Der Österreicher
Klaus Kröll hat
am Freitag
überraschend den
Super G in
Kitzbühel
gewonnen. Der
Steirer lies
sich nicht von
seiner schweren
Handverletzung
behindern und
siegte in
1:12,78 Minuten
vor dem Norweger
Aksel Lund
Svindal (+ 0,22)
und dem
Schweizer
Ambrosi Hoffmann
(+ 0,39).
"Ich kann es noch gar nicht glauben
und weiß nicht, was ich sagen woll. Ich war selbst überrascht, als im
Ziel der Einser aufgeleuchtet ist und konnte es nicht fassen. Ich bin
sehr gut gefahren und habe alles so erwischt, wie ich es mir vorgestellt
habe", meinte Kröll im ORF-Interview zu seinem Überraschungssieg.
"Die Hand hat mir in dieser Hinsicht
vielleicht sogar geholfen, weil ich keinen Druck hatte und keiner mit
mir gerechnet hat", meinte der Steirer zu seiner Handverletzung. "Ich
hätte nie gerechnet, hier zu gewinnen. Aber das ist mein
Lieblings-Super-G und ein Kitzbühel-Sieg ist gleichzustellen mit einem
WM-Titel", war Kröll nach seinem Premieren-Erfolg im 94. Weltcup-Rennen
überglücklich.
Kröll, der mit Startnummer 26 ins
Rennen ging, feierte damit ausgerechnet auf der Streif seinen ersten
Sieg im alpinen Ski-Weltcup und verhinderte ein österreichisches
Debakel, vor allem wenn man bedenkt das Hermann Maier, der zum Erstenmal
in seiner Karriere das Podest bei einem Super G in Kitzbühl verpaßte,
sich als zweitbester ÖSV Fahrer auf Rang 12 plazierte.
Michael Walchhofer wurde 15., Georg
Streitberger reihte sich auf dem 17. Platz ein. Benjamin Raich schied
nach toller Zwischenzeit kurz nach der Hausbergkante aus, Teamkollege
Hannes Reichelt brach seinen Lauf wegen einem stechenden Schmerz im
Sprunggelenk ab.
Vorjahressieger und Sympathieträger
Marco Büchel aus Lichtenstein mußte sich mit dem 10. Rang
zufriedengeben. Bode Miller, der ebenso wie Raich seine Problem an der
Hausbergkante hatte, landete am Ende auf Rang 21.
Aus Schweizersicht konnte man sich
neben dem Podestplatz von Ambrosi Hoffmann über eine geschlossene
Mannschaftsleistung freuen. Mit Didier Cuche (4.) und Didier Défago (6.)
platzierten sich 3 Rennläufer in den Top 10. Silvanz Zurbriggen fuhr auf
einen starken 12. Platz, Tobias Grünenfelder klassierte sich als 17.
Carlo Janka, der gut unterwegs war, schied aus.
Freude und Zufriedenheit auch im Lager
der Südtiroler. Der Kastelruther Peter Fill kam auf den fünften Platz (+
0,55 Sekunden), Christof Innerhofer aus Gais fuhr auf Platz sieben (+
0,58), Werner Heel aus Walten im Passeiertel wurde Achter (+ 0,61), der
Pflerscher Patrick Staudacher Zwölfter (+ 0,79).
Andreas Strodl fuhr als bester
Deutscher auf Platz 25 (+1,20 Sekunden), feierte sein bestes
Saisonergebnis und sammelte erstmals in dieser Saison Weltcup-Punkte -
eine beachtliche Leistung, da er mit der Startnummer 57 von 60 Fahrern
in das Rennen gegangen war. Sein Bruder Peter Strodl belegte den 33.
Platz, Andreas Keppler schied aus.
Das letzte
Rennen - SUPER G der Herren in Gröden
SuperG-Sieg für
Italiener Heel
Werner Heel nutzt die Gunst der Stunde
und seine niedrige Startnummer und fährt mit einer Zeit von 1:35,04 auf
das oberste Podest. Mit einem Rückstand von 0,43 Sekunden ist Didier
Defago (SUI) der einzige aus der Top-Gruppe, der einen Spitzenplatz
schafft. Auf Platz 3 der „Oldie“ aus Schweden, Patrik Järbyn, Rückstand
0,43 Sek.
