
Görgl
gewinnt Riesenslalom Finale in Bormio

Die Österreicherin
Elisabeth Görgl fuhr beim letzten
Saisonrennen, dem Weltcupfinal Riesenslalom
von Bormio, ihren zweiten Weltcupsieg ein.
Für Österreichs Damen war es der 11.
Saisonsieg. Görgl gewann mit einem Vorsprung
von 7 Hundertstel Sekunden vor der
Südtirolerin Manuela Mölgg und ihrer
Teamkollegin Kathrin Zettel aus
Niederösterreich.
Natürlich war die
Freude bei der 27-jährigen Steirerin groß:
"Der erste Sieg ist natürlich etwas
riesengroßes. Das möchte man dann
bestätigen. Ich bin überglücklich, dass es
heute aufgegangen ist. Ich hab den 2. Lauf
nicht optimal erwischt, man sieht es, es war
sehr eng. Ich hab gekämpft und es hat
gereicht. Es ist noch viel zu tun für die
nächste Saison. Ich glaube, dass ist erst
der Anfang."
Enttäuschung dagegen
bei der amtierende Riesenslalom
Weltmeisterin Nicole Hosp. Nach dem 1.
Durchgang in Führung liegend, baute sie im
Mittelteil einen Kapitalenfehler, der sie um
jede Siegchance brachte. Hosp fiel am Ende
auf den elften Rang zurück. Letzte Saison
hatte sie sowohl die Gesamtwertung als auch
den Riesenslalom-Weltcup gewonnen, in diesem
Winter aber blieb sie ohne Kugel und im
Riesenslalom ohne Sieg. Versöhnlich endete
die RTL-Saison für "Slalom-Queen" Marlies
Schild, die das Rennen auf Rang 6 abschloß.
Die Südtiroler
Kristallkugel-Gewinnerin Denis Karbon
landete auf Platz acht. Karbon stand bereits
vor dem Rennen als Disziplinen-Siegerin fest
und lies sich nach dem Rennen mit Sekt und
Kugel von ihren Teamkollegin feiern. Sie
dominierte den Riesenslalom in dieser Saison
beinahe nach Belieben und gewann 5 der 7
Rennen.
Das war's von einer
spannenden Damen-Saison. Lindsey Vonn
gewinnt den Gesamtweltcup und auch die
Abfahrts-Kugel. Maria Riesch sichert sich
Super-G und Kombi-Kugel. Karbon gewinnt den
Riesenslalom-Weltcup. Marlies Schild sorgt
im Slalom dafür, dass Österreichs Damen
nicht leer ausgehen.
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Herbst
gewinnt Slalom in Bormio – Mölgg sichert
sich Slalomweltcup

Die italienischen
Schifans sind aus dem Häuschen und der große
Alberto Tomba ist einer der ersten
Gratulanten bei Manfred Mölgg, der mit dem
heutigen sechsten Platz im letzten Rennen
noch dem Saisondominator Grange die kleine
Kugel entreißt!
Dabei sah es bis wenige
Tore vor dem Ziel sehr gut aus für Grange –
beste Zwischenzeit, sehr gut unterwegs und
dann, wenige Tore vor dem Ziel, die Kugel
wahrscheinlich schon vor Augen, erwischt er
einen Schlag in der schon sehr ausgefahrenen
Spur und aus der Traum. Mölgg reichte somit
ein Sicherheitslauf, um den Slalomweltcup
für sich zu entscheiden. Wir gratulieren dem
sympathischen Südtiroler auf das
Herzlichste! „Ich habe gesehen, dass ich
Sechster bin, Ich hab mich aber nicht
ausgekannt, hab nicht gewusst, wo der
Franzose ist. Ich wollte cool bleiben, habe
versucht, meinen Lauf runterzubringen. Es
ist sich schön ausgegangen. Ich bin in Alta
Badia noch mit 51 gestartet, bin so
zurückgekommen. Ich bin auch nach meiner
Verletzung ruhig geblieben, habe immer
weiter gearbeitet …“ so Mölgg
Zurück zum Rennen:
Einen versöhnlichen Ausklang findet die doch
durchwachsene Saison für das
erfolgsverwöhnte österreichische Team.
Reinfried Herbst kann den letzten Slalom von
Bormio für sich entscheiden und gewinnt mit
einer Gesamtzeit von 1:51,31. „Unglaublich!
Es war nicht einfach – besonders bei der
Hitze. Ich hab die Frühlingsgefühle noch
nicht durchkommen lassen. Ich bin in der
Slalomwertung auch noch Dritter geworden.
Ich möchte mich bei allen Trainern bedanken.
Die Kugel war auch mein Ziel. Ich hab aber
am Saisonanfang noch Probleme gehabt. Ich
werde hart daran arbeiten, dass ich die
Kugel auch irgendwann schaffe. Es gibt aber
einen würdigen Sieger!“
Hinter ihm etwas
überraschend auf Platz 2 der Schweizer
Daniel Albrecht (+0,32). Albrecht hatte
schon zu Saisonstart in Übersee
hervorragende Leistungen gezeigt, dann einen
kleinen Formabfall und nun zeigt der
Allrounder doch noch einmal auf. Mit mehr
Konstanz sicher ein zukunftiger
Gesamtweltcupanwärter!
Und ein weiterer
sensationeller dritter Platz für den jungen
Wilden aus Österreich: Juniorenweltmeister
Hirscher besticht nicht nur sensationeller
Technik und Spritzigkeit – er zeigt nach so
kurzer Zeit bereits eine außergewöhnliche
Konstanz. „Es ist unbeschreiblich! Reinfried
und ich haben gestern noch gescherzt: Fahren
wir alle zwei aufs Stockerl. Und es ist ech
so aufgegangen. Ich hab ein irrsinnig geiles
Gefühl gehabt im zweiten Lauf. Ich hab alles
relativ leicht genommen, weil ich meine
Ziele schon längst erreicht habe. Dass es so
ausgeht, ist traumhaft!“
4. wird der Slowene
Mitja Dragsic (SLO +0,46), eine Bestätigung
seiner guten Slalomsaison.
Und schon auf Platz 5 finden wir Benjamin
Raich, der mit seiner Fahrt im großen und
ganzen zufrieden ist, allerdings zugibt,
dass ihm im unteren Teil einfach langsam
„der Saft ausgegangen“ ist – angesichts
seines Weltcupprogramms nicht weiter
verwunderlich.
Auf Platz 6 ex aequo
der Slalomweltcupsieger Mölgg und der
Franzose Julien Lizerouz, Rückstand +0,65
Sekunden. 8. Giorgio Rocca (ITA +0,88) der
sich immer beständiger wieder vorne im
Spitzenfeld platzieren kann und vielleicht
Kraft und Energie aus seinen Vaterfreuden
schöpft, wie sein begeisterter Umgang mit
seinem Söhnchen heuer schon öfter gezeigt
hat.
Ein weiterer Top Ten
Platz für Bernard Vajdic (SLO +1,37) als 9.
und auch für Marc Berthod (SUI +1,45)
Leider vergibt Felix
Neureuther bereits im obersten Teil seine
bisher wahrscheinlich größte Siegeschance,
indem es ihn förmlich aushebelt. Wir hoffen,
dass der junge Garmischer in der nächsten
Saison wieder voll angreift, dann kann der
oberste Stockerlplatz nur noch eine Frage
der Zeit sein!
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
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Hosp
führt nach dem 1. Durchgang im Riesenslalom
Weltcupfinale

Beim letzten Damen
Rennen der Saison 2007/08 führt nach dem 1.
Durchgang, beim Riesenslalom Weltcupfinale
im italienischen Bormio die Österreicherin
Nicole Hosp in einer Zeit von 1:15,47
Minuten mit 6 Hundertstel Sekunden Vorsprung
vor ihrer Teamkollegin Elisabeth Görgl und
der Finnin Tanja Poutiainen (+0,20).
Bereits vor dem Rennen
waren alle Weltcupkugeln vergeben so daß
Nicole Hosp ohne jeglichen Druck ins Rennen
gehen konnte: "Es war schon schön. Man hat
einfach drauflos fahren können - ganz
befreit. Das ist mir recht gut gelungen."
In einem
dichtgedrängten Mittelfeld folgen auf Rang 4
die Italienerin Manuela Mölgg (+ 0,42)
gefolgt von den beiden Österreicherinnen
Marlies Schild (5. Platz – +0,42) und
Kathrin Zettel ( 6. - +0,52) sowie Ingrid
Jacquemod (7. – +0,57) aus Frankreich.
Die als Riesenslalom
Weltcupsiegerin feststehende Südtirolerin,
Denise Karbon (+0,61), mußte sich nach dem
1. Durchgang mit Rang 8 begnügen.
Als beste deutsche
Rennläuferin klassierte sich Kathrin Hölzl
(+0,78) auf Platz 9. Die Top 10
vervollständigte Anja Pärson (+0.92) aus
Schweden.
Die
Gesamtweltcupsiegerin Lindesy Vonn geht als
12. in den Finallauf. Maria Riesch die im
Gesamtweltcup hinter Nicole Hosp auf Rang 3
lag, stürzte blieb aber zum Glück
unverletzt.
Angeführt von Niki Hosp
zeigten die ÖSV-Damen nochmals mit einer
sehr starken Mannschaftsleistung auf. Ein
Sieg, als kleines Trostpflaster zum Abschluß
der Saison, wäre der Riesenslalom
Weltmeisterin und Gesamtweltcupgewinnerin
der letzten Saison von Herzen gegönnt.
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Südtiroler Mölgg führt beim Slalom in Bormio

Nach einem
Startnummernrennen schaut es – auf den
ersten Blick - beim letzten Saisonslalom in
Bormio aus: die Startnummer 1 Manfred Mölgg
(ITA) führt mit einer Zeit von 53,50 vor der
Nummer 2 Felix Neureuther (GER +0,09) und
der Nummer 3 Reinfried Herbst (AUT +0,39).
Dabei sah der Lauf von Mölgg alles andere
als fehlerfrei aus – aber wie er gleich im
Ziel sagte „ich habe meine Leistung
gebracht, die anderen müssen erst
herunterkommen“. Und genau damit, mit dem
Durchkommen, hatten in dem vom
österreichischen Trainer Höflehner
eigentlich schön gesetzten Kurs, viele ihre
Probleme. Allen voran der mit Startnummer 4
gestartete Mario Matt (AUT), der angesichts
seiner Minichance auf den Slalomweltcup
volles Risiko nahm, bis kurz vor dem Ziel
top unterwegs war, in einer Haarnadel aber
zu direkt, Schi hat „gebissen“ und aus der
Kristalltraum.
Nicht so für den Mann
im roten Trikot – Jean-Baptiste Grange (FRA
+0,41) – der sich ein heißes Kugelmatch mit
dem führenden Mölgg liefern wird. Die beiden
trennen nur 21 Punkte, momentan Vorteil
Mölgg.
Nach den Ausfällen von
Matt und Schönfelder dürfen sich die
Österreicher mit der Traumleistung des
frischgebackenen Doppeljuniorenweltmeisters
Marcel Hirscher trösten – er rast mit einem
wilden Ritt und Nummer 22 noch auf Platz 5
vor – Rückstand nur 0,53 Sekunden! Und
widerlegt so die Theorie des
Startnummernrennens …
Marc Berthod (SUI
+0,81) macht es ihm mit Startnummer 23
gleich nach und fährt auf Platz 6. Dahinter
die Abstände knapp: Platz 7 Julien Lizeroux
(+0,84), 8. Ivica Kostelic (CRO +0,88), 9.
Bernard Vajdic (SLO +0,92) und 10. der
Schweizer „Volksverräter“ des SuperG Daniel
Albrecht (+0,93).
Benjamin Raich, leider
aus der ersten Startgruppe herausgefallen
ist mit Platz 11 genau 1 Sekunde zurück und
möchte sicher mit einem Sprung nach vorne
noch einen für ihn versöhnlichen
Saisonabschluss in seiner ehemaligen
Paradedisziplin schaffen! Nach den vielen
Ausfällen und dem extrem kleinen Starterfeld
im zweiten Durchgang (nur 18 platzierte
Läufer) dürfte er auch noch eine etwas
bessere Piste vorfinden als die Topleute.
Auch heute erwartet uns
wieder ein packendes Finale und wieder wird
bis zum letzten Hundertstel um die kleine
Kristallkugel gekämpft!
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
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Ligety
gewinnt RTL in Bormio und holt Kristall

