Das
Wengen-Wochenende
bleibt auch am
Samstag fest in
„Schweizer
Hand“. Didier
Defago feierte
in Wengen den 2.
Weltcupsieg
seiner Karriere,
den ersten in
der Abfahrt.
An seiner Siegerzeit 2:32,98
zerbrachen auch alle Läufer der Topgruppe. „Es ist einfach sensationell.
Ich habe seit Anfang der Saison in der Abfahrt auf meinen ersten
Podestplatz gewartet. Ich hätte es sofort unterschrieben, wenn jemand
gesagt hätte, dass ich in Wengen siegen werde. Ich hatte die Piste die
ganze Woche gut unterm Ski gehabt und war auch gestern gut unterwegs
gewesen.“
Mit Startnummer 15 ging der Eidgenosse
ins Rennen und bezwang die längste Abfahrt des Weltcups schneller als
der bis dahin Führende Amerikaner Marco Sullivan, der am Ende mit 39
Hundertstel den 3. Platz erreichte.
Nur Bode Miller konnte sich noch auf
den zweiten Rang dazwischen drängen. Den Traum vom Hattrick in Wengen
musste der Amerikaner jedoch abhaken. Der Sieger der letzten beiden
Lauberhornabfahrten musste sich um 20 Hundertstel dem Sieger Defago
geschlagen geben.
Auf Platz vier folgt mit Ambrosi
Hoffmann (+0,58) bereits der zweite Schweizer der knapp am Podest
scheiterte. Manuel Osborne-Paradis aus Kanada belegte Rang fünf mit 65
Hundertstel Rückstand. Der Liechtensteiner Marco Büchel konnte sich mit
1,13 Sekunden Rückstand auf Platz 6 einreihen.
Die Italiener Christof Innerhofer
(+1,23 Sek) und Peter Fill (+1,26 Sek.) belegten die Ränge 7 und 9.
Dazwischen platzierte sich der Kanadier Jan Hudec (+1,25 Sek.) auf dem
achten Platz.
Einer der Topfavoriten aus der Schweiz
- Didier Cuche - beschließt die Gruppe der Top-Ten. Er war sichtlich
enttäuscht über seinen Rückstand von 1,36 Sekunden.
Eine bittere „Niederlage“ gab es für
die österreichische Mannschaft. Die beiden Sieganwärter aus dem ÖSV Team
fielen nach schweren Fehlern ans Ende des Feldes zurück.
Michael Walchhofer, dem es im „Kernen-S“
(ehemals Brüggli-S) den rechten Ski wegzog, konnte zum Glück einen Sturz
vermeiden, musste sich aber mit Rang 26 begnügen, den er sich dann noch
mit seinem Teamkollegen Hermann Maier teilte, der sich obwohl er keinen
gravierenden Fehler hatte soweit hinten einreihen mußte.
"Ich habe hier am Lauberhorn schon
alles durchlebt, sowohl Siege als auch Stürze. Es scheint zwar die
Sonne, aber nicht für mich", erklärte Walchhofer, dem im Jahr 2005 der
letzte österreichische Sieg in Wengen gelang, mit wehmütiger Stimme.
Für den an der rechten Hand verletzten
und im Abfahrtsweltcup hinter Walchhofer auf Rang zwei platzierten Klaus
Kröll reichte es nach einem kuriosen Missgeschick im Startbereich als
50. nicht für Weltcup-Punkte. Kröll verlor nach wenigen Sekunden die
Balance und musste zu Boden. Der Rest war nicht mehr als eine
Trainingsfahrt.
"Ich habe nach dem Start einen Schritt
zu viel gemacht und bin wie ein Brett umgefallen. Das war für mich eine
Woche zum Vergessen. In Kitzbühel kann es nur besser werden, und ich
hoffe, dass wir dort zurückschlagen", meinte Kröll.
Am Ende war es ein ganz böses Debakel
für den ÖSV, das schlimmste in dieser Disziplin seit 5. März 1994.
Damals hatte Patrick Ortlieb in Aspen als bester Österreicher Rang 18
belegt. So war es auch knapp 15 Jahre später in Wengen, diesmal war
Georg Streitberger als bester Österreicher auf Platz 18 zu finden.
Von den Läufern des deutschen Teams konnte sich Stephan Keppler als 24.