Stark präsentiert sich wieder das
Schweizer Team: Platz 2 für Defago, Platz 4 für Ambrosi Hoffmann, der
die niedrige Nummer nutzen kann und als 10. noch Didier Cuche. Cuche war
wie alle Top-Läufer von den Bedingungen her benachteiligt. Wind und
schlechte Sicht erschwerten seine Fahrt. Eine weitere Talentprobe gibt
Youngstar Carlo Janka ab, in dem er wieder einmal mit hoher Nummer (50),
in die vorderen Plätze rast. Er wird ex aequo mit dem Österreicher Klaus
Kröll 11.
Nicht Bode Miller, sondern Marco
Sullivan ist auf Platz 5 der beste Amerikaner (+0,52 Sek). Erst an 6.
Stelle finden wir mit Stephan Görgl den besten Österreicher (+0,61). Nur
Platz 9 für den Mann im roten Trikot – Hermann Maier. Maier hatte sich
für den heutigen Super-G viel vorgenommen und die Kurssetzung des
österreichischen Trainers Kriechbaum, wäre wohl auch das seine Gewesen.
Aber auch er verlor den Kampf gegen Wind und Wetter.
Ebenso abgeschlagen ein weiterer
Sieg-Anwärter für heute: Erik Guay (CAN +0,78 Sek) nur auf Platz 7.
Beachtlich der 8. Platz des Italieners Patrick Staudacher. Bei ihm kommt
teilweise wieder leicht die Sonne hervor und mit einer tollen Fahrt kann
er die Bedingungen zu einem Top-Ten-Platz nutzen.
Prominente Opfer der Wetterlotterie
von Gröden sind unter anderem die Weltcupleader Aksel Lund Svindal und
Benni Raich. Raich liegt mit 2 Hundertstel Vorsprung auf Svindal auf
Platz 26. Bode Miller belegt Platz 15.
Morgen folgt in Gröden die Abfahrt und
man kann davon ausgehen, dass große Namen wie Walchhofer (heute 38.!),
Cuche, Miller oder auch Büchel (heute 33.) auf Revanche sinnen!
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: C.
Egger
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
1. Werner Heel
ITA 1:35,04
2. Didier Defago
SUI 1:35,47
3. Patrik Järbyn
SWE 1:35,49
4. Ambrosi
Hoffmann SUI
1:35,51
5. Marco
Sullivan USA
1:35,56
6. Stephan Görgl
AUT 1:35,65
7. Erik Guay CAN
1:35,82
8. Patrick
Staudacher ITA
1:35,84
9. Hermann Maier
AUT 1:35,87
10. Didier Cuche
SUI 1:35,91
"Serientäter" Maier Favorit im
Kitz-Super-G
Kitzbühel im Schock um Daniel
Albrecht, dennoch wird am Freitag die 69. Auflage der Hahnenkamm-Rennen
traditionell mit dem Super-G (11.30 Uhr/live ORF 1) angepfiffen. Das
Thema Super-G ist nicht ohne Hermann Maier zu betrachten. Der Sieger von
24 Weltcup-Super-G blickt in Kitzbühel auf eine einzigartige Serie. Bei
sieben Super-G-Starts hat Maier fünf Mal gewonnen und war zwei Mal
Zweiter.
Was besonders ins Auge sticht ist,
dass Maier in Kitz nach seinem Unfall öfter gewonnen hat als davor. Nur
ein Mal (2002) trat er verletzungsbedingt nicht an. Wenn er dabei war,
war er nie schlechter als Zweiter. Dass dies zu den ganz großen
Erfolgsserien im Sport zählt, liegt auf der Hand. Vergleich mit anderen
Serienhelden überlässt der Salzburger aber anderen.
