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Kathrin Hölzl ist Riesenslalomweltmeisterin 2009

Kathrin Hölzl aus Bischofswiesen hat in Val d’Isere sensationell die Goldmedaille im Riesenslalom gewonnen. Die 24-Jährige siegte vor der Silbermedaillengewinnerin Tina Maze aus Slowenien und der Finnin Tanja Poutiainen die sich über Bronze freuen durfte.

Hölzl ist damit die erste deutsche Skirennfahrerin seit 31 Jahren die sich über den Titel Riesenslalom-Weltmeisterin freuen darf. 1978 hatte Maria Epple bei der Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen Riesenslalom-Gold gewonnen.

"Es ist einfach so unglaublich. Ich habe noch nie ein Weltcup-Rennen gewonnen, und dann ist das Erste, was ich gewinne, gleich die WM. Das glaubt man im ersten Augenblich gar nicht. Ich habe mich im Ziel gar nicht zu schauen getraut. Dass es für den Sieg reicht, hätte ich nicht zu träumen gewagt. Das ist im zweiten Durchgang schwerer geworden auf der Piste, viel brutaler als im ersten Durchgang. Ich war aufgeregt. Ich dachte mir nur, von hinten auf die Tore fahren und die Ski laufen lassen", sagte die frischgebackene Weltmeisterin. "Ich habe schon gewusst, dass ich schnell Ski fahren kann. Heute habe ich alles gegeben und es ist sich ausgegangen", so die glückliche Deutsche.

Die Freude über diesen Riesenerfolg war auch bei Trainer Mathias Berthold groß: "Das ist ohne Worte, die Kathrin hat sich das verdient. Das ganze Trainerteam hat irre gut gearbeitet. Dieser Sieg bei der WM ist Wahnsinn. Ich hoffe, dass das den Mädels, dem Felix und Stefan Kogler hilft."

Viktoria Rebensburg fiel von Rang drei nach dem ersten Lauf noch auf Platz neun zurück: "Oben habe ich es echt verbockt. Ich muss den ersten Lauf im Kopf behalten, ich kann mit den Besten mithalten. Es war schwierig zu fahren, und es war ein bisschen zu aggressiv. Hinterher ist man immer schlauer", sagte sie gegenüber dem ZDF.

Das gleiche Schicksal ereilte auch Kathrin Zettel. Die 22-jährige Niederösterreicherin musste sich nach ihrer Halbzeitführung im Riesentorlauf mit Platz sechs begnügen und wurde damit knapp hinter Michaela Kirchgasser nicht einmal beste ÖSV-Läuferin.

Zettel wirkte nach der vergebenen Führung im ersten Durchgang sichtlich niedergeschlagen: "Natürlich ist es ein bisschen ärgerlich. Leider hab ich oben gleich den Fehler mit dem Stock zwischen den Füßen gemacht, dann habe ich einfach alles riskieren müssen, und leider ist es herunten auch noch einmal schiefgegangen. Das kann passieren, wenn man gewinnen will."

Zumindest bleibt der Sieg in der Superkombi als Trost: "Die Welt geht trotzdem nicht unter. Eine Goldmedaille habe ich schon und die kann mir keiner mehr nehmen."

Elisabeth Görgl (+1,48) wurde Zehnte, Titelverteidigerin Nicole Hosp, die beim Comeback nach Verletzungspause im ersten Lauf Probleme mit einer zugeeisten Skibrille gehabt hatte, rangierte als 23. mit einem Rückstand von 4,14 Sekunden nur im geschlagenen Feld. Andrea Fischbacher (+4,23) ging es mit Platz 24 sogar noch schlechter.

Auch für Maria Riesch lief es nach einem Ausrutscher im zweiten Lauf nicht nach Plan, sie wurde nur 28. und kann sich ab sofort auf den Slalom am Samstag konzentrieren.

Andera Dettling war die einzige Schweizerin in zweiten Lauf. Die Schwyzerin verbesserte sich um zwei Ränge auf Schlussplatz 22, hatte nach vorne aber keine Chance.

