Österreichs Skistars haben in
Schweizer Adelboden auch am Sonntag dominiert und bescherten dem
Schweizer Team ein Heimdebakel auf dem Chuenisbärgli.
Einen Tag nach dem Riesenslalom Sieg
von Benjamin Raich sorgte Reinfried Herbst im Slalom dank toller
Aufholjagd im zweiten Durchgang für den zweiten ÖSV-Erfolg an diesem
Wochenende. Der 30-jährige Salzburger gewann vor seinem Teamkollegen
Manfred Pranger, der nach dem ersten Lauf noch in Führung lag.
"Was gibt es Schöneres als hier in
Adelboden vor dieser Kulisse zu gewinnen!" freute sich der 30-Jährige „Herbstl“
über seinen vierten Weltcup-Erfolg. Die Freude überwog auch bei Pranger,
obwohl er den Sieg erst mit einem Fehler unmittelbar vor dem Ziel
vergab.
Schlimmer ist es im zweiten Durchgang
Benjamin Raich ergangen, der Tiroler rutschte von Platz zwei auf Rang 11
ab. Er blieb aber Führender im Gesamtweltcup. Den Sprung unter die
besten Zehn schafften jedoch die ÖSV Fahrer Marcel Hirscher (6.) und
Mario Matt (7.).
Den dritten Platz auf dem Podest
sicherte sich Felix Neureuther aus Garmisch Partenkirchen. Mit diesem
Erfolg hat Neureuther außerdem die WM-Norm erfüllt. Der 24-Jährige war
der einzige deutsche Fahrer im zweiten Lauf. Stefan Kogler verpasste die
Qualifikation für den zweiten Durchgang, Dominik Stehle und Fritz Dopfer
schieden im 1. Lauf nach Fahrfehlern aus.
Das Schweizer Team mußte am
Chuenisbärgli eine brutale Schlappe einstecken. Kein einziger der
insgesamt sechs gestarteten Eidgenossen erreichte den zweiten Lauf beim
Heimrennen im Berner Oberland. Das Unglück nahm mit Daniel Albrecht und
seinem Ausfall nach guter Zwischenzeit seinen Lauf.
In erbarmungsloser Regelmässigkeit
scheiterten auch Silvan Zurbriggen, Marc Berthod, Sandro Viletta und
Mauro Caviezel auf dem anspruchsvollen Hang am Chuenisbärgli. Marc Gini
erreichte als einziger Schweizer ohne grösseren Zwischenfall das Ziel -
allerdings mit einer Zeit, die nur für den 31. Rang reichte. Die zweite
Slalom-Entscheidung ohne Schweizer in Serie war Tatsache.
Mit Hans Imboden nahm dennoch ein
Schweizer im finalen Durchgang teil und wurde schliesslich 27. Der
Haken: Imboden fährt für Moldawien...
Auch am Sonntag pilgerten mit 15 000
Ski-Fans zahlreiche Personen nach Adelboden und sorgten bei prächtigem
Wetter für eine ausgezeichnete und sportlich faire Stimmung. Vor allem
die Ahtleten zeigten sich begeistert von der Ambiente und verteilten ein
grosses Lob an die Zuschauer.
Manfred Pranger
führt beim
Slalom auf dem
Chuenisbärgli
Stahlblauer Himmel, pickelharte Piste
und eine ausverkaufte Tribünen im Zielraum. Das 3600-Seelendorf
Adelboden war bestens gerüstet für den Ansturm von 15.000 Zuschauern auf
das Chuenisbärgli.
Bestens vorbereitet zeigten sich auch
die Rennläufer des ÖSV. Manfred Pranger aus Hall i. Tirol führt nach dem
1. Durchgang in einer Zeit von 49,14 vor seinem Teamkollegen und
Riesenslalom Vortagessieger Benjamin Raich (+ 0,34). Auf dem 3. Rang
folgt der Franzosen Julien Lizeroux (+ 0,16).
