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Görgl gewinnt Riesenslalom Finale in Bormio

Die Österreicherin Elisabeth Görgl fuhr beim letzten Saisonrennen, dem Weltcupfinal Riesenslalom von Bormio, ihren zweiten Weltcupsieg ein. Für Österreichs Damen war es der 11. Saisonsieg. Görgl gewann mit einem Vorsprung von 7 Hundertstel Sekunden vor der Südtirolerin Manuela Mölgg und ihrer Teamkollegin Kathrin Zettel aus Niederösterreich.

Natürlich war die Freude bei der 27-jährigen Steirerin groß: "Der erste Sieg ist natürlich etwas riesengroßes. Das möchte man dann bestätigen. Ich bin überglücklich, dass es heute aufgegangen ist. Ich hab den 2. Lauf nicht optimal erwischt, man sieht es, es war sehr eng. Ich hab gekämpft und es hat gereicht. Es ist noch viel zu tun für die nächste Saison. Ich glaube, dass ist erst der Anfang."

Enttäuschung dagegen bei der amtierende Riesenslalom Weltmeisterin Nicole Hosp. Nach dem 1. Durchgang in Führung liegend, baute sie im Mittelteil einen Kapitalenfehler, der sie um jede Siegchance brachte. Hosp fiel am Ende auf den elften Rang zurück. Letzte Saison hatte sie sowohl die Gesamtwertung als auch den Riesenslalom-Weltcup gewonnen, in diesem Winter aber blieb sie ohne Kugel und im Riesenslalom ohne Sieg. Versöhnlich endete die RTL-Saison für "Slalom-Queen" Marlies Schild, die das Rennen auf Rang 6 abschloß.

Die Südtiroler Kristallkugel-Gewinnerin Denis Karbon landete auf Platz acht. Karbon stand bereits vor dem Rennen als Disziplinen-Siegerin fest und lies sich nach dem Rennen mit Sekt und Kugel von ihren Teamkollegin feiern. Sie dominierte den Riesenslalom in dieser Saison beinahe nach Belieben und gewann 5 der 7 Rennen.

Das war's von einer spannenden Damen-Saison. Lindsey Vonn gewinnt den Gesamtweltcup und auch die Abfahrts-Kugel. Maria Riesch sichert sich Super-G und Kombi-Kugel. Karbon gewinnt den Riesenslalom-Weltcup. Marlies Schild sorgt im Slalom dafür, dass Österreichs Damen nicht leer ausgehen.

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Herbst gewinnt Slalom in Bormio – Mölgg sichert sich Slalomweltcup

Die italienischen Schifans sind aus dem Häuschen und der große Alberto Tomba ist einer der ersten Gratulanten bei Manfred Mölgg, der mit dem heutigen sechsten Platz im letzten Rennen noch dem Saisondominator Grange die kleine Kugel entreißt!

Dabei sah es bis wenige Tore vor dem Ziel sehr gut aus für Grange – beste Zwischenzeit, sehr gut unterwegs und dann, wenige Tore vor dem Ziel, die Kugel wahrscheinlich schon vor Augen, erwischt er einen Schlag in der schon sehr ausgefahrenen Spur und aus der Traum. Mölgg reichte somit ein Sicherheitslauf, um den Slalomweltcup für sich zu entscheiden. Wir gratulieren dem sympathischen Südtiroler auf das Herzlichste! „Ich habe gesehen, dass ich Sechster bin, Ich hab mich aber nicht ausgekannt, hab nicht gewusst, wo der Franzose ist. Ich wollte cool bleiben, habe versucht, meinen Lauf runterzubringen. Es ist sich schön ausgegangen. Ich bin in Alta Badia noch mit 51 gestartet, bin so zurückgekommen. Ich bin auch nach meiner Verletzung ruhig geblieben, habe immer weiter gearbeitet …“ so Mölgg

Zurück zum Rennen:
Einen versöhnlichen Ausklang findet die doch durchwachsene Saison für das erfolgsverwöhnte österreichische Team. Reinfried Herbst kann den letzten Slalom von Bormio für sich entscheiden und gewinnt mit einer Gesamtzeit von 1:51,31. „Unglaublich! Es war nicht einfach – besonders bei der Hitze. Ich hab die Frühlingsgefühle noch nicht durchkommen lassen. Ich bin in der Slalomwertung auch noch Dritter geworden. Ich möchte mich bei allen Trainern bedanken. Die Kugel war auch mein Ziel. Ich hab aber am Saisonanfang noch Probleme gehabt. Ich werde hart daran arbeiten, dass ich die Kugel auch irgendwann schaffe. Es gibt aber einen würdigen Sieger!“

Hinter ihm etwas überraschend auf Platz 2 der Schweizer Daniel Albrecht (+0,32). Albrecht hatte schon zu Saisonstart in Übersee hervorragende Leistungen gezeigt, dann einen kleinen Formabfall und nun zeigt der Allrounder doch noch einmal auf. Mit mehr Konstanz sicher ein zukunftiger Gesamtweltcupanwärter!

Und ein weiterer sensationeller dritter Platz für den jungen Wilden aus Österreich: Juniorenweltmeister Hirscher besticht nicht nur sensationeller Technik und Spritzigkeit – er zeigt nach so kurzer Zeit bereits eine außergewöhnliche Konstanz. „Es ist unbeschreiblich! Reinfried und ich haben gestern noch gescherzt: Fahren wir alle zwei aufs Stockerl. Und es ist ech so aufgegangen. Ich hab ein irrsinnig geiles Gefühl gehabt im zweiten Lauf. Ich hab alles relativ leicht genommen, weil ich meine Ziele schon längst erreicht habe. Dass es so ausgeht, ist traumhaft!“

4. wird der Slowene Mitja Dragsic (SLO +0,46), eine Bestätigung seiner guten Slalomsaison.
Und schon auf Platz 5 finden wir Benjamin Raich, der mit seiner Fahrt im großen und ganzen zufrieden ist, allerdings zugibt, dass ihm im unteren Teil einfach langsam „der Saft ausgegangen“ ist – angesichts seines Weltcupprogramms nicht weiter verwunderlich.

Auf Platz 6 ex aequo der Slalomweltcupsieger Mölgg und der Franzose Julien Lizerouz, Rückstand +0,65 Sekunden. 8. Giorgio Rocca (ITA +0,88) der sich immer beständiger wieder vorne im Spitzenfeld platzieren kann und vielleicht Kraft und Energie aus seinen Vaterfreuden schöpft, wie sein begeisterter Umgang mit seinem Söhnchen heuer schon öfter gezeigt hat.

Ein weiterer Top Ten Platz für Bernard Vajdic (SLO +1,37) als 9. und auch für Marc Berthod (SUI +1,45)

Leider vergibt Felix Neureuther bereits im obersten Teil seine bisher wahrscheinlich größte Siegeschance, indem es ihn förmlich aushebelt. Wir hoffen, dass der junge Garmischer in der nächsten Saison wieder voll angreift, dann kann der oberste Stockerlplatz nur noch eine Frage der Zeit sein!

Aus dem Austria Skiweltcup Infopoint: Claudia Egger
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Hosp führt nach dem 1. Durchgang im Riesenslalom Weltcupfinale

Beim letzten Damen Rennen der Saison 2007/08 führt nach dem 1. Durchgang, beim Riesenslalom Weltcupfinale im italienischen Bormio die Österreicherin Nicole Hosp in einer Zeit von 1:15,47 Minuten mit 6 Hundertstel Sekunden Vorsprung vor ihrer Teamkollegin Elisabeth Görgl und der Finnin Tanja Poutiainen (+0,20).

Bereits vor dem Rennen waren alle Weltcupkugeln vergeben so daß Nicole Hosp ohne jeglichen Druck ins Rennen gehen konnte: "Es war schon schön. Man hat einfach drauflos fahren können - ganz befreit. Das ist mir recht gut gelungen."

In einem dichtgedrängten Mittelfeld folgen auf Rang 4 die Italienerin Manuela Mölgg (+ 0,42) gefolgt von den beiden Österreicherinnen Marlies Schild (5. Platz – +0,42) und Kathrin Zettel ( 6. - +0,52) sowie Ingrid Jacquemod (7. – +0,57) aus Frankreich.

Die als Riesenslalom Weltcupsiegerin feststehende Südtirolerin, Denise Karbon (+0,61), mußte sich nach dem 1. Durchgang mit Rang 8 begnügen.

Als beste deutsche Rennläuferin klassierte sich Kathrin Hölzl (+0,78) auf Platz 9. Die Top 10 vervollständigte Anja Pärson (+0.92) aus Schweden.

Die Gesamtweltcupsiegerin Lindesy Vonn geht als 12. in den Finallauf. Maria Riesch die im Gesamtweltcup hinter Nicole Hosp auf Rang 3 lag, stürzte blieb aber zum Glück unverletzt.

Angeführt von Niki Hosp zeigten die ÖSV-Damen nochmals mit einer sehr starken Mannschaftsleistung auf. Ein Sieg, als kleines Trostpflaster zum Abschluß der Saison, wäre der Riesenslalom Weltmeisterin und Gesamtweltcupgewinnerin der letzten Saison von Herzen gegönnt.

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Südtiroler Mölgg führt beim Slalom in Bormio

Nach einem Startnummernrennen schaut es – auf den ersten Blick - beim letzten Saisonslalom in Bormio aus: die Startnummer 1 Manfred Mölgg (ITA) führt mit einer Zeit von 53,50 vor der Nummer 2 Felix Neureuther (GER +0,09) und der Nummer 3 Reinfried Herbst (AUT +0,39). Dabei sah der Lauf von Mölgg alles andere als fehlerfrei aus – aber wie er gleich im Ziel sagte „ich habe meine Leistung gebracht, die anderen müssen erst herunterkommen“. Und genau damit, mit dem Durchkommen, hatten in dem vom österreichischen Trainer Höflehner eigentlich schön gesetzten Kurs, viele ihre Probleme. Allen voran der mit Startnummer 4 gestartete Mario Matt (AUT), der angesichts seiner Minichance auf den Slalomweltcup volles Risiko nahm, bis kurz vor dem Ziel top unterwegs war, in einer Haarnadel aber zu direkt, Schi hat „gebissen“ und aus der Kristalltraum.

Nicht so für den Mann im roten Trikot – Jean-Baptiste Grange (FRA +0,41) – der sich ein heißes Kugelmatch mit dem führenden Mölgg liefern wird. Die beiden trennen nur 21 Punkte, momentan Vorteil Mölgg.

Nach den Ausfällen von Matt und Schönfelder dürfen sich die Österreicher mit der Traumleistung des frischgebackenen Doppeljuniorenweltmeisters Marcel Hirscher trösten – er rast mit einem wilden Ritt und Nummer 22 noch auf Platz 5 vor – Rückstand nur 0,53 Sekunden! Und widerlegt so die Theorie des Startnummernrennens …

Marc Berthod (SUI +0,81) macht es ihm mit Startnummer 23 gleich nach und fährt auf Platz 6. Dahinter die Abstände knapp: Platz 7 Julien Lizeroux (+0,84), 8. Ivica Kostelic (CRO +0,88), 9. Bernard Vajdic (SLO +0,92) und 10. der Schweizer „Volksverräter“ des SuperG Daniel Albrecht (+0,93).