Nicht nur wegen seiner Kitz-Serie geht
Maier zumindest gemäß Papierform trotz seiner bereits 36 Lenze auf der
Streif als Favorit in den vierten Super-G der Saison. Denn auch seinen
jüngsten Weltcupsieg feierte er im Super-G, als er vergangenen Dezember
in Lake Louise wie aus dem Nichts seinen 54. Weltcupsieg landete. In
Beaver Creek bestätigte er dies mit Platz zwei und selbst Platz neun in
Gröden reichte, um auch in Kitz im roten Trikot des Weltcup-Führenden
anzutreten.
Im Gegensatz zu früher sieht sich
Maier aber am Freitag dennoch nicht als Favorit. Was ein wenig
vielleicht auch damit zu tun hat, dass der Super-G auf der 1.331 m
langen Streifalm-Piste nun von der alten Schneise gestartet wird und
damit der anspruchsvolle Starthang wegfällt. "Entscheidend wird sein,
dass ich alles gut erwische. Wenn du schnell bist, kannst auch Fehler
einbauen. Aber Erwartungen habe ich keine", gab sich Maier
zurückhaltend, gestand aber ein: "Mein Hauptaugenmerk liegt sicher auf
dem Super-G. Gibt es hier ein gutes Ergebnis, ist auch in der Abfahrt
etwas möglich."
Aber natürlich werden in "Teil eins"
der angepeilten Speed-Revanche gegen die Schweiz auch andere Fahrer ein
gewichtiges Wort mitreden. Aksel Lund Svindal aus Norwegen hat in Beaver
Creek gewonnen, der Südtiroler Werner Heel in Gröden. Der Schweizer
Didier Defago, zuletzt Abfahrtssieger in Wengen, war Zweiter in Gröden.
Und auch US-Star Bode Miller geht in Kitz immer besonders aus sich
heraus, was er diesmal auch schon im Abfahrtstraining eindrucksvoll
zeigte.
Das durchwachsene Wetter soll an den
Renntagen der 69. Hahnenkamm-Woche zwar weiterbestehen, für die drei
Rennen erwarten sich die Experten der ZAMG in Innsbruck aber trockene
Perioden.
Regen und Schneefall, so zeigten es
die Wettermodelle am Donnerstagmittag, sollte es höchstens an den späten
Nachmittagen und in der Nacht geben.
Am Freitag wird kräftiger Westwind
dichte Wolken bringen, kündigte die Tiroler Meteorologin Monika Weis an.
Diese sollten aber über den Berggipfel hinwegziehen und die Sicht beim
Super-G nicht beeinträchtigen. Regen und Schneefall bis 1.000 Meter Höhe
sollen frühestens am Nachmittag nach Kitzbühel kommen.
"Die Prognose für Samstag ist
schwierig, da gibt es noch verschiedene Wettermodelle", sagte Weis.
Sie erwartet einen trockenen
Vormittag, die tiefe Bewölkung über der Streif sollte sich schnell
auflösen. Am Nachmittag könnte es erneut schneien. Beim Slalom am
Sonntag wird sich die Restbewölkung schnell auflösen und ab Mittag die
Sonne scheinen.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2007/08:
Büchel gewinnt Super-G in Kitzbühel
"Wenn ich hier abreise, heißt es KitzBÜCHEL“ lies
Marco Büchel augenzwinkernd zu Beginn der Woche verlauten und im ersten
Interview nach dem heutigen Rennen versprach er freudestrahlend wie man
ihn kennt: "Ein Bier für den, der die Ortstafel auf Kitzbüchel
umschreibt. Der Sieg ist ein Traum, das allergrößte für mich. Ich war
unglaublich nervös - vor allem. wie der Hermann gefahren ist. Ein
unglaubliches Kompliment an den Hermann. Mit einem Sieg im Super G habe
ich aber wirklich nicht gerechnet. In den letzten Jahren hatte ich im
Super G einige Probleme. Heute war das Geheimnis sinnlose Attacke. Nein,
im Ernst. Es war schön gesetzt - man musste attackieren."