(+3,29 Sek.)in den Punkterängen platzieren. Peter Strodl landete auf
Rang 38 und Tobias Stechert auf Rang 44.
Für einige Schrecksekunden sorgten
Läufer wie Scott MacCartney (USA) und Steven Nyman (USA) mit ihren
Stürzen, die sie jedoch verletzungsfrei überstanden.
Ebenfalls ausgeschieden sind: Erik
Guay (CAN), T.J. Lanning (USA) Christoph Alster (AUT) Erik Fisher (USA)
und Elmar Hofer (ITA).
Morgen steht in Wengen noch der
Spezialslalom auf dem Programm.
Das letzte
Rennen - Abfahrt der Herren in Bormio
Innerhofer
gewinnt auf der
Stelvio
Eine Überraschung, aber keineswegs ein
Überraschungssieger: Der junge Südtiroler Christof Innerhofer ritzt
gleich mit Startnummer 1 die Ideallinie auf den Eislaufplatz von Bormio
und gewinnt mit einer Traumzeit von 2.03,55. „Ich hab im Zielhang 120
Prozent riskiert. Ich hab gewusst: Unten muss ich Sau haben, wenn ich
ganz oben stehen will.“. Für Innerhofer geht hier in Bormio ein Traum in
Erfüllung!
Hinter ihm hoch zufrieden die beiden
Österreicher Klaus Kröll (+ 0,32) und Michael Walchhofer (+ 0,95). Kröll
„Es ist ganz brutal - man ist völlig fertig. Man ist froh, wenn man im
Ziel ist. Ich bin im Zielhang ein bisserl vorsichtig reingefahren,
wollte mit einer guten Linie so viel Geschwindigkeit mitnehmen, wie
möglich. Wenn man gewinnen will - und das wollte ich - muss man brutal
runterstechen. Das habe ich nicht getan.“
Bode Miller war gestern anscheinend
aus taktischen Gründen nicht zur Startnummernauslosung erschienen und
muss deshalb heute mit Nummer 46 starten. Alles fragt sich vor seinem
Start, ob dieser Poker aufgeht. Bei wesentlich besserem Licht, aber auch
auf mehr Schlägen im oberen Bereich kämpft sich Miller herunter. Bis zum
untersten Teil nimmt er Kurs auf Platz 2 – auf dem blanken Eis des
Zielhanges verreißt es ihn dann aber doch einmal zuviel – „nur“ Platz 4,
Rückstand 1,15 Sekunden.
Erstmals in dieser Saison ist Didier
Cuche der bestplatzierte Schweizer einer Abfahrt. Platz 5 und 1,33
Sekunden Rückstand für das Kraftpaket. Teamkollege Daniel Albrecht wird
8. (+1,59) und der Youngstar im Schweizer Team, Carlo Janka, belegt Rang
10 (+1,65).
6. Eric Guay (CAN +1,38). Dahinter auf
Platz 7 der Südtiroler, mit dem man heute eher auf Platz 1 gerechnet
hätte: Werner Heel. Er fährt auf Innerhofer einen Rückstand von 1,46
Sekunden ein und kann seine Trainingsleistungen leider nicht mehr
abrufen.
Mit Christoph Gruber als 9. bringen
die Österreicher 3 Läufer in die Top Ten – danach muss man aber lange
nach rot-weiß-rot in der Ergebnisliste suchen: 23. Romed Baumann und gar
nur Platz 27 für Hermann Maier.
Wenig Punkte gibt es für Aksel Lund
Svindal auf Platz 17 (+2,05). Er kann sich seinen Rückstand im Ziel
zuerst nicht erklären. „Ich bin nicht schlechter gefahren als gestern“
meinte er vom Gefühl her und gestern hat er den Zielhang ideal erwischt.
Insofern wird sich Benjamin Raich zu
seiner Entscheidung, Bormio auszulassen, beglückwünschen. Er trainiert
daheim in Tirol. Die Bilder der eisigen und schlagigen Stelvio, die die
Superstars des alpinen Abfahrtszirkus im unteren Bereich wie Anfänger
aussehen ließ, wirkten wahrlich nicht einladend. Höchste Gefahr für die
Läufer, aber leider nur bedingt „schön anzusehen“ für die Zuschauer.
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: C.