Benjamin Raich, leider aus der ersten Startgruppe herausgefallen ist mit Platz 11 genau 1 Sekunde zurück und möchte sicher mit einem Sprung nach vorne noch einen für ihn versöhnlichen Saisonabschluss in seiner ehemaligen Paradedisziplin schaffen! Nach den vielen Ausfällen und dem extrem kleinen Starterfeld im zweiten Durchgang (nur 18 platzierte Läufer) dürfte er auch noch eine etwas bessere Piste vorfinden als die Topleute.

Auch heute erwartet uns wieder ein packendes Finale und wieder wird bis zum letzten Hundertstel um die kleine Kristallkugel gekämpft!

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Ligety gewinnt RTL in Bormio und holt Kristall

Mit einem Traumlauf gewinnt der Amerikaner Ted Ligety heute den letzten Riesentorlauf der Saison und sichert sich damit auch die kleine Kristallkugel für diese Disziplin. „Meine Nerven sind okay. Ich war schon sehr nervös, es war eine Menge Druck. Ein Traum wird für mich wahr. Speziell im Riesentorlauf den Weltcup zu gewinnen, ist mir viel wert!“

Leider kann Benni Raich (AUT +0,31) es seinem Herzblatt Marlies Schild nicht nachmachen: ein fehlerfreier zweiter Lauf reicht nur zu Platz 2 - sowohl im heutigen Rennen, als auch in der RTL-Gesamtwertung. „Ich habe keinen so schlechten Lauf gehabt. Der zweite Lauf vom Ted war sicher stark. Sicher bin ich enttäuscht. Es war ein Riesen-Ziel, dass ich die Kugel noch schaffe. Aber Zweiter muss man erstmal werden – und Dritter im Super G“ sprach Raich und tröstet sich mit der Kugel seiner Marlies, die er als „großen Erfolg für UNS“ bezeichnet.

Der junge Franzose Cyprien Richard (+0,68) fährt heute noch auf das Podest und lässt damit viel für die nächste Saison erhoffen. Gleich dahinter sensationell auf Platz 4 Teamkollege Jean-Baptiste Grange, der sein bestes RTL-Resultat einfährt und sein Selbstvertrauen für den morgigen Kampf im Slalomweltcup schleift.

Mit Platz 5 darf sich Didier Cuche (SUI +0,88) trösten, wenn gleich ihm SuperG-Kristall sicher lieber gewesen wäre. Entgegen aller gestrigen Diskussionen meinte er zum Super-G-Ergebnis fair: „Der Einzige der meinen Sieg verhindert hat, war ich selber. Ich habe zuviel taktiert und bin einfach ein schlechtes Rennen gefahren“

Davide Simoncelli (ITA +1,11) trägt sich mit Platz 6 wieder einmal in den vorderen Zeilen einer Ergebnisliste ein. Nur 2 Hundertstel dahinter Hannes Reichelt (AUT +1,13), der zwar mit seiner heutigen Leistung nicht ganz zufrieden war, aber dennoch auf seine bisher beste Weltcupsaison zurückblicken darf.

Palander-Nachfolger Marcus Sandell (FIN +1,16) unterstreicht sein Talent mit Platz 8 und man darf vielleicht schon in der nächsten Saison mit ersten Podestplätzen des jungen Finnen rechnen.

Nur Platz 9 für den Südtiroler Manfred Mölgg (+1,20) – ein für seine Verhältnisse schon fast „schlechtes“ Ergebnis, wenn man sich die Saison anschaut. Er will es aber schnell wegstecken und all seine Energie auf den morgigen Kampf gegen Grange um Slalomkristall konzentrieren.

Ex aequo auf Platz 10 noch Didier Defago (SUI +1,24) und Rainer Schönfelder (AUT).

Gratulation an Ted Ligety zu seinem ersten Kristall und auch Benni Raich zum zweiten und Manfred Mölgg zum dritten Gesamtrang!

Aus dem Austria Skiweltcup Infopoint: Claudia Egger
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Spiel, Satz und Sieg im Slalom für Schild

Marlies Schild holt sich mit einem knappen Sieg im heutigen Abschlussslalom in souveräner Manier die Weltcupkugel im Slalom. Sie rettet damit die Ehre der Erfolgsverwöhnten ÖSV-Mädels, die im letzten Winter noch alle Kugeln mit nach Hause nehmen durften, sich heuer jedoch mit dieser einen zufrieden geben müssen.

Nur 7 Hundertstel hinter Schild fähr Veronika Zuzulova auf Platz 2 und somit auch noch unter die besten drei im Slalom Weltcup. Sarka Zahrobksa scheitert einmal mehr an ihrem Unternehmen „erster Weltcupsieg“ und muss sich mit Platz 3 zufrieden geben.

Nicole Hosp scheitert nach etlichen kleineren Fehlern am Podest und mit Platz 4 kann sie Teamkollegin Schild die kleine Kugel nicht mehr streitig machen. Chiara Costazza ist diejenige, die den Lauf im zweiten Durchgang nach Ausgangsplatz 9 erstmal so richtig anzündet und sie kann sich noch auf den 5. Gesamtrang vorschieben.

Therese Borssen beschließt die Saison mit einem guten 6. Platz und auch für Monika Bergmann dürfte der Winter mit Platz 7 einen versöhnlichen Ausklang gefunden haben.

Tanja Poutiainen verliert mit Platz 8 etliche Punkte im Slalomweltcup und muss sogar noch das Podest in der Disziplinenwertung räumen. Maria Pietlilae-Holmner verteidigt mit Platz 9 ihren Top Ten Platz.

Erfreulich auch noch aus österreichischer Sicht das Lebenszeichen von Michaela Kirchgasser, die es noch auf Platz 10 schafft und wäre nicht dieser schwere Fehler gewesen, hätte ein noch viel besseres Resultat gewunken. Ebenso für Kathrin Zettel, die mit sehr guter Zwischenzeit knapp vor dem Ziel ausscheidet.

Endgültig gratulieren darf man Lindsay Vonn zum Gesamtweltcup. Nicht (nur) weil Maria Riesch leider im zweiten Durchgang – wie so viele andere – ausscheidet, sondern weil Vonn eine bestechende Leistung im Slalom zeigt und noch auf Platz 11 vor fährt. Eine vollendete Schifahrerin und würdige Gesamtweltcupsiegerin.

Vorerst gratulieren wir aber der alten und neuen Slalomweltcupsiegerin Marlies Schild auf das Herzlichste und lenken nun wie diese unsere Aufmerksamkeit auf die Entscheidung beim RTL der Herren.

Aus dem Austria Skiweltcup Infopoint: Claudia Egger
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Führung für Bode Miller beim RTL in Bormio

Der designierte Gesamtweltcupsieger Bode Miller (USA) scheint seinen Abfahrtsfrust in Riesentorlaufenergie umgewandelt zu haben und führt nach dem ersten Durchgang in Bormio in einer Zeit von 1:08,10. Umso bemerkenswerter seine Leistung mit der relativ späten Startnummer 13.

Auf Platz 2 mit 0,24 Sekunden Rückstand liegt Benjamin Raich (AUT) und setzt damit ein Rufezeichen hinter sein Vorhaben „Riesentorlaufweltcup“ – wo er vor dem heutigen Rennen 27 Punkte Rückstand auf Ted Ligety hat, der sich im Zwischenclassement nur auf Rang 7 plazierte. Knapp hinter Raich auf Platz 3 liegt Massimiliano Blardone (ITA +0,32).

Jean-Baptiste Grange (FRA +0,35) und Hermann Maier (AUT +0,46) geben ein deutliches RTL-Leistungszeichen und ein Kompliment an die Piste ab, indem sie mit ihren hohen Startnummern noch auf Platz 4 und 5 vorfahren.

Der SuperG-Glücksritter Hannes Reichelt (AUT +0,51) bestätigt den Spruch „Glück des Tüchtigen“ mit solider Leistung und einem 6. Zwischenrang. Didier Cuche (SUI +0,64) scheint überraschender Weise mit den kürzeren Torabständen besser zurecht zu kommen als gestern und liegt hinter Ligety auf Platz 8.

Die Top Ten beschließen gemeinsam auf Platz 9 der Italiener Manfred Mölgg und der Franzose Cyprien Richard – Rückstand 0,69 Sekunden. Auch Mölgg hat mit 38 Punkten Rückstand noch Chancen auf die Disziplinenwertung und da die Abstände sehr knapp sind, erwartet uns ein extrem spannender zweiter Durchgang und ein harter Kampf um die RTL-Kugel!

Aus dem Austria Skiweltcup Infopoint: Claudia Egger
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Schild führt beim letzten Slalom in Bormio

Marlies Schild demonstriert beim ersten Durchgang des letzten Slaloms dieser Saison eindeutig ihre Absichten auf die kleine Kugel und führt mit 5 Hundertstel vor der Sarka Zahrobska und Teamkollegin Nicole Hosp (+0,24). Während Schild einen sensationellen oberen Teil hinlegt und nur beim Übergang ins Flachstück etwas verliert, baut Hosp im obersten Abschnitt ein paar Fehler ein, holt im Mittelteil mächtig auf und verliert wahrscheinlich nur durch einen kleinen Hacker knapp vor dem Ziel noch die mögliche Führung.

Auf Grund der schlechter werdenden Piste ist die Leistung von Kathrin Zettel sehr hoch einzuschätzen, die mit Startnummer 11 noch auf Platz 4 vor rast – ihr Rückstand nur 39 Hundertstel. Schon etwas mehr Zeit lässt Veronika Zuzulova auf Platz 5 liegen - +0,65 Sekunden.

Tanja Poutiainen liegt beim Zwischenstand nur auf Platz 6 – sie hätte ja noch theoretische Chancen auf den Slalom-Weltcup. Der Zug scheint momentan abgefahren, aber Hannes Reichelt hat uns gestern bewiesen, dass Schiwunder doch noch möglich sind.

Die Schwedinen Anja Pärson (+0,88), Therese Borssen (+0,99) und Maria Pietilae-Holmner (+1,37) belegen die Plätze 7, 8 und 10 und nur die Italienerin Chiara Costazza schiebt sich mit 1,08 Rückstand noch dazwischen auf Platz 9.

Lindsay Vonn macht mit ihrem momentanen 25. Platz heute wahrscheinlich keine Punkte, aber Maria Riesch ist mit ihrem 11. Zwischenrang wohl auch nicht in der Ausgangslage, um sich ihre theoretischen Chancen auf den Gesamtweltcup zu wahren. Sie liegt vor dem heutigen Rennen 197 Punkte hinter Vonn – die somit 2 mal punktelos bleiben müsste während Riesch 2 Hunderter bräuchte. Der Slalomweltcup sollte an Marlies Schild gehen, aber Nicole Hosp liegt auf idealer Angriffsposition …

Aus dem Austria Skiweltcup Infopoint: Claudia Egger
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Fabinne Suter gewinnt Super G in Bormio
Maria Riesch sichert sich Super G Weltcupkugel

Die 23-jährige Schweizerin Fabienne Suter gewinnt beim Saisonfinale in Bormio ihren zweiten Super-G in Serie und verwies die US Amerikanerin Lindsey Vonn und Alexandra Meissnitzer aus Österreich auf die Plätze. Maria Riesch sichert sich die Disziplinenwertung.