Der
sympathische Liechtensteiner gewinnt den heutigen Super-G in Kitzbühel
knapp vor einem überraschend starken Hermann Maier (AUT + 0,16 Sek) "Es
ist natürlich super. Es war eine sehr gute Fahrt, ich bin sehr
zufrieden. Es hat Spaß gemacht, ich hab diesen Super G einfach gern. Es
ist schön hier zu fahren, speziell der Mittelteil. Es war vom Nebel her
nicht so schlimm - aber vielleicht nimmt man in meinem Alter ein
bisschen raus. Am Hausberg bin ich's aber nicht optimal gefahren, da
nimmt man den Schwung nicht so gut mit. Aber es war eine super Fahrt.
Ich hab es da runter einfach sehr gern. Ich kann hier meine Technik sehr
gut ausspielen."
Auf Platz 3 ex aequo der Favorit aus den
Abfahrtstrainings Didier Cuche (SUI + 0,33 Sek.) und der Österreicher
Mario Scheiber, dessen Leistung nach seiner Verletzung und angesichts
seiner starken Verkühlung um so höher einzuschätzen ist.
Das Podest war
mit Ausnahme von Scheiber (24) eines der ältesten der Geschichte,
bringen es Büchel (36), Maier (35) und Cuche (33) doch zusammen auf 104
Jahre.
Auf Platz 5 reihte sich der Kanadier John Kucera (+0,43 Sek) vor
seinem Teamkollegen Robbie Dixon ein, der mit Startnummer 43 die Top 10
noch einmal gründlich durcheinander wirbelte. „Nur“ auf Rang 7
Weltcupleader Benjamin Raich (+0,59 Sek) aus Österreich – er hätte sich
hier in Kitz vielleicht etwas mehr erwartet. "Es war okay, ich hab einen
sauberen Lauf gemacht. Die letzte Konsequenz hat vielleicht ein bisserl
gefehlt - daher Rang sieben. Speziell im Lärchenschuss würde ich jetzt
die Linie etwas direkter wählen."
Mit Startnummer 29 fuhr der Italiener
Christof Innerhofer noch auf Platz 8 (+0,65 Sek), gefolgt von seinem
Landsmann Peter Fill (+0,72). Die Top 10 komplettierte Marco Sullivan
aus den USA der als 49. Starter mit dieser Plazierung die sehr gute
Arbeit der Pistenarbeiter unter Beweis stellte.
Mitfavorit Bode Miller
(USA +0,79 Sek), der im oberen Teil bei einem Schwungansatz einen seiner
vielkritisierten Schläge erwischte, wurde weit abgetragen und hatte
damit eine Chance auf einen Spitzenplatz verspielt. Er mußte sich mit
Rang 12 begnügen und konnte im Kampf um den Gesamtweltcup keine Punkte
gutmachen.
Entgegen Miller´s Aussagen, die Piste wäre so schlecht, dass
sich die weltbesten Läufer hier nicht messen könnten, gibt es heute ein
Podium der Weltklasse-Speedläufer. Wir gratulieren den Podestfahrern
recht herzlich zur Kitzgams, die sie heute Abend bei der Siegerehrung im
Zielgelände – umrahmt von der üblichen gigantischen Kitzbüheler
Fankulisse – entgegen nehmen werden!
Ein Wort noch zur Piste: trotz
schwierigster Wetterbedingungen ist es den Pistenarbeitern gelungen,
eine rennfähige Strecke zu bieten – großes Kompliment dafür!
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
1. Marco Büchel LIE 1:15,44
2. Hermann Maier AUT 1:15,60
3. Mario Scheiber AUT 1:15,77
. Didier Cuche SUI 1:15,77
5. John Kucera CAN 1:15,87
6. Robbie Dixon CAN 1:15,93
7. Benjamin Raich AUT 1:16,03
8. Christof Innerhofer ITA 1:16,09
9. Peter Fill ITA 1:16,16
10. Marco Sullivan USA 1:16,17
BLICK
ZURÜCK SAISON 2005/06: Maier kämmt den Hahn am schnellsten
Hermann Maier beweist mit Startnummer 29, dass die
Piste noch Bestzeiten zulässt und gewinnt den Super-G von Kitzbühel in
einer Zeit von 1.22,05. "Ich bin fast ein bisschen gerührt, ein Sieg hier
ist etwas besonderes. Ich weiß selbst nicht genau, wie es gelungen ist.