Die bestens präparierte Rennpiste
nutze Bode Miller (+ 0,51) zum Vollenangriff. Sein Alles oder Nichts
Stil bescherte dem US Amerikaner Rang 4 nach dem 1. Lauf.
Der Zweite in der Slalom
Disziplinenwertung Ivica Kostelic (+ 0,63) aus Kroatien reihte sich auf
dem 5. Platz vor dem jungen Österreicher Marcel Hirscher (+ 0,65) und
dem besten Südtiroler Manfred Mölgg (+ 0,77) ein.
Die starke Mannschaftsleistung des ÖSV
unterstrich Reinfried Herbst (+ 0,98) aus Salzburg, der sich hinter dem
US Amerikaner Ted Ligety (+ 0,84) und dem Italiener Giorgio Rocca (+
0,94) auf dem 10. Rang platzierte.
Den Finaleinzug für das ÖSV Team
schafften auch Mario Matt (+ 1,22) als 14. und Wolfgang Hörl (+ 1,42)
auf Rang 19.
Der im Slalomweltcupführende
Jean-Baptiste Grange (+ 1,08) musste sich mit Rang 11 begnügen.
Auch für Felix Neureuther (+ 1,23)
lief es nicht wie gewünscht. Ein Fehler im oberen Teil der Strecke
kostete viel Zeit und so landete er trotz einer ansonsten sehr guten
Fahrt nur auf Rang 15. Der zweite DSV Starter Stefan Kogler scheiterte
knapp an der Qualifikation für den Finallauf.
Für das Swiss-Team gab es auch beim
heutigen Slalom keinen Grund zum Feiern. Marc Berthod, Silvan Zurbriggen
und Daniel Albrecht schieden aus oder landeten nach Stürzen am Ende des
Feldes. Marc Gini scheiterte als 31. knapp am Finaleinzug. Somit ist der
einzige Schweizer im Finale, der für Moldawien startende Urs Imboden.
Das letzte
Rennen - Slalom der Herren in Zagreb Grange gewinnt Flutlichtslalom von
Zagreb
Der Franzose Jean-Baptiste Grange
gewann vor 20'000 Zuschauern den Slalom Krimi von Zagreb und verhinderte
um 0,05 Sekunden den Heim-Triumph des Kroaten Ivica Kostelic.
Grange, der seinen sechsten
Weltcupsieg feierte, übernahm damit auch die Führung in der
Weltcup-Gesamtwertung vom ausgeschiedenen Norweger Aksel Lund Svindal.
Der Franzose hatte schon den ersten Slalom der Saison in Levi für sich
entschieden und war in Alta Badia hinter Kostelic Zweiter geworden.
"Ich bin sehr glücklich über den Sieg,
denn ich mag dieses Rennen. Der Kurs war diesmal sehr schwer. Ich habe
gehört das Kostelic vorne war. Das hat mich ein wenig nervös gemacht,
denn es ist hier nicht leicht, sich zu konzentrieren. Die Stimmung ist
schon einmalig, das bekommt man auch während der Fahrt mit", sagte
Grange, der für seinen Erfolg 60.000 Euro kassierte.
Kostelic hatte schon im letzten Jahr
im Heimrennen den zweiten Platz belegt, damals hinter Mario Matt. Die
Überraschung des Rennen schuf der 24-jährige Italiener Giuliano Razzoli,
der mit der Startnummer 43 den 3. Platz erkämpfte.
Bester Österreicher wurde Benjamin
Raich, der sich mit Laufbestzeit in der Entscheidung noch vom 28. auf
den sechsten Platz vorkämpfte. Der Tiroler hatte wie Reinfried Herbst
Riesenpech, weil bei seiner Fahrt im ersten Lauf dichter Nebel
geherrscht hatte. Vorjahressieger Mario Matt war zwar bester ÖSV-Läufer
im von schlechter Sicht geprägten ersten Durchgang, fiel dann im Finale
aber auf Platz 19 zurück.
