Der Teambewerb bei der alpinen Ski-WM
in Val d'Isere ist am Mittwoch abgesagt und ersatzlos gestrichen worden.
Wegen Neuschnees und Verwehungen war es den Organisatoren nicht möglich,
die Piste auf dem Bellevarde rechtzeitig für Super-G und Slalom zu
präparieren, außerdem herrschte zumindest in der Nacht auf Mittwoch noch
teilweise Lawinengefahr.
Neun Nationen werden am Mittwoch,
falls das Wetter mitspielt, den WM-Teambewerb in Val d'Isere in Angriff
nehmen.
Neben Österreich sind das die Schweiz,
Italien, die USA, Schweden, Gastgeber Frankreich, Deutschland, Kanada
und Slowenien. Beim US-Team werden u. a. Bode Miller und Lindsey Vonn
fehlen, die Franzosen gehen ohne Jean-Baptiste Grange ins Rennen, die
Schweizer ohne Lara Gut.
Allerdings ist die Austragung des
Bewerbs fraglich, denn neben Schneefall wütet im WM-Ort derzeit
weiterhin auch Sturm. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kann der
Wind am Berg bis zu 160 km/h erreichen. Laut FIS-Renndirektor Günter
Hujara werden die Arbeiten auf dem WM-Berg Bellevarde zusätzlich durch
akute Lawinengefahr behindert.
So dürfen die 600 bereitstehenden
Helfer und zahlreichen Maschinen erst dann ihre Arbeit beginnen, wenn
der Lawinensicherheitsdienst grünes Licht dazu gibt.
Das Österreichische Team mit Michaela Kirchgasser,
Renate Götschl, Marlies Schild, Benjamin Raich, Fritz Strobl und Mario
Matt sind Nationen Team Weltmeister 2007. Mit diesem Sieg ist Österreich
auch das erfolgreichste Team in der WM Medaillenwertung der WM 2007 in
Are.
Die Silbermedaille geht an Schweden mit der Besetzung Anja Pärson,
Anna Ottosson, Markus Larsson, Jens Byggmark, Patrik Järbyn und Hans
Olsson.
Die Bronzemedaille sicherte sich das Schweizer Team mit Nadia Styger, Fabienne Suter, Dominique Gini, Rabea Grand, Mark Berthod und
Daniel Albrecht.
"Wir haben unser Ziel erreicht, wir haben die
Medaillenwertung gewonnen. Das war unser großes Ziel. Gratulation an die
ganze Mannschaft, Läufer und Trainer haben bestens zusammengearbeitet",
freute sich Alpinchef und Teamkapitän Hans Pum.
"Es ist spannend und
macht Spaß", freute sich Schild, die mit ihrer Slalom-Bestzeit für die
vorzeitige Entscheidung sorgte. Als Belohnung gab es im Ziel ein Siegerküsschen vom "Teamkollegen" und Freund Raich, der nun zwölf
Medaillen bei Großereignissen abgeräumt hat.
"Es ist schon ein anderes
Gefühl und eine andere Belastung, wenn man fürs Team fährt. Man will es
halt auch nicht vermasseln", betonte Schild. Was diese Goldene wert ist,
drückte "Speed-Queen" Götschl so aus: "Der Teambewerb hat eine große
Bedeutung. Wir Österreicher sind die Skination schlechthin, deswegen
musste diese Goldene unser großes Ziel sein. In Bormio hatten wir es
nicht geschafft (Silber hinter Deutschland, Anm.), jetzt haben wir das
wieder gutgemacht."
Strobl war sogar extra für den Bewerb und seinen Super-G-Auftritt wieder nach Aare eingeflogen worden. "Ich habe die
Pause genützt, um frische Kräfte zu sammeln." Das Rennen sah er dann
"als Training".
Die Bedeutung des Teambewerbs und das dadurch
entstehende Mannschaftsgefühl strich aber auch der Super-G-Silber-Gewinner hervor: "Man steht nicht nur für sich am Start,
das ist schon ein besonderes Gefühl." Für Strobl war es bei seinem
letzten WM-Auftritt ein würdiger Abschied.
Matt hatte zwar seine
Slalom-Goldene am Samstagabend ohnehin ausgekostet, eigentlich hätte er
den Teambewerb aber auch gänzlich ohne Schlaf bestreiten können. Denn
seine Fahrt war bereits ohne Bedeutung. "Ich bin extra früher
heimgegangen, aber das hätte ich mir eigentlich sparen können", meinte
Matt lachend.
Goldmedaille: Team Österreich
Silbermedaille: Team Schweden
Bronzemedaille: Team Schweiz
SKI WM 2005:
Deutsches Team ist
Weltmeister !
Versöhnlicher
Abschluß für das DSV-Team bei der alpinen Ski-WM in Bormio. Das
DSV-Sixtett hat völlig überraschend die Goldmedaille im
Team-Wettbewerb gewonnen. Das Team mit Martina Ertl, Hilde Gerg,
Monika Bergmann-Schmuderer, Andreas Ertl, Felix Neureuther und
Florian Eckert gewinnt erstmals seit 2001 (Kombi-Gold von Martina
Ertl in St. Anton) WM-Gold und siegte mit 26 Punkten vor Österreich
(29) sowie Frankreich (38). Für das ÖSV-Team war es die elfte
Medaille bei der WM in der Region Lombardei. Die Schweizer Hoffnung,
im allerletzten Wettbewerb der WM in Bormio doch noch eine Medaille
zu gewinnen, war nur von kurzer Dauer. Sonja Nef fuhr in der ersten
Slalom-Serie Bestzeit und ließ sich dafür den einzigen
"Einer" des Teams von Swiss-Ski notieren. Silvan
Zurbriggen kam danach in seiner Abteilung nicht über den 6. Rang
hinaus. Gleichwohl fehlten dem Schweizer Sextett zu jenem Zeitpunkt
nur drei Rangpunkte zum 3. Platz. Der kleine Funke war aber gleich
darauf endgültig erloschen. Fränzi Aufdenblatten büßte auf die
Beste ihrer Serie zu viel Zeit ein, musste sich den zweiten
"Neuner" gefallen lassen. Österreich vergab Gold zu
Beginn des Slaloms, als Nicole Hosp nach einem Einfädler
zurücksteigen musste und dafür neun Punkte einfing. Noch schlimmer
erging es den USA, die neben den Österreichern als grösster
Titelanwärter gehandelt worden waren. Bode Miller und Co. mussten
sich hinter Frankreich mit Platz 4 bescheiden. Die Franzosen kamen
so ebenfalls zu ihrer ersten Medaille in Bormio, nachdem sie wie die
Deutschen in St. Moritz leer ausgegangen waren.
DEUTSCHLAND
HOLT GOLD IM NATIONEN-WETTBEWERB !
Die
deutschen Skirennfahrer haben bei der WM im Teamwettbewerb die
Goldmedaille gewonnen. Silber geht an Österreich - Bronze sichert sich
Frankreich.