Mit einem Traumlauf
gewinnt der Amerikaner Ted Ligety heute den
letzten Riesentorlauf der Saison und sichert
sich damit auch die kleine Kristallkugel für
diese Disziplin. „Meine Nerven sind okay.
Ich war schon sehr nervös, es war eine Menge
Druck. Ein Traum wird für mich wahr.
Speziell im Riesentorlauf den Weltcup zu
gewinnen, ist mir viel wert!“
Leider kann Benni Raich
(AUT +0,31) es seinem Herzblatt Marlies
Schild nicht nachmachen: ein fehlerfreier
zweiter Lauf reicht nur zu Platz 2 - sowohl
im heutigen Rennen, als auch in der
RTL-Gesamtwertung. „Ich habe keinen so
schlechten Lauf gehabt. Der zweite Lauf vom
Ted war sicher stark. Sicher bin ich
enttäuscht. Es war ein Riesen-Ziel, dass ich
die Kugel noch schaffe. Aber Zweiter muss
man erstmal werden – und Dritter im Super G“
sprach Raich und tröstet sich mit der Kugel
seiner Marlies, die er als „großen Erfolg
für UNS“ bezeichnet.
Der junge Franzose
Cyprien Richard (+0,68) fährt heute noch auf
das Podest und lässt damit viel für die
nächste Saison erhoffen. Gleich dahinter
sensationell auf Platz 4 Teamkollege
Jean-Baptiste Grange, der sein bestes
RTL-Resultat einfährt und sein
Selbstvertrauen für den morgigen Kampf im
Slalomweltcup schleift.
Mit Platz 5 darf sich
Didier Cuche (SUI +0,88) trösten, wenn
gleich ihm SuperG-Kristall sicher lieber
gewesen wäre. Entgegen aller gestrigen
Diskussionen meinte er zum Super-G-Ergebnis
fair: „Der Einzige der meinen Sieg
verhindert hat, war ich selber. Ich habe
zuviel taktiert und bin einfach ein
schlechtes Rennen gefahren“
Davide Simoncelli (ITA
+1,11) trägt sich mit Platz 6 wieder einmal
in den vorderen Zeilen einer Ergebnisliste
ein. Nur 2 Hundertstel dahinter Hannes
Reichelt (AUT +1,13), der zwar mit seiner
heutigen Leistung nicht ganz zufrieden war,
aber dennoch auf seine bisher beste
Weltcupsaison zurückblicken darf.
Palander-Nachfolger
Marcus Sandell (FIN +1,16) unterstreicht
sein Talent mit Platz 8 und man darf
vielleicht schon in der nächsten Saison mit
ersten Podestplätzen des jungen Finnen
rechnen.
Nur Platz 9 für den
Südtiroler Manfred Mölgg (+1,20) – ein für
seine Verhältnisse schon fast „schlechtes“
Ergebnis, wenn man sich die Saison anschaut.
Er will es aber schnell wegstecken und all
seine Energie auf den morgigen Kampf gegen
Grange um Slalomkristall konzentrieren.
Ex aequo auf Platz 10
noch Didier Defago (SUI +1,24) und Rainer
Schönfelder (AUT).
Gratulation an Ted
Ligety zu seinem ersten Kristall und auch
Benni Raich zum zweiten und Manfred Mölgg
zum dritten Gesamtrang!
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
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Spiel,
Satz und Sieg im Slalom für Schild

Marlies Schild holt
sich mit einem knappen Sieg im heutigen
Abschlussslalom in souveräner Manier die
Weltcupkugel im Slalom. Sie rettet damit die
Ehre der Erfolgsverwöhnten ÖSV-Mädels, die
im letzten Winter noch alle Kugeln mit nach
Hause nehmen durften, sich heuer jedoch mit
dieser einen zufrieden geben müssen.
Nur 7 Hundertstel
hinter Schild fähr Veronika Zuzulova auf
Platz 2 und somit auch noch unter die besten
drei im Slalom Weltcup. Sarka Zahrobksa
scheitert einmal mehr an ihrem Unternehmen
„erster Weltcupsieg“ und muss sich mit Platz
3 zufrieden geben.
Nicole Hosp scheitert
nach etlichen kleineren Fehlern am Podest
und mit Platz 4 kann sie Teamkollegin Schild
die kleine Kugel nicht mehr streitig machen.
Chiara Costazza ist diejenige, die den Lauf
im zweiten Durchgang nach Ausgangsplatz 9
erstmal so richtig anzündet und sie kann
sich noch auf den 5. Gesamtrang vorschieben.
Therese Borssen
beschließt die Saison mit einem guten 6.
Platz und auch für Monika Bergmann dürfte
der Winter mit Platz 7 einen versöhnlichen
Ausklang gefunden haben.
Tanja Poutiainen
verliert mit Platz 8 etliche Punkte im
Slalomweltcup und muss sogar noch das Podest
in der Disziplinenwertung räumen. Maria
Pietlilae-Holmner verteidigt mit Platz 9
ihren Top Ten Platz.
Erfreulich auch noch
aus österreichischer Sicht das Lebenszeichen
von Michaela Kirchgasser, die es noch auf
Platz 10 schafft und wäre nicht dieser
schwere Fehler gewesen, hätte ein noch viel
besseres Resultat gewunken. Ebenso für
Kathrin Zettel, die mit sehr guter
Zwischenzeit knapp vor dem Ziel ausscheidet.
Endgültig gratulieren
darf man Lindsay Vonn zum Gesamtweltcup.
Nicht (nur) weil Maria Riesch leider im
zweiten Durchgang – wie so viele andere –
ausscheidet, sondern weil Vonn eine
bestechende Leistung im Slalom zeigt und
noch auf Platz 11 vor fährt. Eine vollendete
Schifahrerin und würdige
Gesamtweltcupsiegerin.
Vorerst gratulieren wir
aber der alten und neuen
Slalomweltcupsiegerin Marlies Schild auf das
Herzlichste und lenken nun wie diese unsere
Aufmerksamkeit auf die Entscheidung beim RTL
der Herren.
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
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Führung
für Bode Miller beim RTL in Bormio

Der designierte
Gesamtweltcupsieger Bode Miller (USA)
scheint seinen Abfahrtsfrust in
Riesentorlaufenergie umgewandelt zu haben
und führt nach dem ersten Durchgang in
Bormio in einer Zeit von 1:08,10. Umso
bemerkenswerter seine Leistung mit der
relativ späten Startnummer 13.
Auf Platz 2 mit 0,24
Sekunden Rückstand liegt Benjamin Raich (AUT)
und setzt damit ein Rufezeichen hinter sein
Vorhaben „Riesentorlaufweltcup“ – wo er vor
dem heutigen Rennen 27 Punkte Rückstand auf
Ted Ligety hat, der sich im
Zwischenclassement nur auf Rang 7 plazierte.
Knapp hinter Raich auf Platz 3 liegt
Massimiliano Blardone (ITA +0,32).
Jean-Baptiste Grange (FRA
+0,35) und Hermann Maier (AUT +0,46) geben
ein deutliches RTL-Leistungszeichen und ein
Kompliment an die Piste ab, indem sie mit
ihren hohen Startnummern noch auf Platz 4
und 5 vorfahren.
Der SuperG-Glücksritter
Hannes Reichelt (AUT +0,51) bestätigt den
Spruch „Glück des Tüchtigen“ mit solider
Leistung und einem 6. Zwischenrang. Didier
Cuche (SUI +0,64) scheint überraschender
Weise mit den kürzeren Torabständen besser
zurecht zu kommen als gestern und liegt
hinter Ligety auf Platz 8.
Die Top Ten beschließen
gemeinsam auf Platz 9 der Italiener Manfred
Mölgg und der Franzose Cyprien Richard –
Rückstand 0,69 Sekunden. Auch Mölgg hat mit
38 Punkten Rückstand noch Chancen auf die
Disziplinenwertung und da die Abstände sehr
knapp sind, erwartet uns ein extrem
spannender zweiter Durchgang und ein harter
Kampf um die RTL-Kugel!
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
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Schild
führt beim letzten Slalom in Bormio

Marlies Schild
demonstriert beim ersten Durchgang des
letzten Slaloms dieser Saison eindeutig ihre
Absichten auf die kleine Kugel und führt mit
5 Hundertstel vor der Sarka Zahrobska und
Teamkollegin Nicole Hosp (+0,24). Während
Schild einen sensationellen oberen Teil
hinlegt und nur beim Übergang ins Flachstück
etwas verliert, baut Hosp im obersten
Abschnitt ein paar Fehler ein, holt im
Mittelteil mächtig auf und verliert
wahrscheinlich nur durch einen kleinen
Hacker knapp vor dem Ziel noch die mögliche
Führung.
Auf Grund der
schlechter werdenden Piste ist die Leistung
von Kathrin Zettel sehr hoch einzuschätzen,
die mit Startnummer 11 noch auf Platz 4 vor
rast – ihr Rückstand nur 39 Hundertstel.
Schon etwas mehr Zeit lässt Veronika
Zuzulova auf Platz 5 liegen - +0,65
Sekunden.
Tanja Poutiainen liegt
beim Zwischenstand nur auf Platz 6 – sie
hätte ja noch theoretische Chancen auf den
Slalom-Weltcup. Der Zug scheint momentan
abgefahren, aber Hannes Reichelt hat uns
gestern bewiesen, dass Schiwunder doch noch
möglich sind.
Die Schwedinen Anja
Pärson (+0,88), Therese Borssen (+0,99) und
Maria Pietilae-Holmner (+1,37) belegen die
Plätze 7, 8 und 10 und nur die Italienerin
Chiara Costazza schiebt sich mit 1,08
Rückstand noch dazwischen auf Platz 9.
Lindsay Vonn macht mit
ihrem momentanen 25. Platz heute
wahrscheinlich keine Punkte, aber Maria
Riesch ist mit ihrem 11. Zwischenrang wohl
auch nicht in der Ausgangslage, um sich ihre
theoretischen Chancen auf den Gesamtweltcup
zu wahren. Sie liegt vor dem heutigen Rennen
197 Punkte hinter Vonn – die somit 2 mal
punktelos bleiben müsste während Riesch 2
Hunderter bräuchte. Der Slalomweltcup sollte
an Marlies Schild gehen, aber Nicole Hosp
liegt auf idealer Angriffsposition …
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
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Fabinne
Suter gewinnt Super G in Bormio
Maria Riesch sichert sich Super G
Weltcupkugel


