Die Niederösterreicherin Kathrin
Zettel bleibt so wie 2006 die Königin im Riesenslalom am Semmering. Die
Niederösterreicherin feiert mit dem Sieg am Zauberg ihren 2.
Saison-Erfolg im Riesentorlauf.
"Es ist unbeschreiblich. Dass ich das
ein zweites Mal schaffe, damit habe ich nicht gerechnet. Umso mehr freut
es mich", war der Jubel von Zettel nach dem Rennen grenzenlos. "Es ist
wahnsinnig schön, daheim Rennen fahren zu können, überhaupt vor so einer
Kulisse und vor solchen Zuschauern. Heute werde ich mir das eine oder
andere Bierchen gönnen, morgen haben wir den Vormittag ja für uns", war
die 22-Jährige in Feierstimmung.
Zettel gewann mit einem Vorsprung von 0,37 Sek. vor der
Halbzeitführenden Manuela Mölgg aus Italien und der 17-jährigen
Schweizerin Lara Gut (+0,55), die von Rang 15 aus noch auf das Podest
fuhr. Das erst 17-jährige Ausnahme-Talent aus Comano bei Lugano schaffte
damit neben der Abfahrt und dem Super G, in ihrer dritten Disziplin
einen Podestplatz.
Fast sechs Jahre nach dem Sieg von
Sonja Nef, die im Januar 2003 in Bormio gewann, schaffte es dank Lara
Gut wieder eine Schweizerin im Riesenslalom aufs Podium. Auch Fabienne
Suter erreichte als 20. ihr bisher bestes Riesenslalom-Ergebnis im
Weltcup, wenngleich bei ihr festzuhalten ist, dass sie es bestimmt noch
besser kann. Aline Bonjour belegte Platz 28.
Nicht richtig freuen konnte sich die
Südtirolerin Mölgg, die nach dem ersten Lauf geführt hatte. Muß sie doch
nach ihrem fünften 2. Platz immer noch auf ihren ersten Sieg warten.
ÖSV Fahrerin Elisabeth Görgl belegte
Rang 7, Michaela Kirchgasser fuhr als 10. ebenfalls in die Top-Ten.
Weltcup-Punkte gab es auch für Andrea Fischbacher (13.), Stefanie Köhle
(19.) und die 19-jährige Karin Hackl (25.) bei ihrem Debüt.
Pech hatte hingegen Nicole Hosp, die
als Dritte in die Entscheidung ging, nach guter Zwischenzeit allerdings
ausschied. "Es werden ein paar blaue Flecken werden, und im Kreuz spüre
ich es ein bisschen", erklärte Hosp nach ihrem Sturz. Morgen gebe ich
Gas, da haben wir sicher wieder ein tolles Rennen, dann wird es schon
hinhauen", war die Tirolerin für den Slalom am Montag dennoch
optimistisch.
Maria Riesch aus Partenkirchen
verpasste als Neunte die Chance, Boden auf die Gesamtweltcup-Führende
Lindsey Vonn aus den USA gutzumachen. Als Fünfte des ersten Durchgangs
lag Riesch am Ende einen Rang hinter der Amerikanerin. Kathrin Hölzl
(Bischofswiesen) wurde 11., Viktoria Rebensburg (Kreuth) kam nicht ins
Ziel.
Carolin Fernsebner hat sich bei einem
Sturz am Knie verletzt. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Der
22-Jährigen droht damit das Aus für die Weltmeisterschaften vom 2. bis
15. Februar im französischen Val d'Isère. Die Skirennfahrerin aus Ramsau
wurde zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus nach Inzell gebracht.
Manuela Mölgg führt beim
Riesenslalom am Semmering
Die Südtirolerin Manuela Mölgg führt
nach dem 1. Riesenslalom Durchgang auf der Panoramapiste des
"Zauberbergs" in einer Zeit von 1:06,09 mit einem Vorsprung vor der
Niederösterreichischen Lokalmatadorin Kathrin Zettel (+0,21) und deren
Teamkollegin Nicole Hosp (+0,30).
Auf dem 4. Rang folgt die im
Riesenslalomweltcup Führende Tanja Poutiainen (+0,47) aus Finnland
gefolgt von der besten Deutschen Maria Riesch (+0,74) und der
eigentliche Lokalmatadorin Elisabeth Görgl (+0,88) aus Karpfenberg in
der Steiermark.
Da Lindsey Vonn (+1,05) aus den USA
„nur“ Platz elf belegt, könnten Maria Riesch und vor allem auch Nicole
Hosp im Kampf um den Gesamtweltcup weiter Boden gut machen.
