Lindsey Vonn gewinnt Gold im
Super-G von Val d'Isere
Lindsey Vonn gewinnt zum Auftakt der
40. Alpinen Ski-WM die Goldmedaille im Super G. Die US-Amerikanerin
verdrängt die lange Zeit Führende Marie Marchand-Arvier aus Frankreich
um 0,34 Sek. auf den zweiten Platz. Tolle Dritte und damit Gewinnerin
der Bronzemedaille wurde die Salzburgerin Andrea Fischbacher (+ 0,40).
Für Vonn ging mit dem ersten WM-Titel
natürlich ein sehnlicher Wunsch in Erfüllung. "Das ist einfach super.
Nach den vielen Ausfällen und aufgrund meiner hohen Nummer hatte ich
aber nicht gedacht, dass ich das schaffe", meinte die Wahl-Tirolerin -
in der Weltcup-Zeit wohnt sie in Kirchberg. Die 24-Jährige hatteie auch
am Sonntag bei der Super-G-Generalprobe in Garmisch-Partenkirchen
gewonnen, in Frankreich hat sie sich bei ihrer Fahrt an jener von
Fenninger orientiert.
"Ich bin genau ihre Linie gefahren,
weil ich wusste, dass das die richtige ist", berichtete die überlegene
Leaderin im Gesamt-Weltcup. Die Bedingungen haben aber auch Vonn stark
zugesetzt: "Es war extrem schlagig und wellig. Dazu war auch die Sicht
sehr schlecht." 2007 bei der WM in Aare hatte sich Vonn noch mit zweimal
Silber in Abfahrt und Super-G zufriedengeben müssen.
Pech hat Anna Fenninger, die bei ihrem
WM-Debüt mit dem undankbaren vierten Platz vorlieb nehmen musste. "Ich
habe meine Nummer 1 voll ausgenutzt und bin mit meiner Leistung voll
zufrieden", so die 19-Jährige, die ihre Startnummer als große Ehre
empfand. "Mit der Nummer 1 die WM zu eröffnen, davon träumt wohl jede
Läuferin. Ich war schon sehr nervös." In der Nacht vor dem Rennen habe
sie "ziemlich viel Blödsinn geträumt".
Wie die meisten Fahrerinnen berichtete
auch Görgl ("Platz sechs zählt bei einer WM leider nichts") von einem
"brutal schweren und riesentorlaufähnlichen" Kurs. "So etwas sind wir
vorher noch nie gefahren", meinte die gebürtige Steirerin.
Für Götschl blieb auch in Val d'Isere
der erhoffte Befreiungsschlag aus, die Steirerin schied nach wenigen
Sekunden aus. "Ich bin zu direkt gewesen. Besichtigungsfehler war das
aber keiner, so etwas ergibt sich einfach in der Rennsituation. Solche
Sachen sollten nicht passieren, aber sie passieren eben." Für Götschl
ist die WM aber natürlich noch nicht zu Ende. "Mir bleibt noch die
Abfahrt."
Auch für Maria Riesch hat die WM nicht
mit dem erhofften Erfolgserlebnis begonnen. Die Deutsche fuhr auf der
anspruchsvollen Piste in Val d'Isère zu verhalten und landete auf dem
achten Platz. «Es hätte vieles einfacher gemacht, wenn es heute mit
einer Medaille geklappt hätte. Jetzt heißt es locker bleiben und nicht
verunsichern lassen»
Erfreulich aus Sicht des DSV ist der
10. Platz von Viktoria Rebensburg zu vermelden. Rebensburg hatte
unterwegs ein «scheiß Gefühl», durfte sie sich aber dann im Ziel freuen.
Gina Stechert schied ebenso wie Titelverteidigerin Anja Pärson aus
Schweden aus.
Die Erwartungen in die Schweizer
Fahrerinnen für das erste Rennen der Ski-WM im französischen Val d'Isère
waren gross. Doch schon die beiden ersten Fahrerinnen Fränzi
Aufdenblatten und Andrea Dettling scheiterten am Dienstag auf der
anspruchsvollen Strecke des Super-G. Nach Torfehlern schieden sie aus.
Lara Gut, in die die grössten
Hoffnungen gesetzt worden waren, schied nach einem „Einhänger“ fast aus,
fing sich dann aber im unteren Teil der Fahrt und sicherte sich den
siebten Platz. Fabienne Sutter schliesslich fiel nach mehreren Fehlern
über zwei Sekunden zurück und landete auf dem elften Platz.