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1. Kathrin Hölzl GER 2:03,49


2. Tina Maze SLO 2:03,58


3. Tanja Poutiainen FIN 2:04,03


4. Denise Karbon ITA 2:04,16


5. Michaela Kirchgasser AUT 2:04,22


6. Kathrin Zettel AUT 2:04,31


7. Tessa Worley FRA 2:04,63


8. Maria Pietilä-Holmner SWE 2:04,71


9. Viktoria Rebensburg GER 2:04,74


10. Elisabeth Görgl AUT 2:04,97


Endstand WM Riesenslalom der Damen in Val d'Isere - bitte hier klicken

Zettel führt beim WM Riesenslalom der Damen

Die Niederösterreichische Goldmedaillengewinnerin in der Superkombination Kathrin Zettel stellte beim Riesenslalom der Damen auf der „Piste Bellevarde“ ihre derzeitige Topform unter Beweis und übernahm nach dem 1. Durchgang in einer Zeit von 59,53 Sekunden die Führung !

Zettel die ihre Startnummer eins optimal ausgenutzt äußerte sich im ORF mit ihrer Fahrt zufrieden: „Es ist sehr wechselhaft auf der Piste, die Sicht ist auch nicht perfekt. Aber ich denke, ich habe mich ganz gut gehalten. Herunten war es nicht 100 Prozent - aber ganz gut. Taktieren ist im 2. Durchgang sicher nicht drinnen.“

Hinter der 22-jährige Göstlingerin folgt mit einem Rückstand von 40 Hundertstel Sekunden die im Riesenslalomweltcup Führende Finnin Tanja Poutiainen.

Für die große Überraschung nach dem 1. Durchgang sorgte jedoch die 19-jährige DSV Fahrerin Viktoria Rebensburg aus Kreuth. Sie liegt nach dem 1. Durchgang mit einem Rückstand von 57 Hundertstel Sekunden auf dem Bronzemedaillenrang.

"Ich bin selbst überrascht gewesen, denn es war wirklich nicht leicht zu fahren", sagte Rebensburg nach ihrem Lauf. Im zweiten Durchgang will sie wie gehabt voll auf Angriff fahren: "Attackieren, Gas geben, Spaß haben - dann schauen wir, was dabei herauskommt."

Direkt hinter Rebensburg, auf dem 4. Rang folgt mit Kathrin Hölzl die zweitbeste Rennläuferin des Deutschen Ski Verbandes nach dem 1. Lauf. Die für den WSC Bischofswiesen startende 24-jährige hat mit einem Rückstand von 68 Hundertstel Sekunden noch alle Möglichkeiten im Finallauf.

Auch Kathrin Hölzl hat sich für den zweiten Durchgang vorgenommen, noch den Sprungs aufs Podest zu schaffen: "Ich werde voll attackieren, denn ich habe ja nichts zu verlieren."

Maria Riesch belegt nach dem ersten Durchgang Platz 13 und hat ebenfalls noch die Chance, weit nach vorne zu fahren.

Als Zweitbeste Österreicherin plazierte sich Michaela Kirchgasser auf Rang sieben (+1,27).
Ich hätte mir mehr Aggressivität von mir gewünscht. Ich bin nicht reingekommen, bin recht runtergedriftet und zu rund gefahren, jetzt muss ich schauen, dass ich zum Skifahren zurückfinde."

Ihre Teamkollegin Elisabeth Görgl hat als Elfte bereits 1,63 Sekunden Rückstand. "Ich werde im zweiten Durchgang versuchen alles zu geben und voll zu attackieren, das ist mir jetzt nicht gelungen."

Titelverteidigerin Nicole Hosp landete hingegen sichtlich gehandicapt von ihrer Verletzung mit über vier Sekunden Rückstand im geschlagenen Feld. „Das Knie ist in Ordnung. Mein Problem war, dass mir die Brille komplett zugeist ist und ich nichts gesehen habe. Ich habe überhaupt nicht gewusst, wie weit ich vom Tor weg bin und wann ich den Schwung ansetzen muss. Ich denke, dass das Glas kaputt war - das ist einfach Pech, kann passieren.“

Nur fünf Hunderstel besser war Andrea Fischbacher unterwegs (+4,05) und ärgerte sich: "Das hat mit Skifahren nichts zu tun gehabt, ich war die ganze Zeit nur am driften." Ähnlich schlecht erging es Olympia-Siegerin Julia Mancuso mit 3,11 Sekunden Rückstand.