Suter vermochte sich mit der Startnummer 21 trotz der weicher werdenden Piste um 26 Hundertstel-Sekunden vor Gesamtweltcup-Leaderin Lindsey Vonn zu setzen. Mit diesem 2. Rang ist Vonn der der Sieg im Gesamtweltcup kaum mehr zu nehmen. Vor den noch ausstehenden Slalom und Riesenslalom liegt sie 197 Punkte vor der nächsten Verfolgerin Maria Riesch.

Riesch sicherte sich heute mit einem sechsten Platz und dem gleichzeitigen fünften Platz von Elisabeth Görgl die kleine Kristallkugel im Super-G. Die Partenkirchnerin feiert damit die bislang erfolgreichste Saison ihrer Karriere. "Die Kombi-Kugel war auf jeden Fall ein Erfolg. Super-G hat aber einen höheren Stellenwert, es freut mich riesig, dass es geklappt hat", so Riesch. Hilde Gerg war im Jahr 2002 die letzte Deutsche, der der Gesamtsieg in der zweitschnellsten alpinen Disziplin gelang. Zwei Kristallkugeln in einer Saison - das schaffte von den deutschen Athletinnen zuletzt Katja Seizinger im Jahr 1998.

Elisabeth Görgl hätte das Rennen gewinnen müssen, um am Ende die Super-G-Kristallkugel in Händen halten zu dürfen und war danach nicht allzu enttäuscht: "Ich habe alles probiert, es hat halt nicht funktioniert. Für nächstes Jahr haben wir noch etwas zu tun. Es war ein großer Traum und es wäre super gewesen, wenn es aufgegangen wäre."

Ein großer Traum erfüllte sich für Alexandra Meissnitzer. Sie beendete mit ihrem 44. Stockerlplatz eine große Karriere. "Ich freu mich total", war Meissnitzer von ihrer starken Vorstellung im Ziel selbst überrascht, "Wie ich über die Ziellinie gefahren bin, habe ich mir nur gedacht 'geschafft!'" Dort wurde die Abtenauerin bereits von ihrem Teamkolleginnen mit einer Sektdusche empfangen. Trotz des tollen dritten Platzes möchte Alexandra Meissnitzer ihren Rücktritt nicht revidieren: "Selbst wenn ich mit zwei Sekunden Vorsprung gewonnen hätte würde ich nicht weiterfahren."

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Reichelt gewinnt Super G in Bormio und kleine Kristallkugel
Bode Miller gewinnt Gesamtweltcup

Was für ein Krimi auf der Stelvio in Bormio. In der Hauptrolle der Österreicher Hannes Reichelt – In der Nebenrollen Didier Cuche und Daniel Albrecht aus der Schweiz. Aber der Reihe nach.

Die Ausgangslage vor dem Rennen war klar: Cuche hatte im Super-G-Weltcup 89 Punkte Vorsprung auf Christoph Gruber, gar 99 Punkte Vorsprung auf Hannes Reichelt. Der Schweizer musste lediglich unter die Top 15 kommen, um sein erstes Super-G-Kristall abzuholen, da beim Finale nur die Top 15 Weltcuppunkte bekommen.

Am Ende des „Showdown“ gewann der Österreicher Hannes Reichelt mit einem Vorsprung von 1. Hundertstel Sekunde vor dem Schweizer Didier Defago sein viertes Weltcup-Rennen und sicherte sich die Super-G-Gesamtwertung mit 1. Punkt vor Didier Cuche. Der Schweizer verpasste mit Nummer 21 gestartet den nötigen Punkterang um einen Platz. Ausgerechnet Teamkollege Daniel Albrecht schob sich mit Nummer 26 noch am Neuenburger vorbei und kippte ihn damit aus den Punkterängen.

Dabei hatten die Schweizer Trainer Albrecht vor seinem Start noch einen "Bremsbefehl" mit ins Rennen gegeben: "Sie haben mir gesagt, dass ich ein bisserl bremsen soll. Ich muss mich aber auf mein Rennen konzentrieren, da brauch ich niemanden, der mir drei Sekunden vor dem Start sagt, ich soll bremsen." Der Schweizer hatte nur mäßig Mitleid mit seinem im letztem Moment entthronten Teamkollegen: "Es ist schade für den Didier, aber er hat das Potential weiter vor zu fahren."

Cuche nahm es danach aber fair und meinte nur: "So ist eben der Sport", womit auch wieder einmal bewiesen wäre, dass der Skisport kein Teamsport ist.

Reichelt war nach dem Rennen wie er selbst sagte "sprachlos", obwohl das "bei mir selten vorkommt. Alle die danach noch reingefahren sind, haben mir geholfen. Denen muss ich ein Bier zahlen." Aber auch am Tag seines bis jetzt größten Triumphs im Skisport waren die Gedanken von Reichelt, mit Tränen in den Augen. bei seinen Marken- und Trainingskollegen Matthias Lanzinger: "Letzte Woche war nicht einfach für uns. Das hat unsere Gruppe ziemlich mitgenommen. Es war auch ein Geschenk an den 'Lanzi', auf jeden Fall wünsche ich ihm alles Gute. Ich glaube, auf uns kann er immer zählen. Wir bleiben auch immer Freunde, obwohl wir wahrscheinlich nicht mehr miteinander Ski fahren werden."

Im Gesamtweltcup steht Bode Miller nach Rang zwölf als Sieger fest, da sein einziger verbliebener Konkurrent Cuche auf den Start in Riesentorlauf und Slalom verzichtet. Zwei Rennen vor Saisonende hat der US-Amerikaner 191 Punkte Vorsprung auf Cuche, Raich ist als Dritter mit 236 Zählern Rückstand bereits chancenlos.

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Nicole Hosp hat die große Kristallkugel noch nicht aufgegeben

Die Durchführung der beiden Super-G am Donnerstag beim alpinen Ski-Weltcup-Finale in Bormio steht tatsächlich in den Sternen, denn nur bei einer klaren Nacht und wenn die aufgeweichte Piste durchfriert, ist an Rennen zu denken.

"Wenn es klar ist, dann ist es kein Problem, dann zieht es an", so Pum. Die Prognosen lauten auf leichte Bewölkung und Minusgrade für die Nacht auf Donnerstag. Die Prognosen lauten auf leichte Bewölkung und Minusgrade für die Nacht auf Donnerstag.

Eine Super-G-Absage könnte den nur noch leicht flackernden Dreikampf von Lindsey Vonn (USA), Maria Riesch (GER) und Nicole Hosp (AUT) um den Gesamtweltcup wieder neu entflammen. Dort führt Vonn mit 1.263 Punkten vor der Garmisch-Partenkirchnerin Maria Riesch (1.106 Punkte) und der Österreicherin Nicole Hosp (1.085 Punkte). Beide sind in den verbleibenden Disziplinen Super-G, Slalom und Riesenslalom stärker als die US-Amerikanerin - der Kampf um die große Kristallkugel ist wieder offen.

Auch Damen-Abfahrt in Bormio abgesagt

Nach der Absage der Herren-Abfahrt war am Mittwoch auch an ein Damen-Speedrennen nicht zu denken gewesen. Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn war als Gewinnerin der Disziplinwertung vor Renate Götschl bereits festgestanden.

Nach nächtlichem Schneefall und bei relativ warmer Witterung konnte die Piste am Mittwoch nicht in einen rennfertigen Zustand gebracht werden. Zunächst hatte der Internationale Skiverband (FIS) den Start um zwei Stunden verschoben, um mehr Zeit für die Streckenpräparierung zu haben, dann wurde das Rennen ganz gestrichen.

In Bormio laut gewordene Kritiken, dass der Veranstalter nicht sein Bestmögliches für die Pistenpräparierung getan habe, widersprach ÖSV-Alpinchef Hans Pum: "Man kann ihnen keinen Vorwurf machen. Unsere Trainer waren am Sonntag schon hier, und die Piste war in einem super Zustand." In der Nacht auf Mittwoch habe es wieder geschneit, das sei das große Problem gewesen, unter einer dünnen gefrorenen Schicht war es viel zu nass. "Sie haben es mit Chemikalien probiert, die haben nicht gegriffen. Bei den hohen Temperaturen kann man nichts machen", sagte Pum.

Vonn erzählte, dass das große Problem die untersten zwei Tore gewesen seien. "Das haben wir beim Besichtigen gesehen, oben war es in Ordnung. Ich glaube, sie haben ihr Bestes getan. Es würde helfen, das Ziel nach oben zu verlegen, aber das bedeutet jede Menge Arbeit."

Am Donnerstag sind zwei Super-G geplant, die Chancen auf Rennen stehen nur bei einer niederschlagsfreien Nacht gut. "Wenn es klar ist, dann ist es kein Problem, dann zieht es an", so Pum. Die Prognosen lauten auf leichte Bewölkung und Minusgrade für die Nacht auf Donnerstag.

Keine Abfahrt beim Finale in Bormio - Kugel an Cuche

Schneefälle in der Nacht auf heute und eine zu weiche Piste verhinderten in Bormio das einzige Abfahrtstraining der Herren. Damit konnte das Speed-Rennen am Mittwoch nicht in Szene gehen. Es wurde ersatzlos gestrichen und die kleine Kristallkugel ging somit «kampflos» an Didier Cuche, der bereits letzte Saison den Abfahrts-Weltcup für sich entschieden hatte.

Der Schweizer hat nach neun Saisonrennen fünf Punkte Vorsprung auf Bode Miller (USA), der Österreicher Michael Walchhofer beendet die Disziplin als Dritter.

Cuche war bester Laune und bemühte gleich zwei tierische Sprichwörter. Dazu, dass er zwar die Abfahrtskugel in der Tasche hat, aber der Gesamtweltcup mit dem Ausfall wohl an Miller (hat 169 Punkte Vorsprung) verloren ist, meinte er: «Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.» Und dazu, dass er den Österreichern nun zweimal en suite die Abfahrtskugel weggeschnappt und auch im Super-G die besten Chancen auf Platz eins hat, sagte er: «Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, ehe er erlegt ist.»

Cuche hätte die Entscheidung lieber auf der Piste als am Grünen Tisch gesucht. «Ich Erster und Bode Zweiter, oder ich Sechster und er Siebter, das wäre mir lieber gewesen.» Als Miller, Sieger von drei Saisonabfahrten, ihm gratulierte, habe er geantwortet: «Es tut mir leid, dass ich die Kugel so gewinne.»

«Didier, du hast diese Kugel verdient,» meinte Miller. Hinterher baute sich bei Miller aber doch ziemlicher Ärger auf: «Das ist ein politischer Entscheid. Man hätte das Training fahren können, notfalls mit dem Anorak oder mit 30-Sekunden-Abständen. Die Absage ist die Konsequenz der zahlreichen Unfälle in diesem Winter.»

Cuche war dennoch glücklich. «Die Kugel mit einem Sieg in Kitzbühel zu holen, das ist das Schönste, das passieren kann», sagte er. Bis Kvitfjell habe er getan, was er dafür tun musste, in Norwegen habe ihm dann Werner Heel geholfen. Der Südtiroler hatte in der ersten Abfahrt einen Miller-Sieg verhindert. «Wenn er Bier gern trinkt, dann kann er gleich ein paar Kästen von mir haben», wollte sich Cuche bei Heel erkenntlich zeigen.