Innerhalb eines Zeitrückstandes von
unter einer Sekunde folgen die Siebtplazierte Anja Pärson (+0,90) aus
Schweden, die US Amerikanerin Julia Mancuso (+0,91) und die Französin
Ingrid Jacequemod (+0,97).
Riesenslalom-Spezialistin Kathrin
Hölzl (Bischofswiesen), die grippegeschwächt an den Start ging, belegt
nach dem ersten Lauf auf dem gut präparierten "Zauberberg" mit genau
einer Sekunde Rückstand auf Moelgg einen guten zehnten Platz. Und auch
Viktoria Rebensburg (Kreuth) hat nach beherztem Lauf als 14. gute
Chancen auf Weltcuppunkte. Carolin Fernsebner (Ramsau) schied aus.
Das Spektakel rund um den
Damen-Ski-Weltcup, das zum achten Mal seit 1995 vor den Toren Wiens halt
macht zog auch in diesem Jahr wieder Tausende von Fans an, die sich von
der Weltklasse Leistung der Skidamen auf den Zauberg bei Semmering
überzeugten.
Von den bisher fünf Riesentorläufen
die vor den Toren Wiens ausgetragen wurden, gingen durch Anita Wachter
(1998), Marlies Schild (2004) und Kathrin Zettel (2006) drei an
Österreich.
Vor allem die ÖSV-Damen Kathrin Zettel
und Nicole Hosp stehen auf dem "Zauberberg" unter Druck und müssen für
den Sprung nach ganz oben noch einen fehlerfreien Finallauf in den
Schnee zaubern.
"Der Erfolgsdruck ist bei Heimrennen
ungleich größer als in der Fremde. Jeder Zuschauer fährt mit der
Gewissheit hin - eine Österreicherin steht auf dem obersten Podest. Am
liebsten wäre den Schlachtenbummlern, wir würden gleich das gesamt
Stockerl in Beschlag nehmen", weiß ÖSV-Damenchef Herbert Mandl.
Der österreichische Skiverband (ÖSV)
hat gegen die Auslosung des Weltcup-Riesenslaloms am Semmering, die
öffentlich in Neunkirchen vorgenommen worden ist, Protest eingelegt.
Nicole Hosp wurde fälschlicherweise
nicht in die Elite-Gruppe für die Startnummern 1 bis 7, sondern in jene
für die Nummern 8 bis 15 eingeordnet. Die richtigen Startnummern wird es
daher erst Sonntagfrüh unmittelbar vor dem Rennen geben.
Hosp wurde offensichtlich mit der
Französin Tessa Worley verwechselt, Hosp liegt nämlich auf Rang 7 der
WCSL und Worley auf Rang 8.
Hosp hatte bei der Auslosung in
Neunkirchen verdutzt die Startnummer 12 überreicht bekommen, jedoch gute
Miene zum Verwirrspiel gemacht.
Das letzte
Rennen - Riesenslalom der Damen in La Molina
Poutiainen gewinnt Riesenslalom von
La Molina
Die Trägerin des "Roten Trikots" Tanja
Poutiainen darf sich als erste Frau bei der Riesenslalom-Premiere im
spanischen La Molina in die Siegerliste eintragen. Die Finnin gewann mit
einem hauchdünnen Vorsprung von 2 Hundertstel Sekunden vor der
Südtirolerin Manuela Mölgg die weiter auf ihren ersten Weltcupsieg
warten muss.
Poutiainen profitierte dabei vom Sturz
der Halbzeit-Führenden Kathrin Zettel, die bei ihrem spektakulären
Abflug im zweiten Durchgang unverletzt blieb. "Es war ein untypischer
Fehler, aber die Verhältnisse waren schwierig und es geht so schnell",
meinte Zettel nach dem Sturz, bei dem sie mit blauen Flecken im
Hüftbereich glimpflich davonkam. Über die verpasste Siegchance meinte
die Niederösterreicherin: "Ich bin sehr traurig."
Hinter dem Führungsduo folgte auf den
Rängen drei bis fünf mit Nicole Hosp, Elisabeth Görgl und Michaela
Kirchgasser ein ÖSV-Trio.
Lara Gut konnte sich als beste
Schweizerin über einen starken sechsten Platz freuen. Gut überzeugte vor
allem im ersten Lauf, als sie als 26. Fahrerin trotz holpriger Piste auf
den sechsten Zwischenrang vorstiess. Das Riesentalent machte als einzige
Fahrerin mit einer hohen Startnummer einen derartigen Sprung nach vorne.