Einen Platz hinter Raich auf Rang 7
landete Reinfried Herbst, der im ersten Durchgang ebenfalls durch die
schlechte Sicht behindert war und nur den 25. Platz belegte. Patrick
Bechter verbesserte sich im zweiten Lauf auf den 10. Rang.
Mit viel Selbstvertrauen, nach seinem
Show Sieg von Moskau ging der Partenkirchener Felix Neureuther in den
Flutlichtslalom von Zagreb: „Ich habe es leider nicht so umsetzen können
und habe gestern noch müde Beine gehabt von dem Trip“, sagte der 24
-Jährige, der sich am Ende mit dem 19. Rang begnügen mußte. Der zweite
deutsche Starter, Stefan Kogler aus Schliersee, war im ersten Durchgang
ausgeschieden.
Kogler war bei seinem Aus in bester
Gesellschaft, denn im ersten Durchgang verfehlten 31 der 75 Starter ein
Tor oder stürzten.
Die Schweizer Alpinen enttäuschten:
Keiner schaffte es in den Finaldurchgang.
Jean-Baptiste Grange und Ivica
Kostelic scheinen derzeit die Slalomhänge und die Konkurrenz sicher im
Griff zu haben.
Der Franzose und der Kroate dominieren
den Slalomweltcup, Grange führt nach drei Rennen und den eindrucksvollen
Platzierungen eins, zwei und eins mit 280 Punkten vor Kostelic, der nach
den Rängen fünf, eins und zwei 225 Zähler aufweist.
Der drittplatzierte Tiroler Benjamin Raich hat vor dem Rennen am Sonntag
in Adelboden (10.15 und 13.15 Uhr, live in ORF1) bereits 180 Punkte
Rückstand auf Grange.
"Grange und Kostelic haben derzeit dieses Selbstvertrauen, diese
Lockerheit und diese Selbstverständlichkeit. Wenn man so eine Form hat,
dann ist man praktisch vor jedem Fehler und Ausfall gefeit. Genau das
fehlt uns aktuell leider ein wenig", meinte ÖSV-Technikcheftrainer
Christian Höflehner über die beiden bisherigen Saisondominatoren.
Grange hat es zur allgemeinen Überraschung sogar geschafft, als Leader
im Gesamtweltcup nach Adelboden zu reisen.
"Für den Gesamtweltcup habe ich ihn, ganz ehrlich gesagt, nicht auf der
Rechnung gehabt", gestand auch Raich, der dem Franzosen aber
mittlerweile auch im Kampf um die große Kristallkugel alles zutraut.
"Wenn er im Slalom so konstant weiterfährt, dann wird er sicher noch
viele Punkte sammeln."
Kostelic sieht leichte Vorteile für seinen großen Rivalen. "Im Moment
schaut es nach einem Duell zwischen uns beiden aus. Aber es ist extrem
schwer, mit ihm mitzuhalten. Er ist sehr schwer zu schlagen."
ÖSV-Herren-Boss Toni Giger ist sich aber dennoch sicher: "Unsere Läufer
können da schon ein Wörtchen mitreden."
Und auch Raich sieht sich von Grange und Kostelic nicht weit entfernt.
"Wenn man einen Lauf hat, macht einen das natürlich stärker. Aber auch
ich habe genug Selbstvertrauen." Der Tiroler hatte vergangenen Dienstag
beim Zagreb-Slalom Pech mit dem Nebel gehabt, war jedoch mit Bestzeit im
zweiten Lauf noch vom 28. auf den sechsten Platz gefahren.
Auch Mario Matt wird den Slalom bestreiten. Der Tiroler war in den
vergangenen Tagen von einer Magengrippe und einer Verkühlung
beeinträchtigt gewesen und hatte deshalb den Riesentorlauf am Samstag
ausgelassen.
"Es geht ihm besser. Wie viel Substanz ihn die Sache gekostet hat, wird
man allerdings erst sehen", meinte ÖSV-Techniktrainer Christian
Höflehner am Samstagnachmittag.