Auch Anja Pärson wird mit ihrem Lauf nicht wirklich zufrieden sein, die Schwedin muss 1,44 Sekunden auf Zettel vorgeben. Die junge Schweizerin Lara Gut schied nach hervorragender Zwischenzeit aus.

Für die Schweizerinnen war heute ein schwarzer Tag. Wie Gut schieden auch Aline Bonjour und Rabea Grand aus. Andrea Dettling überquerte den Zielstrich als einzige Schweizerin, jedoch mit einem Rückstand von 3'48". Dies reichte für Rang 24 und die Teilnahme am 2. Lauf der um 13.30 Uhr gestartet wird.

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Zwischenstand WM Riesenslalom der Damen in Val d'Isere - bitte hier klicken

Übertragungszeiten:

LIVE: Donnerstag, 12.02.2009 - 09.15 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Riesenslalom der Damen: 1. Durchgang

LIVE: Donnerstag, 12.02.2009 - 09.30 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Riesenslalom der Damen: 1. Durchgang

LIVE: Donnerstag, 12.02.2009 - 09.45 Uhr - ARD
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Riesenslalom der Damen: 1. Durchgang

LIVE: Donnerstag, 12.02.2009 - 09.45 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Riesenslalom der Damen: 1. Durchgang

LIVE: Donnerstag, 12.02.2009 - 12.50 Uhr - SF 2
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Riesenslalom der Damen: 2. Durchgang

LIVE: Donnerstag, 12.02.2009 - 13.00 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Riesenslalom der Damen: 2. Durchgang

LIVE: Donnerstag, 12.02.2009 - 13.00 Uhr - ARD
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Riesenslalom der Damen: 2. Durchgang

LIVE: Donnerstag, 12.02.2009 - 13.30 Uhr - Eurosport
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Riesenslalom der Damen: 2. Durchgang

LIVE: Donnerstag, 12.02.2009 - 18.05 Uhr - ORF 1
Ski Alpin: FIS Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère (FRA)
Riesenslalom der Damen
Siegerehrung und Livestudio


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Das letzte Rennen - Riesenslalom der Damen in Cortina
ÖSV Dreifachsieg beim Riesenslalom in Cortina

Das Abfahrts-Debakel vom Vortag hat den ÖSV-Damen in Cortina d'Ampezzo offenbar die beste Motivation gegeben. Im Riesentorlauf am Sonntag schlugen die Österreicherinnen mit einem Dreifachsieg beeindruckend zurück: Kathrin Zettel setzte sich dabei vor ihren Teamkolleginnen Michaela Kirchgasser und Elisabeth Görgl durch.

Kathrin Zettel distanzierte die Zweite Michaela Kirchgasser um 1,39 Sekunden, derweil die nach dem ersten Lauf führende Elisabeth Görgl kurz vor Schluss einen kapitalen Fehler beging und fast zu Sturz kam, aber dennoch noch Dritte wurde. Kathrin Zettel erreichte nach den „Heimerfolgen“ in Sölden und am Semmering ihren dritten Saisonsieg und den insgesamt fünften Erfolg im Skizirkus.

Zettel übernahm damit nicht nur wieder die Führung im RTL-Weltcup, sondern machte sich mit Saisonsieg Nummer drei endgültig zur WM-Favoritin. "Das rote Trikot will ich mir nicht mehr so schnell entreißen lassen. Die Favoritenrolle ändert nichts", blieb die Niederösterreicherin cool.

Auch Michi Kirchgasser konnte sich wieder einmal von Herzen freuen: "Ich habe mitten in der Saison einen Neustart durchgeführt und mit Mentaltraining begonnen. Jetzt fahre ich wieder schön Ski und es läuft bei mir immer besser. Ich hoffe, dass ich bei der WM mein bestes Rennen zeigen kann", gab sich die Salzburgerin endlich wieder zuversichtlich.