Auf den Titel in der Gesamtwertung hat Cuche (1218 Punkte) hinter Miller (1387) ebenso wie Riesch bei den Damen hinter Lindsey Vonn (USA) nur noch Außenseiterchancen. Die Partenkirchenerin Riesch will sich dafür noch die Super-G-Krone aufsetzen und als erste Deutsche seit Katja Seizinger 1998 zwei Kristallkugeln mitnehmen. «Ich kann jetzt lockerer fahren, denn alles, was in Bormio noch kommt, ist Zugabe in einer Saison, in der ich mehr geschafft habe, als ich mir im Vorfeld vorgenommen hatte», sagte Riesch, die mit dem Erfolg in der Super-Kombination den ersten Disziplin-Weltcup ihrer Karriere bereits sicher hat.

Am Dienstag musste in Bormio auch das Abfahrtstraining der Frauen abgesagt werden. Weil aber Lindsey Vonn & Co. am Montag schon eine Trainingsfahrt absolvieren konnten, bleibt die Frauen-Abfahrt im Programm. Rennstart ist am Mittwoch um 09.30 Uhr.

Diskussion rund um das Thema Sicherheit im alpinen Schiweltcup
Expertenrunde beim ORF am Sonntagabend

Nach den tragischen Ereignissen der Vorwoche lud der ORF heute eine Expertenrunde mit Hermann Maier, Armin Assinger, Alpindirektor Hans Pum, FIS Renndirektor Günter Hujara, Skifirma Fischer Geschäftsführer Gregor Dietachmayr, Hans Knauß, Dr. Hackl und Niki Lauda zum Thema „Skisport zwischen Triumph und Tragödie“ zu einer Live-Diskussion ein.

Zur Einleitung wurde der schreckliche Sturz von Matthias Lanzinger beim Super-G in Kvitfjell nocheinmal aufgerollt. Fis Renndirektor Günter Hujara betonte, er habe im Vorfeld darauf hingewiesen, dass dieser Super-G sehr schnell sei und die Trainer eindringlich darauf hingewiesen. Der einzige der Trainerschaft, der ihm Recht gab und noch ein paar Richtungsänderungen in der Kurssetzung vornehmen wollte war der Österreichische Herrencheftrainer Toni Giger gewesen. Die Mehrheit der Trainer erwiderte jedoch auf Hujaras Einwände, dass der Kurs in Ordnung und von ihren Mannschaften bewältigbar sei. So wurde gestartet.

Hier merkte der einzige aktive Rennläufer der Runde, Hermann Maier, an, dass auch er den Kurs viel zu schnell fand – zur besseren Veranschaulichung: die Durchschnittsgeschwindigkeit vom Super-G in Norwegen lag ÜBER jener in den vorangegangenen Abfahrten in den Tagen zuvor! Generell sei es ein Problem, dass im Super-G die Trainer den Lauf stecken, so Maier. Handelt es sich um einen Speedtrainer, fährt man quasi eine Abfahrt – ein ander Mal wieder fast einen RTL, wenn es sich um einen Techniktrainer handle. An dieser Stelle wollte Niki Lauda wissen, wie es angehen könne, dass sowohl der Renndirektor, als auch einer der erfahrensten Athleten, als auch einer der Cheftrainer einen Kurs zu schnell finden und dennoch gestartet werde. „Da ist ein Fehler im System!“ so Lauda. Dieses „Überstimmungsverfahren“ scheint aber Usus zu sein bei den Weltcuprennen.

Gleich hakte auch Exrennläufer Hans Knauss ein – er habe in den 15 Jahren seiner Karriere wieder und wieder den Kontakt zur Fis gesucht, jedoch irgendwann resigniert aufgegeben. Die Rennläufer seien machtlos, so Knauss und Maier unisono. Und es sei aber wichtig, die Rennläufer in die Sicherheitsdiskussionen mit einzubeziehen, vor allem im Vorfeld, denn während der Rennsaison sei es für einen Athleten schlichtweg unmöglich, sich auf die Sicherheit zu konzentrieren. Als Beispiel wurde der Zielsprung von Kitzbühel aufgezählt: schon vor dem ersten Training merkten etliche Athleten an, dass der Sprung viel zu hoch sei – nichts geschah und prompt gab es mit dem Vorläufer Patrik Hinterseer gleich einen Schwerverletzten. In der Folge wurde der Sprung mehrmals abgegraben. So zwar entschärft, jedoch in einer Art und Weise, dass der Fahrer nicht mehr erkennen konnte, wo genau der Absprung war und er somit nicht wusste, wann genau er „drücken“ musste – dies war in der Folge mitschuldig am Horrorsturz von Scott Macartney. Natürlich wurde nach bestem Wissen und Gewissen (wenngleich erst nachdem etwas passiert war) abgegraben, aber komplett unter Ausschluss der Fahrer, die auf die fehlende Absprungkante hinweisen hätten können. Ähnliche Fälle gab es in diesem Winter mehrere, wo zum einen zu spät und zum anderen nicht ideal reagiert wurde – ich erinnere an den „Svindal-Sprung“, der auch erst nach der schweren Verletzung des Norwegers abgegraben wurde, wenn ich mich richtig erinnere.

Hier brachte Lauda das Beispiel der Fahrergewerkschaft in der Formel 1, die auch erst eingesetzt wurde, nachdem es jährlich Todesopfer zu beklagen gab. Allgemein stimmte man überein, dass es für einen aktiven Rennläufer unmöglich sei, sich in der Rennsaison um so etwas zu kümmern, jedoch gäbe es etliche Exrennläufer, die für so einen Job die ideale Besetzung wären. Somit war man bei der Besetzungsliste der FIS-Funktionäre angelangt, die allgemein ebenso wie deren Reglement als nicht mehr zeitgemäß zu bezeichnen sind. Aber an einer Neubesetzung mit jüngeren, fachlich dem Metier „näheren“ Leuten will man offensichtlich nicht arbeiten. Lauda meinte, es sei höchste Zeit, die Funktionäre, das Reglement und die ganze FIS der Materialrevolution anzupassen, denn die FIS sei irgendwann stehen geblieben und das sei der springende Punkt – das zeigte die Diskussion um die medizinische Versorgung vor Ort:

Der Fis ist die medizinische Versorgung im Reglement  ca. 3 Zeilen wert – vom Wortlaut her in etwa „der Veranstalter vor Ort habe für eine entsprechende medizinische Versorgung zu sorgen“ …. Mehr als wage und schwammig ausgedrückt. Darauf angesprochen zog Herr Dr. Hackl, der selber etliche Jahre mit dem ÖSV unterwegs war, den selbigen Passus der FIA (Formel 1) hervor, auf dem seitenweise exakt geregelt ist, welcher Hubschrauber mit welcher Ausstattung und welche Ärzte mit welchen Kompetenzen und welcher Ausrüstung, ja selbst welches und wie viel Verbandsmaterial vorhanden sein müsse. Außerdem führte Lauda weiter aus, gäbe es in der Formel 1 einen eigenen Mediziner, der den Tross zu allen Rennen begleite, bereits eine Woche vor den Rennen anreise und sich vor Ort vergewissere, dass alles vorhanden ist. Zusätzlich stelle dieser in den jeweiligen naheliegensten Krankenhäusern eine Notfallmannschaft der örtlichen Mediziner zusammen, um sicher zu gehen, dass für alle Eventualitäten der richtige Spezialist zur Verfügung steht. Dies alles gäbe es in der Formel 1 aber auch „erst“ seit etwa 10, 15 Jahren so Lauda. Er sagte, als er seinen schweren Unfall hatte, war es sein Glück, dass dies in Deutschland und nicht etwa in Brasilien passiert war, sonst würde er heute nicht hier sitzen.

Ist es nicht tragisch, dass die FIS allem Anschein nach auf einem Stand ist, der dem vor 10 – 20 Jahren entspricht? Auch wenn es keinen Sinn hat, aber: hätte man mehr für Lanzinger tun können, wenn der Schiweltcup eine Versorgung ähnlich der Formel 1 gewährleisten würde?

Armin Assinger fand sehr klare Worte für die Fis im allgemeinen und für Gianfranco Kasper im besonderen: dass die Fis nach diesem Unfall von Matthias Lanzinger weder ihm noch seiner Familie gegenüber ihr Beileid zum Ausdruck gebracht habe, sondern ganz im Gegenteil behaupte, vor Ort sei alles regelkonform gewesen, ein Notarzthubschrauber sei einsatzbereit gewesen und die Fahrer würden nur zu viel riskieren und sich selbst überschätzen, dass sei erbärmlich und Herr Kasper möge seinen Hut nehmen! Herr Gianfranco Kasper war übrigens vom Orf zur Diskussion eingeladen worden, hatte sich aber entschuldigen lassen.

Kurz wurde dann noch das Material angesprochen und speziell Hermann Maier führte genau aus, was die Vor- und Nachteile des heutigen Materials sind und er räumte ein, dass es manchmal wirklich beinahe so ist, dass das Material mit dem Läufer und nicht umgekehrt fahre. Jedoch, so erklärte uns der Experte Gregor Dietachmayr, kooperieren die Schifirmen in den letzten Jahren eng mit der FIS, um bessere, sicherere Lösungen zu finden.

Die Diskussion hat keine Patentlösungen gebracht, jedoch viele gute Ansätze aufgezeigt. Bleibt zu hoffen, dass die FIS endlich, endlich darauf reagiert! Fest steht, wie Hans Pum ausdrücklich festhielt: „Wenn in Zukunft bei einem Rennen kein Notarzthubschrauber bereit ist, wird nicht gefahren!“

Meine eigenen Gedanken zu dieser Diskussion:

Mir war offen gestanden am Anfang nicht ganz klar, was ein Niki Lauda in dieser Runde verloren hatte. Schnell merkte ich, dass seine Beiträge mehr als wertvoll waren. Die Vergleiche mit der Formel 1 sind mehr als gerechtfertigt, denn die (Lebens)gefahr für einen Läufer, der bei Highspeed stürzt ist sicher nicht geringer als bei einem Formel1-Unfall – die Piloten sind zwar schneller, aber von einer technisch ausgereiften Karosserie geschützt.

