Sandrine Aubert gewann völlig
überraschen den Slalom der Damen auf dem Ofterschwanger Horn und konnte
sich über den ersten Weltcupsieg in ihrer Karriere freuen. Die Französin
war zuvor noch nie auf einem Weltcup Siegespodest gestanden.
Eine Premiere auf dem Stockerl feierte
auch die zweitplazierte Frida Hansdotter (+0,43) aus Schweden. Dritte
wurde die Österreicherin Nicole Hosp die im Finaldurchgang vom 10
Zwischenrang noch auf das „Stockerl“ fuhr und sich so nach ihrer
schweren Verletzung in Zagreb eindrucksvoll im Skiweltcup
zurückgemeldet..
Da die zur Halbzeit in Führung
liegende US Amerikanerin Lindsey Vonn. mit dem Sieg vor Augen ausschied,
sicherte sich Maria Riesch, die das Rennen auf Rang 5 beendete,
vorzeitig die Slalom Weltcupkugel. Vor 33 Jahren hatte Rosi Mittermaier
letztmals die Disziplinenkugel im Torlauf nach Deutschlang geholt.
Das gleiche Schicksal wie Vonn ereilte
auch Kathrin Zettel, die nach dem 1. Durchgang auf Rang zwei lag, dann
jedoch nach einem Torfehler im Finale ausschied.
Mit Alexandra Daum zeigt eine junge
Österreicherin auf. Die 22-Jährige fuhr im Finale Laufbestzeit und
erreichte als Elfte ihr bestes Karriere-Ergebnis.
Der Deutsche Skiverband (DSV)
überzeugte beim Slalom durch eine überragende Mannschaftsleistung.
Sieben Läuferinnen erreichten den zweiten Durchgang und damit die
Punkteränge. Zweitbeste Starterin war Susanne Riesch als Sechste einen
Rang hinter ihrer Schwester.
Die weiteren Platzierungen: Fanny
Chmelar vom SC Partenkirchen wurde Zehnte, Nina Perner feierte mit Platz
14 das beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere. Riesenslalom-Weltmeisterin
Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) wurde 16., Monika Bergmann 18. und Talent
Christina Geiger aus Oberstdorf kam als 22. an. Katharina Dürr (3,34
Sekunden zurück), Barbara Wirth (3,78) und Marianne Mair (4,11)
verpassten dagegen einen Top 30-Platz.
Denise Feierabend belegte als beste
Schweizerin den 15. Platz. Die WM-Sechste von Val d'Isère und
frischgebackene Junioren-Weltmeisterin war zuvor im Weltcup erst einmal,
im letzten November als 13. in Levi, besser klassiert. Auch Sandra Gini
(24.) und Rabea Grand (25.) holten Weltcup-Punkte.
In der Weltcup-Gesamtwertung hat
Riesch 4 Rennen vor Saisonende einen Rückstand von 369 Punkten auf Vonn.
Durch den Ausfall vergab die US Amerikanerin heute die Chance, sich den
Gesamtweltcup bereits vorzeitig zu sichern.
Die US Amerikanerin Lindesey Vonn
führt nach dem 1. Durchgang beim Slalom der Damen auf dem Ofterschwanger
Horn und ist damit auf dem besten Weg bereits heute die Wertung im
Gesamtweltcup für sich zu entscheiden.
Vonn meisterte den 1. Lauf, bei
dichtem Schneefall, in einer Zeit von 53.43 Sekunden. Am nächsten, mit
einem hauchdünnen Rückstand von 9 Hundertstel Sekunden, kam ihr die
Siegerin des gestrigen Riesenslalom, Kathrin Zettel aus
Niederösterreich.
Aber auch die Französin, Sandrine
Aubert kann heute von ihrem ersten Weltcup Slalomsieg träumen. 11
Hundertstel Sekunden fehlen ihr auf die Führende.
Auf den Plätzen 4 und 5 positionierten
sich mit Anja Pärson (+0,37) und Frida Hansdotter (+0,44) zwei
schwedische Rennläuferinnen, welchen der Sprung auf das Podest jederzeit
zuzutrauen wäre.
Slalomweltmeisterin und Torlauf
Seriensiegerin Maria Riesch (+0,59) aus Garmisch Partenkirchen mußte
sich nach dem 1. Durchgang mit Rang 6 begnügen. Ihr Ziel ist der Gewinn
der kleinen Slalomweltcupkugel dafür würde heute ein 3. Rang reichen auf
welchen Sie einen Zeitrückstand von 48 Hundertstel Sekunden aufweist.
Ihre jüngere Schwester, Susanne Riesch
(+0,98), die mit der hohen Startnummer 21 und bei schlechteren
Pistenverhältnissen ins Rennen ging, plazierte sich hinter Sarka
Zahrobska (+0,84) aus Tschechien und der Schwedin Maria Pietilae-Holmer
(+0,97), auf einem ausgezeichneten 9. Rang.
Die Top 10 komplettiert die
österreichische Weltklassefahrerin Nicole Hosp, die nach ihrer
Verletzung langsam aber sicher wieder zur alten Form zurückfindet.
