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Vonn gewinnt Super G von Are und holt sich Super G Kugel

Lindsey Vonn bleibt auch zum Ende der Skiweltcup Saison bei dem Damen das Maß aller Dinge. Die US-Amerikanerin gewann den letzten Saison-Super-G in Are mit einem Vorsprung von 0,08 Sekunden vor der Italienerin Nadia Fanchini und der Deutschen Maria Riesch (+ 0,24 Sekunden). Es war ihr insgesamt fünfter Super-G-Sieg in Folge - vier Mal gewann sie im Weltcup - dazu holte sie sich noch den Weltmeistertitel bei der WM in Val d’Isere. Mit ihrem Sieg sichert sich Vonn neben der Gesamt- und Abfahrts- auch die Super-G-Weltcupwertung.

Nach dem Rennen stellte sich ein glücklich und lockere Lindsey Vonn zum Interview: „Alles ist erledigt. Heute war es schwerer, als ich erwartet habe. Schlechte Sicht und auch sehr schlagig. Ich hatte unten fast noch einen Sturz und bin froh, dass ich ins Ziel gekommen bin. Es war eine Super-Saison für mich, mehr kann man sich nicht erträumen. Die WM ist für mich wichtiger gewesen als der Weltcup, weil es für mich wichtig war zu sehen, dass ich bei Großereignissen gewinnen kann. Das ist wichtig für Olympia im nächsten Jahr. Aber eine Amerikanerin hat diese Kugel bisher noch nie geholt - das ist Wahnsinn! Ich bin so glücklich“

Die vor dem abschließenden Super G in Führung liegende Fabienne Suter konnte ihre zuletzt gute Form nicht unter Beweis stellen und mußte sie sich mit dem achten Schlussrang zufrieden. Suter musste sich in der Disziplinenwertung auch noch von der zweitplatzierten Nadia Fanchini überholen lassen.

Beste Schweizerin in Are war Andrea Dettling auf Rang sechs, die sich in der Weltcup-Wertung auf die fünfte Position verbesserte. Hinter Suter (8.) klassierte sich Fränzi Aufdenblatten auf Rang zehn. Weltcuppunkte gab es ausserdem für Nadja Kamer (13.) und Nadia Styger (14.). Die müde wirkende Lara Gut verpatzte ihr Rennen und wurde 23.

Die 25-Jährige Maria Riesch, die in der vergangenen Saison noch die kleine Kristallkugel im Super-G gewonnen hatte, riskierte viel und wurde mit ihrem zehnter Podestplatz in dieser Saison belohnt. Junioren-Weltmeisterin Viktoria Rebensburg schied aus.

Renate Götschl wurde als bester Österreicherin Vierte und fuhr nur knapp an ihrem 111. Podestplatz vorbei. Andrea Fischbacher belegt Rang sieben, Elisabeth Görgl fährt auf Rang zwölf.

Weiter geht es morgen mit dem Slalom bereits um 9 Uhr.

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum


Endstand SUPER G der Damen in Are - bitte hier klicken

Übertragungszeiten:

LIVE: Donnerstag, 12.03.2009 - 12.10 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup-Finale 2008/09 in Are (SWE)
7. und letzter Super-G der Damen

LIVE: Donnerstag, 12.03.2009 - 12.15 Uhr - ARD
Ski Alpin: FIS Weltcup-Finale 2008/09 in Are (SWE)
7. und letzter Super-G der Damen

LIVE: Donnerstag, 12.03.2009 - 12.20 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup-Finale 2008/09 in Are (SWE)
7. und letzter Super-G der Damen

LIVE: Donnerstag, 12.03.2009 - 12.30 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup-Finale 2008/09 in Are (SWE)
7. und letzter Super-G der Damen



Startliste zum SUPER G der Damen in Are - bitte hier klicken

Das letzte Rennen - SUPER G der Damen in Bansko
Vonn gewinnt Super G in Bansko

Die US Amerikanerin Lindsey Vonn feierte beim Super G von Bansko ihren 7. Saisonsieg vor der Schweizerin Fabienne Suter (+0,58) und der Slowenien Tina Maze (+ 0,91).