Egger
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
1. Christof
Innerhofer ITA
2:03,55
2. Klaus Kröll
AUT 2:03,87
3. Michael
Walchhofer AUT
2:04,50
4. Bode Miller
USA 2:04,70
5. Didier Cuche
SUI 2:04,88
6. Erik Guay CAN
2:04,93
7. Werner Heel
ITA 2:05,01
8. Daniel
Albrecht SUI
2:05,14
9. Christoph
Gruber AUT
2:05,18
10. Carlo Janka
SUI 2:05,20
Jerman im 2.
Training von
Wengen diesmal
ganz vorne
Andrej Jerman
entwickelt sich
zu einem
Favoriten für
die
Lauberhorn-Abfahrt.
Der 30-jährige
Slowene, der am
Mittwoch die
zweitschnellste
Trainingszeit
aufgestellt
hatte
(allerdings mit
Torfehler), fuhr
im zweiten
Training
Bestzeit vor dem
Italiener Peter
Fill.
Für Jerman,
dessen Vater am
letzten Samstag
bei den
Weltcuprennen in
Maribor auf der
Piste an einem
Herzschlag
erlag, bedeutet
dies die zweite
Trainingsbestzeit
nach Bormio
2007. Bisher
stand der
Slowene dreimal
auf dem Podest,
stets in
Garmisch
(1./2./3.).
Der Schweizer
Didier Cuche,
Schnellster am
Mittwoch, wurde
nach einem Sturz
von Klaus Kröll
(Mittelhandknochenbruch)
mit der Gelben
Flagge
abgewunken,
setzte einige
Minuten später
seine Fahrt fort
und kam daher
auf die nicht
aussagekräftige
Endzeit von
5:06,18 Minuten.
Daniel Albrecht
kam mit 0,64
Sekunden
Rückstand auf
den glänzenden
4.
Trainingsrang.
Gut zurecht fand
sich auch Carlo
Janka. Bei
seiner zweiten
Fahrt über die
volle Distanz
büsste er nur
1,19 Sekunden
auf Jerman ein.
Bode Miller
(USA) verlor
fast zwei
Sekunden, , was
heute Platz 17
bedeutete
Bester
Österreicher war
Michael
Walchhofer als
Fünfter mit 0,76
Sekunden
Rückstand,
direkt dahinter
folgte der
Tiroler
Christoph
Gruber. Maier
fuhr (mit
Torfehler) auf
Rang 14.
Klaus Kröll kam
mit Startnummer
16 kurz nach dem
Hanneggschuss
bei hoher
Geschwindigkeit
zu Sturz und
befürchtete im
schlimmsten Fall
einen
Mittelhandknochenbruch.
"Ich habe mir
schon einige
Male den
Mittelhandknochen
zertrümmert und
es fühlt sich
diesmal ähnlich
an", meinte
Kröll im
Zielraum der
Lauberhorn-Abfahrt,
das er nach dem
Sturz problemlos
selbst
erreichte. Der
aktuelle Zweite
im
Abfahrts-Weltcup
möchte die
Abfahrt am
Samstag dennoch
bestreiten.
2. Training zur
Lauberhornabfahrt:
1. Andrej Jerman
(SLO) 2:32,17,
2. Peter Fill (ITA)
+0,23, 3. Erik
Guay (CAN)
+0,50, 4. Daniel
Albrecht (SUI)
+0,64. 5.
Michael
Walchhofer (AUT)
+0,97. 6. Marco
Büchel (LIC)
+1,04. 7. Manuel
Osborne-Paradis
(CAN) +1,07. 8.
Carlo Janka (SUI)
und David
Poisson (FRA) je
+1,19. 10. John
Kucera (CAN)
+1,32.
Cuche beim 1.
Training auf dem
Lauberhorn
Schnellster
Der Schweizer
Lokalmatador
Didier Cuche hat
im ersten
Training für die
klassische
Lauberhorn
Abfahrt am
Samstag die
Bestzeit
markiert.
Cuche der auf
dem Lauberhorn
noch nie
gewonnen hat,
verwies auf der
längsten Abfahrt
des Weltcups mit
einer Zeit von
2:32,19 Minuten
den Slowenen
Andrej Jerman
(+0,22 Sekunden)
und seinen
Schweizer
Kollegen Didier
Defago (+0,23)
auf die Plätze.