Die 23-jährige
Schweizerin Fabienne Suter gewinnt beim
Saisonfinale in Bormio ihren zweiten Super-G
in Serie und verwies die US Amerikanerin
Lindsey Vonn und Alexandra Meissnitzer aus
Österreich auf die Plätze. Maria Riesch
sichert sich die Disziplinenwertung.
Suter vermochte sich
mit der Startnummer 21 trotz der weicher
werdenden Piste um 26 Hundertstel-Sekunden
vor Gesamtweltcup-Leaderin Lindsey Vonn zu
setzen. Mit diesem 2. Rang ist Vonn der der
Sieg im Gesamtweltcup kaum mehr zu nehmen.
Vor den noch ausstehenden Slalom und
Riesenslalom liegt sie 197 Punkte vor der
nächsten Verfolgerin Maria Riesch.
Riesch sicherte sich
heute mit einem sechsten Platz und dem
gleichzeitigen fünften Platz von Elisabeth
Görgl die kleine Kristallkugel im Super-G.
Die Partenkirchnerin feiert damit die
bislang erfolgreichste Saison ihrer
Karriere. "Die Kombi-Kugel war auf jeden
Fall ein Erfolg. Super-G hat aber einen
höheren Stellenwert, es freut mich riesig,
dass es geklappt hat", so Riesch. Hilde Gerg
war im Jahr 2002 die letzte Deutsche, der
der Gesamtsieg in der zweitschnellsten
alpinen Disziplin gelang. Zwei
Kristallkugeln in einer Saison - das
schaffte von den deutschen Athletinnen
zuletzt Katja Seizinger im Jahr 1998.
Elisabeth Görgl hätte
das Rennen gewinnen müssen, um am Ende die
Super-G-Kristallkugel in Händen halten zu
dürfen und war danach nicht allzu
enttäuscht: "Ich habe alles probiert, es hat
halt nicht funktioniert. Für nächstes Jahr
haben wir noch etwas zu tun. Es war ein
großer Traum und es wäre super gewesen, wenn
es aufgegangen wäre."
Ein großer Traum
erfüllte sich für Alexandra Meissnitzer. Sie
beendete mit ihrem 44. Stockerlplatz eine
große Karriere. "Ich freu mich total", war
Meissnitzer von ihrer starken Vorstellung im
Ziel selbst überrascht, "Wie ich über die
Ziellinie gefahren bin, habe ich mir nur
gedacht 'geschafft!'" Dort wurde die
Abtenauerin bereits von ihrem
Teamkolleginnen mit einer Sektdusche
empfangen. Trotz des tollen dritten Platzes
möchte Alexandra Meissnitzer ihren Rücktritt
nicht revidieren: "Selbst wenn ich mit zwei
Sekunden Vorsprung gewonnen hätte würde ich
nicht weiterfahren."
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Reichelt gewinnt Super G in Bormio und
kleine Kristallkugel
Bode Miller gewinnt Gesamtweltcup

Was für ein Krimi auf
der Stelvio in Bormio. In der Hauptrolle der
Österreicher Hannes Reichelt – In der
Nebenrollen Didier Cuche und Daniel Albrecht
aus der Schweiz. Aber der Reihe nach.
Die Ausgangslage vor
dem Rennen war klar: Cuche hatte im
Super-G-Weltcup 89 Punkte Vorsprung auf
Christoph Gruber, gar 99 Punkte Vorsprung
auf Hannes Reichelt. Der Schweizer musste
lediglich unter die Top 15 kommen, um sein
erstes Super-G-Kristall abzuholen, da beim
Finale nur die Top 15 Weltcuppunkte
bekommen.
Am Ende des „Showdown“
gewann der Österreicher Hannes Reichelt mit
einem Vorsprung von 1. Hundertstel Sekunde
vor dem Schweizer Didier Defago sein viertes
Weltcup-Rennen und sicherte sich die
Super-G-Gesamtwertung mit 1. Punkt vor
Didier Cuche. Der Schweizer verpasste mit
Nummer 21 gestartet den nötigen Punkterang
um einen Platz. Ausgerechnet Teamkollege
Daniel Albrecht schob sich mit Nummer 26
noch am Neuenburger vorbei und kippte ihn
damit aus den Punkterängen.
Dabei hatten die
Schweizer Trainer Albrecht vor seinem Start
noch einen "Bremsbefehl" mit ins Rennen
gegeben: "Sie haben mir gesagt, dass ich ein
bisserl bremsen soll. Ich muss mich aber auf
mein Rennen konzentrieren, da brauch ich
niemanden, der mir drei Sekunden vor dem
Start sagt, ich soll bremsen." Der Schweizer
hatte nur mäßig Mitleid mit seinem im
letztem Moment entthronten Teamkollegen: "Es
ist schade für den Didier, aber er hat das
Potential weiter vor zu fahren."
Cuche nahm es danach
aber fair und meinte nur: "So ist eben der
Sport", womit auch wieder einmal bewiesen
wäre, dass der Skisport kein Teamsport ist.
Reichelt war nach dem
Rennen wie er selbst sagte "sprachlos",
obwohl das "bei mir selten vorkommt. Alle
die danach noch reingefahren sind, haben mir
geholfen. Denen muss ich ein Bier zahlen."
Aber auch am Tag seines bis jetzt größten
Triumphs im Skisport waren die Gedanken von
Reichelt, mit Tränen in den Augen. bei
seinen Marken- und Trainingskollegen
Matthias Lanzinger: "Letzte Woche war nicht
einfach für uns. Das hat unsere Gruppe
ziemlich mitgenommen. Es war auch ein
Geschenk an den 'Lanzi', auf jeden Fall
wünsche ich ihm alles Gute. Ich glaube, auf
uns kann er immer zählen. Wir bleiben auch
immer Freunde, obwohl wir wahrscheinlich
nicht mehr miteinander Ski fahren werden."
Im Gesamtweltcup steht
Bode Miller nach Rang zwölf als Sieger fest,
da sein einziger verbliebener Konkurrent
Cuche auf den Start in Riesentorlauf und
Slalom verzichtet. Zwei Rennen vor
Saisonende hat der US-Amerikaner 191 Punkte
Vorsprung auf Cuche, Raich ist als Dritter
mit 236 Zählern Rückstand bereits
chancenlos.
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Nicole
Hosp hat die große Kristallkugel noch nicht
aufgegeben

Die Durchführung der
beiden Super-G am Donnerstag beim alpinen
Ski-Weltcup-Finale in Bormio steht
tatsächlich in den Sternen, denn nur bei
einer klaren Nacht und wenn die aufgeweichte
Piste durchfriert, ist an Rennen zu denken.
"Wenn es klar ist, dann ist es kein Problem,
dann zieht es an", so Pum. Die Prognosen
lauten auf leichte Bewölkung und Minusgrade
für die Nacht auf Donnerstag. Die Prognosen
lauten auf leichte Bewölkung und Minusgrade
für die Nacht auf Donnerstag.
Eine Super-G-Absage
könnte den nur noch leicht flackernden
Dreikampf von Lindsey Vonn (USA), Maria
Riesch (GER) und Nicole Hosp (AUT) um den
Gesamtweltcup wieder neu entflammen. Dort
führt Vonn mit 1.263 Punkten vor der
Garmisch-Partenkirchnerin Maria Riesch
(1.106 Punkte) und der Österreicherin Nicole
Hosp (1.085 Punkte). Beide sind in den
verbleibenden Disziplinen Super-G, Slalom
und Riesenslalom stärker als die
US-Amerikanerin - der Kampf um die große
Kristallkugel ist wieder offen.
Auch
Damen-Abfahrt in Bormio abgesagt

Nach der Absage der
Herren-Abfahrt war am Mittwoch auch an ein
Damen-Speedrennen nicht zu denken gewesen.
Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn war als
Gewinnerin der Disziplinwertung vor Renate
Götschl bereits festgestanden.
Nach nächtlichem
Schneefall und bei relativ warmer Witterung
konnte die Piste am Mittwoch nicht in einen
rennfertigen Zustand gebracht werden.
Zunächst hatte der Internationale Skiverband
(FIS) den Start um zwei Stunden verschoben,
um mehr Zeit für die Streckenpräparierung zu
haben, dann wurde das Rennen ganz
gestrichen.
In Bormio laut
gewordene Kritiken, dass der Veranstalter
nicht sein Bestmögliches für die
Pistenpräparierung getan habe, widersprach
ÖSV-Alpinchef Hans Pum: "Man kann ihnen
keinen Vorwurf machen. Unsere Trainer waren
am Sonntag schon hier, und die Piste war in
einem super Zustand." In der Nacht auf
Mittwoch habe es wieder geschneit, das sei
das große Problem gewesen, unter einer
dünnen gefrorenen Schicht war es viel zu
nass. "Sie haben es mit Chemikalien
probiert, die haben nicht gegriffen. Bei den
hohen Temperaturen kann man nichts machen",
sagte Pum.
Vonn erzählte, dass das
große Problem die untersten zwei Tore
gewesen seien. "Das haben wir beim
Besichtigen gesehen, oben war es in Ordnung.
Ich glaube, sie haben ihr Bestes getan. Es
würde helfen, das Ziel nach oben zu
verlegen, aber das bedeutet jede Menge
Arbeit."
Am Donnerstag sind zwei
Super-G geplant, die Chancen auf Rennen
stehen nur bei einer niederschlagsfreien
Nacht gut. "Wenn es klar ist, dann ist es
kein Problem, dann zieht es an", so Pum. Die
Prognosen lauten auf leichte Bewölkung und
Minusgrade für die Nacht auf Donnerstag.
Keine Abfahrt beim Finale in Bormio - Kugel an Cuche

Schneefälle in der
Nacht auf heute und eine zu weiche Piste
verhinderten in Bormio das einzige
Abfahrtstraining der Herren. Damit konnte
das Speed-Rennen am Mittwoch nicht in Szene
gehen. Es wurde ersatzlos gestrichen und die
kleine Kristallkugel ging somit «kampflos»
an Didier Cuche, der bereits letzte Saison
den Abfahrts-Weltcup für sich entschieden
hatte.
Der Schweizer hat nach
neun Saisonrennen fünf Punkte Vorsprung auf
Bode Miller (USA), der Österreicher Michael
Walchhofer beendet die Disziplin als
Dritter.
Cuche war bester Laune
und bemühte gleich zwei tierische
Sprichwörter. Dazu, dass er zwar die
Abfahrtskugel in der Tasche hat, aber der
Gesamtweltcup mit dem Ausfall wohl an Miller
(hat 169 Punkte Vorsprung) verloren ist,
meinte er: «Lieber den Spatz in der Hand als
die Taube auf dem Dach.» Und dazu, dass er
den Österreichern nun zweimal en suite die
Abfahrtskugel weggeschnappt und auch im
Super-G die besten Chancen auf Platz eins
hat, sagte er: «Man soll das Fell des Bären
nicht verteilen, ehe er erlegt ist.»
Cuche hätte die
Entscheidung lieber auf der Piste als am
Grünen Tisch gesucht. «Ich Erster und Bode
Zweiter, oder ich Sechster und er Siebter,
das wäre mir lieber gewesen.» Als Miller,
Sieger von drei Saisonabfahrten, ihm
gratulierte, habe er geantwortet: «Es tut
mir leid, dass ich die Kugel so gewinne.»
«Didier, du hast diese
Kugel verdient,» meinte Miller. Hinterher
baute sich bei Miller aber doch ziemlicher
Ärger auf: «Das ist ein politischer
Entscheid. Man hätte das Training fahren
können, notfalls mit dem Anorak oder mit
30-Sekunden-Abständen. Die Absage ist die
Konsequenz der zahlreichen Unfälle in diesem
Winter.»
Cuche war dennoch
glücklich. «Die Kugel mit einem Sieg in
Kitzbühel zu holen, das ist das Schönste,
das passieren kann», sagte er. Bis Kvitfjell
habe er getan, was er dafür tun musste, in
Norwegen habe ihm dann Werner Heel geholfen.
Der Südtiroler hatte in der ersten Abfahrt
einen Miller-Sieg verhindert. «Wenn er Bier
gern trinkt, dann kann er gleich ein paar
Kästen von mir haben», wollte sich Cuche bei
Heel erkenntlich zeigen.
Auf den Titel in der
Gesamtwertung hat Cuche (1218 Punkte) hinter
Miller (1387) ebenso wie Riesch bei den
Damen hinter Lindsey Vonn (USA) nur noch
Außenseiterchancen. Die Partenkirchenerin
Riesch will sich dafür noch die
Super-G-Krone aufsetzen und als erste
Deutsche seit Katja Seizinger 1998 zwei
Kristallkugeln mitnehmen. «Ich kann jetzt
lockerer fahren, denn alles, was in Bormio
noch kommt, ist Zugabe in einer Saison, in
der ich mehr geschafft habe, als ich mir im
Vorfeld vorgenommen hatte», sagte Riesch,
die mit dem Erfolg in der Super-Kombination
den ersten Disziplin-Weltcup ihrer Karriere
bereits sicher hat.
Am Dienstag musste in
Bormio auch das Abfahrtstraining der Frauen
abgesagt werden. Weil aber Lindsey Vonn &
Co. am Montag schon eine Trainingsfahrt
absolvieren konnten, bleibt die
Frauen-Abfahrt im Programm. Rennstart ist am
Mittwoch um 09.30 Uhr.
Diskussion
rund um das Thema Sicherheit im alpinen
Schiweltcup
Expertenrunde beim ORF am Sonntagabend

