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Reinfried Herbst gewinnt Slalom in Adelboden

Österreichs Skistars haben in Schweizer Adelboden auch am Sonntag dominiert und bescherten dem Schweizer Team ein Heimdebakel auf dem Chuenisbärgli.

Einen Tag nach dem Riesenslalom Sieg von Benjamin Raich sorgte Reinfried Herbst im Slalom dank toller Aufholjagd im zweiten Durchgang für den zweiten ÖSV-Erfolg an diesem Wochenende. Der 30-jährige Salzburger gewann vor seinem Teamkollegen Manfred Pranger, der nach dem ersten Lauf noch in Führung lag.

"Was gibt es Schöneres als hier in Adelboden vor dieser Kulisse zu gewinnen!" freute sich der 30-Jährige „Herbstl“ über seinen vierten Weltcup-Erfolg. Die Freude überwog auch bei Pranger, obwohl er den Sieg erst mit einem Fehler unmittelbar vor dem Ziel vergab.

Schlimmer ist es im zweiten Durchgang Benjamin Raich ergangen, der Tiroler rutschte von Platz zwei auf Rang 11 ab. Er blieb aber Führender im Gesamtweltcup. Den Sprung unter die besten Zehn schafften jedoch die ÖSV Fahrer Marcel Hirscher (6.) und Mario Matt (7.).

Den dritten Platz auf dem Podest sicherte sich Felix Neureuther aus Garmisch Partenkirchen. Mit diesem Erfolg hat Neureuther außerdem die WM-Norm erfüllt. Der 24-Jährige war der einzige deutsche Fahrer im zweiten Lauf. Stefan Kogler verpasste die Qualifikation für den zweiten Durchgang, Dominik Stehle und Fritz Dopfer schieden im 1. Lauf nach Fahrfehlern aus.

Das Schweizer Team mußte am Chuenisbärgli eine brutale Schlappe einstecken. Kein einziger der insgesamt sechs gestarteten Eidgenossen erreichte den zweiten Lauf beim Heimrennen im Berner Oberland. Das Unglück nahm mit Daniel Albrecht und seinem Ausfall nach guter Zwischenzeit seinen Lauf.

In erbarmungsloser Regelmässigkeit scheiterten auch Silvan Zurbriggen, Marc Berthod, Sandro Viletta und Mauro Caviezel auf dem anspruchsvollen Hang am Chuenisbärgli. Marc Gini erreichte als einziger Schweizer ohne grösseren Zwischenfall das Ziel - allerdings mit einer Zeit, die nur für den 31. Rang reichte. Die zweite Slalom-Entscheidung ohne Schweizer in Serie war Tatsache.

Mit Hans Imboden nahm dennoch ein Schweizer im finalen Durchgang teil und wurde schliesslich 27. Der Haken: Imboden fährt für Moldawien...

Auch am Sonntag pilgerten mit 15 000 Ski-Fans zahlreiche Personen nach Adelboden und sorgten bei prächtigem Wetter für eine ausgezeichnete und sportlich faire Stimmung. Vor allem die Ahtleten zeigten sich begeistert von der Ambiente und verteilten ein grosses Lob an die Zuschauer.

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1. Reinfried Herbst AUT 1:42,95


2. Manfred Pranger AUT 1:43,13


3. Felix Neureuther GER 1:43,27


4. Andre Myhrer SWE 1:43,29


5. Manfred Mölgg ITA 1:43,33


6. Marcel Hirscher AUT 1:43,51


7. Mario Matt AUT 1:43,58


. Mattias Hargin SWE 1:43,58


9. Jean-Baptiste Grange FRA 1:43,59


10. Giorgio Rocca ITA 1:43,62


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Manfred Pranger führt beim Slalom auf dem Chuenisbärgli

Stahlblauer Himmel, pickelharte Piste und eine ausverkaufte Tribünen im Zielraum. Das 3600-Seelendorf Adelboden war bestens gerüstet für den Ansturm von 15.000 Zuschauern auf das Chuenisbärgli.

