Heel sichert sich letzten SuperG
Svindal holt SuperG-Kristall
Die jungen Südtiroler beschließen ihre
erfolgreiche Saison mit 2 Podestplätzen: Werner Heel siegt im letzten
Super-G der Saison 08/09, sein Teamkollege Christof Innerhofer (+ 0,20
Sek) wird Dritter und Peter Fill (+ 0,74 Sek) belegt noch den fünften
Platz. Zwischen die Italiener schiebt sich auf Platz 2 ein
angeschlagener Aksel Svindal (NOR + 0,07 Sek). Er holt sich damit den
Super-G-Weltcupsieg und baut seine Führung im Gesamtweltcup auf Benjamin
Raich (AUT) aus. Svindal: „Wenn ich nach dem Riesenslalom den gleichen
Vorsprung wie jetzt habe, dann passt es.“
Der Österraicher gibt sich aber noch
nicht geschlagen. Er zeigt heute eine hervorragende Leistung und wird
Vierter. Es fehlt ihm nur ein Hundertstel auf Platz 3 und er meint beim
Interview schmunzelnd „dieses Hundertstel hätte er sich sparen können,
der Innerhofer“. Dieses Hundertstel könnte noch Gesamtweltcup
entscheidend werden, denn der Vorsprung von Svindal hat nun die magische
100-Punkte-Marke überschritten. Das heißt übersetzt, Raich müsste im
Slalom gewinnen und Svindal darf dort nicht punkten und Raich muss im
RTL vor Svindal liegen. Die Latte liegt also hoch! Raich: „Aksel ist im
Gesamtweltcup der Top-Favorit. Ich werde aber versuchen, meine Chancen
zu nützen, wenn ich sie bekomme. Ich bin einen sehr guten Lauf gefahren,
war am Limit und bin sehr zufrieden.“
Was hat der Super-G sonst noch
gebracht?
Zwei „Große“ blieben weit hinter ihren Erwartungen. Hermann Maier
verschenkt die Chance auf seine 15. (!) Kristallkugel bereits im
obersten Teil der Strecke. Er erwischt einige Schläge, kann mit Mühe
einen Sturz verhindern und belegt im Ziel Rang 17 und nur Platz 4 in der
Super-G-Wertung. „Ich wollte am Innenski beschleunigen - aber der
Außenski hat plötzlich gegriffen. Ich bin dann voll ins Tor rein, da
steht man in dieser Stelle praktisch. Es zieht sich irrsinnig lang da
vor. Wenn ich noch keine einzige Kugel hätte und dann so etwas - da wäre
die Enttäuschung groß. Aber ich habe ja schon 14 Kristallkugeln. Schade
ist, dass die Entscheidung so weit oben gefallen ist. Wenn der Fehler im
Steilen passiert, dann wäre es nicht so schlimm. Aber im Flachen kann
man nichts machen.“ Aber im ZDF Interview spricht Maier vom weitermachen
….
Für spektakuläre Momente sorgt auch
der Schweizer Didier Cuche, der kurz vor dem Russi-Sprung verkantet und
seitlich zum Absprung kommt. Mit Routine, Kraft und Können kann auch er
einen Sturz verhindern und rettet mit Rang 15 noch einige Weltcuppunkte.
Er kann zwar im RTL voll punkten, der Gesamtweltcup wird aber wohl nur
noch rein rechnerisch für ihn zu erreichen sein.
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: C.
Egger
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
Das letzte
Rennen - WM SUPER G der Herren in Val d'Isere
Didier Cuche ist Super G
Weltmeister
Didier Cuche ist Weltmeister im
Super-G. Der Schweizer bewältigte die schwierige Piste «Face de
Bellevard» in Val d'Isère am schnellsten und siegt vor dem Südtiroler
Peter Fill und dem Norweger Aksel Svindal. Damit feiert der 34-Jährige
seinen ersten WM-Titel überhaupt. Vor elf Jahren hatte er in Nagano
hinter Hermann Maier Olympia-Silber im Super-G geholt und bei der WM
2007 Riesentorlauf-Bronze in Aare gewonnen.
Im Ziel gestand der glückliche Sieger
Didier Cuche: «Es war ein Kampf von oben bis unten. Aber ich konnte mein
Rennen durchziehen. Es hat Spass gemacht!» Nebenbei machte Cuche seinem
Cheftrainer Martin Rufer ein grandioses Geburtstagsgeschenk: Martin
Rufener wurde am Mittwoch 50-jährig.