Es war der 48. Dreifachsieg für die ÖSV-Damen, der erste seit dem Levi-Slalom im November 2006 und der erste im Riesentorlauf seit Semmering 2006, wo Zettel vor Nicole Hosp und Marlies Schild gewonnen hatte.

Beste Nicht-Österreicherin am Sonntag war auf Rang vier die Slowenin Tina Maze.

Aus Sicht des DSV konnte man sich über Viktoria Rebensburg freuen, die als 7. ihr bestes Weltcupergebnis ablieferte und endgültig das WM-Ticket für Val d’Isere löste. Maria Riesch dagegen schied zum dritten Mal in der Saison bei einem Rennen aus und verlor in der Gesamtweltcupwertung weiter an Boden auf die US-Amerikanerin Lindsey Vonn, die auf den zehnten Platz fuhr (+2,89 Sekunden).

Es war nicht ganz so schlimm wie in Zauchensee. Aber ein Aus ist immer bitter. Das war einfach ärgerlich", so die 24-Jährige Riesch. Auch Kathrin Hölzl aus Bischofswiesen hatte Pech: Sie war im Finaldurchgang sehr schnell unterweg, verpasste eine Topplatzierung aber durch einen großen Fehler kurz vor dem Zieleinlauf, sie landete am Ende auf dem 28. Rang. Barbara Wirth und Fanny Chmelar hatten wie Riesch die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst.

Bestklassierte Schweizerin war Andrea Dettling als 22. und schaffte mit diesem Ergebnis ihr bestes Riesenslalom-Ergebnis überhaupt. Auch Fabienne Suter hätte ihre Bestleistung im Riesenslalom, den 20. Rang, beinahe verbessert, doch kurz vor dem Ziel des zweiten Laufs unterlief ihr ein Fehler, der sie auf den 29. Platz zurückfallen liess.

Pech hatte die 17-jährige Tessinerin Lara Gut, die sich in den bisherigen fünf Riesenslaloms viermal in den ersten sechs klassiert hatte. Sie verpasste im ersten Lauf schon vor der ersten Zwischenzeit ein Tor und schied aus.

Am Montag um 10.00 Uhr werden die Rennen in Cortina d'Ampezzo mit einem Super-G beendet.

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1. Kathrin Zettel AUT 2:47,10


2. Michaela Kirchgasser AUT 2:48,49


3. Elisabeth Görgl AUT 2:48,81


4. Tina Maze SLO 2:49,09


5. Taina Barioz FRA 2:49,24


6. Tanja Poutiainen FIN 2:49,31


7. Viktoria Rebensburg GER 2:49,34


. Maria Pietilä-Holmner SWE 2:49,34


9. Marie-Michele Gagnon CAN 2:49,97


10. Lindsey Vonn USA 2:49,99

"Vielleicht ist Skifahren die beste Medizin für mich."

Mit einstündiger Verspätung, aber gut gelaunt ist Nicole Hosp am Dienstagabend um 21.03 Uhr vom Flughafen Genf kommend per Auto bei Schneesturm und eisigen Temperaturen (Ihr erster Wunsch: "Eine warme Suppe bitte") im ÖSV-Teamhotel Grand Paradis in Val d'Isere eingetroffen.

Erst am Nachmittag hatte sie nach abschließenden medizinischen Tests in Innsbruck ("Das verletzte Knie funktioniert einwandfrei und ist voll belastungsfähig") grünes Licht für ihre Teilnahme an der Ski-WM erhalten.

"Mir geht es gut, danke", entgegnete sie auf die Frage nach ihrem Befinden. Hungrig sei sie. Dabei schien ihr WM-Einsatz nach einem folgenschweren Sturz in Zagreb - Hosp hatte sich dabei das innere Seitenband gerissen, den Schienbeinkopf gebrochen und einen Einriss im Kreuzband des linken Knies zugezogen - in weite Ferne gerückt.

Sechs Wochen später sieht die Welt für Hosp aber wieder ganz anders aus. "Ich bin angeschlagen, aber nicht mehr tragisch." Freilich spüre sie das verletzte Bein nach den Anreisestrapazen ein wenig mehr (Hosp unterzog sich noch am selben Abend einer Therapie), ihrem WM-Start stehe allerdings nichts im Wege.