Für den ÖSV ist der Slalom die einzige der fünf Disziplinen, in der er
noch ohne Saisonerfolg dasteht.
Bis zur WM bieten sich jedoch noch jede Menge Möglichkeiten, im
Super-Slalom-Monat Jänner warten nach Zagreb noch die Rennen in
Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming, am 1. Februar wird in
Garmisch-Partenkirchen gefahren.
Der Salzburger Reinfried Herbst hofft, dass ihm ab sofort das Glück zur
Seite steht und die ersten Topergebnisse des WM-Winters beschert. "Ich
weiß, was ich draufhabe, ich kann jederzeit aufs Podium fahren. Jetzt
muss ich die Rakete schön langsam starten, denn jetzt geht es im Slalom
Schlag auf Schlag."
BLICK
ZURÜCK SAISON 2007/08 Matt gewinnt Slalom in Adelboden
Die österreichische Antwort auf den schweizer
Doppelsieg von gestern: Mario Matt gewinnt trotz Rückenproblemen in
einer Zeit von 1.48,45 vor Benjamin Raich (AUT +0,10 Sek) und einem
entfesselt fahrenden Felix Neureuther (GER +0,14 Sek) „Heute ist es sehr
gut gelaufen für mich. Ich hab im ersten Lauf einen schweren Fehler
gehabt, hab im zweiten Lauf alles riskiert. Es ist mir aufgegangen. Nur
14 Hundertstel hinter solchen Top-Leuten zu landen. Natürlich ärgert man
sich ein bisserl – aber ich bin sehr zufrieden“. Dahinter ein weiterer
Österreicher: Rainer Schönfelder – er muss sich seinen vierten Platz
zwar mit dem Italiener Manfred Mölgg (+0,69 Sek) teilen, ist mit diesem
Spitzenplatz nach seinen Verletzungen von Bad Kleinkirchheim aber sicher
sehr zufrieden. Ivica Kostelic (CRO +0,77 Sek), nach dem ersten Lauf
noch Zweiter, kommt im zweiten leider nicht mehr so ideal mit der
steilen Piste zurecht und fällt auf den 6. Rang zurück. 7. Julien
Lizeroux, (FRA +0,91 sek), 8. der Amerikaner James Cochran (+1,27 Sek),
der nach dem Ausritt des drittplatzierten Ted Ligety für die USA in die
Presche springt. 9. Marcel Hirscher, ein vielversprechender Youngstar
aus dem ÖSV (+1,28 Sek), fährt mit Startnummer 48 in die Top Ten und auf
Platz 10 noch Giorgio Rocca (ITA +1,29 Sek), der sich langsam wieder an
die Spitze heran kämpft. Leider ausgefallen im Finale unter anderem Ted
Ligety, Jean-Baptiste Grange und Akira Sasaki. Somit steht es im neu
entbrannten Konkurrenzkampf Österreich – Schweiz nun wieder ausgeglichen
5:5 in Siegen, bevor der Weltcup zu den ganz großen Klassik-Wochenenden
nach Wengen und Kitzbühel zieht. Für Spannung und hohes Fanaufkommen ist
gesorgt!
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
1. Mario Matt AUT 1:48,45
2. Benjamin Raich AUT 1:48,55
3. Felix Neureuther GER 1:48,59
4. Manfred Mölgg ITA 1:49,14
. Rainer Schönfelder AUT 1:49,14
6. Ivica Kostelic CRO 1:49,22
7. Julien Lizeroux FRA 1:49,36
8. Jimmy Cochran USA 1:49,72
9. Marcel Hirscher AUT 1:49,73
10. Giorgio Rocca ITA 1:49,74
Blick Zurück - Saison 2006/07:
Sensationssieg von Marc Berthod auf
dem Kuonisbergli
Marc Berthod hat bei seinem Heimspiel in Adelboden
völlig überraschend den vierten Weltcup-Slalom des WM-Winters gewonnen.