Bestens vorbereitet zeigten sich auch die Rennläufer des ÖSV. Manfred Pranger aus Hall i. Tirol führt nach dem 1. Durchgang in einer Zeit von 49,14 vor seinem Teamkollegen und Riesenslalom Vortagessieger Benjamin Raich (+ 0,34). Auf dem 3. Rang folgt der Franzosen Julien Lizeroux (+ 0,16).

Die bestens präparierte Rennpiste nutze Bode Miller (+ 0,51) zum Vollenangriff. Sein Alles oder Nichts Stil bescherte dem US Amerikaner Rang 4 nach dem 1. Lauf.

Der Zweite in der Slalom Disziplinenwertung Ivica Kostelic (+ 0,63) aus Kroatien reihte sich auf dem 5. Platz vor dem jungen Österreicher Marcel Hirscher (+ 0,65) und dem besten Südtiroler Manfred Mölgg (+ 0,77) ein.

Die starke Mannschaftsleistung des ÖSV unterstrich Reinfried Herbst (+ 0,98) aus Salzburg, der sich hinter dem US Amerikaner Ted Ligety (+ 0,84) und dem Italiener Giorgio Rocca (+ 0,94) auf dem 10. Rang platzierte.

Den Finaleinzug für das ÖSV Team schafften auch Mario Matt (+ 1,22) als 14. und Wolfgang Hörl (+ 1,42) auf Rang 19.

Der im Slalomweltcupführende Jean-Baptiste Grange (+ 1,08) musste sich mit Rang 11 begnügen.

Auch für Felix Neureuther (+ 1,23) lief es nicht wie gewünscht. Ein Fehler im oberen Teil der Strecke kostete viel Zeit und so landete er trotz einer ansonsten sehr guten Fahrt nur auf Rang 15. Der zweite DSV Starter Stefan Kogler scheiterte knapp an der Qualifikation für den Finallauf.

Für das Swiss-Team gab es auch beim heutigen Slalom keinen Grund zum Feiern. Marc Berthod, Silvan Zurbriggen und Daniel Albrecht schieden aus oder landeten nach Stürzen am Ende des Feldes. Marc Gini scheiterte als 31. knapp am Finaleinzug. Somit ist der einzige Schweizer im Finale, der für Moldawien startende Urs Imboden.

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Übertragungszeiten:

LIVE: Sonntag, 11.01.2009 - 10.00 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Adelboden (SUI)
4. Slalom der Herren: 1. Durchgang

LIVE: Sonntag, 11.01.2009 - 10.05 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Adelboden (SUI)
4. Slalom der Herren: 1. Durchgang

LIVE: Sonntag, 11.01.2009 - 10.15 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Adelboden (SUI)
4. Slalom der Herren: 1. Durchgang

LIVE: Sonntag, 11.01.2009 - 12.55 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Adelboden (SUI)
4. Slalom der Herren: 2. Durchgang

LIVE: Sonntag, 11.01.2009 - 13.05 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Adelboden (SUI)
4. Slalom der Herren: 2. Durchgang

LIVE: Sonntag, 11.01.2009 - 13.45 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Adelboden (SUI)
4. Slalom der Herren: 2. Durchgang




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Das letzte Rennen - Slalom der Herren in Zagreb
Grange gewinnt Flutlichtslalom von Zagreb

Der Franzose Jean-Baptiste Grange gewann vor 20'000 Zuschauern den Slalom Krimi von Zagreb und verhinderte um 0,05 Sekunden den Heim-Triumph des Kroaten Ivica Kostelic.

Grange, der seinen sechsten Weltcupsieg feierte, übernahm damit auch die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung vom ausgeschiedenen Norweger Aksel Lund Svindal. Der Franzose hatte schon den ersten Slalom der Saison in Levi für sich entschieden und war in Alta Badia hinter Kostelic Zweiter geworden.

"Ich bin sehr glücklich über den Sieg, denn ich mag dieses Rennen. Der Kurs war diesmal sehr schwer. Ich habe gehört das Kostelic vorne war. Das hat mich ein wenig nervös gemacht, denn es ist hier nicht leicht, sich zu konzentrieren. Die Stimmung ist schon einmalig, das bekommt man auch während der Fahrt mit", sagte Grange, der für seinen Erfolg 60.000 Euro kassierte.