Nach den tragischen
Ereignissen der Vorwoche lud der ORF heute
eine Expertenrunde mit Hermann Maier, Armin
Assinger, Alpindirektor Hans Pum, FIS
Renndirektor Günter Hujara, Skifirma Fischer
Geschäftsführer Gregor Dietachmayr, Hans
Knauß, Dr. Hackl und Niki Lauda zum Thema
„Skisport zwischen Triumph und Tragödie“ zu
einer Live-Diskussion ein.
Zur Einleitung wurde der
schreckliche Sturz von Matthias Lanzinger
beim Super-G in Kvitfjell nocheinmal
aufgerollt. Fis Renndirektor Günter Hujara
betonte, er habe im Vorfeld darauf
hingewiesen, dass dieser Super-G sehr
schnell sei und die Trainer eindringlich
darauf hingewiesen. Der einzige der
Trainerschaft, der ihm Recht gab und noch
ein paar Richtungsänderungen in der
Kurssetzung vornehmen wollte war der
Österreichische Herrencheftrainer Toni Giger
gewesen. Die Mehrheit der Trainer erwiderte
jedoch auf Hujaras Einwände, dass der Kurs
in Ordnung und von ihren Mannschaften
bewältigbar sei. So wurde gestartet.
Hier merkte der einzige
aktive Rennläufer der Runde, Hermann Maier,
an, dass auch er den Kurs viel zu schnell
fand – zur besseren Veranschaulichung: die
Durchschnittsgeschwindigkeit vom Super-G in
Norwegen lag ÜBER jener in den
vorangegangenen Abfahrten in den Tagen
zuvor! Generell sei es ein Problem, dass im
Super-G die Trainer den Lauf stecken, so
Maier. Handelt es sich um einen Speedtrainer,
fährt man quasi eine Abfahrt – ein ander Mal
wieder fast einen RTL, wenn es sich um einen
Techniktrainer handle. An dieser Stelle
wollte Niki Lauda wissen, wie es angehen
könne, dass sowohl der Renndirektor, als
auch einer der erfahrensten Athleten, als
auch einer der Cheftrainer einen Kurs zu
schnell finden und dennoch gestartet werde.
„Da ist ein Fehler im System!“ so Lauda.
Dieses „Überstimmungsverfahren“ scheint aber
Usus zu sein bei den Weltcuprennen.
Gleich hakte auch
Exrennläufer Hans Knauss ein – er habe in
den 15 Jahren seiner Karriere wieder und
wieder den Kontakt zur Fis gesucht, jedoch
irgendwann resigniert aufgegeben. Die
Rennläufer seien machtlos, so Knauss und
Maier unisono. Und es sei aber wichtig, die
Rennläufer in die Sicherheitsdiskussionen
mit einzubeziehen, vor allem im Vorfeld,
denn während der Rennsaison sei es für einen
Athleten schlichtweg unmöglich, sich auf die
Sicherheit zu konzentrieren. Als Beispiel
wurde der Zielsprung von Kitzbühel
aufgezählt: schon vor dem ersten Training
merkten etliche Athleten an, dass der Sprung
viel zu hoch sei – nichts geschah und prompt
gab es mit dem Vorläufer Patrik Hinterseer
gleich einen Schwerverletzten. In der Folge
wurde der Sprung mehrmals abgegraben. So
zwar entschärft, jedoch in einer Art und
Weise, dass der Fahrer nicht mehr erkennen
konnte, wo genau der Absprung war und er
somit nicht wusste, wann genau er „drücken“
musste – dies war in der Folge mitschuldig
am Horrorsturz von Scott Macartney.
Natürlich wurde nach bestem Wissen und
Gewissen (wenngleich erst nachdem etwas
passiert war) abgegraben, aber komplett
unter Ausschluss der Fahrer, die auf die
fehlende Absprungkante hinweisen hätten
können. Ähnliche Fälle gab es in diesem
Winter mehrere, wo zum einen zu spät und zum
anderen nicht ideal reagiert wurde – ich
erinnere an den „Svindal-Sprung“, der auch
erst nach der schweren Verletzung des
Norwegers abgegraben wurde, wenn ich mich
richtig erinnere.
Hier brachte Lauda das
Beispiel der Fahrergewerkschaft in der
Formel 1, die auch erst eingesetzt wurde,
nachdem es jährlich Todesopfer zu beklagen
gab. Allgemein stimmte man überein, dass es
für einen aktiven Rennläufer unmöglich sei,
sich in der Rennsaison um so etwas zu
kümmern, jedoch gäbe es etliche
Exrennläufer, die für so einen Job die
ideale Besetzung wären. Somit war man bei
der Besetzungsliste der FIS-Funktionäre
angelangt, die allgemein ebenso wie deren
Reglement als nicht mehr zeitgemäß zu
bezeichnen sind. Aber an einer Neubesetzung
mit jüngeren, fachlich dem Metier „näheren“
Leuten will man offensichtlich nicht
arbeiten. Lauda meinte, es sei höchste Zeit,
die Funktionäre, das Reglement und die ganze
FIS der Materialrevolution anzupassen, denn
die FIS sei irgendwann stehen geblieben und
das sei der springende Punkt – das zeigte
die Diskussion um die medizinische
Versorgung vor Ort:
Der Fis ist die medizinische
Versorgung im Reglement ca. 3 Zeilen wert –
vom Wortlaut her in etwa „der Veranstalter
vor Ort habe für eine entsprechende
medizinische Versorgung zu sorgen“ …. Mehr
als wage und schwammig ausgedrückt. Darauf
angesprochen zog Herr Dr. Hackl, der selber
etliche Jahre mit dem ÖSV unterwegs war, den
selbigen Passus der FIA (Formel 1) hervor,
auf dem seitenweise exakt geregelt ist,
welcher Hubschrauber mit welcher Ausstattung
und welche Ärzte mit welchen Kompetenzen und
welcher Ausrüstung, ja selbst welches und
wie viel Verbandsmaterial vorhanden sein
müsse. Außerdem führte Lauda weiter aus,
gäbe es in der Formel 1 einen eigenen
Mediziner, der den Tross zu allen Rennen
begleite, bereits eine Woche vor den Rennen
anreise und sich vor Ort vergewissere, dass
alles vorhanden ist. Zusätzlich stelle
dieser in den jeweiligen naheliegensten
Krankenhäusern eine Notfallmannschaft der
örtlichen Mediziner zusammen, um sicher zu
gehen, dass für alle Eventualitäten der
richtige Spezialist zur Verfügung steht.
Dies alles gäbe es in der Formel 1 aber auch
„erst“ seit etwa 10, 15 Jahren so Lauda. Er
sagte, als er seinen schweren Unfall hatte,
war es sein Glück, dass dies in Deutschland
und nicht etwa in Brasilien passiert war,
sonst würde er heute nicht hier sitzen.
Ist es nicht tragisch, dass
die FIS allem Anschein nach auf einem Stand
ist, der dem vor 10 – 20 Jahren entspricht?
Auch wenn es keinen Sinn hat, aber: hätte
man mehr für Lanzinger tun können, wenn der
Schiweltcup eine Versorgung ähnlich der
Formel 1 gewährleisten würde?
Armin Assinger fand sehr
klare Worte für die Fis im allgemeinen und
für Gianfranco Kasper im besonderen: dass
die Fis nach diesem Unfall von Matthias
Lanzinger weder ihm noch seiner Familie
gegenüber ihr Beileid zum Ausdruck gebracht
habe, sondern ganz im Gegenteil behaupte,
vor Ort sei alles regelkonform gewesen, ein
Notarzthubschrauber sei einsatzbereit
gewesen und die Fahrer würden nur zu viel
riskieren und sich selbst überschätzen, dass
sei erbärmlich und Herr Kasper möge seinen
Hut nehmen! Herr Gianfranco Kasper war
übrigens vom Orf zur Diskussion eingeladen
worden, hatte sich aber entschuldigen
lassen.
Kurz wurde dann noch das
Material angesprochen und speziell Hermann
Maier führte genau aus, was die Vor- und
Nachteile des heutigen Materials sind und er
räumte ein, dass es manchmal wirklich
beinahe so ist, dass das Material mit dem
Läufer und nicht umgekehrt fahre. Jedoch, so
erklärte uns der Experte Gregor Dietachmayr,
kooperieren die Schifirmen in den letzten
Jahren eng mit der FIS, um bessere,
sicherere Lösungen zu finden.
Die Diskussion hat keine
Patentlösungen gebracht, jedoch viele gute
Ansätze aufgezeigt. Bleibt zu hoffen, dass
die FIS endlich, endlich darauf reagiert!
Fest steht, wie Hans Pum ausdrücklich
festhielt: „Wenn in Zukunft bei einem Rennen
kein Notarzthubschrauber bereit ist, wird
nicht gefahren!“
Meine eigenen
Gedanken zu dieser Diskussion:
Mir war offen gestanden am
Anfang nicht ganz klar, was ein Niki Lauda
in dieser Runde verloren hatte. Schnell
merkte ich, dass seine Beiträge mehr als
wertvoll waren. Die Vergleiche mit der
Formel 1 sind mehr als gerechtfertigt, denn
die (Lebens)gefahr für einen Läufer, der bei
Highspeed stürzt ist sicher nicht geringer
als bei einem Formel1-Unfall – die Piloten
sind zwar schneller, aber von einer
technisch ausgereiften Karosserie geschützt.
Mit all den
Sicherheitsmaßnahmen der Formel 1 hätte man
im Schiweltcup schon so manchem Athleten
viel ersparen können, dessen bin ich mir
sicher – und da braucht man sich nicht immer
scheinheilig auf Restrisiko und Material
hinausreden. Fest steht auch: die Fis samt
ihren Funktionären und Satzungen ist ein
überaltertes, verstaubtes Regelwerk, das
zwar fähig ist, für überzogene
Besichtigungszeiten Geldstrafen zu
kassieren, nicht jedoch, zu kontrollieren,
ob der örtliche Sicherheitsstandard
ausreichend ist. Zumindest hat man
angefangen, mit den Schifirmen zu reden …
aber warum nur das und nicht mehr? Ganz
einfach: Geld regiert die Welt! Mit
Schifirmen Materiallösungen zu finden kostet
Fis und Veranstalter nichts. Helikopter und
alle Zusatzmaßnahmen wie in der Formel 1
würden Millionen verschlingen, die zwar in
der Formel 1 nicht jedoch im Schiweltcup zu
verdienen sind. Schon gar nicht bei solchen
„Low Budget Rennen“ (so bezeichnete Hans
Knauss zb die Rennen in Norwegen), wo sich
auch kaum Zuschauer hinverirren. So fängt
die Sicherheitsdiskussion im Prinzip schon
bei der Vergabe der Rennen an, womit wir
wieder bei der FIS wären. Und bei Bode
Miller. Wieso bei Bode Miller? Weil Bode
Miller schon mehrmals angeregt hat, der
Schiweltcup müsse ganz anders aufgezogen
werden. Das müsse ein „Event“ sein, der die
Massen anzieht – mit Stars und Livekonzerten
usw. Das gibt es bislang hauptsächlich in
Österreich – zb Kitzbühel und: Schladming!
Ein Lehrbeispiel dafür, was man aus einem
Slalom für einen Event machen kann. Bei dem
auch genug Geld fließt, um mehr in die
Sicherheit zu investieren. Es gäbe so viel
Potential, so viele gute Vorschläge … LIEBE
FIS, BITTE AUFWACHEN!
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
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Pärson
gewinnt Superkombination in Carnas Montana
Maria Riesch holt sich
Disziplinen-Weltcupkugel

