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Vonn gewinnt Super G in Bansko

Die US Amerikanerin Lindsey Vonn feierte beim Super G von Bansko ihren 7. Saisonsieg vor der Schweizerin Fabienne Suter (+0,58) und der Slowenien Tina Maze (+ 0,91).

"Ich war ein bisschen frustriert, deshalb wollte ich diesen Sieg unbedingt", meinte die 24-Jährige nach ihrem bereits 20. Weltcup-Erfolg, dem fünften im Super-G. "Es war sehr windig im oberen Teil, und ich habe gemerkt, dass der Wind nicht in meine Richtung bläst. Deshalb bin ich aggressiv gefahren und habe voll gekämpft", betonte Vonn.

Vonn gewann damit den dritten Weltcup Super G in Folge plus den Weltmeistertitel in Val d’Isere. Für Fabienne Suter war es der 3. Podestplatz beim 3. Rennen in Bansko.

Damit übernahm die Schweizerin auch das Rote Trikot der Disziplinenweltcup Führenden von der Italienerin Nadia Fanchini die sich mit Rang 7 begnügen mußte und auch hinter Tagessiegerin Vonn zurückfiel. In dieser Form ist Vonn beim Saisonfinale in Are trotz 15 Punkten Rückstand auf Suter Favoritin auf den Disziplinen-Sieg - mit einem Erfolg kann sie die Wertung aus eigener Kraft für sich entscheiden.

Hinter der Viertplazierten Ingrid Jacequemod reihten sich zeitgleich die Schweizerin Fränzi Aufdenblatten und Maria Riesch aus Garmisch Partenkirchen auf den 5. Rang ein.

Nach dem gestrigen Jubel-Tag heute ein kleiner Rückschlag für Österreichs Damen. Andrea Fischbacher reihte sich als beste Österreicherin auf Rang acht ein.

Fischbacher konnte mit ihrer Bansko-Ausbeute dennoch sehr gut leben. "Heute habe ich zwar nicht die Ideallinie erwischt und bin ein bisschen zu brav gefahren. Aber es war ein sensationelles Wochenende für mich", sagte die Salzburgerin, die in den Abfahrten die Ränge zwei und eins belegt hatte.

Renate Götschl (+ 1,87) wurde Elfte und verfehlte damit einmal mehr in dieser Saison die Top Ten, dazu belegte Nicole Schmidhofer (+ 2,41) Rang 19 und Stephanie Köhle (+ 2,90) Platz 22. Ingrid Rumpfhuber (+ 4,70) hingegen verpasste als 34. Weltcup-Punkte, und Elisabeth Görgl schied aus.

Im Gesamtweltcup ist Vonn der Sieg dagegen schon fast sicher. Bei noch sechs ausstehenden Rennen weist die 24-Jährige einen komfortablen Vorsprung von fast 400 Punkten auf.

Verfrühte Gratulationen zur großen Kristallkugel wehrte die US-Amerikanerin nur recht zaghaft ab: "Danke, es schaut sehr gut aus. Aber es gibt noch jede Menge Rennen, ich werde die nächsten zwei Wochen weiter hart kämpfen."

Für ihre beste Ski-Freundin und größte Rivalin Riesch ist der Zug in Richtung Weltcup bereits abgefahren. "Das ist abgehakt, diesen Rückstand kann ich nicht mehr aufholen", meinte die Deutsche.

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum


1. Lindsey Vonn USA 1:14,49


2. Fabienne Suter SUI 1:15,07


3. Tina Maze SLO 1:15,40


4. Ingrid Jacquemod FRA 1:15,64


5. Fränzi Aufdenblatten SUI 1:15,82


. Maria Riesch GER 1:15,82


7. Nadia Fanchini ITA 1:15,84


8. Andrea Fischbacher AUT 1:16,09


9. Regina Mader AUT 1:16,15


10. Anja Pärson SWE 1:16,23


Endstand zum SUPER G der Damen in Bansko - bitte hier klicken

Übertragungszeiten:

LIVE: Sonntag, 01.03.2009 - 10.45 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Bansko (BUL)
6. Super-G der Damen

LIVE: Sonntag, 01.03.2009 - 10.45 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Bansko (BUL)
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6. Super-G der Damen

LIVE: Sonntag, 01.03.2009 - 10.55 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Bansko (BUL)
6. Super-G der Damen



Startliste zum SUPER G der Damen in Bansko - bitte hier klicken

Das letzte Rennen - SUPER G der Damen in Tarvis
Vonn gewinnt Super G in Tarvis

Die US Amerikanerin Lindsey Vonn stellte in Tarvis ihre Sonderstellung bei den Speed-Damen unter Beweis und siegte mit 51 Hundertstel Sekunden Vorsprung vor der Schweizerin Fabinne Suter, die sich über ihren vierten Podestplatz des Winters freuen durfte. Rang 3 sicherte sich die Slowenin Tina Maze (+0,67)

Die 24-Jährige Doppel-Weltmeisterin von Val d’Isere ist nun mit ihrem 19. Weltcup-Sieg die erfolgreichste US-Skiläuferin aller Zeiten und festigte damit auch ihre Führung im Gesamtweltcup. Bisher musste sie sich diesen Titel mit Tamara McKinney teilen. Die Gesamtsiegerin von 1983 hatte in ihrer Karriere je neun Riesentorläufe und Slaloms, in Summe also 18 Weltcup-Rennen gewonnen.

In der Super-G-Wertung liegt Suter somit noch vier Punkte hinter der Führenden Nadia Facnchini, die im Heimrennen auf Rang fünf fuhr.

Auch die Schweizerin Nadja Kamer konnte an ihre zuletzt gezeigten Auftritte anknüpfen und überzeugte mit dem sechsten Platz. Mit der neuntplazierten Andrea Dettling schaffte zudem eine dritte Schweizerin den Sprung in die Top 10.

Als beste Österreicherin überraschte Kathrin Zettel, die mit 0,68 Sekunden Rückstand auf Platz vier fuhr. Anna Fenninger (+0,96) wurde Achte, Elisabeth Görgl (+1,01) fuhr auf den 10. Rang.

Am meisten wird sich die Schwedin Anja Pärson ärgern, sie war heute klar die Schnellste, lag bei der letzten Zwischenzeit etwa 8 Zehntel vor Lindsey Vonn, bracht aber den Lauf nicht ins Ziel.

Mit ihrem heutigen Sieg baute Vonn ihren Vorsprung in der Gesamtwertung auf Maria Riesch, die sich mit Rang 17 begnügen mußte, auf beinahe 300 Punkte aus.

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1. Lindsey Vonn USA 1:21,72


2. Fabienne Suter SUI 1:22,23


3. Tina Maze SLO 1:22,39


4. Kathrin Zettel AUT 1:22,40


5. Nadia Fanchini ITA 1:22,53


6. Nadja Kamer SUI 1:22,59


7. Kelly Vanderbeek CAN 1:22,60


8. Anna Fenninger AUT 1:22,68


9. Andrea Dettling SUI 1:22,70


10. Marie Marchand-Arvier FRA 1:22,73

Am Sonntag noch ein Super-G

Am Sonntag klingt die Weltcup-Premiere in Bansko, wo man unter heftiger Kritik von Umweltschützern ein gigantisches Skigebiet aus dem Boden gestampft hatte, noch mit einem Super-G aus.

Dort zählt Fischbacher erst recht zu den Favoritinnen. "Die Plätze eins und zwei geben ihr sicher viel Selbstvertrauen, sie wird zudem locker fahren können", hoffte auch ÖSV-Damen-Chef Herbert Mandl auf einen neuerlichen Podestplatz in Bulgarien.

Bulgarischer Verband vor Meilenstein
Bansko erstmals im "Konzert der Großen"

Für Bulgariens Wintersport geht am Wochenende mit den Weltcup-Rennen der Damen in Bansko ein langes Warten zu Ende. Zwei Abfahrten (Freitag, Samstag) und ein Super-G (Sonntag) stellen die ersten Weltcup-Rennen auf bulgarischem Boden seit 25 Jahren dar.

