Carlo Janka behält trotz eines Fehlers
im oberen Teil die Nerven und ist auch im Finale des WM-Riesentorlaufes
eine Klasse für sich: er krönt sich mit einer Zeit von 2:18,82 zum
Weltmeister. „Im zweiten Lauf, wo ich den Fehler gemacht habe, ist es
noch mal eng geworden. Ich hab dann gewusst, ich muss unten noch mal Gas
geben. Ich wusste, wenn ich unten noch mal so fahre wie im ersten
Durchgang, dann sollte es sich mit dem Polster ausgehen.“
Als Zweiter holt Benjamin Raich
endlich, endlich die ersehnte Herrenmedaille für Österreich! Sein
Rückstand mit 0,71 Sekunden. Es ist die insgesamt 11. Medaille für Benni
Raich und er stellt damit den österreichischen Rekord von Skilegende
Toni Sailer ein. „Es war schwierig. Ich hab alles riskiert, bin auf Sieg
gefahren. Das ist sich weit nicht ausgegangen - ich muss froh sein, dass
ich noch Silber gemacht habe. Es waren Schläge drinnen, da hat es mich
schon verjagt. Aber auch der Carlo hat Fehler gemacht, er war heute wohl
zu gut für mich. Natürlich hofft man im Ziel, dass man noch Gold holt.“
Ted Ligety hat wohl wirklich an Tina
Maze gedacht und fuhr mit einem sensationellen Lauf auf der immer
schwieriger werdenden Piste von Platz 9 noch zu Bronze. „Nach dem ersten
Lauf war ich richtig sauer, ich war nicht zufrieden mit der Art, wie ich
gefahren bin. Ich habe viel Risiko genommen und bin sehr glücklich, dass
ich so viel Zeit gut machen konnte. Ich bin sehr glücklich!“
Haarscharf um 7 Hundertstel an den
Medaillen vorbei schrammt Marcel Hirscher. Doch Hirscher und Raich
werden die Diskussionen um die Krise des ÖSV erst einmal zum pausieren
bringen. „Wenn zwei, drei Rennen einmal keiner am Podest steht, dann ist
noch lange keine Krise da - aber bitte. Für mich ist die Silberne heute
sehr schön.“ so Raich. Es ist außerdem die 250. Medaille bei
Weltmeisterschaften für Österreich.
Enttäuscht auf Platz 5 ist
Massimiliano Blardone, Rückstand 1,67. Er hätte sich vom zweiten Lauf
mehr erwartet, denn es wären seine Bedingungen gewesen, außerdem hat
sein Trainer den Lauf ausgeflaggt.
Auch für Didier Cuche reicht es heute
nicht für Edelmetall. Zu viele kleine Fehler, zu unruhig sein Lauf. Am
Schluss Rang 6 mit 1,69 Sekunden Rückstand
Jean Baptiste-Grange (FRA +1,75),
Alexander Ploner (ITA +1,78), Aksel Svindal (NOR +1,79 und Mark Berthod
(SUI +1,94) liegen knapp beisammen auf den Plätzen 7 bis 10.
Die Schweiz führt nun mit 2 Goldenen
im Medaillenspiegel. Die positiven Nachrichten aus Innsbruck sind heute
das Sahnehäubchen auf dem Schweizer Glückshaufen: Daniel Albrecht, der
seit seinem schweren Sturz in Kitzbühel im Koma lag, ist wach. Er ist
ansprechbar und reagiert auf einfache Befehle. Man ist zuversichtlich,
dass er in wenigen Wochen aus neurologischer Sicht „gesund“ ist. Alles
Gute wünschen wir der Schweizer Mannschaft – sowohl zum sportlichen
Erfolg in Val d´Isere, als auch zum Kampf zurück von Daniel Albrecht!
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: C.
Egger
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
Er hat schon die WM-Generalprobe im
Dezember gewonnen und er führt auch heute wieder: Carlo Janka aus der
Schweiz. Das Wetter (endlich) herrlich, der Kurs vom eigenen Trainer
gesteckt und bereits eine Medaille in der Tasche, man hatte das Gefühl
Carlo Janka fährt wie auf Schienen über den schwierigen Kurs. „Schwierig
zu sagen, ob er perfekt war. Er war sicherlich gut ohne Fehler. Ich bin
zufrieden mit dem Lauf. Der Vorsprung ändert für mich nichts - ich werde
so fahren, als ob ich eine Hundertstel Sekunde voran.“
Dabei hält er einen komfortablen
Vorsprung von 0,48 Sekunden auf Benjamin Raich aus Österreich und 0,96
Sekunden vor dem Dritten Massimiliano Blardone aus Italien.