Stimmen zum Rennen
Lindsey Vonn: "Es ist so super.
Ich hätte nicht gedacht, das ich das schaffe, weil vor mir so viele
ausgefallen sind. Und auch die Sicht war bei den hinteren Nummern nicht
so gut. Ich habe die Fahrt von Anna Fenninger gesehen, und sie ist unten
super gefahren. Da habe ich dieselbe Linie gewählt, und das hat sich als
richtig herausgestellt. Die Ausfälle haben mich allerdings etwas nervös
gemacht, weil es oben doch ziemlich schlagig war. Aber ich bin von etwas
weiter hinten gekommen und konnte den Wellen größtenteils ausweichen."
Marie Marchand-Arvier:
"Das ist ein großer Moment für mich. Ich habe richtig
gezittert. Das war magisch - fantastisch, daheim Silber zu gewinnen. Das
war möglicherweise das Rennen meines Lebens. Ich bin einfach
überglücklich."
Andrea Fischbacher: "So richtig
schnell habe ich mich eigentlich nicht gefühlt. Es ist ziemlich
dahingegangen, also richtig wild. Oben ist ein langer, ziemlich
unruhiger Schwung, in den ich etwas zu früh und mit zu wenig Richtung
hineingegangen bin. Da hat es mich dann ein wenig hinausgedrückt und
natürlich gebremst. Ganz realisiert habe ich das noch nicht, es ist
einfach unbeschreiblich."
Das letzte
Rennen - SUPER G der Damen in Garmisch
Vonn gewinnt
Super G in
Garmisch
Lindsey Vonn hat den wetterbedingt auf
den Sonntag verschobenen Super-G gewonnen. Die US-Amerikanerin siegte in
01:22,16 Minuten vor den Schwedinnen Anja Pärson (01:22,55 Minuten) und
Jessica Lindell-Vikarby (01:22,88 Minuten). Als beste Deutsche fuhr
Maria Riesch auf den fünften Rang (01:22,96 Minuten).
Lindsey Vonn hat nach dem Slalom am
Freitag auch den Super-G in Garmisch-Partenkirchen für sich entschieden.
Mit der optimalen Ausbeute von 200 möglichen Weltcup-Punkten verschaffte
sich die US-Amerikanerin einen komfortablen Vorsprung in der
Weltcup-Gesamt-Wertung. Maria Riesch (SC Partenkirchen) erreichte mit
Platz fünf ihr bestes Super-G-Ergebnis der Saison. Viktoria Rebensburg
(SC Kreuth) wurde Zehnte, Gina Stechert (SC Oberstdorf) verpasste die
Punkteränge um vier Hundertstel Sekunden.
Stimmen zum Super-G der Damen
Lindsey Vonn (01.)
"Meine Fahrt war super. Die Strecke ist sehr gut und ich bin natürlich
sehr zufrieden. Ich bedanke mich bei den Zuschauern in
Garmisch-Partenkirchen, die auch heute zum Rennen gekommen sind."
Maria Riesch (05.)
"Das waren heute nicht ganz 100 Prozent von mir, aber nach den letzten
Leistungen in den vergangenen Super-G-Rennen fehlte mir auch die nötige
Sicherheit. Aber das ist mit Abstand das beste Super-G-Resultat für mich
in dieser Saison und damit bin ich recht zufrieden. Ich wollte hier in
Garmisch-Partenkirchen gut fahren und mit einem Podium und dem fünften
Platz heute habe ich mein Ziel erfüllt. Die WM kann kommen."
Fabienne Suter (06.)
"Die Strecke hat mir gut gefallen. Es herrschte leider etwas schlechte
Sicht auf der ganzen Strecke, aber das gehört zu unserem Sport an
manchen Tagen dazu. Ansonsten ist die Strecke sehr anspruchsvoll und
schön."
Gina Stechert (31.)
"Mein Lauf war ganz in Ordnung - aber auch nicht überragend. Es geht
noch deutlich besser. Ich bin einigermaßen zufrieden mit meiner
Leistung. Nach meiner Krankheit in den letzten Tagen war es wichtig,
dass ich vor der WM noch ein Rennen fahren konnte."
