| Kitzbühel,
17.01.2002

Streif und Ganslern erwarten Ski
Weltcup Herren
Kitzbühel das Mekka des Alpinen Skisports
Von Freitag bis Sonntag finden auf
der berühmt berüchtigten Streif und am Ganslernhang die drei wohl bedeutendesten Rennen
der Ski Weltcupsaison 2001/02 statt. Am Freitag starten die Herren auf der Streif zum
Super G (Start 12.00 Uhr) bevor es am Samstag zum Höhepunkt der Ski Weltcupsaison kommt -
die Abfahrt auf der Streif (Start 12.00 Uhr). Am Sonntag folgt dann noch der Slalom auf
dem weltbekannten Ganslerhang (Start: 10.15 Uhr - 13.15 Uhr).
RENNSTRECKE STREIF
SUPER G
Mit einer katapultartigen
Beschleunigung kommen die Rennläufer zum ersten Kriterium, einer scharfen recht-links
"S-Kombination" über die Geländekante bei der "Neuen Schneise" und
gelangen dann über den Seidlalmsprung auf die klassische Abfahrtsstrecke.
Am schwierigsten zu bewältigen ist zweifelsohne die Hausbergkante und die folgende
Querfahrt, die jeden Rennläufer an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringt. Wegen der
Steilheit des Geländes müssen die Läufer die Rechtsschwünge extrem kurz halten,
wogegen ihnen das Halten der Fliehkräfte in den Linksschwüngen die letzten Kraftreserven
abverlangt. Zum Zielschuss hin bzw. in der Rasmusleitn verläuft der Super-G dann wieder
mit vollem Tempo in der Fallinie. Hier nun kommen die Rennläufer in den Sog der
Anfeuerungsrufe der Zuschauermassen, der sie bis ins Ziel begleitet.
RENNSTRECKE STREIF
ABFAHRT
Der Start der
Streif befindet sich auf 1.665 m Höhe. Er gewinnt seine Besonderheit durch den steil
abfallenden Startschuss und die darauffolgende berüchtigte "Mausefalle".
Bereits hier werden Mut und
Selbstvertrauen der Rennläufer im extremen Mass gefordert. Die Kante der Mausefalle
zwingt die Athleten zu Sprüngen von 50 m bis zu 80 m. Auch die anschliessende
"Kompression" verlangt den Läufern einiges ab. Der Übergang setzt den Körper
enormen Fliehkräften aus, was auch schon Favoriten zum Verhängnis wurde.
Der nachfolgende "Steilhang"
zählt zu den technischen Gustostücken im Weltcupzirkus. Das "Karusell" als
S-Kurvenkombination von Steilhangeinfahrt und vor allem der langgezogene Rechts-Schwung
der Ausfahrt entscheiden in großem Maße über Sieg oder Niederlage. Nur perfekte Kanten
und exaktes Timing können hier zum Sieg führen. Im Anschluß an den Steilhang kommen die
Gleitstücke "Brückenschuss" und "Gschöß", die neben gutem
Gleitvermögen und Kondition auch einen schnellen Ski verlangen. Nach dieser Schussfahrt
kommen die Läufer über die riskante Schrägfahrt entlang der "Alten Schneise"
wieder zu einem technischen Teil bei der "Seidlalm" und beim
"Lärchenhang".
Der Seidlalmsprung ergänzt seit 1994 als
zusätzliche Streckenführung diesen Mittelteil. Kurvenspezialisten sind hier im Vorteil.
Wenn die Rennläufer schon am Ende ihrer Kräfte sind, folgt auf der Streif das
dramatische Finale: die "Hausbergkante" - ein Sprung - dann ein schwieriger
Links-Schwung über eine grosse Bodenwelle - die "Querfahrt" über blankem Eis
schliesslich Zielschußkante und Zielschußkompression, wo Spitzengeschwindigkeiten
bis 140 km/h erreicht werden. Über die "Rasmusleitn" werden die Läufer dann
von den Anfeuerungsrufen der Zuschauermassen ins Ziel getragen , wo sie -völlig
ausgepumpt - vom Publikum begeistert empfangen werden. |