Kathrin Hölzl aus Bischofswiesen hat
in Val d’Isere sensationell die Goldmedaille im Riesenslalom gewonnen.
Die 24-Jährige siegte vor der Silbermedaillengewinnerin Tina Maze aus
Slowenien und der Finnin Tanja Poutiainen die sich über Bronze freuen
durfte.
Hölzl ist damit die erste deutsche
Skirennfahrerin seit 31 Jahren die sich über den Titel
Riesenslalom-Weltmeisterin freuen darf. 1978 hatte Maria Epple bei der
Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen Riesenslalom-Gold gewonnen.
"Es ist einfach so unglaublich. Ich
habe noch nie ein Weltcup-Rennen gewonnen, und dann ist das Erste, was
ich gewinne, gleich die WM. Das glaubt man im ersten Augenblich gar
nicht. Ich habe mich im Ziel gar nicht zu schauen getraut. Dass es für
den Sieg reicht, hätte ich nicht zu träumen gewagt. Das ist im zweiten
Durchgang schwerer geworden auf der Piste, viel brutaler als im ersten
Durchgang. Ich war aufgeregt. Ich dachte mir nur, von hinten auf die
Tore fahren und die Ski laufen lassen", sagte die frischgebackene
Weltmeisterin. "Ich habe schon gewusst, dass ich schnell Ski fahren
kann. Heute habe ich alles gegeben und es ist sich ausgegangen", so die
glückliche Deutsche.
Die Freude über diesen Riesenerfolg
war auch bei Trainer Mathias Berthold groß: "Das ist ohne Worte, die
Kathrin hat sich das verdient. Das ganze Trainerteam hat irre gut
gearbeitet. Dieser Sieg bei der WM ist Wahnsinn. Ich hoffe, dass das den
Mädels, dem Felix und Stefan Kogler hilft."
Viktoria Rebensburg fiel von Rang drei
nach dem ersten Lauf noch auf Platz neun zurück: "Oben habe ich es echt
verbockt. Ich muss den ersten Lauf im Kopf behalten, ich kann mit den
Besten mithalten. Es war schwierig zu fahren, und es war ein bisschen zu
aggressiv. Hinterher ist man immer schlauer", sagte sie gegenüber dem
ZDF.
Das gleiche Schicksal ereilte auch
Kathrin Zettel. Die 22-jährige Niederösterreicherin musste sich nach
ihrer Halbzeitführung im Riesentorlauf mit Platz sechs begnügen und
wurde damit knapp hinter Michaela Kirchgasser nicht einmal beste
ÖSV-Läuferin.
Zettel wirkte nach der vergebenen
Führung im ersten Durchgang sichtlich niedergeschlagen: "Natürlich ist
es ein bisschen ärgerlich. Leider hab ich oben gleich den Fehler mit dem
Stock zwischen den Füßen gemacht, dann habe ich einfach alles riskieren
müssen, und leider ist es herunten auch noch einmal schiefgegangen. Das
kann passieren, wenn man gewinnen will."
Zumindest bleibt der Sieg in der
Superkombi als Trost: "Die Welt geht trotzdem nicht unter. Eine
Goldmedaille habe ich schon und die kann mir keiner mehr nehmen."
Elisabeth Görgl (+1,48) wurde Zehnte,
Titelverteidigerin Nicole Hosp, die beim Comeback nach Verletzungspause
im ersten Lauf Probleme mit einer zugeeisten Skibrille gehabt hatte,
rangierte als 23. mit einem Rückstand von 4,14 Sekunden nur im
geschlagenen Feld. Andrea Fischbacher (+4,23) ging es mit Platz 24 sogar
noch schlechter.
Auch für Maria Riesch lief es nach
einem Ausrutscher im zweiten Lauf nicht nach Plan, sie wurde nur 28. und
kann sich ab sofort auf den Slalom am Samstag konzentrieren.
Andera Dettling war die einzige
Schweizerin in zweiten Lauf. Die Schwyzerin verbesserte sich um zwei
Ränge auf Schlussplatz 22, hatte nach vorne aber keine Chance.
Die Niederösterreichische
Goldmedaillengewinnerin in der Superkombination Kathrin Zettel stellte
beim Riesenslalom der Damen auf der „Piste Bellevarde“ ihre derzeitige
Topform unter Beweis und übernahm nach dem 1. Durchgang in einer Zeit
von 59,53 Sekunden die Führung !
