Mit einer taktischen Meisterleistung
gewann Maria Riesch den Kampf auf dem Bärenberg von Zagreb gegen die
unglücklich agierende US Amerikanerin Lindesey Vonn und holt sich mit
dem dritten Slalom Sieg in Folge nach dem roten Trikot der
Slalomweltcupführenden auch das rote „Leiberl“ der
Gesamtweltcupführenden.
„Ich habe mich im zweiten Durchgang
nicht mehr wohl gefühlt, es war ein Kampf auf einer schwierigen Piste.
Es tut mir sehr leid für Lindsey. Ich hätte sie heute niemals
geschlagen, wenn sie nicht ausgefallen wäre“, sagte die 24-Jährige. Dank
Vonns Patzer hat Riesch als erste Deutsche seit Martina Ertl 1998 im
Riesenslalom wieder drei Rennen in Folge in einer Disziplin gewonnen.
110 Punkte Vorsprung auf Vonn in der Disziplinwertung sind der Lohn. Im
Gesamtweltcup liegt sie 73 Zähler vor Tanja Poutiainen (Finnland) und 77
vor ihrer auf Rang drei zurückgefallenen Freundin Lindsey.
„Dieser Vorsprung ist alles andere als
beruhigend. Es wird ein ganz harter Kampf zwischen Lindsey und mir bis
zum letzten Rennen“, sagte Riesch.
Highnoon am Bärenberg – Es ging um
viel – Maria Riesch wollte das Rote Trikot im Slalomweltcup verteidigen,
griff nach dem Roten Trikot der Gesamtweltcupführenden und nebenbei noch
nach 60.000 Euro Siegprämie.
Die nach dem 1.Lauf auf Rang 3
plazierte Veronika Zuzulova wurde ein Opfer der immer schwerer
befahrenen eisigen Piste. Nach einem Fahrfehler schied sie kopfüber aus.
Sarka Zahrobska, die als Vierte in den Finallauf ging, scheiterte
bereits an der vorgegebenen Bestzeit von Nicole Gius.
Als zweite nach dem 1. Durchgang ging
die 24-jährige aus Partenkirchen verhalten ins Rennen – verlor in den
Zwischenzeit immer mehr von ihrem Guthaben – rettet aber am Ende mit der
17. Zeit im 2. Lauf noch 44 Hundertstel Sekunden vor der Südtirolerin
Nicole Gius ins Ziel und mußte darauf warten was ihre Freundin Lindesey
Vonn in den Schnee von Sljeme zaubert.
Gleich beim Start unterlief der US
Amerikanerin ein Fehler. Die Lunte war gezündet und Vonn setzte – nichts
wissend von der taktischen Fahrt von Maria Riesch – alles auf eine
Karte. Doch diese Karte stach nicht. Ein „Einfädler“ und das
unvermeidliche Aus für Vonn.
Alles riskiert alles verloren. Keine
Siegprämie, kein rotes Trikot im Slalomweltcup und auch der Verlust der
Gesamtweltcupführung war das Ergebnis eines schwarzen Sonntags für
Lindesey Vonn.
Noch schwärzer war dieser Sonntag nur
für das ÖSV Team. Nur Kathrin Zettel konnte die Ehre der
Österreichischen Damen retten. Sie wurde am Ende hinter der Schwedin
Anja Pärson Fünfte. "Die Fahrt im zweiten Durchgang war besser als die
im ersten. Ich bin aber nicht zufrieden, teilweise bin ich nicht richtig
ins Fahren gekommen und hab mir zu wenig zugetraut. Immerhin habe ich es
in die Top Ten geschafft, das sind wertvolle Punkte, analysierte die
22-Jährige.
Michaela Kirchgasser, Simone Streng,
Alexandra Daum, Anna Fenninger und Carmen Thalmann (alle 1. Durchgang)
schieden allesamt aus. Katrin Triendl schaffte als 38. nicht die
Qualifikation fürs Finale.