Die vergangenen Tage hatte die 25-jährige Tirolerin, WM-Titelverteidigerin im Riesenslalom, mit Freifahren, Stangen- und "ganz viel Krafttraining" zugebracht. Den Entschluss, doch nach Val d'Isere zu kommen, habe sie schon früher getroffen, "als ich zum ersten Mal wieder auf Ski gestanden bin und gemerkt habe, dass es gut läuft".

Ihr behandelnder Arzt sei verblüfft gewesen, "weil das Knie von einem Tag zum anderen besser geworden war" - und auch der folgenden Belastung zwischen den Stangen standhielt. "Das läuft alles wieder wunderbar", freute sich Hosp.

"Das verletzte Innenband ist genauso stabil wie das andere." Nicht einmal bei einem mit Glück verhinderten Trainingssturz ("Da bin ich mit Druck auf dem verletzten Knie richtig auf der Bindung gesessen") habe sich die Verletzung negativ bemerkbar gemacht. Hosp schmunzelnd: "Vielleicht ist das Skifahren die beste Medizin für mich. Mein Knie braucht die Brettln."

Dem Riesentorlauf am Donnerstag fiebert sie mit Herzblut entgegen. Als Vorteil für die Weltmeisterin könnte sich die späte Anreise erweisen. "Ich bin ausgeruht, voller Kraft, Elan und Motivation", sagte Hosp, "und Druck verpüre ich auch keinen, weil ich mir Druck nicht auferlegen lasse. All das spricht für mich."

Auch weil sie an skifahrerischem Können in den fünf skifreien Wochen nichts verlernt habe. Das Gefühl dabei sei gut wie immer. "Jeder war überrascht, wie super ich auf Anhieb wieder gefahren bin."

Dieser erste Eindruck, die Freude darüber, wie gut sie sich fühle, habe die Entscheidung pro WM in ihr reifen lassen. "Das war wichtig. Wäre ich nicht in Form, hätte ich in Val d'Isere nichts verloren." Positiv denken, sich Ziele setzen und dafür arbeiten, so beschrieb Hosp ihr Rezept, wiewohl sie nichts erzwingen wollte.

"Wenn der Körper nicht will, kann er nicht dazu gezwungen werden." Die WM war nur der Anhaltspunkt, "an dem ich mich orientierte. Gehört habe ich nur auf meinen Körper, der meinem Ansinnen schließlich zustimmte."

Die WM verfolgte sie bisher vor dem Fernseher ("Da bin ich wehmütig davor gehockt, es war hart"). Nun könnte Hosp sogar die Erste sein, die ihren WM-Titel in Val d'Isere erfolgreich verteidigt, wiewohl sie auch sagt: "Favoritinnen sind am Donnerstag andere."

Hosp verweist auf ihre Teamkolleginnen Kathrin Zettel und Elisabeth Görgl "und noch viele mehr. Ich selbst bin eine, die aus dem Hintergrund angreifen kann und vielleicht nach vorne stürmen wird. Von vornherein ausschließen will ich die Goldmedaille aber nicht." Denn eine Weltmeisterschaft, so Hosp, die auch am Samstag im Slalom starten will, habe eigene Gesetze.

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BLICK ZURÜCK WM 2007:
Nicole Hosp Riesenslalom Weltmeisterin 2007

Nicole Hosp hat im Riesenslalom der Frauen das erste Gold für Österreich bei der alpinen Ski-WM in Are gewonnen. "Ich kann es noch nicht wirklich fassen. Es ist wie ein Traum. Ich habe mir im zweiten Lauf nur gedacht: Ich will den besten Riesenslalom fahren, den ich je gefahren bin. Und es war ein sehr guter Lauf. Das warten war nicht schwer. Ich hatte so einen großen Vorsprung. Da habe ich gewusst, dass es für die anderen schwierig wird, das zu biegen."

Die WM-Abfahrts-Dritte aus Bichlbach in Tirol, siegte in der Zeit von 2:31,72 Minuten mit einem Vorsprung von 0,85 Sekunden auf die Schwedin Maria Pietilae-Holmner. Dritte wurde Denise Karbon aus Italien.

