Das ist Balsam auf die Seele der
Schination Österreich: nach der gestrigen Abfahrtspleite schlagen heute
die Slalomspezialisten voll zu. Manfred Pranger kann seine Führung aus
dem ersten Lauf dieses Wochenende mit einer Zeit von 1.40,36 verteidigen
und verweist Adelboden-Sieger Herbst auf Platz 2 (Rückstand 0,34). Für
Pranger ist es der erste Sieg nach vier harten Jahren, in denen er
verletzungsbedingt zurückgeworfen wurde. Erst vor einem Jahr hieß die
Diagnose noch „Kreuzbandriss“. Pranger bekam damals eine SMS von Herbst
mit dem Inhalt „es gibt Schlimmeres!“ – und wer sollte es besser wissen,
als Reinfried Herbst, der selber bereits mehrere Knieoperationen hinter
sich hatte? Nun sind beide wieder auf der Siegerstrasse angekommen.
Bravo!
Auf Platz 3 verhindert Ivica Kostelic (CRO)
den absoluten rot-weiß-roten Triumphzug. Er liegt nur 5 Hundertstel
hinter Herbst. Auf Platz 4 der Jungspund Marcel Hirscher (AUT +0,48) und
hinter ihm der nach wie vor Weltcupführende Benjamin Raich (AUT +0,93).
Raich kann seine Führung sogar leicht ausbauen und führt nun mit 62
Punkten vor Grange und 92 vor Kostelic. Beachtenswert allerdings, wie
Kostelic angesichts seines Programms – er ist in Wengen alle Rennen
gefahren – seine Slalomform halten kann! Und auch in den Speedbewerben
macht er große Fortschritte.
Erst auf Platz 6 finden wir heute den
Mann im roten Trikot – den Franzosen Jean-Baptiste (+ 1,02). Er kann die
Führung im Slalomweltcup aber verteidigen.
Mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang
rast der Schwede Mattias Hargin von Platz 25 auf Platz 6, nur 1
Hundertstel hinter Grange. Außer ihm ist nur noch Johan Brolenius auf
Platz 16 aus dem schwedischen Team in der Wertung.
Auch der Kanadier Michael Janyk legt eine
tolle Aufholjagd hin. Er startet als erster in den zeiten Durchgang und
findet sich im Endclassement auf Platz 8. Nur einen Hauch von 2
Hundertstel dahinter Teamkollege Julien Cousineau. Cousineau war im
ersten Durchgang mit der hohen Nummer 45 noch auf Platz 12 vorgefahren.
Nachdem Manfred Mölgg mit großen Fehlern
im Endlauf auf Platz 21 abstürzt, bleibt es an Giorgio Rocca (+1,39) und
Christian Deville (1,44), die Ehre des italienischen Slalomteams
aufrecht zu halten. Sie belegen knapp hintereinander die Plätz 9 und 10
Die Schweizer werden es nach den vielen
Triumphen dieses Wochenende verschmerzen, dass der einzige und beste
Eidgenosse der Wertung, Marc Gini, nur auf Platz 15 landet. Gini hat
aber im Hinblick auf die WM ein eindeutiges Lebenszeichen gegeben und
scheint endlich mit dem neuen Material zurecht zu kommen
Leider keine Weltcuppunkte für Felix
Neureuther. Er fährt zwar im zweiten Durchgang wesentlich besser als im
ersten, scheidet aber leider nach einem Einfädler aus. Man muss
riskieren, da kann das jederzeit passieren.
Stimmen zum Rennen:
Benni Raich:
Meine Fahrt war nicht schlecht. Ich hab aber nicht ganz den Zug, wenn
die Piste schlechter wird. Da hab ich nicht ganz den sauberen Schwung
wie die anderen. Daran muss ich arbeiten. Der Lauf war schön, aber
fahren muss ich selber.
Marcel Hirscher: Ich hab endlich
wieder das geile Gefühl gehabt, das ich so lange vermisst habe - es hat
von oben bis unten gepasst. Es war heute eine befreite Fahrt, von dem
her bin ich sehr zufrieden.
Ivica Kostelic: Der zweite Lauf
war für mich sehr gut gesetzt. Ich muss danke sagen an Herr Gstrein. Ich
bin sehr zufrieden, dass ein Österreicher eine Neuheit gesetzt hat mit
der letzten Vertikalen. Das war sehr interessant. Für Österreich ist das
heute ein großer Erfolg, speziell nach der gestrigen Abfahrt.
