Bei perfekten Bedingungen ließ sich
der Österreicher Benjamin Raich seine Zwischenführung beim Riesentorlauf
in Adelboden nicht mehr wegschnappen. Er gewann mit 2:24,95 und freute
sich über seinen 33. Sieg und den 400. Sieg für den ÖSV. „Der Hang ist
sehr schwierig, das war natürlich sehr gut für mich. Da runter ist immer
was los und man muss immer ganz genau fahren und das schaff ich immer
ganz gut. Wenn man als Letzter oben steht, den Nervenkitzel spürt, keine
Leute mehr am Start sind, das ist schon ein besonderes Gefühl. Wenn man
dann gewinnen will muss man angreifen und das ist mir relativ gut
gelungen.“
Auf der für die Rennläufer
schwierigsten Riesentorlaufstrecke der Saison, in Adelboden, konnte auch
Massilmiliano Blardone seinen Podestplatz aus dem 1. Lauf verteidigen.
Er verliert auf Raich 24 Hundertstel Sekunden und belegt Rang zwei.
Mit Superläufen im Finaldurchgang
konnten sich der Norweger Kjetil Jansrud und der Schweizer Sandro
Viletta verbessern. Jansrud (+0,72 Sek.) gelang der Sprung von Platz 14
aufs Siegertreppchen, er wurde Dritter. Viletta (+0,92 Sek.) fuhr mit
Laufbestzeit im 2. Durchgang vom 25. auf den 4. Platz. Er überholte beim
Heimrennen am Chuenisbärgli all seine ein wenig enttäuschenden und wohl
auch enttäuschten Teamkollegen. Didier Cuche wurde 11., Carlo Janka fiel
auf Rang 22 und Daniel Albrecht gar auf Rang 26 zurück.
Cyprien Richard (+1,10 Sek.) und Steve
Missilier (+1,32 Sek.) aus Frankreich belegten die Ränge 5 und 7 nur
getrennt durch den zweitbesten Schweizer, dem Vorjahressieger, Marc
Berthod (+1,30 Sek.), der Rang 6 erreichte.
8. und somit zweitbester Italiener
wurde Alexander Ploner (+1,39 Sek.). Ted Ligety verteidigte die Ehre der
Amerikaner als 9. (+1,40 Sek.) nachdem Bode Miller bereits im 1. Lauf
ausschied. Aksel Svindal (NOR) komplettiert die besten Zehn Läufer mit
einem Rückstand von 1,42 Sekunden.
Benjamin Raich rettete wieder einmal
die Ehre der Österreicher, denn Marcel Hirscher fiel vom 7. auf den 11.
Platz zurück und der Tiroler Christoph Gruber konnte seinen 3. Rang aus
dem ersten Lauf nicht bestätigen, fuhr etwas zu vorsichtig und beendete
das Rennen als Dreizehnter.
Raich holte sich mit seinem heutigen
Sieg die Führung im Gesamtweltcup vor Grange und Svindal und setzte sich
auch in der Riesentorlauf Disziplinenwertung vor Ligety und Cuche an die
Spitze.
Das war der letzte
Weltcupriesentorlauf vor der WM in Val d´Isere. Nun müssen sich die
Trainer der jeweiligen Mannschaften den Kopf zerbrechen wen sie für den
WM-Riesentorlauf nominieren. Besonders schwierig wird dies wieder einmal
für die Österreicher und die Schweizer, die sehr viele Topläufer dieser
Disziplin in ihren Reihen haben.
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: M.
Riedler
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
Mit einer Laufzeit von 1:12,33 bezwang
Benjamin Raich den schwierigen Hang am Chuenisbärgli am schnellsten und
führt nach dem 1. Durchgang beim Riesenslalom von Adelboden. Zum
Großteil mit seiner Fahrt zufrieden zeigte sich der Österreicher im
Ziel, nur im unteren Teil der Strecke hätte er noch mehr rausholen
können. „Da ist so eine Steilstufe und da sieht man das nächste Tor
nicht, da bin ich ein wenig zu weit nach rechts gefahren und hab da
etwas an Linie verloren und deswegen auch Zeit verloren.“
Nur 2 Zehntel Sekunden hinter Raich
liegt der Italiener Massimiliano Blardone an 2. Stelle. Er holte vor
allem im unteren Teil etwas auf den führenden Österreicher auf.