Erst danach werden die Abstände
knapper: schon auf Platz 4 Didier Cuche, derzeit nur 17 Hundertstel
hinter seiner dritten Medaille bei dieser WM. Die Schweizer blasen
wieder zum Angriff!
Österreich hofft jedoch, diesmal
dagegen halten zu können. Neben Routinier Raich gibt der junge Marcel
Hirscher eine weitere Talentprobe ab. Mit Startnummer 21 schafft er noch
Rang 5 – sein Rückstand auf Janka 1,15 Sekunden – Bronze ist aber nur 19
Hundertstel entfernt. „Ich hab mich sehr, sehr schlecht gefühlt - der
Hang verlangt einem alles ab. Aber auch für den zweiten Durchgang gilt
volles Risiko, sonst gewinnt man nichts. Ich glaube aber, auf diesem
Hang fühlt sich keiner richtig wohl.“ so Hirscher. Auch noch in
Hoffnungsdistanz ein weiterer Nachwuchsläufer des ÖSV – Philipp
Schörghofer. Er rechtfertigt seine Aufstellung mit Rang 7 nach dem
ersten Lauf (+1,59).
Auch Italien hat 2 Eisen im Kampf um
die Medaillen im Feuer: neben Blardone darf auch Manfred Mölgg noch mit
Edelmetall spekulieren. Er liegt mit 1,19 Rückstand auf Platz 6.
Jean-Baptiste Grange legt einen etwas
zu braven Lauf in den Schnee, im unteren Teil noch einige
Unsicherheiten, das reicht nur für den 8. Platz.
Ted Ligety startete mit Nummer 1 und
staunte nicht schlecht, als die Startnummer 2 – Carlo Janka – ihm 1,71
Sekunden abnahm. Auf der Ergebnisliste findet er sich nun auf Platz 9
wieder und wenn wir an den Traumlauf der Slowenin Maze gestern denken,
dann gibt er den Medaillentraum sicher noch nicht ganz auf. Das selbe
gilt wohl für den RTL-Weltmeister von Aare Aksel Svindal. Derzeit liegt
er nach einem fehlerhaften Lauf mit 2,21 Sek. Rückstand nur auf Platz
12. Sein Teamkollege Truls-Ove Karlsen hält derzeit Platz 10 (+1,95).
Auch der zweite Lauf wird schwierig.
Der Schnee ist aggressiv, teils blankes Eis wechselt mit griffigen
Stellen. Aber im Gegensatz zum Damenrennen scheinen heute die
äußerlichen Bedingungen und speziell die Sicht für jeden gleich zu sein.
Trotz der Teils großen Zeitabstände erwartet uns ein spannender zweiter
Durchgang – ohne Risiko keine Medaillen!
Das letzte
Rennen - Riesenslalom der Herren in Adelboden
Raich gewinnt
Riesenslalom in
Adelboden
Bei perfekten Bedingungen ließ sich
der Österreicher Benjamin Raich seine Zwischenführung beim Riesentorlauf
in Adelboden nicht mehr wegschnappen. Er gewann mit 2:24,95 und freute
sich über seinen 33. Sieg und den 400. Sieg für den ÖSV. „Der Hang ist
sehr schwierig, das war natürlich sehr gut für mich. Da runter ist immer
was los und man muss immer ganz genau fahren und das schaff ich immer
ganz gut. Wenn man als Letzter oben steht, den Nervenkitzel spürt, keine
Leute mehr am Start sind, das ist schon ein besonderes Gefühl. Wenn man
dann gewinnen will muss man angreifen und das ist mir relativ gut
gelungen.“
Auf der für die Rennläufer
schwierigsten Riesentorlaufstrecke der Saison, in Adelboden, konnte auch
Massilmiliano Blardone seinen Podestplatz aus dem 1. Lauf verteidigen.
Er verliert auf Raich 24 Hundertstel Sekunden und belegt Rang zwei.