Die Salzburgerin Michaela Kirchgasser verbesserte sich nach starker Fahrt im zweiten Durchgang von Rang 19 auf den undankbaren vierten Platz. Groß war der Ärger wegen des verpatzten ersten Laufs: "Ich bin total sauer auf mich. Es ist sch... WM ist nur einmal im Jahr und da mache ich im 1. Durchgang den schlechtesten Lauf der Saison."

Ihre Grippe geschwächte Teamkollegin Kathrin Zettel mußte sich mit dem Neunten Platz begnügen. Die nach dem 1. Durchgang in Führung liegende US Amerikanerin Julia Mancuso blieb ohne Medaille und reihte sich auf Rang 5 im Endklassement ein.

Die Deutsche Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) verpasste die Medaillenränge als Sechste um 0,33 Sekunden. Sensationell belegte die 17-jährige Viktoria Rebensburg Rang acht.

Fabienne Suter kam als beste Schweizerin auf Rang 13, Fränzi Aufdenblatten beendete den Riesentorlauf als 19.

Die dreifache Goldmedaillengewinnerin Anja Pärson (Schweden) schied im zweiten Lauf aus.

Im Ziel zeigte sich ÖSV Damen-Chef Herbert Mandl, nach einer starken Skiweltcupsaison seiner „Mädls“ mit dem Gewinn der Goldmedaille bei der WM in Are erleichtert: "Ich hab schon mitgezittert am Hang. Es war ein turbulentes Finale. Die Niki ist sehr gut gefahren und hat sich das wirklich verdient. Nach der Fahrt war der Abstand sehr groß. Die Michi Kirchgasser hat schon einen sehr guten Lauf gehabt - und die Niki war dann sogar noch schneller. Natürlich war Druck da, das hat man im ersten Lauf gesehen. Im zweiten Lauf haben sie aber gezeigt, was sie können. Ich gratuliere der ganzen Mannschaft."


1. Nicole Hosp AUT 2:31,72


2. Maria Pietilä-Holmner SWE 2:32,57


3. Denise Karbon ITA 2:32,69


4. Michaela Kirchgasser AUT 2:32,87


5. Julia Mancuso USA 2:32,96


6. Kathrin Hölzl GER 2:33,02


Ausgeschieden: Anja Pärson

BLICK ZURÜCK SKI WM 2005 in Bormio
 

Anja Pärson ist Riesenslalom Weltmeisterin 2005

Anja Pärson aus Schweden hat bei der Ski-WM im italienischen Santa Caterina ihren Titel im Riesenslalom erfolgreich verteidigt und nach Gold im Super-G und Silber in der Kombination ihre dritte Medaille gewonnen und ist damit wie Bode Miller und Janica Kostelic Doppelweltmeisterin.

"Es ist unglaublich schön, es war wirklich hart heute, ich habe gekämpft. Ich war nicht so stark in dieser Saison. Im zweiten Durchgang habe ich alles versucht. Normal ist dieser Schnee nicht gut für mich. Ich wollte den Ski laufen lassen, schön fahren, ruhig bleiben und nicht zu sehr auf der Kante stehen. Der Super G war eine Überraschung für mich, das ist was anderes."

Auch die Silbermedaille geht nach Skandinavien. Tanja Poutainen aus Finnland sicherte sich Rang 2 vor der Bronzemedaillen Gewinnerin Julia Mancuso aus den USA.

Tränen im Ziel bei Martina Ertl aus Deutschland. Die 31-Jährige aus Lenggries raste um 4/100 Sekunden an einer Medaille vorbei auf den undankbaren 4. Rang.

Nicole Hosp wurde als beste Österreicherin Vierte vor Karen Putzer aus Italien und ihrer Teamkollegin Elisabeth Görgel. Auf dem 7. Platz folgt Cenevieve Simard aus Kanada vor der Spanierin M. Rienda Contreras, Sarka Zahrobska aus Tschechien, Ingrid Jacquemod aus Frankreich und Anne Ottosson aus Schweden.