Kostelic hatte schon im letzten Jahr im Heimrennen den zweiten Platz belegt, damals hinter Mario Matt. Die Überraschung des Rennen schuf der 24-jährige Italiener Giuliano Razzoli, der mit der Startnummer 43 den 3. Platz erkämpfte.

Bester Österreicher wurde Benjamin Raich, der sich mit Laufbestzeit in der Entscheidung noch vom 28. auf den sechsten Platz vorkämpfte. Der Tiroler hatte wie Reinfried Herbst Riesenpech, weil bei seiner Fahrt im ersten Lauf dichter Nebel geherrscht hatte. Vorjahressieger Mario Matt war zwar bester ÖSV-Läufer im von schlechter Sicht geprägten ersten Durchgang, fiel dann im Finale aber auf Platz 19 zurück.

Einen Platz hinter Raich auf Rang 7 landete Reinfried Herbst, der im ersten Durchgang ebenfalls durch die schlechte Sicht behindert war und nur den 25. Platz belegte. Patrick Bechter verbesserte sich im zweiten Lauf auf den 10. Rang.

Mit viel Selbstvertrauen, nach seinem Show Sieg von Moskau ging der Partenkirchener Felix Neureuther in den Flutlichtslalom von Zagreb: „Ich habe es leider nicht so umsetzen können und habe gestern noch müde Beine gehabt von dem Trip“, sagte der 24 -Jährige, der sich am Ende mit dem 19. Rang begnügen mußte. Der zweite deutsche Starter, Stefan Kogler aus Schliersee, war im ersten Durchgang ausgeschieden.

Kogler war bei seinem Aus in bester Gesellschaft, denn im ersten Durchgang verfehlten 31 der 75 Starter ein Tor oder stürzten.

Die Schweizer Alpinen enttäuschten: Keiner schaffte es in den Finaldurchgang.

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1
1. Jean-Baptiste Grange FRA 1:53,31


2. Ivica Kostelic CRO 1:53,36


3. Giuliano Razzoli ITA 1:53,66


4. Manfred Mölgg ITA 1:53,76


5. Johan Brolenius SWE 1:54,08


6. Benjamin Raich AUT 1:54,17


7. Reinfried Herbst AUT 1:54,22


. Lars Myhre NOR 1:54,22


9. Julien Lizeroux FRA 1:54,28


10. Michael Janyk CAN 1:54,52


. Patrick Bechter AUT 1:54,52

Nächster Streich von Grange ?

Jean-Baptiste Grange und Ivica Kostelic scheinen derzeit die Slalomhänge und die Konkurrenz sicher im Griff zu haben.

Der Franzose und der Kroate dominieren den Slalomweltcup, Grange führt nach drei Rennen und den eindrucksvollen Platzierungen eins, zwei und eins mit 280 Punkten vor Kostelic, der nach den Rängen fünf, eins und zwei 225 Zähler aufweist.

Der drittplatzierte Tiroler Benjamin Raich hat vor dem Rennen am Sonntag in Adelboden (10.15 und 13.15 Uhr, live in ORF1) bereits 180 Punkte Rückstand auf Grange.

"Grange und Kostelic haben derzeit dieses Selbstvertrauen, diese Lockerheit und diese Selbstverständlichkeit. Wenn man so eine Form hat, dann ist man praktisch vor jedem Fehler und Ausfall gefeit. Genau das fehlt uns aktuell leider ein wenig", meinte ÖSV-Technikcheftrainer Christian Höflehner über die beiden bisherigen Saisondominatoren.

Grange hat es zur allgemeinen Überraschung sogar geschafft, als Leader im Gesamtweltcup nach Adelboden zu reisen.

"Für den Gesamtweltcup habe ich ihn, ganz ehrlich gesagt, nicht auf der Rechnung gehabt", gestand auch Raich, der dem Franzosen aber mittlerweile auch im Kampf um die große Kristallkugel alles zutraut. "Wenn er im Slalom so konstant weiterfährt, dann wird er sicher noch viele Punkte sammeln."

Kostelic sieht leichte Vorteile für seinen großen Rivalen. "Im Moment schaut es nach einem Duell zwischen uns beiden aus. Aber es ist extrem schwer, mit ihm mitzuhalten. Er ist sehr schwer zu schlagen."