Hinter dem
Führungstrio
folgte mit einem
Rückstand von 72
Hundertstel
Sekunden Klaus
Kröll als bester
Österreicher.
Sein Teamkolleg
Georg
Streitberger
plazierte sich
auf Rang sechs
gefolgt von
Mitfavoriten
Michael
Walchhofer der
als Siebter das
erste Training
beendete. Elfter
wurde Christoph
Gruber, Romed
Baumann
26.,Geheimfavorit
Hermann Maier
hatte bei seiner
Fahrt Probleme
und kam nicht
über den 31
Platz hinaus.
Die Plazierungen
der weiteren
Schweizer
Rennfahrer:
Ambrosi Hoffmann
verlor als
neunter 1,48
Sekunden, Daniel
Albrecht und
Carlo Janko
blieben knapp
innerhalb von
drei Sekunden
und belegten die
Ränge 21 und 22.
Als bester
Deutscher
Startet reihte
sich Stephan
Keppler auf
Platz 28 ein.
Andreas Strodl
lag als 36. noch
in Schlagdistanz
zu den
Punkterängen.
Tobias Stechert
(60.), Peter
Strodl (65.) und
Hannes Wagner
(74.) mußten
sich im hinteren
Teilnehmerfeld
einreihen.
Überschattet
wurde das
Training von
einem schweren
Sturz des
Schweden Markus
Larsson. Der
Slalomspezialist
kam kurz vor dem
Ziel von der
Piste ab, verlor
das Bewusstsein
und und wurde
ins Spital von
Interlaken
geflogen.
Nach dem Röntgen
konnten die
Ärzte aber
Entwarnung
geben. Larsson
habe sich zwar
die Nase
gebrochen und
klage über
Kopfschmerzen,
sei aber
ansonsten
wohlauf. Der
Schwede muss
nach ersten
Angaben aber
noch mindestens
drei Tage im
Spital bleiben.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2007/08:
Miller gewinnt am Lauberhorn vor
Cuche
In Wengen feiert Bode Miller seine
Wiederauferstehung zum Schisuperstar. Nach Platz 3 in der Superkombi und
Platz 5 im Slalom gewinnt er heute die Kräfte raubende Lauberhornabfahrt
in eindrucksvoller Manier und einer Zeit von 2.30,40 Sekunden. Damit
feiert er seinen 27. Weltcupsieg und zieht somit mit US-Rekordhalter
Phil Mahre gleich. Auf Platz 2 Lokalmatador Didier Cuche – sein
Rückstand bereits 0,65 Sekunden, exakt wie im Vorjahr. Gar 1,33 Sek.
Rückstand hat bereits der drittplatzierte Kanadier Manuel Osborne. Erst
nach ihm werden die Abstände knapper und ebenfalls erst nach ihm der
beste Österreicher und Mitfavorit Michael Walchhofer (+1,37 Sek). Gleich
dahinter 5. Teamkollege Andreas Buder (AUT +1,76). Platz 6 für Andrey
Jerman (+1,86 Sek), 7. Marco Sullivan (USA +1,94) und ein doch
beachtlicher 9. Platz für den Grippe geschwächten Hermann Maier (AUT
+2,17 Sek). Mit Platz 10 rundet der junge Georg Streitberger (AUT +2,35
Sek) ein mannschaftlich starkes Ergebnis für die Österreicher ab. Dies
kann jedoch nicht über die Tatsache, dass der ÖSV diesmal ohne
Podestplatz aus Wengen abreist hinwegtäuschen. Und eine weitere Tatsache
dürfte die Österreicher vor ihren Heimrennen in Kitzbühel und Schladming
in Unruhe versetzen: Bode Miller hat zu seinen alten Stärken
zurückgefunden und schiebt sich mit dem heutigen Sieg bis auf 79 Punkte
an Weltcupleader Benni Raich heran. Jener Benni Raich, der zwar auch im
heurigen Winter wieder ein beständiger Punktesammler ist – seine großen
Siegesserien, die er bisher meist im Jänner in den Schnee zauberte
(allzu oft mit den Klassikern Wengen, Kitz und Schladming) fehlen heuer
bislang. Jedoch: heute wurde Rennen Nummer 20 von insgesamt 40 gefahren
und die Schlacht um den Gesamtweltcup ist noch nicht geschlagen. Wird
Bode Miller nun konstant solche Spitzenleistungen wie dieses Wochenende
bringen oder schlägt Benni Raich in den kommenden Wochen bei seinen
Lieblingsrennen zurück? In jedem Fall wird auch Didier Cuche weiterhin
versuchen, die beiden zu ärgern, wenngleich er natürlich mit Slalom und
Superkombi 2 Disziplinen weniger hat, in denen er punkten kann. Dafür
reist er als Führender im Abfahrtsweltcup aus der Schweiz ab.