Aline Bonjour und Fabienne Suter qualifizierten sich zwar ebenfalls für
den zweiten Lauf, zerrissen dort aber keine Stricke mehr. Suter schied
nach guter Zwischenzeit aus, Bonjour holte als 21. immerhin zum zweiten
Mal in Serie Weltcup-Punkte im Riesenslalom.
Tessa Worley, die französische
Überraschungssiegerin von Aspen, landete auf dem achten Rang.
Die Partenkirchenerin Maria Riesch
erreichte als Zehnte ihr bestes Riesenslalom-Ergebnis seit März 2007.
Gesamtweltcupsiegerin Lindsey Vonn schied im ersten Lauf ebenso aus wie
die Bischofswiesener Riesenslalom-Spezialistin Kathrin Hölzl, Viktoria
Rebensburg aus Kreuth und die Partenkirchenerin Fanny Chmelar. Carolin
Fernsebner aus Ramsau war zu langsam für den zweiten Durchgang.
Wie verhext lief es auch für Denise
Karbon, die Weltcup-Gesamtsiegerin im Riesentorlauf des Vorjahres, die
im Finallauf nach einem Fehler im Steilhang ausschied.
Kurz vor dem Jahreswechsel steigt für
die ÖSV-Damen in den kommenden Tagen noch ein Highlight. Am Sonntag sind
Nicole Hosp und Co. auf dem Semmering im Riesentorlauf (10.30 Uhr, live
in ORF1) im Einsatz, wo über 20.000 Fans wieder für eine tolle Stimmung
sorgen werden. Bisher gab es in dieser Saison erst einen Sieg, die
Bilanz aus rot-weiß-roter Sicht auf dem "Zauberberg" kann sich
allerdings sehen lassen. Entsprechend groß ist daher auch die Vorfreude
bei Lokalmatadorin Kathrin Zettel.
Kurz vor dem Jahreswechsel kommt der
alpine Damen-Skiweltcup wieder vor die Tore einer Großstadt.
Über 20.000 Zuschauer werden den eine
Autostunde von Wien entfernten Semmeringer "Zauberberg" stürmen, wo am
Sonntag ein Riesentorlauf (10.30 Uhr) und am Montag ein Flutlichtslalom
(15.30, beides live in ORF1) steigt.
Vor allem der Nachtslalom könnte trotz des Fehlens von Marlies Schild
wieder zum "Schladming des Damen-Weltcups" werden. Bei der letzten
Auflage 2006 kamen alleine zu diesem Rennen 15.000 Fans.
Für Österreichs Damen kommt das Heimdouble gerade recht, gab es doch in
den bisher zehn Rennen der Saison 2008/09 erst einen Sieg durch Kathrin
Zettel im Auftakt-Riesentorlauf in Sölden.
Die Damen von ÖSV-Cheftrainer Herbert Mandl kamen zuletzt mit der
eigenwilligen und wieder pickelhart präparierten Panorama-Piste toll
zurecht und zeigten alles andere als einen "Heimkomplex".
2004 gewann Schild beide Rennen, 2006 siegte Zettel im Riesentorlauf und
holten die ÖSV-Damen gleich fünf von sechs möglichen Podestplätzen.
Ein Erfolg, der in diesem Ausmaß alleine schon deshalb kaum wiederholbar
scheint, weil mit Schild die "Slalomkönigin" der vergangenen Jahre
verletzt fehlt.
"Sie fehlt uns ganz sicher, denn damit haben wir mit Nicole Hosp und
Zettel nur zwei, die im Slalom auf das Podest fahren können", sagte
Mandl nach dem Abschlusstraining am Samstag auf der Reiteralm. Hosp hat
sich von ihren gesundheitlichen Dauerproblemen gut erholt und ist
"überfällig" für einen Sieg, ihr letzter liegt schon fast ein Jahr
zurück.
Hosp war auf dem "Zauberberg"
bereits Zweite und Dritte, nur der Sieg fehlt ihr dort noch. "Es wäre
also an der Zeit", sagte die Tirolerin.
Während die selbst nur eine Autostunde vom Semmering entfernt wohnende
Zettel als Lokalmatadorin und mit dem Selbstbewusstsein des
Sölden-Sieges aufs Ganze geht, wird Hosp aber vielleicht nicht alles
riskieren.