Die Schwedin Anja
Pärson hat in Crans-Montana erstmals eine
Super-Kombination gewinnen können. Die
Schwedin setzte sich 0,20 vor der Deutschen
Maria Riesch und 0,26 vor der
Gesamtweltcup-Führenden Lindsey Vonn (USA)
durch.
Damit gehört Pärson nun
zum kleinen Kreis der Fahrerinnen, welche in
allen fünf Disziplinen gewinnen konnten.
Dies war zuvor nur ihrer Landsfrau Pernilla
Wiberg und der Kroatin Janica Kostelic
gelungen.
Durch den zweiten Platz
hat sich Maria Riesch die
Disziplinen-Weltcupkugel für die
Superkombination gesichert. Für den
Deutschen Skiverband war es der erste
Weltcup-Pokal seit dem Super-G-Sieg von
Hilde Gerg vor sechs Jahren.
Beste Österreicherin
war Elisabeth Görgl auf Platz vier. Die
Tirolerin Nicole Hosp kam über Platz acht
nicht hinaus und ist damit in der
Weltcup-Gesamtwertung hinter Vonn und Riesch
nur noch Dritte.
Für den DSV gab es noch
einen weiteren Grund zur Freude. Die
Oberstdorferin Gina Stechert, die nach der
Abfahrt auf dem fünften Rang lag, wurde am
Ende Sechste in Crans Montana. Für die erst
20-Jährige ist es das beste Weltcupergebnis
ihrer Karriere.
Beste Schweizer
Rennläuferin war Rabea Grand auf Platz 11.
Mit Dominique Gisin, Marianne Abderhalden,
Fränzi Aufdenblatten und Jessica Pünchera
konnten sich vier weitere
Swiss-Ski-Fahrerinnen in den Punkterängen
klassieren.
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Mölgg
siegt in Kranjska Gora

Endlich – es ist
vollbracht: Manfred Mölgg fährt beim
heutigen Slalom in Kranjska Gora seinen
ersten, längst überfälligen Sieg in einer
Zeit von 1:42,29 ein. „Wunderbar. Gestern
Zweiter, heute Erster! Ich habe mir
vorgenommen, im zweiten Lauf voll
anzugreifen, ich wollte unbedingt diesen
Sieg …“ – und das hat man Mölggs Fahrweise
wahrlich angesehen! Auf Rang 2 Ivica
Kostelic, der zwar im zweiten Durchgang noch
zulegen kann, Mölgg bleibt aber unerreichbar
für ihn. Rückstand +0,41. Auf dem
sensationellen 3 Platz landet der frisch
gebackene Junioren-Weltmeister aus
Österreich, Marcel Hirscher. Nachdem er im
ersten Lauf mit einer gewaltigen Leistung
und Startnummer 31 noch auf Platz 7 gefahren
ist, kann er seine Form auch im zweiten
Durchgang bestätigen und bleibt nur 8
Hundertstel hinter Kostelic. „Ich habe mir
für heute vorgenommen: hopp oder dropp.
Heute ist es zum ersten Mal richtig
aufgegangen – unglaublich!“ Mit Verlaub, der
junge Herr erinnert mich an einen gewissen
Raich, der auch schon im zarten Alter von 19
Jahren in seiner ersten Saison auf dem
Weltcuppodest landen konnte. Solche Kaliber
gibt es nicht allzu oft.
Jean-Baptiste Grange (FRA)
verpasst zwar heute das Stockerl, mit 0,55
Sekunden Rückstand und Platz 4 darf er aber
das rote Trikot behalten und als Führender
zum Finale anreisen. Reinfried Herbst (AUT
+0,64) kann seinen zweiten Platz nicht
halten und rutscht nach ein paar kleinen
Fehlern auf Platz 5 zurück.
6. wird Felix
Neureuther (GER +0,86) – wie schon in der
gesamten Saison ist er ein verlässlicher
Platzfahrer und es scheint nur noch eine
Frage der Zeit, wann er mal vom obersten
Treppchen lacht. Auf Platz 7 der Sieger von
gestern, Ted Ligety. Er greift im zweiten
Durchgang wesentlich mehr an als im ersten
und kann dementsprechend einige Plätze gut
machen. 8. und zweitbesten Italiener wird
Cristian Deville (+1,27), vor Julien
Lizeroux (FRA +1,38) und seinem Landsmann
Giorgio Rocca, der noch den Sprung in die
Top Ten schafft.
Der Kampf um die kleine
Kugel wird in Bormio spannend: Grange und
Mölgg liegen nur wenige Punkte auseinander.
Und rein rechnerisch haben auch noch einige
andere Chancen – zb Ivica Kostelic. Nach den
vielen Tiefschlägen, die der ÖSV heuer schon
hinnehmen musste, scheint es so, als ob nun
neben dem Gesamtweltcup auch die
Disziplinenwertung außer Reichweite wäre,
nachdem Matt heute mit Platz 12 viel Boden
verloren hat. Aber Wertungen und Punkte
scheinen seit dem letzten Wochenende ohnehin
einen anderen Stellenwert bekommen zu haben.
Wir gratulieren dem
verdienten Sieger und freuen uns auf ein
spannendes Finale in Bormio!
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
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Ligety
gewinnt Riesenslalom in Kranjska Gora

Der US Amerikaner Ted
Ligety gewann in einer Zeit von 2:24,31
Minuten den vorletzen Riesenslalom der
Saison in Kranjska Gora vor den beiden
Italienern Manfred Mölgg und Massimiliano
Blardone.
"Es war unglaublich.
Ich habe mir schon gedacht, dass es schwer
wird, aufs Podest zu fahren. Ich wollte
endlich ganz nach oben fahren, habe in
dieser Saison noch nie gewonnen. Ich habe
hart gekämpft, war im Ziel eine Sekunde vor
Raich. Da habe ich mir schon gedacht, dass
sich etwas ausgehen kann", freut sich der
Ligety über seinen 2. Weltcupsieg.
Ein schwerer Fehler
kurz vor dem Ziel kostete dem Österreicher
Benjamin Raich den möglichen Sieg. "Ich hab
mit der Hand eingehängt, dann hat es mich
ausgedreht. Da war natürlich der ganze
Schwung weg - im Grunde war es gelaufen. Es
hilft alles nichts - was auf der
Ergebnisliste steht, zählt. Das ist der
vierte Platz. Nicht schlecht, aber nicht
das, was ich heute wollte", analysierte
Raich seinen Lauf und richtete seinen Blick
auf das Saisonfinale in Bormio."Der
Gesamtweltcup hat nichts mit meinem
Rennfahren zu tun. Ich fahre immer volles
Risiko, will mein Bestes geben. Im
Riesenslalom-Weltcup ist es eng. Ich muss
gewinnen, Ligety darf nur Dritter werden.
Aber es mischen auch noch andere mit."
Aus österreichischer
Sicht konnte man sich noch über den Achten
Rang von Mario Matt freuen. Pech hatte
Hannes Reichelt, zur Halbzeit noch Fünfter,
schied er im zweiten Durchgang aus. Romed
Baumann wurde 15. Hermann Maier, der an den
Start ging, um die Ereignisse von Kvitfjell
zu verarbeiten, reiht sich auf dem 19. Platz
ein.
Das Schweizerteam,
zeigte eine starke Mannschaftsleistung. Marc
Berthod fuhr als Bester auf Rang fünf,
gefolgt von Didier Cuche auf Rang sechs.
Daniel Albrecht als Zehnter, Didier Défago
als Zwölfter und Carlo Janka als Fünfzehnter
zeigten ebenfalls gute Leistungen.
Im Gesamtweltcup hat
Raich nach dem heutigen Rennen etwas
aufgeholt - der US Amerikaner Bode Miller
bleibt aber weiterhin deutlich in Führung.
Er führt 169 Punkte vor Cuche und 264 Punkte
vor Raich.
Spannend bleibt die
Entscheidung im Riesenslalom-Weltcup. Hier
ist noch alles offen. Ted Ligety übernahm
mit seinem heutigen Sieg das Rote Trikot von
Benjamin Raich der einen Rückstand von 27
Punkte aufweist, aber auch Manfred Mölgg
kann sich bei einem Rückstand von 38
Punkten, beim Saisonfinale noch Hoffnungen
auf die kleine Disziplinen Kugel machen.
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Vonn
gewinnt Abfahrt von Crans Montana

Die US Amerikanerin
Lindsey Vonn gewinnt mit überlegener
Bestzeit von 1:23,57 Minuten die Abfahrt von
Crans Montana. Den zweiten Rang auf dem
Podest sicherte sich mit einem Rückstand von
61 Hundertstel Sekunden die Österreicherin
Renate Götschl vor der Drittplazierten
Italienerin Nadia Fanchini (+0,64). Fanchini
war nach einem im vergangenen Februar in der
Sierra Nevada erlittenen Kreuzbandriss erst
im Januar in den Weltcup zurückgekehrt.
Mit ihrem 13.
Weltcup-Sieg, dem zehnten in der Abfahrt hat
Vonn damit als erfolgreichste US-Abfahrerin
ihr Idol Picabo Street überflügelt. "Ich
hatte die Abfahrts-Kugel zwar schon in der
Tasche, war aber trotzdem nervös, weil ich
noch um den Gesamtsieg kämpfe. Das ist eine
neue Situation für mich, und ich weiß noch
nicht so genau, wie ich damit umgehen soll",
gestand Vonn.
Maria Riesch aus
Deutschland könnte sich hinter der US
Amerikanerin Julia Mancuso auf dem 5. Rang
plazieren. Als Beste Schweizerin klassierte
sich Marina Schild auf Platz 8. Den Sprung
unter die ersten zehn verpasste Nadia Styger
als Elfte hauchdünn.
Die ÖSV-Damen sind in
dieser Saison in der einstigen Paradisziplin
weiter sieglos, hinter Götschl war Elisabeth
Görgl als 13. zweitbeste Österreicherin.
In der Gesamtwertung
baute Lindsey Vonn ihren Vorsprung auf die
Österreicherin Nicole Hosp um 96 auf 150
Punkte aus. Die Tirolerin musste sich mit
Rang 27 begnügen. Die Deutsche Maria Riesch
("Ich habe oben zu viel Zeit verloren, um
Lindsey zu gefährden") liegt ihrerseits nur
noch 27 Zähler hinter Hosp.
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Schock
für alle Skifans
Unterschenkel-Amputation bei Matthias
Lanzinger