Mit Superläufen im Finaldurchgang
konnten sich der Norweger Kjetil Jansrud und der Schweizer Sandro
Viletta verbessern. Jansrud (+0,72 Sek.) gelang der Sprung von Platz 14
aufs Siegertreppchen, er wurde Dritter. Viletta (+0,92 Sek.) fuhr mit
Laufbestzeit im 2. Durchgang vom 25. auf den 4. Platz. Er überholte beim
Heimrennen am Chuenisbärgli all seine ein wenig enttäuschenden und wohl
auch enttäuschten Teamkollegen. Didier Cuche wurde 11., Carlo Janka fiel
auf Rang 22 und Daniel Albrecht gar auf Rang 26 zurück.
Cyprien Richard (+1,10 Sek.) und Steve
Missilier (+1,32 Sek.) aus Frankreich belegten die Ränge 5 und 7 nur
getrennt durch den zweitbesten Schweizer, dem Vorjahressieger, Marc
Berthod (+1,30 Sek.), der Rang 6 erreichte.
8. und somit zweitbester Italiener
wurde Alexander Ploner (+1,39 Sek.). Ted Ligety verteidigte die Ehre der
Amerikaner als 9. (+1,40 Sek.) nachdem Bode Miller bereits im 1. Lauf
ausschied. Aksel Svindal (NOR) komplettiert die besten Zehn Läufer mit
einem Rückstand von 1,42 Sekunden.
Benjamin Raich rettete wieder einmal
die Ehre der Österreicher, denn Marcel Hirscher fiel vom 7. auf den 11.
Platz zurück und der Tiroler Christoph Gruber konnte seinen 3. Rang aus
dem ersten Lauf nicht bestätigen, fuhr etwas zu vorsichtig und beendete
das Rennen als Dreizehnter.
Raich holte sich mit seinem heutigen
Sieg die Führung im Gesamtweltcup vor Grange und Svindal und setzte sich
auch in der Riesentorlauf Disziplinenwertung vor Ligety und Cuche an die
Spitze.
Das war der letzte
Weltcupriesentorlauf vor der WM in Val d´Isere. Nun müssen sich die
Trainer der jeweiligen Mannschaften den Kopf zerbrechen wen sie für den
WM-Riesentorlauf nominieren. Besonders schwierig wird dies wieder einmal
für die Österreicher und die Schweizer, die sehr viele Topläufer dieser
Disziplin in ihren Reihen haben.
Aus dem
Skiweltcup
Infopoint
Austria: M.
Riedler
Noch mehr Informationen
finden Sie im
Skiweltcup-Forum
1. Benjamin
Raich AUT
2:24,95
2. Massimiliano
Blardone ITA
2:25,19
3. Kjetil
Jansrud NOR
2:25,67
4. Sandro
Viletta SUI
2:25,87
5. Cyprien
Richard FRA
2:26,05
6. Marc Berthod
SUI 2:26,25
7. Steve
Missillier FRA
2:26,27
Raich kehrte mit neuem Elan zurück
Tiroler nach Kurztrip in die Heimat im
Riesentorlauf wieder große Hoffnung auf Österreichs erste
Herren-Medaille.
Schön langsam wird es eng für die
österreichischen Ski-Herren. Nach dem schlechtesten WM-Start der
Nachkriegsgeschichte bietet sich für das ÖSV-Team am Freitag (10.00 und
13.30 Uhr/live ORF1) in Val d'Isere die vierte und vorletzte Chance auf
eine Medaille. Die Hoffnungen ruhen einmal mehr auf Benjamin Raich, dem
aktuellen Leader im Riesentorlauf-Weltcup und potenziellen Retter der
ÖSV-Herren-Ehre.
Nach seinem bitteren Ausfall in der
Super-Kombination ist Raich am Montag kurzerhand aus Val d'Isere
abgereist, um sich am Dienstag und Mittwoch mit Trainingseinheiten in
Österreich (Jerzens) fürs WM-Finale in Schwung zu bringen. "Es hat sich
auf jeden Fall ausgezahlt. Wir haben auf steilen und eisigen
Verhältnissen trainiert, die denen in Val d'Isere sehr ähnlich sein
sollten", meinte der Tiroler nach seiner Rückkehr am späten
Mittwochabend.
