Miller USA 1:46,16
2. Didier Cuche SUI 1:46,56
3. Werner Heel ITA 1:46,91
4. Klaus Kröll AUT 1:46,92
5. Manuel Osborne-Paradis CAN 1:46,97
6. Michael Walchhofer AUT 1:47,14
7. Erik Guay CAN 1:47,28
. Peter Fill ITA 1:47,28
9. Georg Streitberger AUT 1:47,42
10. Didier Defago SUI 1:47,55
BLICK
ZURÜCK Saison 2007/08 - 1.Rennen: Heel siegt vor Miller in Kvitfjell!
Riesenüberraschung bei der 1. Abfahrt in Kvitfjell (Ersatzrennen von Val D´Isere). Mit Startnummer 26 zauberte der Südtiroler Werner Heel eine Traumfahrt auf die Piste "Olympiabakken" und verwies mit einer Zeit von 1:45,73 den US Amerikaner Bode Miller (+ 0,10) auf Rang 2. Der 3. Platz auf dem Podium ging an den Österreicher Klaus Kröll (+0,22).
Der im Abfahrtsweltcup Führende Schweizer Didier Cuche (+0,69) mußte sich hinter dem Kanadier Manuel Osborne Paradies (+0,20) und Marco Büchel (+0,64) aus Liechtenstein mit dem 6. Rang begnügen. Vielleicht hat ihm die im Training beim letzten Sprung erlittene Knieverletzung doch mehr Probleme bereitet, als er zugeben wollte.
Auf Platz 7 mit Christoph Innerhofer (+0,81) ein weiterer junger Italiener - überhaupt die Italiener "das Aufsteigerteam" der Saison könnte man sagen, wenn man die Leistungen von Damen und Herren in Technik und Speedbewerben anschaut!
Ambrosi Hoffman (SUI +0,86) landet vor dem Kanadier John Kucera (9. +0,90) auf Platz 8. Zum hervorragenden Platz 10 reicht es noch für den mit Nummer 1 gestarteten Franzosen David Poisson (+0,93).
Mit dem zweitbesten Österreicher Michael Walchhofer auf Platz 11 kann der ÖSV mit der heutigen Abfahrt nicht wirklich zufrieden sein - darüber täuscht auch der überraschende Podestplatz von Klaus Kröll nicht hinweg. Christoph Gruber scheidet mit toller Zwischenbestzeit im unteren Teil bei einem Sprung aus, bleibt aber zum Glück unverletzt.
Benni Raich schafft es nach einer total verpatzten Fahrt nicht einmal in die Punkteränge. Ob schon eine Vorentscheidung im Gesamtweltcup gefallen ist, ist schwer zu sagen. Miller liegt nach dem heutigen Rennen 125 Punkte voran und wenn er auch morgen und übermorgen "Big Points" einfährt und Raich keine gravierende Leistungssteigerung vorweisen kann, wird es schwer für den Tiroler. Und Didier Cuche hat nur noch 15 Punkte Rückstand auf Raich ....
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
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1. Werner Heel ITA 1:45,73
2. Bode Miller USA 1:45,83
3. Klaus Kröll AUT 1:45,95
4. Manuel Osborne-Paradis CAN 1:46,03
5. Marco Büchel LIE 1:46,47
6. Didier Cuche SUI 1:46,52
7. Christof Innerhofer ITA 1:46,54
8. Ambrosi Hoffmann SUI 1:46,59
9. John Kucera CAN 1:46,63
BLICK
ZURÜCK SAISON 2006/07 Cuche gewinnt Abfahrt in Kvitfjell
Der Schweizer Skirennfahrer Didier Cuche hat die
Weltcup-Abfahrt im norwegischen Kvitfjell gewonnen und sich damit auch
die Disziplinenwertung gesichert. «Es war höchste Zeit, dass wir die
Abfahrtskugel wieder einmal holten», freute sich Trainer Franz Heinzer
und beglückwünschte seinen Nachfolger. Heinzer hatte diese Trophäe als
letzter Schweizer Abfahrer vor 14 Jahren erobert. 2003 gewann Mike von
Grünigen im Riesenslalom die letzte Disziplinenwertung für Swiss-Ski.