1. Lindsey Vonn USA 1:22,16
2. Anja Pärson SWE 1:22,55
3. Jessica Lindell-Vikarby SWE 1:22,88
4. Nadia Fanchini ITA 1:22,90
5. Maria Riesch GER 1:22,96
6. Fabienne Suter SUI 1:22,99
7. Elisabeth Görgl AUT 1:23,01
8. Fränzi Aufdenblatten SUI 1:23,18
9. Marie Marchand-Arvier FRA 1:23,28
10. Viktoria Rebensburg GER 1:23,36
Damen-Super-G erstes WM-Rennen.
Einige Improvisationsbereitschaft ist
den Skirennfahrerinnen abverlangt worden, die am Sonntag noch den
Weltcup-Super-G in Garmisch bestritten und schon am Dienstag in Val
d´Isère mit derselben Disziplin die WM eröffnen. «Wenn ich höre, wie
alle von der langen Reise müde sind, ist mein Verzicht auf Garmisch
sicher richtig gewesen», findet Lara Gut. Die Tessinerin traf als erste
schon am Sonntag im WM-Ort ein. Als siebenjähriges Kind verbrachte sie
einst Ferien in Val d´Isère. Seither war sie nie mehr da.
Auf der relativ kurzen „Solaise“-Piste
werden die Damen um die ersten Medaillen fahren. Für die US-Amerikanerin
Lindsey Vonn ist es wohl nicht von Nachteil, dass sie den letzten
Weltcup-Super-G vor der WM gewonnen hat, der nur 50 Stunden zurück
liegt.
Die große Unbekannte bei allen Rennen
wird wohl die neue Strecke "Rhone Alpes" auf der Solaise sein. Wie auch
die Herrenstrecke wurden sie von der Schweizer Skilegende Bernhard Russi
entworfen, doch die Rennen standen hier bisher noch unter keinem guten
Stern. Die WM-Generalprobe im Dezember 2007 fiel dem Schneemangel zum
Opfer auch die testhalber hier geplant gewesenen französischen
Meisterschaften mussten im April abgesagt werden. So hat keine Läuferin
die WM-Strecke je in einem Rennen bewältigt – auch das ist eine
WM-Premiere, wenngleich der etwas anderen Art.
"Das ist echt brutal, wann man da
keine Sicht hat, pfeifen die Komantschen." so äußerte sich Maria Riesch
nach der WM Hangbefahrung am Montag. "Ich bin dreimal gefahren und jedes
Mal war die Sicht anders", hofft Riesch auf ein Rennen bei fairen
Wetterverhältnissen. Auf ihre Chancen am Montag angesprochen konnte man
schon ein gewisses Funkeln in den Augen der Gewinnerin der Super G
Disziplinenkugel der letzen Saison sehen: „Mir hat im Super G zuletzt
etwas die Sicherheit gefehlt, aber in Garmisch habe ich jetzt das Podest
nur um acht Hundertstelsekunden verpasst. Ich gehöre sicher nicht zu den
Favoriten, aber wenn ich einen Superlauf erwische, ist einiges möglich.“
In Garmisch schaffte es gerade eine
Läuferin des ÖSV in die Top Ten, vom Stockerl war Elisabeth Görgl als
Siebente aber platzierungsmäßig weit entfernt. Dennoch ist Görgl eine
der Hoffnungsträgerinnen im WM-Rennen am Dienstag.
Wie gut sie im Super-G fährt, werden
wir erst am Dienstag wissen. Was Görgl sicher weiß, ist, worauf es am
Dienstag ankommen wird. „Keiner kennt die Strecke, das macht es extrem
spannend. Eine gute Selbsteinschätzung wird wichtig sein!“ An eine
Überraschungssiegerin glaubt Görgl nicht. „Auf diesem Hang ist Gold kein
Zufall! Nur wer einen perfekten Lauf hat, wird am Ende ganz oben
stehen.“
Renate Götschl, vor zwei Jahren
Bronzemedaillengewinnerin in Aare, zählt nach einer bisher schwachen
Saison nicht gerade zu den Favoritinnen auf eine Medaille, Hoffnungen
macht sich die Steirerin dennoch. " Es ist ein gutes Gefühl, einmal
nicht die Gejagte zu sein, sondern einfach so in ein Rennen zu gehen. Du
musst einen einzigen Lauf perfekt absolvieren, alles andere ist hier
gleichgültig. Eine Medaille ist für jede das Ziel, die hier fährt. Es
wären Firlefanzen, zu sagen, dass ich nur dabei sein will." Da käme für
Götschl Gold gerade recht. Denn in einem Einzelbewerb war sie zuletzt
vor zehn Jahren Weltmeisterin. Damals war sie aber als Favoritin nach
Vail gekommen.