Viel schlimmer als das Ergebnis des
ÖSV – Bernadette Schild schied als Zweitbeste ÖSV Fahrerin im zweiten
Durchgang aus – war die vermutlich schwere Verletzung von Nicole Hosp
die sie sich beim Einfahren zuzog. Eine genaue Diagnose liege zwar noch
nicht vor, doch Cheftrainer Mandl befürchtete erhebliche Folgen: "Die
großen Schmerzen deuten auf eine gröbere Verletzung hin."
Eine erste Diagnose bei der
Röntgenuntersuchung in Zagreb ergab, dass sich Hosp keinen Knochen im
Bereich des schmerzenden linken Knies verletzt hat. Das bestätigte
ÖSV-Arzt Franz Seibert. In einer ersten Befürchtung war von einem
möglichen Bruch des Schienbeinkopfes die Rede gewesen.
Zur weiteren Abklärung (Band- oder
Knorpelverletzung) wurde Hosp per Auto in die Tiroler Privatklinik
Hochrum gebracht, die rund einstündige Untersuchung von den Ärzten
Christian Fink und Christian Hoser soll am Abend stattfinden. In einer
ersten Reaktion gegenüber dem ORF meinte die Tirolerin: "Das Knie tut
weh, das erste Gefühl war nicht gut. Aber ich will trotzdem optimistisch
bleiben und hoffe, dass es nicht so schlimm ist. Schauen wir einmal, was
genau die MRI-Untersuchung bringt."
Als erfolgreichste Slalomteam des
Tages konnten sich die Deutschen Damen feiern lassen: Rieschs jüngere
Schwester Susanne war als Zehnte zweitbeste Deutsche. Es folgten Fanny
Chmelar (Partenkirchen), Christina Geiger (Oberstdorf), Monika Bergmann
(Lam), Kathrin Hölzl (Bischofswiesen), Nina Perner (Karlsruhe) und
Marianne Maier (Reichersbeuern) auf den Plätzen 13, 15, 16, 18, 22 und
24. Katharina Dürr (Germering) hatte das Finale verpasst, Anja
Blieninger (Altenau) war ausgeschieden.
Die Schweizerin Sandra Gini erreichte
als Achte das zweitbeste Weltcup-Resultat ihrer Karriere. Nur in Maribor
vor einem Jahr, wo sie den 6. Platz belegt hatte, war sie besser
klassiert. Der slowenische Skisport ist in sechs Tagen die nächste
Station im Frauen-Weltcup. Gini rückt damit definitiv in die erste
Gruppe vor. In Zagreb hatte sie nur dank den Verletzungen von Marlies
Schild und Chiara Costazza so weit vorne starten können. Mit Aline
Bonjour (12.) klassierte sich eine zweite Schweizerin im ersten Dutzend.
Die Waadtländer lag nach dem ersten Lauf mit fast vier Sekunden
Rückstand erst an 24. Stelle. Mit der drittbesten Laufzeit verbesserte
sie sich um zwölf Ränge. Erstmals in diesem Winter klassierten sich in
einem Slalom zwei Schweizerinnen unter den ersten zwölf.
Der Zweikampf zwischen Lindsey Vonn
aus den USA und der Deutschen Maria Riesch setzte sich nach dem 1.
Slalomdurchgang auch auf dem Bärenberg von Zagreb fort.
Im Vorort der kroatischen Hauptstadt
Sljeme führt beim erstem Weltcuprennen des neuen Jahres Lindesy Vonn
nach dem 1. Durchgang mit einem Vorsprung von 0,43 Sekunden vor Maria
Riesch vom SC Partenkirchen und der Slowakin Veronika Zuzulova die
jedoch schon einen Zeitrückstand von 1,12 Sekunden aufweist.