Christoph Gruber aus dem
österreichischen Lager kann mit 79 Hundertstel Sekunden Rückstand nach 3
Ausfällen im Riesentorlauf überraschend auf Platz 3 fahren. Gruber
selbst von seiner Leistung überrascht freute sich: „Der Hang liegt mir,
ich bin da die letzten Jahre eigentlich immer ganz gut gefahren, die
Piste und die Stimmung sind super so richtig lässig zum Rennfahren.“
Auf Rang 4 liegt der Norweger Aksel
Svindal, der jedoch schon mehr als 1 Sekunde Rückstand hat (+1,17).
5. ist der im Gesamtweltcup führende Jean-Baptiste Grange. Dem Franzose
fehlen 1,32 Sekunden auf Benjamin Raich. Dahinter folgt Grange
Teamkollege Cyprien Richard (+1,34 Sekunden) auf Rang 6.
Marcel Hirscher (AUT) erkämpfte sich
auf der pickelharten Piste den 7. Platz (+1,37) noch vor den besten
Schweizern Carlo Janka (+1,45 Sek.) und Marc Berthod (+1,46 Sek.). Die
vielen Schweizer Zuschauer, die bereits zum 1. Lauf zum Chuenisbärgli
gepilgert sind, waren wohl ein wenig enttäuscht. Trotz der
Superstimmung, die sie ins Zielstadion gezaubert haben, konnten die
Schweizer Rennläufer nicht überzeugen. Da nutzte scheinbar auch das
Extratraining auf dem Rennhang, das Albrecht, Janka, Berthod, Cuche & Co
um den Jahreswechsel absolvierten nicht viel.
Markus Larsson aus Schweden
vervollständigt als 10. die Top Ten des 1. Laufes. Ihm fehlten 1,53
Sekunden auf den Führenden.
Der einzige Starter aus dem DSV-Kader
Fritz Topfer konnte sich leider nicht für den 2. Lauf qualifizieren, er
mußte sich nit Platz 39 begnügen.
Auf dem schwierigen Hang mit, vielen
Übergängen gab es auch wieder einige Ausfälle. Dazu gehörten so bekannte
Namen wie Bode Miller (USA), Hannes Reichelt (AUT), Romed Baumann (AUT),
Manfred Mölgg (ITA), Werner Heel (ITA), Jean Philippe Roy (CAN) und
Jimmy Cochran (USA).
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: M.
Riedler
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
Das letzte
Rennen - Riesenslalom der Herren in Alta Badia
Albrecht gewinnt
Riesenslalom von
Alta Badia
Der Schweizer Daniel Albrecht konnte,
nach dem Auftakttriumph in Sölden, seinen zweiten Saison Sieg beim
Riesenslalom Klassiker von Alta Badia auf der „Gran Riesa“ feiern. Mit
einem Vorsprung von 12 Hundertstel Sekunden gewann er vor dem Kroaten
Ivica Kostelic, der zuvor noch nie auf dem Riesenslalom-Podest stand und
dem Österreicher Hannes Reichelt, der nach dem ersten Durchgang noch auf
Platz 14 gelegen war.
"Im oberen Teil und im Steilhang bin
ich sehr gut gefahren. Ich hatte ein gutes Gefühl, war gut auf Zug. Wir
hatten ein gutes Training zuletzt in Österreich. Beim Slalom morgen
möchte ich versuchen gut zu fahren. Ich hoffe, dass es nicht zu weich
wird", freut sich Albrecht bereits auf den Slalom am Montag.
Damit haben die Schweizer drei der
bisherigen vier Riesenslaloms in diesem Winter gewonnen; in Val d'Isère
hatte überraschend Carlo Janka die Nase vorn gehabt.
Dem US Amerikaner Ted Ligety fehlten
am Ende 8 Hundertstel Sekunden für den Sprung auf das Podest, er wurde
mit einem Zeitrückstand von 0,45 Sekunden Vierter.
Auf der Gran Risa in Alta Badia,
zusammen mit dem Kuonisbärgli in Adelboden die schwierigste
Riesenslalom-Strecke im Weltcup, beendete Albrecht eine zehn Jahre
dauernde Durststrecke; 1998 hatte Michael von Grünigen als bislang
letzter Schweizer gewonnen.