Zettel die ihre Startnummer eins
optimal ausgenutzt äußerte sich im ORF mit ihrer Fahrt zufrieden: „Es
ist sehr wechselhaft auf der Piste, die Sicht ist auch nicht perfekt.
Aber ich denke, ich habe mich ganz gut gehalten. Herunten war es nicht
100 Prozent - aber ganz gut. Taktieren ist im 2. Durchgang sicher nicht
drinnen.“
Hinter der 22-jährige Göstlingerin
folgt mit einem Rückstand von 40 Hundertstel Sekunden die im
Riesenslalomweltcup Führende Finnin Tanja Poutiainen.
Für die große Überraschung nach dem 1.
Durchgang sorgte jedoch die 19-jährige DSV Fahrerin Viktoria Rebensburg
aus Kreuth. Sie liegt nach dem 1. Durchgang mit einem Rückstand von 57
Hundertstel Sekunden auf dem Bronzemedaillenrang.
"Ich bin selbst überrascht gewesen,
denn es war wirklich nicht leicht zu fahren", sagte Rebensburg nach
ihrem Lauf. Im zweiten Durchgang will sie wie gehabt voll auf Angriff
fahren: "Attackieren, Gas geben, Spaß haben - dann schauen wir, was
dabei herauskommt."
Direkt hinter Rebensburg, auf dem 4.
Rang folgt mit Kathrin Hölzl die zweitbeste Rennläuferin des Deutschen
Ski Verbandes nach dem 1. Lauf. Die für den WSC Bischofswiesen startende
24-jährige hat mit einem Rückstand von 68 Hundertstel Sekunden noch alle
Möglichkeiten im Finallauf.
Auch Kathrin Hölzl hat sich für den
zweiten Durchgang vorgenommen, noch den Sprungs aufs Podest zu schaffen:
"Ich werde voll attackieren, denn ich habe ja nichts zu verlieren."
Maria Riesch belegt nach dem ersten
Durchgang Platz 13 und hat ebenfalls noch die Chance, weit nach vorne zu
fahren.
Als Zweitbeste Österreicherin
plazierte sich Michaela Kirchgasser auf Rang sieben (+1,27).
Ich hätte mir mehr Aggressivität von mir gewünscht. Ich bin nicht
reingekommen, bin recht runtergedriftet und zu rund gefahren, jetzt muss
ich schauen, dass ich zum Skifahren zurückfinde."
Ihre Teamkollegin Elisabeth Görgl hat
als Elfte bereits 1,63 Sekunden Rückstand. "Ich werde im zweiten
Durchgang versuchen alles zu geben und voll zu attackieren, das ist mir
jetzt nicht gelungen."
Titelverteidigerin Nicole Hosp landete
hingegen sichtlich gehandicapt von ihrer Verletzung mit über vier
Sekunden Rückstand im geschlagenen Feld. „Das Knie ist in Ordnung. Mein
Problem war, dass mir die Brille komplett zugeist ist und ich nichts
gesehen habe. Ich habe überhaupt nicht gewusst, wie weit ich vom Tor weg
bin und wann ich den Schwung ansetzen muss. Ich denke, dass das Glas
kaputt war - das ist einfach Pech, kann passieren.“
Nur fünf Hunderstel besser war Andrea
Fischbacher unterwegs (+4,05) und ärgerte sich: "Das hat mit Skifahren
nichts zu tun gehabt, ich war die ganze Zeit nur am driften." Ähnlich
schlecht erging es Olympia-Siegerin Julia Mancuso mit 3,11 Sekunden
Rückstand.
Auch Anja Pärson wird mit ihrem Lauf
nicht wirklich zufrieden sein, die Schwedin muss 1,44 Sekunden auf
Zettel vorgeben. Die junge Schweizerin Lara Gut schied nach
hervorragender Zwischenzeit aus.
Für die Schweizerinnen war heute ein
schwarzer Tag. Wie Gut schieden auch Aline Bonjour und Rabea Grand aus.
Andrea Dettling überquerte den Zielstrich als einzige Schweizerin,
jedoch mit einem Rückstand von 3'48". Dies reichte für Rang 24 und die
Teilnahme am 2. Lauf der um 13.30 Uhr gestartet wird.
Das letzte
Rennen - Riesenslalom der Damen in Cortina
ÖSV Dreifachsieg
beim
Riesenslalom in
Cortina
Das Abfahrts-Debakel vom Vortag hat
den ÖSV-Damen in Cortina d'Ampezzo offenbar die beste Motivation
gegeben. Im Riesentorlauf am Sonntag schlugen die Österreicherinnen mit
einem Dreifachsieg beeindruckend zurück: Kathrin Zettel setzte sich
dabei vor ihren Teamkolleginnen Michaela Kirchgasser und Elisabeth Görgl
durch.