Der Finaldurchgang auf dem
Ofterschwanger Horn wird um 13.00 Uhr gestartet.
Das letzte
Rennen - WM Slalom Damen in Val d'Isere
Maria Riesch
Slalomweltmeisterin
2009
Maria Riesch holt bei der WM in Val
d'Isere Gold im Slalom. Damit hat nach 33 Jahren (1976 war Rosi
Mittermaiers Olympiasieg in Innsbruck auch als WM-Titel gewertet worden)
erstmals wieder eine deutsche Skifahrerin den Weltmeistertitel im Slalom
geholt. Die Deutsche, nach Durchgang eins noch auf Rang sechs,
triumphiert vor Titelverteidigerin Sarka Zahrobksa aus der Tschechei und
der Finnin Tanja Poutiainen.
Die vierfache Slalom-Saisonsiegerin
sicherte den DSV-Damen damit die 2. Goldmedaille und war danach
überglücklich: "Wahnsinn, ich hätte es selber nicht mehr für möglich
gehalten. Ich bin Weltmeisterin, das ist der Hammer", sagte die
24-Jährige. "Ich habe gewusst, dass der Druck im Slalom riesengroß sein
würde. Alle haben gehofft, dass ich eine Medaille hole - auch ich
selber", meinte sie.
Riesch hat vier der sieben
Saisonslaloms gewonnen, war einmal Zweite und einmal Dritte geworden.
"Es hat selten so eine verdiente Weltmeisterin gegeben wie sie", sagte
Cheftrainer Mathias Berthold, der vor dem entscheidenden Lauf nicht zu
optimistisch war: "Als ich den zweiten Durchgang besichtigt hatte, habe
ich gesagt, um Gottes Willen, was für ein schwerer Lauf."
Riesch profitierte aber auch von den
Ausfällen der drei Führenden nach dem ersten Lauf: Sandrine Aubert aus
Frankreich, Lindsey Vonn aus den USA und Manuela Mölgg aus Italien. Vonn
vergab damit die Chance auf das dritte WM-Gold nach Abfahrt und Super-G.
Die Italienerin Mölgg hatte vor ihrem Ausscheiden bei der letzten
Zwischenzeit noch einen Vorsprung von drei Zehntel vor Riesch.
Auch ansonsten konnte man beim DSV mit
dem Finaldurchgang sehr zufrieden sein. Die Partenkirchenerin Fanny
Chmelar wurde Achte, Kathrin Hölzl aus Bischofswiesen kam auf Platz 18.
Für die Südtirolerin Denise Karbon war
auch der Slalom äußerst bitter. Wie schon im Riesentorlauf reichte es
für die Kastelrutherin letztendlich nur zu Platz vier. Karbon fehlte nur
ein Hundertstel für die Bronzemedaille. Teamkollegin Nicole Gius wurde
sehr gute Fünfte.
Für einen Lichtblick im Schweizer Team
sorgte Denise Feierabend. Die erst 19-Jährige verbesserte sich mit einer
aggressiven Fahrt von Platz 13 noch auf den ausgezeichneten sechsten
Schlussrang. Am Ende fehlten sechs Zehntel auf Bronze. Mit Aline Bonjour
klassierte sich im zehnten Rang eine zweite Schweizerin in den Top ten.
Für die ÖSV-Damen setzt es ein
Debakel. Die Medaillenhoffnungen Zettel und Kirchgasser schieden im 1.
Durchgang beim exakt selben Tor aus, Görgl und Fenninger verpassten das
Finale. Die verletzungsbedingten Ausfälle der Leaderinnen Nicole Hosp
und Marlies Schild wogen zu schwer.
Im Gegensatz zum Riesentorlauf scheint
im Slalom am Samstag (10.00 und 13.00 Uhr) eine Vorentscheidung
zugunsten der deutschen Gastgeber programmiert: Weltmeisterin Maria
Riesch geht mit komfortablen 140 Punkten Vorsprung auf ihre Freundin
Vonn in den vorletzten Torlauf der Saison.
Es ist auch gut möglich, dass die
beiden in Ofterschwang gemeinsam feiern werden, falls die 24-Jährige,
die in der Gesamtwertung schon einen Vorsprung von 414 Punkten auf die
zweitplatzierte Deutsche hat, vor den vier letzten Saisonrennen beim
Weltcup-Finale in Aare (11. bis 15. März) bereits mehr als 400 Zähler
Vorsprung aufweisen sollte.
"Trotzdem werde ich nicht auf Punkte
fahren, sondern voll angreifen, um zu gewinnen", betonte Vonn.
Für Riesch ist die große Kristallkugel
bereits vergeben. "An die Gesamtwertung denke ich überhaupt nicht mehr.
Ich konzentriere mich ganz auf den Gewinn der Slalom-Wertung", sagte die
Bayerin.