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
1. Bode Miller USA 2:30,40
2. Didier Cuche SUI 2:31,05
3. Manuel Osborne-Paradis CAN 2:31,73
4. Michael Walchhofer AUT 2:31,77
5. Andreas Buder AUT 2:32,16
6. Andrej Jerman SLO 2:32,26
7. Marco Sullivan USA 2:32,34
8. Kurt Sulzenbacher ITA 2:32,44
9. Hermann Maier AUT 2:32,57
10. Georg Streitberger AUT 2:32,75
BLICK
ZURÜCK SAISON 2006/07 Bode Miller gewinnt Lauberhorn
Abfahrt
Der US-Amerikaner Bode Miller hat bei der
klassischen Lauberhorn-Abfahrt in Wengen in der Schweiz triumphiert.
Bode Miller fuhr beim Klassiker im Berner Oberland in eigener Liga und
gewann die Abfahrt am Lauberhorn von Wengen. Der 29jährige Weltmeister
fuhr in 2:28,89 Min. zur überlegenen Bestzeit und feierte den 25.
Weltcup-Sieg seiner Karriere, der vierte in dieser Saison. Aber auch für
einen Bode Miller ist der Sieg beim Lauberhorn-Klassiker etwas
besonderes: "Es ist ein großartiges Gefühl, hier zu gewinnen. Ich habe
Daron im Vorjahr hier siegen gesehen, da dachte ich mir, ich will hier
auch einmal gewinnen. Ich habe sehr viel Risiko genommen und alles
gegeben. Die Strecke war sehr anspruchsvoll, in der letzte Kurve habe
ich keine Kraft mehr gehabt. Aber 2:30 Minuten ist auch eine
unglaubliche Fahrzeit. Ich habe vor dem letzten Sprung schon gewusst,
dass ich mich da in den Schnee setzen muss." Miller war nur einer von
vielen, die nach der mehr als 4 km langen Abfahrt und dem diesmal
außerordentlich weit gehenden Zielsprung über die Ziellinie stürzten.
Der Schweizer Didier Cuche wurde in Wengen zum vierten Mal in dieser
Saison Zweiter. Im Gegensatz zu Beaver Creek (+0,15), Val Gardena
(+0.02) und Bormio (+0.01), wo er den Sieg jeweils nur ganz knapp
verpasst hatte, war er diesmal gegen den hoch überlegenen Bode Miller
ohne Chance und lag im Ziel 65 Hundertstel hinter dem Amerikaner, der
nach Beaver Creek seine zweite Abfahrt der Saison gewann. Mit dem
Respektabstand von 1,47 Sekunden sicherte sich der Südtiroler Peter Fill
noch einen Platz auf dem Podest. Der Schweizer Ambrosi Hoffmann
verpasste das Podest als Vierter um neun Hundertstel Sekunden.
Österreichs Herren müssen nach den letzten Erfolgs-Erlebnissen wieder
einen Rückschlag hinnehmen. Als Bester ÖSV Fahrer plazierte sich Klaus
Kröll als 6., vor seinem Teamkollegen Christoph Gruber. Hermann Maier
belegte Rang 9 und zog den Hut vor jenen Läufern, die erschöpft ins Ziel
purzelten. "Die gehen ans Limit und drüber. So ans Limit bin ich noch
nie gegangen." Benjamin Raich fuhr auf den zwölften Rang, Fritz Strobl
wurde 13. Pech hatte Michael Walchhofer: Der Doppelsieger von Bormio
stieg sich beim Start auf die Ski und kommt später schwer zu Sturz blieb
aber zum Glück unverletzt. Walchhofer war erleichtert: "Das war schon
mein dritter schwerer Sturz hier, und zum Glück bin ich jedes Mal
unverletzt geblieben. Jetzt weiß ich, dass ich das auch kann." Der
Deutsche Stephan Keppler kam bei seinem ersten Start auf der mit 4480 m
längsten Abfahrtsstrecke im alpinen Ski-Weltcup mit 3,77 Sekunden
Rückstand nicht unter die besten 20. Das Rennen konnte trotz den warmen
Temperaturen bei ausgezeichneten Bedingungen durchgeführt werden. Die
Lauberhorn-Strecke war aber gewohnt schwierig zu fahren, ein vereistes
Brüggli-S machte vielen Fahrern zu schaffen und immer wieder verzögerten
Stürze den Rennfluss.