Manfred Pranger: Es ist nach der
langen Zeit umso schöner. Ich hab in den letzten Jahren so hart
gekämpft, oft in die falsche Richtung. Im nachhinein muss ich sagen, der Kreuzbandriss war fast das
Beste, was mir passieren konnte. Jetzt kann ich so gut umgehen mit dem
Druck. In Adelboden hatte ich noch einen schweren Fehler vor dem Ziel,
das kann passieren. Heute der Sieg - das ist super. Wengen ist ein
Klassiker, ich wollte hier gewinnen.
Reinfried Herbst:
Ausgemacht war das natürlich nicht. Ich bin aber echt glücklich über
den zweiten Rang. Für den Manni freu ich mich riesig. Ich hab schon im
ersten Durchgang gesagt: Jetzt steh ich solange auf der
Führungsposition, bis der Manni kommt. Ich hab gewusst, dass er in
Super-Form ist. Wir beide sind in Super-Form - das macht Lust auf mehr.
Das „Geheimtraining“
der ÖSV-Spezialisten vergangenen Mittwoch am Ganslern hat sich also
ausgezahlt. Nicht zu vergessen auch der junge Wolfgang Hörl, der auf
Platz 14 landet. Ohne seinen Patzer exakt an der flachsten Stelle des
Laufes wäre es sicher noch weiter nach vorne gegangen. Und nun kommt der
Weltcuptross nach Kitzbühel. Kitzbühel ist bereit, die Pisten perfekt,
nur die Wetterprognose …. Aber hoffen wir, dass das Tief bis zu den
Rennen vorüber ist!
Anhang zum Abfahrtsdebakel:
Was sagt ein
Österreicher, wenn er von Schweizern gefragt wird, wie sich die
Abfahrtsniederlage vom Samstag anfühlt? „Wie die Schweizer Niederlage
von Adelboden letzte Woche …“
(so geschehen zwischen
Reinfried Herbst und dem Schweizer Fernsehen – es lebe die
schweiz-österreichische Freundschaft und der Vergleichskampf auf den
Rennpisten)
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: C.
Egger
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finden Sie im
Skiweltcup-Forum
Österreichische
Dreifachführung
beim Slalom in
Wengen
Die Österreicher geben im ersten
Durchgang in Wengen den Ton an: Manfred Pranger führt in 48,10 vor
Reinfried Herbst (+0,34) und Benjamin Raich (+0,50). Mit Marcel Hirscher
auf Platz 9 und Wolfgang Hörl auf Platz 13 (Startnummmer 46!) kann der
ÖSV trotz des Ausfalls von Mario Matt zufrieden sein.
Manfred Pranger: "Ich bin sehr
zufrieden. Ich hab einen guten Lauf gehabt."
Reinfried Herbst: "Mit meiner Fahrt war ich nicht einmal so zufrieden -
und trotzdem bin ich voll dabei. Jetzt freu ich mich auf den 2.
Durchgang."
Aber nur knapp dahinter lauern die
bisherigen Slalomdominatoren Jean-Baptiste Grange (FRA +0,56) und Ivica
Kostelic (CRO 0,70). Beide, besonders Grange, noch mit absolut
realistischen Chancen auf den Sieg.
Tendenz steigend heißt es für den
Italiener und Slalomweltcupsieger der Vorjahres Manfred Mölgg. 8 Zehntel
Rückstand bedeuten den aussichtsreichen 6. Rang zur Halbzeit.
Außerdem unter den Top Ten Julien
Lizeroux (7., FRAU +0,88), Ted Ligety (8., USA +1,02), Marcel Hirscher
(9., AUT +1,15) und Andre Myhrer (10. SWE, 1,30).
Bester Lokalmatador ist überraschend
Marc Gini mit 1,36 Sekunden Rückstand auf Platz 11. Er hat in den
letzten Tagen einen hochkarätig besetzten Europacupslalom in Oberjoch im
Allgäu genutzt und sich dort mit Platz 2 nicht nur einen Trainingslauf,
sondern auch eine Portion Sicherheit geholt. Den Europacupslalom hat
übrigens ein gewisser Reinfried Herbst mit über 1,5 Sekunden Vorsprung
gewonnen.