Natürlich war die Weltcupführende Vonn
nach dem 1. Lauf sehr zufrieden: „Als ich gefahren bin, hab ich nicht
gewusst, dass ich so schnell bin. Aber es war ein guter Lauf für mich,
besser als zuletzt am Semmering.“
Von den extremen Zeitrückständen der
Alpinski-Elite war Maria Riesch überrascht: „Ich hab mir nicht gedacht,
dass es so schwierig ist. Die extremen Zeitrückstände verwundern mich
ein bisserl. Ich weiß natürlich nicht, wie sich die Piste entwickelt -
sie dürfte wohl nachlassen. Solche Rückstände habe ich noch nie erlebt.“
Sandra Gini geht als Siebtplazierte,
mit einem Zeitrückstand von 2,52 Sekunden, als beste Schweizerin in den
Finaldurchgang der heute Nachmittag um 12.30 Uhr gestartet wird. Auch
Aline Bonjour schaffte als 24. den Sprung unter die Top 30.
Für den ÖSV war es ein ganz schwarzer
Sonntag. Mitfavoritin Nicole Hosp verletzte sich bereits beim Einfahren
schwer und mußte mit starke Knieschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert
werden. Michaela Kirchgasser die mit 23 Jahren heute als die älteste
Österreicherin ins Rennen ging schied nach einem Torfehler aus. Als
beste Fahrerin aus dem Österreichischen Team plazierte sich Kathrin
Zettel mit einem Zeitrückstand von 2,85 Sekunden auf dem 12. Rang. Außer
Zettel konnte sich nur noch Bernadette Schild als 30. mit einem
Zeitrückstand von 4,33 Sekunden für das Finale qualifizieren. Die
übrigen Österreicherinnen schieden aus oder verpassten die Qualifikation
für de Entscheidung.
Der DSV konnte mit einer geschlossenen
Mannschaftsleistung aufwarten, wenn auch die Zeitabstände von Kathrin
Hölzl (Platz 12 - + 3,07 Sekunden), Fanny Chmelar ( 13. + 3,20) und
Christina Geiger (Platz 17 - + 3,28) die mit Startnummer 40 überraschte,
sehr groß erscheinen. Auch Sussanne Riesch (20. - +3,34), Monika
Bergmann (22. - + 3,58), Nina Perner (26. - + 4,05) und Marianne Mair
(28. - + 4,20) qualifizierten sich für den Finallauf. Damit stellt der
DSV mit 8 Rennläuferinnen die stärkste Nation im 2. Durchgang.
Nicole Hosp ist
beim Einfahren
vor dem heutigen
Weltcup-Slalom
in Zagreb schwer
gestürzt. Die
Tirolerin
überschlug sich,
verletzte sich
dabei am linken
Knie und kann
daher nicht an
den Start gehen.
Wie schwer die
Verletzung ist,
ist noch unklar.
Für genauere
Untersuchungen
wurde Hosp in
ein Zagreber
Krankenhaus
gebracht.
ÖSV-Chef Trainer
Mandl: Niki hat
sich leider beim
Einfahren bei
der 2. Fahrt
überschlagen.
Eigentlich mit
wenig Tempo. Sie
hat starke
Knieschmerzen,
sie ist am Weg
ins Krankenhaus
und wird
untersucht.
Das letzte
Rennen - Slalom Damen am Semmering Riesch
gewinnt Nachtslalom
am Semmering
Maria Riesch aus Garmisch
Partenkirchen feiert am Zauberberg ihren zweiten Slalomsieg in Folge,
den insgesamt achten Weltcupsieg in ihrer Karriere. Den zweiten Platz
sicherte sich die Finnin Tanja Poutiaine vor der US Amerikanerin Lindsey
Vonn.
Auf dem Weg zum Sieg kamen ihr während
der Fahrt auch Zweifel: „Ich hab im mittleren Teil einen Fehler gehabt.
Ich hab mir da gedacht: Jetzt muss ich unten voll attackieren. Viel
denkt man während dem Fahren nicht. Aber wenn man so einen Fehler macht,
dann denkt man schon, dass man jetzt vielleicht das Rennen vergeben hat.