1. Bode Miller USA 2:28,89
2. Didier Cuche SUI 2:29,54
3. Peter Fill ITA 2:30,36
4. Ambrosi Hoffmann SUI 2:30,45
5. Marco Büchel LIE 2:30,50
6. Klaus Kröll AUT 2:30,59
7. Christoph Gruber AUT 2:30,62
BLICK ZURÜCK
SAISON 2005/06
Daron
Rahlves gewinnt Lauberhornabfahrt
Bei traumhaftem Wetter und idealen
Pistenverhältnissen gewann Daron Rahlves (USA 2:30,54) in seiner, nach
eigenen Angaben, vielleicht letzten Saison, am Samstag die klassische
Abfahrt in Wengen. „Es war ein sehr guter Lauf. Viel besser als in den
Trainingsläufen. Ich hatte ein gutes Gefühl. Ich fahre immer mein eigenes
Rennen, habe auch die richtige Skiwahl getroffen. Alles ist heute gut
gelaufen. Michael (Walchhofer) ist ein ganz großartiger Ski-Rennläufer und
hat gestern gezeigt, was er drauf hat. Es ist dies eines der großartigsten
Rennen und hier zu gewinnen ist etwas Besonderes. Im Mittelteil bin ich
sehr gut gefahren und auch der untere Teil ist mir sehr gut gelaufen.
Herunten bin ich etwas müde geworden und war froh, im Ziel zu sein.“ Bis
zur Fahrt des Siegers führte der erwähnte Österreicher Michael Walchhofer,
dessen Fahrt schon wie die vermeintliche Siegesfahrt aussah. Letztendlich
musste er sich dem Amerikaner aber um +0,40 Sekunden geschlagen geben.
„Der Speed hat heute sehr gut gepasst. Aber leider das Brüggli und das
Ziel-S nicht perfekt. Bei der Anfahrt hats mich schon sehr weit
aussetragen, hab dann nur noch ein bissl quer einastelln können. Mit dem
Vorsprung auf Fritz war ich sehr zufrieden, denn mit zwei schweren Fehlern
so weit voran. Aber dem Rahlves hab i zuagschaut, der hats perfekt
dawischt.“ Walchhofer führte mit seinem zweiten Platz ein österreichisches
Dreierpaket an. Hinter ihm fuhr noch der Kärtner Fritz Strobl (+1,06) auf
das Podest. „I bin sehr zufrieden, das Rennen hat sich ausgezahlt. Im
oberen Teil hab ich schon ziemlich viel Zeit verlorn, im mittleren und
unteren Teil wars eigentlich a ganz a guate Fahrt.“ Auch für den „Herminator“
Hermann Maier (+1,29) ging es in der Abfahrt endlich wieder Richtung
Siegespodest. „ I bin sehr, sehr zufrieden, muss i sagen, weil i glaub, es
waren zwei verschiedene Rennen heut. Mit der hohen Nummer wars eine gute
Leistung.“ Bester norwegischer „Elch“ Kjetil Andre Aamodt, gestern 2. in
der Superkombination, (+2,01) reihte sich auf dem 5. Platz ein, Peter Fill
(ITA), der gestrige dritte in der Superkombination schaffte eine gute
Abfahrt und wurde 6. Platz 7 und 8 gehörten beim Heimrennen auf dem
Lauberhorn den Schweizern Ambrosi Hoffmann (+2,14) und Didier Defago
(+2,22). Der Liechtensteiner Marco Büchel (+2,37), Trainingskollege der
Schweizer, belegte Rang 9. Unter die Topten schaffte es dann noch als 10.