Obwohl er sehr gut in Form ist, läuft
es für Felix Neureuther heute nicht nach Wunsch. In Oberjoch wurde er
hinter Herbst und Gini immerhin Dritter. Heure immer etwas zu weit
hinten, etwas später dran bei einigen Toren – nur Platz 17 vorerst. Es
fehlt ihm nur 1 Sekunde auf Platz 5 und wenn dieser Felix Neureuther
seine Bestleistung abrufen kann, ist das durchaus noch möglich! Leider
ausgefallen Stefan Kogler.
Österreich freut sich auf den zweiten
Durchgang, der auch noch von einem österreichischen Trainer gesetzt
wird. Aber der Rest der Welt wird es dem rot-weiß-roten Team schwer
machen, den Sieg nach Hause zu fahren. Und wie heißt es im Slalom und im
Lotto – alles ist möglich!
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: C.
Egger
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Skiweltcup-Forum
Das letzte
Rennen - Slalom der Herren in Adelboden
Reinfried Herbst
gewinnt Slalom
in Adelboden
Österreichs Skistars haben in
Schweizer Adelboden auch am Sonntag dominiert und bescherten dem
Schweizer Team ein Heimdebakel auf dem Chuenisbärgli.
Einen Tag nach dem Riesenslalom Sieg
von Benjamin Raich sorgte Reinfried Herbst im Slalom dank toller
Aufholjagd im zweiten Durchgang für den zweiten ÖSV-Erfolg an diesem
Wochenende. Der 30-jährige Salzburger gewann vor seinem Teamkollegen
Manfred Pranger, der nach dem ersten Lauf noch in Führung lag.
"Was gibt es Schöneres als hier in
Adelboden vor dieser Kulisse zu gewinnen!" freute sich der 30-Jährige „Herbstl“
über seinen vierten Weltcup-Erfolg. Die Freude überwog auch bei Pranger,
obwohl er den Sieg erst mit einem Fehler unmittelbar vor dem Ziel
vergab.
Schlimmer ist es im zweiten Durchgang
Benjamin Raich ergangen, der Tiroler rutschte von Platz zwei auf Rang 11
ab. Er blieb aber Führender im Gesamtweltcup. Den Sprung unter die
besten Zehn schafften jedoch die ÖSV Fahrer Marcel Hirscher (6.) und
Mario Matt (7.).
Den dritten Platz auf dem Podest
sicherte sich Felix Neureuther aus Garmisch Partenkirchen. Mit diesem
Erfolg hat Neureuther außerdem die WM-Norm erfüllt. Der 24-Jährige war
der einzige deutsche Fahrer im zweiten Lauf. Stefan Kogler verpasste die
Qualifikation für den zweiten Durchgang, Dominik Stehle und Fritz Dopfer
schieden im 1. Lauf nach Fahrfehlern aus.
Das Schweizer Team mußte am
Chuenisbärgli eine brutale Schlappe einstecken. Kein einziger der
insgesamt sechs gestarteten Eidgenossen erreichte den zweiten Lauf beim
Heimrennen im Berner Oberland. Das Unglück nahm mit Daniel Albrecht und
seinem Ausfall nach guter Zwischenzeit seinen Lauf.
In erbarmungsloser Regelmässigkeit
scheiterten auch Silvan Zurbriggen, Marc Berthod, Sandro Viletta und
Mauro Caviezel auf dem anspruchsvollen Hang am Chuenisbärgli. Marc Gini
erreichte als einziger Schweizer ohne grösseren Zwischenfall das Ziel -
allerdings mit einer Zeit, die nur für den 31. Rang reichte. Die zweite
Slalom-Entscheidung ohne Schweizer in Serie war Tatsache.
Mit Hans Imboden nahm dennoch ein
Schweizer im finalen Durchgang teil und wurde schliesslich 27. Der
Haken: Imboden fährt für Moldawien...
Auch am Sonntag pilgerten mit 15 000
Ski-Fans zahlreiche Personen nach Adelboden und sorgten bei prächtigem
Wetter für eine ausgezeichnete und sportlich faire Stimmung. Vor allem
die Ahtleten zeigten sich begeistert von der Ambiente und verteilten ein
grosses Lob an die Zuschauer.