"Kathrin ist in guter Form und brennt auf weitere Erfolge. Niki hat
hingegen im Riesentorlauf erst ein Resultat", erklärte Mandl. "Beide
sind aber sogar gut für den Sieg."
Zettel freut sich schon seit Wochen auf die Semmering-Atmosphäre: "Die
Stimmung dort ist wegen der dicht an der Strecke stehenden Fans
einzigartig, ein richtiger Hexenkessel." Von den bisher fünf
Riesentorläufen auf dem Semmering gingen durch Anita Wachter (1998),
Schild (2004) und Zettel (2006) drei an Österreich.
Mit der Kapfenbergerin Elisabeth Görgl kommt die eigentliche
Lokalmatadorin aber aus der Steiermark. "Mit ihr kann man vor allem im
Riesentorlauf rechnen", ist Mandl überzeugt.
Im Riesentorlauf wird die erst 19-jährige Steirerin Karin Hackl ihr
Debüt geben. Die gleichaltrige Kärntnerin Carmen Thalmann fährt im
Slalom erstmals um Weltcup-Punkte. "Wenn die Jungen die Qualifikation
schaffen, wäre das schon ein Erfolg", sagte Mandl.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2006/07: Heimsieg für Zettel am Zauberberg
Die Skidamen des ÖSV feierten beim Riesenslalom am
Semmering einen Dreifach-Erfolg. Kathrin Zettel konnte als erste
Niederösterreicherin einen Sieg auf niederösterreichischen Boden
einfahren und sich von einem frenetischen Heimpublikum am Zauberberg
feiern lassen. "Es ist einfach unbeschreiblich. Der zweite Weltcupsieg,
und das daheim - das ist die Krönung. Nach dem ersten Lauf hätte ich das
nicht mehr für möglich gehalten", jubelt Zettel. Den zweiten Platz auf
dem Siegespodest sicherte sich Nicole Hosp vor der Halbzeitführenden
Marlies Schild. "Die Fehler unten waren leider zu gravierend. Ich freue
mich auch über den dritten Platz. Aus den Fehlern kann man lernen - und
das nächste Mal geht's besser", so Schild, die beim morgigen Slalom als
Topfavoritin an den Start geht. Die Salzburgerin hatte im ersten Lauf
eine wahre Schrecksekunde wegstecken müssen, nachdem sie im Ziel
spektakulär gestürzt und in die Abgrenzung geflogen war. Eine
schmerzende Hand und ein verdrehtes Knie waren die Folge. Trotzdem
gelang ihr nach langer Zeit das Podest-Comeback im Riesentorlauf. Beste
„Nichtösterreicherin“ würde, mit Laufbestzeit im Finaldurchgang, die US
Amerikanerin Julia Mancuso auf Rang 4, gefolgt von der nächsten ÖSV Dame
Michaela Kirchgasser. Für die Schwedin Anja Pärson reichte es trotz
starker Fahrt im 2. Durchgang nur für Rang 6. Den größten Sprung im
Finallauf machte die 17jährige Tina Weirather aus Lichtenstein. Sie
verbesserte sich mit der zweibesten Laufzeit von Platz 25 auf den 13.
Rang und konnte sich damit über die beste Plazierung ihrer Karriere im
Weltcup freuen. Kathrin Hölzl belegte als einzige deutsche Starterin im
Finaldurchgang Platz 16. Für das Highlight aus Schweizer Sicht sorgte
Fabienne Suter, die sich mit Startnummer 67 für den zweiten Lauf
qualifizieren und am Schluss mit Rang 22 ihr bestes Weltcup-Resultat
realisieren konnte. Österreichs Damen sind in den technischen Bewerben
dieser Saison weiter ungeschlagen, haben 8 von 12 Rennen gewonnen und 19
von 36 möglichen Podestplätzen geholt. Niki Hosp übernimmt nach ihrem
zweiten Rang wieder die Führung im Gesamtweltcup - knapp vor Marlies
Schild! Dahinter folgen mit Kathrin Zettel und Renate Götschl zwei
weitere Österreicherinnen!