Dem österreichischen
Skirennläufer Matthias Lanzinger muss der
Unterschenkel amputiert werden. Auch eine
mehrstündige Notoperation konnte das Bein
nicht mehr retten. Die Durchblutung habe
nicht mehr hergestellt werden können, teilte
der Österreichische Skiverband (ÖSV) am
Dienstag mit. „Infolge des irreparablen
Gewebeschadens ist eine Amputation zur
Vermeidung von dauerhaften schwerwiegenden
Folgen unvermeidbar.“
Der 27-Jährige hatte am
Sonntag beim Super-G im norwegischen
Kvitfjell nach einem Sprung ein Tor gerammt
und einen mehrfachen Unterschenkelbruch
erlitten. Wegen der schweren Gefäßverletzung
wurde er im künstlichen Koma gehalten. Es
sei nicht gelungen, nach der ersten
Operation den offenbar mehrfach gedrehten
Fuß wieder funktionsfähig zu bekommen, sagte
der zuständige Chefarzt im Osloer
Universitätskrankenhaus, Lars Engebretsen.
Auch der eingeflogene Salzburger
Gefäßspezialist Thomas Hölzenbein konnte die
Amputation nicht mehr verhindern. „Ingolge
der langen Dauer der Ischämie und
begleitenden Weichteilschäden konnte die
Durchblutung nicht stabilisiert werden“,
sagte der Mediziner.
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Streitberger gewinnt Super G in Kvitfjell

Der Österreicher Georg
Streitberger hat in einer Zeit von 1:26,28
zum Abschluss der Rennen im norwegischen
Kvitfjell überraschend den Super-G gewonnen.
Bei seinem ersten Weltcup-Sieg lag der
26-Jährige 0,20 Sekunden vor Bode Miller aus
den USA. Cuche erreichte mit einem Rückstand
von 0,32 Sekunden Rang drei und hat damit
den Sieg im Super-G-Weltcup praktisch
sicher.
Im Gesamt Weltcup strebt Bode Miller weiter dem
Sieg im Gesamtweltcup entgegen. Er macht heute weitere 80 Punkte und
nimmt Verfolger Cuche weitere 20 Punkte ab. Der Vorsprung beträgt
bereits 185 Punkte. Benni Raich scheint geschlagen, verliert heute
als 16. weiter deutlich - er liegt nun 290
Punkte hinter Miller.
Für den ÖSV war es
trotz des Sieges von Streitberger und den
Plätzen 6 für Michael Walchhofer und 10 für
Christoph Gruber ein schwarzer Sonntag.
Überschattet wurde die Teamleistung der ÖSV
Fahrer vom schweren Sturz des Teamkollegen
Matthias Lanzinger der im Gesicht
blutüberströmt - und das linke Bein komplett
verdreht, schwerst verletzt mit dem
Hubschrauber von der Strecke abtransportiert
werden mußte.
Aus Schweizer Sicht
konnte man sich neben dem 3. Rang von Didier
Cuche über zwei weitere Plazierungen in den
Top 10 freuen. Ambrosi Hoffman überzeugte
mit einem starken 4. Platz und Didier Defago
wurde Siebenter.
Weiter geht es am
kommenden Wochenende in Kranjska Gora. Am
Samstag steht ein Riesentorlauf auf dem
Programm und am Sonntag wird um wichtige
Weltcuppunkte im Slalom gekämpft.
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Miller gewinnt zweite Kvitfjell-Abfahrt!

Gestern noch vom Überraschungsmann Heel geschlagen, kontert Bode Miller heute mit einem Sensationslauf und gewinnt mit einer Zeit von 1:46,16. Nach einem kleinen Schnitzer im oberen Teil legt der Schweizger Didier Cuche (+0,40) im weiteren Lauf extrem zu und schafft es noch auf Platz 2 - so führt er im Abfahrtsweltcup noch um den Hauch von 5 Punkten vor Rivale Miller und es steht nur noch das Finale in Bormio aus. Der Sieger von gestern, Werner Heel (ITA 0,75) bestätigt seine Leistung und fährt auch heute wieder auf das Postest - Platz 3
Klaus Kröll zeigt zwar wie gestern eine solide Fahrt, mit einem Hundertstel Rückstand auf Heel schrammt er jedoch denkbar knapp am Podest vorbei. Platz 5 für den Kanadier Manuel Osborne (+0,81) vor dem nächsten Österreicher Michael Walchhofer (+0,98) auf Platz 6.
Peter Fill (ITA) und Erik Guay (CAN) teilen sich mit 1,12 Sekunden Rückstand den 7. Platz. Georg Streitberger (AUT +1,26) kann im oberen Teil noch mit Miller mithalten - nur 0,23 Rückstand - auf dem langen Weg ins Ziel summieren sich aber die Fehler und mit +1,26 Sekunden reiht er sich auf Platz 9 ein. Die Top Ten beschließt Didier Defago (SUI +1,39).
Kein Österreicher am Podest, drei in den Top Ten, Baumann und Gruber mit den Plätzen 12 und 13 noch einigermaßen gut dabei, Benjamin Raich nach Torfehler out - eine durchwachsene Bilanz für das rot-weiß-rote Team. Dabei wäre Raich heute mit Piste und Material (da dürfte man sich gestern gehörig vergriffen haben) besser zurecht gekommen: bei den Zwischenzeiten lag er von oben weg konstant etwa 3 Zehntel hinter Christoph Gruber, das hätte heute ein Platz unter den ersten 15 werden können ...
Fest steht: im Abfahrtsweltcup gibt es ein Herzschlagfinale zwischen Cuche und Miller. Im Gesamtweltcup scheint eine Vorentscheidung gefallen zu sein: Miller hat bereits über 200 Punkte Vorsprung auf Raich, der nur noch auf Platz 3 hinter Cuche rangiert. Im morgigen Super-G kann Raich zwar punkten, man kann aber davon ausgehen, dass er Platz 3 nicht abschütteln wird können. In Kranjska Gora nächste Woche könnte Raich die großen Punkte holen (im letzten Jahr Platz 1 und 2 in Riesentorlauf und Slalom), jedoch ist Miller momentan im Stande, in den Technikdisziplinen mehr zu punkten als Raich im Speedbereich und mit diesem satten Polster aus den Kvitfjell-Abfahrten ist der Amerikaner nicht zum letzten Risiko gezwungen. Spiel, Satz und Sieg sind noch nicht entschieden, der Vorteil liegt jedoch eindeutig bei Miller!
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
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Heel siegt in Kvitfjell!

Riesenüberraschung bei der 1. Abfahrt in Kvitfjell (Ersatzrennen von Val D´Isere). Mit Startnummer 26 zauberte der Südtiroler Werner Heel eine Traumfahrt auf die Piste "Olympiabakken" und verwies mit einer Zeit von 1:45,73 den US Amerikaner Bode Miller (+ 0,10) auf Rang 2. Der 3. Platz auf dem Podium ging an den Österreicher Klaus Kröll (+0,22).
Der im Abfahrtsweltcup Führende Schweizer Didier Cuche (+0,69) mußte sich hinter dem Kanadier Manuel Osborne Paradies (+0,20) und Marco Büchel (+0,64) aus Liechtenstein mit dem 6. Rang begnügen. Vielleicht hat ihm die im Training beim letzten Sprung erlittene Knieverletzung doch mehr Probleme bereitet, als er zugeben wollte.
Auf Platz 7 mit Christoph Innerhofer (+0,81) ein weiterer junger Italiener - überhaupt die Italiener "das Aufsteigerteam" der Saison könnte man sagen, wenn man die Leistungen von Damen und Herren in Technik und Speedbewerben anschaut!
Ambrosi Hoffman (SUI +0,86) landet vor dem Kanadier John Kucera (9. +0,90) auf Platz 8. Zum hervorragenden Platz 10 reicht es noch für den mit Nummer 1 gestarteten Franzosen David Poisson (+0,93).
Mit dem zweitbesten Österreicher Michael Walchhofer auf Platz 11 kann der ÖSV mit der heutigen Abfahrt nicht wirklich zufrieden sein - darüber täuscht auch der überraschende Podestplatz von Klaus Kröll nicht hinweg. Christoph Gruber scheidet mit toller Zwischenbestzeit im unteren Teil bei einem Sprung aus, bleibt aber zum Glück unverletzt.
Benni Raich schafft es nach einer total verpatzten Fahrt nicht einmal in die Punkteränge. Ob schon eine Vorentscheidung im Gesamtweltcup gefallen ist, ist schwer zu sagen. Miller liegt nach dem heutigen Rennen 125 Punkte voran und wenn er auch morgen und übermorgen "Big Points" einfährt und Raich keine gravierende Leistungssteigerung vorweisen kann, wird es schwer für den Tiroler. Und Didier Cuche hat nur noch 15 Punkte Rückstand auf Raich ....
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
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Maria
Riesch gewinnt Superkombi in Whistler

Die Deutsche
Skirennläuferin Maria Riesch gewann am
Sonntag die Super Kombination der Damen auf
der Olympia 2010 Strecke in Whistler
Mountain und feierte ihren sechsten
Weltcupsieg, den ersten in einer
Kombination. "Es ist noch sehr eng geworden.
Ich hab den Grundstein im Super G gelegt.
Wie ich vorher gesagt habe: Die Marlies kann
mir im Slalom locker eine Sekunde abnehmen -
das hat sich auch gezeigt. Den Ausfall bei
der Abfahrt habe ich, so gut es geht
abgehackt. Ich hab gewusst, dass ich im
Super G sehr gut drauf bin."
Die Partenkirchenerin,
die sich nach zwei schweren Verletzungen
immer wieder in die Weltspitze
zurückkämpfte, hat nun Siege in vier von
fünf Disziplinen zu Buche stehen. Einzig ein
Sieg im Riesenslalom fehlt dem größten
Skitalent des DSV noch.
Riesch verwaltete mit
einer taktischen Meisterleistung ihren
Vorsprung von 42 Hundertstel Sekunden aus
dem Super G und siegte am Ende mit einem
Vorsprung von 9 Hundertstel Sekunden vor der
österreichischen Slalomkönigin Marlies
Schild und der Schwedin Anja Pärson (+0,31).
Der Tirolerin Nicole
Hosp fehlten am Ende 2 Hundertstel Sekunden
für den Sprung auf das Podest. "Ich hab's
unten eindeutig verbremst. Ich hatte einen
richtigen Hackler und dann fehlt auch noch
das Glück", ärgerte sich Hosp. Sie mußte
sich mit Rang 4 begnügen gefolgt von ihrer
Teamkollegin Elisabeth Görgl und der
sechstplazierten US Amerikanerin Lindsey
Vonn.
Maria Riesch hat nun
die Chance auf zwei kleine Kristallkugeln in
dieser Saison: Die 23-Jährige führt auch die
Weltcup-Wertung im Super-G an, in beiden
Disziplinen steht nur noch ein Wettbewerb
aus. Auch im Kampf um den Gesamtweltcup hat
sich Maria Riesch noch einmal zurückgemeldet
auch wenn sie alle Ambitionen auf die große
Weltcupkugel von sich weist: "Mit dem
Ausfall bei der Abfahrt am Freitag hab ich
mir das Thema Gesamtweltcup ziemlich
verbaut. Mit dem heutigen Sieg hab ich noch
das beste rausgeholt aus Whistler. Aber der
Abstand ist schon zu groß, das sollten sich
die zwei da vorne ausmachen." Als
Drittplatzierte weist sie nun 981 Punkte
auf. Vor ihr liegen weiter Lindsey Vonn aus
den USA (1103) und die österreichische
Titelverteidigerin Nicole Hosp (1049).
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Reichelt holt sich RTL in Whistler