Didier Cuche aus der Schweiz, der nach
dem 1. Durchgang in Führung lag beendete den Finallauf als Fünfter. Der
Neuenburger fuhr auf der ramponierten Piste zwar sicher, rutschte aber
das eine oder andere mal von der Ideallinie weg und verlor schliesslich
0,49 Sekunden auf seinen Teamkollegen.
Didier Défago und Carlo Janka fuhren
zwar als 14. und 15. erneut locker in die Punkte, dennoch hatte sich vor
allem letzterer nach dem 6. Zwischenrang nach Lauf 1 mehr versprochen.
Dasselbe gilt auch für Marc Berthod, der nach einem verbremsten zweiten
Durchgang vom 9. auf den 22. Platz zurückfiel.
Benjamin Raich wurde als zweitbester
ÖSV-Läufer 7., Marcel Hirscher fuhr auf Platz 12. Romed Baumann (19.)
und Philipp Schörghofer (23.) komplettieren das rot-weiß-rote Ergebnis.
Die österreichische Siegausbeute in Alta Badia bleibt damit weiterhin
bescheiden, für den bis dato letzten Erfolg hat Christian Mayer am 21.
Dezember 1997 gesorgt.
Raich, in Alta Badia bereits zweimal
Zweiter, war diesmal mit den Leistungen in beiden Durchgängen nicht
wirklich zufrieden. "Im ersten Durchgang habe ich es nicht geschafft,
richtig ans Limit zu gehen. Im zweiten Lauf war die Piste dann natürlich
schon schlechter, aber immer noch besser als meine Fahrt", erklärte der
Pitztaler, zur Halbzeit Fünfter, selbstkritisch.
Im Gesamtweltcup führt weiter der
Norweger Aksel Lund Svindal, der Achter wurde, mit 96 Punkten Vorsprung
auf Cuche. Raich ist nur einen Zähler hinter dem Schweizer Dritter.
Bereits Morgen steht in Alta Badia der
Ersatz Slalom für Val d’Isere auf dem Programm der Skiweltcup Herren.
1. Daniel Albrecht SUI 2:32,71
2. Ivica Kostelic CRO 2:32,83
3. Hannes Reichelt AUT 2:33,04
4. Ted Ligety USA 2:33,16
5. Didier Cuche SUI 2:33,20
6. Jean-Baptiste Grange FRA 2:33,23
7. Benjamin Raich AUT 2:33,28
8. Aksel Lund Svindal NOR 2:33,48
. Massimiliano Blardone ITA 2:33,48
10. Thomas Fanara FRA 2:33,68
Letzte WM-Quali-Chance für Ski-Herren
Bereits 34 Tage vor dem WM-Rennen geht
am Samstag in Adelboden die Riesentorlauf-Generalprobe der Herren über
die Bühne.
Für die ÖSV-Herren bietet sich also in
der Schweiz die letzte Gelegenheit, sich auf Weltcup-Ebene für einen
Start im WM-Showdown am 13. Februar zu empfehlen.
Aktuell dürften zwei der vier
Startplätze bereits fix vergeben sein. Benjamin Raich ist aktuell der
einzige Österreicher, der im Riesentorlauf-Weltcup vorne mitmischt, nach
vier Saisonrennen belegt der Tiroler mit 186 Punkten hinter Daniel
Albrecht (SUI/216 Punkte), Ted Ligety (USA/212) und Didier Cuche (SUI/210)
Rang vier. Und Hannes Reichelt hat mit seinem dritten Platz in Alta
Badia das Ticket für Frankreich so gut wie fix gelöst.
"Realistisch gesehen haben Raich und
Reichelt sehr gute Karten", meinte ÖSV-Herrenchef Toni Giger, der
dahinter ein heißes Rennen um die zwei weiteren Plätze sieht. Es gibt
derzeit fünf realistische Kandidaten, nämlich die beiden Routiniers
Christoph Gruber und Stephan Görgl sowie die drei Youngsters Romed
Baumann, Philipp Schörghofer und Marcel Hirscher.
"Görgl und Gruber werden versuchen, in
Adelboden voll anzubrennen. Hoffentlich werden sie ihre Visitenkarte
abgeben. Aber auch für Schörghofer, Baumann und Hirscher lebt die
Chance", so Giger über die Ausgangslage. Eine endgültige Entscheidung
wird durch das Adelboden-Rennen aber sicher nicht fallen. Einerseits,
weil wie immer vor Großereignissen die Formkurve unmittelbar vor dem
Event eine entscheidende Rolle spielen wird, und andererseits, weil das
Zeitfenster bis zum Riesentorlauf in Val d'Isere gewaltig groß ist.