ÖSV-Herren-Boss Toni Giger ist sich aber dennoch sicher: "Unsere Läufer können da schon ein Wörtchen mitreden."

Und auch Raich sieht sich von Grange und Kostelic nicht weit entfernt. "Wenn man einen Lauf hat, macht einen das natürlich stärker. Aber auch ich habe genug Selbstvertrauen." Der Tiroler hatte vergangenen Dienstag beim Zagreb-Slalom Pech mit dem Nebel gehabt, war jedoch mit Bestzeit im zweiten Lauf noch vom 28. auf den sechsten Platz gefahren.

Auch Mario Matt wird den Slalom bestreiten. Der Tiroler war in den vergangenen Tagen von einer Magengrippe und einer Verkühlung beeinträchtigt gewesen und hatte deshalb den Riesentorlauf am Samstag ausgelassen.

"Es geht ihm besser. Wie viel Substanz ihn die Sache gekostet hat, wird man allerdings erst sehen", meinte ÖSV-Techniktrainer Christian Höflehner am Samstagnachmittag.

Für den ÖSV ist der Slalom die einzige der fünf Disziplinen, in der er noch ohne Saisonerfolg dasteht.

Bis zur WM bieten sich jedoch noch jede Menge Möglichkeiten, im Super-Slalom-Monat Jänner warten nach Zagreb noch die Rennen in Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming, am 1. Februar wird in Garmisch-Partenkirchen gefahren.

Der Salzburger Reinfried Herbst hofft, dass ihm ab sofort das Glück zur Seite steht und die ersten Topergebnisse des WM-Winters beschert. "Ich weiß, was ich draufhabe, ich kann jederzeit aufs Podium fahren. Jetzt muss ich die Rakete schön langsam starten, denn jetzt geht es im Slalom Schlag auf Schlag." 

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BLICK ZURÜCK SAISON 2007/08
Matt gewinnt Slalom in Adelboden

Die österreichische Antwort auf den schweizer Doppelsieg von gestern: Mario Matt gewinnt trotz Rückenproblemen in einer Zeit von 1.48,45 vor Benjamin Raich (AUT +0,10 Sek) und einem entfesselt fahrenden Felix Neureuther (GER +0,14 Sek) „Heute ist es sehr gut gelaufen für mich. Ich hab im ersten Lauf einen schweren Fehler gehabt, hab im zweiten Lauf alles riskiert. Es ist mir aufgegangen. Nur 14 Hundertstel hinter solchen Top-Leuten zu landen. Natürlich ärgert man sich ein bisserl – aber ich bin sehr zufrieden“. Dahinter ein weiterer Österreicher: Rainer Schönfelder – er muss sich seinen vierten Platz zwar mit dem Italiener Manfred Mölgg (+0,69 Sek) teilen, ist mit diesem Spitzenplatz nach seinen Verletzungen von Bad Kleinkirchheim aber sicher sehr zufrieden. Ivica Kostelic (CRO +0,77 Sek), nach dem ersten Lauf noch Zweiter, kommt im zweiten leider nicht mehr so ideal mit der steilen Piste zurecht und fällt auf den 6. Rang zurück. 7. Julien Lizeroux, (FRA +0,91 sek), 8. der Amerikaner James Cochran (+1,27 Sek), der nach dem Ausritt des drittplatzierten Ted Ligety für die USA in die Presche springt. 9. Marcel Hirscher, ein vielversprechender Youngstar aus dem ÖSV (+1,28 Sek), fährt mit Startnummer 48 in die Top Ten und auf Platz 10 noch Giorgio Rocca (ITA +1,29 Sek), der sich langsam wieder an die Spitze heran kämpft. Leider ausgefallen im Finale unter anderem Ted Ligety, Jean-Baptiste Grange und Akira Sasaki. Somit steht es im neu entbrannten Konkurrenzkampf Österreich – Schweiz nun wieder ausgeglichen 5:5 in Siegen, bevor der Weltcup zu den ganz großen Klassik-Wochenenden nach Wengen und Kitzbühel zieht. Für Spannung und hohes Fanaufkommen ist gesorgt!