Hannes
Reichelt (AUT), beim Super-G am Donnerstag noch Zweiter, holt sich mit der heutigen Olympiageneralprobe seinen ersten Riesentorlaufsieg in einer Zeit von 2.37,43. " Ich habe gewußt, dass ich es auch im Riesenslalom drauf habe. Dass es so schnell geht, ist eine Genugtuung. Mir liegt der Schnee hier herüben, da kann man so schön auf zwei Skiern fahren". Platz 2 sichert sich Didier Cuche (SUI +0,39 Sek) - einen Hauch von 5 Hundertstel vor dem Halbzeitführenden Benjamin Raich (AUT +0,44 Sek). "Ich habe oben kurz Probleme gehabt, danach ist es von meinem Gefühl her gut gegangen. Herunten war es nicht optimal, da hab ich zu viel Tempo weggenommen. Der Cuche wäre heute sicher zum packen gewesen, der Richie war im 2. Lauf sehr stark - aber es war heute sicher viel möglich ..." ähnliche Aussagen wie schon zuletzt bei Benni Raich. Er darf mit seinem heutigen Podestplatz dennoch zufrieden sein, übernimmt er doch - nach dem Ausfall von Albrecht - damit die Führung im RTL-Weltcup, wenn auch nur knapp vor dem heute 4.platzierten Ted Ligety (USA 0,52 Sek).
John Kucera (CAN + 0,84 Sek) läßt das Publikum über Platz 5 jubeln. Platz 6 für Manfred Mölgg (ITA +0,89 Sek), der damit an seine durchwegs guten Ergebnisse in dieser Saison anschließen kann. Wenngleich - der ganz große Durchbruch auf Rang 1, der fehlt noch.
Mit einem nach seinen letzten Ausfällen hervorragenden siebten Platz kann Bode Miller (USA +1,21 Sek) seine Gesamtweltcupführung noch verteidigen, wenngleich Raich und vor allem auch Cuche näher gerückt sind.
8. Stephan Görgl (AUT +1,30 Sek.), 9. hervorragend der junge Schweizer Carlo Janka mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang (+ 1,34 Sek) und mit ihm ex aequo der ebenfalls noch junge Finne Marcus Sandell, der für den verletzten Kalle Pallander in die Presche springt.
Das Resümee dieser Olympiageneralprobe: die Führenden im Gesamtweltcup sind noch näher zusammengerückt und auch wenn nach dem Rennkalender die Speedspezialisten Miller und eventuell auch Cuche im Vorteil scheinen - die letzten Wochen haben schon gezeigt "alles" oder oftmals vielmehr "nichts" ist immer möglich!
Fest steht, die österreichischen Herren blicken Olympia frohgemut entgegen: der fünfte Sieg in Serie, der zweite Sieg hier in Whistler, 9 von 10 hatten sich für den zweiten Durchgang qualifiziert und obwohl Matt und Scheiber mit hervorragenden Zwischenzeiten ausgefallen sind, gibt es mit 6 Läufern unter den ersten 20 ein tolles Mannschaftsergebnis
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
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Styger
gewinnt Abfahrt im Whistler

Die Schweizerin Nadia
Styger hat in Whistler Mountain am
Olympiaberg von 2010 die Weltcup-Abfahrt mit
einem hauchdünnem Vorsprung von 1.
Hundertstel Sekunden vor der US Amerikanerin
Lindsey Vonn gewonnen. Mit dem zweiten Platz
sicherte sich Vonn die kleine
Abfahrtsweltcup für die Saison 2007/08. "Es
ist Wahnsinn. Es ist schade, dass ich heute
um eine Hundertstel verloren habe. Aber ich
bin sehr froh, dass ich endlich diese
Abfahrts-Kugel gewonnen habe. Ich habe in
dieser Saison einige Male einen Podestplatz
um wenige Hundertstel verloren - da tut es
schon weh, den Sieg verpasst zu haben. Die
Sicht war schlecht, aber ich muss immer
Vollgas geben." Der dritte Rang auf dem
Podest ging an ihre Teamkollegin Julia
Mancuso (+0,19).
Für die
29-Jährige-Styger war es der erste Sieg in
einer Abfahrt, drei vierte Plätze waren
bisher ihre beste Klassierungen. Ihre drei
Weltcup Siege errang sie im Super-G, den
lezten davon vor zwei Jahren in Kvitfjell.
"Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt.
Es hat mir jeden Tag ein bisschen mehr Spaß
gemacht. Heute war es ein gutes Rennen -
schön, dass es so weit nach vorne gereicht
hat. Der Gedanke, dass hier 2010 Olympia
stattfindet, hat mich angespornt." Die
Innerschweizerin beendet mit ihrem Erfolg
eine lange Schweizer Durststrecke in der
Abfahrt. Die letzte Schweizer Siegerin in
einer Weltcup-Abfahrt war Corinne Rey-Bellet
2002 in Lenzerheide. Insgesamt ist es der
77. Abfahrtssieg für die Schweizer Damen.
Ausser Styger zeigten die Schweizerinnen
eine schwache Leistungen. Fränzi
Aufdenblatten belegte lediglich Rang 19,
Dominque Gisin den 21.
Auch im achten Anlauf
wurde es nichts mit einem Abfahrts-Sieg für
Österreichs Damen. Bisher gab es erst vier
Podestplätze für Österreichs Damen - damit
ist die Abfahrt die schwächste Disziplin der
ÖSV-Damen. Beste Österreicherin auf der
Olympia-Strecke der Winterspiele in
Vancouver 2010 wurde heute Renate Götschl
als Fünfte. Ebenfalls den Sprung in die Top
10 schaffte Elisabeth Görgl als Siebte.
Im Kampf um die große
Weltcupkugel konnte Lindsey Vonn heute 80
Punkte auf ihr Konto gutschreiben, Niki Hosp
sammelte als 15. lediglich 16 Punkte. Damit
setzt sich die US-Amerikanerin um 64 Punkte
ab.
Aus dem Rennen um den
Gesamt Weltcupsieg mußte sich heute
endgültig Maria Riesch verabschieden und das
nach einer hervorragenden Fahrt, bei der sie
aber kurz vor dem Ziel zu Sturz kam. Bei der
letzten Zwischenzeit hatte Sie noch einen
Rückstand von 4 Hundertstel Sekunden auf die
Siegerin, war jedoch um 4,7 km/h schneller
als Styger (107,8 km/h zu 103,1 km/h). Ohne
den „Verschneider“ der sie zu Sturz brachte,
hätte sie heute wohl das Rennen gewinnen
können. "Es ist mir nichts passiert. Aber es
ist schon enttäuschend, ich war wieder gut
am Weg. Es ist mir in dieser Saison schon
einige Male in der Abfahrt passiert, dass
ich gute Ergebnisse durch Fehler hergegeben
habe. Im Gesamtweltcup habe ich wieder viele
Punkte liegen gelassen. Es ist, so wie es
ist. Den Gesamtweltcup werden sich die zwei
da vorne ausmachen."
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Gruber
siegt beim Super-G in Whistler

Der Tiroler Christoph
Gruber siegt bei diesem Rennen „ohne
Ideallinie“ mit 1.26,60 hauchdünn vor seinem
Landsmann und Zimmerkollegen Hannes Reichelt
(AUT + 0,03 Sek) und vor dem Slowenen Alex
Gorza (+ 0,11 Sek). Es ist dies Gruber´s
fünfter Weltcupsieg – der erste seit dem
Super-G in Garmisch 2006. „Ich war bislang
nicht zufrieden mit meinem Saisonverlauf.
Dass es jetzt so gut funktioniert, ist ein
tolles Gefühl. Ich war auch vorher schon
schnell, habe aber immer Fehler gemacht. In
Nordamerika läuft das Material von Fischer
sehr gut …“ meint Gruber und das reine
Fischer-Podest bestätigt seine Aussage. Der
einzige Kanadier, der den Heimvorteil
einigermaßen nutzen kann ist Erik Guay auf
Platz 4 (+0,29 Sek) ex aequo mit dem Super-G
Weltmeister von Aare Patrick Staudacher (ITA).
Platz 6 belegt der Schweizer Didier Defago (SUI
+ 0,40 Sek) – nur eine Hundertstel vor
seinem Landsmann im roten Trikot Didier
Cuche (+ 0,41 Sek). Eine weitere
Hundertstelsekunde dahinter auf Rang 8
hervorragend Ivica Kostelic (CRO +0,42 Sek)
– wenn er seine derzeitige Form konservieren
kann, empfiehlt er sich auf lange Sicht für
den Gesamtweltcup! Nur Platz 9 für Mario
Scheiber (AUT +0,57 Sek) und Platz 10 für
Marco Büchel (LIE +0,69 Sek) – von denen man
eigentlich erwartet hatte, dass sie um den
Sieg mitkämpfen könnten.
0,01 Sekunden an den
Top Ten vorbei schrammt Benjamin Raich –
guter Start, guter Schlussteil, aber im
Mittelstück haben sich doch wieder einige
Fehler eingeschlichen. Trotzdem dürfte er
mit seiner Platzierung zufrieden sein,
angesichtes der Tatsache, dass Weltcuprivale
Miller den Lauf nicht beendet hat und somit
keine Punkte macht. Auf der sehr selektiven
Piste mit herrlichen Geländeübergängen,
Licht-Schattenwechsel und einem
anspruchsvollen, aber fairen Kurs, nimmt
Miller zu viel Risiko und wird bei einer
Welle regelrecht zusammengestaucht. Er kann
das Rennen zwar fortsetzen, schwingt einige
Sekunden später jedoch ab und hält sich die
Beine – wir werden Sie auf dem Laufenden
halten, wenn wir erfahren, ob sich der
Gesamtweltcupführende eine schwerwiegendere
Verletzung zugezogen hat.
Es war dies eine
gelungene Generalprobe für den olympischen
Super-G 2010 – faire Bedingen, interessanter
und schwieriger Lauf mit einer schier nicht
vorhandenen Ideallinie, denn fehlerfrei kam
niemand ins Ziel! Wir wollen hoffen, dass
die Wetterfrösche in Kanada weiter irren,
denn während Schneesturm vorhergesagt war,
genossen Athleten wie Zuschauer heute
herrlichstes Winterwetter und strahlenden
Sonnenschein!
Aus dem Austria Skiweltcup
Infopoint: Claudia Egger
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Matt
gewinnt Slalom in Zagreb