Ginge man streng nach der Anzahl der
Weltcup-Punkte, dann hätten derzeit Baumann (80 Punkte) und Philipp
Schörghofer (72) die besten Karten. Doch Hirscher (63), Gruber (40) und
Görgl (33) folgen dicht dahinter. Wäre Rainer Schönfelder, der am
Donnerstag die Saison vorzeitig beendet hat, fit, wäre natürlich auch er
ein heißer Kandidat.
Fix ausfallen für den Riesentorlauf am
Samstag wird Mario Matt, das hat Giger Freitagnachmittag bekanntgegeben.
Ob der Tiroler, der unter einem Infekt im Nasen-Nebenhöhlenbereich
leidet, am Sonntag im Slalom startet, steht noch nicht fest. Hirscher
(Darminfektion) wird hingegen so wie Reichelt (Infekt im Ohr und
Sprunggelenksprobleme) bereits am Samstag an den Start gehen.
Für Hermann Maier war der
Riesentorlauf in Adelboden kein Thema, nach überstandener Grippe
bereitet sich der Salzburger auf den Abfahrts-Klassiker kommende Woche
in Wengen vor. Maier, Michael Walchhofer und Co. fanden dabei auf der
selektiven Zwölferpiste in Saalbach-Hinterglemm perfekte Bedingungen für
die kommenden schwierigen Aufgaben vor.
Schönfelder
beendet Saison:
„Bis hier her
und nicht
weiter“
Die Serie der
schlechten
Nachrichten für
das
österreichische
Ski-Alpin-Team
geht weiter.
Rainer
Schönfelder (AUT)
wird in diesem
Winter keine
Rennen mehr
bestreiten. Der
zweifache
Olympia-Dritte
2006 hatte sich
Ende Oktober in
Sölden eine
Verletzung des
Nervengewebes im
Unterschenkel
zugezogen, die
noch nicht
ausgeheilt ist.
In Zagreb
rutschte der
Kärntner auf dem
Innenski weg und
schied aus.
"Nach dem Rennen
bin ich in der
Früh aufgewacht,
habe mich kaum
rühren können
und das war der
Moment, wo klar
war: Ich kann so
nimmer weiter
machen. Mein
Körper sagt mir:
Bis hier her und
nicht weiter",
erzählt er.
"Die
Entscheidung ist
mir schwer
gefallen. Aber
ich weiß, dass
es die einzig
richtige ist",
meinte der
Kärntner, der
sich eine
Auszeit vom
Skisport "auf
unbestimmte
Dauer" nimmt.
Bereits vor dem
ersten Rennen
war der Traum
Richtung
Gesamtweltcup
für den
Neo-Head-Piloten
ausgeträumt.
Beim Einfahren
für den
Saison-Auftakt-Riesentorlauf
am 26. Oktober
in Sölden zog
sich der
31-Jährige eine
Verletzung im
rechten
Unterschenkel
zu. Schönfelder
hofft, dass sich
die
Nervenstrukturen
in seinem Bein
so schnell wie
möglich
nachbilden. "Es
gibt
Einschätzungen
von sechs
Monaten bis zu
einem Jahr. Ruhe
unterstützt den
Prozess sicher
besser."