Mit all den Sicherheitsmaßnahmen der Formel 1 hätte man im Schiweltcup schon so manchem Athleten viel ersparen können, dessen bin ich mir sicher – und da braucht man sich nicht immer scheinheilig auf Restrisiko und Material hinausreden. Fest steht auch: die Fis samt ihren Funktionären und Satzungen ist ein überaltertes, verstaubtes Regelwerk, das zwar fähig ist, für überzogene Besichtigungszeiten Geldstrafen zu kassieren, nicht jedoch, zu kontrollieren, ob der örtliche Sicherheitsstandard ausreichend ist. Zumindest hat man angefangen, mit den Schifirmen zu reden … aber warum nur das und nicht mehr? Ganz einfach: Geld regiert die Welt! Mit Schifirmen Materiallösungen zu finden kostet Fis und Veranstalter nichts. Helikopter und alle Zusatzmaßnahmen wie in der Formel 1 würden Millionen verschlingen, die zwar in der Formel 1 nicht jedoch im Schiweltcup zu verdienen sind. Schon gar nicht bei solchen „Low Budget Rennen“ (so bezeichnete Hans Knauss zb die Rennen in Norwegen), wo sich auch kaum Zuschauer hinverirren. So fängt die Sicherheitsdiskussion im Prinzip schon bei der Vergabe der Rennen an, womit wir wieder bei der FIS wären. Und bei Bode Miller. Wieso bei Bode Miller? Weil Bode Miller schon mehrmals angeregt hat, der Schiweltcup müsse ganz anders aufgezogen werden. Das müsse ein „Event“ sein, der die Massen anzieht – mit Stars und Livekonzerten usw. Das gibt es bislang hauptsächlich in Österreich – zb Kitzbühel und: Schladming! Ein Lehrbeispiel dafür, was man aus einem Slalom für einen Event machen kann. Bei dem auch genug Geld fließt, um mehr in die Sicherheit zu investieren. Es gäbe so viel Potential, so viele gute Vorschläge … LIEBE FIS, BITTE AUFWACHEN!

Aus dem Austria Skiweltcup Infopoint: Claudia Egger
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Pärson gewinnt Superkombination in Carnas Montana
Maria Riesch holt sich Disziplinen-Weltcupkugel

Die Schwedin Anja Pärson hat in Crans-Montana erstmals eine Super-Kombination gewinnen können. Die Schwedin setzte sich 0,20 vor der Deutschen Maria Riesch und 0,26 vor der Gesamtweltcup-Führenden Lindsey Vonn (USA) durch.

Damit gehört Pärson nun zum kleinen Kreis der Fahrerinnen, welche in allen fünf Disziplinen gewinnen konnten. Dies war zuvor nur ihrer Landsfrau Pernilla Wiberg und der Kroatin Janica Kostelic gelungen.

Durch den zweiten Platz hat sich Maria Riesch die Disziplinen-Weltcupkugel für die Superkombination gesichert. Für den Deutschen Skiverband war es der erste Weltcup-Pokal seit dem Super-G-Sieg von Hilde Gerg vor sechs Jahren.

Beste Österreicherin war Elisabeth Görgl auf Platz vier. Die Tirolerin Nicole Hosp kam über Platz acht nicht hinaus und ist damit in der Weltcup-Gesamtwertung hinter Vonn und Riesch nur noch Dritte.

Für den DSV gab es noch einen weiteren Grund zur Freude. Die Oberstdorferin Gina Stechert, die nach der Abfahrt auf dem fünften Rang lag, wurde am Ende Sechste in Crans Montana. Für die erst 20-Jährige ist es das beste Weltcupergebnis ihrer Karriere.

Beste Schweizer Rennläuferin war Rabea Grand auf Platz 11. Mit Dominique Gisin, Marianne Abderhalden, Fränzi Aufdenblatten und Jessica Pünchera konnten sich vier weitere Swiss-Ski-Fahrerinnen in den Punkterängen klassieren.

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Mölgg siegt in Kranjska Gora

Endlich – es ist vollbracht: Manfred Mölgg fährt beim heutigen Slalom in Kranjska Gora seinen ersten, längst überfälligen Sieg in einer Zeit von 1:42,29 ein. „Wunderbar. Gestern Zweiter, heute Erster! Ich habe mir vorgenommen, im zweiten Lauf voll anzugreifen, ich wollte unbedingt diesen Sieg …“ – und das hat man Mölggs Fahrweise wahrlich angesehen! Auf Rang 2 Ivica Kostelic, der zwar im zweiten Durchgang noch zulegen kann, Mölgg bleibt aber unerreichbar für ihn. Rückstand +0,41. Auf dem sensationellen 3 Platz landet der frisch gebackene Junioren-Weltmeister aus Österreich, Marcel Hirscher. Nachdem er im ersten Lauf mit einer gewaltigen Leistung und Startnummer 31 noch auf Platz 7 gefahren ist, kann er seine Form auch im zweiten Durchgang bestätigen und bleibt nur 8 Hundertstel hinter Kostelic. „Ich habe mir für heute vorgenommen: hopp oder dropp. Heute ist es zum ersten Mal richtig aufgegangen – unglaublich!“ Mit Verlaub, der junge Herr erinnert mich an einen gewissen Raich, der auch schon im zarten Alter von 19 Jahren in seiner ersten Saison auf dem Weltcuppodest landen konnte. Solche Kaliber gibt es nicht allzu oft.

Jean-Baptiste Grange (FRA) verpasst zwar heute das Stockerl, mit 0,55 Sekunden Rückstand und Platz 4 darf er aber das rote Trikot behalten und als Führender zum Finale anreisen. Reinfried Herbst (AUT +0,64) kann seinen zweiten Platz nicht halten und rutscht nach ein paar kleinen Fehlern auf Platz 5 zurück.

6. wird Felix Neureuther (GER +0,86) – wie schon in der gesamten Saison ist er ein verlässlicher Platzfahrer und es scheint nur noch eine Frage der Zeit, wann er mal vom obersten Treppchen lacht. Auf Platz 7 der Sieger von gestern, Ted Ligety. Er greift im zweiten Durchgang wesentlich mehr an als im ersten und kann dementsprechend einige Plätze gut machen. 8. und zweitbesten Italiener wird Cristian Deville (+1,27), vor Julien Lizeroux (FRA +1,38) und seinem Landsmann Giorgio Rocca, der noch den Sprung in die Top Ten schafft.

Der Kampf um die kleine Kugel wird in Bormio spannend: Grange und Mölgg liegen nur wenige Punkte auseinander. Und rein rechnerisch haben auch noch einige andere Chancen – zb Ivica Kostelic. Nach den vielen Tiefschlägen, die der ÖSV heuer schon hinnehmen musste, scheint es so, als ob nun neben dem Gesamtweltcup auch die Disziplinenwertung außer Reichweite wäre, nachdem Matt heute mit Platz 12 viel Boden verloren hat. Aber Wertungen und Punkte scheinen seit dem letzten Wochenende ohnehin einen anderen Stellenwert bekommen zu haben.

Wir gratulieren dem verdienten Sieger und freuen uns auf ein spannendes Finale in Bormio!

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Ligety gewinnt Riesenslalom in Kranjska Gora

Der US Amerikaner Ted Ligety gewann in einer Zeit von 2:24,31 Minuten den vorletzen Riesenslalom der Saison in Kranjska Gora vor den beiden Italienern Manfred Mölgg und Massimiliano Blardone.

"Es war unglaublich. Ich habe mir schon gedacht, dass es schwer wird, aufs Podest zu fahren. Ich wollte endlich ganz nach oben fahren, habe in dieser Saison noch nie gewonnen. Ich habe hart gekämpft, war im Ziel eine Sekunde vor Raich. Da habe ich mir schon gedacht, dass sich etwas ausgehen kann", freut sich der Ligety über seinen 2. Weltcupsieg.

Ein schwerer Fehler kurz vor dem Ziel kostete dem Österreicher Benjamin Raich den möglichen Sieg. "Ich hab mit der Hand eingehängt, dann hat es mich ausgedreht. Da war natürlich der ganze Schwung weg - im Grunde war es gelaufen. Es hilft alles nichts - was auf der Ergebnisliste steht, zählt. Das ist der vierte Platz. Nicht schlecht, aber nicht das, was ich heute wollte", analysierte Raich seinen Lauf und richtete seinen Blick auf das Saisonfinale in Bormio."Der Gesamtweltcup hat nichts mit meinem Rennfahren zu tun. Ich fahre immer volles Risiko, will mein Bestes geben. Im Riesenslalom-Weltcup ist es eng. Ich muss gewinnen, Ligety darf nur Dritter werden. Aber es mischen auch noch andere mit."

Aus österreichischer Sicht konnte man sich noch über den Achten Rang von Mario Matt freuen. Pech hatte Hannes Reichelt, zur Halbzeit noch Fünfter, schied er im zweiten Durchgang aus. Romed Baumann wurde 15. Hermann Maier, der an den Start ging, um die Ereignisse von Kvitfjell zu verarbeiten, reiht sich auf dem 19. Platz ein.

Das Schweizerteam, zeigte eine starke Mannschaftsleistung. Marc Berthod fuhr als Bester auf Rang fünf, gefolgt von Didier Cuche auf Rang sechs. Daniel Albrecht als Zehnter, Didier Défago als Zwölfter und Carlo Janka als Fünfzehnter zeigten ebenfalls gute Leistungen.

Im Gesamtweltcup hat Raich nach dem heutigen Rennen etwas aufgeholt - der US Amerikaner Bode Miller bleibt aber weiterhin deutlich in Führung. Er führt 169 Punkte vor Cuche und 264 Punkte vor Raich.

Spannend bleibt die Entscheidung im Riesenslalom-Weltcup. Hier ist noch alles offen. Ted Ligety übernahm mit seinem heutigen Sieg das Rote Trikot von Benjamin Raich der einen Rückstand von 27 Punkte aufweist, aber auch Manfred Mölgg kann sich bei einem Rückstand von 38 Punkten, beim Saisonfinale noch Hoffnungen auf die kleine Disziplinen Kugel machen.

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Vonn gewinnt Abfahrt von Crans Montana

Die US Amerikanerin Lindsey Vonn gewinnt mit überlegener Bestzeit von 1:23,57 Minuten die Abfahrt von Crans Montana. Den zweiten Rang auf dem Podest sicherte sich mit einem Rückstand von 61 Hundertstel Sekunden die Österreicherin Renate Götschl vor der Drittplazierten Italienerin Nadia Fanchini (+0,64). Fanchini war nach einem im vergangenen Februar in der Sierra Nevada erlittenen Kreuzbandriss erst im Januar in den Weltcup zurückgekehrt.

Mit ihrem 13. Weltcup-Sieg, dem zehnten in der Abfahrt hat Vonn damit als erfolgreichste US-Abfahrerin ihr Idol Picabo Street überflügelt. "Ich hatte die Abfahrts-Kugel zwar schon in der Tasche, war aber trotzdem nervös, weil ich noch um den Gesamtsieg kämpfe. Das ist eine neue Situation für mich, und ich weiß noch nicht so genau, wie ich damit umgehen soll", gestand Vonn.

Maria Riesch aus Deutschland könnte sich hinter der US Amerikanerin Julia Mancuso auf dem 5. Rang plazieren. Als Beste Schweizerin klassierte sich Marina Schild auf Platz 8. Den Sprung unter die ersten zehn verpasste Nadia Styger als Elfte hauchdünn.

Die ÖSV-Damen sind in dieser Saison in der einstigen Paradisziplin weiter sieglos, hinter Götschl war Elisabeth Görgl als 13. zweitbeste Österreicherin.

In der Gesamtwertung baute Lindsey Vonn ihren Vorsprung auf die Österreicherin Nicole Hosp um 96 auf 150 Punkte aus. Die Tirolerin musste sich mit Rang 27 begnügen. Die Deutsche Maria Riesch ("Ich habe oben zu viel Zeit verloren, um Lindsey zu gefährden") liegt ihrerseits nur noch 27 Zähler hinter Hosp.

