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Herren-Slalom von Val d'Isere abgesagt

Der Weltcup-Slalom der Herren am Sonntag in Val d'Isere ist aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Heftige Windböen und Schneeverwehungen machten eine Austragung der WM-Generalprobe im Torlauf unmöglich.

Die alpinen Ski-Herren reisen nun am Dienstag nach Gröden, wo eine Abfahrt und ein Super-G stattfinden, vor Weihnachten folgt weiters noch ein Riesentorlauf in Alta Badia.

Der Slalom wird voraussichtlich am Montag, den 22. Dezember, in Alta Badia nachgetragen. Das sagte ÖSV-Herren-Cheftrainer Toni Giger am Sonntag nach der Teamführer-Besprechung. Er erwartet sich, dass diese vorläufige Entscheidung beim Team-Captains-Meeting in Gröden bestätigt wird.

Noch mehr Informationen finden Sie im Skiweltcup-Forum

Übertragungszeiten:

LIVE: Sonntag, 14.12.2008 - 10.15 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Val d'Isère (FRA)
2. Slalom der Herren: 1. Durchgang

LIVE: Sonntag, 14.12.2008 - 10.25 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Val d'Isère (FRA)
2. Slalom der Herren: 1. Durchgang

LIVE: Sonntag, 14.12.2008 - 10.30 Uhr - ARD
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Val d'Isère (FRA)
2. Slalom der Herren: 1. Durchgang

LIVE: Sonntag, 14.12.2008 - 13.15 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Val d'Isère (FRA)
2. Slalom der Herren: 2. Durchgang

LIVE: Sonntag, 14.12.2008 - 13.25 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltcup 2008/09 in Val d'Isère (FRA)
2. Slalom der Herren: 2. Durchgang




Startliste zum Slalom der Herren bitte hier klicken

Das letzte Rennen - Slalom Weltcupfinale der Herren in Bormio
Sieg für Grange in Levi!

Jean-Baptiste Grange siegt mit einer Machtdemonstration in Levi! In einer Gesamtzeit von 1:44,49 und 0,79 Sekunden Vorsprung auf einen kaum wieder zu erkennenden Bode Miller, legt Grange zu Beginn der neuen Saison die Slalomlatte für die Konkurrenz sehr hoch. Grange: „Ich habe über den Sommer sehr hart gearbeitet, habe auch am Material viel gearbeitet. Und es hat sich ausgezahlt. … Der große Vorsprung ist eine große Überraschung, weil ich im oberen Teil einen schweren Fehler hatte.“

Bode Miller überrascht mit einem „intelligenten“ Ritt auf dem vom Vater Kostelic schwierig gesetzten Kurs, der viele Ausfälle fordert. Doch Miller verspricht noch mehr: „Es fühlt sich für mich nicht an wie eine Explosion. Es waren einige Fehler dabei, vor allem im ersten Durchgang. Wenn ich mein bestes Skifahren zeige, dann geht es noch besser. Der Druck ist noch unterhalb der Tore, nicht oberhalb. Da ist noch einiges drin und das ist positiv für mich.“

Nach den frühen Ausfällen von Benjamin Raich und Reinfried Herbst liegt es an Mario Matt, die Ehre der Österreicher mit Platz 3 (+ 0,93) aufrecht zu halten. Einigermaßen zufrieden meint er nach dem Rennen: „Das Tor oben war schon ein bisserl eigenartig. Ich hab mir das auch etwas leichter vorgestellt. Gott sei Dank ist es bei mir gut ausgegangen. Ich war schon im Training sehr schnell, hatte aber im ersten Durchgang auf den eisigen Stellen einige Probleme.“

Ein Traumcomeback feiert der einzige Schweizer des zweiten Durchganges. Silvan Zurbriggen. Er geht mit Platz 21 aus dem ersten Lauf ins Rennen und katapultiert sich mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang auf Platz 4 – nur 13 Hundertstel fehlen ihm auf das Stockerl!

Ivica Kostelic (CRO, +1,08) schafft die vorgenommene Aufholjagd auf dem Kurs seines Trainervaters nicht und muss sich mit dem guten 5. Rang begnügen. Hinter ihm endlich wieder 2 Schweden in den Top Ten: auf den Plätzen 6 und 7 Andre Myhrer (+1,10) und Mattias Hargin (+1,32).

Steve Missillier (+1,33) wird als zweitbester Franzose 8., während Landsmann Julien Lizeroux nach durchwachsener Fahrt auf Platz 15 zurück rutscht – Rückstand 2,03 Sekunden.

Als 22. nach dem ersten Durchgang schafft Mitja Dragsic den Sprung in die Top Ten und wird mit 1,67 Sekunden Rückstand 9.