BLICK
ZURÜCK SAISON 2007/08:
Marc
Berthod triumphiert in Adelboden
Vor 23 000 begeisterten Zuschauern feierten Marc
Berthod und Daniel Albrecht im Weltcup-Riesenslalom von Adelboden einen
Schweizer Doppelerfolg. Albrecht als Zweiter verlor 56 Hundertstel auf
den entfesselten Marc Berthod, der damit seinen zweiten Weltcupsieg
errang, wieder in Adelboden. Im Vorjahr hatte der 24-Jährige
gleichenorts im Slalom gewonnen. "Ich fahr hier immer stark, auch im
Training. Das ich das so umsetzen kann, freut mich umso mehr. Wir waren
zwei Tage zum Training hier, konnten das gut nutzen. ich weiß, dieser
Hang liegt mir. Das gibt mir positive Energie, viel Selbstvertrauen",
freute sich der Sieger im Ziel. Die österreichischen Fahnen hielten
überraschend Hannes Reichelt und Christoph Gruber hoch, die in der
Entscheidung viele Plätze gutmachen konnten. Platz drei ging
überraschend an Reichelt, der nach dem ersten Durchgang Zehnter gewesen
war. Noch größer fiel die Steigerung bei Gruber aus, er verbesserte sich
von Platz 13 auf Rang vier. Benjamin Raich, der auf den dritten Sieg in
Adelboden gehofft hatte, musste sich mit Rang sieben zufriedengeben. Der
Halbzeitführende Stephan Görgl fiel nach einer völlig verpatzten Fahrt
auf den 19. Platz zurück. Ähnlich erging es den beiden Schweizer
Routiniers. Cuche, der vor sechs Jahren in Adelbdoden seinen einzigen
Riesenslalom-Sieg erobert hatte, fiel im zweiten Durchgang vom 2. auf
den 12. Platz zurück, und Didier Défago, Sechster nach dem ersten Lauf,
wurde letztlich Dreizehnter. Mit seinem zweiten Platz beim heutigen
Riesenslalom übernahm Daniel Albrecht auch die Führung in der
Disziplinen-Wertung. Den bisher letzten Schweizer Doppelerfolg gab es
1999, als Michael von Grünigen vor Steve Locher den Riesenslalom von
Sierra Nevada für sich entschied. Die Spezialisten im Riesentorlauf
müssen jetzt eine siebenwöchige Rennpause überbrücken bevor sie wieder
am 24.02. in Whistler Mountain an den Start gehen können.
BLICK
ZURÜCK: SAISON 2006/07
Raich
gewinnt Riesenslalom in Adelboden
Benni Raich ist beim Klassiker im Berner Oberland so
wie im Vorjahr wieder nicht zu schlagen und wiederholt seinen Erfolg am
Kuonisbergli. Der Tiroler gewann so wie 2006 den klassischen
Riesenslalom von Adelboden und feiert seinen 2. Saisonsieg, den 25.
insgesamt. Damit gibt es im vierten Riesenslalom in dieser Saison, den
vierten Sieger. Nach Blardone, Palander und Svindal feiert Raich nun
seinen ersten Saisonsieg im Riesenslalom. Dass Benjamin Raich so kurz
nach dem Jahreswechsel den Tritt wieder findet, überrascht nicht, zumal
der erste Monat des Jahres seit jeher seine bevorzugte Phase im Winter
war; 14 seiner nunmehr 25 Weltcup-Siege errang der Freund von Marlies
Schild im Januar. Der Olympiasieger hielt mit einer Zeit von 2:25,29
Min. den Italiener Massimo Blardone auf Distanz (+0,85 Sek.). Rang drei
ging an Aksel Lund Svindal (+1,00). Die Plätze vier und fünf für den
Finnen Kalle Palander und den Franzosen Joel Chenal sorgten dafür, dass
in den Top-5 fünf verschiedene Nationen vertreten waren. Manuel Mölgg
aus Italien erreichte den sechsten Rang. Der Beste Schweizer Didier
Cuche fiel im zweiten Lauf noch um zwei Positionen auf Platz 7 zurück,
lieferte nach dem 4. Rang in Beaver Creek aber wiederum Zeugnis davon
ab, dass er auch im Riesenslalom den Anschluss an die Besten endgültig
wieder geschafft hat. Didier Défago machte im Finale vier Ränge gut und
setzte als Neunter nach den Positionen 5, 3 und 9 seine Serie an
einstelligen Platzierungen fort. Ebenfalls zum viertenmal Weltcup-Punkte
in dieser Saison gabs für Daniel Albrecht (16.). Der Österreicher Hannes
Reichelt kann sich im ÖSV Lager als 13. Hoffnungen auf das Ticket für
die WM 2007 in Are machen. Hermann Maier hat dieses Ticket als
Titelverteidiger bereits sicher fiel aber im zweiten Lauf von Rang 8 auf
Platz 15 zurück. Wirklich aufgedrängt hat sich außer Raich, der sein
Ticket aber ohnehin schon in der Tasche hatte, keiner. Neben
Titelverteidiger, Raich und Rainer Schönfelder haben wohl Reichelt und
Gruber die besten Karten auf einen WM-Einsatz. Der Klassiker in
Adelboden war nicht nur aus sportlicher Sicht ein echtes
Saisonhighlight. Mehr als 20.000 Zuschauer stürmten das "Chuenisbärgli"
im Berner Oberland, bei strahlendem Sonnenschein wurde ein echtes
Ski-Fest gefeiert. Die Stimmung war prächtig, obwohl die Schweizer
vergeblich gegen die Fortsetzung ihrer sieglosen Serie kämpften. Im
Gesamtweltcup rückte Raich auf Rang fünf vor, der Tiroler weist nun 261
Punkte Rückstand auf Svindal auf. "Abgerechnet wird am Schluss", meinte
der amtierende Gewinner der "Großen Kugel", der auch am Sonntag im
Slalom einer der heißesten Topfavoriten ist.