Finlay Mickel (GBR +2,40). Zu den bekanntesten Ausfällen zählten Lasse
Kjus (NOR) und der Sieger von 2003 Bruno Kernen (SUI). Leider war wieder
einmal kein DSV-Läufer am Start. Fritz Strobl (AUT) führt mit 415 Punkten
weiter in der Abfahrtsweltcupwertung vor Michael Walchhofer (AUT) 372
Punkte und Daron Rahlves (USA) 330 Punkte. Im Gesamtweltcup bleibt
Benjamin Raich (AUT 706 Punkte) vor Michael Walchhofer (AUT 600 Punkte)
und Daron Rahlves (USA 589 Punkte). Morgen fahren die Herren in Wengen
noch einen Slalom.
Zur besseren Übersicht noch mal die Besten 10 in der Übersicht: 1. Daron
Rahlves USA 2:30,54. 2. Michael Walchhofer AUT +0,40. 3. Fritz Strobl AUT
+1,06. 4. Hermann Maier AUT +2,29. 5. Kjetil Andre Aamodt NOR +2,01. 6.
Peter Fill ITA +2,09. 7. Ambrosi Hoffmann SUI +2,14. 8. Didier Defago SUI
+2,22. 9. Marco Büchel LIE +2,37. 10.Finlay Mickel GBR +2,40
Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M.Riedler
Daron Rahlves: Lauberhorn Abfahrtssieger 2006
Michael Walchhofer - Er sah schon wie der Sieger aus
Fritz Strobl: 3. Platz und weiter im Roten Trikot des Abfahrtweltcup
Führenden
Hermann Maier: „I bin sehr, sehr zufrieden"
Lasse Kjus: Augen zu und durch - zum Glück ohne Sturz
Der
Blick zurück - Saison 2004/05 Michael
Walchhofer gewinnt 75. Lauberhornabfahrt
Vor der imponierenden
Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau, bei wunderschönen Winterwetter,
einer hervorragenden Piste und einem Grossaufmarsch an Zuschauern gewinnt
der Österreicher Michael Walchhofer die Abfahrt von Wengen mit einem
Vorsprung von 9/100 Sekunden, vor seinem Teamkollegen Christoph Gruber und
dem US Amerikaner Bode Miller. Es war für den 29-jährigen Zauchenseer
erst der zweite Weltcup-Abfahrtssieg seiner Karriere, nachdem er letzten
Winter in Lake Louise gewonnen hatte. "Das war ein echt wilder Ritt.
Ich war vor dem Start sehr angespannt, weil ich schon beim Rauffahren mit
dem Lift daran gedacht habe, dass es heute Zeit für den ersten Sieg in
der Abfahrt ist, und mir damit selbst Druck gemacht habe. Gott sei Dank
bin ich trotzdem gut gefahren, das war im Hinblick auf Kitzbühel und die
WM unheimlich wichtig", betonte Walchhofer, der seinen Vorsprung auf
Miller im Abfahrtsweltcup auf 53 Zähler vergrößerte. Die Österreicher präsentieren sich
am Lauberhorn in bestechender Team Form. Hinter dem Spitzentrio belegt
Hermann Maier den vierten Platz: "Mit der Fahrt im unteren Abschnitt
bin ich zwar hochzufrieden, vor allem das Ziel-S habe ich sehr gut
erwischt, doch ich habe noch immer nicht ganz das Richtige unter den
Füßen. Es müssen aber nur noch Kleinigkeiten perfektioniert
werden." Werner Franz wird Fünfter. Klaus Kröll
rast auf den zehnten Rang. Auch Südtirols Abfahrer zeigten eine
beeindruckende Leistung, Kurt Sulzenbacher wurde mit einem Rückstand von
1,11 Sekunden Sechster, Peter Fill folgte auf Platz sieben. Bester
Schweizer beim Triumph des österreichischen Weltmeisters Michael
Walchhofer war Silvan Zurbriggen als 16., was für die Eidgenossen nicht
nur die größte Abfahrtsschlappe dieses Winters, sondern seit Garmisch
vor fünf Jahren bedeutete. Damals war Jürg Grünenfelder als 20. bester
Schweizer gewesen. Max Rauffer belegte für den DSV mit 2,79 Sekunden
Rückstand auf den Sieger den 27. Platz. Florian Eckert sammelte als 30.
(+3,04) noch einen Weltcup-Punkt. Die Top 10 Rennläufer bei der 75.