Mit Startnummer 60 hatte sich der 23-Jährige als 27. gerade noch für das
Finale qualifiziert, ehe er mit einem Traumlauf auf dem Kuonisbergli zu
seinem ersten Sieg im Weltcup fuhr und damit nach einer Durststrecke von
103 Rennen die Erfolglosigkeit der Schweizer Ski-Herren beendete. In
einer Gesamtzeit von 1:47,42 Minuten lag Berthod vor Benjamin Raich aus
Österreich (1:47,68) und dessen Landsmann Mario Matt (1:47,80). Die
ÖSV-Herren legten damit eine eindrucksvolle Reaktion auf das Debakel von
Alta Badia hin - am 18. Dezember war kein Österreicher in den Top 30
gelandet. Von 27 auf 1 - das bedeutet «Weltrekord», das hatte vor Marc
Berthod noch keiner geschafft. Die bisherige Bestmarke hatte Benjamin
Raich gehalten, der vor sieben Jahren in Schladming den Nachtslalom aus
der 23. Position für sich entschieden hatte. Für den Pitztaler war es
damals ebenfalls der erste Weltcup-Sieg gewesen. Keinen Rekord bedeutet
allerdings der Sieg mit der Nummer 60. "Unglaublich, das war ein echter
Traumlauf. Das ist wirklich cool", konnte Berthod sein Glück gar nicht
fassen. "Als ich am Vormittag mit Nummer 60 gestartet bin, habe ich
keine Sekunde an den Sieg gedacht", so der Zweitplatzierte der
Superkombi im November 2006 in Beaver Creek. "Ich mag den Berg, hier
läuft es auch im Training immer gut für mich." Wie unglaublich die Fahrt
von Berthod im zweiten Lauf war, zeigt die Tatsache, dass er 1,53
Sekunden schneller als der zweitschnellste Manfred Mölgg (ITA) war. Nach
dem ersten Durchgang hatte der Schweizer gar 2,76 Sekunden Rückstand auf
den Leader Markus Larsson (SWE). Seine Position im zweiten Lauf
verbesserte auch sein Teamkollege Daniel Albrecht. Berthods Kumpel
machte neun Plätze gut und schaffte damit sein zweitbestes Ergebnis in
dieser Sparte. Zahlreiche Favoriten sahen bei weicher Piste und
schwierigen Bedingungen - zunächst Regen, dann Sonne, dann Nebel - nicht
das Ziel. Gesamtweltcup-Leader Aksel Lund Svindal (NOR) schied im ersten
Durchgang im 18. Saisonrennen erstmals aus. Ebenfalls bereits im ersten
Lauf verabschiedeten sich Manfred Pranger (AUT), Ted Ligety (USA), Andre
Myhrer (SWE) und Ivica Kostelic (CRO). Im zweiten Durchgang folgten auch
Rainer Schönfelder (AUT) und Bode Miller (USA). Der Weltcup-Tross bleibt
jetzt in der Schweiz. Die Punktejagd geht am kommenden Wochenende in
Wengen weiter, am Freitag steht die Superkombi, am Samstag die Abfahrt
und am Sonntag der Slalom auf dem Programm. Abzuwarten bleibt jedoch,
wie das anhaltende Warmwetter im Berner Oberland dem Lauberhorn zusetzt.
Das erste Training für die 77. Lauberhornabfahrt ist am Mittwoch um
12.30 Uhr geplant.
1. Marc Berthod SUI 1:47,42
2. Benjamin Raich AUT 1:47,68
3. Mario Matt AUT 1:47,80
4. Kalle Palander FIN 1:47,82
5. Markus Larsson SWE 1:47,97
6. Giorgio Rocca ITA 1:48,10
7. Manfred Mölgg ITA 1:48,11
BLICK
ZURÜCK SAISON 2005/06
Slalomsieg Nummer 4 für Giorgio Rocca
in Adelboden
Der Italiener Giorgio Rocca setzte heute Sonntag
seine Siegesserie dieser Saison fort und holte sich den 4. Sieg im 4.
Slalom. 1:39,14 war seine Gesamtzeit, an der die Konkurrenten scheiterten.