Das ÖSV-Quartett wird komplettiert
durch Andra Fischbacher und Anna Fenninger, die ihr WM-Debüt feiern
wird.
Der Favoritenkreis ist im Super G
besonders groß. Lindsey Vonn hat mit ihrem Sieg in Garmisch wieder ihre
Klasse unter Beweis gestellt, gefordert wird sie unter anderem von der
Italienerin Nadia Fanchini, den Schweizerinnen Fabienne Suter und Lara
Gut sowie der schwedischen Titelverteidigerin Anja Pärson und deren
Landsfrau Jessica Lindell-Vikarby.
Ähnlich sieht auch Maria Riesch die
Favoritenrolle verteilt: „Natürlich in erster Linie Lindsey Vonn. Anja
Pärson ist auch gut drauf im Moment. Aber es sind viele da, die
Medaillen gewinnen können und eine WM hat sowieso immer ihre eigenen
Gesetze, da passieren oft unvorhergesehen Dinge und deswegen
konzentriert man sich am besten nur auf sich selbst und schaut nicht so
viel auf andere.»
Bei der WM 2007 im schwedischen Are
hat sich Anja Pärson mit drei Mal Gold und ein Mal Bronze zur "Königin
der Titelkämpfe" gemacht. Auch im Super-G lächelte die Schwedin damals
vom obersten Podest. Wie keine andere versteht es die 27-Jährige, ihre
Form bei Titelentscheidungen zum richtigen Zeitpunkt abzurufen und geht
daher als Top-Favoritin in das Auftaktrennen 2009. "Alle konzentrieren
sich auf Riesch und Vonn. Während die beiden noch Interviews und
Autogramme geben müssen, kann ich mich besser vorbereiten", sieht sich
die Schwedin selbst im Vorteil.
SKI WM 2007
in Are
Anja Pärson SUPER G Weltmeisterin
2007
Anja Pärson feierte beim WM Super-G-der Damen in
Aare einen überragenden Heimsieg. Als Lokal-Matadorin verteidigte die
Schwedin in 1:18,85 Min. ihren Titel von 2005 und holt sich zum 5. Mal
eine WM-Goldmedaille.
Pärson hatte bei der schwedischen WM-Bewerbung von
Aare tatkräftig mitgeholfen. Klar, dass die Goldene nun ganz besonders
hell strahlt. "Das war viele Jahre ein Traum von mir, bei der Heim-WM
Gold zu gewinnen", jubelte die nun fünffache Weltmeisterin, die im
Sommer eine Knie-OP zurückgeworfen hatte.
"Ich habe mir aber nicht
gedacht, dass ich es gleich im Super-G schaffe. Das ist unglaublich. Ich
habe die ganze Saison gekämpft und viel getestet. Am Start hatte ich sie
noch, aber mit dem dritten Schwung war die Balance schon da."
Silber
hinter der Weltmeisterin ging, mit einem Rückstand von 0,32 Sekunden an
US-Girl Lindsey Kildow. Die dreifache Saisonsiegerin und Top-Favoritin
Renate Götschl aus Österreich rettet mit 0,53 Sek. Rückstand Bronze.
"Ich wollte eine Medaille und die habe ich. Ich weiß, wie es ist, wenn
man ohne wieder heimfährt. Das war ein schwieriges Rennen, der Schnee
war aggressiver als ich gedacht habe, das hat mich ein bisserl
überrascht. Ich bin ein paar Mal über die Linie rausgeschossen", so die
Steirerin. Fehler hätten sich eingeschlichen, die man sich "bei der
Bombenform der anderen nicht leisten" könne. "Aber wenn du gewinnen
willst, musst du voll riskieren."