Mein Zielsprung war so lang, dass ich in der Luft schon einen Jauchzer
gelassen habe. Der Jubel der Fans war fantastisch!" so Maiers erste Worte
im Ziel. Knappe 5 Hundertstel dahinter völlig überraschend der Südtiroler
Peter Fill, der die Gunst seiner niederen Nummer 7 bestens nützen konnte.
Dahinter bereits die nächsten Österreicher, die bei ihrem Heimrennen
natürlich top motiviert sind: mit Platz 3 und 4 dürften sich Hannes
Reichelt (AUT +0,28) und Stephan Görgl (AUT +0,40) für die raren
Olympiatickets empfehlen. Besonders der Österreicher Klaus Kröll zeigt,
was in der Piste noch drin ist: Platz 5 mit Startnummer 34 und nur 0,47
Sekunden Rückstand! Nur Platz 6 für Daron Rahlves (USA +0,49) auf seiner
Lieblingsstrecke, doch er hat morgen noch die Chance, ein letztes Mal in
seiner Karriere den Hahnekamm mit Bestzeit zu bezwingen. 7. Fritz Strobl (AUT
+0,51), 8. Ambrosi Hoffmann (SUI +0,54), 9. Patrick Järbyn (SWE +0,55),
10. Konrad Hari (SUI +0,56), 11. ex aequo Bruno Kernen (SUI) und Bjarne
Solbakken (NOR), beide 0,59 Sekunden zurück. Aus Österreichischer Sicht
enttäuschen leider Michael Walchhofer und Benni Raich, die nicht nur wegen
ihrer hohen Nummer sondern vor allem durch Eigenfehler im Classement weit
zurückfallen. Wieder nicht im Ziel: Bode Miller ...
Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria:
C. Egger
Fill, Maier, Reichelt - Das Siegerbild nach dem SUPER G in Kitzbühel
"Ich bin fast ein bisschen gerührt, ein Sieg hier ist etwas besonderes."
Der Südtiroler Peter Fill - die große Überraschung am Freitag
Hannes Reichelt - ohne Fehler hätte ein Traum wahr werden können
Stephan Görgl - die Hoffnung auf ein Olympiaticket lebt weiter
Der
Blick zurück - Saison 2004/05 Hermann
Maier gewinnt Super G von Kitz
Der Herminator ist
zurück ! Hermann Maier gewinnt zum vierten Mal den SUPER G von Kitzbühel
und feiert seinen 48. Weltcupsieg überhaupt ! Maier war zum letzten Mal
im März 2004 im Super-G von Sestriere erfolgreich. "Ich habe selber
gewusst, dass heute ein Hermann-Maier-Tag ist. 2003 waren die Emotionen
aber noch viel intensiver. Aber der heutige Sieg ist auch etwas ganz
besonderes. Ich habe mir das Rennen ideal eingeteilt. Es ist schwierig,
wenn man mit der Nummer 30 Bestzeit fahren muss. Da muss man mit Herz und
Hirn fahren.", erklärte der "Herminator", der den 21.
Super-G-Sieg seiner Karriere feierte. Im Duell der Hunderstel Sekunden
muss sich der US Amerikaner Daron Rahlves um 2/100 geschlagen geben. Der
Dritte auf dem Stockerl kommt mit Fritz Strobl ebenfalls aus Österreich.