Lauberhornabfahrt: 1. Michael Walchhofer (AUT) 2:27,05. 2. Christoph
Gruber (AUT) 0,09 zurück. 3. Bode Miller (USA) 0,18. 4. Hermann Maier
(AUT) 0,62. 5. Werner Franz (AUT) 0,72. 6. Kurt Sulzenbacher (ITA) 1,11.
7. Peter Fill (ITA) 1,14. 8. Alessandro Fattori (ITA) und Lasse Kjus (NOR)
1,26. 10. Klaus Kröll (AUT) 1,38.
1.
Michael Walchhofer
2.
Christoph Gruber
3.
Bode Miller (USA)
4.
Hermann Maier
5.
Werner Franz
6.
Kurt Sulzenbacher
7.
Peter Fill
8.
Alessandro Fattori
Der
Blick zurück - Saison 2002/03 Eberharter
gewinnt Lauberhornabfahrt in Wengen !
Stephan
Eberharter unterstrich bei der Lauberhornabfahrt im schweizerischen Wengen
wieder einmal seine "Extraklasse". Mit einem Vorsprung von 1,11
Sekunden deklassierte er die Konkurrenz und ist spätestens seit heute der
absolute Topfavorit für die WM in St. Moritz. Auf dem zweiten Rang konnte
sich wieder einmal der US Amerikaner Daron Rahlves vor dem Schweizer Bruno
Kernen qualifizieren. Auf den Rängen 4 bis 10 folgten: Andreas Schifferer
(AUT), Christoph Gruber (AUT), Boder MIller (USA), Ambrosius Hoffmann (SUI),
Kjetel Andre Aamodt (NOR), Hans Knauss (AUT) und Klaus Kröll (AUT). Als
bester Läufer des DSV, konnte sich Max Rauffer auf Rang 20 platzieren.
Auch Stefan Stankalla konnte mit Platz 29 noch Weltcuppunkte
einfahren.
Kernen
gewinnt 2. Lauberhornabfahrt in Wengen !
Der
Schweizer Bruno Kernen gewann die 2. Lauberhornabfahrt am heutigen Samstag
vor Michael Walchhofer aus Österreich (Rückstand 23 Hundertstel
Sekunden) und dem Vortagessieger Stephan Eberharter, der sich heute mit
einem Rückstand von 45 Hundertstel Sekunden, mit dem dritten Rang
begnügen musste. Auf den Rängen 4 bis 6 folgten: Ambrosius Hoffmann (SUI),
Andreas Schifferer (AUT) und der Franzose Antoine Deneriaz. Erstmals nach
seiner langen Verletzungspause konnte sich Hermann Maier in den Top Ten
auf Rang 7 vor Super G Weltmeister Daron Rahlves (USA), Kjetil Andre
Aamodt (NOR) und Fritz Strobl (AUT) platzieren. Besonders erfreulich aus
deutscher Sicht ist der 12. Platz von Max Rauffer zu erwähnen, der damit
sein WM Ticket gelöst haben dürfte. Enttäuschend dagegen die Leistung
von Stefan Stankalla der mit einem Rückstand von 6 Sekunden sich nur auf
Platz 42 setzen konnte.
Der
Blick zurück - Saison 2001/02 Wengen,
12.01.2002
Eberharter
gewinnt Lauberhornabfahrt
Stockerl fest in Österreichischer Hand
Lauberhorn Sieger: Stephan Eberharter
Stephan Eberharter gewinnt die
Lauberhornabfahrt von Wengen. Mit einem Vorsprung von 26 Hunderstel Sekunden meisterte
Eberharter die Strecke vor seinen Landsmännern Hannes Trinkl und Josef Strobl (
Rückstand 45 Hundertstel Sekunden ). Einziger nicht Österreicher unter den Top 7 ist
Kjetil-Andre Aamodt aus Norwegen auf Rang 4 vor Peter Rzehak (AUT), Fritz Strobl (AUT) und
Andreas Schifferer (AUT). Enttäuschend die Leistung von Max Rauffer, der mit einem
Rückstand von 4,51 Sekunden im Ziel ankam und Platz 36 belegt, sowie das Abschneiden von
Stefan Stankalla der einen Zeitrückstand von 4,74 Sekunden aufwies und Rang 38 einnimmt.