Eine Woche nach dem Doppelsieg in
Adelboden durch Reinfried Herbst und Manfred Pranger greifen die
österreichischen Slalom-Asse am Sonntag (10.00 und 13.15 Uhr, live in
ORF1) in Wengen nach dem nächsten Erfolg auf Schweizer Boden.
Vor allem Herbst befindet sich aktuell
in ausgezeichneter Form, das sieht auch der dreifache
Wengen-Slalomsieger Benjamin Raich so: "Der große Favorit heißt nicht
Raich, sondern Herbst. Es ist allgemein bekannt, dass er extrem schnell
fahren kann."
Herbst hat sein aktuelles Selbstvertrauen unter der Woche weiter
aufpoliert, am Donnerstag konnte der 30-Jährige den hochkarätig
besetzten Europacup-Slalom in Oberjoch in eindrucksvoller Manier für
sich entscheiden.
"Das hat mir richtig getaugt, die Konkurrenten so in Schach zu halten",
meinte Herbst, der unglaubliche 1,6 Sekunden Vorsprung auf den Zweiten,
den Schweizer Marc Gini, herausfuhr. Der drittplatzierte Deutsche Felix
Neureuther lag 1,88 Sekunden zurück, der Fünfte Mattias Hargin (SWE), in
Adelboden Schnellster im zweiten Lauf, schon 3,53 Sekunden.
"Ich habe dadurch noch mehr Motivation und Selbstvertrauen gesammelt",
freute sich Herbst vor dem Wengen-Rennen, vor dem er noch am Samstag in
Adelboden trainierte und danach nach Wengen reiste.
Raich hatte im Anschluss an die Superkombi am Freitag (Platz sieben)
entschieden, die Spezialabfahrt am Samstag auszulassen.
"Ich bin zwar noch nicht müde, aber das kann dann sehr schnell gehen",
so Raich, der sich voll auf Sonntag und die weiteren Aufgaben in den
kommenden Wochen (u. a. Kitzbühel, Schladming, WM) konzentrieren und
Substanz sparen wollte.
Große Erleichterung verspürt derzeit Pranger, für den Rang zwei
vergangenen Sonntag in Adelboden der erste Podestplatz seit seinem
Schladming-Sieg am 25. Jänner 2005 war.
"Ich bin entspannt und konzentriere mich voll aufs Skifahren",
berichtete der Tiroler, der gerade rechtzeitig zum Slalommonat Jänner
zurück in die Erfolgsspur gefunden hat.
Die größten Gegner der Österreicher-Armada mit Herbst, Pranger, Raich,
Marcel Hirscher und Mario Matt sind u. a. Vorjahressieger und
Slalomweltcup-Leader Jean-Baptiste Grange (FRA), Ivica Kostelic (CRO),
Manfred Mölgg (ITA) und Neureuther.
Ein möglicherweise sehr wertvolles Sondertraining haben einige
ÖSV-Slalompiloten am Mittwoch auf dem Ganslernhang in Kitzbühel
absolviert. Mit dabei waren neben Herbst und Pranger auch Hirscher,
Wolfgang Hörl und Andreas Omminger.
"Der Ganslernhang ist in fantastischer Verfassung", freute sich Pranger
bereits auf sein Tiroler Heimrennen, das 2009 wieder auf der
Originalroute über den Ganslernhang führen wird. "Dieses Training war
sicher ein Vorteil für uns", meinte Herbst.