"Ich war ein bisschen frustriert, deshalb wollte ich diesen Sieg unbedingt", meinte die 24-Jährige nach ihrem bereits 20. Weltcup-Erfolg, dem fünften im Super-G. "Es war sehr windig im oberen Teil, und ich habe gemerkt, dass der Wind nicht in meine Richtung bläst. Deshalb bin ich aggressiv gefahren und habe voll gekämpft", betonte Vonn.

Vonn gewann damit den dritten Weltcup Super G in Folge plus den Weltmeistertitel in Val d’Isere. Für Fabienne Suter war es der 3. Podestplatz beim 3. Rennen in Bansko.

Damit übernahm die Schweizerin auch das Rote Trikot der Disziplinenweltcup Führenden von der Italienerin Nadia Fanchini die sich mit Rang 7 begnügen mußte und auch hinter Tagessiegerin Vonn zurückfiel. In dieser Form ist Vonn beim Saisonfinale in Are trotz 15 Punkten Rückstand auf Suter Favoritin auf den Disziplinen-Sieg - mit einem Erfolg kann sie die Wertung aus eigener Kraft für sich entscheiden.

Hinter der Viertplazierten Ingrid Jacequemod reihten sich zeitgleich die Schweizerin Fränzi Aufdenblatten und Maria Riesch aus Garmisch Partenkirchen auf den 5. Rang ein.

Nach dem gestrigen Jubel-Tag heute ein kleiner Rückschlag für Österreichs Damen. Andrea Fischbacher reihte sich als beste Österreicherin auf Rang acht ein.

Fischbacher konnte mit ihrer Bansko-Ausbeute dennoch sehr gut leben. "Heute habe ich zwar nicht die Ideallinie erwischt und bin ein bisschen zu brav gefahren. Aber es war ein sensationelles Wochenende für mich", sagte die Salzburgerin, die in den Abfahrten die Ränge zwei und eins belegt hatte.

Renate Götschl (+ 1,87) wurde Elfte und verfehlte damit einmal mehr in dieser Saison die Top Ten, dazu belegte Nicole Schmidhofer (+ 2,41) Rang 19 und Stephanie Köhle (+ 2,90) Platz 22. Ingrid Rumpfhuber (+ 4,70) hingegen verpasste als 34. Weltcup-Punkte, und Elisabeth Görgl schied aus.

Im Gesamtweltcup ist Vonn der Sieg dagegen schon fast sicher. Bei noch sechs ausstehenden Rennen weist die 24-Jährige einen komfortablen Vorsprung von fast 400 Punkten auf.

Verfrühte Gratulationen zur großen Kristallkugel wehrte die US-Amerikanerin nur recht zaghaft ab: "Danke, es schaut sehr gut aus. Aber es gibt noch jede Menge Rennen, ich werde die nächsten zwei Wochen weiter hart kämpfen."

Für ihre beste Ski-Freundin und größte Rivalin Riesch ist der Zug in Richtung Weltcup bereits abgefahren. "Das ist abgehakt, diesen Rückstand kann ich nicht mehr aufholen", meinte die Deutsche.

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum


1. Lindsey Vonn USA 1:14,49


2. Fabienne Suter SUI 1:15,07


3. Tina Maze SLO 1:15,40


4. Ingrid Jacquemod FRA 1:15,64


5. Fränzi Aufdenblatten SUI 1:15,82


. Maria Riesch GER 1:15,82


7. Nadia Fanchini ITA 1:15,84


8. Andrea Fischbacher AUT 1:16,09


9. Regina Mader AUT 1:16,15


10. Anja Pärson SWE 1:16,23

Dreikampf um die Super G Kugel

Die Gewinnerin der kleinen Kristallkugel im Super-G wird Fabienne Suter (SUI/376), Lindsey Vonn (USA/361) oder Nadia Fanchini (ITA/336) heißen. Vonn geht mit dem Bonus ins Rennen, dass sie in den vergangenen drei Rennen in dieser Disziplin sowie auch bei der WM die Schnellste war. Die 24-Jährige könnte damit nach dem Speed-Double bei der WM auch jenes im Weltcup holen.