Peter Fill aus Italien fuhr mit der
Startnummer 26 auf den Silberplatz (0,99 Rückstand), Aksel Svindal aus
Norwegen holte mit gut einer Sekunde Rückstand Bronze. Der Südtiroler
Christof Innerhofer mußte sich mit Rang 4 zufrieden geben.
Peter Fill fuhr erstmals bei
Titelkämpfen auf das Podium, Akel Lund Svindal dagegen hat schon
Erfahrungen mit derartigen Siegerehrungen. Der Norweger, im Dezember
Gewinner des Super-G in Beaver Creek, durfte sich zum bereits vierten
Mal an einer WM Edelmetall umhängen lassen. In Are wurde er Weltmeister
in der Abfahrt und im Riesenslalom, 2005 in Bormio Zweiter in der
Kombination.
Mit Didier Defago der Achter wurde und
Carlo Janka, der bei seinem ersten WM Start als Neunter überzeugte,
klassierten sich zwei weitere Schweizer Rennläufer in den Top 10.
Ambrosi Hoffmann schied bereits im oberen Teil der Strecke aus.
Auf dem steilen, technisch
anspruchsvoll Kurvenkarusell der Face de Bellevarde blieb für Benjamin
Raich als besten ÖSV-Läufer der fünfte Platz. Bronze verpasste der
Tiroler jedoch lediglich um 13 Hundertstel.
Als zweitbester Österreicher fuhr
Klaus Kröll auf Rang zehn. Michael Walchhofer belegte den 13. Platz.
ÖSV-Superstar Hermann Maier landete als Achtzehnter außerhalb der Top 15
und war mit 2,89 Sekunden Rückstand auf Cuche der schlechteste
Österreicher.
Österreich muss damit weiter auf den
ersten Weltmeister in den Speed-Bewerben seit Walchhofer bei der
WM-Abfahrt 2003 in St. Moritz warten.
Stimmen zum Rennen:
Didier Cuche: „Es ist schon ein
Traum, ja. Ich weiss nicht, warum es heute besser lief als bisher in der
Saison. Ich hatte auch zuvor immer wieder etwas riskiert, aber es ist
nie aufgegangen. Ich hatte immer einen Bock oder einen Fehler. Heute
fühlte ich mich aber 100-prozentig wohl. Vor dem Start war ich sehr
nervös, aber während der Fahrt gefiel es mir sehr.“
Peter Fill: „Ich bin nach
meinem Lauf brutal glücklich. Ich habe auf einer tollen Piste alles
riskiert. Es tut mir Leid, dass ich meinen Zimmerkollegen Christof vom
Podium verdrängt habe. Ich habe geglaubt, dass er Zweiter ist und dass
wir beide eine Medaille haben. Erst auf der Anzeigentafel im Ziel habe
ich dann gesehen, dass Svindal hinter Cuche lag. Ich bin mir aber
sicher, dass Christof in der Abfahrt gut abscheiden wird“, so Fill, der
sich im Jahr 2002 bei der Junioren-Weltmeisterschaft Super G-Gold
holte.“
Hochspannung vor
dem letzten
Saisonrennen,
das erst das
fünfte in dieser
Disziplin ist.
Hermann Maier
startet aus der
Poleposition,
theoretisch
haben aber noch
sechs Läufer die
Chance auf die
kleine
Kristallkugel im
Super-G. Maier
liegt mit 231
Zählern vor
Svindal (212),
Defago (210),
Werner Heel (ITA/156),
Kröll (142),
John Kucera
(CAN/138) und
Cuche (136). In
diesem Winter
gelangen noch
keinem zwei
Super-G-Siege.
Blick
zurück: Super G WM 2007 in Are: Patrick Staudacher ist Super G
Weltmeister 2007
Topsensation zum Start der Ski WM 2007. Der
Italiener Patrick Staudacher, der bis dato als bestes Weltcup-Ergebnis
im Super G einen achten Rang zu Buche stehen hatte, ist der neue Super G
Weltmeister 2007! Silber sicherte sich mit einem Rückstand von 32
Hundertstel Sekunden der Österreicher Fritz Strobl, der damit seine
Aufstellung im ÖSV Team mehr als gerechtfertigt hat und seine Aussage,
„Ich bin kein Joker, ich bin ein Ass“ unter beweis stellte. Trotzdem
„haderte“ der Silbermedaillen-Gewinner mit dem Rennen: "Ich hätte nicht
gedacht, dass diese 'zache' Fahrt fürs Podium reicht. Ich hatte zwar ein
fehlerfreies Rennen, aber auch das Gefühl, dass ich noch überall kleine
Reserven hatte. Die Erleichterung ist jetzt groß, denn es hat ja viel
Überzeugungsarbeit gebraucht, dass ich hier zu Recht fahren durfte. Die
Nummernregel war heute sicher ein Nachteil für die Spitzenfahrer, das
ist nicht ganz fair wir Läufern sind nur Marionetten." Den Vorteil einer
niedrigen Startnummer 12 bestätigte auch der Sieger: "Die Nummer war
sicherlich ein Vorteil für mich, die Piste ist nicht besser geworden.