Kathrin Zettel distanzierte die Zweite
Michaela Kirchgasser um 1,39 Sekunden, derweil die nach dem ersten Lauf
führende Elisabeth Görgl kurz vor Schluss einen kapitalen Fehler beging
und fast zu Sturz kam, aber dennoch noch Dritte wurde. Kathrin Zettel
erreichte nach den „Heimerfolgen“ in Sölden und am Semmering ihren
dritten Saisonsieg und den insgesamt fünften Erfolg im Skizirkus.
Zettel übernahm damit nicht nur wieder
die Führung im RTL-Weltcup, sondern machte sich mit Saisonsieg Nummer
drei endgültig zur WM-Favoritin. "Das rote Trikot will ich mir nicht
mehr so schnell entreißen lassen. Die Favoritenrolle ändert nichts",
blieb die Niederösterreicherin cool.
Auch Michi Kirchgasser konnte sich
wieder einmal von Herzen freuen: "Ich habe mitten in der Saison einen
Neustart durchgeführt und mit Mentaltraining begonnen. Jetzt fahre ich
wieder schön Ski und es läuft bei mir immer besser. Ich hoffe, dass ich
bei der WM mein bestes Rennen zeigen kann", gab sich die Salzburgerin
endlich wieder zuversichtlich.
Es war der 48. Dreifachsieg für die
ÖSV-Damen, der erste seit dem Levi-Slalom im November 2006 und der erste
im Riesentorlauf seit Semmering 2006, wo Zettel vor Nicole Hosp und
Marlies Schild gewonnen hatte.
Beste Nicht-Österreicherin am Sonntag
war auf Rang vier die Slowenin Tina Maze.
Aus Sicht des DSV konnte man sich über
Viktoria Rebensburg freuen, die als 7. ihr bestes Weltcupergebnis
ablieferte und endgültig das WM-Ticket für Val d’Isere löste. Maria
Riesch dagegen schied zum dritten Mal in der Saison bei einem Rennen aus
und verlor in der Gesamtweltcupwertung weiter an Boden auf die
US-Amerikanerin Lindsey Vonn, die auf den zehnten Platz fuhr (+2,89
Sekunden).
Es war nicht ganz so schlimm wie in
Zauchensee. Aber ein Aus ist immer bitter. Das war einfach ärgerlich",
so die 24-Jährige Riesch. Auch Kathrin Hölzl aus Bischofswiesen hatte
Pech: Sie war im Finaldurchgang sehr schnell unterweg, verpasste eine
Topplatzierung aber durch einen großen Fehler kurz vor dem Zieleinlauf,
sie landete am Ende auf dem 28. Rang. Barbara Wirth und Fanny Chmelar
hatten wie Riesch die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst.
Bestklassierte Schweizerin war Andrea
Dettling als 22. und schaffte mit diesem Ergebnis ihr bestes
Riesenslalom-Ergebnis überhaupt. Auch Fabienne Suter hätte ihre
Bestleistung im Riesenslalom, den 20. Rang, beinahe verbessert, doch
kurz vor dem Ziel des zweiten Laufs unterlief ihr ein Fehler, der sie
auf den 29. Platz zurückfallen liess.
Pech hatte die 17-jährige Tessinerin
Lara Gut, die sich in den bisherigen fünf Riesenslaloms viermal in den
ersten sechs klassiert hatte. Sie verpasste im ersten Lauf schon vor der
ersten Zwischenzeit ein Tor und schied aus.
Am Montag um 10.00 Uhr werden die
Rennen in Cortina d'Ampezzo mit einem Super-G beendet.
"Vielleicht ist Skifahren die beste
Medizin für mich."
Mit einstündiger Verspätung, aber gut
gelaunt ist Nicole Hosp am Dienstagabend um 21.03 Uhr vom Flughafen Genf
kommend per Auto bei Schneesturm und eisigen Temperaturen (Ihr erster
Wunsch: "Eine warme Suppe bitte") im ÖSV-Teamhotel Grand Paradis in Val
d'Isere eingetroffen.
Erst am Nachmittag hatte sie nach
abschließenden medizinischen Tests in Innsbruck ("Das verletzte Knie
funktioniert einwandfrei und ist voll belastungsfähig") grünes Licht für
ihre Teilnahme an der Ski-WM erhalten.