Bulgarischer Verband vor Meilenstein
Bansko erstmals im "Konzert der Großen"

Für Bulgariens Wintersport geht am Wochenende mit den Weltcup-Rennen der Damen in Bansko ein langes Warten zu Ende. Zwei Abfahrten (Freitag, Samstag) und ein Super-G (Sonntag) stellen die ersten Weltcup-Rennen auf bulgarischem Boden seit 25 Jahren dar.

"Das ist ein wichtiges Signal und eine große Anerkennung für den bulgarischen Skisport. Wer im Weltcup dabei ist, der hat es ins Konzert der Großen geschafft", weiß der Vorarlberger Kilian Albrecht, der seit Dezember 2006 für Bulgarien startet.

Für Albrecht steht fest, dass die Piste in Bansko 160 km südlich der Hauptstadt Sofia den allgemeinen Weltcup-Ansprüchen und -Erwartungen entsprechen wird. "Bansko bietet ein Skigebiet mit Österreich-ähnlichem Standard."

Der 35-Jährige verbringt selbst mindestens zehn Skitage pro Jahr in Bansko, im April wird er dort auch heuer wieder die nationalen bulgarischen Meisterschaften absolvieren. Das nächste Gebiet mit ähnlichen Bedingungen wie in Bansko soll in den kommenden Jahren in Witoscha entstehen.

"Super Berge hatte Bulgarien ja immer schon, aber das Geld hat gefehlt. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus hatten die Menschen hier andere Probleme, sie mussten schauen, dass sie etwas zu essen bekamen und überleben konnten", erklärte Albrecht die Gründe, warum Bulgariens Weg zurück in den Weltcup-Kalender ein langer war.

Albrecht, der bis Olympia 2010 in Vancouver Rennen bestreiten wird, kann das Bulgarien-Comeback nicht live mitverfolgen, weil er mit dem Herren-Weltcup in Slowenien (Kranjska Gora) gastiert.

Dank seines Erfahrungsschatzes hat Albrecht in Bulgarien eine Art Vorbildrolle übernommen, der Österreicher hilft bei der Entwicklungsarbeit. Der wohl wichtigste Mann im bulgarischen Skisport ist aber Verbandsboss Zeko Minew.

"Er ist ein sehr offener und toller Typ, der fürs Skifahren lebt. Er engagiert sich, schafft Strukturen und ist ein Glücksfall für den bulgarischen Skisport", schwärmt Albrecht über den Verbandsboss.

Minew gab das Lob postwendend in Richtung des Slalomspezialisten Albrecht zurück. "Kilian hat uns sehr viel geholfen. Er ist ein herausragender Mann, der uns mit seiner enormen Erfahrung sehr viel helfen kann. Auch wenn sein Karriereende naht."

Die mögliche Strategie, nach Albrecht weitere Ausländer einzubürgern, wischte Minew jedoch vom Tisch. "Stattdessen wollen wir gute Bedingungen für junge bulgarische Skifahrer schaffen." Besonders stolz macht ihn, dass man in der Lage ist, am Wochenende gleich eine Doppelabfahrt zu veranstalten.

"Jeder weiß, dass die Vorbereitungen auf eine Abfahrt viel härter sind als etwa auf einen Slalom. Wir veranstalten gleich zwei Abfahrten in Folge, eine größere Herausforderung gibt es kaum. Aber wir haben so lange von der Rückkehr des Weltcups nach Bulgarien geträumt, jetzt freuen wir uns auf diese Gelegenheit", so Minew.

Borowez, Bulgariens ältestes Skigebiet, hatte mit den Herren-Rennen 1984 die bis dato letzten Weltcup-Bewerbe auf bulgarischem Schnee veranstaltet. Das Bansko-Wochenende soll nun zu einem Wendepunkt für die Bulgaren werden. Sollte man sich von seiner besten Seite zeigen, dann könnte schon in wenigen Jahren (eventuell 2011) der nächste Traum von Herren-Rennen in Bulgarien wahr werden.

"Für uns könnten die Rennen am Wochenende zu einem echten Meilenstein werden. Vor kurzer Zeit waren wir noch nirgends auf der Skilandkarte. Aber wir haben in den vergangenen Jahren extrem hart gearbeitet und unseren Status verbessert", so Minew.

 

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