BLICK
ZURÜCK SAISON 2007/08 Grange gewinn Slalom in Wengen
Nach der gestrigen Superkombi gewinnt der Franzose
Jean-Baptiste Grange auch den heutigen Spezialslalom in Wengen in einer
Zeit von 1.34,81 Minuten und einem satten Vorsprung von 0,80 Sek. auf
Jens Byggmark (SWE). Grange: „Ich war schon nervöser als gestern. Vor
allem im zweiten Lauf musste ich alles geben. Die Sicht war nicht sehr
gut – die Piste war hart aber in Ordnung“. Einen sensationellen Sprung
von Platz 17 auf das Podest schafft der Amerikaner Ted Ligety – sein
Rückstand auf Platz 2 nur 9 Hundertstel. Auf Rang 4 mit Andre Myhrer ein
weiterer Schwede (+1,39 Sek) vor Bode Miller, der mit Platz 5 das beste
Slalomresultat seit langem erreicht. Auch Julien Lizeroux (FRA +1,45)
gelingt mit Platz 6 im Endresultat und Platz 14 nach der ersten
Durchgang ein großer Sprung nach vorne. Erst auf Platz 7 der beste
Schweizer Daniel Albrecht (+1,67). 8. Giorgio Rocca (ITA +1,74) und gar
erst auf Platz 9 der beste ÖSV-Läufer Reinfried Herbst (+1,80 Sek). Er
hält nach den Ausfällen von Matt und Raich die Ehre der Österreicher am
heutigen Tag noch einigermaßen aufrecht. Ivica Kostelic komplettiert mit
einem Rückstand von 1,87 Sek. die Top Ten. Nach den
schweizerisch-österreichischen Machtkämpfen der letzten Rennen, gab es
heute mit 2 Franzosen, 2 Schweden und 2 Amerikanern gleich sechs
lachende Dritte aus 3 Nationen an der Spitze. Aber eines steht fest: die
Österreicher brennen vor ihren Heimrennen in den nächsten 10 Tagen auf
Revanche, die Schweizer werden weiterhin versuchen, ihnen die Siege
streitig zu machen und neben den heutigen Siegern werden sicher auch die
Italiener wieder ein Wörtchen mitreden wollen. Davor gibt es aber morgen
noch die Abfahrt in Wengen – so der Wettergott ein einsehen hat.
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
1. Jean-Baptiste Grange FRA 1:34,81
2. Jens Byggmark SWE 1:35,61
3. Ted Ligety USA 1:35,70
4. Andre Myhrer SWE 1:36,20
5. Bode Miller USA 1:36,25
6. Julien Lizeroux FRA 1:36,26
7. Daniel Albrecht SUI 1:36,48
8. Girogio Rocca ITA 1:36,55
9. Reinfried Herbst AUT 1:36,61
10. Ivica Kostelic CRO 1:36,68
Blick Zurück - Saison 2005/06: Verhext - Rocca gewinnt auch
Wengen-Slalom
Giorgio Rocca bleibt der Slalom-Dominator in diesem
Jahr, wenn auch glücklich. "Ich habe das noch nicht richtig realisiert.
Ich stehe im Moment sehr sicher am Ski, bin sehr zufrieden mit meiner
Leistung. Ich hatte natürlich auch Glück, denn Benjamin hat eingefädelt.
Ich habe jetzt schon fünf Slaloms gewonnen, ich kann also in Kitzbühel und
Schladming locker fahren.", sagte der Italiener nach dem Rennen. Jetzt
jagt der 30-Jährige den Startrekord seines Landsmannes Alberto Tomba, der
1994/95 die ersten sieben Saisonslaloms für sich entschieden hatte. Rocca
holte in Wengen im 5. Saisonrennen seinen 5. Sieg, profitiert heute aber
vom Ausfall von Benni Raich. Der Pitztaler lag nach dem 1. Durchgang in
Führung, fädelte aber im Finaldurchgang bereits beim 3. Tor ein und
brachte zum vierten Mal eine Halbzeitführung nicht ins Ziel. Trotz seines
Ausfalls zeigte sich Benjamin Raich nicht verunsichert: "Natürlich schaut
es blöd aus, wenn man beim dritten Tor und nicht erst beim 30. einfädelt,
aber so etwas kann einfach immer passieren. Ich habe auf diesem Hang auch
schon große Erfolge gefeiert. Ich habe einfach Gas gegeben, leider hat es
nicht geklappt.“ Im Gesamtweltcup bleibt Raich weiter 106 Punkte vor dem
Salzburger Michael Walchhofer in Front. Platz 2 in Wengen geht an Kalle
Palander (FIN/+ 0,20) vor dem überraschend starken DSV Fahrer Aois Vogl
aus Lohberg, der damit den ersten alpinen Podestplatz für den Deutschen
Skiverband im Olympia-Winter erreicht. Der Vorjahressieger sicherte sich
damit auch das Ticket für die Olympischen Spiele in Turin. Felix
Neureuther dagegen verpasste denkbar knapp den 2. Lauf und hat damit
weiterhin nur eine halbe Qualifikation für Olympia in der Tasche. Bester
Österreicher wurde Reinfried Herbst auf Rang 6, Daniel Albrecht als bester
Schweizer wurde 13. Die Top 10 Rennläufer beim Weltcupslalom in Wengen: 1.