1. Benjamin Raich AUT 2:25,29
2. Massimiliano Blardone ITA 2:26,14
3. Aksel Lund Svindal NOR 2:26,29
4. Kalle Palander FIN 2:26,45
5. Joel Chenal FRA 2:26,51
6. Manfred Mölgg ITA 2:26,81
7. Didier Cuche SUI 2:26,88
BLICK
ZURÜCK SAISON 2005/06
Der Sieger am Kuonisbergli heißt
Benjamin Raich
Eine sensationelle Fahrt brachte dem 27-jährigen
Österreicher Benjamin Raich den Sieg im ersten Herrenrennen dieses
Kalenderjahres. Obwohl der Pitztaler knapp vor der Einfahrt zum letzten
Steilhang einen „Steher“ hatte, siegte er mit 2:23,25. „Ich habe nur
gewusst: Ich muss weiterkämpfen. Es ist Gott sei Dank danach steil, da
nimmt man wieder Schwung auf. Ich habe heute wirklich zwei gute Läufe
gehabt. Der Fehler war natürlich ein bisserl blöd, aber sonst waren es
gute Läufe. In Adelboden habe ich hier bisher nur einen dritten Platz
gehabt. Das ist einfach der schwerste Hang und den wollte ich einmal
gewinnen.“ Frederik Nyberg (SWE +0,49) gab im letzten Riesentorlauf vor
den olympischen Spielen ein kräftiges Lebenszeichen von sich und klettert
als 2. auf das Podest. Eng wurde es auf dem Stockerl für Kalle Palander
(FIN +1,22) und Stephan Görgl (AUT), die ex aequo den 3. Platz belegten.
Die Überraschung des Tages war der junge Franzose Thomas Fanara (+ 1,43),
der auch im zweiten Lauf sein Können bestätigte und sich noch von Rang 7
auf Rang 5 verbesserte. Hinter ihm dann als 6. Thomas Grandi (CAN +1,57),
7. Hermann Maier (AUT +1,81) und ex aequo 8. Joel Chenal (FRA +1,95), die
österreichische Überraschung Patrick Bechter und Davide Simoncelli (ITA).
Unter die besten 15 fuhren noch: 11. Massimiliano Blardone (ITA +1,97),
12. Manfred Mölgg (ITA +2,26), 13.Ted Ligety (USA +2,27), 14. Bode Miller
(USA +2,39) und 15. ex aequo Mario Matt (AUT +2,45), Marco Büchel (LIE)
und Erik Schlopy (USA). Im geschlagenen Feld fanden sich außer den
Amerikanern auch die Schweizer, die mit Didier Cuche und Marc Berthod
nicht über den 21. Rang hinauskamen. Der einzige deutsche im Starterfeld
war Andreas Ertl. Er musste sich mit dem ersten Lauf begnügen, denn er
qualifizierte sich als 42. nicht fürs Finale der besten 30. Im 2. Lauf gab
es weniger Ausfälle (im 1. waren es 25!). Auch heuer konnte der Amerikaner
Daron Rahlves den steilen Zielhang nicht bezwingen und stürzte. Zum Glück
überstand er diesen Sturz aber unverletzt. Auch Hannes Reichelt (AUT) und
Marc Gini (SUI) konnten das Rennen nicht beenden. Mit dem heutigen Sieg
übernimmt Benjamin Raich sowohl die Führung im Riesentorlaufweltcup (286
Punkte) vor Massimiliano Blardone (ITA 264 Punkte) und Frederik Nyberg
(SWE 224 Punkte) als auch im Gesamtweltcup (546 Punkte) vor Bode Miller
und Daron Rahlves (USA mit je 489 Punkten). Morgen (Sonntag) fahren die
Herren in Adelboden einen Slalom.
Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M.
Riedler
Benjamin Reich gewinnt am
Kuonisbärgli
In Adelboden, am berühmt berüchtigten Kuonisbärgli
vor 20.500 Zuschauern gewinnt der Österreicher Benjamin Raich den letzten
Vorolympischen Riesenslalom der Herren in einer Zeit von 2:23.25 Minuten
vor dem Schweden Frederik Nyberg (+0,49 Sek.) und den beiden zeitgleichen
Dritten Kalle Palander aus Finnland sowie dem Österreicher Stephan Görgl
(+1,22). Ein ausführlicher Bericht folgt im Laufe des Tages
Die strahlenden Sieger des Riesenslalom 2006 in Adelboden
Benjamin Raich: Ein Klasse für sich am Kuonisbärgli
Je älter umso besser: Frederik Nyberg überrascht mit Rang 2
Auf dem geteilten 3.Platz: Stephan Görgl und Kalle Palander
Mit Startnummer 48 auf Rang 5: Der Franzose Thomas Fanara
Daron Rahlves scheiterte wieder am steilen Zielhang
Der
Blick zurück - Saison 2004/05
Blardone
gewinnt Riesenslalom am Kuonisbergli
Im bisher
spektakulärsten Skirennen dieses Winters, vor der Rekordkulisse von 17
500 Zuschauer am Kuonisbergli, bot Bode Miller die beste Show, aber der
Italiener Massimiliano Blardone war beim wohl schwersten Riesenslalom
schneller. Der 25-Jährige holte sich in Adelboden (Schweiz) in 2:19,84
Minuten am Dienstag seinen ersten Weltcupsieg. "Je schwerer, desto
besser für mich. Es ist als ob ich Flügel hätte, ein Traum wurde
wahr." Zweiter wurde der US Amerikaner Bode Miller (2:20,02) vor dem
Finnen Kalle Palander (2:20,23). Der nach dem 1. Lauf führende Schweizer
Didier Defago schied ebenso aus wie Daron Rahlves (USA), der sich im
Zielhang überschlug. Der Dritte nach dem ersten Lauf kam bei diesem
fürchterlich aussehnenden Sturz, bei dem es ihn mit voller Wucht
überschlug, aber mit dem Schrecken, blauen Flecken und Kopfschmerzen
davon. Im ersten Durchgang hatte es dort schon Schifferer wild
"zerrissen". Bester ÖSV-Läufer wurde Benjamin Raich als
Vierter. Christoph Gruber verbesserte sich dank Laufbestzeit von Platz 21
auf acht, Hermann Maier kam über Rang 18 nicht hinaus. Der Herminator
sieht der WM aber zuversichtlich entgegen: "Es ist nicht gut
gelaufen, es war ein sehr gerader Riesentorlauf, fast keine Kurve, zu viel
hin und her gefahren. Normal müsste man da schon schneller sein. Ich sehe
das sehr locker und entspannt. Ich weiß, der erste Sieg kommt, es ist nur
eine Frage der Zeit. Die Abstimmung habe ich gefunden, aber jetzt kam
zuletzt halt Pech dazu." Für die Sensation des Tages aus
Schweizersicht sorgte jedoch der junge Bündner Marc Berthod mit Platz 7.
Der 21-Jährige aus dem B-Kader war im ersten Lauf mit der Startnummer 58
auf den 15. Platz vorgestürmt und steigerte sich im Finale noch um acht
Positionen. Bruno Kernen wurde Zehnter, bestätigte damit erneut den
Aufwärtstrend in seiner dritten Disziplin und realisierte sein mit
Abstand bestes Ergebnis in einem Weltcup-Riesenslalom. Sein bisheriges
Bestresultat hatte der Berner Oberländer vor neun Jahren mit Rang 17
ebenfalls in Adelboden geschafft. Der Deutsche Andreas Ertl verpasste
erneut den 2. Lauf und damit die Qualifikation zur WM in Bormio (ab 29.
Januar). Die Top 10 Rennläufer beim Riesenslalom in Adelboden: 1.
Massimiliano Blardone (ITA) 2:19,84. 2. Bode Miller (USA) 0,18 zurück. 3.