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Schock für alle Skifans
Unterschenkel-Amputation bei Matthias Lanzinger

Dem österreichischen Skirennläufer Matthias Lanzinger muss der Unterschenkel amputiert werden. Auch eine mehrstündige Notoperation konnte das Bein nicht mehr retten. Die Durchblutung habe nicht mehr hergestellt werden können, teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Dienstag mit. „Infolge des irreparablen Gewebeschadens ist eine Amputation zur Vermeidung von dauerhaften schwerwiegenden Folgen unvermeidbar.“

Der 27-Jährige hatte am Sonntag beim Super-G im norwegischen Kvitfjell nach einem Sprung ein Tor gerammt und einen mehrfachen Unterschenkelbruch erlitten. Wegen der schweren Gefäßverletzung wurde er im künstlichen Koma gehalten. Es sei nicht gelungen, nach der ersten Operation den offenbar mehrfach gedrehten Fuß wieder funktionsfähig zu bekommen, sagte der zuständige Chefarzt im Osloer Universitätskrankenhaus, Lars Engebretsen. Auch der eingeflogene Salzburger Gefäßspezialist Thomas Hölzenbein konnte die Amputation nicht mehr verhindern. „Ingolge der langen Dauer der Ischämie und begleitenden Weichteilschäden konnte die Durchblutung nicht stabilisiert werden“, sagte der Mediziner.

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Streitberger gewinnt Super G in Kvitfjell

Der Österreicher Georg Streitberger hat in einer Zeit von 1:26,28 zum Abschluss der Rennen im norwegischen Kvitfjell überraschend den Super-G gewonnen. Bei seinem ersten Weltcup-Sieg lag der 26-Jährige 0,20 Sekunden vor Bode Miller aus den USA. Cuche erreichte mit einem Rückstand von 0,32 Sekunden Rang drei und hat damit den Sieg im Super-G-Weltcup praktisch sicher.

Im Gesamt Weltcup strebt Bode Miller weiter dem Sieg im Gesamtweltcup entgegen. Er macht heute weitere 80 Punkte und nimmt Verfolger Cuche weitere 20 Punkte ab. Der Vorsprung beträgt bereits 185 Punkte. Benni Raich scheint geschlagen, verliert heute als 16. weiter deutlich - er liegt nun 290 Punkte hinter Miller.

Für den ÖSV war es trotz des Sieges von Streitberger und den Plätzen 6 für Michael Walchhofer und 10 für Christoph Gruber ein schwarzer Sonntag. Überschattet wurde die Teamleistung der ÖSV Fahrer vom schweren Sturz des Teamkollegen Matthias Lanzinger der im Gesicht blutüberströmt - und das linke Bein komplett verdreht, schwerst verletzt mit dem Hubschrauber von der Strecke abtransportiert werden mußte.

Aus Schweizer Sicht konnte man sich neben dem 3. Rang von Didier Cuche über zwei weitere Plazierungen in den Top 10 freuen. Ambrosi Hoffman überzeugte mit einem starken 4. Platz und Didier Defago wurde Siebenter.

Weiter geht es am kommenden Wochenende in Kranjska Gora. Am Samstag steht ein Riesentorlauf auf dem Programm und am Sonntag wird um wichtige Weltcuppunkte im Slalom gekämpft.

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Miller gewinnt zweite Kvitfjell-Abfahrt!

Bode Miller

Gestern noch vom Überraschungsmann Heel geschlagen, kontert Bode Miller heute mit einem Sensationslauf und gewinnt mit einer Zeit von 1:46,16. Nach einem kleinen Schnitzer im oberen Teil legt der Schweizger Didier Cuche (+0,40) im weiteren Lauf extrem zu und schafft es noch auf Platz 2 - so führt er im Abfahrtsweltcup noch um den Hauch von 5 Punkten vor Rivale Miller und es steht nur noch das Finale in Bormio aus. Der Sieger von gestern, Werner Heel (ITA 0,75) bestätigt seine Leistung und fährt auch heute wieder auf das Postest - Platz 3

Klaus Kröll zeigt zwar wie gestern eine solide Fahrt, mit einem Hundertstel Rückstand auf Heel schrammt er jedoch denkbar knapp am Podest vorbei. Platz 5 für den Kanadier Manuel Osborne (+0,81) vor dem nächsten Österreicher Michael Walchhofer (+0,98) auf Platz 6.

Peter Fill (ITA) und Erik Guay (CAN) teilen sich mit 1,12 Sekunden Rückstand den 7. Platz. Georg Streitberger (AUT +1,26) kann im oberen Teil noch mit Miller mithalten - nur 0,23 Rückstand - auf dem langen Weg ins Ziel summieren sich aber die Fehler und mit +1,26 Sekunden reiht er sich auf Platz 9 ein. Die Top Ten beschließt Didier Defago (SUI +1,39).

Kein Österreicher am Podest, drei in den Top Ten, Baumann und Gruber mit den Plätzen 12 und 13 noch einigermaßen gut dabei, Benjamin Raich nach Torfehler out - eine durchwachsene Bilanz für das rot-weiß-rote Team. Dabei wäre Raich heute mit Piste und Material (da dürfte man sich gestern gehörig vergriffen haben) besser zurecht gekommen: bei den Zwischenzeiten lag er von oben weg konstant etwa 3 Zehntel hinter Christoph Gruber, das hätte heute ein Platz unter den ersten 15 werden können ...

Fest steht: im Abfahrtsweltcup gibt es ein Herzschlagfinale zwischen Cuche und Miller. Im Gesamtweltcup scheint eine Vorentscheidung gefallen zu sein: Miller hat bereits über 200 Punkte Vorsprung auf Raich, der nur noch auf Platz 3 hinter Cuche rangiert. Im morgigen Super-G kann Raich zwar punkten, man kann aber davon ausgehen, dass er Platz 3 nicht abschütteln wird können. In Kranjska Gora nächste Woche könnte Raich die großen Punkte holen (im letzten Jahr Platz 1 und 2 in Riesentorlauf und Slalom), jedoch ist Miller momentan im Stande, in den Technikdisziplinen mehr zu punkten als Raich im Speedbereich und mit diesem satten Polster aus den Kvitfjell-Abfahrten ist der Amerikaner nicht zum letzten Risiko gezwungen. Spiel, Satz und Sieg sind noch nicht entschieden, der Vorteil liegt jedoch eindeutig bei Miller!

Aus dem Austria Skiweltcup Infopoint: Claudia Egger
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Heel siegt in Kvitfjell!

Werner Heel

Riesenüberraschung bei der 1. Abfahrt in Kvitfjell (Ersatzrennen von Val D´Isere). Mit Startnummer 26 zauberte der Südtiroler Werner Heel eine Traumfahrt auf die Piste "Olympiabakken" und verwies mit einer Zeit von 1:45,73 den US Amerikaner Bode Miller (+ 0,10) auf Rang 2. Der 3. Platz auf dem Podium ging an den Österreicher Klaus Kröll (+0,22).

Der im Abfahrtsweltcup Führende Schweizer Didier Cuche (+0,69) mußte sich hinter dem Kanadier Manuel Osborne Paradies (+0,20) und Marco Büchel (+0,64) aus Liechtenstein mit dem 6. Rang begnügen. Vielleicht hat ihm die im Training beim letzten Sprung erlittene Knieverletzung doch mehr Probleme bereitet, als er zugeben wollte.

Auf Platz 7 mit Christoph Innerhofer (+0,81) ein weiterer junger Italiener - überhaupt die Italiener "das Aufsteigerteam" der Saison könnte man sagen, wenn man die Leistungen von Damen und Herren in Technik und Speedbewerben anschaut!

Ambrosi Hoffman (SUI +0,86) landet vor dem Kanadier John Kucera (9. +0,90) auf Platz 8. Zum hervorragenden Platz 10 reicht es noch für den mit Nummer 1 gestarteten Franzosen David Poisson (+0,93).

Mit dem zweitbesten Österreicher Michael Walchhofer auf Platz 11 kann der ÖSV mit der heutigen Abfahrt nicht wirklich zufrieden sein - darüber täuscht auch der überraschende Podestplatz von Klaus Kröll nicht hinweg. Christoph Gruber scheidet mit toller Zwischenbestzeit im unteren Teil bei einem Sprung aus, bleibt aber zum Glück unverletzt.

Benni Raich schafft es nach einer total verpatzten Fahrt nicht einmal in die Punkteränge. Ob schon eine Vorentscheidung im Gesamtweltcup gefallen ist, ist schwer zu sagen. Miller liegt nach dem heutigen Rennen 125 Punkte voran und wenn er auch morgen und übermorgen "Big Points" einfährt und Raich keine gravierende Leistungssteigerung vorweisen kann, wird es schwer für den Tiroler. Und Didier Cuche hat nur noch 15 Punkte Rückstand auf Raich ....

Aus dem Austria Skiweltcup Infopoint: Claudia Egger
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Maria Riesch gewinnt Superkombi in Whistler

Die Deutsche Skirennläuferin Maria Riesch gewann am Sonntag die Super Kombination der Damen auf der Olympia 2010 Strecke in Whistler Mountain und feierte ihren sechsten Weltcupsieg, den ersten in einer Kombination. "Es ist noch sehr eng geworden. Ich hab den Grundstein im Super G gelegt. Wie ich vorher gesagt habe: Die Marlies kann mir im Slalom locker eine Sekunde abnehmen - das hat sich auch gezeigt. Den Ausfall bei der Abfahrt habe ich, so gut es geht abgehackt. Ich hab gewusst, dass ich im Super G sehr gut drauf bin."

Die Partenkirchenerin, die sich nach zwei schweren Verletzungen immer wieder in die Weltspitze zurückkämpfte, hat nun Siege in vier von fünf Disziplinen zu Buche stehen. Einzig ein Sieg im Riesenslalom fehlt dem größten Skitalent des DSV noch.

Riesch verwaltete mit einer taktischen Meisterleistung ihren Vorsprung von 42 Hundertstel Sekunden aus dem Super G und siegte am Ende mit einem Vorsprung von 9 Hundertstel Sekunden vor der österreichischen Slalomkönigin Marlies Schild und der Schwedin Anja Pärson (+0,31).

Der Tirolerin Nicole Hosp fehlten am Ende 2 Hundertstel Sekunden für den Sprung auf das Podest. "Ich hab's unten eindeutig verbremst. Ich hatte einen richtigen Hackler und dann fehlt auch noch das Glück", ärgerte sich Hosp. Sie mußte sich mit Rang 4 begnügen gefolgt von ihrer Teamkollegin Elisabeth Görgl und der sechstplazierten US Amerikanerin Lindsey Vonn.

Maria Riesch hat nun die Chance auf zwei kleine Kristallkugeln in dieser Saison: Die 23-Jährige führt auch die Weltcup-Wertung im Super-G an, in beiden Disziplinen steht nur noch ein Wettbewerb aus. Auch im Kampf um den Gesamtweltcup hat sich Maria Riesch noch einmal zurückgemeldet auch wenn sie alle Ambitionen auf die große Weltcupkugel von sich weist: "Mit dem Ausfall bei der Abfahrt am Freitag hab ich mir das Thema Gesamtweltcup ziemlich verbaut. Mit dem heutigen Sieg hab ich noch das beste rausgeholt aus Whistler. Aber der Abstand ist schon zu groß, das sollten sich die zwei da vorne ausmachen." Als Drittplatzierte weist sie nun 981 Punkte auf. Vor ihr liegen weiter Lindsey Vonn aus den USA (1103) und die österreichische Titelverteidigerin Nicole Hosp (1049).