Nach dem letzten Speed-Rennen vor Bormio zeichnet sich nun auch im Super-G,
dem ersten WM-Bewerb bereits am kommenden Samstag, eine knifflige
Aufstellungsentscheidung im ÖSV-Team ab. Maier und Michael Walchhofer, am
Montag nur Elfter, dürften fix gesetzt sein, die Anwärter auf die
restlichen zwei Plätze sind Fritz Strobl, Benjamin Raich (Siebenter in
Kitz) und Stephan Görgl (Neunter). Der Schweizer Didier Défago verpasste
als Vierter das Podest nur um neun Hundertstel Sekunden. Der Walliser
lieferte seine mit Abstand beste Leistung in der jüngsten alpinen
Disziplin seit über zwei Jahren ab. Teamkollege Tobias Grünenfelder
deutete mit Platz 10 ebenfalls an, dass seine Form im Hinblick auf den
WM-Super-G stimmt. Drittbester Schweizer war Konrad Hari. Der Adelbodner,
der sich mit einer Klassierung in den ersten 15 das WM-Ticket hätte
sichern können, belegte Platz 20. Hinter den Erwartungen blieben Ambrosi
Hoffmann und Bruno Kernen, der sogar die Weltcup-Punkte verpasste. Hermann
Maier übernahm mit seinem neuesten Erfolg auch die Führung in der
Super-G-Wertung von Bode Miller. Der Amerikaner belegte in Kitzbühel
Platz 5. Bester Südtiroler und Azzurro wurde der Kastelruther Peter Fill
( +1,06 Sekunden), der auf den zwölften Rang kam. Michael Gufler aus
Pfelders belegte Platz 22 (+1,73 Sekunden), Werner Heel (Walten in
Passeier) folgte einen Platz dahinter mit einem Rückstand von 1,84
Sekunden auf Hermann Maier. Der Pflerscher Patrick Staudacher wurde 28.
DSV Skirennfahrer Andreas Ertl hat mit dem 24. Platz doch noch die
Nominierung für die Ski-WM in Bormio geschafft. Der 29-Jährige soll bei
den Titelkämpfen im Super-G und Riesenslalom für Deutschland zum Einsatz
kommen. "Ich freue mich, habe aber auch nicht zwanghaft darauf
hingearbeitet", sagte Ertl über die Nominierung. Damit ist
Kitzbühel 2005 doch noch mit zwei Rennen über die Bühne gegangen, mit
Manfred Pranger im Slalom und Maier durften die rot-weiß-roten Fans zwei
Mal über ÖSV-Erfolge jubeln. Der Einsatz der Pistenarbeiter, die rund um
die Uhr im Einsatz waren, wurde belohnt. "Wir mussten großen Einsatz
vollbringen, aber es hat sich gelohnt", meinte der scheidende
Kitzbüheler Rennleiter Toni Sailer. Die Top 10 Rennläufer beim SUPER G
in Kitzbühel: 1. Hermann Maier (AUT) 1:22,39. 2. Daron Rahlves (USA) 0,02
zurück. 3. Fritz Strobl (AUT) 0,54. 4. Didier Défago (SUI) 0,63. 5.
Aksel Lund Svindal (NOR) und Bode Miller (USA) 0,67. 7. Benjamin Raich
(AUT) 0,71. 8. Kjetil Andre Aamodt (NOR) 0,74. 9. Stephan Görgl (AUT)
0,78. 10. Tobias Grünenfelder (SUI) 0,96.
1.
Hermann Maier
2.
Daron Rahlves
3.
Fritz Strobl
4.
Didier Défago
5.
Aksel Lund Svindal
5.
Bode Miller (USA)
7.
Benjamin Raich
8.
Kjetil Andre Aamodt
Der
Blick zurück - Saison 2003/04 US Amerikaner Rahlves
verhindert Österreicher Party !