Aber oft sind genau solche Fehler der Grund, warum man dann noch mehr
Gas gibt.“
Riesch übernahm damit auch die Führung
im Disziplin-Weltcup. Im Gesamtklassement machte die 24-Jährige weiteren
Boden auf die Führende Vonn gut und hat als neue Zweite mit 507 Punkten
nur noch 23 Zähler Rückstand.
Riesch ist nach Vonn und Zettel die
dritte Läuferin, die in den bisher zwölf Saisonrennen zwei Siege
geschafft hat. In allen vier Saisonrennen, in denen Riesch bisher auf
dem Podest war, stand auch ihre Freundin mit oben. "Wir teilen uns das
eben schön auf", scherzte Riesch.
Riesenslalom Vortages Siegerin Kathrin
Zettel, schrammte um 21 Hundertsel Sekunden knapp am Podest vorbei und
mußte sich mit dem 4. Rang begnügen. Mit einem starken zweiten Lauf
schob sich Niki Hosp noch auf den siebten Rang vor. Einzige weitere
ÖSV-Läuferin, die sich für den zweiten Lauf qualifizierte, war
Bernadette Schild. Die Schwester der verletzten Marlies Schild lieferte
eine Talentprobe ab und landete auf dem 24. Rang.
Hinter der Tagessiegerin Maria Riesch
holten auch Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) als 15., Fanny Chmelar
(Partenkirchen) als 17., Monika Bergmann (Lam) als 22. und Katharina
Dürr (Germering) als 23. Weltcup-Punkte. „Das ist die Anzahl der Läufer
im Finale, die wir uns erwarten“, sagte Wolfgang Maier, Alpin-Direktor
des DSV.
Bei aller Freude gab es aber auch
Tränen im Team des DSV. Vor allem die Schwester der Siegerin, Susanne
Riesch war sehr enttäuscht: „Es ist einfach sehr ärgerlich. Im Training
komme ich ins Ziel und im scheiß Rennen nicht. Das ist mir
unerklärlich“. Außer der Partenkirchenerin verpassten Christina Geiger
(Oberstdorf), Marianne Mair (Reichersbeuern), Anja Blieninger (Altenau)
und Nina Perner (Karlsruhe) den zweiten Durchgang.
Gute Leistungen erbrachten auch die
Schweizerinnen Sandra Gini und Aline Bonjour, die mit den Rängen 12 und
13 die Tickets für die WM im Val d'Isère lösten. Ihre Teamkolleginnen
Denise Feierabend, Rabea Grand und Miriam Gmür konnten sich nicht für
den 2. Lauf qualifizieren
Die Stimmung beim Skifest auf dem
Semmering war auch am zweiten Tag mitreißend. Obwohl der Bewerb erst um
15.30 Uhr startete, kam die Großzahl der Besucher schon um die
Mittagszeit auf den Semmering. 13.000 Skibegeisterte waren beim Slalom
live dabei, sie harrten trotz eisiger Temperaturen, bei minus acht Grad,
aus und feierten ein rot-weiß-rotes Weltcupfest, auch wenn nach ersten
Zählungen der Rekord von 2006 nicht ganz erreicht wurde.
Geht die Slalom-Siegesserie von Maria
Riesch weiter? In Zagreb (Sonntag ab 9:45h im Live-Ticker und -Timing)
greift sie nach dem dritten Triumph in Folge und der Spitze im
Gesamtweltup. Nachdem sie bisher in Kroatien nie ins Ziel kam, ist sie
umso motivierter: "Dieses Mal will ich es besser machen."
"Nach dem zweiten Saisonsieg im Slalom
von Semmering freue ich mich natürlich auf Zagreb. Ich bin gut in Form
und möchte wieder um einen Podestplatz kämpfen. Die Piste liegt mir
eigentlich ganz gut, auch wenn ich dort bis dato keine guten Erfahrungen
gesammelt habe", erklärte Riesch.