Ihre Teamkollegin Nicole Hosp musste
sich um 6 Hundertstel geschlagen, ebenso wie die zeitgleiche Kanadierin
Britt Janyk mit dem undankbaren 4. Platz begnügen. "Das zipft mich schon
ziemlich an. Ich weiß nicht, warum ich das verdient habe", war die
Riesenenttäuschung bei Hosp über Rang vier nicht zu überhören. Bei
Olympia 2006 hatte es für die Tirolerin "Blech" im Riesenslalom gegeben,
an vierten Plätzen im Weltcup hat sie bereits reichlich zu Hause.
Wenn
es Gerechtigkeit gäbe, dann müsse sie sich bei ihr schon irgendwann
einmal "gewaltig" einstellen. „Aber ich hoffte, dass das Glück
irgendwann auf meiner Seite ist. Jetzt ist der Frust noch groß, aber am
Abend sieht es schon wieder besser aus", war sie überzeugt.
Nadia Styger
kam als beste Schweizerin, hinter Julia Mancuso aus den USA auf den
siebten Rang. Die Top Ten komplettierten auf Rang 8 die Österreicherin
Alexandra Meissnitzer gefolgt von der US Amerikanerin Libby Ludlow und
der auf Rang 10 plazierten besten DSV Rennläuferin Maria Riesch.
1. Anja Pärson
SWE 1:18,85
2. Lindsey C. Kildow USA 1:19,17
3. Renate Götschl AUT 1:19,38
4. Britt Janyk CAN 1:19,44
4. Nicole Hosp AUT 1:19,44
6. Julia Mancuso USA 1:19,63
7. Nadia Styger SUI 1:19,65
SKI WM 2005
in Bormio
Anja Pärson is SUPER G
Weltmeisterin 2005
Anja Pärson hat sich am
Sonntag den Weltmeister-Titel im Super-G der Damen geholt. Die Schwedin
hat sich mit dem ersten Sieg im Super-G ihr drittes WM-Gold gesichert. Bis
zum zweiten Platz beim Super-G von Cortina Ende Januar war sie in dieser
Disziplin nie über den 6. Rang hinausgekommen.
Die Silbermedaille geht an
die Bruneckerin Lucia Recchia und lässt die Veranstalter und das
italienische Heimpublikum jubeln. Reccia stand im ersten Frauenrennen an
der Spitze einer überragenden italienischen Mannschaft, welche die
Plätze zwei, vier und fünf belegte.
Bronze sicherte sich die junge US
Amerikanerin Julia Mancuso. Für das ÖSV & DSV Team gab es eine
handfeste Ohrfeige: Hatten sie in der Weltcup-Saison die Rennen dominiert,
so klappte es ausgerechnet bei der WM überhaupt nicht.
Beste ÖSV
Läuferin wurde die 19-jährige Debütantin Andrea Fischbacher auf Rang
sieben, Silvia Berger belegte Platz elf. Titelverteidigerin Michaela
Dorfmeister aus Österreich fuhr an einem Tor vorbei und schied ebenso wie
Alexandra Meissnitzer aus.
Die Führenden im Super-G-Weltcup, Renate
Götschl, verlor im oberen Streckenabschnitt einen Stock und fuhr nur als
22. ins Ziel. Götschl: "Ich kann leben damit. Ich hab's probiert, es
ist halt nicht gegangen. Ohne Stecken kann man nichts gewinnen. Ich wollte
ein gutes Rennen fahren. Aber wenn so was passiert. Das heute war wieder
einmal so ein Rennen, wo die Favoriten gestorben sind. Das ist bei der WM
schon oft passiert."
In einem Rennen, in dem alle Favoriten
versagten, war die Lenggrieserin Hilde Gerg als 13. in 1:19,07 Minuten
beste Deutsche. Martina Ertl (Lenggries) stürzte nach dem vierten Tor,
blieb aber unverletzt. Petra Haltmayr (Rettenberg) kam in 1:20,17 nicht
unter die ersten 20.
"Ich habe oben ein Riesenfehler gemacht. Da habe
ich schon gedacht, soll ich abschwingen oder den Lauf noch als
Abfahrtstraining mitnehmen", erklärte Hilde Gerg enttäuscht.
Als
beste Schweizerin klassierte sich Nadia Styger auf dem ansprechenden 8.
Platz. Bei einem groben Fehler im Startabschnitt hatte die Schweizerin
bereits alle Chancen vergeben. "Schade", meinte Styger,
"dieser Fehler war einer zuviel. Ich wollte es gut machen, stand aber
zu wenig konsequent auf dem Ski. " Sylviane Berthod und Fränzi
Aufdenblatten belegten die Ränge 16 und 18.