Ich habe das aber auch super ausgenutzt. Ich wäre schon mit einem Platz
unter den Top Sechs zufrieden gewesen. Dass ich jetzt ganz vorne stehe,
das ist unglaublich." Den Kampf um die Bronzemedaille gewann in einem
wahren Hundertstelkrimi der Schweizer Bruno Kernen. Kernen hatte vor dem
10.!!! Plazierten Marco Büchel aus Lichtenstein einen Vorsprung von 7
Hundertstel Sekunden. Neben den zeitgleichen 4. Didier Cuche aus der
Schweiz und dem Österreicher Christoph Gruber ( beide + 0,01) sowie dem
9. Francois Bourque (+0,05) aus Kanada ärgerten sich im Ziel Erik Guay
aus Kanade (6. Platz - +0,03), dessen Teamkollege Jan Hudec (7.Platz -
+0,04) und Österreichs Topstar Hermann Maier (7. Platz - + 0,04) über
die hauchdünn verpaßte Medaille. Mario Scheiber war einer der wenigen
Läufer, die bis zur letzten Zwischenzeit mit Staudacher mithalten
konnten, auf den letzten Fahrsekunden unterliefen dem Osttiroler jedoch
einige Fehler und er fiel auf Rang 11 zurück. "Die Hundertstel habe ich
sicher im unteren Teil liegen lassen. Ich wollte nicht zu rund fahren -
dann hat es mich hinten reingedrückt. Beie einer WM muss einfach alles
passen und das war heute leider nicht der Fall." Viel schlechter lief es
für Titelverteidiger Bode Miller, der nach fehlerhafter Fahrt nicht
einmal unter die Top 20 kam.
1. Patrick Staudacher ITA 1:14,30
2. Fritz Strobl AUT 1:14,62
3. Bruno Kernen SUI 1:14,92
4. Didier Cuche SUI 1:14,93
4. Christoph Gruber AUT 1:14,93
6. Erik Guay CAN 1:14,95
7. Hermann Maier AUT 1:14,96
7. Jan Hudec CAN 1:14,96
Weltcupfinale
2005/06 in Are - SUPER G der HERREN
Miller gewinnt Super-G
Svindal gewinnt Super G Weltcup
Der US-Amerikaner Bode Miller hat den Weltcup-Super-G
im schwedischen Aare gewonnen. Beim Finale der Skirennläufer lag Miller
vor seinem Landsmann Daron Rahlves und dem Norweger Aksel Lund Svindal,
der sich damit auch den Disziplinen-Weltcup sicherte. Der Flachauer
Hermann Maier musste sich mit Platz vier zufrieden geben und verlor am
Ende um zwei Zähler bzw. 9 Hundertstel Sekunden, den Kampf um die kleine
SUPER G Kristallkugel. Aus rot-weiß-roter Sicht war das Rennen aber nicht
nur aufgrund der „maierschen Schlappe“ eine Enttäuschung, auch
mannschaftlich ließen die ÖSV-Fahrer zu wünschen übrig: Erstmals seit März
1996 fand sich kein Österreichischer Läufer auf dem Podest wieder.
Einziger Schweizer im Klassement war der Berner Oberländer Bruno Kernen,
der als 10. sein zweitbestes Saisonergebnis im Super-G realisierte.
Deutsche Teilnehmer waren nicht am Start. Der Super-G in Aare verlangte
den Läufern noch einmal alles ab, auf der selektiven Strecke kam keiner
der 25 Starter fehlerfrei ins Ziel. Nach der Startnummer neun (Miller)
musste sogar der viel zu weite und gefährliche Russi-Sprung abgetragen und
somit entschärft werden. Die Top 10 Rennläufer beim Super G Finale der
Herren in Aare: 1. Bode Miller (USA) 1:27,78. 2. Daron Rahlves (USA) 0,34
zurück. 3. Aksel Lund Svindal (NOR) 0,53. 4. Hermann Maier (AUT) 0,62. 5.
Stephan Görgl (AUT) 0,66. 6. Marco Büchel (LIE) 0,70. 7. Peter Fill (ITA)
1,50. 8. Kjetil André Aamodt (NOR) 1,53. 9. Hannes Reichelt (AUT) 1,57.
10. Bruno Kernen (SUI) 1,60.