Nun entführt Cuche die insgesamt 27. kleine Männer-Kugel in die Schweiz.
Cuche wahrte auch seine mini Chance auf den Gesamtweltcup: Leader Benni
Raich (AUT) und Verfolger Aksel Lund Svindal (NOR) büssten als 21.
respektive 11. in der Abfahrt Terrain gegenüber dem auf Rang 3 liegenden
Schweizer ein. Zur Situation im Gesamtweltcup sagte Raich: "Der
Vorsprung von über 100 Punkten ist zufrieden stellend. Aufpassen muss
man ein bisschen auf Cuche", warnte er. Von dem kam gleich die
Kampfansage. "Benni ist in den technischen Disziplinen so stark, es wird
schwer, ihn zu kriegen. Aber wer weiß? Ich gebe bis zum letzten Rennen
nicht auf." In einem wegen Nebels zunächst verschobenem und dann über
anderthalb Stunden unterbrochenem Rennen sorgte Cuche für den erster
Schweizer Abfahrtssieg seit drei Jahren. Mit einem Rückstand von 0,06
Sekunden fuhr der Kanadier Erik Guay auf Platz zwei vor dem
Liechtensteiner Marco Büchel. Walchhofer verhinderte als Vierter und
bester Österreicher ein ÖSV-Debakel in einem allerdings etwas
fragwürdigen Rennen. "Angesichts der Verhältnisse muss ich zufrieden
sein, erstmals waren hohe Nummern ein Vorteil. Von den Schmerzen her war
es okay, besser als in den vergangenen Tagen", sagte Walchhofer. Fritz
Strobl wurde 13., der Ablauf des Renntages war auch nicht nach seinem
Geschmack: "Man hätte mit dem Start länger zuwarten sollen, so war das
für die ersten Nummern nicht fair", sagte er. Viele Rennläufer hatten am
frühen Nachmittag nicht mehr mit einer Abfahrt gerechnet. Die weiteren
Österreicher landeten im geschlagenen Feld, Georg Streitberger wurde
17., Raich und Christoph Gruber ex aequo 21., Hans Grugger 27., Mario
Scheiber 28. und Hermann Maier 30., was einen mickrigen Weltcup-Punkt
bedeutete.
1. Didier Cuche SUI 1:28,51
2. Erik Guay CAN 1:28,57
3. Marco Büchel LIE 1:28,80
4. Michael Walchhofer AUT 1:28,84
5. Peter Fill ITA 1:28,94
7. Bruno Kernen SUI 1:29,25
. Didier Defago SUI 1:29,25
BLICK ZURÜCK - Saison 2004/05
Hermann Maier führt
ÖSV-Doppelsieg in Kvitfjell an
Hermann Maier hat die
Weltcup-Abfahrt im norwegischen Kvitfjell gewonnen. Der Österreicher kam
beim 49. Weltcupsieg seiner Karriere mit 0,13 Sekunden Vorsprung vor
seinem Landsmann Mario Schreiber (1:46,23) ins Ziel. Rang drei belegte
Ambrosi Hoffmann aus der Schweiz (1:46,41). Doppel-Weltmeister Bode Miller
wurde in 1:46,75 Minuten Vierter. Für Maier war es bereits der vierte
Weltcup-Sieg in Kvitfjell nach Super-G 1999 und 2001 sowie Abfahrt 2001.
Beim "Grossen Weltcup" um den Gesamtsieg baute Miller seinen
Vorsprung auf Benjamin Raich (12.) von 29 auf 57 Punkte aus - spannend
bleibts weiterhin. Theoretisch besitzt auch Hermann Maier, der seinen 49.