Bundestrainer Matthias Berthold legt
Wert darauf, dass er neben seiner Vorzeigeathletin noch einige Eisen
mehr im Feuer hat: "Neben dem zweiten Saisonsieg von Maria Riesch haben
wir zuletzt auch eine gute Mannschaftsleistung geboten. Wir wollen diese
Entwicklung in Zagreb fortführen", kündigte er an und nominierte neben
Maria Riesch deren Schwester Susanne, Monika Bergmann, Anja Blieninger,
Fanny Chmelar, Katharina Dürr, Christina Geiger, Kathrin Hölzl, Marianne
Mair und Nina Perner.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2006/07:
Poutiainen gewinnt Nachtslalom von
Zagreb
Über 10"000 Zuschauer, unter ihnen der einstige
Superstar Janica Kostelic, erlebten am Bärenberg von Zagreb ein
Slalomspektakel bei dem am Ende die Finnin Tanja Poutiainen die
Skispitzen vorne hatte: "Ich war nach dem ersten Lauf nicht sicher, ob
es für den Sieg reichen wird. Im zweiten Lauf habe ich alles riskiert.
Der erste Sieg hier in Zagreb war etwas spezielles. Aber auf diesen Sieg
habe ich so lange gewartet - über drei Jahre." Die Finnin verwies
Marlies Schild und Veronika Zuzulova auf die Ehrenränge und kassierte
einen Scheck in Höhe von 60 000 Euro.
Den zweiten Rang und damit wieder das rote Trikot
der Slalom Weltcup Führenden sicherte sich die Vorjahressiegerin Marlies
Schild, die nach dem 1. Durchgang noch in Führung lag. Schild hat nun im
Kampf um die Disziplinen-Kugel 75 Punkte Vorsprung auf ihre Teamkollegin
Nicol Hosp die im zweiten Durchgang ausschied und heute ohne Punkte
blieb. Neue Dritte ist nun Tanja Poutiainen, 88 Punkte hinter Schild
zurück.
Für Nicole Hosp war es am Ende ein rabenschwarzer
Tag. Zur Halbzeit noch auf Rang zwei liegend schied sie nach einem
Torfehler aus und konnte auch im Gesamtweltcup keinen Boden gutmachen.
"Sicherlich bin ich enttäuscht, aber im Slalom ist ein Ausscheiden
schnell möglich", meinte Hosp. Ihre größte Konkurrentin, die
Weltcup-Zweite Lindsey Vonn aus den USA war in Zagreb nicht am Start.
Die US-Amerikanerin bereit sich in ihrem Heimatland bereits auf die
Überseerennen in Vancouver vor. Vonn war heute, obwohl nicht am Start,
die große Gewinnerin, da auch die Deutsche Maria Riesch im
Finaldurchgang ausschied.
Knapp das Podest verpasste die Österreicherin
Kathrin Zettel, die mit 0,21 Rückstand auf Zuzulova Vierte wurde. "Ich
bin mit meinem zweiten Lauf nicht ganz zufrieden, weil ich im Flachen zu
viele Fehler hatte. Aber ich bin nicht unzufrieden, weil die Form
ansteigt", sagte Zettel. Ihre Teamkollegin Elisabeth Görgl wurde 17.
Aus Schweizersicht überraschte bei ihrem
Weltcup-Debut die 19-jährige Denise Feierabend mit einer kecken und
unbeschwerten Fahrweise. Der formidable 18. Rang darf als grosser Erfolg
gewertet werden. Aber auch die andere Schweizerin mit Jahrgang 1989,
Célina Hangl, wusste mit dem 14. Platz zu gefallen. Beste Eidgenossin
war Sandra Gini. Sie verlor auf Siegerin Poutiainen 2.68 Sekunden, was
Rang elf bedeutete.