Raich hatte bei seinem Solo-Training
seine engsten Ski-Vertrauten um sich, nämlich seinen Bruder Florian und
Florian Patsch. Dafür gesorgt, dass die Trainingspiste im Pitztal vom
Neuschnee befreit wird, haben vor allem zahlreiche Schüler der
Benni-Raich-Rennschule. Raichs Rückreise zur WM war dann verhältnismäßig
unkompliziert, denn der ÖSV-Star düste per Privatjet nach Chambery, von
wo aus die Autofahrt hinauf nach Val d'Isere nicht einmal mehr zwei
Stunden dauert.
Raich hat beim Training punkto
Material einiges probiert und seiner Ansicht nach das richtige Gefühl
für das Rennen auf der Bellevarde-Piste gefunden. Die verpassten
Medaillenchancen im Super-G (Fünfter) und in der Super-Kombi hat der
30-Jährige abgehakt. "Das ist schon lange verdaut. Die Chancen waren
groß, aber ich habe ja noch zwei weitere", weiß Raich, der im
Riesentorlauf und Slalom nach seiner 13. bzw. vielleicht sogar 14.
Medaille bei einem Großereignis greift.
Die Diskussionen, dass aufgrund der
Medaillenflaute noch mehr Last als sonst auf seinen Schultern ruhen
würde, prallen bei Raich wie gewohnt ab. "Ich lasse mich nach wie vor
nicht zum Retter der Nation abstempeln. Wenn ich das an mich ranlassen
würde, wäre das ein unnötiger riesiger Druck. Ich lasse mir von Medien,
Kollegen und Fans keinen Druck auferlegen. Wenn, dann mache ich mir
selbst einen Druck, den kann ich dann auch kontrollieren."
Raich würde sich selbst als
"Mitfavorit" im Medaillenrennen sehen, die größten Favoriten sind für
ihn aber Carlo Janka, Didier Cuche, Aksel Lund Svindal, Manfred Mölgg
und Massimiliano Blardone. Im Vergleich zum Slalom sieht Raich für ihn
persönlich größere Medaillenchancen im Riesentorlauf, aber auch zum
WM-Abschluss am Sonntag rechnet er sich einiges aus. Nicht zuletzt, weil
Atomic extra für die WM einen neuen Slalom-Ski produzieren ließ.
Die WM in Val d'Isere wird ohne einen
Rennstart von Gesamtweltcup-Leader Ivica Kostelic zu Ende gehen. Der mit
Rückenproblemen kämpfende Kroate muss laut Angaben des kroatischen
Verbandes auch die beiden ausstehenden WM-Bewerbe Riesentorlauf
(Freitag) und Slalom (Sonntag) auslassen.
Der 29-jährige Slalomweltmeister von
2003 hatte eigentlich Starts in sämtlichen fünf WM-Bewerben geplant
gehabt, doch ausgerechnet im letzten Rennen vor den Titelkämpfen (Slalom
in Garmisch-Partenkirchen) waren die Rückenschmerzen akut geworden.
Kostelic will sich voll auf den
Gesamtweltcup konzentrieren und in Sestriere, der ersten Weltcup-Station
nach der WM, ins Renngeschehen zurückkehren.
BLICK
ZURÜCK WM 2007:
Aksel
Lund Svindal Riesenslalom Weltmeister 2007
Abfahrts-Weltmeister Aksel Lund
Svindal hat sich im schwedischen Are auch den Titel im Riesenslalom
erkämpft. Svindal tritt damit das norwegische Erbe von Lasse Kjus an,
der 1999 letztmals den Titel für Norwegen ergattern konnte.
Der
„Allrounder“ holte sich am Mittwoch bei den alpinen Weltmeisterschaften
sein zweites Gold in 2:19,64 Minuten vor dem Schweizer Daniel Albrecht,
der 0,48 Sekunden Rückstand hatte. Albrechts Landsmann Didier Cuche
(0,92 Sekunden zurück) gewann Bronze und damit seine erste WM-Medaille
überhaupt und sorgen für die Medaillen 4 und 5 für das Schweizer Team
bei der SKI WM in Are!