"Herminator" Maier um drei Hundertstel geschlagen
Der Amerikaner Daron
Rahlves (1:23,08 Minuten) hat den Super-G im österreichischen Kitzbühel
gewonnen und die Dominanz der ÖSV-Läufer gebrochen. In der Abfahrt
fehlte Eberharter ein Hundertstel zum Sieg - heute waren es drei
Hundertstel, die Maier (1:23,11 Minuten) zum vierten Sieg im
Kitzbühel-Super-G fehlen! Wie gestern gewann ein Läufer, der eine
niedrige Nummer wählte - Österreichs Asse hatten mit den Nummern 29 und
30 sicher nicht mehr die besten Bedingungen. Rahlves gewann den Super-G
hauchdünn vor Hermann Maier, auf den Rängen drei und vier landeten
Michael Walchhofer (+0.39) und Andreas Schifferer (+0.44). Der Norweger
Lasse Kjus (+0,53) baute mit Rang fünf seine Führung im Gesamtweltcup
auf den Tiroler Benjamin Raich weiter aus. Mit seinem heutigen zweiten
Platz baut Hermann Maier seine Führung im Super-G-Weltcup aus. Er führt
nun fast 100 Punkte vor Lasse Kjus. Der Kurs in Richtung kleine
Kristallkugel stimmt also. Mit dem Oberösterreicher Hannes Trinkl (+0,64)
als Sechstem und Stephan Eberharter (+1,01) als Neuntem kamen insgesamt
fünf Österreicher in die Top Ten. Die Schweizer sorgten mit vier Fahrern
unter den besten 13 für das beste Mannschaftsergebnis des ganzen Winters.
Schnellster der Schweizer Speed-Truppe war wiederum der Sechste der
gestrigen Abfahrt, Ambrosi Hoffmann. Der Davoser wurde Siebter vor Didier
Cuche auf Platz 8, Paul Accola auf Platz 10 und Tobias Grünenfelder auf
Platz 13. Die deutschen Fahrer enttäuschten. Stefan Stankalla (1:25,53)
und Florian Eckert (1:26,25) landeten weit abgeschlagen im Hinterfeld.1994
gewann Tommy Moe als bisher letzter Amerikaner einen Super G im Weltcup.
Für Rahlves ist es der erste Weltcup-Sieg in einem Super G - bisher war
er im Weltcup noch nie auf dem Podium. Seine Stunde schlug dafür bei der
WM 2001, als er Maier den Weltmeistertitel wegschnappte! Und auch heute
verhindert er einen Maier-Sieg!
Platz 1: Daron
Rahlves
Platz 2: Hermann Maier
Platz 3:
Michael Walchhofer
Platz 4: Andreas Schifferer
Platz 5: Lasse Kjus
Platz 6: Hannes Trinkl
Der
Blick zurück - Saison 2002/03 Hermann Maier gewinnt
SUPER G in Kitzbühl !
Fünffacher Erfolg der
Österreichischen Rennläufer. Der Mann des Tages heißt jedoch ohne jede
Frage Hermann Maier. Der 30 jährige Flachauer schreibt an diesem Montag
Sportgeschichte. Der Herminator feierte seinen 42. Weltcupsieg und den
ersten Super G nach seinem Comeback!!! Mit diesem Sieg wischt der
Flachauer alle Diskussionen um eine Nominierung für die WM in St. Moritz
vom Tisch. Maier im Interview: "Ich weiß nicht, was ich sagen soll.
Ich bin überrascht, dass es so schnell funktionieren kann. Ich war direkt
gerührt - das war sicher der schönste Sieg! Ich kann das vergleichen mit
den WM-Titeln und Olympiasiegen. Nach dem Unfall hat es wirklich schlecht
ausgeschaut und jetzt das! Ich war bereits zufrieden, wie ich im Ziel war.
Dann ist der Steff gekommen und war oben vorne. Da war ich mit Platz zwei
zufrieden. Aber ein Sieg ist natürlich umso schöner! Ich möchte jetzt
keine Personen nennen, die mir beim Comeback geholfen haben. Aber ein Dank
an alle, die zu mir gehalten haben. Die Reaktionen der Teamkollegen waren
überwältigend!" Die weiteren Plätze auf dem "Stockerl"
sicherten sich seine Teamkollegen Christoph Gruber und Stephan Eberharter.