Aus Sicht des DSV gab es Licht und Schatten. Maria
Riesch schied nach einem „Einfädler“ im Finaldurchgang aus und Monika
Bergmann, die nach dem ersten Lauf noch Sechste gewesen war, fand im
zweiten Durchgang nicht zu ihrer Leistungsstärke und wurde mit 2,27
Sekunden Rückstand Zehnte. Fanny Chmelar zeigte hingegen einen starken
Lauf und ging zwischenzeitlich sogar in Führung. Sie landete nach einem
minimalen Fehler im Zielhang am Ende auf dem 13. Platz (+3,36 Sekunden).
Susanne Riesch dürfte als 16. (+3,64 Sekunden) ebenfalls mit ihrem
Abschneiden zufrieden sein. Auch Carolin Fernsebner sammelte als 23.
(+5,73) Weltcup-Punkte.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2006/07: Marlies Schild feiert Slalomsieg in
Zagreb
Marlies Schild bleibt die "Snow Queen" auf dem
Bärenberg von Zagreb! Die Salzburgerin gewann wie im Vorjahr den
Nachtslalom in Zagreb und feierte den 4. Sieg in diesem Jahr in dieser
Disziplin. Im Finaldurchgang verteidigte sie ihren Vorsprung trotz
Patzer im oberen Streckenabschnitt und einem mehr als unsportlichen
Pfeifkonzert der 25.000 kroatischen Zuschauer souverän. Standesgemäß
konnte sich Schild als „Schneekönigin“ über Krone und Mantel sowie
60.000 Euro Preisgeld, das höchste im Frauen-Weltcup, freuen. Die
zweitplatzierte kroatische Lokalmatadorin Ana Jelusic hatte bereits 1,66
Sekunden Rückstand. Den 3. Rang sicherte sich die Tschechin Sarka
Zahrobska (+1,85). Die Schwedin Anja Pärson, die sich nach dem ersten
Lauf auf Platz zwei plazierte, schied nach guten Zwischenzeiten kurz vor
dem Ziel aus. Die Italienerin Chiara Costazza bestätigte derweil mit
Rang 4, nach dem sie bereits Fünfte am Zauberberg in Semmering war,
ihren Aufwärtstrend und verwies US Girl Resi Stiegler, die als Vierte
ins Finale ging, auf Rang 5. Das ÖSV Team, hinter Marlies Schild konnte
heute nicht an die bisherigen Saisonleistungen anknüpfen. Nicole Hosp
und Kathrin Zettel landeten auf den Rängen 11 und 12, Michaela
Kirchgasser scheiterte bereits im 1. Durchgang. Monika
Bergmann-Schmuderer qualifizierte sich als beste Deutsche auf Rang 7.
Kathrin Hölzl verbesserte sich von Platz 30 nach dem 1. Lauf auf Platz
15, Fanny Chmelar wurde 25. Pech hatte die Schweizerin Aita Camistral.
Die Engadinerin qualifizierte sich mit ihrer persönlichen Bestleistung
und dem 22. Platz für den zweiten Lauf, fädelte dort aber kurz vor dem
Ziel ein. Rabea Grand wurde 36. und verpasste das Finale um rund eine
halbe Sekunde. Im Slalom-Weltcup ist Marlies Schild, die bereits 203
Punkte Vorsprung auf ihre Teamkollegin Kathrin Zettel hat, die kleine
Slalom-Weltcupkugel kaum mehr zu nehmen. Auch im Gesamtweltcup baute
Schild ihren Vorsprung auf nun 133 Punkte auf Nicole Hosp aus. Kathrin
Zettel ist Dritte vor der besten Nicht-Österreicherin Lindsey Kildow die
einen Rückstand von 249 Punkten auf die Führende aufweist.