Die Top 10 Rennläuferinnen
beim WM-SUPER G der Damen in Santa Catarina: 1. Anja Pärson (SWE)
1:17,64. 2. Lucia Recchia (ITA) 0,45 zurück. 3. Julia Mancuso (USA) 0,76.
4. Nadia Fanchini (ITA) 0,79. 5. Isolde Kostner (ITA) 0,90. 6. Tina Maze (SLO)
1,03. 7. Andrea Fischbacher (AUT) 1,09. 8. Nadia Styger (SUI) 1,15. 9.
Lindsey Kildow (USA) 1,18. 10. Kirsten Clark (USA) 1,30.
SUPER G Weltmeisterin
Anja Pärson:
"Am Start war ich
so nervös. Ich habe alles gegeben und wirklich alles riskiert. Dieses
Jahr habe ich so hart gekämpft und viel trainiert, das hat sich bezahlt
gemacht. Alle haben attackiert, der Steilhang (wo Dorfmeister und
Meissnitzer ausgeschieden sind, Anm.) war schwer, die Linkskurve kommt so
schnell, ich habe dort auch Probleme gehabt. Das ich jetzt wirklich
Weltmeisterin bin, ist unglaublich! Damit habe ich nicht gerechnet. Vor
dem Rennen habe ich maximal mit einem dritten Platz spekuliert."
Silbermedaillen
Gewinnerin Lucia Recchia
"Ein Traum ist in
Erfüllung gegangen. Trotz der vielen Verletzungen und gerade hier in
meinem Heimatland. Ich bin überglücklich !
Bronzemedaillen
Gewinnerin Julia Mancuso:
"Ich freue mich
riesig, bin aber auch total überrascht. Das Rennen war für mich nicht
anders als im Weltcup, nur beim Warten im Ziel war ich dann viel
aufgeregter als sonst. Es war ein sehr schneller Kurs, den wohl einige
unterschätzt haben und deshalb haben sie im oberen Teil die Linie
verpasst."
4. Nadia Fanchini
5. Isolde Kostner
6. Tina Maze
7. Andrea Fischbacher
8. Nadia Styger
9.
Lindsey Kildow
Der
Blick zurück - DIE WELTMEISTERSCHAFT 2003
DER SUPER G in ST.MORITZ
Dorfmeister SUPER
G Weltmeisterin
Die SUPER G
Weltmeisterin 2003 kommt aus Österreich und heißt Michaela
Dorfmeister. Die Silbermedaille sicherte sich Kirsten Clark vor
ihrer Teamkollegin Jonna Mendes die sich über die Bronzemedaille
freuen darf.
Auf den Rängen 4 bis 10 folgten: Genevieve Simard
(CAN), Alexandra Meissnitzer (AUT), Melanie Turgeon (CAN), Corinne
Rey Bellet (SUI), Renate Götschl (AUT), Carolina Ruiz Castillo (ESP)
und Brigitte Obermoser (AUT).
Für die Läuferinnen des DSV war der
Start in die SKI WM 2003 alles andere als erfolgreich. Martina Ertl
belegte als beste deutsche Läuferin Platz 11, Medaillenfavoritin
Hilde Gerg musste sich mit Rang 20 begnügen und Regina Häusl fand
sich auf einen enttäuschenden 28. Platz wieder.
Unser Geheimtipp
Maria Riesch schied nach einem Fahrfehler bereits nach 20 Sekunden
aus. Nicht nur Hilde Gerg haderte nach dem Rennen mit dem Glück,
dem Wind und dem Schlechterwerden der Piste.
Auch andere
Medaillenhoffnungen zerplatzten im Wind von St. Moritz: Carole
Montillet (FRA - 14.), Isolde Kostner (ITA - 18.), Janica Kostelic
(CRO - 19.) und Karen Putzer (ITA -25.)