1. Kathrin Zettel AUT 2:09,50
2. Nicole Hosp AUT 2:09,60
3. Marlies Schild AUT 2:09,66
4. Julia Mancuso USA 2:09,82
5. Michaela Kirchgasser AUT 2:10,27
6. Anja Pärson SWE 2:10,47
7. Denise Karbon ITA 2:11,55
BLICK ZURÜCK SAISON 2004/05
Schild
gewinnt Riesenslalom am Zauberberg
Marlies Schild gewinnt
den Riesenslalom auf dem Zauberberg in Semmering vor der Finnin Tanja
Poutiainen und ihrer Teamkollegin Lisi Görgl. Nach einem hochdramatischem
Finale, bei Nebel und schlechter Sicht freute sich eine überglückliche
Marlies Schild über den ersten österreichischen Saisonsieg der
Technikerinnen: " Ich bin seit Wochen gut unterwegs, bisher aber zu
oft ausgefallen. Heute hat es endlich funktioniert und ich kann es gar
nicht glauben, dass ich einen Riesentorlauf gewinne. Aber ich bin so gut
gefahren, einfach ein Wahnsinn." Auch Görgl schwelgte nach ihrem
dritten Platz in ihrem Ski-Glück: "Jetzt weiß ich, wie es
geht", glaubt sie daran, dass ihr am Zauberberg der Knopf endgültig
aufgegangen ist. Die junge Michaela Kirchgasser (Startnummer 49) fuhr noch
vom 22. auf den siebenten Platz und auch Eveline Rohregger (13.) und
Kathrin Zettel (16.) zeigten gute Leistungen. Relativ gelassen nahm
Michaela Dorfmeister ihren 11. Platz: "Ich bin gar nicht einmal so
unzufrieden", verriet die Niederösterreicherin im ORF, "der
Berg mag mich nicht und ich mag den Berg nicht." Hochzufrieden war
auch ÖSV-Damenchef Herbert Mandl. "Auf diesen Moment haben wir lange
hin gearbeitet. Die Mädchen sind bisher schon sehr schnell gefahren,
heute haben sie endlich auch Glück gehabt. Wir haben eine kompakte
Mannschaft wie schon lange nicht mehr." Die Läuferinnen des DSV
konnten nur mit einer durchwachsenen Leistung aufwarten. Martina Ertl fuhr
als beste Deutsche auf Rang zehn (+2,58). Maria Riesch und Anja Blieninger
kamen auf die Plätze 19 und 21. Begünstigt durch etliche Ausfälle unter
den Spitzenfahrerinnen schaffte Sonja Nef aus der Schweiz, als Neunte,
erstmals in diesem Winter der Sprung unter die Top Ten. Ihre Teamkollegin
Marlies Oester musste sich mit Rang 26 begnügen. Tanja Poutiainen
verpasste ihren vierten Saisonsieg, doch als Zweite übernahm sie wieder
die Führung im Gesamt-Weltcup. Sie liegt jetzt 73 Punkte vor der Schwedin
Anja Pärson, die am Semmering nach dem 1. Lauf auf Platz 3 lag, dann aber
ebenso ausschied wie Renate Götschl, die Vierte nach dem ersten
Durchgang. Die Top 10 Fahrerinnen in Semmering: 1. Marlies Schild (AUT)
2:15,97. 2. Tanja Poutiainen (FIN) 0,11 zurück. 3. Elisabeth Görgl (AUT)
1,56. 4. Sarah Schleper (USA) 1,71. 5. Janica Kostelic (CRO) 2,08. 6.
Maria Rienda Contreras (ESP) 2,09. 7. Michaela Kirchgasser (AUT) 2,43. 8.
Manuela Mölgg (ITA) 2,52. 9. Sonja Nef (SUI) 2,53. 10. Martina Ertl (GER)
1. Marlies Schild
2. Tanja Poutiainen
3. Elisabeth Görgl
4. Sarah Schleper
5. Janica Kostelic
6. Maria Rienda Contreras
7. Michaela Kirchgasser
8. Manuela Mölgg
Der
Blick zurück - Saison 2002/03 -
Riesenslalom in Semmering
Putzer gewinnt
Riesenslalom am Semmeringer Zauberberg !
Karin Putzer gewann nach
dem Riesenslalom von Val d'Isere auch den Riesenslaom am Semmering. Janica
Kostelic konnte von Rang 7 nach dem 1.Durchgang auf den 2. Platz
verbessern. Den 3. Rang teilten sich die Österreicherin Nicole Hosp
zeitgleich mit Denise Karbon aus Italien. Auf den Plätzen 5 bis 10
folgten Brigitte Obermoser (AUT), Britt Janyk (CAN), Sonja Nef (SUI),
Alexandra Meissnitzer (AUT) und Tanja Poutiainen (FIN). Martina Ertl
konnte sich als beste Deutsche auf Rang 13 platzieren und holte ebenso wie
Annemarie Gerg als 29. wichtige Weltcuppunkte.