"Das ist ein wichtiges Signal und eine große Anerkennung für den bulgarischen Skisport. Wer im Weltcup dabei ist, der hat es ins Konzert der Großen geschafft", weiß der Vorarlberger Kilian Albrecht, der seit Dezember 2006 für Bulgarien startet.

Für Albrecht steht fest, dass die Piste in Bansko 160 km südlich der Hauptstadt Sofia den allgemeinen Weltcup-Ansprüchen und -Erwartungen entsprechen wird. "Bansko bietet ein Skigebiet mit Österreich-ähnlichem Standard."

Der 35-Jährige verbringt selbst mindestens zehn Skitage pro Jahr in Bansko, im April wird er dort auch heuer wieder die nationalen bulgarischen Meisterschaften absolvieren. Das nächste Gebiet mit ähnlichen Bedingungen wie in Bansko soll in den kommenden Jahren in Witoscha entstehen.

"Super Berge hatte Bulgarien ja immer schon, aber das Geld hat gefehlt. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus hatten die Menschen hier andere Probleme, sie mussten schauen, dass sie etwas zu essen bekamen und überleben konnten", erklärte Albrecht die Gründe, warum Bulgariens Weg zurück in den Weltcup-Kalender ein langer war.

Albrecht, der bis Olympia 2010 in Vancouver Rennen bestreiten wird, kann das Bulgarien-Comeback nicht live mitverfolgen, weil er mit dem Herren-Weltcup in Slowenien (Kranjska Gora) gastiert.

Dank seines Erfahrungsschatzes hat Albrecht in Bulgarien eine Art Vorbildrolle übernommen, der Österreicher hilft bei der Entwicklungsarbeit. Der wohl wichtigste Mann im bulgarischen Skisport ist aber Verbandsboss Zeko Minew.

"Er ist ein sehr offener und toller Typ, der fürs Skifahren lebt. Er engagiert sich, schafft Strukturen und ist ein Glücksfall für den bulgarischen Skisport", schwärmt Albrecht über den Verbandsboss.

Minew gab das Lob postwendend in Richtung des Slalomspezialisten Albrecht zurück. "Kilian hat uns sehr viel geholfen. Er ist ein herausragender Mann, der uns mit seiner enormen Erfahrung sehr viel helfen kann. Auch wenn sein Karriereende naht."

Die mögliche Strategie, nach Albrecht weitere Ausländer einzubürgern, wischte Minew jedoch vom Tisch. "Stattdessen wollen wir gute Bedingungen für junge bulgarische Skifahrer schaffen." Besonders stolz macht ihn, dass man in der Lage ist, am Wochenende gleich eine Doppelabfahrt zu veranstalten.

"Jeder weiß, dass die Vorbereitungen auf eine Abfahrt viel härter sind als etwa auf einen Slalom. Wir veranstalten gleich zwei Abfahrten in Folge, eine größere Herausforderung gibt es kaum. Aber wir haben so lange von der Rückkehr des Weltcups nach Bulgarien geträumt, jetzt freuen wir uns auf diese Gelegenheit", so Minew.

Borowez, Bulgariens ältestes Skigebiet, hatte mit den Herren-Rennen 1984 die bis dato letzten Weltcup-Bewerbe auf bulgarischem Schnee veranstaltet. Das Bansko-Wochenende soll nun zu einem Wendepunkt für die Bulgaren werden. Sollte man sich von seiner besten Seite zeigen, dann könnte schon in wenigen Jahren (eventuell 2011) der nächste Traum von Herren-Rennen in Bulgarien wahr werden.

"Für uns könnten die Rennen am Wochenende zu einem echten Meilenstein werden. Vor kurzer Zeit waren wir noch nirgends auf der Skilandkarte. Aber wir haben in den vergangenen Jahren extrem hart gearbeitet und unseren Status verbessert", so Minew.

 

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