Kalle Palander (FIN) 0,39. 4. Benjamin Raich (AUT) 0,70. 5. Lasse Kjus
(NOR) 0,82. 6. Frederik Nyberg (SWE) 0,88. 7. Marc Berthod (SUI) 1,14. 8.
Christoph Gruber (AUT) 1,19. 9. Ales Gorza (SLO) 1,42. 10. Joel Chenal
(FRA) und Bruno Kernen (SUI) 1,49.
1. Massimiliano Blardone
2. Bode Miller
3. Kalle Palander
4. Benjamin Raich
5. Lasse Kjus
6. Frederik Nyberg
7. Marc Berthod
8. Christoph Gruber
Der Blick zurück - Saison 2003/04 Palander verteidigt
Halbzeitführung bei Regenschlacht am Kuonisbergli
Der Finne Kalle Palander
verteidigte seine Halbzeitführung in Adelboden unter sehr schwierigen
Bedingungen im zweiten Durchgang und erreichte das Ziel mit einer
Gesamtzeit von 2:32,15. Massimiliano Blardone (ITA +0,74) klassierte sich
auf Platz 2. Christoph Gruber (AUT +1.12), Experte für ex aequo Plätze,
belegte gemeinsam mit seinem Teamkollegen Heinz Schilchegger den dritten
Platz auf dem Stockerl.
Unter die besten 10 fuhren weiters: Joel Chenal (FRA +1,21), Sami Uotila
(FIN +1,30), Truls Ove Karlsen (NOR +1,33), Hermann Maier (AUT +1,55),
Manfred Mölgg (ITA +1,84) und Rainer Schönfelder (AUT +2,01).
Regen und Schnee machten die Piste sehr weich und es entstanden viele
Schläge, die eine fehlerfreie Fahrt nahezu unmöglich machten. Dies war
sicher auch ein Grund für die prominenten Ausfälle von Hans Knauß
(AUT), Bode Miller (USA), Frederik Nyberg (SWE), Marco Büchel (LIE),
Alberto Schiepatti (ITA) und Stephan Görgl (AUT)
Hermann Maier (AUT 954 Punkte) verteidigte mit seinem 8. Platz die
Führung im Gesamtweltcup vor Benjamin Raich (AUT 925 Punkte) und Stephan
Eberharter (AUT 882 Punkte). Bode Miller (USA 772 Punkte) und Kalle
Palander (FIN 724 Punkte) sind die ersten nichtösterreichischen Verfolger
auf der Jagd nach der großen Kristallkugel.
Aus dem Skiweltcup
Austria Infopoint: Monika Riedler
Der
Blick zurück - Saison 2002/03
Knauß gewinnt Riesenslalom in Adelboden
Der neue König des
Kuonisbergli in Adelboden heißt Hans Knauß und kommt aus Österreich.
Die weiteren Plätze auf dem Stockerl sicherten sich mit Rang 2 Michael
von Grünigen aus der Schweiz und als Dritter der Norweger Kjetil Andre
Aamodt. Die Führenden nach dem 1. Durchgang, Didier Cuche (SUI) und
Benjamin Raich (AUT) sind ebenso wie Stephan Eberharter im Finallauf
ausgeschieden. Auf den Rängen 4 bis 10 folgten: Heinz Schilchegger (AUT),
Frederic Covili (FRA), Truls Ove Karlsen (NOR), Christoph Gruber (AUT),
Massimiliano Blardone (ITA), Andreas Schifferer (AUT) und Thomas Grandi
(CAN). Andreas Ertl fuhr, mit dem 13. Platz auf dem Kuonisbergli, auch in
diesem Jahr (Vorjahr 11.) ein hervorragendes Ergebnis für den DSV ein.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2001/02
Adelboden, 05.01.2002
Chuche gewinnt am Kuonisbergli
von Grüningen im 2. Durchgang nicht am Start
Cuche (1.) - Covili (2.)
- Nyberg (3.)
Der Schweizer Didier
Cuche gewinnt souverän den Riesenslalom von Adelboden. Nach einem überragenden
ersten und starken 2. Lauf gewinnt Cuche mit einem Vorsprung von 1,15
Sekunden vor dem im Riesenslalom Weltcup Führenden Frederic Covili (FRA)
und dem Schweden Fredrik Nyberg aus Schweden. Andreas Ertl schied bereits
im 1.Durchgang aus.