Giorgio Rocca (ITA) 1:42,28. 2. Kalle Palander (FIN) 0,20 zurück. 3. Alois
Vogl (GER) 0,51. 4. Kentaro Minagawa (JAP) 0,62. 5. Ted Ligety (USA) 0,65.
6. Reinfried Herbst (AUT) 0,93. 7. Andre Myhrer (SWE) 1,29. 8. Bode Miller
(USA) 1,39. 9. Jean-Pierre Vidal (FRA) 2,00. 10. Aksel Lund Svindal (NOR)
2,05.
Giorgio Rocca: 5. Saisonrennen - 5. Saisonsieg - 500 Weltcupunkte
Kalle Palander: Bestens gerüstet für Kitzbühel und Schladming
Alois Vogel: In Wengen immer für das "Stockerl" gut
Benjamin Raich: Er kann es nicht fassen - Raus nach 3 Toren
Showmen Schönfelder: Ungewollte Einlage auf dem Slalomhang
Der
Blick zurück - Saison 2004/05 Alois Vogl
ist der Sensationssieger des Slaloms von Wengen
Der Deutsche Alois Vogel
gewinnt mit einer Zeit von 1:35,38 den Slalom von Wengen. Das Finale des
2. Laufes verlief jedoch sehr turbulent und entschied sich erst einige
Minuten nach dem Rennen. Giorgio Rocca (7. nach dem ersten Lauf) setzte
sich mit 1:35,23 auf den ersten Platz. Danach kamen Ivica Kostelic (CRO
1:35,59), Giancarlo Bergramelli (ITA 1:36,16) und Alois Vogl (GER
1:35,38), die Roccas Bestzeit nicht erreichten. Da kamen bei
Zeitlupenwiederholungen schon die ersten Vermutungen auf, dass Rocca wegen
eines "Einfädlers" disqualifiziert werden könnte. Oben standen
noch die drei Besten nach dem 1. Lauf. Kalle Palander (FIN) lag bei der
Zwischenzeit weit vor Rocca, stürzte aber nachdem er sich eine Stange
unglücklich auf den Ski schlug. Benjamin Raich (AUT) hatte einige schwere
Fehler in seinem 2. Lauf und fiel vorerst auf den 4. Platz zurück. Thomas
Grandi (CAN) konnte seine Halbzeitführung nicht verteidigen, er hatte
einen schweren Fehler beim Übergang in den Steilhang und konnte erst
weiterfahren nachdem er einige Meter zurückgestiegen war. Gleich nach dem
Rennen wurde Rocca dann tatsächlich disqualifiziert und so stand Alois
Vogl als erster DSV-Slalomsieger seit 15 Jahren fest. "Ich bin total
sprachlos eigentlich. Ich habe das am Anfang nicht gleich mitgekriegt,
dass Rocca eingefädelt hat, aber ich habe es im ersten Moment nicht so
richtig geglaubt, weil er selber hast auch gesagt, dass er sich nicht
sicher ist. Nach einer kurzen Verzögerung war es dann fix und es war sehr
überwältigend für mich." Die Zeiten bzw. Rückstände der besten
10 Läufer:
1. Alois Vogl GER 1:35,38
2. Ivica Kostelic CRO +0,21
3. Benjamin Raich AUT +0,46
4. Manfred Pranger AUT +0,60
5. Markus Larsson SWE + 0,71
6. Giancarlo Bergamelli ITA +0,78
7. Kurt Engl AUT +0,92
8. Silvan Zurbriggen SUI +0,93
9. Akira Sasaki JPN +1,06
10. Patrick Biggs CAN +1,12
Benjamin Raich konnte die 60 Punkte, die Bode Miller (USA) ihm gestern bei
der Abfahrt im Kampf um den Gesamtweltcup abnahm heute wieder
zurückholen, da Bode Miller wie auch Kalle Palander (FIN), Kentaro
Minergava (JPN) und Mitja Dragsic ausschied. Am kommenden Wochenende
stehen die legendären Rennen von Kitzbühel an. Freitag der SuperG,
Samstag die Abfahrt auf der Streif, Sonntag der Slalom am Ganslernhang,
der auch die Entscheidung in der Kombination bringt. Hoffentlich spielt
auch im schönen Tirol das Wetter mit und wir erleben spannende
Entscheidungen!