„Ich freue mich, dass ich mit guter Form nach Österreich komme. Ich fahre
sehr sicher, kann mir leisten, bei schwierigen Stellen etwas zu
bremsen.“Ted Ligety (USA +0,60) erreichte auf der schwierigen Piste am
Kuonisbergli Platz 2 und somit sein bestes Slalomergebnis überhaupt. Der
gestrige Riesentorlaufsieger Benjamin Raich (AUT +0,78) erreichte Rang 3.
„Der zweite Lauf war schwierig. Ich war nicht ganz zufrieden mit meiner
Leistung heute. Ich war eigentlich immer ein bisschen hintennach. Ich habe
versucht, alles zu geben. Aber es hat nicht ganz gereicht. Ich hab nicht
ganz die Spannung aufgebaut wie gestern. Ich bin aber sehr zufrieden mit
Platz drei. Giorgio ist derzeit nicht zu schlagen, er ist auch im zweiten
wieder ganz sicher runter gefahren.“ 4. wurde der regierende
Slalom-Olympiasieger Jean-Pierre Vidal (FRA +1,07) vor Kalle Palander (FIN
+1,31), der nach einer fehlerhaften Fahrt vom 3. auf den 5. Rang
zurückfiel. Platz 6 und 7 gehörte heute den Schweden mit Markus Larsson
(+1,34) und Andre Myhrer (+1,42). 8. wurde der Norweger Kjetil Jansrud
(+0,93). An die 9. Stelle, endlich wieder ein Lebenszeichen der deutschen
Mannschaft, konnte sich Alois Vogl (+2,02) setzen. (Felix Neureuther wurde
18. mit +3,78 Rückstand). Michael Janyk (CAN +2,13) verteidigte seinen 10.
Zwischenrang erfolgreich. Besonders schwierig war für die Läufer heute der
steile, eisige Zielhang, wo zwar nicht viele ausschieden, aber das Tempo
doch sehr reduzieren mussten, um im Rennen zu bleiben. Ausgefallen sind im
2. Lauf Martin Marinac (AUT), Tom Rothrock (USA) Akira Sasaki (JPN) und
Ivica Kostelic (CRO). Der Slalomweltcup wird Giorgio Rocca (ITA) nur noch
schwer zu nehmen sein, er führt mit dem Maximum von 400 Punkten. 2. ist
Ted Ligety (USA), der ebenfalls eine tolle Slalomsaison hat, mit 240
Punkten und 3. Benjamin Raich (AUT) mit 140 Punkten. Im Gesamtweltcup ist
noch nichts entschieden. Benjamin Raich holte sich in Adelboden 160 Punkte
ab und führt nun mit 606 Punkten und 117 Punkten Vorsprung auf die
Amerikaner Bode Miller und Daron Rahlves (beide 489 Punkte) und Michael
Walchhofer (AUT 470 Punkte). Die Herren bestreiten ihre nächsten Rennen in
Wengen, wo die klassische Lauberhornabfahrt, der Slalom und eine
Superkombination auf dem Programm stehen. Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: M.Riedler
Rocca gewinnt auch Slalom in Adelboden
Vierter Slalom dieser Saison - der vierte Sieg für Giorgio Rocca. Er
scheint derzeit nicht zu schlagen. 400 Punkte seine Ausbeute nach vier
Rennen. Der Slalom-Weltcup ist ihm wohl bereits sicher! Zweiter wird trotz
Patzers Ted Ligety - sein bestes Ergebnis. Raich steht als Dritter am
Podest und macht wichtige Weltcup-Punkte. In der ewigen Bestenliste an
Slalom-Siegen hat Italien nun um einen Sieg gegenüber Österreich die Nase
vorne. Dieses Wochenende stand jedoch im Zeichen des Benni Raich. Er macht
in zwei Rennen 160 Punkte und verlässt Adelboden als
Gesamtweltcupführender mit einem Polster von 117 Punkten auf Miller und
Rahlves. Der Slalom-Weltcup steht bisher ganz im Zeichen von Giorgio Rocca.