"Mir geht es gut, danke", entgegnete
sie auf die Frage nach ihrem Befinden. Hungrig sei sie. Dabei schien ihr
WM-Einsatz nach einem folgenschweren Sturz in Zagreb - Hosp hatte sich
dabei das innere Seitenband gerissen, den Schienbeinkopf gebrochen und
einen Einriss im Kreuzband des linken Knies zugezogen - in weite Ferne
gerückt.
Sechs Wochen später sieht die Welt für
Hosp aber wieder ganz anders aus. "Ich bin angeschlagen, aber nicht mehr
tragisch." Freilich spüre sie das verletzte Bein nach den
Anreisestrapazen ein wenig mehr (Hosp unterzog sich noch am selben Abend
einer Therapie), ihrem WM-Start stehe allerdings nichts im Wege.
Die vergangenen Tage hatte die
25-jährige Tirolerin, WM-Titelverteidigerin im Riesenslalom, mit
Freifahren, Stangen- und "ganz viel Krafttraining" zugebracht. Den
Entschluss, doch nach Val d'Isere zu kommen, habe sie schon früher
getroffen, "als ich zum ersten Mal wieder auf Ski gestanden bin und
gemerkt habe, dass es gut läuft".
Ihr behandelnder Arzt sei verblüfft
gewesen, "weil das Knie von einem Tag zum anderen besser geworden war" -
und auch der folgenden Belastung zwischen den Stangen standhielt. "Das
läuft alles wieder wunderbar", freute sich Hosp.
"Das verletzte Innenband ist genauso
stabil wie das andere." Nicht einmal bei einem mit Glück verhinderten
Trainingssturz ("Da bin ich mit Druck auf dem verletzten Knie richtig
auf der Bindung gesessen") habe sich die Verletzung negativ bemerkbar
gemacht. Hosp schmunzelnd: "Vielleicht ist das Skifahren die beste
Medizin für mich. Mein Knie braucht die Brettln."
Dem Riesentorlauf am Donnerstag
fiebert sie mit Herzblut entgegen. Als Vorteil für die Weltmeisterin
könnte sich die späte Anreise erweisen. "Ich bin ausgeruht, voller
Kraft, Elan und Motivation", sagte Hosp, "und Druck verpüre ich auch
keinen, weil ich mir Druck nicht auferlegen lasse. All das spricht für
mich."
Auch weil sie an skifahrerischem
Können in den fünf skifreien Wochen nichts verlernt habe. Das Gefühl
dabei sei gut wie immer. "Jeder war überrascht, wie super ich auf Anhieb
wieder gefahren bin."
Dieser erste Eindruck, die Freude
darüber, wie gut sie sich fühle, habe die Entscheidung pro WM in ihr
reifen lassen. "Das war wichtig. Wäre ich nicht in Form, hätte ich in
Val d'Isere nichts verloren." Positiv denken, sich Ziele setzen und
dafür arbeiten, so beschrieb Hosp ihr Rezept, wiewohl sie nichts
erzwingen wollte.
"Wenn der Körper nicht will, kann er
nicht dazu gezwungen werden." Die WM war nur der Anhaltspunkt, "an dem
ich mich orientierte. Gehört habe ich nur auf meinen Körper, der meinem
Ansinnen schließlich zustimmte."
Die WM verfolgte sie bisher vor dem
Fernseher ("Da bin ich wehmütig davor gehockt, es war hart"). Nun könnte
Hosp sogar die Erste sein, die ihren WM-Titel in Val d'Isere erfolgreich
verteidigt, wiewohl sie auch sagt: "Favoritinnen sind am Donnerstag
andere."
Hosp verweist auf ihre Teamkolleginnen
Kathrin Zettel und Elisabeth Görgl "und noch viele mehr. Ich selbst bin
eine, die aus dem Hintergrund angreifen kann und vielleicht nach vorne
stürmen wird. Von vornherein ausschließen will ich die Goldmedaille aber
nicht." Denn eine Weltmeisterschaft, so Hosp, die auch am Samstag im
Slalom starten will, habe eigene Gesetze.
BLICK
ZURÜCK WM 2007: Nicole Hosp Riesenslalom
Weltmeisterin 2007
Nicole Hosp hat im Riesenslalom der Frauen das
erste Gold für Österreich bei der alpinen Ski-WM in Are gewonnen. "Ich
kann es noch nicht wirklich fassen. Es ist wie ein Traum. Ich habe mir
im zweiten Lauf nur gedacht: Ich will den besten Riesenslalom fahren,
den ich je gefahren bin. Und es war ein sehr guter Lauf. Das warten war
nicht schwer. Ich hatte so einen großen Vorsprung. Da habe ich gewusst,
dass es für die anderen schwierig wird, das zu biegen."