Aus dem Austria Skiweltcup Infopoint: Claudia Egger
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1. Mario Matt AUT 1:48,45


2. Benjamin Raich AUT 1:48,55


3. Felix Neureuther GER 1:48,59


4. Manfred Mölgg ITA 1:49,14


. Rainer Schönfelder AUT 1:49,14


6. Ivica Kostelic CRO 1:49,22


7. Julien Lizeroux FRA 1:49,36


8. Jimmy Cochran USA 1:49,72


9. Marcel Hirscher AUT 1:49,73


10. Giorgio Rocca ITA 1:49,74

Blick Zurück - Saison 2006/07:
Sensationssieg von Marc Berthod auf dem Kuonisbergli

Marc Berthod hat bei seinem Heimspiel in Adelboden völlig überraschend den vierten Weltcup-Slalom des WM-Winters gewonnen. Mit Startnummer 60 hatte sich der 23-Jährige als 27. gerade noch für das Finale qualifiziert, ehe er mit einem Traumlauf auf dem Kuonisbergli zu seinem ersten Sieg im Weltcup fuhr und damit nach einer Durststrecke von 103 Rennen die Erfolglosigkeit der Schweizer Ski-Herren beendete. In einer Gesamtzeit von 1:47,42 Minuten lag Berthod vor Benjamin Raich aus Österreich (1:47,68) und dessen Landsmann Mario Matt (1:47,80). Die ÖSV-Herren legten damit eine eindrucksvolle Reaktion auf das Debakel von Alta Badia hin - am 18. Dezember war kein Österreicher in den Top 30 gelandet. Von 27 auf 1 - das bedeutet «Weltrekord», das hatte vor Marc Berthod noch keiner geschafft. Die bisherige Bestmarke hatte Benjamin Raich gehalten, der vor sieben Jahren in Schladming den Nachtslalom aus der 23. Position für sich entschieden hatte. Für den Pitztaler war es damals ebenfalls der erste Weltcup-Sieg gewesen. Keinen Rekord bedeutet allerdings der Sieg mit der Nummer 60. "Unglaublich, das war ein echter Traumlauf. Das ist wirklich cool", konnte Berthod sein Glück gar nicht fassen. "Als ich am Vormittag mit Nummer 60 gestartet bin, habe ich keine Sekunde an den Sieg gedacht", so der Zweitplatzierte der Superkombi im November 2006 in Beaver Creek. "Ich mag den Berg, hier läuft es auch im Training immer gut für mich." Wie unglaublich die Fahrt von Berthod im zweiten Lauf war, zeigt die Tatsache, dass er 1,53 Sekunden schneller als der zweitschnellste Manfred Mölgg (ITA) war. Nach dem ersten Durchgang hatte der Schweizer gar 2,76 Sekunden Rückstand auf den Leader Markus Larsson (SWE). Seine Position im zweiten Lauf verbesserte auch sein Teamkollege Daniel Albrecht. Berthods Kumpel machte neun Plätze gut und schaffte damit sein zweitbestes Ergebnis in dieser Sparte. Zahlreiche Favoriten sahen bei weicher Piste und schwierigen Bedingungen - zunächst Regen, dann Sonne, dann Nebel - nicht das Ziel. Gesamtweltcup-Leader Aksel Lund Svindal (NOR) schied im ersten Durchgang im 18. Saisonrennen erstmals aus. Ebenfalls bereits im ersten Lauf verabschiedeten sich Manfred Pranger (AUT), Ted Ligety (USA), Andre Myhrer (SWE) und Ivica Kostelic (CRO). Im zweiten Durchgang folgten auch Rainer Schönfelder (AUT) und Bode Miller (USA). Der Weltcup-Tross bleibt jetzt in der Schweiz. Die Punktejagd geht am kommenden Wochenende in Wengen weiter, am Freitag steht die Superkombi, am Samstag die Abfahrt und am Sonntag der Slalom auf dem Programm. Abzuwarten bleibt jedoch, wie das anhaltende Warmwetter im Berner Oberland dem Lauberhorn zusetzt. Das erste Training für die 77. Lauberhornabfahrt ist am Mittwoch um 12.30 Uhr geplant.