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Reichelt holt sich RTL in Whistler

Hannes Reichelt

Hannes Reichelt (AUT), beim Super-G am Donnerstag noch Zweiter, holt sich mit der heutigen Olympiageneralprobe seinen ersten Riesentorlaufsieg in einer Zeit von 2.37,43. " Ich habe gewußt, dass ich es auch im Riesenslalom drauf habe. Dass es so schnell geht, ist eine Genugtuung. Mir liegt der Schnee hier herüben, da kann man so schön auf zwei Skiern fahren". Platz 2 sichert sich Didier Cuche (SUI +0,39 Sek) - einen Hauch von 5 Hundertstel vor dem Halbzeitführenden Benjamin Raich (AUT +0,44 Sek). "Ich habe oben kurz Probleme gehabt, danach ist es von meinem Gefühl her gut gegangen. Herunten war es nicht optimal, da hab ich zu viel Tempo weggenommen. Der Cuche wäre heute sicher zum packen gewesen, der Richie war im 2. Lauf sehr stark - aber es war heute sicher viel möglich ..." ähnliche Aussagen wie schon zuletzt bei Benni Raich. Er darf mit seinem heutigen Podestplatz dennoch zufrieden sein, übernimmt er doch - nach dem Ausfall von Albrecht - damit die Führung im RTL-Weltcup, wenn auch nur knapp vor dem heute 4.platzierten Ted Ligety (USA 0,52 Sek).

John Kucera (CAN + 0,84 Sek) läßt das Publikum über Platz 5 jubeln. Platz 6 für Manfred Mölgg (ITA +0,89 Sek), der damit an seine durchwegs guten Ergebnisse in dieser Saison anschließen kann. Wenngleich - der ganz große Durchbruch auf Rang 1, der fehlt noch.

Mit einem nach seinen letzten Ausfällen hervorragenden siebten Platz kann Bode Miller (USA +1,21 Sek) seine Gesamtweltcupführung noch verteidigen, wenngleich Raich und vor allem auch Cuche näher gerückt sind.

8. Stephan Görgl (AUT +1,30 Sek.), 9. hervorragend der junge Schweizer Carlo Janka mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang (+ 1,34 Sek) und mit ihm ex aequo der ebenfalls noch junge Finne Marcus Sandell, der für den verletzten Kalle Pallander in die Presche springt.

Das Resümee dieser Olympiageneralprobe: die Führenden im Gesamtweltcup sind noch näher zusammengerückt und auch wenn nach dem Rennkalender die Speedspezialisten Miller und eventuell auch Cuche im Vorteil scheinen - die letzten Wochen haben schon gezeigt "alles" oder oftmals vielmehr "nichts" ist immer möglich!

Fest steht, die österreichischen Herren blicken Olympia frohgemut entgegen: der fünfte Sieg in Serie, der zweite Sieg hier in Whistler, 9 von 10 hatten sich für den zweiten Durchgang qualifiziert und obwohl Matt und Scheiber mit hervorragenden Zwischenzeiten ausgefallen sind, gibt es mit 6 Läufern unter den ersten 20 ein tolles Mannschaftsergebnis

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Styger gewinnt Abfahrt im Whistler

Die Schweizerin Nadia Styger hat in Whistler Mountain am Olympiaberg von 2010 die Weltcup-Abfahrt mit einem hauchdünnem Vorsprung von 1. Hundertstel Sekunden vor der US Amerikanerin Lindsey Vonn gewonnen. Mit dem zweiten Platz sicherte sich Vonn die kleine Abfahrtsweltcup für die Saison 2007/08. "Es ist Wahnsinn. Es ist schade, dass ich heute um eine Hundertstel verloren habe. Aber ich bin sehr froh, dass ich endlich diese Abfahrts-Kugel gewonnen habe. Ich habe in dieser Saison einige Male einen Podestplatz um wenige Hundertstel verloren - da tut es schon weh, den Sieg verpasst zu haben. Die Sicht war schlecht, aber ich muss immer Vollgas geben." Der dritte Rang auf dem Podest ging an ihre Teamkollegin Julia Mancuso (+0,19).

Für die 29-Jährige-Styger war es der erste Sieg in einer Abfahrt, drei vierte Plätze waren bisher ihre beste Klassierungen. Ihre drei Weltcup Siege errang sie im Super-G, den lezten davon vor zwei Jahren in Kvitfjell. "Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt. Es hat mir jeden Tag ein bisschen mehr Spaß gemacht. Heute war es ein gutes Rennen - schön, dass es so weit nach vorne gereicht hat. Der Gedanke, dass hier 2010 Olympia stattfindet, hat mich angespornt." Die Innerschweizerin beendet mit ihrem Erfolg eine lange Schweizer Durststrecke in der Abfahrt. Die letzte Schweizer Siegerin in einer Weltcup-Abfahrt war Corinne Rey-Bellet 2002 in Lenzerheide. Insgesamt ist es der 77. Abfahrtssieg für die Schweizer Damen. Ausser Styger zeigten die Schweizerinnen eine schwache Leistungen. Fränzi Aufdenblatten belegte lediglich Rang 19, Dominque Gisin den 21.

Auch im achten Anlauf wurde es nichts mit einem Abfahrts-Sieg für Österreichs Damen. Bisher gab es erst vier Podestplätze für Österreichs Damen - damit ist die Abfahrt die schwächste Disziplin der ÖSV-Damen. Beste Österreicherin auf der Olympia-Strecke der Winterspiele in Vancouver 2010 wurde heute Renate Götschl als Fünfte. Ebenfalls den Sprung in die Top 10 schaffte Elisabeth Görgl als Siebte.

Im Kampf um die große Weltcupkugel konnte Lindsey Vonn heute 80 Punkte auf ihr Konto gutschreiben, Niki Hosp sammelte als 15. lediglich 16 Punkte. Damit setzt sich die US-Amerikanerin um 64 Punkte ab.

Aus dem Rennen um den Gesamt Weltcupsieg mußte sich heute endgültig Maria Riesch verabschieden und das nach einer hervorragenden Fahrt, bei der sie aber kurz vor dem Ziel zu Sturz kam. Bei der letzten Zwischenzeit hatte Sie noch einen Rückstand von 4 Hundertstel Sekunden auf die Siegerin, war jedoch um 4,7 km/h schneller als Styger (107,8 km/h zu 103,1 km/h). Ohne den „Verschneider“ der sie zu Sturz brachte, hätte sie heute wohl das Rennen gewinnen können. "Es ist mir nichts passiert. Aber es ist schon enttäuschend, ich war wieder gut am Weg. Es ist mir in dieser Saison schon einige Male in der Abfahrt passiert, dass ich gute Ergebnisse durch Fehler hergegeben habe. Im Gesamtweltcup habe ich wieder viele Punkte liegen gelassen. Es ist, so wie es ist. Den Gesamtweltcup werden sich die zwei da vorne ausmachen."

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Gruber siegt beim Super-G in Whistler

Der Tiroler Christoph Gruber siegt bei diesem Rennen „ohne Ideallinie“ mit 1.26,60 hauchdünn vor seinem Landsmann und Zimmerkollegen Hannes Reichelt (AUT + 0,03 Sek) und vor dem Slowenen Alex Gorza (+ 0,11 Sek). Es ist dies Gruber´s fünfter Weltcupsieg – der erste seit dem Super-G in Garmisch 2006. „Ich war bislang nicht zufrieden mit meinem Saisonverlauf. Dass es jetzt so gut funktioniert, ist ein tolles Gefühl. Ich war auch vorher schon schnell, habe aber immer Fehler gemacht. In Nordamerika läuft das Material von Fischer sehr gut …“ meint Gruber und das reine Fischer-Podest bestätigt seine Aussage. Der einzige Kanadier, der den Heimvorteil einigermaßen nutzen kann ist Erik Guay auf Platz 4 (+0,29 Sek) ex aequo mit dem Super-G Weltmeister von Aare Patrick Staudacher (ITA). Platz 6 belegt der Schweizer Didier Defago (SUI + 0,40 Sek) – nur eine Hundertstel vor seinem Landsmann im roten Trikot Didier Cuche (+ 0,41 Sek). Eine weitere Hundertstelsekunde dahinter auf Rang 8 hervorragend Ivica Kostelic (CRO +0,42 Sek) – wenn er seine derzeitige Form konservieren kann, empfiehlt er sich auf lange Sicht für den Gesamtweltcup! Nur Platz 9 für Mario Scheiber (AUT +0,57 Sek) und Platz 10 für Marco Büchel (LIE +0,69 Sek) – von denen man eigentlich erwartet hatte, dass sie um den Sieg mitkämpfen könnten.

0,01 Sekunden an den Top Ten vorbei schrammt Benjamin Raich – guter Start, guter Schlussteil, aber im Mittelstück haben sich doch wieder einige Fehler eingeschlichen. Trotzdem dürfte er mit seiner Platzierung zufrieden sein, angesichtes der Tatsache, dass Weltcuprivale Miller den Lauf nicht beendet hat und somit keine Punkte macht. Auf der sehr selektiven Piste mit herrlichen Geländeübergängen, Licht-Schattenwechsel und einem anspruchsvollen, aber fairen Kurs, nimmt Miller zu viel Risiko und wird bei einer Welle regelrecht zusammengestaucht. Er kann das Rennen zwar fortsetzen, schwingt einige Sekunden später jedoch ab und hält sich die Beine – wir werden Sie auf dem Laufenden halten, wenn wir erfahren, ob sich der Gesamtweltcupführende eine schwerwiegendere Verletzung zugezogen hat.

Es war dies eine gelungene Generalprobe für den olympischen Super-G 2010 – faire Bedingen, interessanter und schwieriger Lauf mit einer schier nicht vorhandenen Ideallinie, denn fehlerfrei kam niemand ins Ziel! Wir wollen hoffen, dass die Wetterfrösche in Kanada weiter irren, denn während Schneesturm vorhergesagt war, genossen Athleten wie Zuschauer heute herrlichstes Winterwetter und strahlenden Sonnenschein!

Aus dem Austria Skiweltcup Infopoint: Claudia Egger
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Matt gewinnt Slalom in Zagreb

Weltmeister Marion Matt gewinnt den ersten Slalom der Herren auf dem Bärenberg in Zagreb. Der Tiroler verteidigte seine Halbzeit-Führung und lag am Ende mit 33 Hundertstel Sekunden vor Lokalmatador Ivica Kostelic. Reinfried Herbst (+0,40) komplettiert als Dritter das tolle ÖSV-Ergebnis. Der Sieger von Garmisch hatte nach dem ersten Durchgang noch auf Rang 6 gelegen.