Die
WM-Abfahrts-Dritte aus Bichlbach in Tirol, siegte in der Zeit von
2:31,72 Minuten mit einem Vorsprung von 0,85 Sekunden auf die Schwedin
Maria Pietilae-Holmner. Dritte wurde Denise Karbon aus Italien.
Die
Salzburgerin Michaela Kirchgasser verbesserte sich nach starker Fahrt im
zweiten Durchgang von Rang 19 auf den undankbaren vierten Platz. Groß
war der Ärger wegen des verpatzten ersten Laufs: "Ich bin total sauer
auf mich. Es ist sch... WM ist nur einmal im Jahr und da mache ich im 1.
Durchgang den schlechtesten Lauf der Saison."
Ihre Grippe geschwächte
Teamkollegin Kathrin Zettel mußte sich mit dem Neunten Platz begnügen.
Die nach dem 1. Durchgang in Führung liegende US Amerikanerin Julia Mancuso blieb ohne Medaille und reihte sich auf Rang 5 im Endklassement
ein.
Die Deutsche Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) verpasste die
Medaillenränge als Sechste um 0,33 Sekunden. Sensationell belegte die
17-jährige Viktoria Rebensburg Rang acht.
Fabienne Suter kam als beste
Schweizerin auf Rang 13, Fränzi Aufdenblatten beendete den Riesentorlauf
als 19.
Die dreifache Goldmedaillengewinnerin Anja Pärson (Schweden)
schied im zweiten Lauf aus.
Im Ziel zeigte sich ÖSV Damen-Chef Herbert
Mandl, nach einer starken Skiweltcupsaison seiner „Mädls“ mit dem Gewinn
der Goldmedaille bei der WM in Are erleichtert: "Ich hab schon
mitgezittert am Hang. Es war ein turbulentes Finale. Die Niki ist sehr
gut gefahren und hat sich das wirklich verdient. Nach der Fahrt war der
Abstand sehr groß. Die Michi Kirchgasser hat schon einen sehr guten Lauf
gehabt - und die Niki war dann sogar noch schneller. Natürlich war Druck
da, das hat man im ersten Lauf gesehen. Im zweiten Lauf haben sie aber
gezeigt, was sie können. Ich gratuliere der ganzen Mannschaft."
1. Nicole Hosp AUT 2:31,72
2. Maria Pietilä-Holmner SWE 2:32,57
3. Denise Karbon ITA 2:32,69
4. Michaela Kirchgasser AUT 2:32,87
5. Julia Mancuso USA 2:32,96
6. Kathrin Hölzl GER 2:33,02
Ausgeschieden: Anja Pärson
BLICK ZURÜCK SKI WM 2005 in Bormio
Anja Pärson ist
Riesenslalom Weltmeisterin 2005
Anja
Pärson aus Schweden hat bei der Ski-WM im italienischen Santa Caterina
ihren Titel im Riesenslalom erfolgreich verteidigt und nach Gold im
Super-G und Silber in der Kombination ihre dritte Medaille gewonnen und
ist damit wie Bode Miller und Janica Kostelic Doppelweltmeisterin.
"Es ist unglaublich schön, es war wirklich hart heute, ich habe
gekämpft. Ich war nicht so stark in dieser Saison. Im zweiten Durchgang
habe ich alles versucht. Normal ist dieser Schnee nicht gut für mich. Ich
wollte den Ski laufen lassen, schön fahren, ruhig bleiben und nicht zu
sehr auf der Kante stehen. Der Super G war eine Überraschung für mich,
das ist was anderes."
Auch die Silbermedaille geht nach Skandinavien.
Tanja Poutainen aus Finnland sicherte sich Rang 2 vor der Bronzemedaillen
Gewinnerin Julia Mancuso aus den USA.
Tränen im Ziel bei Martina Ertl aus
Deutschland. Die 31-Jährige aus Lenggries raste um 4/100 Sekunden an
einer Medaille vorbei auf den undankbaren 4. Rang.
Nicole Hosp wurde als
beste Österreicherin Vierte vor Karen Putzer aus Italien und ihrer
Teamkollegin Elisabeth Görgel. Auf dem 7. Platz folgt Cenevieve Simard
aus Kanada vor der Spanierin M. Rienda Contreras, Sarka Zahrobska aus
Tschechien, Ingrid Jacquemod aus Frankreich und Anne Ottosson aus
Schweden.