Nach Cuche’s Pech im Super-G und in der Abfahrt,
als er die Podestplätze nur um wenige Hundertstel verpasst hatte, war
dem Schweizer nun endlich das Glück hold. Weniger gut lief es für Marc
Berthod (3. nach 1. Lauf) und Didier Défago (8.), die ihre gute
Ausgangslage nicht zu nutzen vermochten und zurückfielen.
Nur um 7
Hundertstel Sekunden schrammte der US-Amerikaner Ted Ligety an Bronze
vorbei, während sich der beste Azzurro, Alberto Schieppati, auf Rang
fünf einreihte, dem in der Endabrechnung 16 Hundertstel auf Bronze
fehlten.
Für den ÖSV gab es eine historische Schlappe zu verarbeiten.
Hermann Maier belegte als bester Österreicher Rang 21, Rainer
Schönfelder fuhr auf Platz 25. Benjamin Raich, Hannes Reichelt und
Christoph Gruber waren bereits in Lauf eins ausgeschieden. Das war das
schlechteste ÖSV Abschneiden in einem WM-Rennen, in dem Österreicher ins
Ziel gekommen sind.
1. Aksel Lund Svindal NOR 2:19,64
2. Daniel Albrecht SUI 2:20,12
3. Didier Cuche SUI 2:20,56
4. Ted Ligety USA 2:20,63
5. Alberto Schieppati ITA 2:20,72
6. Truls Ove Karlsen NOR 2:21,00
7. Kalle Palander FIN 2:21,09
. Jean-Philippe Roy CAN 2:21,09
BLICK ZURÜCK WM 2005 in Bormio
Doch wieder Maier!
Die österreichische
Schiwelt ist wieder in Ordnung: Doppelsieg im WM-Riesentorlauf durch
Hermann Maier und Benjamin Raich. Erst auf Platz 3 der nach dem ersten
Durchgang überlegen führende Amerikaner Daron Rahlves!
"Dieser
Weltmeistertitel ist mir noch abgegangen und der ist sicher am meisten
wert … da steckt harte Arbeit dahinter …" das waren die ersten
Worte des "auferstandenen" Herminators. Einer der wenigen
Augenblicke, an dem man dem Hartgesottenen die Rührung im Ziel wirklich
ansah. Hoch zufrieden aber auch Benjamin Raich mit seiner Silbermedaille.
Am Morgen noch sehr verunsichert, ob seine Kräfte angesichts seiner
Verkühlung für so einen langen Lauf überhaupt reichen und nach dem
großen Fehler im ersten Lauf setzte der Tiroler alles auf eine Karte und
startete im zweiten Durchgang von Beginn an voll durch und am Ende fehlten
eigentlich "nur" 0,25 Sekunden auf Gold. "Pretty Cool"
findet es auch Daron Rahlves, dass er nach seinem Horrorsturz in Adelboden
ausgerechnet bei der WM zum ersten Mal im Riesentorlauf auf´s Stockerl
gefahren ist und ist stolz darauf, sich das Podium mit den größten Namen
im Schisport zu teilen. Eine äußerst faire Reaktion für jemanden, der
Gold zum greifen nah war!
Die Top Ten im
Überblick:
1. Hermann Maier (AUT 2.50,41), 2. Benjamin Raich (AUT +0,25), 3. Daron
Rahlves (USA +0,68), 4. Kalle Palander (FIN +1,04), 5. Thomas Grandi (CAN
+1,41), 6. Aksel Lund Svindal (NOR 1,58), 7. Dane Spencer (USA +1,62), 8.
Rainer Schönfelder (AUT 2,06), 9. Fredrik Nyberg (SWE 2,49), 10. Bruno
Kernen (SUI +2,59).
Obwohl die ersten Zehn
eine recht bunte Nationenmischung ergeben, fehlen uns dort doch ein paar
ganz große Schiländer: die Italiener, die nach dem Rückfall des
Lokalmatador Blardone sicher schwer enttäuscht sind und nach einem
deutschen Läufer wird man die Ergebnislisten leider erfolglos absuchen,
da die gestarteten Felix Neureuther und Andreas Ertl leider bereits im ersten
Durchgang ausgeschieden ist.