Freudentränen
Siegesfahrt
Silber: Kirsten Clark (USA)
Bronze: Jonna Mendes (USA)
Platz 4: Genevieve Simard (CAN)
Platz 8: Renate Götschl (AUT)
Platz 11: Martina Ertl
Platz 20: Hilde Gerg
Michaela
Dorfmeister (AUT): „Ich kann es noch überhaupt nicht fassen. Dass
die WM so beginnt, ist ein Traum. Ich weiss nicht was ich sagen
soll. Auf dem aggressiven Schnee habe auch ich Fehler gemacht. Jetzt
kann ich befreit zur Abfahrt antreten, wo ich einen Titel zu
verteidigen habe.“
Kirsten Clark (USA): „Dieser zweite Platz bedeutet mir viel. Ich
bin aus dem Häuschen. Ich wusste, dass ich in diesem Jahr stark
bin. Ich hatte hohe Erwartungen und wurde von meinen Coaches gut
unterstützt.“
Jonna Mendes (USA):
"Das ist unglaublich. Ich bin erstaunt, denn schliesslich war
ich im Super-G noch nie so weit vorne. Nur in Cortina kam ich als
Achte in die Nähe der Besten.“
Der
Blick zurück - DIE WELTMEISTERSCHAFT 2001
DER SUPER G in ST.ANTON
Im Gedenken
an Regine Cavagnoud !
Neun der
zehn Weltmeister der SKI WM 2001 in St. Anton, starteten in St.
Moritz den Versuch ihren WM-Titel zu verteidigen. Die traurige
Ausnahme macht Regine Cavagnoud, Titelträgerin im SUPER G,
die am 31. Oktober 2001 an den folgen eines Trainingsunfalls
verstarb.
Alle
Informationen zur Skiweltmeisterschaft 2001: www.SkiWM2001.de
Regine Cavagnoud
Super G Weltmeisterin
Hilde Gerg holt Bronze für Deutschland
Die erste
Weltmeisterin bei der SKI WM 2001 in St. Anton
heißt Regine Cavagnoud. Sie fuhr mit einem Vorsprung von
5 Hundertstel Sekunden vor der Italienerin Isolde Kostner
ins Ziel. Für die größte Überraschung sorgte die Lenggrieserin
Hilde Gerg. Mit einem Rückstand von nur 8 Hundertstel
Sekunden kam sie als Dritte in Ziel und holte Bronze.
Regine Cavagnoud:
Ich hatte sehr viele Verletzungen, musste immer wieder von neuem anfangen,
immer neuen Mut aufbringen und fühle mich jetzt für all die Plage entschädigt.
Der Kurs war sehr direkt und nicht zu selektiv, man musste weich fahren können,
im Waldstück ist mir eine sehr enge Linie gelungen. Jedenfalls war der
Stress im Ziel grösser als beim Warten am Start. Dreimal war ich schon in
St. Anton, ein vierter Platz war dabei die beste Platzierung. Das
Vertrauen brachte ich aus Cortina mit – die Piste dort war ähnlich und
ich hatte gewonnen. Ich war nicht auf den Weltmeistertitel fixiert und
daher frei im Kopf. Den Sieg widme ich meinen Freunden und allen , die
immer um mich sind!
Isolde Kostner: Ich
bin einfach nur glücklich. Es macht mir nichts aus, dass ich nur um fünf
Hundertstel den Weltmeistertitel verfehlt habe. Schliesslich bin ich auch
nur drei Hundertstel vor Hilde Gerg. Ich bin sehr glücklich .Es war mein
bester Super-G in dieser Saison – schliesslich war ich noch nie auf dem
Stockerl. Irgendwo werde ich schon die fünf Hundertstel verloren haben
– aber die muss ich auf der Videoaufzeichnung suchen. Mein Trainer
Valerio Ghirardi hat den Kurs gesetzt und das ist mir entgegengekommen.
Die Krise im italienischen Verband hat uns zurückgeworfen . Ich musste
mir Trainingskurse selbst bezahlen. Aber mit den Neuwahlen scheint alles
besser zu werden. In den letzten Rennen habe ich vielleicht etwas zuwenig
attackiert.
Hilde Gerg: Es ist
ein Glücksgefühl nach einer so schweren Verletzung zurückzukommen. Ich
habe ein Jahr um dieses Comeback gekämpft. Im Rennen, auf Schnee habe ich
keine Schmerzen. Schliesslich habe ich noch einen Nagel vom Knie bis in
den Knöchel im Bein. Der dritte Platz bedeutet mir soviel wie der
Olympiasieg vor drei Jahren. Es ist besonders schön , in Österreich
Erfolg zu haben. Nirgendwo anders herrscht eine solche Begeisterung.