1. Marc Berthod SUI 1:47,42


2. Benjamin Raich AUT 1:47,68


3. Mario Matt AUT 1:47,80


4. Kalle Palander FIN 1:47,82


5. Markus Larsson SWE 1:47,97
 


6. Giorgio Rocca ITA 1:48,10


7. Manfred Mölgg ITA 1:48,11

BLICK ZURÜCK SAISON 2005/06
Slalomsieg Nummer 4 für Giorgio Rocca in Adelboden

Der Italiener Giorgio Rocca setzte heute Sonntag seine Siegesserie dieser Saison fort und holte sich den 4. Sieg im 4. Slalom. 1:39,14 war seine Gesamtzeit, an der die Konkurrenten scheiterten. „Ich freue mich, dass ich mit guter Form nach Österreich komme. Ich fahre sehr sicher, kann mir leisten, bei schwierigen Stellen etwas zu bremsen.“Ted Ligety (USA +0,60) erreichte auf der schwierigen Piste am Kuonisbergli Platz 2 und somit sein bestes Slalomergebnis überhaupt. Der gestrige Riesentorlaufsieger Benjamin Raich (AUT +0,78) erreichte Rang 3. „Der zweite Lauf war schwierig. Ich war nicht ganz zufrieden mit meiner Leistung heute. Ich war eigentlich immer ein bisschen hintennach. Ich habe versucht, alles zu geben. Aber es hat nicht ganz gereicht. Ich hab nicht ganz die Spannung aufgebaut wie gestern. Ich bin aber sehr zufrieden mit Platz drei. Giorgio ist derzeit nicht zu schlagen, er ist auch im zweiten wieder ganz sicher runter gefahren.“ 4. wurde der regierende Slalom-Olympiasieger Jean-Pierre Vidal (FRA +1,07) vor Kalle Palander (FIN +1,31), der nach einer fehlerhaften Fahrt vom 3. auf den 5. Rang zurückfiel. Platz 6 und 7 gehörte heute den Schweden mit Markus Larsson (+1,34) und Andre Myhrer (+1,42). 8. wurde der Norweger Kjetil Jansrud (+0,93). An die 9. Stelle, endlich wieder ein Lebenszeichen der deutschen Mannschaft, konnte sich Alois Vogl (+2,02) setzen. (Felix Neureuther wurde 18. mit +3,78 Rückstand). Michael Janyk (CAN +2,13) verteidigte seinen 10. Zwischenrang erfolgreich. Besonders schwierig war für die Läufer heute der steile, eisige Zielhang, wo zwar nicht viele ausschieden, aber das Tempo doch sehr reduzieren mussten, um im Rennen zu bleiben. Ausgefallen sind im 2. Lauf Martin Marinac (AUT), Tom Rothrock (USA) Akira Sasaki (JPN) und Ivica Kostelic (CRO). Der Slalomweltcup wird Giorgio Rocca (ITA) nur noch schwer zu nehmen sein, er führt mit dem Maximum von 400 Punkten. 2. ist Ted Ligety (USA), der ebenfalls eine tolle Slalomsaison hat, mit 240 Punkten und 3. Benjamin Raich (AUT) mit 140 Punkten. Im Gesamtweltcup ist noch nichts entschieden. Benjamin Raich holte sich in Adelboden 160 Punkte ab und führt nun mit 606 Punkten und 117 Punkten Vorsprung auf die Amerikaner Bode Miller und Daron Rahlves (beide 489 Punkte) und Michael Walchhofer (AUT 470 Punkte). Die Herren bestreiten ihre nächsten Rennen in Wengen, wo die klassische Lauberhornabfahrt, der Slalom und eine Superkombination auf dem Programm stehen.