Die Pechsträhne von Michaela Dorfmeister hielt auch im Riesenslalom an. In ihrem letzten WM-Rennen ihrer Karriere ist sie im ersten Durchgang ausgeschieden, und setzte damit ihre Ausfallserie in Santa Caterina fort. Die Niederösterreicherin hat nur noch im Ziel nur noch einen Wunsch: "Ich will einfach nur nach Hause!"

Marlies Oester auf dem 18. Rang mit 3,32 Sekunden Rückstand und Fränzi Aufdenblatten auf Rang 26 mit 4,41 Rückstand hinterließen ein trauriges Bild aus Sicht der Schweizer Skination.

Annemarie Gerg aus Lenggries belegte in 2:16,86 Platz 17. Die Damen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland gehen wie schon im Super G leer aus. Deutschland und die Schweiz warten auch nach dem siebenten Bewerb auf eine Medaille.

BLICK ZURÜCK SKI WM 2003 in St. Moritz

Paerson Riesenslalom Weltmeisterin 2003


Riesenslalom Weltmeisterin 2003

Anja Paerson

Anja Paerson aus Schweden gewann, unangefochten und überzeugend, mit zweimaliger Laufbestzeit den Weltmeistertitel im Riesenslalom der Damen. Silber geht überraschend an Denise Karbon aus Italien, die Bronzemedaille sicherte sich die Kanadierin Allison Forsyth. Auf den Rängen 4 bis 10 folgten Michaela Dorfmeister (AUT), Tina Maze (SLO), Karen Putzer (ITA), Manuela Moelgg (ITA), Sonja Nef (SUI), Andrine Flemmen (NOR) und als beste deutsche Läuferin Martina Ertl (GER). Annemarie Gerg konnte sich auf Rang 21 platzieren.


Silber: Denise Karbon

Bronze: Allison Forsyth

Platz 4: Michaela Dorfmeister

Platz 5: Tina Maze

BLICK ZURÜCK SKI WM 2003 in St. Moritz

09.02.2001
Sonja Nef RiesenSlalom Weltmeisterin

Die Schweizerin Sonja Nef hat es geschafft ! Sie wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann völlig verdient die Goldmedaille ! Rang zwei und damit Silber geht an die Italienerin Karen Putzer. Bronze gewinnt Anja Pärson aus Schweden.

Sonja Nef: Heute ist einer meiner schönsten Tage und wahrscheinlich ist niemand glücklicher als ich. Ich habe mir das so sehr gewünscht. Dass die Piste unruhig ist habe ich gewusst. Ich wusste, dass ich immer gut plaziert sein und früh genug ansetzen muss. Ein paar Mal hat es mir den Ski verschlagen. Ich habe mich nur auf mich konzentriert und was ich machen soll. Es war sehr schwer. Doch die Pistenverhältnisse habe ich mir schwieriger vorgestellt. Der Lauf war ziemlich lang. Sicher habe ich viel erreicht - viele Siege geben Kraft und Selbstvertrauen. Dass Michael gestern gewonnen hat, hat sehr viel Druck weggenommen. Nach dem ersten Lauf habe ich schon gehört, dass viele Fans da waren und es ist schön wenn sie sich mit mir freuen.

Karen Putzer: Im zweiten Durchgang war es sehr schwierig. Es gab schon einige Spuren im zweiten Durchgang, aber es hat trotzdem gut geklappt. Dadurch dass ich eine gute Nummer im ersten Durchgang hatte und wusste, dass die Piste im zweiten Durchgang schwieriger ist, musste ich alles riskieren. Der Sieg von Nef ist mehr als verdient.

Anja Paerson: Ich habe das nicht erwartet. Ich bin hierher gekommen, um im Riesentorlauf eine Medaille zu machen, aber Slalom-Gold war wirklich eine tolle Überraschung. Ich hatte keinen guten ersten Lauf und war glücklich, überhaupt durchzukommen. Als ich noch ein Kind war, war ich sehr stark, und auch jetzt verlasse ich mich auf meine Stärke. Ich bin noch sehr jung, und bin schlechte Pisten vom Europacup gewöhnt. Ich glaube das war ein Vorteil für mich. Ich bin sehr glücklich.

 

 

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