Auf den Rängen 4 bis 10 folgten: Andreas Schifferer (AUT), Hans Knauß
(AUT), Didier Cuche (SUI), Fritz Strobl (AUT), Hannes Reichelt (AUT),
Kjetil Andre Aamodt (NOR) und Hannes Trinkl (AUT). Das DSV Team kann sich
über einen tollen 16. Platz von Stefan Stankalla freuen.
Pressestimmen zum
Maier-Triumph
Bild: "Sensation
beim Super-G in Kitzbühel. Monster Maier: Erster Sieg mit diesem
Nagel im Bein."
Die Welt: "Ein
menschliches Märchen."
Der Tagesspiegel:
"Dieses Comeback des Jahrhunderts ist zwar erst zwei Jahre alt,
doch es wird in den nächsten 98 Jahren nicht einfach, seine
Leistung zu übertreffen. Die Tennis-Legende Martina Navratilova
hätte eine Chance, wenn sie in einem Grand-Slam-Finale Serena
Williams schlagen würde. Auch der 39-jährige Michael Jordan
könnte es schaffen, wenn er in einem NBA-Finale mit dem
Durchschnittsteam Washington Wizards die Los Angeles Lakers besiegen
würde. Und Maradona müsste 30 Kilo abnehmen und Argentinien bei
der WM 2006 zum Titel schießen, um Ähnliches zu erreichen. Es war
schon immer schwer, den richtigen Superlativ für Hermann Maier zu
finden."
Frankfurter
Allgemeine Zeitung:
"Außergewöhnliche Leistungen führen oft zu
außergewöhnlichen Wortschöpfungen, zu Superlativen und nicht
selten zu Übertreibungen. Aber für das, was Maier am Montag
vollbracht hat, ist wohl jedes noch so blumige Wort untertrieben.
Dieser Sieg ist mit keinem seiner 41 vorangegangenen zu vergleichen,
wohl nicht einmal mit dem beim olympischen Super-G von Nagano 1998,
drei Tage nach seinem kapitalen Sturz in der Abfahrt."
"Züricher
Blick": "Maier-Wahnsinn.
In 13 Tagen auf Platz eins. Und im Ziel weinte der Herminator. In
St. Moritz freut man sich jedenfalls auf das 'Weltwunder': Maier ist
beim ersten WM-Rennen am Start!"
Kommentar in
Dolomiten:
"Gestern wusste ich vor dem Fernseher nicht mehr so recht, ob
ich ein Skirennen sah oder einen Film. In Kitzbühel schneite es,
ein paar verwegene Burschen stürzten sich im Blindflug die
Hausbergkante hinunter, und Hermann Maier war der Schnellste von
ihnen. Wer Maier kennt, der hätte nie gedacht, ihn jemals bei einem
Skirennen so zu sehen, mit Tränen in den Augen. Ihn, den 'Herminator',
den härtesten Burschen, der je im Skiweltcup aufgetaucht ist. Am
Wochenende war 'Terminator' Arnold Schwarzenegger zu Besuch in
Kitzbühel. Doch nicht Schwarzeneggers Auftritt war filmreif,
sondern jener von Maier, dem eisenharten Mann, der wieder einmal
mutiger war als die anderen und trotzdem weinte. Ein Fall für
Hollywood."
Der
Blick zurück - Saison 2001/02 Kitzbühel,
18.01.2002
Eberharter
gewinnt SUPER G in Kitzbühel
Fattori überrascht mit Platz 2
Einfach nicht zuschlagen: Stephan
Eberharter (AUT)
Stephan Eberharter (AUT)
gewinnt mit einem grandiosen Lauf den Super G von Kitzbühel. Auf Rang zwei sorgte der
Italiener Alessandro Fattori (Rückstand 41 Hundertstel Sekunden) für eine kleine
Überraschung. Den 3. Platz auf dem "Stockerl" konnte sich Didier Cuche (87
Hundertstel Sekunden) aus der Schweiz sichern. Auf den Rängen 4 bis 6 folgen: Daron
Rahlves (USA), Lasse Kjus (NOR) und Christoph Gruber (AUT). Für den DSV war kein Läufer
am Start.