Weltcupsieg feierte, noch eine minimale Siegeschance. Für Maier ist
dieser Triumph ohnehin ein Jubiläum: Er feiert seinen 50. Weltcupsieg,
weil er den Sieg von Val d'Isère 1997 mitrechnet. Jener war ihm aberkannt
worden, weil er vor der "Roten Linie" seine Ski ausgezogen
hatte. Pechvogel des Tages war der Österreicher Michael Walchhofer, er
stürzte und konnte sich so nicht vorzeitig die kleine Kristallkugel für
den Sieg in der Disziplinwertung sichern . Mit drei Klassierungen unter
den ersten zehn boten die Schweizer die beste Mannschaftsleistung des
Winters, trotz eines Sturzes des Trainingsbesten Bruno Kernen der zum
Glück unverletzt blieb. Florian Eckert wurde als bester Deutscher 30.
Kvitjfell bleibt auch nach dieser Abfahrt fest in rotweißroter Hand.
16mal wurden auf dieser Strecke bisher Abfahrten durchgeführt, acht davon
von rotweißroten Läufern gewonnen. Die Erfolgs-Quote des ÖSV in dieser
Saison ist eindrucksvoll! Maiers Sieg in der Kvitfjell-Abfahrt ist der 16.
ÖSV-Saisonsieg im 31. Rennen! Mehr als die Hälfte der Rennen hat also
ein rot-weiß-roter Athlet errungen! Am Sonntag steht noch ein Super G in
Kvitjfell auf dem Programm. Danach gibt es nur noch das Weltcup-Finale in
Lenzerheide.
1. Hermann
Maier
2. Mario
Scheiber
3. Ambrosi
Hoffmann
4. Bode
Miller
5. Daron
Rahlves
6. Marco
Büchel
BLICK ZURÜCK - Saison 2003/04
Eberharter
rast zum Sieg in Kvitfjell ...
.. und schiebt dabei
gleich die kleine Kugel für den Abfahrtsweltcup ein.
Stephan Eberharter konnte seinen Spaß am Schifahren und seine guten
Leistungen der letzten Tage in Norwegen perfekt umsetzen und siegt mit
hauchdünnem Vorsprung von 4 Hundertstel Sekunden auf seinen
Zimmerkollegen Fritz Strobl. Auf Platz 3 folgt der Vorjahressieger aus
Frankreich - Antoine Deneriaz (+0,36). Eberharter sichert sich mit seinem
heutigen Sieg nicht nur den Abfahrtsweltcup, sondern scheint auch um die
große Kugel noch mitreden zu wollen. Weltcupgesamtführender ist nach der
Abfahrt in Kvitfjell Hermann Maier mit 1.105 Punkten, der heute nicht
über Platz 9 hinauskam. Bode Miller (heute enttäuschender 26.) folgt auf
Platz 2 mit 1.089 Punkten, dritter nun bereits Stephan Eberharter mit
1.061 Punkten und vierter Benjamin Raich (heute recht guter 17.) mit 1.013
Punkten. Die Spannung ist nun, zu Saisonende, kaum zu überbieten und egal
wie der morgige Super-G ausgeht: die Entscheidung um den Gesamtweltcup
wird definitiv erst beim Finale in Sestriere fallen!
Ergebnis im Überblick -
ein buntgemischtes Nationenbild:
1. Stephan Eberharter (AUT) 1.43,41
2. Fritz Strobl (AUT) 1.43,45
3. Antoine Deneriaz (FRA) 1.43,77
4. Daron Rahlves (USA) 1.43,86
5. Hans Knauß (AUT) 1.43,89
6. Bjarne Solbakken (NOR) 1.44,11
7. Ambrosi Hoffmann (SUI) 1.44,14
8. Didier Cuche (SUI) 1.44,15
9. Hermann Maier (AUT) 1.44,27
10. Alessandro Fattori (ITA) 1.44,30