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M.Riedler

Rocca gewinnt auch Slalom in Adelboden

Vierter Slalom dieser Saison - der vierte Sieg für Giorgio Rocca. Er scheint derzeit nicht zu schlagen. 400 Punkte seine Ausbeute nach vier Rennen. Der Slalom-Weltcup ist ihm wohl bereits sicher! Zweiter wird trotz Patzers Ted Ligety - sein bestes Ergebnis. Raich steht als Dritter am Podest und macht wichtige Weltcup-Punkte. In der ewigen Bestenliste an Slalom-Siegen hat Italien nun um einen Sieg gegenüber Österreich die Nase vorne. Dieses Wochenende stand jedoch im Zeichen des Benni Raich. Er macht in zwei Rennen 160 Punkte und verlässt Adelboden als Gesamtweltcupführender mit einem Polster von 117 Punkten auf Miller und Rahlves. Der Slalom-Weltcup steht bisher ganz im Zeichen von Giorgio Rocca. Nach vier Rennen hält er bei 400 Punkten. Dem Maximum! Erster Verfolger ist Ted Ligety, der bisher eine ganze starke Saison fährt. Sein Rückstand beträgt bereits 140 Punkte. Bester Österreicher in dieser Wertung ist Benni Raich, er hat auf Rocca aber bereits 260 Punkte Rückstand. Die Titelverteidigung dürfte wohl außer Reichweite sein. Ein ausführlicher Bericht folgt im Laufe des Nachmittags


4. Sieg im 4. Rennen - Slalomkönig Giorgio Rocca aus Italien


Ted Ligety: Freude im Zielraum über Platz 2


Was für ein Wochenende für Benny Raich: Platz 1 und Platz 3


Lichtblick im DSV Lager: Alois Vogel wird Neunter


Akira Sasaki: Das Kuonisbergli verzeiht keinen Fehler

Der Blick zurück - Saison 2003/04
Schönfelders Lambada in Adelboden

Rainer Schönfelder (AUT) fährt heute in Adelboden zu seinem insgesamt 5. Weltcupsieg und legt im Ziel vor Freude einen Lambada mit vollendetem Hüftschwung hin. Ebenso unverwechselbar wie der Tanzstil des Siegers ist der Fahrstil des Amerikaners Bode Miller, der sich mit einer wie immer risikoreichen Fahrt auf Platz 2 (+0,19) schiebt und somit einen Dreifachtriumpf der Österreicher vereitelt. Auf Platz 3 landet Benjamin Raich (AUT +0,50) der damit wieder die Führung im Gesamtweltcup übernimmt. Dahinter auf Platz 4 Mario Matt (AUT +0,90), 5. Drago Grubelnik (SLO +1,39) mit einer sensationellen Aufholjagd von Platz 24 nach dem ersten Durchgang, 6. Edoardo Zardini (ITA +1,68 mit Startnummer 40 und nach Platz 16 im ersten DG), 7. Akira Sasaki (JPN +1,74), 8. Giorgio Rocca (ITA +1, ). 9. Pierrick Bourgeat (FRA +1, ). 10. Tom Stiansen (NOR +1,)

Der Halbzeitführende Manfred Pranger (AUT) fädelte nach sensationeller Fahrt kurz vor der Zwischenzeit ein und war damit neben dem bereits im ersten DG ausgeschiedenen Kalle Pallander der prominenteste Ausfall. Auch bereits im ersten Lauf ausgeschieden die beiden DSV Läufer Alois Vogl und Felix Neureuther.

Wir warten ab, ob die Altherren Maier oder Eberharter nach der Abfahrt am kommenden Samstag in St. Anton dem Youngstar Raich die Führung im Weltcup wieder wegnehmen können, oder ob sich vielleicht sogar Bode Miller mit einem weiteren Topslalomergebnis am Arlberg zwischen das österreichische Führungstrio schiebt ....

Aus dem Austria Infopoint: C. Egger

SAISON 2001/02 - Rennen
Adelboden, 06.01.2002
Bode Miller gewinnt Slalom in Adelboden
Markus Eberle mit Rang 11 für Olympia qualifiziert

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Bode Miller gewinnt in Adelboden

Bode Miller aus den USA gewinnt, mit einem Vorsprung von 1,92 Sekunden den Slalom von Adelboden vor Ivica Kostelic aus Kroatien. Mitja Kunc konnte von Rang 15 nach dem 1. Durchgang auf Rang 3 vorfahren. Auf den Plätzen 4 bis 7 folgen, Kalle Palander (FIN), Tom Stiansen (NOR), sowie die beiden Österreicher Rainer Schönfelder und Manfred Pranger. Besonders erfreulich ist das Abschneiden von Markus Eberle, mit Rang 11 hat er sein Olympiaticket in der Tasche.

 

 

 

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