Weltmeister Marion Matt gewinnt den ersten
Slalom der Herren auf dem Bärenberg in
Zagreb. Der
Tiroler verteidigte seine Halbzeit-Führung
und lag am Ende mit 33 Hundertstel Sekunden
vor Lokalmatador Ivica Kostelic. Reinfried
Herbst (+0,40) komplettiert als Dritter das
tolle ÖSV-Ergebnis. Der Sieger von Garmisch
hatte nach dem ersten Durchgang noch auf
Rang 6 gelegen.
Für Matt war es nach
Adelboden und Schladming bereits der 3.
Saisonsieg: "Ich war eigentlich brutal
ruhig. Während der Fahrt hab ich mich noch
gefragt, ob ich schnell bin. Im Ziel war ich
dann überglücklich. Ich hab gewusst, dass
ich locker bleiben und einen guten Lauf
hinlegen muss. Das ist mir Gott sei Dank gut
gelungen", analysierte Matt. Kostelic war
indes über seinen zweiten Rang ebenfalls
sehr froh und feierte ihn wie einen Sieg.
"Ich hätte ohne dieses Publikum nie so gut
fahren können. Ich war voll motiviert und es
musste einfach passen. Ganz Kroatien hat
heute auf mich geschaut und ich bin sehr
froh, dass ich den Podestplatz geschafft
habe. Alles, was jetzt noch kommt, ist ein
Bonus", sagte Kostelic.
Ausser Berthod, der als
Dritter nach dem ersten Lauf lediglich neun
Hundertstel Sekunden hinter Matt lag, im
Finallauf jedoch durch einen Schnitzer im
Zielhang einen Podestplatz verspielte und
Sechster wurde, konnten die weiteren
Schweizer nicht überzeugen. Sandro Viletta
fuhr immerhin erneut in die Punkte und
erreichte Rang 24. Marc Gini fiel vom 17.
auf den 25. Rang zurück, Daniel Albrecht
blieb 27.
Felix Neureuther aus
Partenkirchen kämpfte sich als 14. des
ersten Laufs noch bis auf Rang neun vor. Für
den 23-Jährigen war es die fünfte
Top-10-Platzierung des Winters.
Im Gesamtweltcup
behauptete Bode Miller, der sich nicht für
den zweiten Durchgang qualifizieren konnte,
vor dem Österreicher Benjamin Raich, der
nach einem schweren Fehler im
Schlussabschnitt nur 26. (4,78) wurde, seine
Führung.
Slalom-Weltcup-Leader
Jean-Baptiste Grange (465) aus Frankreich
schied im zweiten Durchgang aus. Matt (405)
machte 100 Punkte und damit den
Slalom-Weltcup wieder spannend. Er hat nun
nur noch 57 Punkte Rückstand vor den letzten
beiden Slaloms.
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Poutiainen gewinnt Nachtslalom von Zagreb

Über 10"000 Zuschauer,
unter ihnen der einstige Superstar Janica
Kostelic, erlebten am Bärenberg von Zagreb
ein Slalomspektakel bei dem am Ende die
Finnin Tanja Poutiainen die Skispitzen vorne
hatte: "Ich war nach dem ersten Lauf nicht
sicher, ob es für den Sieg reichen wird. Im
zweiten Lauf habe ich alles riskiert. Der
erste Sieg hier in Zagreb war etwas
spezielles. Aber auf diesen Sieg habe ich so
lange gewartet - über drei Jahre." Die
Finnin verwies Marlies Schild und Veronika
Zuzulova auf die Ehrenränge und kassierte
einen Scheck in Höhe von 60 000 Euro.
Den zweiten Rang und
damit wieder das rote Trikot der Slalom
Weltcup Führenden sicherte sich die
Vorjahressiegerin Marlies Schild, die nach
dem 1. Durchgang noch in Führung lag. Schild
hat nun im Kampf um die Disziplinen-Kugel 75
Punkte Vorsprung auf ihre Teamkollegin Nicol
Hosp die im zweiten Durchgang ausschied und
heute ohne Punkte blieb. Neue Dritte ist nun
Tanja Poutiainen, 88 Punkte hinter Schild
zurück.
Für Nicole Hosp war es
am Ende ein rabenschwarzer Tag. Zur Halbzeit
noch auf Rang zwei liegend schied sie nach
einem Torfehler aus und konnte auch im
Gesamtweltcup keinen Boden gutmachen.
"Sicherlich bin ich enttäuscht, aber im
Slalom ist ein Ausscheiden schnell möglich",
meinte Hosp. Ihre größte Konkurrentin, die
Weltcup-Zweite Lindsey Vonn aus den USA war
in Zagreb nicht am Start. Die
US-Amerikanerin bereit sich in ihrem
Heimatland bereits auf die Überseerennen in
Vancouver vor. Vonn war heute, obwohl nicht
am Start, die große Gewinnerin, da auch die
Deutsche Maria Riesch im Finaldurchgang
ausschied.
Knapp das Podest
verpasste die Österreicherin Kathrin Zettel,
die mit 0,21 Rückstand auf Zuzulova Vierte
wurde. "Ich bin mit meinem zweiten Lauf
nicht ganz zufrieden, weil ich im Flachen zu
viele Fehler hatte. Aber ich bin nicht
unzufrieden, weil die Form ansteigt", sagte
Zettel. Ihre Teamkollegin Elisabeth Görgl
wurde 17.
Aus Schweizersicht
überraschte bei ihrem Weltcup-Debut die
19-jährige Denise Feierabend mit einer
kecken und unbeschwerten Fahrweise. Der
formidable 18. Rang darf als grosser Erfolg
gewertet werden. Aber auch die andere
Schweizerin mit Jahrgang 1989, Célina Hangl,
wusste mit dem 14. Platz zu gefallen. Beste
Eidgenossin war Sandra Gini. Sie verlor auf
Siegerin Poutiainen 2.68 Sekunden, was Rang
elf bedeutete.
Aus Sicht des DSV gab
es Licht und Schatten. Maria Riesch schied
nach einem „Einfädler“ im Finaldurchgang aus
und Monika Bergmann, die nach dem ersten
Lauf noch Sechste gewesen war, fand im
zweiten Durchgang nicht zu ihrer
Leistungsstärke und wurde mit 2,27 Sekunden
Rückstand Zehnte. Fanny Chmelar zeigte
hingegen einen starken Lauf und ging
zwischenzeitlich sogar in Führung. Sie
landete nach einem minimalen Fehler im
Zielhang am Ende auf dem 13. Platz (+3,36
Sekunden). Susanne Riesch dürfte als 16.
(+3,64 Sekunden) ebenfalls mit ihrem
Abschneiden zufrieden sein. Auch Carolin
Fernsebner sammelte als 23. (+5,73)
Weltcup-Punkte.
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Fischbacher und Sutter ex aequo Sieger beim
Super G in Sestriere

Der Skiweltcup der
Damen kann sich über zwei neue Gesichter in
der Siegerliste freuen. Beim Super G der
Damen in Sestriere feierten die
Österreicherin Andrea Fischbacher und
Fabienne Sutter aus der Schweiz in einer
Zeit von 1:21,06 gemeinsam ihren ersten
Sprung auf den obersten Podestplatz. Auch
die Dritte auf dem Stockerl, Maria Riesch
aus Deutschland, hatte allen Grund zur
Freude. Sie baute ihren Vorsprung im Super G
Weltcup aus und verkürzte den Rückstand im
Gesamtweltcup auf Lindesey Vonn und Nicole
Hosp deutlich. Überschattet wurde das Rennen
vom schweren Sturz der Österreicherin Maria
Holaus.
In einem Wellenbad der
Gefühle, zwischen der Freude über den Sieg
und das Bangen um die Verletzung von Maria
Holaus zeigte sich Andrea Fischbacher nach
ihrem Sieg: "Ich bin so ein bisserl
durcheinander. Man hofft natürlich, dass der
Maria nichts passiert ist. Andererseits
hofft man, dass keiner mehr reinfährt. Keine
Ahnung, warum es heute funktioniert hat. Ich
hab eigentlich nichts anders gemacht, als
sonst. Im Super G war es gar nicht so wild,
meistens bin ich im Riesenslalom
ausgeschieden. Im Super G hab ich aber immer
einen Fehler drin gehabt - heute ist der
ausgeblieben." Die Salzburgerin hatte
bereits einige Male am Sieg "angeklopft",
stand im Weltcup bereits vier Mal am
Siegerpodest. Zwei Mal war Fischbacher
bisher Zweite, zwei Mal Dritte. Alle
Stockerlplätze fuhr die Groß-Cousine von
Hermann Maier im Super G ein.
Angeführt von Andrea
Fischbacher dürfen sich Österreichs Damen
über ein starkes Mannschafts-Ergebnis
freuen! Nach der gestriegen Pleite
plazierten sich heute 5 Läuferinnen in den
Top 10. Meissnitzer, Götschl und Görgl
landen auf den Rängen 4, 5 und 6. Dazu
klassiert sich Christine Sponring auf Rang
10.
Für die Schweizerin
Fabienne Suter war es der erste Podiumsplatz
in ihrer Weltcup-Karriere. Ihre bisherige
Bestmarke hatte sie am 2. Februar mit einem
siebten Rang in der Abfahrt von St. Moritz
auftestellt. Ihr bestes Super-G-Resultat war
bisher der achte Rang in Cortina am 21.
Januar. Von den übrigen Schweizerinnen
belegte nur Nadia Styger noch eine
Top-Ten-Klassierung. Mit dem siebten Rang
egalisierte die Schwyzerin ihr bestes
Super-G-Resultat in diesem Winter. Martina
Schild belegte Rang 13. Für ein weitere
Überraschung aus Schweizer Sicht sorgte
Andrea Dettling. Die 21-Jährige holte in
ihrem zweiten Weltcup-Rennen gleich ihre
ersten Punkte. Sie belegte mit 1,61 Sekunden
Rückstand Rang 19. Die Senkrechtstarterin
Lara Gut schied aus. Auch Fränzi
Aufdenblatten sah das Ziel nicht; sie
stürzte.
Zur heimlichen Siegerin
des Tages kann man Maria Riesch aus Garmisch
Partenkirchen küren. Die 23-Jährige baut
ihren Vorsprung im Super-G-Weltcup weiter
aus. Emily Brydon geht leer aus - Lizz Görgl
verliert weitere 20 Punkte. Entschieden ist
noch nichts - die Ausgangsposition für
Riesch ist aber sehr gut. "Mir ist es sehr
gut gegangen. Mit den hinteren Nummern war
nicht mehr so viel drin. Was ich gehört
habe, haben alle vor allem unten viel
verloren. Es sind nur 2 Zehntel zum Sieg -
aber ein Podest ist immer super. Der
Gesamtweltcup läuft neben her, ich halt mich
in sicherer Distanz - wer weiß, was kommt."
Der Kampf um den
Gesamtweltcup spitzt sich weiter zu! Niki
Hosp macht heute drei Punkte mehr als
Lindsey Vonn - und zieht damit mit der
US-Amerikanerin gleich! Auf der dritten
Position lauert Maria Riesch mit einem
Rückstand von 102 Punkten. 11 Rennen sind
noch zu fahren - ein spannendes Finale steht
bevor!
Überschattet wurde der
Erfolg und das gute ÖSV-Mannschaftsergebnis
allerdings von einem schweren Sturz von
Maria Holaus. Die 24-jährige Holaus kam bei
Höchstgeschwindigkeit nach ungefähr 20
Sekunden so schwer zu Sturz, dass sie mit
dem Akja abtransportiert und dann mit dem
Hubschrauber weitergeflogen werden musste.
Schon vor der Österreicherin waren zwei
weitere Läuferinnen gestürzt. Nach ersten
Informationen aus dem Spital verletzte sich
Holaus am Knie und erlitt ein
Schleudertrauma. Die Tirolerin hatte schon
in jungen Jahren mehrere schwere
Knieverletzungen erlitten und gerade ein
Jahr ohne größere Probleme hinter sich. Vor
drei Wochen hatte Holaus beim Super-G in
Cortina ihren bisher einzigen Weltcup-Sieg
gefeiert.
Geschockt vom Sturz von
Maria Holaus zeigte sich Niki Hosp im ORF
Interview: "Ich bin froh, dass ich gesund im
Ziel bin. Man hat heute leider bei der Maria
wieder gesehen, welche Gradwanderung es
immer ist - mit wie viel Risiko wir am Weg
sind. Im oberen Teil ist es brutal schlagig.
Dazu ist es noch sehr schnell gesetzt.
Manchmal fragt man sich schon, was sie sich
dabei denken."
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Herbst
gewinnt Slalom in Garmisch Partenkirchen

Der Österreicher
Reinfried Herbst gewann