Die besten 10 komplettiert der Vorarlberger Patrick Bechter (+1,46). Er musste in der Vorwoche im starken österreichischen Slalomteam noch interne Qualifikation fahren, um überhaupt nach Levi mitgenommen zu werden. Trotz den schmerzhafen Ausfällen von Raich und Herbst, dürfen die Österreicher auf ein gutes Mannschaftsergebnis mit Manfred Pranger auf Platz 11 und Wolfgang Hörl auf Platz 13 blicken. Natürlich hätte man gerade von Leuten wie Raich und Herbst, aber auch vom jungen Marcel Hirscher, der die Qualifikation für den zweiten Durchgang nicht geschafft hat, mehr erwartet. Doch der heutige Lauf und vor allem die extrem knappen Zeitabstände nach dem ersten Durchgang verlangten heute vollen Angriff. Nicht nur um einen Spitzenplatz zu ergattern – vor allem auch, um nicht nach hinten durchgereicht zu werden. Alles oder nichts hieß das Prinzip und dies ging für viele Läufer nicht auf, wie die hohe Ausfallquote beweist. Schon fast kurios: wir finden keinen Italiener im Endclassement!

Höchst erfreulich jedoch das Ergebnis aus deutscher Sicht: hatte man nach dem ersten Durchgang noch den quasi Ausfall von Felix Neureuther (hatte nach einem Steher keine Chance mehr auf den zweiten Durchgang) zu betrauern, darf man sich über den guten 16. Platz von Stefan Kogler und den 19. Platz von Dominik Stehle freuen. Hoffentlich 2 Versprechen für die Zukunft – die WM in Garmisch 2011 naht!

Nun übersiedelt der Weltcuptross nach Amerika, wo uns sicher wieder spannende Rennen erwarten!

Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger
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1. Jean-Baptiste Grange FRA 1:44,49


2. Bode Miller USA 1:45,28


3. Mario Matt AUT 1:45,42


4. Silvan Zurbriggen SUI 1:45,55


5. Ivica Kostelic CRO 1:45,57


6. Andre Myhrer SWE 1:45,59


7. Mattias Hargin SWE 1:45,81


8. Steve Missilier FRA 1:45,82


9. Mitja Valencic SLO 1:45,83


10. Patrick Bechter AUT 1:45,95

Dominik Stehle: "Ich schaue immer von Rennen zu Rennen"

Skiweltcup.info: Hallo Dominik, beim letzten Weltcup Slalom in Levi hast Du Alle mit Platz 19 überrascht. Wie sind deine Erwartungen für den Slalom in Val d’Isere ?

Dominik Stehle: Das Rennen in Levi hat mich selbst auch ein wenig überrascht. Natürlich habe ich gewusst dass ich schnell Skifahren kann. Aber bei einem solchen Rennen muss einfach alles passen - vor allem im ersten Durchgang. Denn mit Startnummer 68 hat man nicht immer die Möglichkeit sich unter die ersten 30 zu fahren. Die Pistenverhältnisse in Levi waren sensationell. Hält die Piste hier in Val d'Isere genauso gut, dann ist mit einem guten Lauf wieder alles drin.

Skiweltcup.info: Hier in Val d’Isere steht in ein paar Wochen die Ski Weltmeisterschaft 2009 auf dem Programm. Hat dich das WM Fieber schon gepackt ? Wie siehst Du deine Chancen dabei zusein ?

Dominik Stehle: Nein, das WM Fieber hat mich noch nicht gepackt, denn ich schaue immer von Rennen zu Rennen. Bis dahin sind noch viele wichtige Wettkämpfe. Aber es wäre natürlich ein Traum bei der WM starten zu dürfen. Wenn die Leistung stimmt, stehen die Chancen gut. Aber das liegt jetzt an mir.

Skiweltcup.info: Wie schaut dein Programm für die nächsten Wochen aus ? Stehen neben den Weltcupslaloms auch Europacuprennen auf dem Programm ?

Dominik Stehle: Wir fahren direkt nach dem Slalom in Val d'Isere heim. Montag und Dienstag steht ein Konditionstraining auf dem Programm. Danach werden wir uns am Oberjoch auf die kommenden Europacup Slaloms vorbereiten. In Obereggen & Pozza di Fassa gilt es dann Europacup Punkte zu sammeln.

Skiweltcup.info: Dein Vater Peter Stehle war WM Teilnehmer 1978 in Garmisch Partenkirchen.33 Jahre später findet 2011 wieder eine WM in Garmisch Partenkirchen statt. Du bist dann 25 Jahre und im besten Alter für einen Slalomfahrer. Sind die langfristigen Planungen bereits auf dieses Fernziel ausgerichtet ?

Dominik Stehle: Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land ist etwas ganz besonderes. Die WM in Garmisch motiviert mich außerordentlich. Ich werde alles daran setzen, dort dabei zu sein. Langfristige Planungen sind auf jeden Fall auf dieses Ziel ausgerichtet.

Skiweltcup.info: Wie ist der Zusammenhalt im neuen deutschen Slalomteam. Unternehmt ihr in euerer Freizeit auch mal was gemeinsam (Felix Neureuther, Stefan Kogler und Du) ?