Vor den letzten Bewerben
ist die Goldbilanz zwischen Amerika und Österreich also wieder
ausgeglichen und Benjamin Raich ist bisher der einzige Läufer, der in
allen Bewerben, in denen er an den Start ging, eine Medaille mitnehmen
konnte. Er strahlt bereits in Gold, Silber und Bronze und ist somit nach
wie vor einer der härtesten Konkurrenten für das
"Wahnsinnsgenie" Bode Miller.
Aus dem Skiweltcup
Infopoint Austria: C. Egger
Herminator holt sich den
WM-Titel
Hermann Maier ist
Riesenslalom-Weltmeister. Der 32-jährige Österreicher gewann bei den
alpinen Titelkämpfen im italienischen Bormio in 2:50,41 Minuten vor
seinem Landsmann Benjamin Raich (2:50,66). Bronze ging an Daron Rahlves
(USA/2:51,09). Felix Neureuther und Andreas Ertl waren ausgeschieden.
BLICK ZURÜCK WM 2003 in St. Moritz
Miller
Riesenslalom Weltmeister 2003 !
Riesenslalom Weltmeister 2003
Bode Miller (USA)
Der US-Amerikaner
ist Riesenslalom Weltmeister 2003 und holt damit, nach der
Kombinations-Weltmeisterschaft seine zweite Goldmedaille in St.
Moritz. Mit nur 3 Hundertstel Sekunden Abstand sicherte sich Hans
Knauß aus Österreich die Silbermedaille vor einem weiteren
US-Amerikaner, Erik Schlopy, der Bronze gewann. Auf den Rängen 4
bis 10 folgten: Ales Gorza (SLO), Aksel Lund Svindal (NOR), Kalle
Palander (FIN), Michael von Grünigen (SUI), Benjamin Raich (AUT),
Alberto Schieppati (ITA) und Joel Chenal (FRA).
Silber: Hans Knauß (AUT)
Bronze: Erik Schlopy (USA)
Platz 4: Ales Gorza (SLO)
nur 7.: Michael von Grüningen
BLICK ZURÜCK WM 2003 in St. Anton
Von
Grüningen Riesenslalom Weltmeister 2001
GOLD für Michael von Grüningen !!!
Die Rechnung des 31-jährigen Schweizer ist
aufgegangen! Er hat seine Goldmedaille geholt und den Östereichern ihre
Grenzen gezeigt! Mit seinen engen Kurven und dem phänomenalen Zeitgewinn
in der 2. Hälfte der Strecke gewann er mit einem Vorsprung von 38
Hundertstel. Zweiter wurde der Norweger Kietil-Andre Aamodt und dritter
der Franzose Frederic Covili. Für Hermann Maier gabs nicht die ersehnte
Goldmedaille, sondern nur einen undankbaren 4. Platz.
Florian Eckert ist im zweiten Durchgang ausgeschieden.
Doris.Brey@SkiAlpinWeltcup.de
Für TV-SPORT aus St. Anton
Michael von Grünigen: Es war ein Vorteil,
dass ich nur Riesenslalom und Slalom trainiert habe. Ich hatte eine gute
Vorbereitung. Ich hatte heute ein gutes Gefühl. Ich habe auch kleine
Fehler gemacht, auf dieser Piste macht jeder Fehler. Vor allem im
zweiten Durchgang ist es besser gelaufen. Siegen ist immer schön.
Kjetil Andre Aamodt:
Ich bin mit der Silbermedaille überglücklich. Die Piste war sehr weich,
mein Lauf war nicht optimal. Es ist mein bestes Saisonergebnis im
Riesentorlauf. Ich bin sehr zufrieden. Es war schwierig zu attackieren,
ich wusste nicht ob ich direkt fahren kann. Silber ist wie ein Sieg für
mich. Ich habe sehr viel Glück gehabt bei dieser Weltmeisterschaft.
Frederic Covili: Ich
bin ebenso glücklich wie überrascht. Es ist ein herrliches Gefühl unter
den ersten drei zu sein. Ich war in der Jugend-Weltmeisterschaft schon
sehr erfolgreich, aber der Übergang zum Weltcup ist mir nicht richtig
gelungen. Seit Val dIsere spüre ich, dass es wieder aufwärts geht. Ich
möchte auf ein Ziel hinarbeiten, das lautet: eine gute Weltcupsaison zu
machen. Ich glaube nicht, dass die Körpergrösse entscheidend ist.