Aus dem Skiweltcup
Infopoint Austria: M. Riedler
1. Alois Vogl
2. Ivica Kostelic
3. Benjamin Raich
4. Manfred Pranger
5. Markus Larsson
6. Giancarlo Bergamelli
7. Kurt Engl
8. Silvan Zurbriggen
Der
Blick zurück - Saison 2003/04 -
Slalom in Wengen Sieg für Bejamin Raich
beim einzigen Rennen in Wengen
Der Österreicher
Benjamin Raich verteidigte seine Halbzeitführung erfolgreich und gewinnt
den Slalom von Wengen. Auf Platz 2 landet Rainer Schönfelder, ebenfalls
Österreich mit +0,47 sec Rückstand auf seinen Teamkollegen. Ivica
Kostelic (CRO +1,04) verbesserte sich mit seinem 2. Lauf vom 8. auf den 3.
Platz. Platz 4 belegt Heinz Schilchegger (AUT +1,07). Thomas Grandi
(+1,11) verbesserte sich im 2. lauf von Rang 26 auf den 5. Rang. Die
Plätze 6 bis 10 belegten Mario Matt (Aut +1,15), Mitja Dragsic (SLO
1,21), Edoardo Zardini (ITA +1,58), Silvan Zurbriggen (SUI +1,82) und
Julien Cosineau (CAN +1,84). Aus dem DSV-Kontingent konnte sich nur Felix
Neureuther für den 2. Lauf qualifizieren und belegte Im Endergebnis Rang
18. (+2,31). Benjamin Raich übernahm mit seinem Sieg auch die Führung im
Gesamtweltcup vor Lasse Kjus (NOR). Alle Skifans erwarten nun mit Spannung
das Highlight des Winters, die Rennen von Kitzbühl, und hoffen auf mehr
Wetterglück für diese Rennen, damit auch die Abfahrer wieder die
Möglichkeit haben ihr Können zu beweisen.
Aus dem Skiweltcup
Austria Infopoint: M. Riedler
SAISON
2002/03 - Rennen
Rocca gewinnt Slalom der
Herren in Wengen !
Der Italiener Giorgio
Rocca gewann, mit einem hauchdünnen Vorsprung von 4 Hunderstel Sekunden,
den traditionellen Lauberhorn Slalom in Wengen. Für die größte
Überraschung sorgt jedoch der 21-jährige Japaner Sasaki Akira. Mit
Startnummer 65 ins Rennen gegangen, qualifizierte er sich als Siebter für
den Finaldurchgang und sorgte hier, mit der besten Laufzeit, für die
größte Sensation im Slalom Weltcup - PLATZ 2 - und verwies den
Führenden in der Slalomwertung Ivica Kostelic auf den 3. Rang. Auf den
Rängen 4 bis 10 folgten: Kalle Pallander (FIN), Hans-Petter Buraas (NOR),
Jean-Pierre Vidal (FRA), Kjetil Andre Aamodt (NOR), Manfred Pranger (AUT),
Erik Schlopy (USA) und Julien Cousineau (CAN). Alois Vogel musste sich,
nach Platz 18 im 1. Lauf, am Ende mit dem 20. Rang zufrieden geben. Markus
Eberle war bereits nach dem 1. Durchgang ausgeschieden.
SAISON
2001/02 - Rennen Wengen,
13.01.2002
Hauchdünner
Sieg für Kostelic
Alois Vogl ausgeschieden
Mitha Kunc (2.) und Ivica Kostelic (1.)
1. Hundertstel Sekunde reichte Ivica
Kostelic (CRO) zum Sieg beim Slalom in Wengen. Der um eine Hunderstel Sekunde geschlagene
Mitja Kunc aus Slowenien freute sich aber trotzdem über seinen herausragenden zweiten
Platz. Auf Rang 3 folgt die Überraschung des Tages: Edoardo Zardini aus Italien. Mit
Startnummer 63 ins Rennen gestartet verbesserte er sich im zweiten Durchgang sogar auf
Platz 3 ! Pech für Alois Vogl der, nach einem starken 1. Lauf und Platz 10, einfädelte
und ausschied.