1. Marlies Schild AUT 1:59,40
2. Ana Jelusic CRO 2:01,06
3. Sarka Zahrobska CZE 2:01,25
4. Chiara Costazza ITA 2:01,42
5. Resi Stiegler USA 2:01,50
6. Tanja Poutiainen FIN 2:01,71
7. Monika Bergmann-Schmuderer GER 2:01,75
BLICK ZURÜCK - SAISOM 2005/06
Schild führt österreichischen
Doppelsieg an
Die erste Skiweltcup Siegerin im Olympiajahr 2006
heißt Marlies Schild aus Österreich. Sie bewältigte den „Hausberg Sljeme“
der kroatischen Hauptstadt Zagreb, vor 25.000 begeisterten Zuschauer in
einer Bestzeit von 1:53.63 Minuten und konnte sich über eine Siegprämie
von 60.000 Euro freuen. Die Salzburgerin markierte wie schon zuletzt in
Osttirol Laufbestzeit in beiden Durchgängen. Es war der sechste
Weltcup-Sieg für Schild, der fünfte im Slalom. Aber auch ihre
Mannschaftskollegin Kathrin Zettel, die sich auf Rang 2 platzierte,
erhielt einen Scheck in Höhe von 30.000 Euro und der Drittplazierten
Lokalmatadorin Janica Kostelic, die den 2. Lauf durch ein Missgeschick
kurz nach dem Start nur mit einem Stock und ohne Handschuh beenden musste,
wurden immerhin noch 15.000 Euro auf ihrem Konto gutgeschrieben. Damit
verhinderte die Kroatin, die ihre Führung im Gesamtweltcup ausbaute, einen
Dreifacherfolg der Österreicherinnen, denn die Halbzeitdritte Nicole Hosp
aus Tirol landete in der Endwertung auf Platz vier. Annemarie Gerg fuhr
als beste Deutsche in 1:57,34 Minuten auf Rang elf. Anja Blieninger
(1:57,60) schaffte als 14. ihr bestes Weltcup-Resultat und die halbe
Olympia-Norm. Martina Ertl-Renz (1:57,88) kam auf Rang 19. Sonja Nef, die
in den Rennen kurz vor dem Jahreswechsel in Lienz wegen einer Grippe nicht
startete, war mit Rang 21 einmal mehr weit von der für eine Teilnahme
geforderten Olympiavorgabe entfernt und das auf dem Hang, auf dem sie vor
einem Jahr noch Fünfte geworden war. Will die einstige
Riesenslalom-Weltmeisterin zum Karriere-Abschluss in Italien dabei sein,
muss sie im Januar entweder einmal unter den ersten sieben oder zweimal in
den Top Ten klassiert sein. Am Samstag geht es bei den Damen aber schon
wieder weiter. Dann steht der Riesenslalom von Marburg auf dem Programm!
Die Top 10 Rennläuferinnen beim Slalom von Zagreb: 1. Marlies Schild (AUT)
1:53,63. 2. Kathrin Zettel (AUT) 0,44 zurück. 3. Janica Kostelic (CRO)
1,45. 4. Nicole Hosp (AUT) 1,62. 5. Anja Pärson (SWE) 1,64. 6. Tanja
Poutiainen (FIN) 1,84. 7. Kristina Koznick (USA) 2,06. 8. Sarka Zahrobska
(CZ) 3,35. 9. Therese Borssen (SWE) 3,54. 10. Resi Stiegler (USA) 3,61.