Nach vier Rennen hält er bei 400 Punkten. Dem Maximum! Erster Verfolger
ist Ted Ligety, der bisher eine ganze starke Saison fährt. Sein Rückstand
beträgt bereits 140 Punkte. Bester Österreicher in dieser Wertung ist
Benni Raich, er hat auf Rocca aber bereits 260 Punkte Rückstand. Die
Titelverteidigung dürfte wohl außer Reichweite sein. Ein ausführlicher
Bericht folgt im Laufe des Nachmittags
4. Sieg im 4. Rennen - Slalomkönig Giorgio Rocca aus Italien
Ted Ligety: Freude im Zielraum über Platz 2
Was für ein Wochenende für Benny Raich: Platz 1 und Platz 3
Lichtblick im DSV Lager: Alois Vogel wird Neunter
Akira Sasaki: Das Kuonisbergli verzeiht keinen Fehler
Der
Blick zurück - Saison 2003/04 Schönfelders Lambada in
Adelboden
Rainer Schönfelder
(AUT) fährt heute in Adelboden zu seinem insgesamt 5. Weltcupsieg und
legt im Ziel vor Freude einen Lambada mit vollendetem Hüftschwung hin.
Ebenso unverwechselbar wie der Tanzstil des Siegers ist der Fahrstil des
Amerikaners Bode Miller, der sich mit einer wie immer risikoreichen Fahrt
auf Platz 2 (+0,19) schiebt und somit einen Dreifachtriumpf der
Österreicher vereitelt. Auf Platz 3 landet Benjamin Raich (AUT +0,50) der
damit wieder die Führung im Gesamtweltcup übernimmt. Dahinter auf Platz
4 Mario Matt (AUT +0,90), 5. Drago Grubelnik (SLO +1,39) mit einer
sensationellen Aufholjagd von Platz 24 nach dem ersten Durchgang, 6.
Edoardo Zardini (ITA +1,68 mit Startnummer 40 und nach Platz 16 im ersten
DG), 7. Akira Sasaki (JPN +1,74), 8. Giorgio Rocca (ITA +1, ). 9. Pierrick
Bourgeat (FRA +1, ). 10. Tom Stiansen (NOR +1,)
Der Halbzeitführende
Manfred Pranger (AUT) fädelte nach sensationeller Fahrt kurz vor der
Zwischenzeit ein und war damit neben dem bereits im ersten DG
ausgeschiedenen Kalle Pallander der prominenteste Ausfall. Auch bereits im
ersten Lauf ausgeschieden die beiden DSV Läufer Alois Vogl und Felix
Neureuther.
Wir warten ab, ob die
Altherren Maier oder Eberharter nach der Abfahrt am kommenden Samstag in
St. Anton dem Youngstar Raich die Führung im Weltcup wieder wegnehmen
können, oder ob sich vielleicht sogar Bode Miller mit einem weiteren
Topslalomergebnis am Arlberg zwischen das österreichische Führungstrio
schiebt ....
Aus dem
Austria Infopoint: C. Egger
SAISON
2001/02 - Rennen Adelboden, 06.01.2002
Bode Miller gewinnt Slalom in Adelboden
Markus Eberle mit Rang 11 für Olympia qualifiziert
Bode Miller gewinnt in
Adelboden
Bode Miller aus den
USA gewinnt, mit einem Vorsprung von 1,92 Sekunden den Slalom von
Adelboden vor Ivica Kostelic aus Kroatien. Mitja Kunc konnte von Rang 15
nach dem 1. Durchgang auf Rang 3 vorfahren. Auf den Plätzen 4 bis 7
folgen, Kalle Palander (FIN), Tom Stiansen (NOR), sowie die beiden Österreicher
Rainer Schönfelder und Manfred Pranger. Besonders erfreulich ist das
Abschneiden von Markus Eberle, mit Rang 11 hat er sein Olympiaticket in
der Tasche.