Die Pechsträhne von Michaela Dorfmeister hielt auch im
Riesenslalom an. In ihrem letzten WM-Rennen ihrer Karriere ist sie im
ersten Durchgang ausgeschieden, und setzte damit ihre Ausfallserie in
Santa Caterina fort. Die Niederösterreicherin hat nur noch im Ziel nur
noch einen Wunsch: "Ich will einfach nur nach Hause!"
Marlies Oester auf dem 18. Rang mit 3,32 Sekunden Rückstand und Fränzi
Aufdenblatten auf Rang 26 mit 4,41 Rückstand hinterließen ein trauriges
Bild aus Sicht der Schweizer Skination.
Annemarie Gerg aus Lenggries
belegte in 2:16,86 Platz 17. Die Damen aus Österreich, der Schweiz und
Deutschland gehen wie schon im Super G leer aus. Deutschland und die
Schweiz warten auch nach dem siebenten Bewerb auf eine Medaille.
BLICK ZURÜCK SKI WM 2003 in St. Moritz
Paerson
Riesenslalom Weltmeisterin 2003
Riesenslalom
Weltmeisterin 2003
Anja Paerson
Anja Paerson aus
Schweden gewann, unangefochten und überzeugend, mit zweimaliger
Laufbestzeit den Weltmeistertitel im Riesenslalom der Damen. Silber
geht überraschend an Denise Karbon aus Italien, die Bronzemedaille
sicherte sich die Kanadierin Allison Forsyth. Auf den Rängen 4 bis
10 folgten Michaela Dorfmeister (AUT), Tina Maze (SLO), Karen Putzer
(ITA), Manuela Moelgg (ITA), Sonja Nef (SUI), Andrine Flemmen (NOR)
und als beste deutsche Läuferin Martina Ertl (GER). Annemarie Gerg
konnte sich auf Rang 21 platzieren.
Silber: Denise Karbon
Bronze: Allison Forsyth
Platz 4: Michaela Dorfmeister
Platz 5: Tina Maze
BLICK ZURÜCK SKI WM 2003 in St. Moritz
09.02.2001
Sonja Nef RiesenSlalom Weltmeisterin
Die Schweizerin Sonja Nef hat es geschafft ! Sie wurde ihrer
Favoritenrolle gerecht und gewann völlig verdient die Goldmedaille !
Rang zwei und damit Silber geht an die Italienerin Karen Putzer. Bronze
gewinnt Anja Pärson aus Schweden.
Sonja Nef: Heute ist einer meiner schönsten
Tage und wahrscheinlich ist niemand glücklicher als ich. Ich habe mir
das so sehr gewünscht. Dass die Piste unruhig ist habe ich gewusst. Ich
wusste, dass ich immer gut plaziert sein und früh genug ansetzen muss.
Ein paar Mal hat es mir den Ski verschlagen. Ich habe mich nur auf mich
konzentriert und was ich machen soll. Es war sehr schwer. Doch die
Pistenverhältnisse habe ich mir schwieriger vorgestellt. Der Lauf war
ziemlich lang. Sicher habe ich viel erreicht - viele Siege geben Kraft
und Selbstvertrauen. Dass Michael gestern gewonnen hat, hat sehr viel
Druck weggenommen. Nach dem ersten Lauf habe ich schon gehört, dass
viele Fans da waren und es ist schön wenn sie sich mit mir freuen.
Karen Putzer: Im
zweiten Durchgang war es sehr schwierig. Es gab schon einige Spuren im
zweiten Durchgang, aber es hat trotzdem gut geklappt. Dadurch dass ich
eine gute Nummer im ersten Durchgang hatte und wusste, dass die Piste im
zweiten Durchgang schwieriger ist, musste ich alles riskieren. Der Sieg
von Nef ist mehr als verdient.
Anja Paerson: Ich habe
das nicht erwartet. Ich bin hierher gekommen, um im Riesentorlauf eine
Medaille zu machen, aber Slalom-Gold war wirklich eine tolle
Überraschung. Ich hatte keinen guten ersten Lauf und war glücklich,
überhaupt durchzukommen. Als ich noch ein Kind war, war ich sehr stark,
und auch jetzt verlasse ich mich auf meine Stärke. Ich bin noch sehr
jung, und bin schlechte Pisten vom Europacup gewöhnt. Ich glaube das war
ein Vorteil für mich. Ich bin sehr glücklich.