Nach Lienz - auch ein Sieg in Zagreb - Marlies Schild in Siegeslaune
Kathrin Zettel - 44/100 Sekunden fehlten zum ersten Weltcupsieg
Kostelic rast beiM Slalom in Zagreb mit einem Stock auf Rang 3
Therese Borssen: Vom 29. Platz auf Rang 9 vorgefahren - Respekt
BLICK ZURÜCK SAISON 2004/05 Poutiainen
gewinnt Slalom in Zagreb
Tanja
Poutiainen hat das erste alpine Weltcup-Rennen vor über 20 000 Fans in
Zagreb gewonnen. Die 24-Jährige Finnin setzte sich im Nacht-Slalom in
1:50,71 Minuten durch und konnte ihren vierten Saisonsieg feiern. Auf
Platz zwei kam die Amerikanerin Kristina Koznick in 1:50,78 Minuten vor
Marlies Schild (1:51,19) aus Österreich die auch auf dem
"Bärenberg" ihre Podestserie fortsetzen konnte: "Ich freu
mich schon über den dritten Platz. Oben der Fehler hat nicht sein
müssen, unten dann noch ein Fehler. Aber ich freu mich auch über Platz
drei. Nach dem Fehler hab ich mir gedacht: Ich muss alles riskieren, damit
noch was geht." Niki Hosp tastete sich als Vierte wieder an die
Weltspitze heran und sorgte für ein auf den ersten Blick erfreuliches
ÖSV Ergebnis. Hosp: "Ich war schon sehr froh, dass der Einser im
zweiten Lauf wieder einmal aufgeleuchtet ist. Ich hab im Training schon
gewusst, dass ich schnell sein kann. Und heute hab ich mir wieder die
Sicherheit geholt." Dahinter dann ein ÖSV Loch - nur noch Sabine
Egger kommt in die Wertung. Die Nachwuchs-Hoffnungen Zettel (1. Lauf) und
Kirchgasser (2. Lauf) scheiden aus. Noch schlechter schneidet das DSV Team
ab. Martina Ertl aus Lenggries kam als einzige deutsche Starterin ins Ziel
und wurde in 1:52,61 Minuten 13. Monika Bergmann-Schmuderer und Annemarie
Gerg schieden aus. Mit dem 5. Platz schaffte die Schweizerin Sonja Nef ihr
mit Abstand bestes Slalom-Ergebnis im laufenden Winter und damit auch in
ihrer zweiten Disziplin wieder den Anschluss an die Weltspitze. Marlies
Oester lieferte als 19. zwar ebenfalls ihr bestes Saisonergebnis im Slalom
ab. Für die Berner Oberländerin wird dies aber nur ein schwacher Trost
sein, zumal sie nach dem ersten Lauf Platz 12 belegt und sich so die Basis
für ein Top-Ergebnis gelegt hatte. Für Janica Kostelic dauerte der
Auftritt vor heimischem Publikum nur wenige Sekunden. Die dreifache
Olympiasiegerin fädelte zur Enttäuschung des überwiegend einheimischen
Publikums im ersten Lauf schon im obersten Streckenteil ein. "Schade!
Dieser Sieg wäre das größte Erlebnis für mich gewesen", war die
Kroatin danach bitter enttäuscht. Nicht viel weiter kam Anja Pärson. Die
Schwedin rutschte weg, stieg zwar noch zurück, doch für die
Qualifikation für den zweiten Durchgang war der Rückstand
verständlicherweise zu gross. Poutiainen konnte mit ihren vierten
Saisonsieg die Führung im Gesamtweltcup vor Renate Götschl (8 Punkte
Rückstand) übernehmen und baute ihre Führung im Slalom-Weltcup weiter
aus. Die Damen übersiedeln nun nach Marburg, wo am Wochenende die letzten
Bewerbe vor der WM auf dem Programm stehen. Am Samstag geht es im
Riesenslalom zur Sache und am Sonntag wird wieder um Slalom Weltcuppunkte
gekämpft. Die Top 10 beim Nachtslalom in Zagreb: 1. Tanja Poutiainen
(FIN) 1:50,71. 2. Kristina Koznick (USA) 0,07 zurück. 3. Marlies Schild
(AUT) 0,48. 4. Nicole Hosp (AUT) 0,92. 5. Sonja Nef (SUI) 1,03. 6. Sarah
Schleper (USA) 1,04. 7. Therese Borssen (SWE) 1,29. 8. Nika Fleiss (CRO)
1,31. 9. Ana Jelusic (CRO) 1,34. 10. Resi Stiegler (USA) 1,41.