Dominik Stehle: Wir wohnen etwas weit voneinander weg. In der Trainings- und Rennfreien Phase ist jeder Zuhause und versucht sich zu entspannen. Bei uns im Team ist aber eine super Stimmung, wir verstehen uns alle sehr gut. Wenn wir unterwegs sind haben wir neben dem Training viel Spaß. Das gehört dazu & hilft uns abzuschalten, damit wir beim Training & bei den Rennen immer wieder mit voller Konzentration bei der Sache sind. Skifahren ist zwar ein Einzelsport, aber eine gute Stimmung untereinander hilft jedem.

Skiweltcup.info: Wie verbringst Du ansonsten deine Freizeit – welche Hobbys hast Du und wie kannst Du am besten entspannen ?

Dominik Stehle: Ich bin in meiner Freizeit bei mir daheim im Allgäu. Im Winter ist die Freizeit eher knapp. Aber am besten entspannen kann ich daheim bei meiner Familie, meiner Freundin & meinen Freunden. Neben dem Sport habe ich im März ein Studium an der Fachhochschule Ansbach aufgenommen. Das bezeichne ich zwar nicht als mein Hobby, aber es verkürzt mir natürlich die Freizeit

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Raich: Ausfall schnell abgehakt - Neues Rennen, neues Glück.

Nach seinem Sieg in der Super-Kombination von Val d'Isere hat Benjamin Raich am Samstag mit dem Ausfall im Riesentorlauf die theoretische Chance auf die Führung im Gesamtweltcup vergeben, der Pitztaler will aber am Sonntag im Slalom wieder voll angreifen.

"Das war ein Fahrfehler heute, das kann mal passieren. Jetzt will ich noch etwas Slalom trainieren und schauen, dass ich für morgen das richtige Gefühl bekomme", sagte der 30-Jährige.

Der Tiroler verletzte sich bei seinem Sturz leicht am Schienbein (Tibia) und am Wadenbein (Fibula). "Das Wadenbeinköpfchen hat auch etwas abbekommen, aber das ist für den Slalom kein Problem. Ich spüre es am Start und im Ziel, aber nicht im Rennen", so Raich.

Sturz und Verletzung konnten Raich aber nicht verunsichern, verfügt er nach den Siegen im Beaver-Creek-Riesentorlauf und der Kombi im französischen WM-Ort doch über großes Selbstvertrauen.

"Ich war von Saisonbeginn an in guter Form, aber es ist eng an der Spitze, es ist nicht immer möglich, auf dem Podest zu sein", erklärte der Gewinner von 32 Weltcup-Bewerben. Außerdem müsse man, wenn es nicht so laufe, dauernd schwierige Fragen beantworten, wenn der Erfolg da sei, könne man sich hingegen aufs Skifahren konzentrieren und brauche nicht zu viel nachzudenken.

Die Abfahrt in Gröden wird Raich auslassen und sich vor der Weihnachtspause auf den Super-G in Gröden und Riesentorlauf in Alta Badia konzentrieren.

Mario Matt, der den RTL am Samstag verpatzte und sich nicht für den zweiten Lauf qualifizierte, will noch nicht daran denken, dass er am Sonntag auf jenem Hang fahren wird, auf dem er sich im kommenden Februar zum dritten Mal den Slalom-Weltmeistertitel holen könnte.

"Das ist noch zu weit weg, damit beschäftige ich mich noch nicht. Das ist kein leichter Hang, aber es ist ein schöner, und es wird auch darauf ankommen, wie gesetzt wird", so der 29-Jährige, der seinen bisher letzten Weltcup-Sieg am 17. Februar in Zagreb gefeiert hatte.

Bescheiden klingt das Ziel von Technikspezialist Marcel Hirscher, der ohne Speed-Training in der Super-Kombination Dritter geworden war.

"Ich bin schon zufrieden, wenn ich mich qualifiziere. Nach dem Saisonstart in Levi, der nicht unbedingt erfolgreich war, und nach dem harten Training, das wir forciert haben, ist es umso schöner, dass es im Slalom so gut funktioniert hat", erklärte er nach der Kombination, in der er die drittbeste Slalomzeit markiert hatte.

Den Hang hat der 19-Jährige, der im vergangenen Winter zwei dritte Slalomplätze einfuhr, sofort in sein Herz geschlossen. "Viele Geländeübergänge, so soll ein Slalom sein. Selektiv und wechselhafte Pistenbedingungen."

"Es ist ein Berg, auf dem man kämpfen muss, anders ist es unmöglich, da runterzukommen. Wenn du zu hart pusht, bist du draußen. Jede Disziplin ist hier steil und hart. Auch der Slalom", weiß Raich.


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Seit der Saison 1992/93 wurde kein Slalom mehr in Val d'Isere ausgetragen !

Damals siegte der Schwede Thomas Fogdoe vor den beiden Österreichern Thomas Sykora und Hubert Strolz. Armin Bittner aus Deutschland wurde Vierter und Oliver Künzi aus der Schweiz Fünfter. 
 

 

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