Für Matt war es nach Adelboden und Schladming bereits der 3. Saisonsieg: "Ich war eigentlich brutal ruhig. Während der Fahrt hab ich mich noch gefragt, ob ich schnell bin. Im Ziel war ich dann überglücklich. Ich hab gewusst, dass ich locker bleiben und einen guten Lauf hinlegen muss. Das ist mir Gott sei Dank gut gelungen", analysierte Matt. Kostelic war indes über seinen zweiten Rang ebenfalls sehr froh und feierte ihn wie einen Sieg. "Ich hätte ohne dieses Publikum nie so gut fahren können. Ich war voll motiviert und es musste einfach passen. Ganz Kroatien hat heute auf mich geschaut und ich bin sehr froh, dass ich den Podestplatz geschafft habe. Alles, was jetzt noch kommt, ist ein Bonus", sagte Kostelic.

Ausser Berthod, der als Dritter nach dem ersten Lauf lediglich neun Hundertstel Sekunden hinter Matt lag, im Finallauf jedoch durch einen Schnitzer im Zielhang einen Podestplatz verspielte und Sechster wurde, konnten die weiteren Schweizer nicht überzeugen. Sandro Viletta fuhr immerhin erneut in die Punkte und erreichte Rang 24. Marc Gini fiel vom 17. auf den 25. Rang zurück, Daniel Albrecht blieb 27.

Felix Neureuther aus Partenkirchen kämpfte sich als 14. des ersten Laufs noch bis auf Rang neun vor. Für den 23-Jährigen war es die fünfte Top-10-Platzierung des Winters.

Im Gesamtweltcup behauptete Bode Miller, der sich nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren konnte, vor dem Österreicher Benjamin Raich, der nach einem schweren Fehler im Schlussabschnitt nur 26. (4,78) wurde, seine Führung.

Slalom-Weltcup-Leader Jean-Baptiste Grange (465) aus Frankreich schied im zweiten Durchgang aus. Matt (405) machte 100 Punkte und damit den Slalom-Weltcup wieder spannend. Er hat nun nur noch 57 Punkte Rückstand vor den letzten beiden Slaloms.

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Poutiainen gewinnt Nachtslalom von Zagreb

Über 10"000 Zuschauer, unter ihnen der einstige Superstar Janica Kostelic, erlebten am Bärenberg von Zagreb ein Slalomspektakel bei dem am Ende die Finnin Tanja Poutiainen die Skispitzen vorne hatte: "Ich war nach dem ersten Lauf nicht sicher, ob es für den Sieg reichen wird. Im zweiten Lauf habe ich alles riskiert. Der erste Sieg hier in Zagreb war etwas spezielles. Aber auf diesen Sieg habe ich so lange gewartet - über drei Jahre." Die Finnin verwies Marlies Schild und Veronika Zuzulova auf die Ehrenränge und kassierte einen Scheck in Höhe von 60 000 Euro.

Den zweiten Rang und damit wieder das rote Trikot der Slalom Weltcup Führenden sicherte sich die Vorjahressiegerin Marlies Schild, die nach dem 1. Durchgang noch in Führung lag. Schild hat nun im Kampf um die Disziplinen-Kugel 75 Punkte Vorsprung auf ihre Teamkollegin Nicol Hosp die im zweiten Durchgang ausschied und heute ohne Punkte blieb. Neue Dritte ist nun Tanja Poutiainen, 88 Punkte hinter Schild zurück.

Für Nicole Hosp war es am Ende ein rabenschwarzer Tag. Zur Halbzeit noch auf Rang zwei liegend schied sie nach einem Torfehler aus und konnte auch im Gesamtweltcup keinen Boden gutmachen. "Sicherlich bin ich enttäuscht, aber im Slalom ist ein Ausscheiden schnell möglich", meinte Hosp. Ihre größte Konkurrentin, die Weltcup-Zweite Lindsey Vonn aus den USA war in Zagreb nicht am Start. Die US-Amerikanerin bereit sich in ihrem Heimatland bereits auf die Überseerennen in Vancouver vor. Vonn war heute, obwohl nicht am Start, die große Gewinnerin, da auch die Deutsche Maria Riesch im Finaldurchgang ausschied.

Knapp das Podest verpasste die Österreicherin Kathrin Zettel, die mit 0,21 Rückstand auf Zuzulova Vierte wurde. "Ich bin mit meinem zweiten Lauf nicht ganz zufrieden, weil ich im Flachen zu viele Fehler hatte. Aber ich bin nicht unzufrieden, weil die Form ansteigt", sagte Zettel. Ihre Teamkollegin Elisabeth Görgl wurde 17.

Aus Schweizersicht überraschte bei ihrem Weltcup-Debut die 19-jährige Denise Feierabend mit einer kecken und unbeschwerten Fahrweise. Der formidable 18. Rang darf als grosser Erfolg gewertet werden. Aber auch die andere Schweizerin mit Jahrgang 1989, Célina Hangl, wusste mit dem 14. Platz zu gefallen. Beste Eidgenossin war Sandra Gini. Sie verlor auf Siegerin Poutiainen 2.68 Sekunden, was Rang elf bedeutete.

Aus Sicht des DSV gab es Licht und Schatten. Maria Riesch schied nach einem „Einfädler“ im Finaldurchgang aus und Monika Bergmann, die nach dem ersten Lauf noch Sechste gewesen war, fand im zweiten Durchgang nicht zu ihrer Leistungsstärke und wurde mit 2,27 Sekunden Rückstand Zehnte. Fanny Chmelar zeigte hingegen einen starken Lauf und ging zwischenzeitlich sogar in Führung. Sie landete nach einem minimalen Fehler im Zielhang am Ende auf dem 13. Platz (+3,36 Sekunden). Susanne Riesch dürfte als 16. (+3,64 Sekunden) ebenfalls mit ihrem Abschneiden zufrieden sein. Auch Carolin Fernsebner sammelte als 23. (+5,73) Weltcup-Punkte.

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Fischbacher und Sutter ex aequo Sieger beim Super G in Sestriere

Der Skiweltcup der Damen kann sich über zwei neue Gesichter in der Siegerliste freuen. Beim Super G der Damen in Sestriere feierten die Österreicherin Andrea Fischbacher und Fabienne Sutter aus der Schweiz in einer Zeit von 1:21,06 gemeinsam ihren ersten Sprung auf den obersten Podestplatz. Auch die Dritte auf dem Stockerl, Maria Riesch aus Deutschland, hatte allen Grund zur Freude. Sie baute ihren Vorsprung im Super G Weltcup aus und verkürzte den Rückstand im Gesamtweltcup auf Lindesey Vonn und Nicole Hosp deutlich. Überschattet wurde das Rennen vom schweren Sturz der Österreicherin Maria Holaus.

In einem Wellenbad der Gefühle, zwischen der Freude über den Sieg und das Bangen um die Verletzung von Maria Holaus zeigte sich Andrea Fischbacher nach ihrem Sieg: "Ich bin so ein bisserl durcheinander. Man hofft natürlich, dass der Maria nichts passiert ist. Andererseits hofft man, dass keiner mehr reinfährt. Keine Ahnung, warum es heute funktioniert hat. Ich hab eigentlich nichts anders gemacht, als sonst. Im Super G war es gar nicht so wild, meistens bin ich im Riesenslalom ausgeschieden. Im Super G hab ich aber immer einen Fehler drin gehabt - heute ist der ausgeblieben." Die Salzburgerin hatte bereits einige Male am Sieg "angeklopft", stand im Weltcup bereits vier Mal am Siegerpodest. Zwei Mal war Fischbacher bisher Zweite, zwei Mal Dritte. Alle Stockerlplätze fuhr die Groß-Cousine von Hermann Maier im Super G ein.

Angeführt von Andrea Fischbacher dürfen sich Österreichs Damen über ein starkes Mannschafts-Ergebnis freuen! Nach der gestriegen Pleite plazierten sich heute 5 Läuferinnen in den Top 10. Meissnitzer, Götschl und Görgl landen auf den Rängen 4, 5 und 6. Dazu klassiert sich Christine Sponring auf Rang 10.

Für die Schweizerin Fabienne Suter war es der erste Podiumsplatz in ihrer Weltcup-Karriere. Ihre bisherige Bestmarke hatte sie am 2. Februar mit einem siebten Rang in der Abfahrt von St. Moritz auftestellt. Ihr bestes Super-G-Resultat war bisher der achte Rang in Cortina am 21. Januar. Von den übrigen Schweizerinnen belegte nur Nadia Styger noch eine Top-Ten-Klassierung. Mit dem siebten Rang egalisierte die Schwyzerin ihr bestes Super-G-Resultat in diesem Winter. Martina Schild belegte Rang 13. Für ein weitere Überraschung aus Schweizer Sicht sorgte Andrea Dettling. Die 21-Jährige holte in ihrem zweiten Weltcup-Rennen gleich ihre ersten Punkte. Sie belegte mit 1,61 Sekunden Rückstand Rang 19. Die Senkrechtstarterin Lara Gut schied aus. Auch Fränzi Aufdenblatten sah das Ziel nicht; sie stürzte.

Zur heimlichen Siegerin des Tages kann man Maria Riesch aus Garmisch Partenkirchen küren. Die 23-Jährige baut ihren Vorsprung im Super-G-Weltcup weiter aus. Emily Brydon geht leer aus - Lizz Görgl verliert weitere 20 Punkte. Entschieden ist noch nichts - die Ausgangsposition für Riesch ist aber sehr gut. "Mir ist es sehr gut gegangen. Mit den hinteren Nummern war nicht mehr so viel drin. Was ich gehört habe, haben alle vor allem unten viel verloren. Es sind nur 2 Zehntel zum Sieg - aber ein Podest ist immer super. Der Gesamtweltcup läuft neben her, ich halt mich in sicherer Distanz - wer weiß, was kommt."

Der Kampf um den Gesamtweltcup spitzt sich weiter zu! Niki Hosp macht heute drei Punkte mehr als Lindsey Vonn - und zieht damit mit der US-Amerikanerin gleich! Auf der dritten Position lauert Maria Riesch mit einem Rückstand von 102 Punkten. 11 Rennen sind noch zu fahren - ein spannendes Finale steht bevor!

Überschattet wurde der Erfolg und das gute ÖSV-Mannschaftsergebnis allerdings von einem schweren Sturz von Maria Holaus. Die 24-jährige Holaus kam bei Höchstgeschwindigkeit nach ungefähr 20 Sekunden so schwer zu Sturz, dass sie mit dem Akja abtransportiert und dann mit dem Hubschrauber weitergeflogen werden musste. Schon vor der Österreicherin waren zwei weitere Läuferinnen gestürzt. Nach ersten Informationen aus dem Spital verletzte sich Holaus am Knie und erlitt ein Schleudertrauma. Die Tirolerin hatte schon in jungen Jahren mehrere schwere Knieverletzungen erlitten und gerade ein Jahr ohne größere Probleme hinter sich. Vor drei Wochen hatte Holaus beim Super-G in Cortina ihren bisher einzigen Weltcup-Sieg gefeiert.

Geschockt vom Sturz von Maria Holaus zeigte sich Niki Hosp im ORF Interview: "Ich bin froh, dass ich gesund im Ziel bin. Man hat heute leider bei der Maria wieder gesehen, welche Gradwanderung es immer ist - mit wie viel Risiko wir am Weg sind. Im oberen Teil ist es brutal schlagig. Dazu ist es noch sehr schnell gesetzt. Manchmal fragt man sich schon, was sie sich dabei denken."

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Herbst gewinnt Slalom in Garmisch Partenkirchen

Der Österreicher Reinfried Herbst gewann