BLICK
ZURÜCK Saison 2007/08: Schild gewinnt Slalom in
Ofterschwang
Marlies Schild hat am Sonntag den Slalom in
Ofterschwang gewonnen. Für Schild war es der insgesamt 19. Erfolg im
Weltcup. Kurz musste die Salzburgerin im zweiten Durchgang nach einem
Fahrfehler im oberen Abschnitt zittern, fand aber dann ihren Rhythmus
wieder und brachte ihren deutlichen Vorsprung aus dem ersten Lauf dann
auch sicher ins Ziel. Die zweitplatzierte Schwedin Therese Borssen
distanzierte sie immerhin noch um 0,42 Sekunden. Auf Platz drei kam die
Österreicherin Nicole Hosp (0,51), die sich mit Laufbestzeit im zweiten
Durchgang noch von Rang sieben auf das Podest vorkämpfte.
Wenn Marlies Schild in diesem Winter im Slalom das
Ziel erreichte, stand sie jeweils auf dem Podest. Auf der Reiteralm (AUT),
in Panorama (CAN) und in Spindlermühle (TCH) gewann die 26-jährige
Salzburgerin, zuletzt in Maribor belegte sie den 3. Rang. In Aspen
(USA/Siegerin Nicole Hosp) und Lienz (AUT/Chiara Costazza) schied sie
aus.
Kathrin Zettel kam über Platz zwölf nicht hinaus.
Die restlichen Österreicherinnen konnten sich nicht für den zweiten Lauf
qualifizieren.
Verhaltene Freude gab es im deutschen Lager, denn
neben Riesch konnte sich auch Monika Bergmann als Neunte unter den
Top-Ten platzieren. Die Rennläuferin aus Lam fuhr damit ihr bestes
Saisonergebnis ein. Kathrin Hölzl (Bischofswiesen), Fanny Chmelar
(Partenkirchen) und Carolin Fernsebner (Ramsau) landeten auf den Rängen
15, 18 und 21 und kamen zu Weltcup-Punkten. Frauen-Cheftrainer Mathias
Berthold haderte mit seinen Mädels: "Sie sind einfach nicht schnell
genug Ski gefahren. Sie haben sich in den Top 20 etabliert, aber ein
Ausreißer nach oben wäre schon einmal schön gewesen."
Die Ehre der Schweizer Technikerinnen rettete
Sandra Gini: Die bald 26-jährige Bündnerin wurde Neunte und konnte sich
zum zweiten Mal in Folge in den Top 10 klassieren. Für Gini wars das
zweitbeste Ergebnis im Weltcup nach dem 6. Rang von vor zwei Wochen in
Maribor.
Im Slalomweltcup hat Schild mit ihrem Sieg
aufgeholt und liegt nur noch fünf Punkte hinter Hosp. "Die Kugel ist
sicher ein Ziel. Niki ist sehr hartnäckig, aber ich werde versuchen, ihr
noch ordentlich zuzusetzen."
Obwohl Hosp am Samstag bei über einer Sekunde
Vorsprung den Sieg im Riesentorlauf vergeben hatte, war die Tirolerin
mit den Plätzen zwei und drei und damit 140 Weltcup-Punkten die große
Siegerin des Wochenendes im Allgäu. Vor allem am Sonntag lief es fast
optimal für die Weltcup-Titelverteidigerin, weil neben Julia Mancuso und
Anja Pärson mit Lindsey Vonn (USA) auch ihre erste Verfolgerin im Slalom
ausfiel. Hosp hingegen fuhr von Platz sieben noch auf das Slalom-Podest
und knöpfte Vonn damit über das Wochenende 100 Punkte ab. Betrug ihr
Vorsprung vor dem Wochenende nur 26 Punkte, sind es nach 23 von 38
Einzelrennen nun wieder 126.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2005/06: Janica
Kostelic gewinnt Slalom von Ofternschwang
Janica Kostelic feierte nach Siegen in Abfahrt, Super
G, Kombination und Riesenslalom heute ihren ersten Saisonsieg im Slalom
und hat damit erst als zweite Dame der Weltcup-Geschichte in einer Saison
alle fünf Disziplinen gewonnen! Im Schatten der Kroatin überzeugen die
ÖSV-Damen. Zettel als Zweite und Schild als Dritte stehen neuerlich am
Podest - Michaela Kirchgasser darf als Vierte über ihr bestes Ergebnis
jubeln. Pech für Niki Hosp, sie scheidet auf dem Weg zu einem Top-Platz
nach einem Torfehler aus. Für einen Lichtblick beim DSV sorgt Annemarie
Gerg als Fünfte. Die zur Halbzeitführende Anja Pärson war bei der
Zwischenzeit noch hauchdünn voran - aber dann ein kurzer Verschneider und
das Aus nach einem Torfehler. Die Schwedin konnte in den Riesenslaloms von
Ofterschwang Boden gut machen. Aber im Slalom rückt Janica Kostelic die
Verhältnisse wieder zu Recht und baute den Vorsprung wieder auf 261 Punkte
aus. Im Slalom-Weltcup hat Janica Kostelic mit ihrem ersten Saisonsieg nun
die alleinige Führung übernommen. Marlies Schild ist mit 40 Punkten
Rückstand erste Verfolgerin. Zettel liegt als Dritte bereist 150 Punkte
zurück. Nun steht alles im Zeichen der fünf Ringe. Erste
Damen-Entscheidung ist am 15. Februar die Damen-Abfahrt.